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Der Vatikan – Säkulare Omnipotenz? Kirche, Gesellschaft und Weltpolitik

Einfluss von Vatikanstaat und Katholizismus im 21. Jahrhundert

Facharbeit (Schule) 2015 19 Seiten

Gemeinschaftskunde / Sozialkunde

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung 3

2 Macht und Machtstellung des Papsttums
2.1 Souveränität des Vatikans als Staat 4
2.2 Gesellschaftliche Renaissance des Katholizismus in der Moderne 5
2.3 Absolutist Papst 7

3 Exempel der säkularen Potenz
3.1 Rede des Papstes an das Europäische Parlament
3.1.1 Legitimation 8
3.1.2 Auswertung 10
3.2 Glaubenskriege im 21. Jahrhundert? 12
3.3 Schicksale – profane Ethik 13

4 Säkulare Autarkie – Vorschläge, Möglichkeiten, Wünsche 15

Quellenverzeichnis 18

1 Einleitung

Auch wenn wir es oft nur auf den zweiten Blick bewusst wahrnehmen: In unserer westlichen Welt, insbesondere unserer westlichen, etablierten Medienlandschaft, vergeht kaum ein Tag ohne Meldungen, welche entweder direkt oder indirekt mit dem Vatikan bzw. dem Papst in Verbindung gebracht werden können. Egal ob Kriege, Finanzen und Finanzkrisen, Skandale, Naturkatastrophen, Völkerverständigung oder gar Politik und politische Bewegungen anderer Staaten. Der Vatikan mischt mit wo er kann und auch dort wo er eben nicht kann.

Er „verurteilt, deckt auf, schockiert, bedauert, bedenkt, mahnt oder rügt“ - ob nun freiwillig oder nicht - er dominiert die Schlagzeilen maßgeblich. Der Vatikan ist gefragt als überkonfessionelle, moralische Instanz[1] im Weltgeschehen, aber auch als Feindbild und Zielscheibe für progressivliberale Frei- und Querdenker. Während sich der Papst wohl in der ersten Rolle, wohlgemerkt in Zeiten zunehmender Säkularisierung[2], zunehmend wohler fühlen wird und sich immer öfter als „Wächter der Menschlichkeit“ versteht und präsentiert, gibt es immer wieder Gegenwind, welcher genau diese Menschlichkeit des Papstes und des Vatikans (öffentlich) in Frage stellt. Der Papst (lat. papa, gr. pappas = „Vater“)[3] als „Vertreter des Allmächtigen“, vermeintlich ohnmächtig angesichts dieses weltlichen Drucks in Köpfen und Medien.

Trotz oder gerade aufgrund dieses Umstandes ist die katholische Kirche, mitsamt Vatikan und Papst, immer wieder ein großer Bestandteil von gesellschaftlichen bzw. politischen Diskussionen; gerade, wenn es um Grundsatzfragen geht.

Betrachtet man jedoch den Vatikan als Staat an sich, so fällt auf, dass es, wenn wir in Deutschland über den Vatikan als solchen sprechen, immer (mit Ausnahme der Konklave = Wahl des neuen Papstes[4]) um dessen außenpolitische Tätigkeiten geht, denn die meisten der oben aufgeführten Themen betreffen den Vatikan selbst eigentlich nie. So verfügt der Staat Vatikanstadt zwar über eine staatseigene Bank (IOR; Istituto per le Opere di Religione) sowie sogar über eine Zentralbank (APSA) [5], dennoch wäre selbst der komplette Zusammenbruch dieser Institute (soweit die Transparenz des vatikanischen Geldinstituts dieses Urteil zulässt) wohl kein Auslöser für eine übergreifende oder gar weltweite Finanzkrise.

Auch verfügt der Vatikan über eigene Streitkräfte. Diese Leibgarde des Pontifex Maximus hat zwar eine lange Geschichte und tief verwurzelte Tradition, dafür aber eine umso geringere Truppenstärke. Egal ob Verteidigungsfall oder Angriffskrieg, ein jeder kann sich ausmalen, wie verloren die Schweizer Garde mit ihren 110 Mann Sollstärke[6] in einem solchen Fall aussähe. In Zeiten von Cyber- und Atomkriegen lassen sich mit Rüstungen und Hellebarden wahrlich keine „großen Schlachten“ (mehr) schlagen, geschweige denn gewinnen.

Angesichts dieser faktischen Umstände stellt sich die Frage, warum dem Vatikan (immer noch) eine solch große Rolle im politischen Weltgeschehen zugestanden wird? Warum sprechen Päpste als Souveräne des Kirchenstaates und somit auch als Vertreter einer absoluten Wahlmonarchie [7]in Plenarsälen demokratisch gewählter Parlamente? Sind die meisten Staaten der westlichen Welt doch nicht so säkular wie sie scheinen - oder ist doch eher die, eigentlich private Angelegenheit der Religionsausübung, so öffentlich und vereinnahmend ausgelebt, dass diese fähig ist, die Politik maßgeblich zu beeinflussen?

Genau diesen Einfluss der vatikanischen Außenpolitik auf die aktuelle Weltpolitik soll diese Facharbeit untersuchen. Anders als die meiste mir begegnete Fachliteratur, will ich versuchen diesen Einfluss vom aktuellen Standpunkt aus zu betrachten und nur geschichtliche Hintergründe mit heranzuziehen, wenn diese für die Ausgangssituation von Relevanz sind bzw. in direktem Zusammenhang mit den behandelten Themen oder mit dem Gesamtzusammenhang der Facharbeit stehen.

„Die Kirche hat nicht den Auftrag, die Welt zu verändern.
Wenn sie aber ihren Auftrag erfüllt, verändert sich die Welt.“
- Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007)[8]

2 Macht und Machtstellung des Papsttums

2.1 Souveränität des Vatikans als Staat

Um die Souveränität des „Staates der Vatikanstadt“ (völkerrechtlich bzw. als Völkerrechtssubjekt: „Heiliger Stuhl“) [9] in seiner heutigen Form begreifen zu können, lohnt sich der geschichtliche Rückblick in das Jahr 1870. Ludwig Ring-Eifel schreibt in seinem Buch „Weltmacht Vatikan“ über diese Zeit: „Nach 1870 lag das Papsttum politisch am Boden. Es hatte seinen Staat verloren und sein internationaler Einfluss ging gegen null.“ [10]

Dieses Jahr dient uns demnach als Ausgangspunkt bei der Beobachtung der Entwicklung des Vatikans zu seiner heutigen, souveränen Staatsform. Jedoch stets mit dem Wissen, dass der Vatikan bzw. der Vatikanhügel für die Katholiken der Welt stets der Ort war/ist, an dem: 1. seit

Anbeginn der katholischen Glaubenslehre etruskische (später römische) Priester ihre Weissagungen verkündet haben sollen [11] und 2. dort im Jahre 67 nicht nur der heilige Petrus gekreuzigt worden sein soll, sondern vor allem in der Bibel steht, dass Gott, nach katholischem Glauben seine Kirche eben an diesem Ort bauen wolle. („Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche/Gemeinde bauen“[12])

Letzteres steht, symbolisch und für jedermann sichtbar, als Inschrift lateinisch auch in der Peterskuppel geschrieben. [13] Anhand dessen erkennt man, welche große Symbolik dieser Ort für den weltweiten Katholizismus hat. Auch zu jener Zeit. Ob nun als Staat souverän oder nicht, der Vatikan war und ist für das katholische Christentum stets ein Ort mit großer Symbolkraft (gewesen).

Der Verlust des eigenen Staatsgebietes war für den Papst zu jener Zeit nicht durchweg ein schlechtes Ereignis. Im Gegenteil – es wurde klar, dass man die katholische Kirche nun teilweise sogar besser leiten und dirigieren kann, da man sich nun nicht mehr mit allzu weltlichen Problemen herumschlagen musste. Statt Finanzprobleme wie Steuereinnahmen oder Bauprojekte lösen zu müssen oder man sogar im Zugzwang stand, wenn es darum ging innerpolitische Aufstände niederzuschlagen, konnte man sich nun darauf konzentrieren, den am Boden liegenden Katholizismus in die Moderne zu führen. [14] Doch trotz dieser Umstände wollte das Papsttum seine Unabhängigkeit, auch auf völkerrechtlicher Ebene, zurück. Und genau diese völkerrechtliche

Unabhängigkeit erlangte Pius XI. (1922-1939[15]) im Jahre 1929 bei Verhandlungen mit Mussolini. Das Ergebnis waren die sogenannten Lateranverträge, welche am 11.Februar 1929 unterzeichnet wurden. [16] Der „Stato della Città del Vaticano“ wurde mit seinen 0,44 Quadratkilometern ein Zwergstaat, aber ein vollwertiges Völkerrechtssubjekt, einschließlich dem Recht auf diplomatische Beziehungen. Die Größe dieses Staatsgebiets betrug nun noch rund 0,00097% des einstigen Kirchenstaates (≈ 45.000 Quadratkilometer), jedoch wurde dieser Gebietsverlust mit einer Summe von 1,75 Milliarden Lire entschädigt – was heute übrigens noch einen Großteil des päpstlichen Gesamtvermögens ausmacht. [17] Mit Unterzeichnung der Lateranverträge war der Grundstein für die Rolle des Papsttums in der Moderne von völkerrechtlicher Seite gelegt.

2.2 Gesellschaftliche Renaissance des Katholizismus in der Moderne

Viel beachtlicher als das, was der Vatikan völkerrechtlich und/oder finanziell nun vorzuweisen hatte, war die Stellung, die er sich simultan auf gesellschaftlicher Ebene zu eigen gemacht hatte. Während der „Staatsabstinenz“ des Vatikans tobte besonders in Mitteleuropa der erste Weltkrieg. Genau in diesem weltweiten Blutbad kommt der Vatikan zu der gesellschaftlichen Rolle, die ihm auch noch heute zu Teil wird und mit der weltweit Katholiken ihre Konfession begründen bzw. untermauern. Selbst ein sehr kritischer, nach Reformen strebender Katholik wie Peter de Rosa schreibt 1993 in seinem ebenso kritischen Buch „Der Vatikan – Von Gott verlassen?“ zur Begründung seines katholischen Glaubens: „Wenn ich meiner Kirche weiter zugetan bin, so deshalb, weil sie weiterhin große Männer und Frauen hervorbringt, die anderen Hoffnung geben. Es erfüllt mich mit Stolz, daß überall dort, wo Not herrscht, Katholiken die Opfer trösten“ [18]

Die Rede ist ganz klar von einer seelsorgerischen Funktion innerhalb der Gesellschaft. Wenn man diesen Aspekt betrachtet, stellt sich jedoch berechtigt die Frage, warum ausgerechnet der Katholizismus, mehr noch – warum die Religion in dieser Rolle? Wäre es angesichts der gewaltigen Umwälzungen jener Zeit nicht an der Zeit gewesen, eine neue, säkulare Instanz auch in dieser gesellschaftlich/sozialen Ebene zu etablieren?

So einfach es klingt, ist bzw. war diese „Umstellung“ jedoch nicht, denn das Modell einer säkularen Seelsorge stößt bis heute an wohl für immer unüberwindbare Grenzen. Während sich Fragen der Theodizee (bzw. hier besser „Anthropodizee“) oder Fragen nach dem Sinn des Lebens etc. philosophisch und damit (meist) säkular beantworten lassen und auch weltbildliche Fragen sowieso durch die Wissenschaft weitestgehend beantwortet erscheinen, stoßen wir spätestens beim Thema „Leben-Sterben-Tod“ an unsere Grenzen der Erklärbarkeit. Genau an dieser Grenze muss nun eine „überweltliche“ Antwort her, um unser nach Vollständigkeit strebendes Weltbild zu komplettieren. Wie eine fehlende Variable einer Gleichung setzen wir an einem gewissen Punkt einfach eine beliebige Zahl ein, um ein plausibles – wenn auch nicht sehr weitsichtiges – Ergebnis zu erhalten. Weil eben die Masse der Menschen nach einer solchen Erklärbarkeit strebt, leben wir heute in unserem christlichen Glauben, so wie wir es tun.

Schon Jahre zuvor (1911) erkannte Gustave Le Bon diese Grundzüge der Massenpsychologie. Sein Buch nannte er treffend „Psychologie der Massen“ und beschreibt darin schon voraussagend ein Scheitern einer säkularen Lösung bzw. die Notwendigkeit einer Gottesfigur im modernen menschlichen Weltbild: „[…] der Kultus, den man mit ihnen treibt, ist von dem früheren nicht erheblich verschieden. Man fängt an, die Philosophie der Geschichte ein wenig zu verstehen, wenn man diesen Angelpunkt der Psychologie der Massen recht begriffen hat. Für die Massen muss man entweder ein Gott sein oder man ist nichts“[19]

Wenn es also zwingend eines Gottesbildes in der menschlichen Psyche bedarf, in welcher Form auch immer, dann bedarf es wiederum der Wiedergeburt des Katholizismus in der Zeit des ersten Weltkriegs kaum weiterer Erklärungen.

Unendlich viel näher liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen sich einem jahrtausendealten mythischen Kult mit weitreichender Tradition und Verwurzelung hingeben (wie es der Katholizismus nun einmal ist), als einem beispielsweise „aus dem Boden gestampften“ neuem Kultus. (Unnötig zu betonen, dass es schwierig bis schier unmöglich wäre, einen derartigen Mythos, möglichst sofort wirksam, neu zu erschaffen.)

Diese Umstände in Gesamtheit rufen den Katholizismus (samt Papst) auf den Plan, der angesichts der in 2.1 beschriebenen Situation „zufällig“ gerade auf der Suche nach Identitätsfindung war.

Der Mensch braucht also gewisse Illusionen zur Vervollständigung seines Weltbildes, auch wenn er sie ein paar Jahrzehnte zuvor noch intensiv bekämpft hat. Le Bon fasst auch dies sehr treffend zusammen: „Oft schüttelt sie [die Täuschungen (illusions)] der Mensch um den Preis furchtbarer Umwälzungen ab, aber scheint dazu verdammt zu sein, sie immer wieder aufzurichten. Ohne sie hätte er die primitive Barberei nicht hinter sich lassen können, und ohne sie würde er ihr bald wieder verfallen.“ [20]

Nicht nur aufgrund der Identitätssuche des Vatikans bot der Katholizismus also genau das, was gebraucht, gesucht und letztendlich bis heute in ihm selbst wiedergefunden wurde – für eine Pauschalantwort auf die Frage des menschlichen Seins.

2.3 Absolutist Papst

Was die Stellung des Papstes im politischen Weltgeschehen nun aber so besonders macht ist nicht seine absolute Funktion als Staatsoberhaupt, sondern vielmehr seine absolute Funktion als Oberhaupt der katholischen Kirche, die eben aus den oben aufgeführten Gründen einen weitreichenden gesellschaftlichen Einfluss (auch im 21. Jahrhundert) inne hat. Somit hat der Katholizismus mitsamt dem Vatikan eine weltweit einzigartige Machtstruktur.

Aktuell ist der Papst das „Glaubensoberhaupt“ von 1.228.621.000 Menschen weltweit, was etwa 17,49% der Weltbevölkerung entspricht.[21] Diese Anhängerschaft ist weltweit, nahezu in allen Ländern, beheimatet (also komplett unabhängig von territorialen bzw. nationalstaatlichen Grenzen).[22] Ein Sinken dieser Zahlen ist, angesichts des Missionierungsdranges der katholischen Kirche, voraussichtlich auch erst einmal nicht zu erwarten. [23] Während diese Dinge alle noch keine

Besonderheit für eine solche Organisation darstellen, stellt die Machtstruktur innerhalb, mit dem Papst als „unfehlbarer“ Spitze, umso mehr eine weltweite Einzigartigkeit dar. In keiner anderen Glaubensgemeinschaft weltweit existiert eine solch absolute Herrschaftsform bzw. absolute weltliche Instanz (weder im Protestantismus, Judentum, Islam oder gar Buddhismus usw.). Manhattan beschreibt die Funktion des Papstes unter diesen Umständen folgendermaßen: „Er [der Papst] hat die Aufgabe, die Unveränderlichkeit gewisser Glaubensprinzipien [...] zu verkünden und aufrechtzuerhalten und den Einfluß und die Macht der katholischen Kirche in der ganzen Welt zu fördern“[24] Mit Macht meint Manhattan hier unverkennbar nicht die innenpolitische (denn diese ist gesichert), sondern die außenpolitische und somit die säkulare bzw. weltliche Macht des Papstes. Manhattan nennt dies später explizit die „weitreichende Macht in der nichtreligiösen Sphäre“ [25]

[…]


[1] vgl. Mörschel, S.12
[2] www.kirchenaustritt.de/statistik (21.12.2014)
[3] siehe Martin, Taschenlexikon, S.59
[4] siehe Martin, Taschenlexikon, S.42 ff.
[5] vgl. Rossi, Der Vatikan, S.78
[6] vgl. Martin, Taschenlexikon, S.77+78
[7] www.goruma.de/Laender/Europa/Vatikanstaat/Einleitung/politisches_system (29.12.2014)
[8] vgl. www.bmeia.gv.at/botschaft/heiliger-stuhl/ratgeber/heiliger-stuhl-vatikan (08.01.2015)
[9] siehe Manhattan, S.9
[10] Ring-Eifel, Weltmacht Vatikan, S.55
[11] siehe Manhattan, S.9
[12] Mt 16,18
[13] vgl. Rossi, Der Vatikan, S.7
[14] Ring-Eifel, Weltmacht Vatikan, S.60 ff.
[15] siehe Martin, Taschenlexikon, S.93 (Papstliste)
[16] vgl. Rossi, Der Vatikan, S.18
[17] vgl. Ring-Eifel, Weltmacht Vatikan, S.69
[18] de Rosa, Der Vatikan – von Gott verlassen?, S.16
[19] Le Bon, Psychologie der Massen, S.76
[20] Le Bon, Psychologie der Massen, S.104
[21] www.k-l-j.de/katholische_kirche_zahlen (25.04.2015)
[22] siehe Manhattan, S.2
[23] www.k-l-j.de/katholische_kirche_zahlen ; (25.04.2015)
[24] Mannhattan, S.2 (Abs. 3)
[25] vgl. Mannhattan, S.3

Details

Seiten
19
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668168251
ISBN (Buch)
9783668168268
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v317652
Note
1
Schlagworte
Vatikan Katholizismus Politik

Autor

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