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Im Schatten des Golfkrieges - Das Gaza-Jericho-Abkommen

Hausarbeit 1997 14 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

I. Einleitung

II. Der israelisch-palästinensische Konflikt

III. Der palästinensische Aufstand: die Intifada
1. Der Unfall
2. Die Ausrufung

IV. Die Auflösung des Ost-West-Konflikts

V. Der zweite Golfkrieg

VI. Friedensbemühungen

VII. Das Gaza-Jericho-Abkommen
A. Vorgeschichte
B. Das Abkommen

VIII. Fazit

IX. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen die Friedensbemühungen zwischen den Palästinensern und Israel, die, beeinträchtigt von der Auflösung des Ost-West-Konflikts und des darauf folgenden Golfkrieges durch eine unsichtbare Hand beschleunigt wurden und letztlich zur Schließung des Gaza-Jericho-Abkommens, zugunsten der Besatzungsmacht Israel führten. Denn noch heute ist Israel weder bereit den palästinensischen Staat anzuerkennen, obwohl die PLO[1] Israel als Staat anerkannt hat- noch die im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzten Gebiete darunter auch Ostjerusalem an die Palästinenser vollständig abzutreten.

Im zweiten Kapitel wird der israelisch-palästinensischer Konflikt dargestellt. Dann werden in den darauffolgenden Kapiteln wichtige Wegmarken, wie die Intifada, die Auflösung des Ost-West-Konflikts und der Golfkrieg, die zum Friedensprozeß führten und ihm strukturierten, näher beschrieben.

Im siebten Kapitel wird über das Gaza-Jericho-Abkommen berichtet.

Im abschließenden achten Kapitel folgen Schlußbemerkungen über das behandelte Thema.

II. Der israelisch-palästinensische Konflikt

Der Nahostkonflikt setzt sich aus zwei Teilkonflikten zusammen. Der erste Teilkonflikt besteht aus Positionsdifferenzen zwischen den arabischen Staaten und Israel, und der zweite zwischen PLO und Israel. Strittig ist die Herrschaft über die Westbank (inklusive Ostjerusalem) und den Gazastreifen. Die PLO sieht die im Sechs-Tage-Krieg 1967 durch Israel besetzten Gebiete als Teile eines palästinensischen Staates an, Israel aber lehnt einen palästinensischen Staat ab, und will der PLO nur eine Autonomie zugestehen. Außerdem betrachtet Israel Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt und verlangt einen Sonderstatus für die jüdischen Siedlungen in den Autonomiegebieten.

III. Der palästinensische Aufstand: die Intifada

1. Der Unfall

Ein israelischer LKW stieß im Herbst 1987 mit zwei Minibussen zusammen, in denen palästinensische Arbeiter saßen. Vier Arbeiter wurden getötet. Zuvor war ein Israeli in Gaza erstochen worden. Es verbreitete sich sehr schnell, daß der LKW-Fahrer Rache geübt hätte. Die sich jahrelang in ihrer Existenz bedroht fühlenden Palästinenser strömten auf die Straßen und so entstand die größte Massendemonstration, die es je unter israelischer Besatzung gab. Nach wenigen Tagen hatte sich die Intifada überall ausgebreitet. Die Situation war für die israelische Armee nicht mehr zu kontrollieren. Landenteignungen, aggressive Siedler, die Wasserfrage, Deportationen, der Lagerkrieg[2] in Libanon und die Ausklammerung des Palästina-Problems auf internationaler Ebene war für die Palästinenser eine unaushaltbare Bedrohung geworden, die zur Intifada führte. Im Dezember 1987 war fast das gesamte palästinensische Volk auf der Straße und bestätigte somit die Ablehnung der Besatzung.

[...]


[1] Palestinian Liberation Organization

[2] Bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppierungen der PLO in Libanon.

Details

Seiten
14
Jahr
1997
ISBN (eBook)
9783638119139
ISBN (Buch)
9783638745857
Dateigröße
493 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v3160
Institution / Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn – Seminar für Politische Wissenschaft
Note
2
Schlagworte
Schatten Golfkrieges Gaza-Jericho-Abkommen Propädeutikum

Autor

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Titel: Im Schatten des Golfkrieges - Das Gaza-Jericho-Abkommen