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Der „Bachelor of Arts“ in Pädagogik. Ein Vergleich des Pädagogikstudiums an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Hausarbeit 2011 16 Seiten

Pädagogik - Hochschulwesen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Otto-Friedrich-Universität Bamberg
1.1 Einführung
1.2 Ziel und Gegenstand des Faches
1.3 Besonderes Profil des Studienfaches Pädagogik in Bamberg
1.4 Zulassungsvoraussetzungen, -beschränkungen
1.5 Hauptfach/ Nebenfach
1.6 Studienaufbau
1.7 Mögliche Kombinationsmöglichkeiten
1.8 Praktika
1.9 Studienabschluss
1.10 Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder
1.11 Studiengebühren

2. Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
2.1 Einführung
2.2 Ziel und Gegenstand des Faches
2.3 Besonderes Profil des Studienfaches in Kiel
2.4 Zulassungsvoraussetzungen, -beschränkungen
2.5 Studienaufbau
2.6 Mögliche Kombinationsmöglichkeiten
2.7 Praktika
2.8 Studienabschluss
2.9 Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder
2.10 Studiengebühren

3. Vergleich des Studienfaches an den beiden Universitäten

Literaturverzeichnis

1. Otto-Friedrich-Universität Bamberg

1.1 Einführung

Die Otto-Friedrich-Universität gilt sowohl als die jüngste, aber auch zugleich als eine der ältesten Universitäten in Bayern. Am 14. November 1647 erweiterte der Bamberger Fürstbischof Melchior Otto Voigt von Salzburg das damalige Jesuitenkolleg um die zwei Fakultäten Philosophie und Theologie, und wurde so zur Academia Ottonina. Durch die Erweiterung einer juristischen Fakultät durch Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn wurde die Academia zur Volluniversität. 1773 hieß sie nun „Universitas Ottoniana Fridericiana“. „Durch eine wechselvolle Geschichte mit Säkularisation und Schließung zur Zeit des Nationalsozialismus hindurch ist das „Haus der Weisheit“ seiner über 350-jährigen Tradition verpflichtet geblieben. Seit 1979 darf sich das 1972 als Gesamthochschule bestehende „Haus der Weisheit“ wieder Universität nennen. Und seit 1988 trägt die Otto-Friedrich-Universität auch ihre beiden Hauptförderer wieder im Namen.“ (http://www.uni-bamberg.de/profilundleitbild/)

Das ausgeprägte geistes- und kulturwissenschaftliche Profil ist charakteristisch für die Universität und so nimmt auch die Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaft den größten Platz ein. Jedoch steht für diese Arbeit die Fakultät Humanwissenschaften im Vordergrund. Sie ist die drittgrößte Fakultät der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Man findet an ihr die Fächer Psychologie, verschiedene der Lehramtsausildung gewidmete Fächer, sowie Pädagogik. „Das Institut für Erziehungswissenschaft beschäftigt sich mit Theorien und empirischer Forschung in den Bereichen Lehren, Lernen und Sozialisation in verschiedenen Lebensaltern sowie in schulischen und außerschulischen Feldern. Hierzu gehören zum Beispiel Schule, Jugendarbeit, Familie, Kindertagesbetreuung, Institutionen der Erwachsenenbildung und beruflichen Weiterbildung, Rehabilitation. Dabei werden Bildungsprozesse im gesamten Lebenslauf thematisiert.“ (http://www.uni-bamberg.de/huwi/) An der Universität ist die Erziehungswissenschaft vertreten mit: Allgemeine Pädagogik, Erwachsenenbildung/ Weiterbildung (Andragogik), Elementar- und Familienpädagogik, Empirische Bildungsforschung, Didaktik der Grundschule, Grundschulpädagogik und -didaktik, Schulpädagogik, Sozialpädagogik.

1.2 Ziel und Gegenstand des Faches

„Der Bachelorstudiengang Pädagogik in Bamberg beschäftigt sich mit Fragen des Lernens und Lehrens, der Erziehung und Bildung in verschiedenen Lebensaltern (von der frühen Kindheit bis ins hohe Lebensalter) und den sehr vielfältigen, überwiegend außerschulischen Arbeitsfeldern wie zum Beispiel Sozialwesen, Kinderbetreuung/ Familie, Rehabilitation, Erwachsenenbildung und andere.“ (http://www.uni-bamberg.de/paedagogik/leistung-en/studium/bachelor-paedagogik/selbstverstaendnisundziele/) Durch historische und hermeneutische Methodik und der sozialwissenschaftlich- empirischen Orientierung kommt das Selbstverständnis als praktische Erziehungs- und Bildungswissenschaft zum Ausdruck. Nach und mit dem akademischen Abschluss „Bachelor of Arts“ in Pädagogik, sollen die Absolventen/ Absolventinnen über ein vielfältiges Wissen der erziehungs- und bildungswissenschaftlichen Disziplin verfügen. Um sofort nach Abschluss eine Berufstätigkeit im breiten Spektrum des Erziehungs- und Bildungswesens zu ergreifen, werden neben den fachwissenschaftlichen Inhalten auch berufsorientierte Schlüsselqualifikationen gelehrt.

1.3 Besonderes Profil des Studienfaches Pädagogik in Bamberg

„Der Bamberg Bachelorstudiengang Pädagogik ist traditionsbewusst und zugleich auch innovativ in seinen Forschungsmethoden. Er „bietet einen interdisziplinären und praxisorientierten akademischen Abschluss, ist maßgeblich kompetenz- und handlungsorientiert und ermöglicht zügiges Studieren in hervorragender Betreuung.“ (http://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/huwi_paed_studiengaenge/Studienhilfen_ Paedagogik/studienhilfen_bachelor/SGF-Paed-BA-20090302_web.pdf) Der Studiengang bietet eine Breite des Zugangs zu Fragen des Lernens, des Lehrens, der Erziehung und der Bildung in verschiedenen Lebensaltern.

1.4 Zulassungsvoraussetzungen, -beschränkungen

Grundsätzlich benötigt man für das Universitätsstudium der Pädagogik an der Otto-Friedrich-Universität die allgemeine oder eine einschlägige fachgebundene Hochschulreife. Das Bachelor Pädagogikstudium kann an sowohl im Winter-, als auch im Sommersemester aufgenommen werden. Studieninteressierte müssen sich über die Hompage der Universität Bamberg online einschreiben und dann mit ihrem Immatrikulationsausdruck persönlich zur Studentenkanzlei kommen. Erst dann ist die Immatrikulation wirksam. Ein Numerus Clausus ist seit dem Sommersemester 2010 nicht mehr vorhanden.

1.5 Hauptfach/ Nebenfach

An der Otto-Friedrich-Universität besteht die Möglichkeit Pädagogik als Haupt-, aber auch als Nebenfach im Rahmen eines anderen Studienfaches zu belegen. Demnach unterscheiden sich auch Konzept und Studienaufbau des Faches. Die gesamte Ausrichtung des Studienganges soll jedoch sowohl im Haupt-, als auch im Nebenfach in hohem Maße praxisorientiert sein. So sollen Studierende nicht nur im Haupt, sondern auch im Nebenfach dazu befähigt werden, „ausgewählte lern- und bildungstheoretische Positionen, zumindest in Ansätzen, kritisch zu analysieren und aus systematischer Perspektive ausgewählte Lehr- und Lernarrangements zu untersuchen sowie mindestens im Ansatz gestalten zu können“. (http://www.uni-bamberg.de/paedagogik/leistungen/studium/bachelorpaedago-gik/konzeptundstudienaufbau/paedagogikinstudiengaengen/paedagogikbanf/paedagogiknfbakonzeptundstudienaufbau/)

1.6 Studienaufbau

Das Hauptfachstudium des Bachelor Pädagogik kann, wie oben erwähnt, sowohl im Winter-, als auch im Sommersemester begonnen werden. Die Regelstudienzeit des Vollzeitstudiums beträgt sechs Fachsemester. In Ausnahmefälle kann sich die Zeit jedoch erhöhen und es kann zu einer Studienhöchstdauer im Bachelorstudiengang Pädagogik bis zu acht Semestern kommen. „Das Curriculum ist so gestaltet, dass der studentische Arbeitsaufwand je Semester in der Regel 30 ECTS-Punkte beträgt (1 ECTS-Punkt entspricht einem Arbeitsaufwand von circa 30 Zeitstunden). Der Gesamtarbeitsaufwand, gerechnet auf die Regelstudienzeit des Bachelorstudiengangs, summiert sich so zu 180 ECTS-Punkten.“ (http://www.uni-bamberg.de/paedagogik/leistungen/studium/bachelor-paedagogik/konzeptundstudienauf-bau/konzeptundaufbauhauptfach/) Eine Abschlussprüfung existiert nicht. Mit bestandener Bachelorarbeit und dem Nachweis der erforderlichen Module ist der Studiengang abgeschlossen. Die Gesamtpunktzahl von 180 ergibt sich durch erfolgreich abgelegte Module in: 1. Modulgruppe Pädagogik (Allgemeine Pädagogik, Empirische Forschungsmethoden), 2. Studienschwerpunkte (2 aus 3; zur Auswahl stehen Sozialpädagogik, Elementar- und Familienbildung und Erwachsenenbildung/ Weiterbildung), 3. Bezugswissenschaft Psychologie, 4. Bezugswissenschaft Soziologie, 5. Nebenfach (mögliche Kombinationsmöglichkeiten siehe 1.7), 6. Berufsorientierung, sowie der Bachelorarbeit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Vereinfacht dargestellter Studienaufbau des Bachelor Pädagogik im Bamberg[1]

1.7 Mögliche Kombinationsmöglichkeiten

Der Bachelorstudiengang Pädagogik ist abgesehen von den zwei wählbaren Studienschwerpunkten, erst durch die Wahl eines zusätzlichen Nebenfaches im Umfang von 30 ECTS komplett. Als Nebenfächer können zurzeit gewählt werden: Allgemeine Sprachwissenschaft, Angewandte Informatik, Anglistik/Amerikanistik, Archäologie, Betriebswirtschaftslehre, Europäische Ethnologie, Evangelische Theologie, Geographie (nur zum WS beginnbar), Geschichte, Islamischer Orient, Judaistik, Klassische Philologie/Gräzistik, Klassische Philologie/Latinistik, Kommunikationswissenschaft (Voraussetzung: Achtwöchiges Vollzeitpraktikum im Medienbereich), Kulturgutsicherung, Kunstgeschichte, Musikpädagogik, Philosophie, Politikwissenschaft, Romanistik, Slavistik, Soziologie, Sportdidaktik, Theologische Studien. Zum Teil liegen jedoch fachspezifische Einschränkungen in Form von Zulassungsbeschränkungen oder Besonderheiten durch mehrsemestrigen Lehrplanaufbau vor.

1.8 Praktika

Im Laufe des Studiums sind mindestens zwei sechswöchige Praktika zu absolvieren. Dies geschieht meist zwischen dem 3. und 6. Semester. Die Praktika sind in Vollzeit oder Teilzeit bei Nachweis von je mindestens 240 Praktikumsstunden bei pädagogischen Einrichtungen, Unternehmen oder Verbänden zu tätigen. Sie werden entsprechend der gewählten Schwerpunkte ausgesucht und verbinden somit Aufgaben der Elementar- und Familienpädagogik, der Erwachsenen- und Weiterbildung oder der Sozialpädagogik. „Die Praktika dienen der Verknüpfung von Studieninhalten und pädagogischer Praxis, der Erfahrung und Reflexion eines Berufsfeldes, der Erprobung des eigenen pädagogischen, didaktischen und organisatorischen Handelns sowie der Analyse von Lern-, Bildungs- und Gestaltungsprozessen als „forschendes Lernen“. Dabei sollen die Praxis und die theoretische Basis rückbezogen und integriert werden. Die Orientierung der Studierenden über ein Feld in der Berufspraxis soll wissenschaftlich fundiert sein und ergänzt die Qualifizierung in den Wissenschafts- und Forschungsfeldern der Pädagogik.“ (http://www.uni-bamberg.de/paedago-gik/leistungen/studium/bachelorpaedagogik/studienorganisation/studienbestandteile/bapaedpraktika/)

1.9 Studienabschluss

Das Studium der Pädagogik wird seit dem Wintersemester 2008/2009 mit dem Ziel eines Bachelor- beziehungsweise Masterabschlusses. Das Studium der Pädagogik als Bachelor-Studiengang ist als Haupt- oder Nebenfach möglich. Das Konzept des Bachelor-Studienganges Pädagogik zielt auf einen grundlegenden akademischen Abschluss mit wissenschaftlicher Qualifikation. „Er prädestiniert über die Gestaltung als (erweitertes) Hauptfachstudium mit Nebenfach aber auch zu einem anschließenden konsekutiven Masterstudium.“ (http://www.uni-bamberg.de/paedagogik/leistungen/studium/bachelor-paedagogik/konzeptundstudienaufbau/konzeptundaufbauhauptfach/) Die Universität Bamberg bietet dazu zwei Master an: Erziehungs- und Bildungswissenschaft, sowie Erwachsenenbildung/ Weiterbildung, welcher neu eingerichtet wurde.

[...]


[1] http://www.uni-bamberg.de/index.php?eID=tx_cms_showpic&file=uploads%2Fpics%2FBachelor_P aed_Strukturuebersicht_0508_02.png&md5=aaf78856b8cfbb40a17436e423c5829ee49e7219&parameters[0]=YTo0OntzOjU6IndpZHRoIjtzOjM6IjgwMCI7czo2OiJoZWlnaHQiO3M6NDoiNjAw&parameters[1]=bSI7czo3OiJib2R5VGFnIjtzOjQxOiI8Ym9keSBzdHlsZT0ibWFyZ2luOjA7IGJh&parameters[2]=Y2tncm91bmQ6I2ZmZjsiPiI7czo0OiJ3cmFwIjtzOjM3OiI8YSBocmVmPSJqYXZh&parameters[3]=c2NyaXB0OmNsb3NlKCk7Ij4gfCA8L2E%2BIjt9

Details

Seiten
16
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783668231504
Dateigröße
838 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v323996
Institution / Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg – Institut für Erziehungswissenschaften
Note
1,7
Schlagworte
Pädagogik Bachelor of Arts Otto-Friedrich-Universität Bamberg Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Bamberg Kiel Studium Hochschulwesen Studiengang Vergleich Bachelor Bildung Praxis Theorie

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Titel: Der „Bachelor of Arts“ in Pädagogik. Ein Vergleich des Pädagogikstudiums an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel