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Stress und Gesundheit

Hausarbeit 2001 37 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zentrale Begriffe

3. Stress, was ist das?
3.1 Definition
3.2 Eustress, Distress und Hardiness
3.3 Warum sind manche Menschen besonders anfällig für Stress?

4. Reaktionen auf Stress
4.1 körperliche Reaktionen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit
4.2 Aktive und Passive Reaktionen
4.3 Das Stress– Adaptations- Modell nach Selye

5. Wann wird Stress gefährlich?
5.1 Die vier Ebenen der Stressreaktion
5.2 Stresstypen
5.3 Das Burnout- Syndrom

6. Stressbewältigung
6.1 Stressbewältigungsstrategien
6.1.1 Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
6.1.2 Autogenes Training

7. Die wichtigsten Fragen und ihre Antworten

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Alle Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung leiden unter Stress. Oftmals beginnt der Stress schon im Säuglings- und Kleinkindalter, in dem die Babys von ihren Müttern von einem Termin zum anderen mitgenommen werden, wie zu Beispiel zum Baby- Schwimmen, Kinderarzt und zur Krabbelgruppe. Der Stress der Mutter, überträgt sich auf das Kind. Dies ist der Anfang eines Lebens unter Stress und Zeitdruck und im Laufe des Erwachsenwerdens verstärkt sich dieser deutlich.

Überall und jeden Tag wird der Mensch mit verschiedenen Belastungen konfrontiert, auf die er reagieren muss und die zu Stressreaktionen führen können. In jeder Altersgruppe, in allen sozialen Schichten tritt das Phänomen STRESS auf.

Gesundheit ist laut WHO ( Weltgesundheitsorganisation ) „ein Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens.“

Dieser Zustand wird aber nicht erreicht, solange ein grossteil von Menschen nicht adäquat mit Stress umgehen können. Es ist deshalb wichtig, einen positiven Umgang mit Stresssituationen zu erlangen, denn zuviel Stress macht krank.

(vgl. Prof. Dr. Klaus Klein: Stress und Stressbewältigung 1995, S.2)

Viele Menschen versuchen ihren Stress zu kompensieren, in dem sie beispielsweise anfangen zu rauchen. Auch bleibt in einem stresserfüllten Leben kaum Zeit für eine ausgewogene und vitaminreiche gesunde Ernährung. Aber Stress wird nicht gemindert, in dem man beginnt zu rauchen und zu trinken. Im Gegenteil: Alkohol hilft vielleicht den Stress des Tages zu vergessen, aber zur Verminderung trägt er nicht bei, sondern schadet zusätzlich noch der Gesundheit.

Der gestresste Mensch bekämpft selten die wahren Ursachen, er versucht sie zu unterdrücken. Nicht selten greift er dann auch zu Schlaf- oder Beruhigungstabletten.

Stress aber kann man nicht betäuben – er muss gezielt abgebaut werden.

(vgl.: Kass, Frederik J., Das große Handbuch der seelischen Gesundheit 1996, S.234)

In meiner folgenden Hausarbeit möchte ich auf den Faktor Stress genauer eingehen, seine Risiken und Auswirkungen auf die Gesundheit benennen und letztendlich kurz ein paar Stressbewältigungsstrategien aufzeigen.

2. Zentrale Begriffe

Stress:

„Der Begriff Stress kommt aus dem englischen und bedeutet Druck, Belastung, Spannung. Hans Selye, ungarisch-kanadischer Mediziner und „Vater“ der Stressforschung, führte den Begriff 1950 für die Reaktion des Organismus auf tägliche Belastungen in die Biologie ein.“

(Seel, Mechthild: Die Pflege des Menschen, 1998, S.293)

„Unter Stress versteht man die psychischen und physischen Auswirkungen von besonderen Anspannungen und Belastungen auf den Menschen.“

(http://www.gesundheitsweb.de/Stress/index.html)

„Stress ist ein Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt. Der Begriff wurde 1936 von H. Selye geprägt, der zwischen Eustress als einer notwendigen und positiv erlebten Aktivierung des Organismus und Distress als belastend und schädlich wirkender Reaktion auf ein Übermaß an Anforderungen unterschied. Allgemein wird der Stress- Begriff heute im letzteren Sinne benutz.“

(http://www.wissen.de)

Gesundheit:

„Körperliche, geistige und seelische Unversehrtheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden im objektiven Sinn. Dabei sind kleine Schäden, falls sie nicht subjektiv das Wohlbefinden beeinträchtigen, kein Mangel. Die Gesundheit umfasst außerdem die Erbanlagen, die krank sein können, ohne das diese objektiv in Erscheinung tritt und subjektiv empfunden wird. Die Lehre von der Erhaltung der Gesundheit ist die Hygiene.“

(http://www.wissen.de)

„Zustand des Gesundseins, Wohlbefindens oder Leistungsfähigkeit.“

(http://www.wissen.de)

3. Stress, was ist das?

3.1 Definition

Der Begriff STRESS stammt ursprünglich aus dem englischen und bezog sich auf die Belastbarkeit von Stoffen ( wie zu Beispiel: Metall, Glas...). Er umschrieb einen Zustand von „Anspannung“, „Verzerrung“ und „Verbiegung“.

Hans Selye, ein Mediziner und Stressforscher, hat 1950 den Begriff STRESS schließlich in die Biologie eingeführt. Er steht nun für „Belastung“ und „Anstrengung“.

Stress ist ein Zustand nervöser Anspannung, hervorgerufen durch unangenehme und belastende Ereignisse. Stressauslösende Faktoren werden Stressoren genannt. Diese Auslöser sind bei jedem Menschen individuell festgelegt und ausgeprägt.

Stress ist unvermeidbar. Er mobilisiert den Organismus und kann sowohl positiv, als auch negativ wirken. Er ist eine normale und notwendige Reaktion des Körpers.

Auf Furcht, Schmerz, Zorn oder Wut reagiert der Körper automatisch und fast unverzüglich.

Ebenso macht der Organismus keine Unterscheidungen zwischen den verschiedenen Stressquellen. Wichtig ist nur die Notwendigkeit der Anpassungsreaktion.

Es gibt unterschiedliche Stressoren, die auf den menschlichen Körper einwirken. Man unterscheidet zwischen physische Stressoren, z.B. extreme Kälte, Nahrungsmangel und Soziale Stressoren, z.B. Tod des Partners.

Diese Auslöser von Stress rufen jedoch das gleiche dreiphasige Syndrom hervor:

(1) die Alarmphase: In ihr wird der Körper aktiviert, um mit dem Stressauslöser fertig zu werden.

(2) die Widerstandsphase Der Körper versucht dem Stressauslöser zu wiederstehen und an die von ihm verursachte Störung anzupassen.

(3) die Erschöpfungsphase Falls der Stressauslöser zu zäh und hartnäckig ist und den Widerstand des Körpers überdauert, dann gibt bald der Organismus erschöpft auf.

„KEIN LEBENDER ORGANISMUS KANN IN EINEM DAUERNDEN ALARMZUSTAND EXISTIEREN. (Selye 1952)

(vgl. Prof. Dr. Klaus Klein: Stress und Stressbewältigung 1995, S.2/3)

3.2 Eustress, Distress und Hardiness

Hat Stress nur negative Auswirkungen auf den Körper und gibt es nur eine Art von Stress?

Selye unterscheidet daher zwischen EUSTRESS (positiver Stress) und DISTRESS (negativer Stress). Beide Begriffe stammen aus dem griechischen, wobei „eu“ - „gut“ oder „wohl“ bedeutet und „dys“ für „schlecht“ oder „böse“ steht.

Eustress macht das Leben des Menschen erst lebenswert. Er spornt an und kann den Menschen zu Höchstleistungen führen. Er gehört zu einem ausgefüllten und vor allem erfülltem Leben dazu, denn ein gewisses Maß an Stress ist gesund und daher durchaus erstrebenswert.

Stress wird erst dann zum Problem, wenn er als negative Belastung empfunden wird. Dann wird der Stress zum Distress. Er kann nicht mehr so gut vom Körper bewältigt werden und staut sich deshalb auf. Verstärkend kommt hinzu, das allein der Gedanke an eine stressauslösende Situation eine erneute Stressreaktion hervorrufen kann.

Stress ist individuell und er wird auch als solches empfunden. Jede physiologische und psychologische Reaktion auf Stressoren verläuft individuell in jedem Organismus anders.

Daraus ist zu erklären, das einige Menschen dort auf Stress reagieren, wo andere gelassen und entspannt bleiben.

Wenn man eine rein physiologische Betrachtung von Eu- und Distress anlegt, so kann man betrachten, das beide annährend die gleichen Auswirkungen haben. Der gravierende Unterschied jedoch liegt in der psychischen Verarbeitung und Bewertung der einzelnen Stressoren.

Die Fähigkeit, Stresssituationen positiv zu sehen, bezeichnet man auch mit dem Begriff Hardiness. Menschen, die diese Fähigkeit besitzen, sind selbstbewusst, tragen Selbstverantwortung und lassen sich nicht schnell unter kriegen, da sie ihr Leben weitgehend unter Kontrolle haben. Diese „Hardiness- Entwicklung“ spielt sich vorwiegend in der Kindheit ab.

Sie ist eng verbunden mit Liebe, Zuwendung und dem Gefühl von Geborgenheit, was dem Kind durch die Eltern vermittelt wird.

Bewältigung von schwierigen, aber nicht unlösbaren Aufgaben, psychischer Widerstand und eine größere Resistenz gegen eine Vielzahl von Stressoren sind positive Auswirkungen und Erscheinungen von Hardiness.

Doch leider verfügen nur wenige Menschen über die sogenannten Hardiness- Qualitäten. Aber durch Training, speziell Stressbewältigungstraining, kann diese Fähigkeit selbst im Erwachsenenalter noch erworben werden. Es ist nie zu spät.

(vgl. Prof. Dr. Klaus Klein: Stress und Stressbewältigung 1995, S.2/3)

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Details

Seiten
37
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638119900
Dateigröße
672 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v3274
Institution / Hochschule
Hochschule Neubrandenburg – FB Psychologie
Note
1,2
Schlagworte
Stress Gesundheit Stressbewältigung Burn-Out Stressbewältigungsstrategien Selye

Autor

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Titel: Stress und Gesundheit