Lade Inhalt...

Vor- und Nachteile der objektorientierten Geschäftsprozessmodellierung

Hausarbeit 2015 16 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Literaturverzeichnis:

1. Einleitung:

2. Bedeutung der Objektorientierung
2.1 Objektorientierung in der Geschäftsprozessmodellierung
2.2 Objektorientierung in der Programmierung
2.2.1 Entwicklung der Objektorientierten Programmierung
2.2.2 Objektorientierte Analyse und Design
2.2.3 Merkmale Objektorientier Programmierung

3. Die Unified Modeling Language (UML)
3.1 Hintergrund der UML
3.2 UML Diagramme
3.2.1 Verhaltensdiagramme
3.2.2 Strukturdiagramme
3.3 Verbreitung der UML zur Geschäftsprozessmodellierung

4. Bewertung der Objektorientierung zur Geschäftsprozessmodellierung

Literaturverzeichnis:

[1] Allweyer, T. (2009) Geschäftsprozessmanagement – Strategie, Entwurf, Implementierung, Controlling, 3. Auflage, W3L Verlag

[2] Booch, G. (1995) Objektorientierte Analyse und Design, 6. Auflage, Addison-Wesley Verlag

[3] Booch, G. / Rumbaugh, J. / Jacobson, I. (2006) Das UML Benutzerhandbuch, Addison-Weslay Verlag

[4] Cebulla, M. (2007) Object-Oriented Technology – ECOOP 2007 Workshop Reader, Springer-Verlag Berlin

[5] Dandl, J (1999) Objektorientiere Prozessmodellierung mit der UML und der EPK, Prof. Dr. Axel Schwickert Justus-Liebig-Universität Gießen Fachbereich Wirtschafts-wissenschaften.

[6] Groll, J (2011) Methoden und Architekturen der Softwaretechnik, Vieweg + Teubner Verlag

[7] Fettke P (2009) Ansätze der Informationsmodellierung und ihre betriebswirtschaftliche Bedeutung - Eine Untersuchung der Modellierungspraxis in Deutschland. Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (zfbf), 61

[8] Forbig, P. (2001) Objektorientierte Softwareentwicklung mit UML, Carl-Hanser Verlag München

[9] Hohmann, P (2011) Alternative Modellierungsmethoden – BPMN und UML, Technische Hochschule Mittelhessen Fachbereich MNI

[10] Lahres, B. (2009) Objektorientierte Programmierung – Das umfassende Handbuch, 2. Auflage, Galileo Computing

[11] Linssen, O. (2002) Dissertation: Die objektorientierte Modellierung von Geschäftsprozessen, Universität Wuppertal

[12] Loos, P. (1998) Process Orientation and Object-Orientation – An approach for integration UML and Event-driven Process Chains (EPC), Fakultät Wirtschaftsinformatik der Universität Saarbrücken

[13] Oestreich, B. (2005) Objektorientierte Geschäftsprozessmodellierung und modellgetriebene Softwareentwicklung, HMD-Praxis Wirtschaftsinformatik, Band 241, Springer-Verlag Berlin

[14] Oestreich, B. (1999) Objektorientierte Softwareentwicklung – Analyse und Design mit der Unified Modelling Language, München, Oldenburg Verlag.

[15] Oestreich, B. (1997) Objektorientierte Geschäftsprozessmodellierung mit der UML, 3. Auflage, Oldenburg Verlag.

[16] Rau, K.-H. (2007) Objektorientierte Systementwicklung – Vom Geschäftsprozess zum Java-Programm, Vieweg & Sohn Verlag

[17] Schafferer, M. (2015) Bachelorarbeit: Evaluation von Notationen zur Geschäftsprozessmodellierung, Universität für Medizinische Informatik Tirol Steppan 28.09.2012

[18] Scheer, A.-W. (1992) Architektur integrierter Informationssysteme: Grundlagen der Unternehmensmodellierung, 2.Auflage, Springer-Verlag Berlin

[19] Zedlitz, J. (2013) Dissertation Konzeptuelle Modellierung mit UML und OWL, Christian-Albrecht-Universität Kiel

1. Einleitung:

Dieses Assignment behandelt das Thema: Objektorientierung – Pro und Contra objektorientierter Geschäftsprozessmodellierung. Dabei wird im folgenden zweiten Kapitel eine Einführung in die Objektorientierung in der Geschäftsprozessmodellierung sowie der damit verbundenen Programmierung gegeben.

Die Geschäftsprozessmodellierung hat zunächst nichts mit Objektorientierung oder der Softwareentwicklung zu tun. Durch den immer stärkeren Einfluss und Einzug der Informationstechnologie in das mehr und mehr globalisierte Wirtschaftssystem gewinnt eine Implementierung von Geschäftsprozessen in IT-Systemen an immer größerer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Daher hat sich die Objektorientierung und im Speziellen die objektorientierte Programmierung weiterentwickelt und somit gegen die funktionale Programmierung durchgesetzt. Aus diesem Grund wird der objektorientierte Softwareentwicklungsprozess mit der am weitesten verbreiteten Unified Modeling Language (UML) in Kapitel 3 beschrieben und dessen Vor- und Nachteile an diesem konkreten Standard abgewogen.

Abschließend wird in Kapitel 4 allgemein die Objektorientierte Geschäftsprozessmodellierung diskutiert. Aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Arbeit wurde auf die oberflächliche Vorstellung weiterer objektorientierter Modellierungsansätze verzichtet.

2. Bedeutung der Objektorientierung

Objektorientierung versucht real existierende Objekte zu beschreiben und in einem Modell nachzubilden. Die Beschreibung erfolgt durch1:

Eigenschaften: aktueller Zustand des Objekts

Fähigkeiten: Tätigkeit die durch die Anwendung auf das Objekt dessen Eigenschaften verändern

Bei der Umsetzung dieses Prozesses unterscheidet man zwischen der Objektorientierten Analyse (OOA) und dem Objektorientierten Design (OOD), die in Kapitel 2.2.2 genauer erläutert werden. Das Problem welches im folgenden Abschnitt beschrieben wird ist, dass die GPM an sich nur einen Randbereich der Informatik darstellt2. So sind Geschäftsprozessmodellierer und Softwareentwickler meistens unterschiedliche Personen die sich auch unterschiedlicher Werkzeuge, Methoden und Bearbeitungssprachen bedienen. So entstehen immer wieder semantische Lücken, da die betriebswirtschaftlichen Modellierungen wie Sie in Kapitel 2.1 kurz vorgestellt werden meistens nicht die notwendige Präzision und Detaillierung zur Softwareentwicklung in Kapitel 2.2 besitzen.

2.1 Objektorientierung in der Geschäftsprozessmodellierung

„Das Ziel der objektorientierten Geschäftsprozessmodellierung ist die integrierte Darstellung der unternehmensrelevanten Geschäftsprozesse und Geschäftsobjekte in einem Modell“.3 In einem Geschäftsobjekt, welches z.B. der Kunde oder eine Bestellung sein kann wird sogenanntes Objektwissen (Informationsattribute sowie Verhalten in Form von Operationen) hinterlegt. Dies beschreibt den betriebswirtschaftlichen Zusammenhang und repräsentiert die zur unternehmerischen Leistungserstellung benötigten Einheiten. Dafür bieten sich aus betriebswirtschaftlichen Sicht unterschiedliche Ansätze zur Modellierung an, die meist auf Techniken der Organisationslehre beruhen (oEPK, ARIS, PP etc.)4.

2.2 Objektorientierung in der Programmierung

„Objektorientierung in der Programmierung und Softwareentwicklung ist eine Methode um die Vielfältigkeit von Softwaresystemen abbilden zu können“5. Die ISO-Definition präzisiert dies wie folgt: „(…)bezieht sich auf eine Technik oder Programmiersprache, welche Objekte, Klassen und Vererbung unterstützt.“ Im Folgenden wird die Entwicklung der objektorientierten Programmierung (OOP) kurz vorgestellt, auf die eingangs erwähnte OOA und OOD eingegangen und abschließend die Merkmale der OOP vorgestellt (Objekte und Klassen, Vererbung, Polymorphie, Kapselung).

2.2.1 Entwicklung der Objektorientierten Programmierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Entwicklung der wichtigsten Programmiersprachen ©Classow

Quelle: http://wikis.zum.de/zum/images/3/32/Timeline_%28benutzte_Programmiersprachen%29.jpg

Den Ursprung der OOP stellt die Programmiersprache SIMULA von 1967 dar, die schon damals ein Klassenkonzept enthielt. Da die damalige Hardware nicht die notwendige Leistungsfähigkeit für eine Objektorientierung besaß, setzten sich jedoch die prozeduralen Programmiersprachen (separat abgegrenzte aufrufbarer Bestandteile eines Programms ohne Rückgabewerte) durch. Die im weiteren Verlauf stetig gestiegenen Anforderungen an Funktionalität, Wiederverwendbarkeit, Benutzerfreundlichkeit, Erweiterbarkeit etc. bei gleichzeitig niedrigen Entwicklungskosten führten die Softwareentwicklungsbranche in den 1980er Jahren in eine Krise. Die parallele Weiterentwicklung der Hardware ermöglichte es während dieser Zeit einigen kleinen Start-Up Unternehmen Programmiersprachen wie C++, Object-Cobol, Oberon2 und Java zu entwickeln. Anfang der 1990er Jahre setzte sich dann C++ als OOP durch. Gegen Ende des Jahrzehntes tat sich Java als größter Konkurrent auf und ist es bis heute.

2.2.2 Objektorientierte Analyse und Design

Die OOA ermittelt und beschreibt die Anforderungen an das Softwaresystem unter Berücksichtigung objektorientierter Konzepte und schreibt diese in einem Pflichtenheft oder einer Software Requirement Specification (SRS) nieder. Das Ergebnis dieser Analyse ist ein OOA-Modell also ein Produktmodell, welches sich oft den UML-Elementen bedient (siehe Kapitel 3). Das OOD beschreibt aufbauend auf die OOA die konzeptionelle Lösung von Hard- und Software (Systementwurf). Das Produktmodell wird dabei in eine konkrete Softwarearchitektur überführt die im weiteren als Vorlage für die eigentliche Programmierung dient6. Die Kombination der OOA und des OOD als elementare Tätigkeiten des Entwicklungsprozesses in der Softwareentwicklung fasst man zur Objektorientierten Analyse und Design (OOAD) zusammen. Um die Flexibilität der objektorientierten Softwareentwicklung zu wahren werden die Analyse und das Design in der Praxis oft streng voneinander getrennt (oftmals durch Outsourcing eines Teilbereichs).

[...]


1 Vgl. [8, S.10f.] Forbig, P. (2001) Objektorientierte Softwareentwicklung mit UML

2 Vgl. [13, S27] Ostereich, B. (2005) Objektorientierte Geschäftsprozessmodellierung und modellgetriebene Softwareentwicklung

3 [12, S.3] Loos, P. (1998) Process orientation and Object-Orientation

4 Vgl. [18, S.30f.] Scheer, A.-W. (1992) Architektur integrierter Informationssysteme

5 [10, S. 13] Lahres, B. (2009) Objektorientierte Programmierung

6 Vgl. [2, S.89, S.169] Boch, G. (1995) Objektorientierte Analyse und Design

Details

Seiten
16
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668201644
ISBN (Buch)
9783668201651
Dateigröße
641 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v320761
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,8
Schlagworte
GPM Softwareentwicklung IT Wirtschaftsinformatik

Autor

Zurück

Titel: Vor- und Nachteile der objektorientierten Geschäftsprozessmodellierung