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Die Generation Y auf dem Arbeitsmarkt

Hausarbeit 2016 17 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Generation
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Ein- und Abgrenzung der Generation
2.3 Merkmale und Werte der Generation
2.4 Vergleich mit den vorhergegangenen Generationen
2.5 Auswirkungen des Generationswechsels in Bezug auf die Arbeitswelt

3 Die Generation im Arbeitsleben
3.1 Grundlegende Erwartungen der Generation an das Unternehmen
3.2 Ansprüche der Arbeitgeber an die Generation
3.3 Maßnahmen der Unternehmen zur Gewinnung der -Generation

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1.: Bewertung von Wahlmöglichkeiten in einem Unternehmen (Parment, 2009, S. 18).

Abb. 2.: Wichtigkeit von Feedback in einem Unternehmen (Parment, 2009, S. 19).

1 Einleitung

"Die Generation, die heute auf den Arbeitsmarkt drängt, hat andere Prioritäten im Leben als ihre Vorgänger" (3sat, 2015, o. S.). Außerdem ist es für sie keine Option, auf die schönen und positiven Seiten des Lebens zu warten, bis sie in den Ruhestand treten. Bereits während der Ausführung ihrer Arbeit in einem Unternehmen wollen sie zufrieden sein und das Leben genießen (Reichmann, 2015). Es handelt sich dabei um die Generation Y, die auf die der Baby-Boomer und der Generation X folgt. Ihnen wird nachgesagt, dass sie sich mehr für ihre Freizeit als für ihre berufliche Zukunft interessieren (Römer, 2014).

Es gab Veränderungen hinsichtlich der Wert- und Normvorstellungen mit jedem Generationswechsel. Nach Parment bringen diese aber auch Vorzüge mit sich, wenn sie wahrgenommen und genutzt werden. Für den Arbeitsmarkt gilt diese so junge Generation als enorm wichtig, da die Vertreter der Baby-Boomer nach und nach aus der Arbeitswelt austreten und neue Arbeitskräfte folgen müssen (Parment, 2009). Um einen langfristigen Unternehmenserfolg zu gewährleisten, sind talentierte Nachwuchskräfte für Betriebe dementsprechend unverzichtbar (Parment, 2013).

Allerdings bringen die Unterschiede zwischen den einzelnen Generationen Probleme hinsichtlich der Personalbeschaffung mit sich. Es erweist sich als deutlich schwieriger, die neuen Absolventen für ein Unternehmen zu begeistern, als die der vorherigen Generationen, da die Bedürfnisse der Y-Generation zum einen nicht nachvollzogen werden können und auf der anderen Seite auf diese oftmals auch nicht eingegangen wird (Parment, 2009).

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Werte und Wünsche der Generation Y, insbesondre in Bezug auf das Arbeitsleben, darzustellen und die grundsätzliche Stellung dieser auf dem Arbeitsmarkt zu ermitteln. Dazu wird in dem ersten Kapitel erläutert, was genau unter der Bezeichnung Generation Y verstanden wird. Im weiteren Verlauf wird die neue Generation zeitlich von den vorherigen Generationen abgegrenzt, wobei eine kurze Vorstellung dieser folgt. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Wertvorstellungen und Charakteristika der Generation Y, um sie dann im anschließenden Kapitel mit den vergangenen Generationen zu vergleichen. Im fünften Kapitel wird darauf eingegangen, was der Wechsel der Generationen für Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. Im Folgenden werden dann zum einen die Vorstellungen der Generation Y über einen wünschenswerten Arbeitgeber dargestellt und auf der anderen Seite die Ansprüche des Unternehmens gegenüber ihrer potentiellen Arbeitnehmer. Das sechste Kapitel stellt Maßnahmen zur Gewinnung von Arbeitskräften vor, die entscheidend für die Zukunft des Unternehmens sind. Im siebten und letzten Kapitel wird zuerst ein Fazit zu den Veränderungen, die durch den Generationswechsel entstanden sind gegeben, woraufhin die gegenseitigen Vorstellungen der Generation Y und die der Unternehmen folgen.

2 Die Generation Y

Um sich mit dem Thema der Generation Y und ihrer Stellung auf dem Arbeitsmarkt mit den verbundenen Ansprüchen an die Unternehmen genauer zu befassen, ist es unumgänglich sich zunächst mit den Merkmalen dieser jungen Generation und der Abgrenzung zu vorherigen Generationen zu beschäftigen. Außerdem ist es notwendig, die grundsätzlichen Auswirkungen der Generationswechsel in Bezug auf den Arbeitsmarkt zu klären.

2.1 Begriffsdefinition

"Der Begriff "Generation Y" wurde erstmals im Jahre 1993 in einem Artikel der Fachzeitschrift Ad Age verwendet. Er umfasst junge Menschen, die zwischen 1984 und 1994 geboren sind" (Parment, 2013, S. 3). Allerdings variieren die Angaben der Jahreszahlen von Literatur zu Literatur. So gibt es auch Auffassungen, dass die Anhänger der Generation Y zwischen 1980 und 2000 geboren sind (Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V., 2011) oder nach Radermacher die etwa 2005 in die Arbeitswelt Eingetretenen (Radermacher, 2013). Da die vorhergegangenen und nachfolgenden Generationen nahtlos ineinander übergehen, ist eine genaue Abgrenzung nicht möglich (Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V., 2011). Dementsprechend sind die Personen, die der Generation Y angehören, heute ungefähr zwischen 15 und 35 Jahren. Grundsätzlich zählen aber diejenigen, die nach 2000 in das Berufsleben eingestiegen sind, zu der Generation Y (Purgal, 2015, zitiert nach Walter et al. 2013).

Die Generation Y, die wie im Englischen "Why" ausgesprochen wird (Allihn, 2013), wird häufig auch als "Millennials", also die Jahrtausender, bezeichnet. Besonders den jüngeren Mitgliedern der Generation Y wird der Ausdruck der "Digital Natives" zugeschrieben (Purgal, 2015, zitiert nach Walter et al. 2013). "Digital Natives", was übersetzt "Digitale Ureinwohner" bedeutet, beschreibt dabei, dass deren Anhänger mit digitalen Medien aufgewachsen sind und diese ohne jede Schwierigkeit zu bedienen lernten (Rodeck, 2014, zitiert nach Papmehl & Tümmers, 2013). Als Selbstverständlichkeit wird die Informationsaufnahme und Weitergabe durch verschiedene Internetplattformen angesehen (Rodeck, 2014, zitiert nach Mattgey, 2012).

2.2 Ein- und Abgrenzung der Generation Y

Die Generation Y gilt als Nachfolgegeneration der Baby-Boomer, der ungefähr zwischen 1955 und 1965 Geborenen und der darauffolgenden Generation X, dessen Mitglieder zwischen 1960 und 1980 geboren sind (Parment, 2013). Auch hier unterscheiden sich die Jahreszahlen je nach Quelle. Die Baby-Boomer werden auf Grund des Zeitpunkts nach dem Zweiten Weltkrieg auch als Nachkriegs- (Parment, 2009) oder Wirtschaftswundergeneration bezeichnet (Rodeck, 2014, zitiert nach Schulte, 2012). Auf die Arbeitswelt bezogen, sind Teamwork, Fairness und Organisation hervorzuhebende Merkmale der Generation der Baby-Boomer (Holste, 2012).

Die Generation X zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass sie sich bisher festgelegten Normen und Wertvorstellungen, wie der Gründung einer Familie und die Arbeit als unumgängliches Erfordernis, widersetzt. Die Mitglieder dieser Generation genießen die Freiheit und die Vielzahl von Möglichkeiten ihr Leben zu gestalten.

Diese Gegenbewegung hat zur Folge, dass die scheinbar ungewöhnliche Lebensweise bei deren Eltern auf Unverständnis stößt und mit der Generation X negative Assoziationen verbunden werden (Parment, 2009). Es fand also eine Wertewandel mit jedem Generationswechsel statt. Wobei darunter nach Klages das Schaffen von neuen Wünschen innerhalb einer Gemeinschaft verstanden wird (Klages 1985).

2.3 Merkmale und Werte der Generation Y

Besonders prägende Eigenschaften der Y-Generation sind nach der 16. Shell Jugendstudie die positive Lebenseinstellung, der Wille sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und das Streben nach Erfolg. Trotz der Unsicherheit ihrer beruflichen Zukunft, besitzen die Vertreter der Generation Y ein außerordentliches Durchhaltevermögen. Die "Millennials " fallen außerdem insbesondere durch deren Selbstbewusstsein auf, mit dem sie die Hürden in verschiedenen Lebensbereichen meistern. Wichtig ist ihnen des Weiteren ihre sozialen Kontakte zu pflegen, gegenseitig Hilfestellungen zu leisten und sich Rückhalt zu geben (Shell Deutschland Holding, 2010). Im Gegensatz zu den Erkenntnissen der Shell Jugendstudie, kommt Trost zu dem Ergebnis, dass die Unsicherheit der beruflichen Zukunft von den Mitgliedern der Generation Y selbst kommt, da sie den Fokus eher auf sich und ihr Wohlergehen legen, als auf das Erzielen des Unternehmenserfolg. Sie fühlen sich den Betrieben gegenüber nicht so sehr verpflichtet, wie sich selbst, sodass sie sich nicht ihr Leben lang an ein Unternehmen binden. Sie sind flexibel, wenn es um die Arbeitsstelle und den Arbeitsort geht (Trost, 2009).

Nach Parment hat die im Individualismus groß gewordene Generation hohe Ansprüche. Sie sind mit einem gewissen Wohlstand aufgewachsen, der dazu führt, dass Freizeit eine übergeordnete Bedeutung bekommen hat. Der Fokus der Anhänger der Y-Generation wird auf die wesentlichen Angelegenheiten gerichtet. Das hat sich aus der Vielzahl von Optionen und Alternativen, die den jungen Menschen geboten werden, ergeben. Bis auf wenige Ausnahmen sehen es alle Befragten positiv, Wahlmöglichkeiten zu haben und es würde sich negativ auf die Arbeitstätigkeit auswirken, keine zu haben (Parment, 2009).

[...]


1 "Der Begriff „Balance“ wird nach seinen definitorischen Wurzeln innerhalb der Artistensprache auf eine innere Ausgeglichenheit zurückgeführt und „Work-Life-Balance“ als eine subjektiv wahrgenommene Vereinbarkeit der verschiedenen Lebensbereiche herausgestellt, die es den Individuen ermöglicht, die verschiedenen Bereiche lebensphasenspezifisch und individuell nach Bedarf und nach ihren jeweiligen Wertevorstellungen so zu gestalten, dass dies eine zufriedene, gesunde, leistungsfähige und sinnerfüllende Lebensweise ermöglicht." (Spatz, 2014, S. 5-6)

Details

Seiten
17
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668195967
ISBN (Buch)
9783668195974
Dateigröße
704 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v320417
Institution / Hochschule
Hochschule Fresenius; Hamburg
Note
1,3
Schlagworte
Generation Y Arbeitsmarkt Wertewandel Erwartungen Arbeitgeber Unternehmen

Autor

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