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Das Anlegen einer palmaren Unterarmschiene mit Fingereinschluss

Ein Ausbildungskonzept für die Zentrale Notaufnahme

Hausarbeit 2015 23 Seiten

Pflegemanagement / Sozialmanagement

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Literaturrecherche

3 Thematischer Hintergrund
3.1 Einführung in zentrale Begrifflichkeiten
3.2 Möglicher Nutzen des Konzeptes
3.2.1 Die pflegerische Sicht
3.2.2 Die medizinische Sicht
3.2.3 Die wirtschaftliche Sicht
3.2.4 Zwischenazit

4 Konzeptentwicklung
4.1 Lerntheorien
4.1.1 Behaviorismus
4.1.2 Kognitivismus
4.1.3 Konstruktivismus
4.1.4 Situiertes Lernen
4.1.5 Zwischenfazit
4.2 Ausbildungsmethoden
4.2.1 Cognitive Flexibility
4.2.2 Problem-Based Learning
4.2.3 Cognitive Apprenticeship
4.2.4 Zwischenazit
4.3 Praktische Umsetzung
4.3.1 Arbeitsschritte der Schienenanlage (tabellarisch)
4.3.2 Modeling
4.3.3 Coaching
4.3.4 Scaffolding
4.3.5 Articulation
4.3.6 Reflection
4.3.7 Exploration

5 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhang

1 Einleitung

„Für die Gestaltung und Durchführung von Lernarrangements ist der Lehrende verantwortlich. Er muss eine hypothetische Vorbereitung - häufig auch als Planung bezeichnet - vorwegnehmen, die sowohl den Lernenden als auch die zu erwerbenden Kompetenzen und Intentionen in den Mittelpunkt des Geschehens setzt.“ (Poser/Schneider 2005, S. 158f)

Davon ausgehend erscheint es als sinnvoll, ein Anleitungskonzept zu erstellen, welches sich exemplarisch an einer Pflegehandlung orientiert, dennoch auch auf verschiedene Pflegehandlungen ähnlicher Art angewendet werden kann. Dabei wird sich in folgender Hausarbeit mit dem Titel „Das Anlegen einer palmaren Unterarmschiene mit Fingereinschluss“ der Fragestellung gewidmet: Wie lässt sich diese Art der Anleitung nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen am besten umsetzen?

Dabei wird wie folgt vorgegangen: Zunächst beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Auswahl der Literatur (Kapitel 2). Der nächste Schritt führt zentrale Begrifflichkeiten der Arbeit ein und beschäftigt sich danach mit dem möglichen Nutzen eines solchen Konzeptes (Kapitel 3). Es erscheint als wichtig vor Erstellung des Konzeptes herauszufinden, ob eine Einarbeitung als solches von verschiedenen Berufsgruppen überhaupt als sinnvoll erachtet wird.

Im Weiteren widmet sich die Hausarbeit der eigentlichen Konzeptentwicklung. Mit dertheoretischen Herangehensweise beginnend, kommt es schließlich zum praktischen Arbeiten selbst und schlussendlich zur Umsetzung der gewählten Lehrmethode (Kapitel 4). Dabei ist eine logische Vorgehensweise sehr wichtig. Dabei werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt und schlussendlich auf eine näher eingegangen.

Abschließend wird das Fazit des erarbeiteten Konzeptes und die möglichen Zukunftsaussichten vorgestellt (Kapitel 5).

2 Literaturrecherche

Zunächst sollte man sich bei einer Literaturrecherche darüber im Klaren sein, welche Werke überhaupt geeignet sind, als Quellen zu dienen. Es müssen Autor und Datum der Veröffentlichung angegeben sein. Ebenso sollten, um die Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten, Sachinformationen mit einer Quelle gekennzeichnet sein. Damit steht auch der zentrale Punkt der Quellenwahl fest. Wichtig ist die Nachvollziehbarkeit aller gemachten Angaben, dabei sind auch Schlussfolgerungen des Autors gemeint, die sich rational aus den Informationen ableiten lassen sollten. (Sesink2012, S. 113)

Das Internet als wichtigste Informationsquelle der letzten Jahre war also die erste Anlaufstelle des Autors, um sich einen Überblick zu verschaffen. Hier helfen besonders „Google Books“, Bibliothekskataloge und Webseiten von (Universitäts-)Verlagen, die Einblicke in Printversionen bieten oder Bücher oder Dissertationen digital zurVerfügung stellen. (Sesink2012, S. 134f)

Nachdem mögliche Werke zur Erarbeitung der vorliegenden Arbeit gesammelt waren, mussten diese zunächst gesichtet werden, wobei sich herausstellte, dass sich die meisten gefundenen Werke nicht auf die Ausbildung im Sinne einer Anleitung, sondern im Sinne einer Weiterbildung bezogen.

Nach weiterer intensiver Literaturrecherche, sowohl im Internet als auch in Bibliotheken, hatte sich der Autor einen Überblick über die Informationslage verschafft.

Die praktischen Literaturbezüge fanden sich am Arbeitsplatz des Autors selbst in geeignetem Umfang und stellten somit kein Problem dar.

Letztendlich stellte sich heraus, dass die praktische Berufslehre ein äußerst umfangreiches Thema mit äußerst vielfältiger Literatur darstellt, welches in seiner Gänze den Rahmen der vorliegende Arbeit bei Weitem gesprengt hätte und somit sehr spezifisch eingeschränkt wurde.

3 Thematischer Hintergrund

3.1 Einführung in zentrale Begrifflichkeiten

ln der folgenden Arbeit werden gewisse Begrifflichkeiten verwendet, die an dieser Stelle kurz Umrissen werden sollen, um die Verständlichkeit des Textes zu vereinfachen.

Als Lernender wird hier eine geschlechtsunabhängige Person verstanden, welcher ein solches Konzept zugutekommen soll. Da dieses Konzept auf verschiedene Personengruppen angewendet werden kann, werden diese hier zu einem Begriff zusammengefasst. Diese Personengruppen sollten allerdings von vornherein mit einem grundlegenden Pflege- und Anatomieverständtnis ausgestattet sein. Also Pflegeschüler, examinierte Pflegekräfte und erfahrene Rettungsassistenten und -sanitäter.

Als Lehrender wird hier eine geschlechtsunabhängige Person verstanden, welche den Lernenden anleiten soll. Da es sich hierbei um Praxisanleiter, Mentoren oder weiteres erfahrenes Pflegepersonal handeln kann, sind diese Personen unter einem Begriff zusammengefasst. Ebenso fällt hierunter die Begrifflichkeit des Experten.

3.2 Möglicher Nutzen des Konzeptes

Ohne einen sichtbaren Nutzen eines solchen Konzeptes wird es praktisch unmöglich sein, es in das Unternehmen einzuführen (vgl. Neumann 2004 S. 277). Um den möglichen Nutzen aus den Sichten der drei wichtigsten direkt oder indirekt in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) beteiligten Gruppen festzustellen, werden diese nachfolgend genauer betrachtet.

3.2.1 Die pflegerische Sicht

Laut einer Befragung des DBfK halten 98,4% der Befragten Pflegeschüler eine Einarbeitung für wichtig und bezogen sich dabei auf Selbstsicherheit, Patientensicherheit „und eine positive Wirkung auf das Team“ (Rosenfeld et al. 2014 S. 581).

Ebenso gaben 98,4% der Befragten an, dass eine erfolgreiche Einarbeitung besonders „die Sicherheit und Selbstständigkeit bei den täglichen Arbeitsabläufen“ (Rosenfeld etal.2014 S. 582) stärkt.

Anhand von wenigen Beispielen kann hier also gezeigt werden, welchen Stellenwert eine gute Einarbeitung in der Pflege hat.

3.2.2 Die medizinische Sicht

Im Jahr 2014 haben die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie, der Berufsverband Deutscher Chirurgen und das Aktionsbündnis Patienten­sicherheit eine Umfrage durchgeführt, zu den Instrumenten der Patienten­sicherheit. Dabei haben 90,4% der befragten Chirurgen angegeben, eine systematische Einarbeitung sei sehr wichtig. (Rothmund et al. 2015 S. A1032ff) Daran sieht man also, dass auch die Ärzteschaft, welche in der ZNA beschäftigt ist eine gute Einarbeitung für wichtig erachtet.

3.2.3 Die wirtschaftliche Sicht

Aus wirtschaftlicher Sicht ist das sogenannte Inplacement, also die Einarbeitung neuer Mitarbeiter, äußerst wichtig, da der Mitarbeiter dadurch viel schneller die gewünschte Produktivität erlangt und seine Aufgaben fehlerfreier verrichtet. Außerdem hat dieser Prozess eine positive Außenwirkung im Sinne der Werbung von neuen Mitarbeitern. (vgl. Blum 2010 S. 20-23)

3.2.4 Zwischenfazit

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass alle drei vorher angeführten Professionen ein ganz eigenes Interesse an einer erfolgreichen Einarbeitung haben. So sehen die Pflege- und Ärzteschaft besonders die Patientensicherheit, wobei den Pflegenden auch die Selbstständigkeit und das Arbeiten im Team wichtig ist. Die wirtschaftliche Sichtweise ist sicher eine trockenere, aber dennoch eine sehr wichtige. Hier geht es hauptsächlich um

Produktivität und die Außenwirksamkeit des eingearbeiteten Mitarbeiters. Grundlegend ist aber jeder der drei Gruppen die Einarbeitung sehr wichtig, womit die Sinnhaftigkeit eines Einarbeitungskonzeptes zweifelsohne bewiesen ist.

4 Konzeptentwicklung

4.1 Lerntheorien

Üblicherweise gibt es lerntheoretisch drei verschiedene Ansätze: den Behaviorismus, den Kognitivismus und den Konstruktivismus. Diese drei sollen hier vorgestellt werden. Allerdings wird das Konzept des situierten Lernens hinzugefügt, welches sich besonders auf das Lernen durch Teilnahme bezieht. (vgl. Raff2012 S. 10)

4.1.1 Behaviorismus

Die Theorie des Behaviorismus besagt, dass durch gewisse Einflüsse von Außen beim Individuum bestimmte Verhaltensweisen hervorgerufen werden. Es wird also gelernt, indem ein Zusammenhang hergestellt wird zwischen dem Einfluss und der Reaktion darauf. Laut dieser Theorie wird diese Verbindung dauerhaft hergestellt. Allerdings ist das Verstehen des Lernenden hierbei ausgeklammert und findet im Behaviorismus keine Beachtung, was eine gewisse Passivität des Lernenden zur Folge hat. (vgl. Raff2012 S. 12)

4.1.2 Kognitivismus

Der Kognitivismus beschreibt die Neuaufnahme von Wissen. Dabei wird das neue Wissen zum einen dem vorhandenen untergeordnet und zum anderen an das bestehende Wissen angepasst. Diese neuen Strukturen des Wissens können dann jederzeit genutzt werden.

Diese Theorie versetzt den Lernenden, anders als im Behaviorismus, in eine aktive Lage und verlangt von ihm, selbst Informationen umzusetzen.

[...]

Details

Seiten
23
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668165274
ISBN (Buch)
9783668165281
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v317069
Institution / Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1,3
Schlagworte
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