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"Wald der Wunder". Eine Fantasiereise als Anlass zum Kreativen Schreiben (3. Klasse, Deutsch)

Unterrichtsentwurf 2012 18 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Überleaunaen zu den Lernvoraussetzunqen
1.1 ÄußereBedingungen
1.2 BedingungenderLerngruppe

2. Didaktische Überlegungen
2.1 Didaktische Begründung
2.2 Einbettung in die Unterrichtseinheit
2.3 Bezug zum Bildungsplan
2.4 Stundenziele

3. Sachanalyse

4. Methodische Überlegungen
4.1 Phase „Einstieg“
4.2 Phase „Textbegegnung“
4.3 Phase „Erarbeitung 1“
4.4 Phase „Erarbeitung II“
4.5 Phase „Sicherung“

5. Verlaufsplanunq

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang
7.1 Fantasiereise
7.2 Wald der Wunder
7.3 Wald der Wunder
7.4 Du hast drei freie Wünsche
7.5 Ein Tier im Wald der Wunder

1. Überlegungen zu den Lernvoraussetzungen

1.1 Äußere Bedingungen

Die Grund- und Werkrealschule xxx befindet sich außerhalb des Stadtbezirks.

Die Grundschüler[1] stammen vorwiegend aus xxx, einige Werkrealschüler kommen aber auch aus den Einzugsgebieten xxx.

Die Grundschule ist zweizügig. Die Werkrealschule dagegen ist, bis auf die 5. Klasse, einzügig.

Der Unterrichtsbesuch in Deutsch findet in der ersten Stunde statt, in der regelmäßig zwei 'Helferkinder' den Stundenplan und das Wetterverhältnis mit Bildkarten an die Tafel anheften. Am Vortag wurden die Schüler bereits darauf hingewiesen, dieses Ritual ausnahmsweise in der ersten Stunde nicht auszuüben. Außerdem wird jeden Freitag morgen ein Wörterdiktat geschrieben. Auch dieses wird aus zeitlichen Gründen nicht in dieser Stunde stattfinden. Falls mich Kinder auf die zwei Rituale ansprechen sollten, weise ich sie darauf hin, dass diese in derjetzigen Stunde entfallen.

Die Schüler sitzen in drei Reihen mit frontal ausgerichteten Tischen zur Tafel. Die Sitzplätze einiger Schüler ändern sich von Mal zu Mal. Auch diese Woche wurden einige Kinder umgesetzt.

1.2 Bedingungen der Lerngruppe

Die Klasse 3 setzt sich aus elf Mädchen und acht Jungen zusammen. Insgesamt ist das Klassenklima harmonisch. Die Schüler sind hilfsbereit und lernfreudig.

Der Leistungsstand der Klasse ist relativ heterogen. Zu den leistungsstärksten Schülern im Deutschunterricht gehören S., H. und B.. Sie haben eine schnelle Auffassungsgabe und arbeiten konzentriert und sorgfältig. B. hat die zweite Klasse übersprungen und kommt mit den Inhalten der dritten Klasse gut nach. Allerdings benötigt er viel Zeit, um mit einer Aufgabe zu beginnen. Besonders in der zweiten Erarbeitungsphase werde ich darauf achten, ob erdem Schreibauftrag nachkommt.

C., G., Tim und M. benötigen relativ viel Zeit für vorgegebene Aufgaben und gehören somit zu den leistungsschwächeren Schülern. L. hat sich in letzter Zeit deutlich verschlechtert. Er ist oft unmotiviert und arbeitet langsamer als sonst. Bei L., Nele und R. wurde LRS diagnostiziert. Wenn sich diese Schüler unsicher beim Schreiben sind und mich daher nach der richtigen Schreibung fragen sollten, werde ich ihnen sagen, dass sie die Wörter so schreiben sollen, wie sie denken. Der Schwerpunkt meiner heutigen Stunde liegt nämlich nicht bei der Orthographie.

In dieser Klasse ist mir auch aufgefallen, dass sich viele Schüler sehr kurz fassen. Wenn also manche Kinder nur einige Sätze geschrieben haben und sagen, dass sie nun fertig sind, werde ich ihnen einige Impulse geben. Somit werden die Kinder dazu angespornt, die Geschichte weiterzuschreiben.

2. Didaktische Überlegungen

2.1 Didaktische Begründung

In der Lebenswelt der Kinder herrscht heutzutage ein mediales Überangebot an Reizen vor, welches die eigene Imagination hemmt und zu Kommunikationsbarrieren führt. Kindern fehlt dadurch zunehmend Raum, um ihre Fantasie zu entfalten. Durch die mediale Präsentation mittels TV, Internet usw. ist häufig bereits alles vorgegeben und muss nicht selbst erdacht werden.

Für das Alter der Grundschüler besitzt das Erzählen und Fantasieren eine ganz besondere Relevanz, da diese dazu neigen, ihre Fantasie anzureichern und eigens zum Ausdruck zu bringen. Daher soll die Fantasiereise der Unterrichtsstunde die Vorstellungskraft der Kinder anregen. Durch eine interessante Thematik, die durch die Rahmenhandlung vorgegeben ist, kann außerdem die intrinsische Motivation der Schüler geweckt werden. Träume und Wunschvorstellungen schriftsprachlich auszudrücken erweitert die Schreibkompetenz der Schüler. Weitere Vorteile des Kreativen Schreibens bestehen darin, dass Emotionen und Gedanken ausgedrückt und Schreibblockaden abgebaut werden können. Zum anderen wird die Motivation aufgrund des persönlichen Bezugs zum selbstverfassten Textes geweckt bzw. erhöht. Auch leistungsschwächere Schüler können durch selbst erstellte Schreibprodukte Erfolgserlebnisse haben. Die Schüler erleben, dass auch sie in der Lage sind, eigene Texte bzw. Geschichten zu verfassen, die eine persönliche Note aufweisen. Durch die Präsentation der unterschiedlichen Geschichten erfahren die Schüler verschiedene Betrachtungsweisen auf ein und dasselbe Thema. Die Schüler sollen die Arbeit des Schreibens von Texten als Bereicherung in dem Sinne erfahren, dass dadurch Möglichkeiten eröffnet werden, die eigenen Vorstellungen zum

Ausdruck zu bringen. Dadurch können eigene Gefühle und Gedanken geklärt werden und im kommunikativen Austausch mit anderen angebracht werden.

2.2 Einbettung in die Unterrichtseinheit

Der Einstieg in die Unterrichtseinheit erfolgte durch das „Reihum schreiben“, welches inhaltlich den Alltagsbezug „Geschenk“ besaß: Alle Schüler jeweils einer Sitzreihe haben denselben Satzanfang erhalten und mussten diesen fortführen. Dabei hat jedes Kind einen Satz und das erste Wort des nächsten Satzes aufgeschrieben. Das Blatt wurde so gefaltet, dass nur das erste Wort des Satzes sichtbar für den nächsten Schüler war. Aus der Reflexion der entstandenen Geschichten ging hervor, dass eine Geschichte einen logischen Aufbau benötigt, damit deren Handlung Sinn ergibt. Als Hausaufgabe sollten die Schüler einen anderen Satzanfang weiterführen. In der darauf folgenden Stunde wurde die Hausaufgabe besprochen und die Kinder haben Rückmeldungen gegeben. Das Thema der Hausaufgabe wurde darauffolgend abgeändert und die Lehrerin sammelte zur neuen Geschichte Ideen mit den Schülern an der Tafel.

Aufbauend darauf erfolgt die jetzige Stunde, die die Fantasie der Schüler anregen soll. Desweiteren werden in den zukünftigen Stunden weitere Schreibanlässe für das Kreative Schreiben gegeben. Für die Bereicherung des Wortschatzes in einer Geschichte werden dann die Sinne angesprochen, Wörter gesammelt und die Erlebnisse aufgeschrieben. Für die Besprechung der orthographischen Kenntnisse wird später eine Schreibkonferenz durchgeführt.

2.3 Bezug zum Bildungsplan

Nach den Leitgedanken zum Kompetenzerwerb besteht die wichtigste Aufgabe des Deutschunterrichts darin, die Schüler „[...] zum Lesen und Schreiben zu motivieren und dafür zu sorgen, dass sie sich dabei von Anfang an als kompetent und erfolgreich erleben können.“[2] Ähnliches geht auch aus den didaktischen Prinzipien des Deutschunterrichts hervor. Darin steht geschrieben:

„Ein Angebot interessanter Schreibanregungen und -anlässe soll die Kinder von Anfang an zum selbstständigen Schreiben motivieren und sie auf verschiedenen Niveaus zu einem Umgang mit Schrift herausfordern, der es lohnend macht, sich anzustrengen. Dabei sind die Kinderaufihrem Weg, sich die Schriftzu erschließen, zu unterstützen.“[3]

Das Thema der heutigen Stunde ist schwerpunktmäßig im Arbeitsbereich „Schreiben“ einzuordnen. Allerdings sollen auch aus den zwei Arbeitsbereichen „Lesen/Umgang mit Texten und Medien“ und „Sprechen“ Kompetenzen einbezogen werden, die ebenfalls in dieser Unterrichtssequenz angebahntwerden.

Die für die Stunde vorrangigen Kompetenzen des Arbeitsbereichs „Schreiben“ werden im Folgenden aufgeführt: So können die Schüler „eigene Schreibideen [...] entwickeln“ und „nach unterschiedlichen, individuell ausgewählten Vorgaben schreiben“. Die Schüler sollen auch in der Lage sein „ihre Texte anderen vor[zu]stellen.“

Außerdem findet aus dem Arbeitsbereich „Lesen/Umgang mit Texten und Medien“ diejenige Kompetenz Berücksichtigung in der Stunde, nach dieser die Schüler „Vermutungen über den weiteren Fortgang eines Textes äußern“ können.

Im Arbeitsbereich „Sprechen“ kommt die Kommunikationsfähigkeit durch den Stundenverlaufinsofern zum Tragen, dass „die Schülerinnen und Schüler [...] verständlich, situationsangemessen [...] sprechen und anderen verstehend zuhören“ können.

2.4 Stundenziele

Aus den genannten Kompetenzen des Bildungsplanes leite ich folgende Stundenziele ab:

Die Schülerinnen und Schüler

- äußern eigene Ideen zum Fortgang der Geschichte.
- schreiben eine Fortsetzung zu einer vorgegeben Geschichte.

[...]


[1] Aufgrund der besseren Lesbarkeit verwende ich im Folgenden stets nur die männliche Form „Schüler“: Natürlich sind Schülerinnen in diese Bezeichnung miteinbezogen.

[2] Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, 2004, S. 43

[3] Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, 2004, S. 47

Details

Seiten
18
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668161382
ISBN (Buch)
9783668161399
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v316188
Institution / Hochschule
Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd – Pädagogische Hochschule - Grundschullehramt
Note
2,0
Schlagworte
wald wunder eine fantasiereise anlass kreativen schreiben klasse deutsch

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