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Entspannungsverfahren im Coaching. Darstellung des Vorgehens und des Ablaufs der Wirkungsmechanismen

Seminararbeit 2014 18 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung ... 1

2 Entspannungsverfahren der Coaching-Praxis ... 1

3 Progressive Muskelrelaxation (PMR) ... 2
3.1. Darstellung des Vorgehens ... 2
3.2. Darstellung des Ablaufs ... 4
3.2. Darstellung der Wirkungsmechanismen ... 6

4 Biofeedback ... 7
4.1. Darstellung des Vorgehens ... 8
4.2. Darstellung des Ablaufs ... 10
4.3. Darstellung der Wirkungsmechanismen ... 12

5 Zusammenfassung ... 13

Literaturverzeichnis ... 15

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Pendelwirkung ... 3
Abb. 2: Grundprinzip Biofeedback ... 9

1 Einleitung

Im Rahmen der Veranstaltung „Coaching“ des Schwerpunktes „Arbeits- und Organisationspsychologie“ befasst sich die vorliegende Seminararbeit mit in der Coaching- Praxis angewendeten Entspannungsverfahren. Zunächst wird geklärt was Entspannungsverfahren sind. Anschließend werden die Grundlagen, der Ablauf, das Vorgehen sowie die Wirkungsmechanismen der Progressiven Muskelrelaxation und des Biofeedback näher erläutert. Das wesentliche Ziel dieser Arbeit ist es, im Rahmen eines 20-minütigen Seminarvortrages, aufzuzeigen, wie die Entspannungsverfahren in der Coaching- Praxis durchgeführt werden.

2 Entspannungsverfahren der Coaching- Praxis

Der menschliche Organismus ist von Natur aus so aufgebaut, dass er durch automatische Anspannung und Entspannung ein Gleichgewicht auf körperlicher, emotionaler und kognitiver Ebene schafft. Durch Über- und Unterforderung kann es zu einer Störung dieser natürlichen Balance kommen. Stressoren der alltäglichen Arbeitswelt sorgen vermehrt für ein Ungleichgewicht. Dies führt in der Regel zu einer verminderten Leistungsfähigkeit im Beruf. Die Coaching- Praxis verwendet daher unterschiedliche Verfahren, mit denen Stresszustände vermindert und automatische Zustände der körperlichen, emotionalen und kognitiven Entspannung gelernt werden. (Bernhard & Wermuth, 2011, pp. 118-126)

3 Progressive Muskelrelaxation (PMR)

Die Progressive Muskelrelaxation (im Folgenden mit PMR abgekürzt) wird definiert als „Verfahren, bei dem durch systematisches Anspannen und Entspannen verschiedener Muskelgruppen und durch die Wahrnehmung der dabei produzierten, körperlichen Effekte allgemeine Entspannung induziert wird.“ (Vaitl & Rief, 2009, p. 487). In den 30er Jahren machte Edmund Jacobson die Beobachtung, dass sich psychische Anspannung durch Zunahme des Muskeltonus, also durch einen Anstieg der physischen Muskelspannung äußert. Dies lässt die Grundannahme einer wechselseitigen Beeinflussung zwischen peripherer, muskulärer Veränderung und zentralnervöser, mentaler Prozesse zu. Mit anderen Worten, nur ein entspannter Körper führt auch zu einem entspannten Geist. (Hofmann, 2012, p. 11f). Sobald ein Teamtraining zwei Tage dauert, empfiehlt sich die PMR sowohl als Trainings- als auch als Tagesabschluss. Dabei ist darauf zu achten, dass äußere Störfaktoren beseitigt werden. (Weisweiler, et al., 2013, p. 153).

3.1 Darstellung des Vorgehens

Um den oben genannten Entspannungszustand zu erreichen wird ein immer gleich bleibender Anspannungs- und Entspannungszyklus trainiert. Dieser besteht jeweils aus vier physiologischen und kognitiven Schritten, damit Spannungs- und Entspannungszustände bewusst wahrgenommen werden können. Die Aufmerksamkeit wird zu Beginn der Übung auf den jeweiligen Bereich des Körpers gelenkt, damit der Muskel angespannt werden kann. Während der Klient gleichmäßig atmet wird die Spannung circa 5-7 Sekunden gehalten und anschließend beim Ausatmen gelöst. Zu beachten ist dabei, dass die Spannungsintensität nicht maximal sondern auf ein bestimmtes, meist im Vorfeld vereinbartes, Level gebracht wird. Rein kognitiv soll eine bewusste Wahrnehmung der beanspruchten Körperbereiche gefördert werden. Die Anspannung sollte bewusst empfunden werden, damit der Klient die üblichen Empfindungen der Entspannung kennenlernen kann. Sobald er diese verinnerlicht hat kann er seine volle Aufmerksamkeit der bewussten Wahrnehmung der einzelnen Empfindungen widmen. Trainiert wird dabei vor allem die Fähigkeit zur Unterscheidung der beiden Kontrastempfindungen. (Kaluza, 2011, p. 82). Eine mehrmalige Wiederholung wird vorausgesetzt und sollte bestenfalls in der sogenannten Du-Form unter Verwendung eines langsamen, aber für den Klienten dennoch angenehmen Sprechtempos durchgeführt werden. Ein einheitliches Vorgehen wird durch die Verwendung spezieller Instruktionen, auch Übungsanleitungen genannt, standardisiert. (Weisweiler, et al., 2013, p. 152f). Das Grundprinzip der PMR kann man mit einem Pendel vergleichen (siehe Abbildung 1). Ziel ist es den Muskel aus einer bestimmten Ausgangslage in die gewollte Ziellage zu versetzen, also diesen aus einer neutralen Spannung in eine entspannte Situation zu treiben. Damit das Vorgehen leichter gesteuert werden kann spannt man den jeweiligen Muskel zunächst an (Bewegung B), damit er anschließend wie von selbst in den gewünschten entspannten Zustand fällt. (Bewegung A). (Hofmann, 2012, p. 11f).

Abb. 1 Pendelwirkung
[Dies ist eine Leseprobe. Abbildungen und Grafiken werden nicht dargestellt.]

3.2 Darstellung des Ablaufs

Die PMR ist vergleichsweise leicht und ohne zusätzliche Hilfsmittel durchführbar. Da der gewünschte Entspannungszustand sowohl von der Konzentrationsfähigkeit als auch von der regelmäßigen häuslichen Übung abhängt, ist es sinnvoll den Trainingsablauf an die Bedürfnisse der Teilnehmer anzupassen. Das Training lässt sich in drei Bereiche teilen, der Vorbereitungsphase, Hauptphase und Nachbereitungsphase. Je nach Vorkenntnissen und geplanter Zeit in der Gruppe, wählt man das passende Verfahren für den Hauptteil und durchläuft die jeweiligen Muskelgruppen wie im vorherigen Abschnitt beschrieben nacheinander. Zur Auswahl stehen die Standardform, das Reduktionsverfahren, die Kurzform und die Spontanentspannung. Begleitet werden die Gruppensitzungen durch häusliche Übungen um den Transfer in die Alltagsanwendung zu erleichtern. (Helmer, 2008, pp. 96-98). Um unter akuten Belastungssituationen im Alltag einen Automatismus zu entwickeln, durchläuft man Schritt für Schritt alle 6 Phasen des Entspannungstrainings. Die Vor- und Nachbereitungsphase ist dabei ein unverzichtbares Ritual in jeder Sitzung, damit der Klient immer einen eindeutigen Start und ein klares Ende der Übung wahrnimmt. (Kaluza, 2011, pp. 82-86).

Die Vorbereitungsphase der PMR beginnt mit umfangreichen Informationen zum jeweiligen Verfahren. Eventuelle Trockenübungen der einzelnen Körperregionen werden durch die Anweisungen des Trainers begleitet. Dazu zählt auch, dass übungsprozessfördernde Bedingungen, beispielsweise durch eine angenehme Raumtemperatur und gedimmtes Licht, geschaffen werden. (Helmer, 2008, p. 96). Durch die bewusste Entscheidung zur Durchführung des Trainings sowie der Einnahme einer bequemen Position gewinnt der Klient Abstand zur Außenwelt und fördert seine innere Aufmerksamkeit. Das Schließen der Augen verstärkt die Konzentration. (Kaluza, 2011, p. 84).

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Details

Seiten
18
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668213425
ISBN (Buch)
9783668213432
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v322078
Institution / Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Rheinbach – Wirtschaftswissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
Personalpsychologie Organisationspsychologie Coaching Entspannungsverfahren Progressive Muskelrelaxation PMR Muskelentspannung Pendelwirkung Wirkungsmechanismen Konditionierung Kurzentspannung Biofeedback Lernprozesse EEG-Feedback Elektromyographie EMG-Feedback Elektroenzephalogramm Messgerät Klassische Konditionierung Operante Konditionierung Stress Körpersignale

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