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Fortbildungsmöglichkeiten in Unternehmen und die Auswirkungen auf die Leistungsförderung

Hausarbeit 2014 20 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fortbildung
2.1 Gegenstandserhebung
2.2 Möglichkeiten der Fortbildung
2.2.1 Aufstiegsfortbildung
2.2.2 Anpassungsfortbildung
2.3 Nutzen von Fortbildung

3 Auswirkungen auf die Leistungsförderung in Unternehmen
3.1 Motivationsförderung durch Fortbildung
3.2 Fortbildung zur Talententwicklung

4 Fazit

IV Literaturverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Formen der beruflichen Weiterbildung

1 Einleitung

Der Begriff Fortbildung kommt in vielen unterschiedlichen Bereichen vor und ist im Alltag in vielerlei Hinsicht gebräuchlich. Für die heutigen Unternehmen ist es selbstverständlich, ihren Mitarbeitern Fortbildungen zu ermöglichen. Aber auch die Arbeitnehmer selbst fordern Weiterbildungsmaßnahmen von ihren Arbeitgebern. Die heutige Generation ist gewillt, ihr Leben lang zu lernen. Dies wird im 21. Jahrhundert auch vorausgesetzt, denn die Entwicklung von neuesten Technologien und Prozessen, sowie das immer breiter werdende Kommunikationsnetz und die Globalisierung fordern stetig neues Wissen und neue Kenntnisse.

Die Unternehmen sind einem ständigen Konkurrenzdruck ausgeliefert und müssen stets wettbewerbsfähig sein. Dies ist ohne gute Leistung von jedem Arbeitnehmer nicht möglich. Aus diesem Grund muss das Unternehmen Möglichkeiten finden, um die Leis- tung seiner Angestellten zu fördern. Entsprechende Fortbildungen sind hierfür von elementarer Bedeutung.

Aufgrund dessen thematisiert die vorliegende Arbeit die Auswirkungen von Fortbildungsmöglichkeiten auf die Leistungsförderung in Unternehmen.

Da es nicht möglich ist, die Auswirkungen von Fortbildungen messbar festzustellen, ist das Hinzuziehen von Statistiken nicht möglich. Genaue Beweise hinsichtlich gewisser Auswirkungen liegen nicht vor, sodass eine Behauptung, dass alleine die Fortbildung zur Leistungssteigerung führt, nicht aufgestellt werden kann. Die Auswirkung von Fortbildungen auf die Leistungsförderung kann demnach nur durch Erfahrungsberichte von Unternehmen oder durch Selbstversuche bewiesen werden.

Die Ausarbeitung betrachtet nur die heutige Arbeitswelt, da in den früheren Arbeitergenerationen davon ausgegangen wurde, dass Arbeitnehmer nur aus monetären Gründen arbeiten und nicht intrinsische Gründe hinzuziehen. Deshalb spielen Fortbildungen in Unternehmen erst seit wenigen Jahren eine bedeutsame Rolle.

Das Ziel dieser Hausarbeit ist es, zu untersuchen in welcher Form sich Fortbildungen auf die Leistungsförderung auswirken. Dafür wird zunächst geklärt, was Fortbildungen im Allgemeinen sind und welche Fortbildungsmöglichkeiten im Arbeitsalltag am häufigsten vorkommen. Anschließend wird der Bezug von Fortbildungen auf die Leistungsförderung analysiert. Hierfür wird die Motivationsförderung durch Fortbildungen betrachtet und die Fortbildung als Mittel zur Talententwicklung erörtert.

Schließlich erfolgt im Fazit eine Präsentation der erhobenen Ergebnisse in Zusammenhang mit der aufgestellten These.

2 Fortbildung

Das wichtigste Erfolgsrezept der Berufswelt ist das lebenslange Lernen. „Nur wer neugierig auf neues Wissen und neue Berufserfahrungen bleibt, hat langfristig Chancen auf dem Arbeitsmarkt.“1 Um dies zu erreichen sind Fortbildungen von hoher Bedeutung, da mit dem neu erlernten Wissen und der dadurch gestiegenen Leistungsfähigkeit der Grundstein für den Erfolg im Beruf gelegt wird2.

Für Fortbildung taucht synonym das Wort Weiterbildung auf: „Die Begriffe (...) existieren parallel und werden als Synonyme verwendet“3. Fortbildungen können in verschiedenen Formen auftreten. Sie können zum Beispiel Seminare, Schulungen, Coachings, Teamübungen oder Einführungskurse sein. Weiterbildungen sind in großen Unternehmen schon lange selbstverständlich, aber auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen werden sie immer öfter in Anspruch genommen.

In einem Unternehmen erfolgen Fortbildungen in der Regel in einer Kombination aus drei Maßnahmen. Die erste Maßnahme wird als „into-the-job“ bezeichnet. Darunter fallen Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter, Praktikanten, Auszubildende, Berufswiedereinsteiger und sonstige einzuführende Mitarbeitergruppen4, wie zum Bei- spiel Mitarbeiter die befördert werden sollen. Als „near-the-job“ Maßnahme werden die Gründe für Fortbildungen bezeichnet. Beispiele hierfür sind gesetzliche Unterweisun- gen, Auffrischungen von Fachkompetenzen, das Erlangen neuer Fachkompetenzen, Kommunikations- und Konflikttraining, sowie Gesundheitsförderung und eine Work- Life-Balance5. Fortbildungen sollten zudem „off-the-job“6 erfolgen, sie „erfordern eine räumliche Distanz zum Arbeitsalltag“ und sollten daher „außerhalb [des] Unternehmens stattfinden“7.

Mittlerweile ist es in vielen Unternehmen aus verschieden Branchen üblich, dass Ihre Mitarbeiter Fortbildungen erhalten. „In Deutschland bieten ca. 20.000 Weiterbildungsanbieter eine Größenordnung von 500.000 Bildungsmaßnahmen an.“8 Alle notwendig rechtlichen Maßnahmen zur Durchführung und Anerkennung von Fortbildungen werden vom Berufsbildungsgesetz geregelt.9

2.1 Gegenstandserhebung

Der Begriff Fortbildung existiert in vielen verschiedenen Bereichen. Er kann zum Beispiel in der Medizin, in der Wirtschaft und in vielen weiteren Berufsfeldern auftreten. Aus diesem Grund ist es schwer, eine eindeutige Definition zu finden. Allgemein wird eine Weiterbildung als organisiertes Lernen bezeichnet, welches aus privaten oder beruflichen Gründen genutzt wird10.

Des Weiteren wird das organisierte Lernen in allgemeine Weiterbildung und berufliche Weiterbildung unterteilt11. Holger Reinemann bezieht sich in seinem Buch auf den Be- griff der beruflichen Fortbildung, den er aus dem Arbeitsförderungsgesetz entnommen hat. Fortbildungen sind alle Maßnahmen, „die das Ziel haben, berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten festzustellen, zu erhalten, zu erweitern oder der technischen Entwick- lung anzupassen oder einen beruflichen Aufstieg zu ermöglichen und eine abge- schlossene Berufsausbildung oder eine angemessene Berufserfahrung vorausset- zen.“12

Die allgemeine Weiterbildung ist weniger zweckorientiert und auch für andere private Ziele zu nutzen. Die allgemeine und die berufliche Fortbildung sind schwer zu unter- scheiden und zudem auch nicht leicht zuzuordnen, da zum Beispiel ein Fremdspra- chenkurs für den Mitarbeiter privaten und beruflichen Nutzen aufweisen kann13.

2.2 Möglichkeiten der Fortbildung

Fortbildungen dienen zur Verbesserung der Unternehmensleistung. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung. Sie dienen „der Wei- terqualifizierung im ausgeübten Beruf, zum Beispiel um mit der Entwicklung des Be- rufsfeldes Schritt zu halten („Anpassungsfortbildung“), die berufliche Handlungsfähig- keit zu erhalten („Erhaltungsfortbildung“), die eigenen Kenntnisse zu erweitern („Erwei- terungsfortbildung“) oder beruflich aufzusteigen („Aufstiegsfortbildung“).“14 Aufgrund des hohen Zeitaufwands, den Weiterbildungsmaßnahmen mit sich bringen, lassen Un- ternehmen Fortbildungen immer öfter außerhalb der Arbeitszeit stattfinden. Der Arbeit- geber erwartet von seinen Mitarbeitern eine Bereitschaft zur Anpassung15.

Weiterbildungen können sowohl in einem innerbetrieblichen als auch außerbetriebli- chen Rahmen stattfinden. Als außerbetriebliche Fortbildung wird die Teilnahme an ex- ternen Bildungsmaßnahmen verstanden, mit „dem Ziel (...), berufserfahrene Mitarbeiter im Hinblick auf spezifische Anforderungen eines bestehenden oder geplanten Arbeitsplatzes zu trainieren“.16 Im Gegensatz dazu wird bei der innerbetrieblichen Fortbildung eine interne Veranstaltung organisiert, diese kann im Unternehmen selbst stattfinden oder in einem zum Unternehmen gehörenden Betrieb17.

„In der Praxis untergliedert sich der berufliche Weiterbildungssektor in Deutschland in zwei Bereiche: die Aufstiegs- und die Anpassungsfortbildung.“18

Abb.1: Formen der beruflichen Weiterbildung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Schelten [Einführung in der Berufspädagogik], S. 105)

Die verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen sind häufig mit hohen Kosten verbun- den und erfolgen deshalb oftmals in Kooperation mit den Berufsgenossenschaften, Krankenkassen, IHK/ HWK und VHS19 oder werden vom Arbeitgeber übernommen.

2.2.1 Aufstiegsfortbildung

Die Aufstiegsfortbildung umfasst „Lehrgänge von bis zu [drei] Jahren Dauer, die mit einer bundes- oder landesweit anerkannten Prüfung abschließen. Zulassungsvoraussetzungen müssen beachtet werden. Der Fortbildungsabschluss dient dem beruflichen Aufstieg [und] hat oft eine höhere Entlohnung zur Folge.”20

Die heutige Arbeitswelt fordert ein lebenslanges Lernen, deshalb ist „nach der Ausbil- dung (...) noch lange nicht Schluss, denn auch die Anforderungen im täglichen Job bleiben nicht stehen“21. Es ist wichtig, dass „der Betrieb (...) wettbewerbsfähig“ ist, aber „auch Mitarbeiter müssen sich gute Aussichten sichern. Denn mit steigender Leis- tungsfähigkeit im Beruf eröffnen sich zugleich neue Perspektiven für den eigenen Weg“22. Aus diesem Grund ermöglichen viele Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Aufstiegsfortbildung, um diese innerhalb des Unternehmens zu befördern und somit auch zu motivieren.

Die Grundidee der Aufstiegsfortbildung ist es, die Handlungskompetenzen zu erweitern und im Beruf weiterzukommen23. „Viele zehntausend Menschen nutzen jedes Jahr diese Möglichkeit, ihr Qualifikationsniveau zu erhöhen und eröffnen sich so bessere Chancen in ihrem Berufsleben.“24 In der Regel ermöglicht die Aufstiegsfortbildung den Wechsel in einen höheren Dienstweg25.

Die „Aufstiegsfortbildung ist in der Regel streng formal durchstrukturiert“; das bedeutet, dass „bestimmte Eingangsqualifikationen verlangt werden“26. In den meisten Fällen werden Aufstiegsfortbildungen mit einer bundes- oder landesweit anerkannten Prüfung abgeschlossen. „Der Abschluss wird zertifiziert und weist die berufliche Höherqualifika- tion aus.“27

2.2.2 Anpassungsfortbildung

Anpassungsfortbildungen sind „Lehrgänge von kurzer und auch von längerer Dauer, die der Aktualisierung oder horizontalen Erweiterung der beruflichen Fähigkeiten die- nen. Es bestehen in der Regel keine Teilnahmevoraussetzungen und sie enden ohne öffentlich anerkannten Abschluss.“28 Diese Form der Fortbildung umfasst ein großes Spektrum, da sie „der Erweiterung, Vertiefung [beziehungsweise] Aktualisierung der für den jeweiligen Tätigkeitsbereich der Mitarbeiter notwendigen Kompetenzen“29 dienen.

Anpassungsfortbildungen sind sowohl für den Mitarbeiter selbst, als auch für das Unternehmen an sich hilfreich. In den meisten Fällen erfolgen Anpassungsfortbildungen zum Wiedereinstieg in das Berufsleben oder um wieder auf den neuesten Stand zu gelangen. „Technische und wissenschaftliche Erkenntnisse wirken in fast allen Bereichen direkt auf die Arbeitswelt, verändern Methoden, Prozesse und langfristig unter Umständen ganze Berufsbilder.“30

[...]


1 Praktisch unschlagbar [o. J.], o. S.

2 Vgl. IHK Wirtschaftsakademie [o. J.], o. S.

3 Ems2012, S. 7.

4 Vgl. Ems2012, S. 2.

5 Vgl. Ems2012, S. 2.

6 Vgl. Ems2012, S. 2.

7 Ems2012, S. 2.

8 Praktisch unschlagbar [o. J.], o. S.

9 Vgl. Schlender [o. J.], o. S.

10 Vgl. Reinemann2002, S. 26.

11 Vgl. Reinemann2002, S. 26.

12 Reinemann2002, S. 26.

13 Vgl. Reinemann2002, S. 26f.

14 Schlender [o. J], o. S.

15 Vgl. Reinemann2002, S. 38.

16 Reinemann2002, S. 27.

17 Vgl. Reinemann2002, S. 28.

18 Praktisch unschlagbar [o. J.], o. S.

19 Vgl. Ems2012, S. 2.

20 Ems2012, S. 2.

21 IHK Wirtschaftsakademie [o. J.], o. S.

22 IHK Wirtschaftsakademie [o. J.], o. S.

23 Vgl. Praktisch unschlagbar [o. J.], o. S.

24 Praktisch unschlagbar [o. J.], o. S.

25 Vgl. Lehmann2004, S. 117.

26 Schelten2004, S. 105.

27 Schelten2004, S. 105.

28 Ems2012, S. 7.

29 Lehmann2004, S. 122.

30 Praktisch unschlagbar [o. J.], o. S.

Details

Seiten
20
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668208810
ISBN (Buch)
9783668208827
Dateigröße
538 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v321469
Institution / Hochschule
Hochschule Fresenius Düsseldorf – Fachbereich Wirtschaft und Medien
Note
1,3
Schlagworte
Fortbildung Weiterbildung Leistungsförderung Anreize Motivation

Autor

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Titel: Fortbildungsmöglichkeiten in Unternehmen und die Auswirkungen auf die Leistungsförderung