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Internationale Markteintrittsstrategien und Timingstrategien vom Lebensmitteldiscounter Aldi (-Nord und -Süd)

Hausarbeit 2015 16 Seiten

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begrifflichkeiten
2.1 Internationalisierung
2.2 Discounter
2.3 Markteintrittsstrategien

3. Markteintrittsstrategien von Aldi im Zeitvergleich

4. Timingstrategien und Problematiken
4.1 Timingstrategien und Marktposition
4.2 USA
4.3 Vergleich USA und Österreich

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Nettoumsatz der führenden Lebensmittel-Discounter in Deutschland im Jahr 2013

Abbildung 2: Übersicht Markteintrittsstrategien

Abbildung 3: Marktpräsenz und Markteintritt auf Auslandsmärkten von Aldi

1. Einleitung

Aufgrund wachsender Internationalisierung und zunehmendem internationalen und nationalen Konkurrenzdruck sind Lebensmittelhändler vermehrt gefordert ihre Handelsaktivitäten mit unterschiedlichen Maßnahmen, wie beispielsweise der absatzbezogenen Internationalisierung, auf internationale Märke zu fokussieren (Turban, Wolf, 2008, 12).

Bei der absatzbezogenen Internationalisierung deutscher Einzelhandelsunternehmen erzielt das Einsetzen des Betriebstyps Lebensmittel-Discountermarktes eine erhöhte Erfolgsquote zur Erschließung von Auslandsmärkten. Die Marktführer haben sich auf dieses Marktsegment spezialisiert und handeln mit Fachwissen und langjähriger Erfahrung. Discountmärkte sind aufgrund ihres hohen Sättigungsgrads im Inland und dem damit begrenzten extensiven Wachstum auf die Expansion angewiesen (Turban, Wolf, 2008, 1-2).

Die Unternehmensgruppe Aldi, welches in die Schwestergesellschaften Aldi-Nord und Aldi-Süd unterteilt sind, zählt in diesem Zusammenhang zu den erfolgreichsten deutschen international tätigen Discounterunternehmen. Die Schwestergesellschaften sind kooperativ freundschaftlich verbunden und sprechen sich bei grundlegenden Entscheidungen ab, sind jedoch zwei rechtlich selbstständige, finanziell und organisatorisch unabhängige Gesellschaften (Aldi-Suiss, Website, 2015) Aldi zählt zu den Pionieren, die das Discounterprinzip in Deutschland etablierten (Aldi-Suiss, Website, 2015).

Der Bruttoumsatz der Unternehmensgruppe wird weltweit auf ca. 65 Millionen Euro geschätzt (Statista, Website, 2015). In Deutschland belief sich der Nettoumsatz von Aldi-Nord auf 10 Milliarden Euro und von Aldi-Süd auf 13,80 Milliarden Euro (Stand 2013) (Vergleich Abbildung 1).

In Abbildung 1 sind die Nettoumsätze der führenden Lebensmittel-Discounter Deutschlands aufgeführt, wobei Lidl sich an der Spitze befindet. Werden jedoch die Aldi-Gruppen summiert, übernehmen diese mit 23,8 Milliarden Euro die Führung.

Abbildung 1: Nettoumsatz der führenden Lebensmitteldiscounter in Deutschland im Jahr 2013

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: (EHI, Website, 2015)

Aufgrund der frühen Etablierung des Discounter-Prinzips und der starken Marktposition der Aldi-Gruppe in Deutschland, wurde entschieden, deren Markteintritts- und Timingstrategien und Positionen auf den internationalen Märkten zu erforschen.

Einundzwanzig Jahre nach Gründung des ersten Aldi-Lebensmittelhandels 1946 erweiterte die Aldi-Gruppe ihr Netz über die letzten 48 Jahre nicht nur europaweit, sondern auch kontinentübergreifend (Aldi, Website, 2015).

Hieraus ergibt sich die vorliegende Forschungsfrage, die den Ausgangspunkt der wissenschaftlichen Arbeit festlegt:

Welche Unterschiede gibt es bei den Markteintritts- und Timingstrategien des Lebensmitteldiscounters Aldi seit Beginn der Internationalisierung 1967 und welche Marktposition besitzt Aldi bis heute in den eingetretenen Märkten?

In der vorliegenden Ausarbeitung werden zu Beginn grundlegende Begrifflichkeiten erklärt und anschließend beleuchtet, welche Markteintrittsstrategien es bei der Erweiterung des internationalen Netzwerkes gab. Anschließend wird analysiert, welche Positionen Aldi in den eingetretenen Märkten einnimmt und welche Timingstrategien sie verwenden. Im Anschluss wird auf die Problematiken eingegangen, die bei der Erschließung des amerikanischen Marktes entstanden sind und verglichen mit der Erschließung des österreichischen Marktes. Aus den erarbeiteten Ergebnissen wird ein Fazit gezogen.

2. Begrifflichkeiten

In diesem Abschnitt werden die Begrifflichkeiten Internationalisierung, Discounter und Markteintrittsstrategien erläutert.

2.1 Internationalisierung

Laut Albaum, Strandskov und Duerr umfasst Internationalisierung den schrittweisen Prozess der internationalen Geschäftsentwicklung, durch den ein Unternehmen sich zunehmend mit bestimmten Produkten in bestimmten Märkten für und in internationalen Geschäftsaktivitäten engagiert (Albaum, Strandskov, Duerr, 2010, 662).

Die absatzbezogene Internationalisierung im Lebensmitteleinzelhandel beruht auf einer direkten oder indirekten Aufnahme eines Geschäftsbereichs mit Verkaufsstellen und der dazugehörigen Warenlogistik im Zielland, sodass grenzüberschreitende Direktinvestitionen relevant werden, sogar vor der effektiven Aufnahme des Geschäftsbereichs, um früh in den Zielmarkt eintreten zu können (Kutschker, Schmid, 2008. 820).

Somit haben Unternehmen, wie der Lebensmitteldiscounter Aldi, die Möglichkeit des Wachstums und der Erweiterung ihres Netzwerkes (Meffert, Burmann, Kirchgeorg, 2000, 288).

2.2 Discounter

Die Discounter-Strategie gewann in den letzten Jahren im Lebensmittelhandel immer mehr an Bedeutung (Meffert, Burmann, Kirchgeorg, 2000, 462)

Ein Discounter ist ein Handelsunternehmen, welches Leistungen und Produkte zu einem niedrigen Preis anbietet und dessen Sortimentstiefe und -breite eingeschränkt und auf handelsübliche Produkte reduziert ist. Die Betriebsform lässt sich in Hard- und Soft-Discounter unterteilen.

Hard-Discounter definieren sich durch Preisaggressivität und stark eingeschränktem Kernsortiment von Schnelldrehern (400-1.000 Artikeln) mit dem Schwerpunkt auf Eigenmarken und dem Verkauf von Bekleidung, Elektronik und Hausrat.

Soft-Discounter unterscheiden sich durch ein erweitertes Kernsortiment (2.000-2.500 Artikel) und dem Schwerpunkt auf Markenartikeln (Everling, Jahn, Kammermeier, 2015, 41).

Aldi zählt zu den Hard-Discountern und richtet das Sortiment verstärkt auf Eigenmarken aus und verfolgt den Grundsatz des kleinen Warenangebots und des niedrigen Preises. (Turban, Wolf, 2008, 12)

2.3 Markteintrittsstrategien

Unternehmen müssen bei der Ausweitung auf neue Märkte abwägen, mit welcher Markteintrittsstrategie sie in diesen eintreten (Turban, Wolf, 2008, 17).

Die Markteintrittsstrategie umfasst Formen der Geschäftsausweitung um Produkte erstmals auf einen Auslandsmarkt abzusetzen (Meffert, Burmann, Kirchgeorg, 2000, 279). Diese können nach unterschiedlichen Wertschöpfungspunkten im In- und Ausland kategorisiert werden (Vergleich Abbildung 2).

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Details

Seiten
16
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668162549
ISBN (Buch)
9783668162556
Dateigröße
563 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v317138
Institution / Hochschule
Cologne Business School Köln
Note
94 von 100 Punkten
Schlagworte
Markteintrittsstrategie Timingstrategie Aldi TraderJoe´s Aldi-Nord Aldi-Süd

Autor

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Titel: Internationale Markteintrittsstrategien und Timingstrategien vom Lebensmitteldiscounter Aldi (-Nord und -Süd)