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Künftige militär- und sicherheitspolitische Herausforderungen für Israel

Der Libanonkrieg von 2006 als Indikator für veränderte Bedrohungen?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2015 52 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Die Veränderungen in der Sicherheitspolitik und das vermehrt asymmetrische Bedrohungsbild zu Beginn des 21. Jahrhunderts

2. Die sicherheitspolitische Entwicklung der IDF und ihrer Einsatzdoktrinen sowie die zunehmende Anzahl asymmetrischer lokaler und regionaler Konflikte

3. Der Libanonkrieg 2006 und seine Implikationen für Israel
3.1 Die Konfliktparteien
3.1.1 Israel - Ziele und militärische Kapazitäten
3.1.2 Hisbollah - Ziele und militärische Kapazitäten
3.2 Zentrale Punkte des Verlaufs
3.3 Asymmetrien des „33-Tage-Krieges“
3.4 Sicherheitspolitische Implikationen für Israel

4. Fazit und Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

1. Die Veränderungen in der Sicherheitspolitik und das vermehrt asymmetrische Bedrohungsbild zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Das Ende des Kalten Krieges brachte eine sicherheitspolitische Zäsur mit sich, die die bisherigen militär- und sicherheitspolitischen Voraussetzungen in Frage stellte bzw. größtenteils revidierte.[1] Die klar ersichtlichen Frontlinien des Kalten Krieges waren einer unübersichtlichen, asymmetrischen und diffusen Sicherheitslage gewichen, welche sich heute unter anderem im globalen Terrorismus, in Bürgerkriegen und kriminellen, grenzüberschreitenden Aktionen innerstaatlicher Akteure widerspiegelt.[2] Während man im sicherheitspolitischen Umfeld bis Ende der 1980er Jahre vor allem die militärische Kategorie in den Vordergrund stellte, bekam der Begriff „Sicherheit“ durch die dynamischen Veränderungen auf der Welt, vor allem aber auch in Europa, mehrere neue Dimensionen. Auch wenn viele Bedrohungen zu Beginn der 1990er Jahre noch gar nicht in vollem Umfang und mit ihren zahlreichen Begleiterscheinungen abzusehen waren, so wurde beispielsweise im erweiterten Sicherheitsbegriff der NATO in den 1980er Jahren einer der ersten Schritte zur Annahme eines neuen umfassenden Sicherheitsbegriffes getätigt. Darin werden militärische und zivile Mittel gleichrangig und miteinander verknüpft betrachtet. Berücksichtigt wurden auch gesellschaftliche, ökonomische, ökologische und kulturelle Bedingungen, die nur im multinationalen Zusammenwirken beeinflusst werden können. Dieses neue Sicherheitsverständnis setzte sich vor allem vor dem Hintergrund von Umwelt- und Hungerkatastrophen, Bürgerkriegen sowie dem Elend und der Verschuldung der Entwicklungsländer und den potentiellen Gefährdungen durch daraus entstehende globale Migrationsbewegungen immer mehr durch.[3] Diesem neuen Sicherheitsbegriff lagen weitere Bedrohungswahrnehmungen zu Grunde, wovon viele allerdings erst in den weiteren Jahren des 21. Jahrhunderts verstärkt zu Tage traten. Dazu zählten beispielsweise die transnationale Kriminalität, der verstärkte Drogen- und Menschenhandel und auch länderübergreifende Umweltprobleme. Das erweiterte Sicherheitsverständnis ist also nicht nur an der unmittelbaren Bedrohung selbst, sondern vor allem an der Prävention in vielen unterschiedlichen Bereichen ausgerichtet.[4]

Die Konflikte seit den 1990er-Jahren sind durch ein Verschwimmen der Grenze zwischen den klassischen Begriffen „Krieg“ und „Frieden“ geprägt.[5] Die Region des Nahen Ostens aber ist und war in gewisser Weise schon lange eine Art Versuchsfeld dieser Kategorie der Kriegführung. Seit der Niederlage der arabischen Staaten im „symmetrischen“ Sechstagekrieg gegen Israel lässt sich ein verstärkter Ansatz hin zur asymmetrischen Konfliktführung erkennen, welcher sich in verschiedensten Formen äußert: von paramilitärischen Guerillakämpfen bis hin zu terroristischen Aktionen. In dieser Hinsicht sind auch die terroristischen Aktivitäten der 1970er Jahre ein fester Bestandteil beinahe des gesamten Nahostkonflikts. Die 1988/89 entstandene, anfangs hierarchisch und weltweit operierende Gruppe Al-Qaida ist schließlich zum Prototyp und zum Sinnbild des modernen, transnationalen Terrorismus geworden.

Der Begriff „Asymmetrische Kriegführung/Gewalt“ bezeichnet im Allgemeinen Konflikte, bei denen sich militärisch nicht-ebenbürtige Gegner in Bezug auf Ressourcen und Fähigkeiten gegenüberstehen. Auch wenn die Grundzüge dieser Form der Kriegsführung keineswegs neu sind und die Wurzeln sehr weit zurückreichen, so trat er aufgrund der sich verändernden Dynamiken das erste Mal ca. in den späten 90er Jahren wissenschaftlich in Erscheinung. Seitdem entwickeln sich Definitionen und Theorien von asymmetrischer Kriegsführung konstant weiter.[6] Generell kann festgehalten werden, dass eine der beiden Seiten keine regulären Streitkräfte besitzt und oft ein nichtstaatlicher Akteur ist. Dieser versucht mit irregulären Kräften, die keine Uniformen tragen oder nicht den Gesetzen der Kriegsführung folgen, den Gegner gezielt an seinen Schwachstellen zu attackieren, wobei dies keine Grundvoraussetzung sein muss. Der unterlegene Gegner hat allerdings auch oft, trotz Problemen bei Instandhaltung und Kosten, durchaus Zugriff auf Waffen und Technologie, welche sonst nur staatlichen Akteuren bzw. der zu bekämpfenden Gegenseite zur Verfügung steht. Diese Kampftruppen haben den Vorteil, große strategische Wirkung durch einen vergleichsweise minimalen Aufwand zu erreichen. Dies geschieht z.B. allein durch das Erreichen möglichst hoher Opferzahlen beim Gegner.[7] Des Weiteren ist es aufgrund der Art und Weise, wie asymmetrische Gegner operieren, nahezu unmöglich, sie von der lokalen Zivilbevölkerung zu unterscheiden, da sie aus ihr hervorgehen und somit auch nicht mit gezielten Repressalien, wie zum Beispiel souveräne Staaten, belegt werden können.[8] So stellen beispielsweise Selbstmordattentäter, die sich selbst in der Nähe von zivilen oder militärischen Zielen in die Luft sprengen, eine enorme Schwierigkeit für militärisches Personal dar, da sie als Attentäter weder einwandfrei bemerkt noch identifiziert werden können.[9] Ein weiteres erwähnenswertes Merkmal bei asymmetrischen Konflikten ist zudem, dass die Medien nachhaltig die Kriegführung vor allem zugunsten der augenscheinlich unterlegenen Seite beeinflussen können.[10] Prinzipiell kann jede Situation, in welcher ein quantitativ unterlegener Gegner differenziert handelt, um seine eigenen Möglichketen zu maximieren und/oder die Schwächen seines Gegners herauszufinden, als asymmetrisch angesehen werden.

Seitdem diese Entwicklung neue Ausprägungen und Dynamiken angenommen hat, versuchen militärische Akteure, diese Form entweder zu adaptieren oder ihr entgegenzuwirken. Diesem Konzept der Kriegsführung erfolgreich begegnen zu können, ist von zentraler Wichtigkeit für moderne konventionelle Streitkräfte. Daher muss in diesem Zusammenhang auch grundsätzlich auf den Ausgangspunkt der Entwicklung für die technisch-operationelle Ebene verwiesen werden, mit der versucht wird, asymmetrischen Konflikten militärisch zu begegnen. Kriege und somit auch die Waffen und Konzepte, mit denen sie geführt werden, unterliegen einem ständigen Wandel. Dieser Wandel steigert sich qualitativ und mit einer fortschreitenden Entwicklung.[11] Als Konsequenz bedeuten neue Entwicklungen auf technischen Gebieten heutzutage nahezu automatisch neue Möglichkeiten für optimierte Waffensysteme. War dieser direkte Zusammenhang lange Zeit nicht ersichtlich, so ist er seit einigen Jahren – besonders für die Zeit der jüngsten so genannten „Revolution in Military Affairs“ (RMA) – unbestreitbar.[12] Die Theorie, dass alle paar Jahre eine so genannte Revolution in militärischen Angelegenheiten stattfindet, mag umstritten sein, jedoch ist es eine Tatsache, dass etwa Mitte der 1980er Jahre eine neue technische Epoche begann. Diese war von einer Revolution in der Informations- und Datenverarbeitung und in der Entwicklung neuartiger Munition gekennzeichnet. Dazu kam die Entwicklung von waffenfähigen Lasertechniken, satellitengestützten Ortungs- und Kommunikationssystemen sowie elektronischer Waffenlenkung und Waffenauslösung mit ungeahnter Präzision.[13] Besonders die Fortschritte im Bereich der Mikrotechnologie, bei Computern und Sensoren, sind hier zu erwähnen.[14] Zu den neuen Technologien zählen dabei beispielsweise präzisionsgelenkte Waffen, die Tarnkappentechnologie, Breitbandkommunikation, hoch entwickelte Nachrichtensysteme und auch stellenweise automatisierte Überwachungs- und Aufklärungssysteme für eine bessere Gefechtsfeldüberwachung und -beherrschung.[15] Neben der technologischen existiert auch eine konzeptionelle Seite der RMA: eine computerbasierte bzw. digitalisierte, operationelle Echtzeitverknüpfung von Aufklärungs-, Führungs-, und Feuerleitsystemen, die einheiten- und teilstreitkräfteübergreifend vonstattengeht.[16] Dies wird als vernetzte Operationsführung, oder netzwerkbasierte Operationsführung oder schlicht „vernetzte Kriegsführung“ bezeichnet. Dadurch ist es den Streitkräften möglich, eine enorme Steigerung an militärischer Effizienz herbeizuführen.[17]

Nur wenn sich Streitkräfte diesem technologischen Wandel auf der einen und der sich stetig verändernden außenpolitischen Bedrohungswahrnehmung eines Staates auf der anderen Seite anpassen, können sie ihren sicherheitspolitischen Auftrag erfüllen.[18] Schwere Panzertruppen werden nicht mit denselben Mitteln und Konzepten bekämpft wie asymmetrische Kriegsgegner, wie Rebellen und Terroristen in einer instabilen Region oder einem Bürgerkriegsland. Waffentechnische Überlegenheit muss heutzutage dementsprechend anders erreicht werden.[19] Eine Ausdifferenzierung und zunehmende Spezialisierung der Streitkräfte ist daher besonders bedeutsam, und auch die Forderung nach weniger umfangreichen, mobileren und flexibleren, aber dennoch höchst schlagkräftigen Bodenstreitkräften ist nachvollziehbar und wichtig.[20] Auf der anderen Seite hat auch der Einsatz der USA im Irak gezeigt, dass technologische Überlegenheit allein nicht ausreicht, um den Sieg über einen scheinbar unterlegenen Gegner zu sichern und den Einsatz von Bodentruppen im direkten Gefecht obsolet zu machen.[21]

Bei den Streitkräften Israels, den „Israel Defence Forces“ (IDF), nahm diese Entwicklung in den 1980er Jahren ihren Ausgang. Sie befinden sich, wie viele andere Armeen auf der Welt auch, immer noch in diesem Anpassungsprozess an neue sicherheitspolitische Herausforderungen.[22] Wie allerdings bereits erwähnt ist dieser Vorgang von auffallender Bedeutung, da der Nahe Osten und speziell die sicherheitspolitische Geschichte Israels immer schon eine starke Asymmetrie in vielerlei Hinsicht aufweist. Es ist allerdings eine unbestrittene Tatsache, dass auch das klassische Sicherheitsumfeld sowie die Krisen- und Konfliktanatomie im Nahen und Mittleren Osten eine Änderung erfahren haben. Die Tatsache, dass asymmetrische Kriegsführung das dominante Mittel aufständischer und extremistischer politischer Gruppen geworden ist und weiter werden wird, wird aus Sicht des Autors eine der zentralsten Bedrohungen für die nationale und internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert werden.[23] Dies wird auch durch den Trend verdeutlicht, dass zwischen 1800 und 1999 der Prozentsatz von Konflikten, welche durch unterlegene Kombattanten gewonnen wurden, von 11 Prozent zwischen 1800 und 1849 auf 51,2 Prozent zwischen 1950 und 1999 angestiegen ist.[24] Die Frage, die heutzutage zusätzlich besonders kontrovers diskutiert wird, ist, ob die Konfliktnatur speziell an Orten wie Gaza oder im Bürgerkrieg in der östlichen Ukraine nochmals um eine intensivere städtische, hybride und politische Komponente verstärkt wird.

Ziel der vorliegenden Arbeit soll es daher sein, aufzuzeigen, inwiefern der Libanonkrieg von 2006 als Indikator für veränderte Bedrohungen und gegebenenfalls auch als Katalysator der Sicherheit des Staates Israel gesehen werden kann. Des Weiteren soll auf die sich daraus ergebenden sicherheitspolitischen Implikationen eingegangen werden und anhand dieses Krieges und seiner speziellen Faktoren - aber auch aufgrund aktueller Entwicklungen und Trends in der Region - weitere mögliche künftige militär- und sicherheitspolitische Herausforderungen für Israel aufgezeigt werden.

2. Die sicherheitspolitische Entwicklung der IDF und ihrer Einsatzdoktrinen sowie die zunehmende Anzahl asymmetrischer lokaler und regionaler Konflikte

Die IDF beschreibt ihren eigenen Auftrag in ihrer Basisdoktrin damit, die Existenz, die territoriale Unversehrtheit und Souveränität des Staates Israel zu verteidigen sowie die Einwohner des Landes zu schützen und alle Formen des Terrorismus, der das tägliche Leben bedroht, zu bekämpfen.[25] Die allgemeine Einsatzdoktrin der IDF ist hingegen von folgenden strategischen Überlegungen geprägt: Da das Existenzrecht Israels in der Region immer noch nicht allgemein anerkannt ist, kann es sich Israel nicht leisten, auch nur einen Krieg zu verlieren. Israel hegt keine territorialen Ansprüche mit Ausnahme der Golanhöhen und des Westjordanlandes. Des Weiteren sollen Eskalationen vermieden werden und militärische Konflikte nach Möglichkeit durch Abschreckung und durch Mittel auf politischer Ebene verhindert werden. Das Risiko von Verlusten soll so gering wie möglich gehalten und jeder Krieg, sollte er dennoch kommen, schnell und entschieden geführt werden. Aus diesen Grundsätzen wird unter anderen im Kriegsfall die strategische Richtlinie abgeleitet, dass Israel aufgrund seiner geringen territorialen Ausdehnung und strategischen „Tiefe“ über keinen Raum für defensive Kriegstaktiken verfügt. Das Land ist nur ca. 22.000 km² groß und ein feindliches Kampfflugzeug ist in der Lage, das Land bei einfacher Schallgeschwindigkeit vom Jordan bis zum Mittelmeer in vier Minuten zu überfliegen.[26] Die zivilen Zentren Israels und die militärische Infrastruktur für die Logistik sind zu großen Teilen in Reichweite von taktischen Waffen des Gegners. Im Falle eines Angriffes ist der Gegner hypothetisch in der Lage, mit Artillerie, Raketen und Angriffen aus der Luft die Mobilmachung der israelischen Reserve zu stören und strategische Objekte zu zerstören.[27] Dieser Umstand wird dadurch verstärkt, dass knapp 70 Prozent der israelischen Bevölkerung und 80 Prozent seiner Industrie in dem engen Streifen zwischen Mittelmeer und Westjordanland konzentriert sind.[28] Aus diesem Grund stehen offensive Taktiken im Vordergrund, während die Ausrichtung auf strategischer Ebene eher defensiv ist.[29] Die gesamte Einsatzdoktrin ist vom Konzept der Anfangsverteidigung zum schnellen Gegenangriff geprägt, wodurch mit Hilfe des Prinzips der verbundenen Waffen die Initiative gewonnen und die Kämpfe schnell auf gegnerisches Gebiet verlagert werden sollen. Aus diesem Grund besteht die IDF aus allen drei Teilstreitkräften (Heer, Marine und Luftwaffe), welche alle modern ausgerüstet und aufeinander abgestimmt sind, so dass im Verbund operiert werden kann.[30] Die Logik eines Präventivkriegs ist in Israels sicherheitspolitischem Denken fest verankert. Beispielsweise war nicht nur der Sinaikrieg 1956 ein Präventivkrieg, sondern auch die Zerstörung des irakischen Osirak-Reaktors 1981. Beide Aktionen dienten – neben anderen in der Region – dazu, eine Veränderung der Machtbalance bzw. den Machtzuwachs eines anderen Staates in unmittelbarer Nähe zu verhindern.[31] In den 1970er Jahren begannen eine mögliche nukleare und biologische Kriegsführung eine Rolle im strategischen Denken zu spielen.[32] Die spätestens seit 1981 geltende „Begin-Doktrin“ besagt, dass Israel um jeden Preis verhindern werde, dass „Konfrontationsstaaten“, also Staaten, welche Israel in mehr oder weniger offener Feindschaft gegenüberstehen, Zugang zu Atomwaffen bekommen. Die Doktrin liegt in der geostrategischen Lage wie auch in den historischen Erfahrungen des jüdischen Staates begründet.[33] Diese Logik baut also in gewisser Weise auf dem Konzept der „präemptiven Verteidigung“ auf, also auf offensiven Maßnahmen in defensiver Absicht.[34] In diesem Falle geht es nicht darum, einen unmittelbar bevorstehenden Angriff bereits im Keim zu zerschlagen, sondern vielmehr eine mögliche spätere Bedrohung vorbeugend auszuschalten.[35] Bekannt ist dieses Konzept aus der “National Security Strategy“ von 2002, welche von der Bush-Administration verfasst wurde. Bei einem präemptiven Krieg hat kein gegnerischer Angriff stattgefunden und steht auch nicht unmittelbar bevor. Aus diesem Grund ist dieses Konzept höchst umstritten.[36]

Als am 14. Mai 1948 der Staat Israel proklamiert wurde, dauerte es keine vierundzwanzig Stunden, bis die - auf dem Papier technisch und organisatorisch weit überlegenen - Streitkräfte Ägyptens, Jordaniens, Syriens, des Libanons und des Iraks den neu gegründeten israelischen Staat aus allen Richtungen angriffen. Dieser erste arabisch-israelische Krieg, auch Unabhängigkeitskrieg genannt, endete mit einem erstarkten Selbstbewusstsein Israels und dem Glauben daran, dass jeder weitere Kampf auch mit der Existenz des Staates gleichzusetzen sei. Dies wurde deutlich, als bereits fünf Tage nach dem Ende der Kämpfe Ben Gurion darauf aufmerksam machte, dass dies nicht das Ende der Gefahr für Israel bedeute und das jüdische Volk weiterhin wehrhaft bleiben müsse.[37] Aufgrund des oben erwähnten Prinzips der IDF - wenn Kriege geführt werden müssen, dann sollen sie schnell und effektiv geführt sowie die Kämpfe schnell auf gegnerisches Territorium verlagert werden - ist im Falle Israels eine qualitative militärische Asymmetrie zwingend erforderlich.[38] Dies wurde unter anderem im Unabhängigkeitskrieg im Oktober 1948 deutlich, als es den israelischen Streitkräften gelang, die ägyptische Armee aus der Wüste Negev zu vertreiben und diese unter Kontrolle zu bekommen. Für Israel war dabei von entscheidender Bedeutung, dass es nun ein durchgehendes Territorium vom Mittelmeer bis zum Roten Meer hatte und dieses auch kontrollieren konnte.[39] Auch die Geburt des heutigen israelischen Reservistensystems fällt in die Zeit des Unabhängigkeitskrieges. Die IDF wurde als eine Art „milizen-ähnliche“ Armee konzipiert, welche in Friedenszeiten nicht sehr groß, in Kriegszeiten aber eine hohe Einbindung von ausgebildeten und regelmäßig geschulten Reservisten erfahren kann. Allerdings gab es immer auch Bestrebungen der IDF, den quantitativen Faktor, nicht zuletzt aufgrund der numerischen Überlegenheit der arabischen Staaten, zu erhöhen. Aufgrund der geringen Bevölkerung Israels im Vergleich mit seinen arabischen Nachbarn rührt auch das Verständnis für die geringe Opfertoleranz.[40]

Nicht zuletzt aufgrund dieser Lehren und den aus diesem Krieg gesammelten Erfahrungen wurde zusammen mit den Erfahrungen aus der Suezkrise im Jahre 1956, das vier Jahre zuvor etablierte, geltende militärische Paradigma von einer taktischen Defensive und einer strategischen Offensive zu der oben erwähnten und noch heute gültigen taktischen Offensive und einer strategischen Defensive umgekehrt.[41] In der Folgezeit der Suezkrise beschäftigte sich Ben Gurion mit der Modernisierung der israelischen Armee, welche zu großen Teilen mit französischem Militärgerät ausgestattet worden war. Der Kalte Krieg hatte in der Region dazu geführt, dass die arabischen Länder sich bei dem Thema Waffenlieferungen an Moskau wandten und Israel in den folgenden Jahren von den USA massiv unterstützt wurde.[42] Dies deckte sich zudem mit dem von Ben Gurion postulierten Grundsatz, dass Israel zumindest mit einer Groß- bzw. Supermacht verbündet sein sollte. Im israelischen Sicherheitsverständnis herrscht immer noch die Auffassung, dass auf die internationale Gemeinschaft und auf multilaterale Maßnahmen im Zweifel kein bzw. wenig Verlass ist und man Gefahren mit uni- bzw. bilateralen Maßnahmen begegnen muss.

Mit dem Sechstagekrieg 1967 begann der dritte arabisch-israelische Krieg nach 1948 und 1956. Bis 1967 hatte noch kein arabischer Staat Israel politisch anerkannt. Der Krieg war ein präventiv geführter Krieg Israels und passt somit durchaus in das oben erläuterte nationale Sicherheitsverständnis. Zu diesem Zeitpunkt waren sich die IDF-Generäle ihrer Stärke deutlich bewusst und ohne Zögern zu einem neuen Krieg bereit. Israel sah sich in seinem Vorgehen dahingehend bestärkt, dass man die genaue Position aller ägyptischen Abwehrjets und schweren Bomber kannte. Ende Mai 1967 waren die arabischen Staaten durch ihre militärischen Bündnisse, was die Truppenstärke anging, praktisch gleichstark wie Israel. Allerdings waren die israelischen Truppen besser ausgerüstet und geschult. Zudem konnten sie von den Erfahrungen der ersten beiden israelisch-arabischen Kriege zehren.

Das Ergebnis des Krieges von 1967 änderte den territorialen Status im arabisch-israelischen Konflikt. Der Krieg endete mit dem Sieg Israels und dem Ende des panarabischen Nationalismus. Israel konnte jetzt von der Tatsache profitieren, dass aufgrund der Geländegewinne (Sinai, Golanhöhen, etc.) und der sich daraus ergebenden größeren Strategischen Tiefe, seine bevölkerungsreichsten Zentren, seine industrielle Anlagen, sowie seine wichtigsten militärische Rüstungsanlagen und Einrichtungen nicht länger im nahen Einzugsbereich der arabischen Armeen lagen. Von diesen Territorien profitierte die IDF auch im Jom Kippur Krieg von 1973. Die Defensive, welche durch die Golan-Höhen und die Sinai Halbinsel gewährleistet wurde, ermöglichte der IDF den Raum und die Zeit sich von den schweren ersten Angriffen zu erholen und sich neu zu gruppieren. Doch selbst wenn es bis dahin so gewesen sein sollte, dass Israel zusätzliches Land und zusätzlichen strategischen Raum akquirieren wollte, so kann man heute gesichert sagen, dass das Land keine territorialen Ansprüche mit Ausnahme der Golanhöhen und des Westjordanlandes hegt. Israel ging dazu über, wie im Falle von Jordanien und Ägypten, Land gegen Friedensverträge zu tauschen oder informelle Übereinkünfte – wie mit dem Libanon – zu treffen.[43] Zudem erkannte man auf israelischer Seite, dass diese Landgewinne auch mehrere Schattenseiten hatten: Neben der Tatsache, dass die neuen Grenzen aus militärischer Sicht wesentlich schwerer zu verteidigen waren, machten sich zum anderen viele Israelis, von Yigal Allon über Moshe Dayan bis zu Yitzhak Rabin, dafür stark, dass Israel auch aus politische Gründen nicht zu den verwundbaren Linien von 1967 zurückkehrt. Diese würden zur Aggression einladen und die israelische Zukunft gefährden, anstatt Frieden zu ermöglichen. Verteidigungsfähige Grenzen bieten die optimalen topografischen Bedingungen für die israelischen Truppen, um einen Bodenangriff numerisch überlegener Kräfte standzuhalten, bis die vollständige Mobilisierung der Reserven in ca. 48 Stunden durchgeführt ist.[44] Daraus wird aber aufgrund des nun wieder fehlenden strategischen Raumes notwendigerweise abgeleitet, dass militärische Konflikte, ob vorbereitet oder durch militärische Eskalationen ausgelöst, auf politischer Ebene verhindert werden müssen.

Am 6. Oktober 1973, dem jüdischen Versöhnungsfest Jom Kippur, griffen Syrien und Ägypten den Staat Israel an. Dieser Angriff löste den vierten Israelisch-arabischer Krieg aus. Er überraschte die unvorbereiteten Israelis und brachte den Angreifern zunächst militärische Anfangserfolge. Aus israelischer Sicht wirkte sich dieser Überraschungsangriff auf die Einberufung, anders als die arabischen Strategen gedacht hatten, nicht negativ aus. Von 1948 bis 1973 besaßen Ägypten, Syrien und der Irak eine namhafte numerische Überlegenheit über Israel. Um dieses Defizit auszugleichen, führte Israel einen anspruchsvollen Fünf-Jahres-Plan durch, welcher im Nahen Osten zu Beginn der achtziger Jahre zu einem neuen Gleichgewicht der Kräfte führte. Fortan war Israel zahlenmäßig jedem einzelnen arabischen Staat überlegen. Der überraschende Angriff auf Israel am 6. Oktober 1973 wurde jedoch mit einer dreifachen Übermacht an Kräften geführt. In einzelnen Gefechten stieg das Verhältnis sogar auf 15:1.[45] Den israelischen Streitkräften gelangen Gegenangriffe allerdings erst nach einigen Tagen, wobei sie sich zuerst auf die syrische Front konzentrierten. Ein Durchbruch gelang den israelischen Truppen hier jedoch nicht. Auf der Sinai-Halbinsel drängte die IDF die Ägypter schließlich ebenfalls zurück und überquerten am 16. Oktober den Sueskanal. Als die Waffenstillstandsverhandlungen begannen, stand sie 120 km vor Kairo. Die Verluste waren auf beiden Seiten hoch und der Krieg führte zu einer Traumatisierung der israelischen Öffentlichkeit, die die außenpolitische Bedrohung kaum wahrgenommen hatte, weil die israelische Armee bis dahin als unbesiegbar gegolten hatte.[46]

Mit Beginn des ersten Libanonkrieges 1982 (Operation „Frieden für Galliläa“) - spätestens aber in den 1990er Jahren - begann die IDF zu realisieren, dass hohe Mobilität allein nicht länger den Sieg auf dem Schlachtfeld garantieren konnte. Zusätzliche höhere Feuerkraft war zwingend erforderlich. Ziel einer 1998 begonnenen Reform der israelischen Streitkräfte, "IDF2000" genannt, war daher neben der Reduzierung des Heeres eine Neuordnung der Spitzengliederung der Streitkräfte und eine zusätzliche Digitalisierung. In fünf Jahren wurden 640 Millionen Euro für das Projekt Tsayad (Programm Digitale Armee) ausgegeben, so dass die politischen Entscheidungsträger sich künftig in Echtzeit ein virtuelles Bild von der militärischen Lage vor Ort machen können. Mit der Digitalisierung des Schlachtfeldes sollen dann die einzelnen Waffengattungen und Teilstreitkräfte noch besser kooperieren können.[47]

Die IDF hat die Kriegsführung auf operationellem und taktischen Level früh auf ihre „Bedürfnisse zugeschnitten“ und seitdem stetig weiter verbessert. Sie gilt in Bezug auf Truppenqualität und Kriegsgerät als eine der besten Armeen der Welt. Allerdings haben Israels Streitkräfte auch mit Problemen und neuen Schwierigkeiten zu kämpfen. So wird zum Beispiel, trotz der finanziellen Unterstützung aus USA, jedes Jahr in der Knesset heftig um den überbordenden Verteidigungsetat gerungen.[48] Viel entscheidender ist allerdings noch, dass sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts einige gravierende Veränderungen für die israelische Sicherheitspolitik und das israelische Sicherheitsverständnis ereignet haben. So hat beispielsweise der Kampf gegen terroristische Organisationen in seiner asymmetrischen Form eine völlig neue Qualität erhalten.[49] Auch bei der letzten großen Militäroperation der IDF im Gazastreifen („Operation Protective Edge“) vom 8. Juli 2014 bis zum 26. August 2014 wurde erneut deutlich, dass Israels sicherheitspolitischer Schwerpunkt künftig wohl auf asymmetrischen Formen der Kriegsführung und Konfliktbewältigung liegen wird.[50] Aus Sicht des Autors sieht sich Israel an allen Grenzen diesen neuen Herausforderungen gegenüber. Alle im Rahmen der Dekolonialisierung entstandenen Staaten um Israel befinden sich im Zerfallsprozess.[51] Der Sinai wird künftig auch weiter als Fokus für dschihadistische Terrorgruppen und kriminellen Banden an Bedeutung gewinnen, auch wenn Israel derzeit zahlreiche gemeinsame Sicherheitsinteressen mit Ägypten verfolgt. Zudem hat das Phänomen von unkontrollierten Regionen an Israels Grenzen seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges und der Ausbreitung des „Islamischen Staates“ (IS) an der nördlichen Grenze der Golanhöhen massiv zugenommen.[52] Dazu kommt die schiitische, vom Iran unterstützte Hisbollah, welche im Libanon eine wichtige Kraft darstellt und trotz ihres Engagements im syrischen Bürgerkrieg für Israel eine Bedrohung bleibt, auf die das Land reagiert.[53] Darüber hinaus hat auch die Gefahr von Kooperation und Vereinigung verschiedener terroristischer Gruppen hat an Dynamik gewonnen. Auch deshalb wird die Forderung in den letzten Jahren lauter, eine professionelle Berufsarmee aufzustellen, da nicht zuletzt der Fokus auf Einheiten für spezielle taktische Operationen stärker geworden ist. Auch der Anstieg der Bevölkerung rechtfertigt diese Forderung.

3. Der Libanonkrieg 2006 und seine Implikationen für Israel

Neben den zahllosen Gaza-Einsätzen, in welchen Israel bereits Erfahrungen gegen einen asymmetrischen Gegner machen musste, war vor allem ein Krieg für die IDF in den letzten Jahren von herausragender Bedeutung: Der 2. Libanonkrieg 2006. Dieser Krieg stellte für Israel einen militärstrategischen und sicherheitspolitischen Wendepunkt dar. Die spektakulären Erfolge der Luftwaffe und der gepanzerten Einheiten während des Sechs-Tage-Krieges bestärkten ein Konzept innerhalb der IDF, das bis zum Ende dieses Krieges offiziell anerkannt und gültig war: Eine offensive taktische Kriegsführung mit starkem Fokus auf Luftstreitkräfte und gepanzerte Einheiten sowie strategische Zurückhaltung. Israels operatives Konzept im Libanonkrieg 2006 wurde unter der Bezeichnung „Geier und Schlange“ vom Verteidigungsministerium entwickelt. Dieser Plan fußte zu einem Teil auf den Guerillaerfahrungen der IDF mit der Hisbollah im Libanon und wurde unter dem Decknamen „Operation Richtungswechsel“ geführt. Kernelement des Anti-Guerilla-Konzepts war es, dass die Luftwaffe („Geier“) als ein offensives Element die Guerilla-Kämpfer der Hisbollah („Schlange“) größtenteils ausschalten sollte. Mehrzweckkampfflugzeuge hatten den Auftrag, Stellungen der Hisbollah zu zerstören, während die Kampfhubschrauber gegnerische Kämpfer auszuschalten hatten. Die Bodentruppen sollten lediglich als defensives Element mögliche Gegenangriffe der Hisbollah auf israelisches Territorium abwehren. Dabei sollten nur einige nachgeschobene Kommandoeinheiten in kurzen, begrenzten „Rein-Raus“-Aktionen die Widerstandsnester der Hisbollah ausschalten, welche den Luftschlägen entgangen waren.[54]

3.1 Die Konfliktparteien

3.1.1 Israel - Ziele und militärische Kapazitäten

Gemessen an ihrer technologischen Überlegenheit gilt die IDF als die stärkste Streitmacht der gesamten Region. Sie ist modern ausgerüstet, da Israel vor allem technologisch hochwertiges militärisches Großgerät von seinem engsten Verbündeten USA, aber auch von anderen NATO-Staaten bezieht. Mittlerweile besitzt Israel aber auch selbst eine moderne, international agierende und kooperierende Rüstungsindustrie.

Die IDF hält sowohl ihre genaue Truppenstärke als auch die genaue Anzahl der Waffensysteme geheim. Verschiedene Quellen sprechen davon, dass die israelischen Landstreitkräfte im Jahr 2004 über eine aktive Truppe von ca. 125.000 Mann und über ein Reservistenpotenzial von ungefähr 380.000 Mann verfügten.[55] Andere Schätzungen sprechen heute ungefähr von 176.500 Soldaten und aktiven Reservisten (Heer: ca. 133.000, Luftwaffe: ca. 34.000, Marine: ca. 9500).[56] Ein besonderes Charakteristikum des israelischen Wehrsystems ist die im internationalen Vergleich hohe Einbindung seiner Reservisten. Israel verfügt über ein regional vergleichsweise geringes wehrtaugliches Bevölkerungsreservoir. Aus diesem Grund nimmt das Reservistensystem mit seiner hohen Anzahl von Reservisten (ca. 445.000, davon ca. 380.000 beim Heer, ca. 55.000 bei den Luftstreitkräften und ca. 10.000 bei der Marine)[57] eine tragende Rolle in der Verteidigungspolitik des Landes ein.[58]

Israels besondere Stärke sind vor allem seine Luftstreitkräfte, welche nicht nur als die modernsten der Region gelten, sondern, wie bereits erwähnt, auch eine tragende Rolle im Libanonkrieg 2006 spielten.[59] Die Luftwaffe Israels verfügt über ca. 500 Kampfflugzeuge und 200 Hubschrauber[60], darunter Transport- und schwere Kampfhubschrauber vom Typ AH-64 „Apache“.[61] Zwar verlor die IDF drei AH-64D Apaches im Libanonkrieg 2006, zwei durch einen Unfall und einen während einer Kampfmission, jedoch gilt es als wahrscheinlich, dass auch letzterer wohl ohne direkte Feindeinwirkung abgestürzt ist.[62] Das Rückgrat des Heeres bildet die Panzertruppe mit ungefähr 3.900 Kampfpanzern, darunter etliche moderne Kampfpanzer des Typs Merkava, welcher konstant weiterentwickelt wird. Dabei sind die Modelle Merkava Mk I/II, Merkava Mk III und die neueste Version, Merkava Mk IV, im Einsatz. Von letzterem Modell sind aller Wahrscheinlichkeit nach einige weitere in Produktion.

[...]


[1] Vgl. Martens, 2005: 31.

[2] Vgl. Müller; Schörnig, 2001: 27 ff.

[3] Vgl. dazu Bundesministerium der Verteidigung, 2006.

[4] Vgl. Frank, 2001:15 ff.

[5] Vgl. dazu auch Münkler, 2004.

[6] Arreguin-Toft, 2005: 4.

[7] Ayres, 2014: 63

[8] Long, 2008.

[9] Vgl. Ayres, 2014: 65

[10] Vgl. Ndifi, 2009: 150f.

[11] Vgl. Wach, o.O.u.J: 1.

[12] Vgl. Müller; Schörnig, 2001: 8 ff.

[13] Vgl. Rühl, 2000: 13.

[14] Vgl. Wach, o.O.u.J: 3.

[15] Vgl. Becher, 2007: 24.

[16] Vgl. Lange, 2004: 2.

[17] Vgl. Wach, o.O.u.J: 6.

[18] Vgl. Odom, 1993: 47 ff.

[19] Vgl. Rühl, 2000: 12 f.

[20] Vgl. Sloan, 2000: 4.

[21] Chapman, 2003: 19.

[22] Vgl. Hirsch, 2014: 23.

[23] Vgl. Long, 2008; Vgl. auch allgemein: Crelinsten, 1989.

[24] Arreguin-Toft, 2005: 4

[25] Vgl. IDF Main Doctrine

[26] Vgl. Joshi, 2000

[27] Eshel, 1985: 706

[28] Dayan, 2013: 24

[29] Vgl. Israel Defense Forces, GlobalSecurity.org; siehe dazu auch Streitkräfteübersicht Israel, GlobalDefence.net

[30] Vgl. IDF Main Doctrine

[31] Levy, 2007: 19

[32] Vgl. Joshi , 2000.

[33] Vgl. Hendel, 2012: 31. Allgemein zur präemptiven und präventiven Ausrichtung der israelischen Sicherheitspolitik siehe: Tal, 2007

[34] Vgl. Mueller; Castillo; Morgan, 2006: 10ff.

[35] Rudolf, 2012: 10

[36] Vgl. dazu Arnswald, 2003

[37] Israel Ministry of Foreign Affairs: Let us not glory- from a statement by Prime Minister Ben-Gurion, 12 Jan. 1949

[38] Vgl. Joshi, 2000.

[39] Vgl. Rodman, 2001.

[40] Vgl. Joshi, 2000

[41] Vgl. Barak; Oren; Shapira, 2013.

[42] Bar, 2003: 1

[43] Vgl. Rodman, 2001.

[44] Dayan, 2013: 26.

[45] Eshel, 1985: 705.

[46] Vgl. Rodman, 2001.

[47] Mohr, o.J.

[48] Vgl. Ebd.

[49] Vgl. dazu Civik, 2004.

[50] Vgl. Beres, 2014: 1.

[51] Vgl. Rothschild; Steiner, 2012.

[52] Yadlin, 2013: 273

[53] Im Dezember 2014 führte Israel z.B. Luftangriffe auf zwei Gebiete unter Regierungskontrolle nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus durch, um eine mögliche Lieferung von Raketensystemen an die Hisbollah-Miliz im Libanon zu verhindern. Vgl. dazu: Euronews: Syria says Israel warplanes strike targets near Damascus in ‘flagrant attack’.

[54] Vgl. Brookes, 2006

[55] Vgl. z.B. Cordesman, 2005

[56] Streitkräfteübersicht Israel, GlobalDefence.net.

[57] Ebd.

[58] Vgl. IDF Main Doctrine

[59] Vgl. zur Israelischen Luftwaffe: Homepage der IAF - Israeli Air Force

[60] Streitkräfteübersicht Israel, GlobalDefence.net

[61] Vgl. Brookes, 2006

[62] Vgl. Ebd.

Details

Seiten
52
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668205918
ISBN (Buch)
9783668205925
Dateigröße
956 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v320926
Institution / Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – Institut für Politische Wissenschaft
Note
1,7
Schlagworte
künftige herausforderungen israel libanonkrieg indikator bedrohungen

Autor

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Titel: Künftige militär- und sicherheitspolitische Herausforderungen für Israel