Lade Inhalt...

Transfersicherung (Effektivität) und Kostensicherung (Effizienz) in der betrieblichen Weiterbildung

Effektivitätserfolg und Effizienzerfolg im Focus des modernen Bildungscontrolling

Wissenschaftlicher Aufsatz 2015 16 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhalt

1. Anforderungen an eine hochwertige Weiterbildung (-ssteuerung)

2. Zentrale Aufgaben der Weiterbildung

3. Erfolgreiche Weiterbildung

4. Adäquate Durchführung / Umsetzung der Bedarfsanalyse

5. Transfersicherung / Effiktivitätserfolg der Bildungsmaßnahme

6. Kostensicherung / Effizienzerfolg der Bildungsmaßnahme

6.1 Kostenkontrolle / -steuerung

6.2 Nutzenkontrolle / -steuerung

7. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Anforderungen an eine hochwertige Weiterbildung (-ssteuerung)

Das Umfeld für die Weiterbildung hat sich in den vergangenen Jahren massiv geändert. Die zunehmende Komplexität und die sinkende Halbwertszeit des Wissens führen zu einer immer höheren Anforderung an die Weiterbildung. Dazu kommen neue Techniken und E-Learning hält massiv Einzug. Diesen neuen Anforderungen muss die Weiterbildung selbstverständlich gerecht werden. Die Mitarbeiter müssen stets für die aktuellen Herausforderungen und Aufgaben sowie veränderte Arbeitsformen (z.B. zunehmende Projektarbeit) vorbereitet sein. Das ist der Auftrag der Weiterbildung.

Neben aktuellem Wissen müssen demnach auch Soft Skills vermittelt werden. Diese Aufgabe erfordert eine eindeutige Zielorientierung und eine bedarfsgerechte Zuordnung der Aktivitäten. Ansonsten besteht die Gefahr von Ressourcenverschwendung (Ineffizienz) und Überforderung / Nichtanwendung von Wissen (Ineffektivität).

2. Zentrale Aufgaben der Weiterbildung

Zentrale Aufgaben der Weiterbildung sind, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Unternehmen zu sichern sowie die Entwicklung von und die Anpassung an neue (n) Technologien. Die Produktivität soll weiter gesteigert werden, was unmittelbar die Wettbewerbssituation verbessert. Unabhängig von den Aufgaben geht es auch um die Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiter, was bei dem aktuellen Fachkräftemangel keine einfache Aufgabe ist. Die Qualitätsanforderungen sind sehr hoch. Gleichfalls sind die verfügbaren Mittel stark begrenzt. Also gilt es, die jeweiligen Maßnahmen zu optimieren und dabei Effektivität (Transfersicherung) vor Effizienz zu berücksichtigen.[1]

Die Nutzenorientierung rückt mehr und mehr in den Fokus und das wirkt sich sowohl auf die Konzepte als auch auf die Form der Durchführung und die Auswahl der Partner aus.[2]

3. Erfolgreiche Weiterbildung

Weiterbildung ist nur dann erfolgreich, wenn sie bedarfsgerecht konzipiert und durchgeführt wird. Und gerade in den KMU (Klein- und Mittelgroßen Unternehmen) ist es von entscheidender Bedeutung, dass dies entsprechend gehandhabt wird. Denn in diesen Unternehmen bestehen kaum Personalressourcen, die sich um Weiterbildungsmaßnahmen derartig kümmern können, so dass sie auf eine bedarfsgerechte und erfolgreiche Wissensumsetzung (Transfererfolg) angewiesen sind. Auch haben diese Unternehmen kaum Kontrollinstrumente, um die Wissensumsetzung auf Erfolg zu überprüfen und bei Bedarf entsprechend entgegenzuwirken oder Änderungen vorzunehmen. Somit ist ein entscheidender Faktor u.a. auch die Strategieformulierung des Unternehmens. Sie bestimmt die zentralen Schritte des Bildungscontrollings. Daraus werden die Strategien für den Personalbereich und die notwendigen Maßnahmen abgeleitet (Abbildung 1).[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abbildung 1: Von der Unternehmensstrategie zum Bildungs-/Unternehmenserfolg)[4]

Die Fachbereiche müssen der Personalentwicklung den Bildungsbedarf der einzelnen Mitarbeiter mitteilen. Führungskräfte müssen dafür sorgen, dass der Mitarbeiter die Anforderungen von morgen erfüllen kann. Daraus ergibt sich der Bildungsbedarf. Neben den fachlichen Aufgaben spielt die Veränderung der persönlichen Anforderungen eine wichtige Rolle. Diesen Beitrag kann die Personalentwicklung im Allgemeinen sehr gut steuern. Am Ende gibt es einen Plan mit den Bedarfen je Person. Die Weiterbildungsform wird zunächst nach didaktischen Aspekten von der Personalabteilung / Inhaber / Führungskraft ausgewählt.

4. Adäquate Durchführung / Umsetzung der Bedarfsanalyse

Nach der Bedarfsanalyse schließt sich die Durchführungsphase an. In dieser Phase ist entscheidend, dass bestimmte Weiterbildungsanbieter genau den Ansprüchen, Anforderungen und den Budgets entsprechen. Diese Phase ist eher effizienzorientiert und ist auch für KMU gut zu planen und zu steuern. Diese Bildungsprozessphase[5] bedingt gute Kenntnisse über den Weiterbildungsmarkt und ein Angebotsprofilraster, das Alternativen aufzeigt und Alternativrechnungen bezüglich Nutzen und Kosten beinhaltet. Anschließend muss ein Entscheidungsmodell gestaltet werden, dass im Rahmen der Unternehmensstrategie und abgeleiteter Bildungsstrategie die finalen Weiterbildungspartner und Weiterbildungsmaßnahmen herausfiltert.

Im Anschluss an die Durchführungsphase findet die Phase der Transfersicherung betrieblicher Weiterbildungsarbeit statt. In Abbildung 2 wird die Transfersicherung als separate Phase im Bildungscontrolling-Zyklus hervorgehoben, um die Bedeutung des Transfers zu unterstreichen.

[...]


[1] Höbeling, G./ Stößel, D. / Bohlander, H-W. (2010): Bildungscontrolling, Erfolge messbar machen, Leitfaden für die Bildungspraxis, Zentrum für betriebliches Weiterbildungsmanagement, S. 89ff., Bertelsmann Verlag, Bielefeld

[2] Baumgartner, O. (2014): Bildungscontrolling: Nutzenorientiertes Bildungscontrolling, S. 59ff., AV Verlag

[3] Meifert, M. (2008): Strategische Personalentwicklung, S. 125ff., Ein Programm in acht Etappen, Hamburg

[4] Ebenda

[5] Gessler, M. (2009): Handlungsfelder des Bildungsmanagements – ein Handbuch, S. 87ff., Münster

Details

Seiten
16
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668154780
ISBN (Buch)
9783668154797
Dateigröße
791 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v315703
Note
Schlagworte
transfersicherung effektivität kostensicherung effizienz weiterbildung effektivitätserfolg effizienzerfolg focus bildungscontrolling

Autor

Zurück

Titel: Transfersicherung (Effektivität) und Kostensicherung (Effizienz) in der betrieblichen Weiterbildung