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Supersize Zero. Magersucht als Schönheitsideal der Modewelt und westlichen Gesellschaft?

Hausarbeit 2016 11 Seiten

Soziologie - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Gesellschaftliche Hintergründe weiblicher Schönheitsideale
1.1 Gesellschaftliche Entwicklung weiblicher Ideale der westlichen Welt
1.2 Gewicht und Gesundheit

2. Verherrlichung von „Supersize Zero“ in der Modebranche
2.1 „Runde Frauen will niemand sehen“ (Karl Lagerfeld)
2.2 „Ich finde das lächerlich“ (Marc Jacobs)

Fazit

Internetquellen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

Das Idealbild einer extrem schlanken, weiblichen Silhoutte ist in der heutigen Zeit immer häufiger in der Modebranche als auch in der gesamten westlichen Gesellschaft auffindbar. Demnach entwickelte sich das schlanke Idealbild einer Frau zum Trend. Hierbei erschließt sich die Frage: Inwiefern lässt sich der stetig bleibende Trend des Bedürfnisses bestimmter Gruppen dieser gesonderten Gesellschaft (extrem) schlank zu sein, erschließen? Ist dies zurück zu führen auf die Modebranche, die noch immer im direktem Kontakt zu dieser Thematik steht, oder spielen auch aktuelle mediale Plattformen mit bei der Rolle, diesen fragwürdigen Trend zu verbreiten.

Um dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen, wurden Argumente und Meinungen führender Designer, sowie Untersuchungen verschiedener moderner medialer Plattformen, wobei hier der Fokus auf die wohl größte Plattform das Internet gelegt wurde, aufgelistet und analysiert. In Folge dessen also Unternehmen, bzw. Designer die das umstrittende Idealbild entweder klar befürworten, oder aber strikt dagegen wirken wollen.

Ziel ist es hierbei klar heraus zu filtern, woher dieser Trend stammt und wie in etwa das Potenzial der Beständigkeit abzuschätzen ist. Da im Allgemeinen der ästhetische Wert weiblicher Idealbilder, je nach Kontinent bzw. Kultur stark schwanken und somit sehr unterschiedlich sein kann, wurden folgende Untersuchungen innerhalb der westlichen Gesellschaft eingegrenzt.

1. Gesellschaftliche Hintergründe weiblicher Schönheitsideale

Die Gesellschaft ist im Wandel, in jeglicher Hinsicht. Nicht nur technische Einflüsse und Innovationen, welche sich beinahe jährlich oder gar monatlich weiterentwickeln, sind zu beobachten. Doch auch die Menschen, deren Ideale, Wünsche und Strebungen befinden sich in wandelnden Rotationen. Wie genau es zu solchen Strömungen verschiedener, in Folge weiblicher, Idealen und wiederum deren Wandel explizit kam, ist im folgenden untersucht worden.

1.1 Gesellschaftliche Entwicklung weiblicher Ideale der westlichen Welt

Nicht immer galt das Wort „Diät“ als gesunde Lebensführung. Mit der Zeit vollzog das Wort einen Bedeutungswandel und somit wird es heute fälschlicherweise mit „Hungern“ gleichgesetzt. Nicht nur Wörter erfuhren mit der Zeit andere Bedeutungen, sondern auch Schönheitsideale. Dick sein wurde zum Beispiel von Spartanern in der Antike als abwertend gesehen. Bestrafungen sowie Verachtung waren die Folge dessen. Im Mittelalter gab es unterschiedliche Auffassungen und Einstellungen weiblicher Ideale. Die einen sahen die Gefräßigkeit als Sünde, die anderen befürworteten es und empfanden reichlich zu essen als wohlhabend, ein Geschenk Gottes. Im 17. Jahrhundert galt die pompöse Frau als fruchtbar und man bezeichnete eine solche Frau als Schönheit. Dies untermauert „Rubens“ in seinen Gemälden.

Doch wie ist die heutige Einstellung dazu in der westlichen Welt ? Werden heutzutage übergewichtige gegenüber dünnen, so genannten „normalen“ Menschen eher toleriert ?

In den 50er Jahren waren Schauspielerinnen und Sexsymbole wie Jayne Mansfield und Marilyn Monroe mit ihren runden Formen sehr begehrt und wurden von der Gesellschaft als Schönheit empfunden. Im Laufe der Zeit änderte sich das modische Schönheitsideal[1]. Sängerin „Twiggy“ verkörperte zum Beispiel in den 70er Jahren das weibliche Schönheitsideal. Sie war sehr schlank wurde aber zum Großteil der Gesellschaft als attraktiv gesehen. Die Masse bevorzugte eine junge, sportliche, schlanke Frau mit breiten Schultern und schmalen Becken[2]. Dieser Figurtyp wurde in der Modebranche in den 70er Jahren sehr unterstützt, indem Designer dieser Zeit Kleidungsstücke entwarfen, welche solch Figurtyp unterstützen.

Blazer beispielsweise mit dicken Schulterpolstern fanden ihren Platz in den Kleiderschränken, welche spitze, androgyne Schultern suggerieren sollten. In dieser Zeit ein Must-Have.

Mit dem Wandel diesem Trends, ist die Gesellschaft mitgelaufen und hat sich diesbezüglich weiterentwickelt. Heute wird eine mollige Frau abgelehnt und eine sportliche, dünne Frau bevorzugt.[3]

[...]


[1] VGL, Reichelt, Sabine, „Schlank und Rang: Müssen wir alle so sein?“, in ugb.de, Stand: 07.02.2015, https://www.ugb.de/gesund-abnehmen-ohne-diaet/schlank-rank-muessen-wir-alle-so-sein/,

[2] VGL, „Twiggy- A Life in Photographs“, National Portrait Gallery, London, 2009, Stand: 07.02.2015

[3] VGL, Reichelt, Sabine, „Schlank und Rang: Müssen wir alle so sein?“, in ugb.de, Stand:07.02.2015, https://www.ugb.de/gesund-abnehmen-ohne-diaet/schlank-rank-muessen-wir-alle-so-sein/,

Details

Seiten
11
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668238121
ISBN (Buch)
9783668238138
Dateigröße
598 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v324383
Institution / Hochschule
EBC Hochschule Düsseldorf
Note
1,6
Schlagworte
supersize zero-magersucht schönheitsideal diskussion modewelt gesellschaft

Autor

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