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Soziale Feedbackprozesse in Online Social Networks. Wie beeinflussen sie die Identitätsbildung junger Menschen?

Das Fallbeispiel Cybermobbing

Hausarbeit 2013 15 Seiten

Soziologie - Kommunikation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kapitel 1: Relevanz von Facebook und soziale Feedbackprozesse
1.1 Facebook – Relevanz für junge Menschen
1.2 Soziale Feedbackprozesse
1.3 Wirkung von Feedbackprozessen

Kapitel 2: Identitätsbildung – Theorien und ihre Anwendung auf soziale Feedbackprozesse
2.1 Lothar Krappmanns Theorie der Identitätsbildung
2.2 Meads Modell symbolisch sprachlicher Kommunikation und Interaktion

Kapitel 3: Das Fallbeispiel Cybermobbing und die Auswirkungen auf die Identitätsbildung
3.1 Einleitung in das Phänomen Cybermobbing
3.2 Die Relevanz des Cybermobbings in der heutigen Gesellschaft
3.3 Online Social Networks und der Einfluss auf Feedbackprozesse und die Identitätsbildung
3.4 Auswirkungen auf die Gesellschaft

Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

Einleitung

In der Hausarbeit über soziale Feedbackprozesse innerhalb von Online Social Networks wird der Schwerpunkt auf die Phase der Identitätsbildung von Menschen im Jugendalter gelegt. Es wird anhand zweier, soziologischer Identitätsbildungstheorien erläutert, inwiefern soziale Feedbackprozesse den Vorgang der Identitätsbildung unterstützen bzw. erschweren. Zudem wird anhand des Beispiels „Cyber-Mobbing“ dargestellt, welche drastischen Folgen für junge Menschen, bei einem Übermaß an negativem Feedback, bestehen können.

Kapitel 1: Relevanz von Facebook und soziale Feedbackprozesse

1.1 Facebook – Relevanz für junge Menschen

Facebook ist eine weltweit operierende Social-Network-Site mit derzeit geschätzten 1,1 Milliarden Mitgliedern (focus.de, 2013). Davon entfallen auf Deutschland circa 24 Millionen Menschen, von denen sich 10 Millionen in der Gruppe der 13-24 Jährigen befinden (futurebiz.de). Vor allem letztere Gruppe nutzt Facebook zur interpersonalen Kommunikation mit Freunden und Bekannten, die auch aus dem „realen“ Leben bekannt sind (Medienkonvergenz Monitoring, 2010). Daneben gibt es auf Facebook Funktionen, wie das Hinzufügen von Bildern, Videos und Orten, die als eine Art Erinnerungssammlung von Aktivitäten (mit Freunden) darstellen. Der Austausch in „Gruppen“ dient als Kommunikation für bestimmte Personenkreise, die in Vereinen, Schulen o.ä. organisiert sind. Fanpages dienen als Präsenz für Künstler, Medien und Unternehmen, die von den Mitgliedern zu ihren Interessen hinzugefügt werden können. So kann die Popularität gesteigert werden, ohne auf andere Medien angewiesen zu sein, wovon vor allem kleine Unternehmen oder Künstler profitieren.

Somit ist Facebook keine Seite, um neue Freunde zu finden, „sondern ein Werkzeug, um sich mit seinen bestehenden sozialen Kontakten noch besser zu vernetzen“ (Flückinger, 2011, S.12). Freundeskreise können so besser gepflegt und organisiert werden, vor allem bei größeren geographischen Distanzen. Aber auch das Teilen von Interessen steht durch den Gruppen und Fanpages im Vordergrund.

Daneben fungiert das Social-Network auch als Informationsquelle für zwei Drittel der 14-29 Jährigen, vor allem im Bereich der Politik, Kultur und Wirtschaft (SPIEGEL Online, 2013).

Anhand der Nutzerzahlen ist zu erkennen, dass Facebook ein wichtiger Bestandteil im Alltag der jungen Menschen ist und der Erfolg des Social-Networks von dieser Nutzergruppe abhängig ist. Daher kann man feststellen, dass Facebook für junge Menschen eine höhere Relevanz besitzt als für andere Altersgruppen.

1.2 Soziale Feedbackprozesse

Facebook bietet jungen Menschen die Möglichkeit zur Selbstdarstellung und das „Austesten“ einzelner Persönlichkeitsaspekte. Somit sind soziale Feedbackprozesse ein integraler Bestandteil von Social-Networks, die, vor allem bei jungen Menschen, Beitrag zur Ausbildung einer „Ich-Identität“ leisten.

Die Wichtigkeit von Feedbackprozessen hat schon Dahrendorff anhand des Modells des „homo sociologicus“ beschrieben; soziale Kontakte und regelmäßige Interaktion sind wichtig für die gesunde Entwicklung eines Menschen (Kneidinger, 2010, S.80). Auch Mead erklärt anhand des „symbolischen Interaktionismus“, dass die Sozialisation als Prozess der Identitätsausbildung und Entwicklung der Persönlichkeit dient.

1.3 Wirkung von Feedbackprozessen

Jedes Feedback hat eine gewisse Wirkung auf die Person, die Feedback erhält. Diese kann sowohl positiv als auch negativ aufgenommen werden. Wenn Feedbackprozesse zwischen einzelnen Personen oder Gruppen gezielt angewendet werden, kann die Selbstwahrnehmung verbessert und das zukünftige Verhalten beeinflusst werden. Da das Selbstbild und das Bild von einem von anderen – auch Fremdbild genannt – fast nie identisch ist, kann durch Feedback das eigene Selbstbild überprüft und die Wirkung vom eigenen Verhalten erkannt werden (Antons, 2000).

Neben diesen eher positiv erscheinenden Wirkungen, kann Feedback auch negativ auf eine Person wirken. Hierbei handelt es sich um die „kognitive Dissonanz“. Dies ist ein Konfliktzustand, den eine Person erlebt, wenn sie mit Informationen konfrontiert wird oder eine Entscheidung getroffen hat, „die im Widerspruch zu ihren Überzeugungen, Gefühlen und Werten stehen“ (Gerrig & Zimbardo, 2008, S.649). Je stärker diese Dissonanz vorliegt, desto größer ist die Motivation dieser unangenehmen Situation zu entfliehen. Deshalb rechtfertigen Menschen ihr Verhalten im Nachhinein und überzeugen sich selbst, wenn sie unter dem Einfluss starker Dissonanz stehen.

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Details

Seiten
15
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668235922
ISBN (Buch)
9783668235939
Dateigröße
466 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v323650
Institution / Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
2,0
Schlagworte
soziologie jugendliche online netzwerke facebook mobbing feedback negativ feedbackprozesse identität identitätsbildung

Autor

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Titel: Soziale Feedbackprozesse in Online Social Networks. Wie beeinflussen sie die Identitätsbildung junger Menschen?