Lade Inhalt...

Die Funktionen der Gewalt in Heinrich von Kleist "Penthesilea" und "Die Herrmannsschlacht"

"Empörung! Rache! Freiheit!"

Bachelorarbeit 2014 57 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Penthesilea - Liebe und Gewalt
2.1. Gewaltdarstellung als sozialkritische Weiterführung der Aufklärung
2.2. Gewaltdarstellung als Aufklärungskritik
2.3. "Der Tanais Asche, streut sie in die Luft!" - Gewaltsame Veränderung repressiver Verhältnisse
2.4. "Und schärf´ und spitz es mir zu einem Dolch" - Sprache und Gewalt

3. Die Herrmannsschlacht - selbstkritische Reflexion der "größten Partisanendichtung aller Zeiten"
3.1. Die négritude von Herrmanns Germanen - Gewalt als Produkt imperialer Ausbeutung und des Kriegs als Ausnahmezustand
3.2. "Hass als Amt" und "Rache als Tugend". "Er hat zur Bärin mich gemacht!" - Kleists negative Anthropologie als Form einer Aufklärungskritik
3.3. "Nun denn, ich glaubte, Eure Freiheit wär´s." - Didaxe der Macht
3.4. Sprache als Gewalt und poetische Reflexion über Propaganda - Drama der Metapropaganda

4. Schlussbetrachtungen

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Heinrich von Kleists Texte verstören. Niemals sind sie banal oder einfach. Seine Poetik der Irritation wird als "Erschütterungskunst"[1] empfunden, die ihre Leser oft ratlos zurücklässt. Die irritierende und verstörende Wirkung hat verschiedene Gründe. Neben nicht aufgelösten Inkonsistenzen und Widersprüchen in den Texten, die von Kleist gewollt sind, um die "gebrechliche Einrichtung der Welt"[2] in ihrer ganzen Komplexität, Opazität und Widersprüchlichkeit darzustellen, zeichnet auch die Ubiquität der Gewalt verantwortlich für die Irritationswirkung der Texte.[3]

In der Forschungs- und Rezeptionsgeschichte stand die Erforschung der Funktion und Bedeutung der Gewaltdarstellung nicht selten im Fokus des Interesses an den Texten. Gewalt ist eines der zentralen Themen bei Kleist.[4] Es wird in nahezu jedem Text verhandelt. Gewalt in ihrer zutiefst abstoßenden Form von seelischer oder körperlicher Grausamkeit ist omnipräsent. Im Rahmen der Ubiquität der Gewaltdarstellung ist eine monokausale Erklärungsperspektive nicht zielführend. Kleist verhandelt Gewalt vielmehr in verschiedenen Diskursfeldern. Exemplarische Diskursfelder sind die Verquickung von Gewalt und Revolution als Befreiungskampf, der Nexus zwischen Gewalt und Recht sowie das diskursive Verknüpfungsfeld von Gewalt und Liebe oder Liebe als Geschlechterkampf.[5]

Insbesondere die Dramen Die Herrmannsschlacht als das "Hohelied des dämonischen Hasses"[6] und Penthesilea als das "Hohelied des Sadismus"[7] erregen die Gemüter bis heute und lassen den Leser zweifeln, ob Gewalt für Kleist einen Wert an sich darstellt, der Ausfluss eines Menschenhasses Kleists ist und der seine Weltwahrnehmung und literarische Darstellung in unlauterer Weise prägt und verzerrt.[8]

Der durch die Gewalt erzeugte Schrecken, der sich durch nichts mehr als in Märchen, Traum oder Fiktionsspiel bannen lässt, ist der pechschwarze und bitterböse Hintergrund dieser beiden Dramen, die in Kleists Gesamtwerk gerne als das Skandalon der Kleistrezeption bezeichnet werden.[9] Gerade in der hier verfolgten Perspektive der Frage nach der Funktionalität der Gewalt bei Kleist kommt man bei genauer Lektüre zu dem bemerkenswerten Befund, dass die Verbindungen zwischen der Herrmannsschlacht und der Penthesilea enger sind als zwischen der Penthesilea und dem Käthchen von Heilbronn ("sie gehören ja wie das + und das - der Algebra zusammen"[10] ) und der nationalistischen Vereinnahmung von der Herrmannsschlacht und dem Prinzen Friedrich von Homburg.[11] In dieser Perspektive, welche die Gewaltdarstellung nach ihrer Funktionalität befragt, sind die beiden ausgewählten Dramen die wahren Gegenstücke, die in ihrer Aussage korrespondieren. In den beiden hier betrachteten Dramen ist die irritierende Wirkung einer zutiefst abstoßenden grausamen Gewalt meist Produkt der für Kleist charakteristischen Dramaturgie einer Inszenierung wörtlich genommener Sprachbilder als realistisches Geschehen.[12] So fungiert einerseits in der Penthesilea der Akt des physischen Zerreißens in seiner ritualisierten Form des Sparagmos als Manifestation der seelischen Zerrissenheit der Heldin und andererseits in der Herrmannsschlacht die körperliche Zerfleischung der Hally als Appell zur nationalen Insurrektion oder die Zerreißung des Ventidius durch die "Bärin" Thusnelda als Ausdruck bestialischer inhumaner Rache.[13] Hier wird in beiden Fällen "wahrhaftig Wort für Wort getan"[14], wovon anderen Orts nur geredet wird.[15] In beiden Dramen realisieren sich die leitmotivische Metaphorik der Jagd und der Diana-Aktäon-Mythos in einer exzessiven und bestialischen Grausamkeit, die Achill und Ventidius, den vertrauensunwürdigen und wortbrüchigen Verführen, nicht nur ihre Leben kostet, sondern deren körperliche Gestalt bis zur Unkenntlichkeit vollständig vernichtet.[16] Dieser enge Zusammenhang in der Funktionalität der Gewaltdarstellung in diesen beiden Dramen sowie ihre Wirkungsgeschichte und Rezeption als die beiden gewaltsamsten Texte Kleists motiviert meine Auswahl für die dieser Arbeit zugrunde liegende Aufgabenstellung, die im Nachweis der These von einer Funktionstrias der Gewaltdarstellung als Fortführung der Aufklärung, als Aufklärungskritik und als Didaxe der Macht in den beiden Dramen besteht.[17]

In der Wirkungsgeschichte der Texte Kleists im Allgemeinen und der beiden hier betrachteten Dramen im Besonderen kristallisieren sich hauptsächlich drei Funktionen der Gewaltdarstellung heraus, die im Rahmen dieser Arbeit zum Nachweis meiner These untersucht werden sollen.

Kleist stellt zum einen Gewalt als Produkt verkehrter sozialer Verhältnisse dar. In diesem Zusammenhang fungiert Gewalt insbesondere in den hier betrachteten Dramen als Mittel der Sozialkritik oder als soziales Faktum, das zur Sozialkritik herausfordert.[18] Die Gewaltsamkeit der verkehrten sozialen Verhältnisse impliziert eine kritische Reflexion an den spezifischen Formationen der Gesellschaft, die diese Gewalt hervorgebracht haben.[19] Kleist setzt damit indirekt das soziale Perfektibilitätsstreben der Aufklärung fort.[20] In dieser ersten Funktion ist Gewaltdarstellung nichts anderes als Fortführung der Aufklärung in Form von Sozialkritik und kritische Reflexion sozialer Formationen sowie kritische Subversion von Autoritäten und Vorurteilen.[21] In der Penthesilea sticht der innere Widerspruch des Amazonenstaats ins Auge.[22] In der Herrmannsschlacht ist es die imperiale Unterdrückung ganzer Völker und die koloniale Unterdrückung und Ausbeutung des Individuums, welche die Gewalt hervorbringt.[23]

Zum Zweiten führen diese verkehrten und gewalterzeugenden sozialen Verhältnisse zu einer tiefgreifenden Verunsicherung des Individuums, die sich in einer veritablen Subjektkrise der Protagonisten der beiden Dramen manifestiert.[24] Hier zeigt sich Gewaltbereitschaft als latent vorhandene psychische Disposition eines aufgeklärten, humanistischen Idealen verpflichteten Menschen, gleichsam als Kehrseite der Ideale der Aufklärung, von (Nächsten-)Liebe und Tugend.[25] Kleist skizziert hier eine Art von negativer Anthropologie, eine Negation der humanen Veranlagung des Menschen. Die subjektive Transgression humaner Werte aus niederen Motiven wie Rache und Hass prangert eine latent vorhandene Inhumanität an, die berechtigte Zweifel an den Idealen der Aufklärung und einer positiven Anthropologie aufkommen lassen.[26] Kleist zeigt eine negative Anthropologie, die als Kritik der Aufklärung und ihres positiven, teleologischen auf Perfektibilität angelegten Menschenbildes verstanden werden kann.[27] Das positive Menschenbild und das Erkenntnisideal der Aufklärung, das sich nicht zuletzt im Streben nach begrifflicher Eindeutigkeit in der Sprache manifestierte, wird insbesondere im Sprachgebrauch, sowohl in der Herrmannsschlacht als auch in der Penthesilea, kritisch subvertiert.[28] Herrmanns Sprache wird als Medium der Lüge und der Unmenschlichkeit dekuvriert.[29] Penthesileas Sprache ist schlichtweg ungeeignet, individuelle Subjektivität, also "Innenwelt", intersubjektiv mitzuteilen.[30]

Schließlich und drittens fungiert Gewaltdarstellung in den beiden ausgewählten Texten als legitimes politisches Mittel zur Durchsetzung libertärer Zwecke.[31] Die Leser sollen moraldidaktisch zum Einsatz von Gewalt zur Veränderung bestehender ungerechter Verhältnisse mobilisiert werden.[32] Befreiungskampf als äußerste Form einer Selbstautonomie des Subjektes ist der Kern dieser Funktion von Gewalt. Penthesileas wahrer Antagonist ist das Gesetz der Tanais, das seine ursprünglich auf Befreiung ausgerichtete rechtsetzende Gewalt in eine repressive rechtserhaltende Gewalt verändert hat, welche die Selbstautonomie des Individuums Penthesilea zugunsten der Gemeinschaft so weit einschränkt, dass die durch Triebsublimierung angestaute Gewalt sich eruptiv im Sparagmos entlädt und Penthesilea sich vor der Selbsttötung als Selbstbefreiung vom "Gesetz der Fraun" lossagt.[33] In der Herrmannsschlacht ist der Appell zur Anwendung von Gewalt zur Befreiung von imperialer Ausbeutung und Unterdrückung überdeutlich ausgeprägt. Die Differenz in der Perspektive zur ersten Funktion von Gewalt liegt darin, dass unter der ersten Perspektive quasi analytisch dargestellt wird, wie Gewalt durch die Gesellschaft erzeugt wird. In der dritten Perspektive hingegen wird einen umgekehrten Weg beschreitend aus ungerechten sozialen Machtstrukturen Gewalt als Lösung geradezu gefordert, wo sie unter erstens noch als bedauernswertes Produkt dieser verkehrten Sozialformationen angeprangert wird.

Die Verschränkung dieser drei Funktionen von Gewaltdarstellung Fortsetzung der Aufklärung als Perfektibilitätsstreben, Aufklärungskritik und Didaxe der Macht (oder der Gewalt) - wird in den beiden Dramen ästhetisch durch die Vernetzung von Sprache, Liebe und Gewalt umgesetzt. Dabei macht es den besonderen Reiz von Kleists komplexen Dramen aus, dass im selben Text Gewalt zur Affirmation der Ideale der Aufklärung und zugleich in einer anderen Situation zu deren kritischer Reflexion bis hin zu deren Subvertierung fungiert. Es wird sogar zur Applikation von Gewalt aufgefordert, um als legitim erkannte libertäre Zwecke realisieren zu können.

Die nachzuweisende Funktionstrias der Gewaltdarstellung soll im Titel dieser Arbeit reflektiert werden: "Empörung! Rache! Freiheit!"[34] ist der Ausruf des Volkes nach der propagandistischen Instrumentalisierung der Zerstückelung von Hallys Körper. "Empörung!" soll für das Aufbegehren gegen ungerechte soziale Verhältnisse stehen, mithin für eine Affirmation des Aufklärungsgedankens von politischer und individueller Autonomie. "Rache!" steht paradigmatisch für Kleists negative Anthropologie und die individuelle Transgression humaner Werte zur Verwirklichung niederer Motive und unbewusster (fast schon animalisch-bestialischer) Triebe sowie dunkler Perzeptionen. "Freiheit!" bezeichnet den Appell zum Einsatz von Gewalt zur Realisierung libertärer Zwecke wie Befreiungskampf gegen politische und koloniale Repression und Ausbeutung.

Methodisch werde ich so vorgehen, dass ich mich zunächst für jedes der beiden Dramen separat den drei Funktionen der Gewaltdarstellung widme und diese nah am Text im Einzelnen zu belegen versuche, um dann in einem Folgeschritt die ästhetische, d.h. die formale, Umsetzung der Gewaltdarstellung zu untersuchen und den als Strukturelement in den Texten eingeschriebenen Nexus von Liebe, Gewalt und Sprache aufzuzeigen. Am Ende soll im Rahmen von die Arbeit abrundenden Schlussbetrachtungen eine vergleichende Perspektive gewagt werden und im Rahmen einer Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse der Beweis für meine These von der Funktionstrias der Gewaltdarstellung als Fortführung der Aufklärung, als Aufklärungskritik und als Didaxe der Macht erbracht werden.

2.Penthesilea- Liebe und Gewalt

2.1. Gewaltdarstellung als sozialkritische Weiterführung der Aufklärung

Unter Gewalt soll im Folgenden die Macht und das Befugnis oder das Recht und die Mittel, über jemanden, etwas zu bestimmen oder zu herrschen, verstanden werden.[35] Dabei ist Gewalt zunächst ein wertneutraler Begriff, auch wenn wir heute bei Gewalt häufig zuerst an Willkürherrschaft oder Grausamkeit denken.[36] Für die folgende Untersuchung der Funktionalität von Gewalt in den beiden Dramen ist die Behandlung der Gewalt im Diskursfeld des Rechts von Bedeutung.[37] Obschon diese Arbeit sich auf die Funktionalität der Gewaltdarstellung fokussiert, ist zur Beurteilung der Gewalt deren Verquickung mit dem Recht wichtig. Im weiteren Verlauf wird auf Walter Benjamins Kritik der Gewalt zurückgegriffen, die davon ausgeht, dass Gewalt nicht Zweck, sondern nur Mittel einer Rechtsordnung sein kann.[38] Bei Walter Benjamin ist Gewalt im naturrechtlichen Verständnis eine natürliche Gegebenheit.[39] Die Gerechtigkeit der Zwecke legitimiert dann die eingesetzten Mittel.[40] In einem positiv-rechtlichen Sinn hingegen ist Gewalt eine historische Gewordenheit.[41] In dieser Perspektive soll die Berechtigung der Mittel die Gerechtigkeit der Zwecke garantieren.[42] Häufig klafft in den beiden hier untersuchten Dramen zwischen dem angestrebten Zweck und den gewählten Mitteln sowie zwischen Intention und tatsächlichem Effekt von Gewalt ein tiefer Abgrund.[43] In den hier untersuchten Dramen wird Gewalt sowohl im Zweck-Mittel- als auch im Absicht-Effekt-Nexus von Kleists dargestellt und diese Komplexität ist zugleich ein Kriterium für die literarische Qualität und fortdauernde Aktualität der Texte.[44] Walter Benjamin differenziert ferner zwischen einer rechtsetzenden Gewalt und einer rechtserhaltenden Gewalt.[45] In einem positiv-rechtlichen Staat, wie Penthesileas Amazonenstaats, kann es nur eine rechtserhaltende Gewalt geben, die aus einer rechtsetzenden Gewalt hervorgegangen ist. Hier hat das staatliche Gewaltmonopol, und zwar nur dieses, Geltung. Zugleich bildet Kleist aber im Kampf gegen bestehendes Unrecht auch die rechtsetzende Gewalt ab. Dabei handelt es sich dann um gewaltsame Rebellion gegen die äthiopische Unrechtsherrschaft als ein gewaltsamer Notwehrakt, die originär staatsstiftend war.[46] Walter Benjamin beobachtet nun ein interessantes Phänomen, das im Widerspruch zwischen rechtserhaltender und rechtsetzender Gewalt besteht.[47] Jede rechtserhaltende Gewalt beruht auf einem originären Akt einer rechtsetzenden Gewalt.[48] Eine rechtserhaltende Gewalt schwächt durch die Unterdrückung feindlicher Gegengewalten auch die eigene originäre rechtsetzende Gewalt, die in der rechtserhaltenden Gewalt repräsentiert ist, bis schließlich neue rechtsetzende Gewalten die bestehende rechtserhaltende Gewalt besiegen und neues Recht setzen.[49] Walter Benjamin nennt diese Entwicklung die unauflösliche Dialektik von Recht und Gewalt.[50]

Penthesileas Welt im gleichnamigen Drama ist voller Chaos, Konflikte und Instabilität.[51] Penthesileas Welt befindet sich im Ausnahmezustand:

"Der Ausnahmezustand ist ein vom Recht gedeckter Akt, mit dem dieses außer Kraft gesetzt wird. Es ist aber nicht irgendein regional begrenztes Recht, das Kleists Theater außer Kraft setzt, sondern die Ordnung der Welt schlechthin, die providence générale, die allgemeine Vorsehung Gottes. Diese Ausnahmezustände dauern nicht ewig. Sie schneiden ein Stück Raum-, Zeit- und Gesetzlosigkeit in die natürliche Ordnung, versetzen für Momente die Welt in den Ausnahmezustand."[52]

Der Ausnahmezustand in Penthesilea ist der Trojanische Krieg als mythologischer Weltkrieg zwischen Okzident (Griechenland) und Orient (Troja). Vom Recht gedeckt wird er, weil der Krieg zwischen Griechen und Trojanern nach dem zeitgenössischen Brauchtum (als Humanitäres Völkerrecht dieser mythischen Zeit) ausgefochten wird und einen regulären zwischenstaatlichen Konflikt darstellt. Der Trojanische Krieg setzt die antike Ordnung der Welt durch die kriegerische Unordnung außer Kraft und durch die Partizipation von Halbgöttern (Penthesilea, Achill u.a.), die sich bekämpfen ist auch die göttliche Vorsehung oder Lenkung der Ereignisse zumindest erschwert und eingeschränkt. Verstärkt wird das Chaos noch durch das Hinzutreten einer dritten Kriegspartei der Amazonen auf Männerfang, von der weder Griechen noch Trojaner wissen, ob sie Freund oder Feind sind:

"(...)Sie muß, beim Hades! diese Jungfrau, doch, Die wie vom Himmel plötzlich, kampfgerüstet, In unsern Streit fällt, sich darin zu mischen, Sie muß zu Einer der Partein sich schlagen;(...)"[53]

Begrenzt ist der Ausnahmezustand auf die Dauer des Krieges. Die konstitutiven Bestandteile des Ausnahmezustandes gemäß der Definition liegen also vor. Die Konsequenzen dieses rahmenden Ausnahmezustandes sind Kämpfe der Individuen um Ehre, Recht und Leben, wobei diese drei Begriffe in einem komplexen Austauschverhältnis stehen.[54] Ein Beispiel ist Penthesileas Bemühen, den Peleiden sich zu bekränzen:

"(...)Fluch mir, empfing ich jemals einen Mann, Den mir das Schwert nicht würdig zugefügt."[55]

Extremismus, in Form einer exzessiven Gewaltdarstellung, kann in diesem Ausnahmezustand als Strukturelement festgestellt werden.[56] Krieg ist schließlich per se ein Gewalt produzierender oder begünstigender (Ausnahme-) Zustand. Diese Gewaltexzesse werden nur durch den 15. Auftritt, die sog. Rosenszene[57], unterbrochen und dominieren das gesamte Drama. Die Heftigkeit der Gewaltdarstellung irritiert den Leser durch ihre kompromisslose, brutale und oft abstoßende Ästhetik der Gewalt (Zerfleischung und Anthropophagie im letzten Auftritt).[58] Dieses Drama als ästhetisch aufgeladene Stätte der Gewalt stellt die Frage nach der Motivation, Funktion und Legitimität der Gewalt, die zugleich kritisch hinterfragt wird.[59] Spätestens in der Rosenszene wird klar, dass diese Gewalt nicht grundlos angewendet wird.[60] Es handelt sich weder um ein "Theater der Grausamkeit" noch wird die Gewalt zu einem Selbstzweck à la Sade.[61] Auch nicht der Menschenhass des Autors ist der Grund für die Gewaltexzesse, sondern in dieser sozialkritischen Perspektive soll die Gewaltdarstellung die bestehende Gesellschaftsordnung und ihre rechtserhaltende Gewalt als strukturell gewaltfördernd dekuvrieren. Es wird eine Situation struktureller Gewalt, die auf die den Zwängen der Zivilisation inhärente Gewalt verweist, dargestellt.[62] Penthesilea wird gewalttätig, weil sie so sozialisiert wurde. Ihr späterer Suizid als Form einer Autoaggression ist die Tat einer Verzweifelten, die keine andere Möglichkeit mehr sieht, den repressiven Verhältnissen zu entfliehen und zugleich Buße leisten will für die zuvor verübte, nun als illegitim erkannte Gewalt. Penthesileas Sozialisation zur Gewalt basiert auf dem dem Gesetz der Tanais inhärenten bellizistischen Eros und amazonischen Ethos, der Liebe nur als Unterwerfung kennt:[63]

"(...)Ich will zu meiner Füße Staub ihn sehn,(...)"[64]

Dieselbe Sozialisation hin zur Gewalt haben auch Achill, seine Griechen sowie alle anderen Amazonen durchlaufen. Verkehrte soziale Verhältnisse produzieren die Gewalt im Drama. Dabei handelt es sich um eine Gewalt, die durch ihre die Missstände dekuvrierende Funktion einen moralischen Charakter erhält und keineswegs bloße Gewaltverherrlichung ist.[65] Versteht man die Gewaltdarstellung in der Penthesilea in diesem Sinn als Sozialkritik, dann liegt kein Bruch mit den zentralen Gedanken der Aufklärung vor. Dass Penthesileas Aufruf, sich vom "Gesetz der Fraun"[66] loszusagen, zunächst unbefolgt bleibt und Penthesileas Leben selbstzerstörerisch endet, zeigt lediglich Kleists skeptische Perspektive auf den dogmatischen rationalistischen Optimismus der Frühaufklärung, die er mit Rousseaus Zivilisationskritik teilt.[67] Kleist führt die Tradition des metaphysischen Optimismus der Frühaufklärung, der ungebrochen und trotz aller Übel in der Welt fest an die vernünftige Einrichtung des Universums, in der sich Gottes Allmacht spiegelt, glaubt, kritisch durch eine Gewalt als Folge verkehrter sozialer Ordnungen dekuvrierende Sozialkritik weiter.[68] Dies leistet Kleist dadurch, dass in bester aufklärerischer Manier Gewalt als soziologisch und psychologisch motiviert darstellt, mithin rationell erklärbar macht und religiöse Vorurteile (Teufelshand im Spiel) kritisch subvertiert.[69] Damit wird - zentrale Gedankengänge der Aufklärung durch seine Gewaltdarstellung fortführend - die archaische mythische Gewalt des Amazonenmythos modernisiert und ganz in den Verantwortungsbereich des Menschen überführt.[70] Grundidee dieses rationalistischen Optimismus ist, dass die Welt zum allgemeinen Besten eingerichtet ist.[71] Die Schöpfung befindet sich in einem unendlichen Prozess der Perfektibilisierung, der Vervollkommnung.[72] Die Übel - in dieser sozialkritischen Perspektive die strukturelle Gewalt infolge verkehrter sozialer Verhältnisse - werden sich innerhalb der gegebenen Ordnung zum Guten wandeln, nachdem sie durch die Dichtung Kleist bewusst gemacht und als reformbedürftig angeprangert wurden.[73]

Sozialkritisch ist die Gewaltdarstellung deshalb, weil in der Penthesilea der innere Widerspruch des Amazonenstaats thematisiert wird, der darin besteht, dass dieser Staat sich ursprünglich von einen modernen Vernunft- und Verfassungsstaat, der durch die Befreiungstat einer rechtsetzenden Gewalt generiert wurde, zu einem das Individuum zugunsten der Gesellschaft unterdrückenden rechtserhaltenden Gewaltstaat verändert hat.[74] Hier wird die Funktionsdifferenz im Anspruch der Aufklärung verhandelt, die darin besteht, dass das aufgeklärte Individuum zugleich autonomes Subjekt und abhängiger Bürger eines souveränen Staates ist und diesen Antagonismus irgendwie austarieren oder zumindest aushalten können muss, will es daran nicht zugrunde gehen.[75] Gewalt ist der Ausfluss dieser potenziellen Aporie. Penthesileas Ich-Erfahrung im Prozess ihrer schwärmerischen und romantischen Liebe zu Achill wird zur Gefahr für den Amazonenstaat.[76] Die "Katastasis des 15. Auftritts"[77] offenbart deutlich den repressiven Charakter der rechtserhaltenden Gewalt des Gesetzes der Tanais, das staatstragend für den Amazonenstaat ist.[78] Das Gesetz der Tanais hat nur so lange Gültigkeit, als die Amazonen noch vor der Erfahrung ihrer eigenen individuellen Existenz leben.[79] Im Amazonenstaat ist das Individuum nur Mittel zum Zweck (Reproduktion und Verteidigung).[80] Die Amazonen sind als Gattung und nicht als Ich bestimmt.[81] Das Selbstbewusstwerden markiert folglich eine Differenz zwischen Ich und sozialer Rolle im Normgefüge des Gesetzes der Tanais, die in Penthesileas Fall mit der (Selbst-)Vernichtung endet (enden muss). Dieser innere Zwiespalt, der durch das die Subjektivität unterdrückende Gesetz der Tanais ausgelöst wird, zeigt sich im Drama schon früh sehr deutlich im neunten Auftritt, der Penthesilea hin- und hergerissen zwischen den Ansprüchen des Amazonenstaates und ihren ambivalenten Regungen (Unterwerfung aus Liebe) für Achill zeigt:[82]

"Ist´s meine Schuld, daß ich im Feld der Schlacht Um sein Gefühl mich kämpfend muß bewerben?

Was will ich denn, wenn ich das Schwert ihm zücke? Will ich ihn denn zum Orkus niederschleudern? Ich will ihn ja, ihr ew´gen Götter, nur An diese Brust will ich ihn niederziehn!"[83]

Wie unverständlich dieser neue Subjektivismus den Amazonen ist, illustriert

Prothoes Ausruf "Sie ras´t -"[84] und die Interjektion "Unglückliche!"[85] der Oberpriesterin. Diese Kritik der Amazonengesellschaft als Druck der öffentlichen Meinung - repräsentiert v.a. durch die Figur der Oberpriesterin zwingt Penthesilea zunächst noch einmal - nolens volens - zum konformistischen Einlenken:

"Gut. Wie ihr wollt. Sei´s drum. Ich will mich fassen. Dies Herz, weil es sein muß, bezwingen will ich´s, Und tun mit Grazie, was die Not erheischt.(...)"[86]

Die Ankündigung, dass Achill sich ihr erneut zum Kampf nähert, lässt ihre Subordinationsintention unter das Gesetz der Tanais jedoch sogleich wieder schwinden.[87] Die gegenseitige Anziehungskraft ist schlicht stärker als der der Pflicht und dem Sollen gehorchende Wille zum konformen Verhalten. Die unbändige Kraft dieses neuen gegen die Ordnung der Amazonen opponierenden Subjektivismus und die Kraft des Ich zeigt sich in einer Gewölbe-Metapher[88], die Kleist schon während seiner Würzburger Reise formulierte[89], und die Prothoe im neunten Auftritt nutzt, um die unsichtbare und ewige, die ganze sichtbare Wirklichkeit tragende und überwindende Kraft des Ich zu schildern:[90]

"(...)Und wenn der ganze Orkus auf dich drückte! Steh, stehe fest, wie das Gewölbe steht, Weil seiner Blöcke jeder stürzen will!(...)"[91]

Dieses Oszillieren Penthesileas zwischen Pflicht und Neigung sowie die damit in ihrer Handlungsmotivation einhergehenden Inkonsistenzen resultieren daraus, dass Penthesilea ihre Lage noch nicht erkannt hat und immer noch glaubt durch die Unterwerfung Achills im Kampf ihre Liebesneigung und ihre heilige Pflicht gegenüber dem auch religiös verbrämten Gesetz der Tanais verbinden zu können.[92]

[...]


[1] Franz M. Eybl: Kleist-Lektüren. Wien: Facultas Verlag (UTB 2702) 2007, S. 9.

[2] Heinrich von Kleist: Die Marquise von O In: Ilse-Marie Barth, Klaus Müller-Salget, Stefan Ormanns und Hinrich C. Seeba (Hrsg.): Heinrich von Kleist. Sämtliche Werke und Briefe in vier Bänden. Band III. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag 1990, S. 186. Im Folgenden wird diese Ausgabe mit der Sigle DKV, einer römischen Zahl für die Nummer des Bandes und der arabischen Seitenzahl sowie, wo geboten, mit der Verszahl zitiert.

[3] Vgl. Johannes F. Lehmann: Einführung in das Werk Heinrich von Kleists. Darmstadt: WBG 2013, S. 68.

[4] Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt. In: Ricarda Schmidt, Seán Allan und Steven Howe (Hrsg.): Heinrich von Kleist. Konstruktive und destruktive Funktionen von Gewalt. Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann 2012, S. 9.

[5] Vgl. ebd, S. 9 ff.

[6] Friedrich Gundolf. Zitiert nach: Wolf Kittler: Die Geburt des Partisanen aus dem Geist der Poesie. Heinrich von Kleist und die Strategie der Befreiungskriege. 1. Auflage. Freiburg im Breisgau: Verlag Rombach 1987, S. 226.

[7] Alfred Döblin zitiert nach: Birgit Hansen: Poetik der Irritation: "Penthesilea"-Forschung 1977 - 2001. In: Anton Philipp Knittel und Inka Kording (Hrsg.): Heinrich von Kleist. Neue Wege der Forschung. Darmstadt: WBG 2003, S. 233.

[8] Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt, S. 9.

[9] Vgl. DKV II, S. 649.

[10] zitiert nach: Ebd.

[11] Vgl. ebd.

[12] Vgl. ebd.

[13] Vgl. DKV II, S. 650.

[14] DKV II, S. 255, V. 2998.

[15] Vgl. DKV II, S. 650.

[16] Vgl. ebd.

[17] Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt, S. 12.

[18] Vgl. ebd.

[19] Vgl. ebd.

[20] Vgl. ebd.

[21] Vgl. Jochen Schmidt: Heinrich von Kleist. Die Dramen und Erzählungen in ihrer Epoche. 3. Auflage. Darmstadt: WBG 2011, S. 121.

[22] Vgl. Bernhard Greiner: Kleists Dramen und Erzählungen. Experimente zu "Fall" der Kunst. Tübingen und Basel: A. Francke Verlag (UTB 2129) 2000, S. 157.

[23] Vgl. Christine Künzel: Der Raub einer Locke oder Lektionen über die "Verwertbarkeit" des Menschen in Kleists Herrmannsschlacht. In: Ricarda Schmidt, Seán Allan und Steven Howe (Hrsg.): Heinrich von Kleist. Konstruktive und destruktive Funktionen von Gewalt. Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann 2012, S. 120.

[24] Gemeint sind hier nicht nur Penthesilea und Herrmann, sondern auch Herrmanns Frau Thusnelda, die zu einer Bärin gemacht wird. Vgl. Wolfgang Schmidbauer: Kleist - Die Entdeckung der narzisstischen Wunde. Gießen: Psychosozial-Verlag 2011, S. 231.

[25] Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt, S. 12.

[26] Vgl. Ruth Klüger: Tellheims Neffe: Kleists Abkehr von der Aufklärung. In: dies. (Hrsg.): Katastrophen. Über deutsche Literatur. Erweiterte Neuauflage. Göttingen: Wallstein Verlag 2009, S. 192 f.

[27] Vgl. Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt, S. 12.

[28] Vgl. Anthony Stephens: "Gegen die Tyrannei des Wahren". Die Sprache in Kleists Hermannsschlacht. In: ders. (Hrsg.): Kleist - Sprache und Gewalt. 1. Auflage. Freiburg im Breisgau: Rombach-Verlag 1999, S. 251.

[29] Vgl. ebd.

[30] Vgl. Hans Heinz Holz: Macht und Ohnmacht der Sprache. Untersuchungen zum Sprachverständnis und Stil Heinrich von Kleists. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2011, S. 74.

[31] Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt, S. 12.

[32] Vgl. ebd.

[33] Vgl. Gerhard Fri>[34] DKV II, S. 511, V. 1621.

[35] Wolf Kittler: Gewalt bei Kleist. In: Ricarda Schmidt, Seán Allan und Steven Howe (Hrsg.): Heinrich von Kleist. Konstruktive und destruktive Funktionen von Gewalt. Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann 2012, S. 82.

[36] Vgl. ebd.

[37] Vgl. Bernhard Greiner: Gewalt und Recht: Kleists juridische Genealogie der Gewalt. In: Ricarda Schmidt, Seán Allan und Steven Howe (Hrsg.): Heinrich von Kleist. Konstruktive und destruktive Funktionen von Gewalt. Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann 2012, S. 43.

[38] Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt, S. 30.

[39] Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt, S. 30.

[40] Vgl. ebd.

[41] Vgl. ebd.

[42] Vgl. ebd.

[43] Vgl. ebd., S. 31.

[44] Vgl. ebd.

[45] Vgl. ebd., S. 32.

[46] Vgl. ebd.

[47] Vgl. ebd.

[48] Vgl. ebd.

[49] Vgl. ebd.

[50] Vgl. ebd.

[51] Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt, S. 12.

[52] Vgl. Manfred Schneider: Die Welt im Ausnahmezustand. Kleists Kriegstheater. In: KJb 2001, S. 115.

[53] DKV II, S. 146, V. 50 ff.

[54] Vgl. Johannes F. Lehmann: Einführung in das Werk Heinrich von Kleists, S. 58.

[55] DKV II, S. 202, V. 1580 f.

[56] Vgl. Johannes F. Lehmann: Einführung in das Werk Heinrich von Kleists, S. 58.

[57] Paul Kluckhohn: Penthesilea (1914). In: Walter Müller-Seidel (Hrsg.): Heinrich von Kleist. Aufsätze und Essays. 2. Auflage. Darmstadt: WBG 1973, S. 41.

[58] Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt, S. 10.

[59] Vgl. ebd., S. 11.

[60] Vgl. ebd.

[61] Vgl. Anthony Stephens: "Das nenn ich menschlich nicht verfahren." Skizze zu einer Theorie der Grausamkeit m Hinblick auf Kleist. In: ders. (Hrsg.): Kleist - Sprache und Gewalt. 1. Auflage. Freiburg im Breisgau: RombachVerlag 1999, S. 67.

[62] Vgl. Ricarda Schmidt, Seán Allan, Steven Howe: Einleitung: Kleist und die Frage der Gewalt, S. 17.

[63] Vgl. Ricarda Schmidt: Sparagmos, Weiblichkeit und Staat: Gewalt als Produkt von Erziehung in Penthesilea und Die Herrmannsschlacht. In: Ricarda Schmidt, Seán Allan und Steven Howe (Hrsg.): Heinrich von Kleist. Konstruktive und destruktive Funktionen von Gewalt. Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann 2012, S. 152 f.

[64] DKV II, S. 166, V. 638.

[65] Vgl. ebd., S. 12.

[66] DKV II, S. 255, V. 3014.

[67] Vgl. Peter-André Alt: Aufklärung. 3. Auflage. Stuttgart/Weimar: Verlag J.B. Metzler 2007, S. 18.

[68] Vgl. ebd., S. 17.

[69] Vgl. Ricarda Schmidt: Sparagmos, Weiblichkeit und Staat: Gewalt als Produkt von Erziehung in Penthesilea und Die Herrmannsschlacht, S. 149.

[70] Vgl., ebd.

[71] Vgl. Peter-André Alt: Aufklärung, S. 17.

[72] Vgl. ebd.

[73] Vgl. ebd.

[74] Vgl. Bernhard Greiner: Kleists Dramen und Erzählungen. Experimente zu "Fall" der Kunst. Tübingen und Basel: A. Francke Verlag (UTB 2129) 2000, S. 157.

[75] Vgl. ebd., S 156.

[76] Vgl. Gerhard Fri>[77] Vgl. Ingo Breuer: Kleist Handbuch. Leben-Werk-Wirkung. Stuttgart/Weimar: Metzler 2009, S. 51.

[78] Vgl. Gerhard Fri>[79] Vgl. ebd.

[80] Vgl. ebd.

[81] Vgl. ebd.

[82] Vgl. Ingo Breuer: Kleist Handbuch. Leben-Werk-Wirkung, S. 51.

[83] DKV II, S. 185, V. 1188 ff.

[84] DKV II, S. 185, V. 1193.

[85] DKV II, S. 185, V. 1194.

[86] DKV II, S. 186, V. 1196 ff.

[87] Vgl. DKV II, S. 187, V. 1234 ff.

[88] DKV IV, S. 159.

[89] Vgl. Gerhard Schulz: Kleist. Eine Biographie. 1. Auflage. München: C.H.Beck 2011, S. 144.

[90] Vgl. Gerhard Fri>[91] DKV II, S. 191, V. 1349 ff.

[92] Vgl. Gerhard Fri>14

Details

Seiten
57
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668163942
ISBN (Buch)
9783668163959
Dateigröße
761 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v316981
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen – Institut für Neuere deutsche Literatur - und Medienwissenschaft
Note
1,1
Schlagworte
Heinrich von Kleist Penthesilea Herrmannsschlacht Gewalt

Autor

Zurück

Titel: Die Funktionen der Gewalt in Heinrich von Kleist "Penthesilea" und "Die Herrmannsschlacht"