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Besonderheiten des Bindungsverhaltens bei Kindern mit Autismus. Interaktionsprobleme als Signalstörung zwischen Menschen

Erklärungsversuche am „DMM“ nach Crittenden

Bachelorarbeit 2014 55 Seiten

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autismus
2.1. Die Pioniere der Autismusforschung
2.1.1. Hans Asperger
2.1.2. Leo Kanner
2.2. Autismus heute – die Symptomatik
2.3. Wahrnehmungsbesonderheiten
2.3.1. Das Sehen
2.3.2. Hören

3. Erste Bindung
3.1. Die Bindungstheorie nach John Bowlby
3.2. Die „Fremde Situation“ nach Ainsworth und Wittig
3.2.1. Die 4 Bindungstypen
3.2.2. Ursache und Zweck für die Entwicklung eines Bindungssystems
3.2.3. Bindungsverhalten bei behinderten Kindern
3.2.3.1. Resilienz und Vulnerabilität bei Risiko-Kindern
3.2.4. Mutter-Kind-Bindung in der Interaktion mit einem behinderten Kind
3.3. Erste Schlussfolgerungen

4. Autisten und Bindung - erklärt am „DMM“ nach Crittenden
4.1. Definition des DMM
4.2. Autistische Kinder und "Signalstörungen" negativer Basiseffekte
4.3. Resultierende Wechselwirkung bei Mutter und Kind

5. Fazit

Quellenverzeichnis
Literaturquellen
Internetquellen

Anhang

1. Einleitung

Das Phänomen Autismus scheint die Gesellschaft zwar mit steigendem Bekanntheitsgrad zu faszinieren, doch häufig wird dessen Bedeutung leider völlig falsch verstanden. Reaktionen zum Thema verlaufen oft einsilbig: „Ach ja, 'Rain Man' habe ich gesehen.“ Nein, nicht jeder Mensch mit Autismus ist ein „Rain Man“. Doch der US- amerikanische Film, in welchem der hochbegabte Autist Raymond mit seinem Bruder Charlie eine lange Reise quer durch die USA antritt, sorgte mithilfe der Medien sicherlich dafür, dass die Autismusstörung mehr Menschen erreichte, jedoch auch für ein verzerrtes Krankheitsbild. Mit den Symptomen gehen interessante Vorstellungen einher: Menschen mit autistischer Behinderung leben in ihrer „eigenen Welt“, sie haben keine Gefühle oder soziales Interesse und Genies sind sie auch. Diese Arbeit befasst sich unter anderem damit, mit diesen falschen „Fakten“ aufzuräumen.

Vor kurzem war die Autismusstörung in den Medien, da der Software-Konzern SAP im Jahr 2013 bekanntgab, er wolle bis 2020 Hunderte Autisten ausbilden und einstellen, sodass 1% der Mitarbeiter dann autistisch sein sollen.[1] Doch nicht alle Menschen mit Autismus sind hochbegabt oder gar Genies, es existiert ein weites Spektrum an Krankheitsbildern und deren Ausprägung. In Deutschland waren vor einigen Jahren Zahlen im Umlauf, nach denen von 10.000 Kindern etwa 4-5 eine autistische Behinderung haben. Diese Zahlen steigen jedoch stetig, aktuell schätzt man diese auf circa 15-40 Kindern aus 10.000. Dabei ist auffallend, dass die Wahrscheinlichkeit für Jungen mit einer Autismusstörung geboren zu werden dabei viermal so hoch ist wie für Mädchen.[2]

Der Hauptteil der vorliegenden Arbeit lässt sich in drei Teile gliedern: erst wird das Thema Autismus behandelt, dann das der Bindung und final das Bindungsverhalten bei Menschen mit Autismus.

Diese Bachelorarbeit dient nicht nur dazu, über Autismus aufzuklären, also die Entwicklung der Autismusforschung und die Symptomatik zu beschreiben, sondern auch der Widmung eines besonderen Aspekts: der Vermutung, Menschen mit autistischer Behinderung hätten kein soziales Interesse und würden keine Emotionen entwickeln. Um diesen Aspekt näher zu durchleuchten, wird vor allem die Zeit der frühen Kindheit thematisiert, das Alter indem der Mensch erste Bindungen eingeht.

Es wird versucht werden, der Ursache und dem Zweck von Bindung, der Bindungstheorie, den Phasen und Formen, welche Bindung durchlebt und annimmt, auf den Grund zu gehen, wie auch welche Faktoren ein stabiles Bindungsverhalten befördern.

Doch die Fragestellungen, mit denen sich diese Bachelorarbeit letztendlich befasst, lauten: Können prinzipiell alle Menschen Bindungen eingehen? Wenn ja, wie zeigen sich diese bei behinderten Kindern, speziell bei Kindern mit autistischer Behinderung? Gibt es Besonderheiten und wenn ja, worauf sind diese zurückzuführen? Eine besondere Rolle bei der Beantwortung dieser Fragen wird das „Dynamische Reifungsmodell der Bindung und Anpassung“ nach Dr. Patricia Crittenden einnehmen.

2. Autismus

„Autisten können lieben, zumindest tue ich das. Wie ich das zeige, mag aber nicht unbedingt die Zustimmung der Gesellschaft finden.“

(von uppsdaneben, Forum für Autisten und interessierte Zeitgenossen zum Thema Liebe) [3]

Au|tis|mus: aus dem griechischen αὐτός („autós") - selbst

Der Terminus "Autismus" existierte schon, bevor er im Kontext des Autismus als Behinderung, wie wir ihn heute kennen, verwendet wurde. Eugen Bleuler, ein Schweizer Psychiater, verwendete den Begriff 1911 in seiner Schrift „Dementia Praecox“ oder auch „Gruppe der Schizophrenien“. Der Autismus beschrieb darin eines der Grundsymptome, welches bei einer Schizophrenie auftritt.[4] Eine Charakteristik sei hierbei das „Wechselverhältnis des Binnenlebens mit der Außenwelt. Das Binnenleben bekommt ein krankhaftes Übergewicht (Autismus).“[5] Hiermit meint er, dass sich autistische Menschen stark in ihre „eigene Welt“ zurückziehen und den Kontakt zur Umwelt zugunsten ihrer eigenen Gedankenwelt verlieren. Bleuler wiederum bezieht sich in seiner Schrift auf den Begriff des „Autoerotismus“, welchen Sigmund Freud bereits verwendete. Dieser sei jedoch missverständlich, da sich Freud stark mit dem sexuellen Aspekt der Schizophrenieerkrankung auseinandersetzte, auf den Bleuler hier nicht eingehen wollte. Aus diesem Grund musste ein neuer Terminus eingeführt werden.[6]

Blickt man zurück in der Geschichte des Autismus, so hat dieser die unterschiedlichsten Entwicklungen erlebt. Ein autistoides Verhalten der Menschen löste im Lauf der Zeit verschiedenste Vorstellungen aus, woher der Ursprung dessen rühren könnte.

Während der Zeit des Zarentums in den Jahren 1547 bis 1721 glaubte man, dieses Verhalten sei der Ursprung einer besonderen Religiosität des Menschen, welcher sich von gesellschaftlichen Konventionen gelöst hätte und nicht um Gesetz und Ordnung kümmere. Da dieses Verhalten als merkwürdig angesehen wurde, bezeichnete man vermutlich autistische Menschen auch als „heilige Narren“. Sie seien auserkoren, um verschlüsselte göttliche Botschaften an die Menschheit zu übermitteln.[7]

Doch es gab neben diesen eher losen abergläubischen Lösungsansätzen auch schon frühe konkrete Aufzeichnungen mit Beschreibungen autistischer Verhaltensweisen. Vor über 200 Jahren, im Jahre 1799, fertigte der französische Arzt und Taubstummenlehrer Jean Itard Aufzeichnungen über Victor von Aveyron an, auch „der Wilde von Aveyron“ genannt. Dieser war zufällig als sogenannter „Wolfsjunge“ völlig verwildert 1797 in einem Wald in Südfrankreich gefunden worden. Der bei seiner Entdeckung auf circa zehn Jahre alt geschätzte Junge wies zum damaligen Zeitpunkt Symptome auf, die man heute als Autismus bezeichnen würde. Itard beschrieb, dass Victor zu seiner Unzufriedenheit nach kürzester Zeit nur noch geringe Fortschritte in Richtung „Zivilisierung“ machte und übergab ihn in ein Nebengebäude der Taubstummenanstalt, in der er als Chefarzt tätig war. Dort starb Victor im Alter von etwa 40 Jahren.[8]

Im Jahre 1908 stieß der österreichische Pädagoge Theodor Heller als Leiter der „Erziehungsanstalt für geistig abnorme und nervöse Kinder“ auf seltene Entwicklungsbesonderheiten, welche zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr auftraten. Diese gingen mit einem Verlust bereits erworbener Fähigkeiten, insbesondere der Sprache, sowie der Ausprägung einer schweren Intelligenzminderung, einher. Heller bezeichnete diese Störung als „Dementia infantilis“, oder auch „Heller'sche Demenz“, welche als dem Autismus ähnlich zu bezeichnen ist.[9]

2.1. Die Pioniere der Autismusforschung

All diese bisher in der Geschichte gesammelten Beobachtungen über autistische Verhaltensweisen haben gemeinsam, dass sie aus der Außenperspektive verfasst wurden.

In der jüngsten Autismusforschung sind innerperspektivische Aussagen Betroffener immer üblicher und werden mittlerweile nicht nur verstärkt wahrgenommen, sondern auch in die laufende Forschung miteinbezogen. Allerdings sind in vielen Fällen nur Beobachtungen aus der Außenperspektive möglich, da die Betroffenen oft selbst nicht in der Lage sind von ihren Erfahrungen zu erzählen oder diese zu verschriftlichen. Dies betrifft vor allem diagnostizierte Autisten mit einem schweren Behinderungsgrad oder frühen Kindesalter.

Auch die als Pioniere der Autismusforschung geltenden Hans Asperger und Leo Kanner näherten sich in den 1930er bis 1940er Jahren der Thematik mithilfe der Außenperspektive an, da sie mit Kindern arbeiteten. Sie trugen beide dazu bei, dass ab diesem Zeitpunkt ein erstes Störungsbild „autistisch“ geltender Kinder durch Falldarstellungen zu beschreiben möglich wurde.[10]

2.1.1. Hans Asperger

Der österreichische Kinderarzt und Heilpädagoge Hans Asperger wurde im Jahre 1906 in Hausbrunn, nahe Wien, geboren. Er studierte Medizin an der Universitätsklinik Wien, wo er 1931 promovierte und von nun an als Assistent an der Kinderklinik arbeitete. Ein Jahr später übernahm er die Leitung der dortigen Heilpädagogischen Abteilung.

Hier hielt Hans Asperger im Jahre 1938 einen Vortrag, in welchem er erstmals über sogenannte „autistische Psychopathen“ referierte. In diesem lange Zeit zu Unrecht kaum beachteten Vortrag stellte er anhand eines Fallbeispiels die Symptomatik dieser autistischen Psychopathen dar, welche man heute als das Asperger-Syndrom kennt. Ursprünglich wurde angenommen, dass Asperger diese Symptome erst 1944 in seiner Habilitationsschrift beschrieb.

Von besonderer Bedeutung ist sein Vortrag auch deshalb, weil dieser dem Schutz der betroffenen Kinder galt. Denn im gleichen Jahr kam es zur Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich. Österreich drohte nun auch die Durchsetzung des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“, dessen sich Hans Asperger bewusst war. Er nahm zur Kenntnis, dass sich schon 1924 eine „Wiener Gesellschaft für Rassenpflege“ an der Universität Wien gegründet hatte, welche eng mit dem Nationalsozialistischen Netzwerk verkoppelt war.

Hier wurden nach der Wiedervereinigung offiziell „erb- und rassenbiologische Lehren“ in Forschung und Lehre aufgenommen.[11] Um die faschistischen Ideologien der „lebensunwerten“ Existenz von seinen Schützlingen fernzuhalten, versuchte er den Ärzten, welche zukünftig für das noch nicht verabschiedete Gesetz zur Rassenhygiene tätig werden würden, nahe zu bringen, alle Fähigkeiten, wie auch die Persönlichkeit des Kindes, zu beachten. Er versuchte behutsam zunächst auf den gesellschaftlichen Umbruch mit seinen Folgen in der Psychiatrie hinzuweisen. Doch dann änderte er die Anschauung vom „Standpunkt der Volksgesundheit“ in einen „Standpunkt der abnormen Kinder“ [12] Ein mutiger und eher ungewöhnlicher Schritt Aspergers:

„Wieviel können wir für diese Menschen leisten? soll die Frage sein. Und wenn wir mit all unserer Hingabe ihnen helfen, so tun wir damit auch unserem Volk den besten Dienst; nicht nur dadurch, dass wir verhindern, dass jene durch ihre dissozialen und kriminellen Taten die Volksgemeinschaft belasten, sondern auch dadurch, dass wir zu erreichen suchen, dass sie als arbeitende Menschen ihren Platz in dem lebendigen Organismus des Volkes ausfüllen“[13]

Er fordert somit dazu auf, den Kindern zu helfen statt sie zu verurteilen, da sie auch „als arbeitende Menschen ihren Platz in dem lebendigen Organismus des Volkes ausfüllen“ könnten – ein Gegenargument für die Fürsorgekosten, welche Menschen mit Behinderungen nach den Nationalsozialistischen Ideologien herbeiführen und damit das „gesunde Volk“ belasten. Asperger appellierte daran, dass „Abnormes“ nicht mit „minderwertig“ gleichzustellen sei und versuchte mit diesem ausschlaggebenden Argument, die drohende Gefahr, welche sich mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses den Kindern näherte, abzuwenden[14]. Am 01.01.1940 trat das Gesetz tatsächlich in Österreich in Kraft. Es ist bekannt, dass die Sterilisation dieser „Erbkranken“ eines der ersten Verbrechen war, welche unter dem Nationalsozialistischen Regime eingeführt wurden.[15] Nicht nur präventiv für das Wohlergehen der Kinder zu kämpfen, macht Aspergers Vortrag von 1938 so bedeutsam, auch beschrieb er erste pädagogische Handlungsansätze für die Arbeit mit den „autistischen Psychopathen“, welche selbst heute noch als allgemeingültig gelten. Darunter fällt „das vorrangige Ansprechen des Verstandes vor den Emotionen“ und „die Notwendigkeit verlässlicher Regeln im Tagesablauf und damit dessen Vorhersehbarkeit.“[16] Im Jahre 1944 wurde Hans Aspergers Habilitationsschrift „Die 'Autistischen Psychopathen' im Kindesalter veröffentlicht. Anhand von vier Falldarstellungen konkretisierte er mithilfe seiner bisherigen Forschung sieben Symptome einer solchen „autstischen Psychopathie“:

1. Die Störung ist angeboren.
2. Die Beziehungen zur Umwelt sind in allen Bereichen eingeengt.
3. Ab dem zweiten Lebensjahr sind die Auffälligkeiten erkennbar und bleiben das ganze Leben hinweg bestehen.
4. Die verbale und nonverbale Kommunikation weist Besonderheiten auf.
5. Besonderheiten im Lernen sind auffallend, da die Kinder in ihren eigenen Interessen aufgehen, allerdings eingeschränkt sind, wenn sie der Thematik über kein Interesse aufbringen können oder etwas auswendig lernen sollen.
6. Das Erlernen alltäglicher Arbeiten fällt schwer.
7. Die Gefühlsebene dieser Menschen kann als qualitativ anders bezeichnet werden. [17]

Hans Asperger starb am 21.10.1980 in Wien.[18]

2.1.2. Leo Kanner

Leo Kanner war ein österreichisch-amerikanischer Kinderpsychiater und wurde im Jahre 1896 in Klekotow in Österreich-Ungarn (heutige Ukraine) geboren. Er nahm 1913 das Medizinstudium an der Universität Berlin auf, wo er sechs Jahre später promovierte. Im Jahr 1924 emigrierte er in die USA, wo er eine Assistentenstelle in der Psychiatrie des Krankenhauses von Yankton County in South Dakota besetzte. 1930 gründete er eine Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik, die „John Hopkins Children's Psychiatric Clinic“ in Baltimore, Maryland. Kanner beschrieb im Jahre 1943 erstmals die Anzeichen dessen, was wir heute als „frühkindlichen Autismus“ (Kanner-Syndrom) kennen.

Auch er bestimmte das Störungsbild anhand einer Falldarstellung von acht auffälligen Kindern und beschrieb 4 Symptome:

1. Der Aufbau einer Beziehung zu Mensch und Situation bleibt den Kindern von Geburt an verwehrt, während eine Beziehung zu Dingen gut möglich ist.
2. Die verbale Kommunikation ist als auffällig zu bezeichnen, da manche Kinder überhaupt nicht lernen zu sprechen und andere diese über längere Zeit nicht dazu nutzen, Informationen zu übermitteln.
3. Gleichförmigkeit ist unerlässlich für die Kinder, spontane Aktivitäten sind selten
4. Die Familien sind intelligent. [19]

Lange Zeit schien Kanner Hans Asperger einen Schritt voraus zu sein, da dessen Habilitationsschrift das Autismus-Thema ein Jahr früher aufgegriffen hatte. Dies galt jedoch nur solange, bis man die Relevanz von Aspergers Vortrag von 1938 hervorhob, der damit Kanner wieder überholt hatte. Als kurios erscheint der Aspekt, dass die beiden Psychiater so zeitgleich und dennoch unabhängig voneinander in ihren Schriften über die Symptome von Autismus geschrieben haben sollen.

Vor allem, da Leo Kanner in „Autistic Disturbances of Affective Contact“ das Jahr 1938, also das Jahr Aspergers Vortrag, besonders hervorhebt als ein Jahr, in welchem ihm einige Kinder auffielen, deren Verhaltensmerkmale sich stark von denen der anderen unterschieden.[20]

Da Leo Kanner und Hans Asperger beide aus Österreich kamen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Kanner aufmerksam alle kinderpsychiatrischen Entwicklungen seines Heimatlandes mitverfolgte und somit Aspergers Vortrag über die autistischen Psychopathen nicht an ihm vorüber ging. Jedoch sind alle Vorwürfe des Plagiarismus haltlos und wurden nie bekräftigt.[21] Leo Kanner starb am 03.04.1981 in Syskeville, Maryland.[22]

2.2. Autismus heute – die Symptomatik

Heute wird Autismus von der WHO nach dem Diagnoseklassifikationssystem ICD-10 zu den „tiefgreifenden Entwicklungsstörungen“ gezählt. Er gilt als angeboren und unheilbar. Autismus wird von Forschern, Ärzten und Betroffenen selbst als Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns bezeichnet.[23]

Im deutschsprachigen Raum wird zwischen 3 Diagnoseformen des Autismus unterschieden:

- dem Asperger-Syndrom,
- dem frühkindlichen Autismus
- und dem atypischen Autismus.

Die Grenzen von der „Normalität“ bis hin zu einer stark ausgeprägten autistischen Störung verlaufen sehr fließend und eine exakte Einordnung ist aufgrund der vielfältigen Symptome nicht einfach. Aus diesem Grund wird zusammenfassend von einem „Autismus-Spektrum“ gesprochen, in das der Schweregrad der autistischen Behinderung des Betroffenen eingeordnet wird. Deshalb wird Autismus auch häufig „Autismus-Spektrum-Störung“ genannt.[24]

Das Asperger-Syndrom ist erst etwa ab dem 4. Lebensjahr eines Kindes bemerkbar, welches nicht entwicklungsverzögert ist. Da die Intelligenz dieser Kinder von einem durchschnittlichen Intelligenzquotient bis hin zur Hochbegabung reicht, ist eine autistische Behinderung wenig offensichtlich, weshalb es von der Umwelt eher als „Sonderling“ betrachtet wird.

Auffallend ist, dass sie in ihren Handlungsmustern stark eingeschränkt sind, was sich auch auf ihre soziale Interaktion auswirkt. Diese Kinder gehen meist Spezialinteressen mit einer besonderen Intensität nach.[25]

Trifft eine dieser Spezialinteressen auf eine Hochbegabung, so kann es in sehr seltenen Fällen zu einer sogenannten „Inselbegabung“ oder auch dem „Savant-Syndrom“ kommen, an dem beispielsweise auch Kim Peek litt, der die Vorlage des Raymond im Film „Rain Man“ bot. 50% dieser „Savants“ sind Autisten. Bei einer solchen Inselbegabung ist es dem Menschen möglich, in einem Teilgebiet außerordentliche und individuelle Leistungen zu vollbringen.[26] Ein weiteres bekanntes Beispiel ist der Brite Stephen Wiltshire. Der autistische Künstler hatte die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen, da er nach einem einmaligen Hubschrauber-Rundflug das Stadtpanorama diverser Städte wie London, Frankfurt am Main, Hongkong und Rom komplett aus dem Gedächtnis zeichnen konnte. Neben einer künstlerischen bestehen auch musikalische, rechnerische, sprachliche und visuelle Begabungen sowie ein außergewöhnliches Erinnerungsvermögen.[27]

Eine solche Inselbegabung ist jedoch die absolute Ausnahme und sollte nicht zu eng mit den Symptomen einer Autismus-Spektrum-Störung in Verbindung gebracht werden.

Nach aktuellen Schätzungen gibt es gerade einmal etwa 100 Personen weltweit mit einer solchen Begabung. Es muss sich dabei auch nicht immer um einen Asperger-Autismus handeln.[28]

Menschen mit dem Asperger-Syndrom haben meist Schwächen in der motorischen Geschicklichkeit. Dafür ist das sprachliche Niveau sehr hoch. Sie verfügen über einen großen Wortschatz und sind als eloquent zu bezeichnen. Allerdings haben sie Probleme, nonverbale Signale zu verstehen und selbst zu senden, gerade in Bezug auf den Blickkontakt. Es kommt beispielsweise zu starken Reaktionsverzögerungen und Interpretationsschwierigkeiten des Gegenübers. Diese ungeschickten und „seltsamen“ Verhaltensweisen unterstreichen den Status des Sonderlings.[29]

Der frühkindliche Autismus (Kanner-Syndrom), auch als „infantiler Autismus“ bekannt, ist die auffälligste Störung innerhalb des Autismus-Spektrums. Er tritt innerhalb der ersten drei Lebensjahre eines Kindes auf. Dieser wird für gewöhnlich als geistige Behinderung eingestuft, was aber nicht sein muss.

Das Kanner-Syndrom wird im Englischen weiter in einen „Low (LFA)“, „Intermediate (IFA)“ und „High Functioning Autism (HFA)“ unterteilt . Hierbei wird der LFA als geistige Behinderung eingestuft, der HFA beschreibt eine normale bis überdurchschnittliche Intelligenz. Die Unterscheidung vom „High Functioning Autism“ und dem Asperger-Autismus ist an dieser Stelle noch nicht geregelt. Der frühkindliche Autismus kann in vielfältigen Behinderungen zum Ausdruck kommen. Am auffälligsten neben der meist geminderten Intelligenz ist eine retardierte Sprachentwicklung, aber auch Schwierigkeiten in der Blickkontaktaufnahme treten auf. Kinder mit dieser Autismus-Spektrum-Störung können schon in den ersten Lebensmonaten auffällig werden, in anderen Fällen erst zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr. Tritt der zweite Fall ein, so ist häufig ein Verlust der bisher erlernten Sprachfähigkeiten zu beobachten. Das ICD-10 gibt an, dass weitere unspezifische Störungen wie Angst-, Schlaf-, und Essstörungen und auch aggressives und selbstverletzendes Verhalten mit dem Kanner-Syndrom einhergehen können.[30]

Von atypischem Autismus wird dann gesprochen, wenn nicht alle Diagnosekriterien für einen frühkindlichen Autismus erfüllt sind oder die Auffälligkeiten nicht innerhalb der ersten drei Lebensjahre erfolgen. Er wird differenzial-diagnostisch vom Asperger-Autismus abgegrenzt, gilt aber als Unterform des Kanner-Syndroms.[31] Hier noch einmal die Symptome des Asperger-Syndroms und des frühkindlichen Autismus im direkten Vergleich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Autismus-Spektrum-Störung gilt zwar als angeboren, die genaue Ursache für ihre Entstehung bleibt allerdings ungeklärt. In der Forschung wird bisweilen angenommen, dass vielfältige Faktoren eine Rolle spielen über die es unterschiedlichste Meinungen gibt. Über die Bedeutsamkeit der biologisch genetischen Faktoren sind sich Forscher weitestgehend einig, hinzu kommt der Einfluss der Epigenetik. Diese gilt als Überbrückung des Spannungsfeldes zwischen den genetischen Anlagen und dem Einfluss der Umwelt. Der Mensch ist nicht vollständig vorprogrammiert, nicht all unsere Gene werden auch aktiviert. Unsere genetischen Anlagen sind dabei als Bibliothek zu verstehen, wobei es darauf ankommt welche Bücher gelesen werden. Dieses „An- und Ausschalten“ der Gene wird auch „Genregulation“ genannt. In der Epigenetik wird versucht, die dafür verantwortlichen externen Faktoren zu bestimmen.[32]

Weiter werden neben vielen anderen Faktoren, Risikofaktoren in der Schwangerschaft und bei der Geburt genannt, ebenso wie neurologische Auffälligkeiten. Sogar das elterliche Alter bei der Geburt soll einen möglichen Einfluss haben.

Da sich diese Arbeit unter anderem mit den Besonderheiten des Bindungsverhaltens bei autistischen Kindern auseinandersetzt, spricht man hier, auf Grund des in diesem Falle relevanten Alters bis drei Jahren, über einen frühkindlichen Autismus.[33]

2.3. Wahrnehmungsbesonderheiten

Innerhalb der ersten 3 Lebensjahre finden die für die Bindung zwischen Kind und Bezugsperson wichtigsten Entwicklungsschritte statt. Gerade der Aspekt der Kommunikation ist für den Aufbau einer Bindung zwischen zwei Menschen von absoluter Notwendigkeit. Doch vor allem in diesem Bereich sind Menschen mit Autismus enorm eingeschränkt. Vielen Aussagen Betroffener zufolge haben diese besonders in Bezug auf das Hören und Sehen eine andere Wahrnehmung als Nicht-Autisten. Die deutsche Diplom-Pädagogin Brita Schirmer hat sich vor allem mithilfe solcher innenperspektivischer Berichte von Betroffenen eingehend mit diesen „Wahrnehmungsbesonderheiten“ von Autisten beschäftigt.

2.3.1. Das Sehen

Denken und als nächsten Schritt darauf abgestimmt Handeln. So einfach und gewöhnlich wie dieser Ablauf einem gesund entwickelten Menschen auch erscheinen mag, Menschen mit Autismus werden vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Die Gedanken und die Handlungen weichen so stark voneinander ab, dass von einer Art „Übertragungsfehler“ gesprochen werden könnte. Dieser führt zu Interpretationsschwierigkeiten vonseiten der Umwelt.

Der fehlende oder nur sehr flüchtige Blickkontakt gilt als eines der auffälligsten Symptome des Autismus. Die Suche nach dem Ursprung dieses Phänomens führte jeher zu kontroversen Diskussionen. Mangelt es den Kindern an Interesse einer Kontaktaufnahme und so auch menschlichen Beziehungen im Allgemeinen? Oder meidet es den Blickkontakt aus Angst? Auch Asperger beschäftigte sich seiner Zeit mit ähnlichen Fragen. In seiner Habilitationsschrift schreibt er, dass die Störung vor allem im Gespräch deutlich werde, da man nicht nur mit Worten antworte, sondern auch „mit dem Blick, mit dem Ton der Rede, mit dem Ausdruck seiner Miene und seiner Gesten; gerade die thymischen Beziehungen, also das, was vor allem andern Mensch an Menschen bindet, spielen sich in diesen letztgenannten Erscheinungen ab.“[34]

Daran sei das Kind jedoch gar nicht interessiert, vermutete Asperger. Zeitgleich ist er der Ansicht, das Kind nehme „mit dem peripheren Gesichtsfeld“, also aus dem Augenwinkel, doch recht viel von der Welt auf.[35]

Der österreichische Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt geht von einer aktiven Vermeidung des Blickkontakts aus Ängstlichkeit aus. Unter anderem entlohne der Säugling mit dem Blickkontakt seine Mutter für ihre Mühen. Außerdem sei an der Qualität des Blickkontaktes auch die Qualität der Mutter-Kind-Beziehung zu erkennen. Somit breche das Kind diesen aus „Angst“ oder aufgrund eines „Fehlverhaltens der Bezugsperson“ ab.[36] Jedoch kann diese Theorie bei Kindern mit Autismus nicht gelten. Die Annahme, das Kind würde aktiv den Blickkontakt vermeiden würde dazu führen, zu versuchen dieses Verhalten therapeutisch zu behandeln und zu „heilen“, was nach heutigem Stand der Forschung nicht möglich ist.

Es würden Versuche unternommen werden, den Ist-Zustand zu verändern anstatt ihn zu akzeptieren und den Umgang mit diesem zu erlernen. Neben den Vertretern des Autismus als Folge sozialer Ängstlichkeit wie Tinbergen und Tinbergen oder Jan Baum, war Mathias Dalferth der Ansicht, dass eine „unzureichende Verknüpfung der Sinnesmodalitäten“ bestehen könnte, weshalb das Kind nicht die Fähigkeit besitzen würde, die Mutter „richtig“ und „rechtzeitig“ zu erkennen.[37] Probleme in der Intermodalität würden nach Tony Attwood auch die Aussagen Erwachsener mit Asperger-Syndrom erklären, nach denen ihnen der Augenkontakt leichter fiele, wenn sie nicht zur selben Zeit zuhören mussten.[38] Zudem fanden Mirenda et al. heraus, dass autistische Kinder im Vergleich mit Nicht-Autisten im Gespräch in etwa gleich lang den Blickkontakt hielten, allerdings unterschied sich wann sie dies an welchen Stellen taten und wie lange – auch ein Hinweis auf eine Einschränkung der Sinneswahrnehmung.

Aubauend auf dem bisherigen Forschungsstand, untermauert von Berichten Betroffener, können folgende Aussagen für die Wahrnehmungsbesonderheiten beim Sehen getroffen werden.

Angelikas Empts Aussage nach, leiden Autisten an einer längeren Wahrnehmungsverarbeitungszeit: „Gleichzeitig jemandem die Hand geben, Blickkontakt suchen und dann noch 'Guten Tag' zu sagen, sind für mich zu viele verschiedene Dinge auf einmal, die ich nicht miteinander zu einer Einheit verbinden kann.“[39] Um zu reagieren wird wesentlich mehr Zeit als gewöhnlich benötigt, ebenfalls um die eingehenden Informationen zu verarbeiten. Die richtige Reihenfolge und Handhabung alltäglicher Handlungsabläufe, die ohne autistische Behinderung automatisiert ablaufen würden, müssen hier jedes Mal mühevoll abgearbeitet werden Dies führt zu einer zeitverzögerten Reaktion, welche dann erfolgt, wenn der Interaktionspartner diese schon nicht mehr erwartet und deshalb schnell „verpasst“ werden kann.

Nach den Berichten einer jungen Münchnerin mit autistischer Behinderung zufolge, falle ihr schwer zu erkennen, wenn Menschen versuchen Blickkontakt mit ihr herzustellen. „Ich weiß zwar, ob ich selbst jemanden anschaue, aber ich weiß nicht, ob jemand mich anschaut.“ Sie meint, Menschen hätten eine Art „spezielle Antenne“, mit der sie Augenkontakt aufspüren könnten. Interessant ist ihre Ansicht, ihr fehle der „Sinn“ darin: „Wenn ein nur aufgrund einer Schädigung der Augen erblindeter Mensch ohne jegliche Gehirnschädigung, ein ganz normaler Mensch, der sein Leben lang Blickkontakt gesucht hat, in dem Moment, wo er keinen Blickkontakt mehr sehen kann, auch die Motivation verliert, so zu tun, als ob er Blickkontakt halten wolle – warum sollte dann ein autistisches Kind, das von Geburt an nie erfahren konnte, was Blickkontakt ist, eine Motivation haben, ihn vorzuspiegeln?“[40]

Ein kurzzeitger Augenkontakt verhindere, dass sich das Bild wie beim längeren Hinschauen verändert. Dietmar Zöller berichtet, er habe „Menschen als konturlose Gebilde“ gesehen, sie seien „verschwommen, teilweise verzerrt“ gewesen. Diese visuellen Einschränkungen hätten sich intensiviert, umso länger er hingeschaut habe.[41] Das mühevolle Sehen kann ebenfalls erleichtert werden, indem die Augen durch die Finger abgeschottet werden[42] Außerdem sei es angenehmer, schräg und peripher zu Sehen anstatt fokussiert, unter anderem, da teilweise eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit zu bestehen scheint.[43]

Schon Langdell mutmaßte 1981, dass Kinder mit autistischer Behinderung Schwierigkeiten haben das Gesicht anderer Menschen zu fixieren, da eine „generell verkürzte Fixationsdauer von Reizen“ vorliegt.[44]

Doch nicht nur das Sehen fällt Menschen mit Autismus schwer, auch beim Hören konnte von „Besonderheiten akustischer Wahrnehmung“ berichtet werden. Eine gewisse Überempfindlichkeit und verzerrte Wahrnehmung scheint auch für den Hörsinn zu gelten.

2.3.2. Hören

Carl H. Delacato arbeitete 1953 als Psychologe und Pädagoge am „Institut For The Achievment of Humans Potential“ mit hirnverletzten Kindern und deren Rehabilitation, weshalb er begann sich auch für Kinder mit einer autistischen Behinderung und deren Verhaltensweisen zu interessieren. Er kam zu dem Schluss, dass es drei Aspekte veränderter Wahrnehmung gebe: Die Hypersensibilität, die Hyposensibilität und die verstärke Wahrnehmung eigener Körpergeräusche, welche er „weißes Geräusch“ nannte. Bei fast etwa 90% der von ihm untersuchten Autisten stellte er Probleme beim Hören fest, von denen dreimal so viele von einer Hypersensibilität, also einer Überempfindlichkeit beim Hören betroffen waren, als von einer Hyposensibilität, der Untersensibilität.[45]

[...]


[1] SPIEGEL ONLINE: Software-Konzern: SAP stellt Hunderte Autisten ein. URL http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sap-stellt-bis-2020-hunderte-autisten-ein-a-900882.html Stand 21.01.2014

[2] AUTISMUS1.de: Häufigkeit von Autismus.URL http://www.autismus1.de/autismus-glossar-a-z/143-haeufigkeit-von-autismus-in-deutschland.html Stand 21.01.2014

[3] UPPSDANEBEN: Autismus und Liebe. Forum für Autisten und interessierte Zeitgenossen. Vom 01.06.2006. URL http://376277.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=ubb_show&entryid=1095521225&mainid=1095521225&USER=user_376277&threadid=1147912167 Stand 27.11.2013

[4] vgl. SCHIRMER, Brita: Autismus von der Außen- zur Innenperspektive. Erschienen in: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft Nr. 3/2003. Thema: Autismus von innen, S.5

[5] BLEULER, Eugen: Dementia Praecox. 1Aufl. Leipzig 1911, S.51

[6] vgl. Ebd., S.52

[7] vgl. SINZIG, Judith: Frühkindlicher Autismus. Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2011, S.1

[8] vgl. ITARD, Jean: Victor, das Wildkind vom Aveyron. Rotapfel, Stuttgart 1965 , S. 12-32

[9] vgl. SINZIG, Autismus, a.a.O., S.1

[10] vgl. SCHIRMER, Innen- Außenperpektive, a.a.O., S.1

[11] vgl. SCHIRMER, Brita: Autimsus und NS-Rassengesetze in Österreich 1938: Hans Aspergers Verteidigung der "autistischen Psychopathen" gegen die NS-Eugenik. In: Die neue Sonderschule Jg. 47 Heft 6, 2002, S.460-.464

[12] ASPERGER, Hans: Das psychisch abnorme Kind. In: Wiener Klinische Wochenzeitschrift 51, 1938, S.1314-1317

[13] Ebd.

[14] Ebd.

[15] vgl. SCHIRMER, NS-Rassengesetze, a.a.O., S.460-464

[16] SCHIRMER, Innen- Außenperpektive, a.a.O., S.3

[17] ASPERGER, Hans: Die ,Autistischen Psychopathen' im Kindesalter. In: Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten, 7,1944, S.76-136

[18] vgl. SCHIRMER, Innen- Außenperpektive, a.a.O., S.4

[19] vgl. Ebd.

[20] vgl. Ebd., S.2

[21] vgl. Ebd.

[22] vgl. Ebd., S.4

[23] ATTWOOD, Tony: Ein ganzes Leben mit dem Asperger-Syndrom. Alle Fragen – alle Antworten. TRIAS, Stuttgart 2008, S.27-30

[24] ICD-10 siehe Anhang

[25] vgl. ROY, Mandy; DILLO, Wolfgang; HINDERK M., Emrich & OHLMEIER, Martin D.: Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter. In: Dtsch Arztebl Int. Nr. 106(5), 2009, S. 59–64

[26] vgl. TREFFERT, Darold.: Extraordinary People. Understanding „Idiot Savants“, New York 1989

[27] STEPHEN WILTSHIRE MBE. URL http://www.stephenwiltshire.co.uk/ Stand 11.01.2014

[28] vgl. JACOBS, Angelika: Geheimnisvolle Genialität. URL http://www.wissenschaft-online.de/alias/inselbegabung/geheimnisvolle-genialitaet/959093 Stand 12.01.2014

[29] ICD-10 siehe Anhang

[30] Ebd.

[31] Ebd.

[32] vgl. Portal epigenetischer Forschung: Einführung. URL http://epigenetics.uni-saarland.de/de/home/ Stand 20.01.2014

[33] ICD-10 siehe Anhang

[34] ASPERGER, Hans: Heilpädagogik. Einführung in die Psychopathologie des Kindes für Ärzte, Lehrer, Psychologen, Richter und Fürsorgerinnen. Springer, 3. Aufl., Wien 1961, S.178f.

[35] Ebd.

[36] vgl.EIBL-EIBESFELDT, Irenäus: Die Biologie des menschlichen Verhaltens. R.Piper GmbH & Co. KG, 3. überarb. u. Erw. Aufl., München 1995

[37] vgl. DALFERTH, Mathias: Visuelle Perzeption, Blickkontakt und Blickabwendung beim frühkindlichen Autismus. Zur Rekonstruktion einer ängstlichen Erfahrung und ihrer Manifestation im Autismussyndrom. In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie37, 1988, S. 69-78

[38] vgl. ATTWOOD, Tony: Das Asperger-Syndrom: Ein Ratgeber für Eltern. Trias-Verlag. Stuttgart 2000, S. 60

[39] EMPT, Angelika: In: Autistische Menschen verstehen lernen II. Mit Beiträgen von Betroffenen. Verein zur Förderung von autistisch Behinderten e.V. (Hrsg.). 1996, S.27

[40] NIEß, Susanne: (o.J.) Autismusbericht, Teil 6, unveröffentlicht, S.1ff.

[41] ZÖLLER, Dietmar: Ich gebe nicht auf. Dtv, München 1995, S.11f.

[42] Vgl. Lutz, B.: Bunter Vogel. Zeitschrift für gestützte Kommunikation, 3, 9, 31; 1998, S. 31

[43] SMENTEK, Daniel: unveröffentlicht. 1999

[44] vgl. KUSCH, Michael; PETERMANN, Franz: Entwicklung autistischer Störungen. Huber. 2. erw. Aufl. Bern, Stuttgart, Toronto, 1991, S.135

[45] vgl. DELACATO, Carl H.: Der unheimliche Fremdling. Das autistische Kind – 3. erweiterte Aufl. Hyperion Verlag, Freiburg im Breisgau 1985, S.69 - 192

Details

Seiten
55
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668219045
ISBN (Buch)
9783668219052
Dateigröße
787 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v321574
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Erziehungswissenschaften
Note
1,0
Schlagworte
Bindung Autismus DMM Kinder Kindheit Behinderung

Autor

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Titel: Besonderheiten des Bindungsverhaltens bei Kindern mit Autismus. Interaktionsprobleme als Signalstörung zwischen Menschen