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Kooperation mit Eltern. Ausarbeitung empirischer Befunde

Ausarbeitung 2015 7 Seiten

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Empirischer Befunde
2.1 Pisa Studie (2009)
2.1.1 Einstellung der Lehrkräften zur Elternarbeit
2.1.2 Einstellung der Eltern zur Elternarbeit
2.2 Elternarbeit in der Schule: Ein Vergleich der Elternarbeit mit Migrantenkinder an Halbtags- und Ganztagsschulen in Bayern
2.2.1 Ergebnisse
2.2.1.1 Migrantenanteil
2.2.1.2 Meinungen der Lehrkräfte über Migranteneltern
2.2.1.3 Elternarbeit und ihre Nutzung
2.2.1.4 Wünsche der Lehrkräfte

3. Literaturverzeichnis

4. Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

In Anbetracht der theoretischen Ausarbeitung über die Kooperation mit Eltern kann man feststellen, dass die Zusammenarbeit mit Eltern einen wichtigen Stellenwert in der schulischen Entwicklung von Kindern einnimmt. Ebenfalls hat es unterschiedliche Auswirkungen auf die Schule, auf das Elternhaus und auf die Schülerinnen und Schüler. Diese Ausarbeitung stellt den empirischen Hintergrund der Kooperation mit Eltern vor. Im nächsten Teil werden einzelne Studien vorgestellt, die den Umgang und die Wirkungen der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule erforscht haben. Die folgenden Studien fällen kein endgültiges Urteil. Diese sollen nur Einsichten liefern.

2. Empirische Befunde

2.1 Pisa Studie (2009)

In der Pisa 2009 wurden Lehrkräfte und Eltern der Schülerinnen und Schüler neben anderen Bereich auch zur Elternarbeit bzw. Elterngespräche befragt. Mithilfe von Fragebogen konnte der Stellenwert der einzelnen Personen zur Elternarbeit verdeutlicht werden. Tabelle 1 zeigt die Anzahl der befragten Personen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Anzahl der befragten Personen

2.1.1 Einstellung der Lehrkräfte zur Elternarbeit

Wie man der Tabelle 1 entnehmen kann, hat die Pisa (2009) hat 2201 Lehrkräfte aus den Fachkollegien für das Fach Deutsch befragt.

Es konnte festgestellt werden, dass die 22,6 % befragten Lehrkräfte 16-20 Elterngespräche am Elternsprechtag führen. 3,7 % der befragten Lehrkräfte führen keine Elterngespräche, da es an ihren Schulen keine Elternsprechtage gibt (vgl. Hertel et al. (2014)). Des Weiteren sehen 57,2 % der befragten Lehrkräfte Elternberatung als einen wichtigen Bestandteil des Lehrerberufs und von 63,8 % wird die Elternberatung als eine wichtige Aufgabe gesehen (vgl. Hertel et al. (2014)). 74,5% der befragten Lehrkräfte sehen sich als eine wichtige Ansprechperson bei Fragen zum Leistungsstand oder Schulwahl des Kindes. Ähnlich fällt das Ergebnis bei Fragen zur Versetzung des Kindes oder Schulwechsel (72,2%) (vgl. ebd., (2014).

Knapp über die Hälfte der befragten Personen (50,5 %) sehen sich als einen wichtigen Ansprechpartner bei Verhaltenauffälligkeiten des Kindes oder bei Erziehungsproblemen. 57,6 % der Lehrkräfte stimmen dem eher zu, dass sie während der Beratungsgespräche ihr eigenes Vorgehen beachten und sich auch überlegen, was sie besser machen könne. Einem ähnlichen Anteil mit 53,2% fällt es schwer, die geäußerte Kritik von Eltern nicht persönlich zu nehmen. 47,8 % der befragten Lehrkräfte achten während des Gespräches auf die Gefühle ihres Gesprächspartner oder ihrer Gesprächspartnerin. Über die Hälfte der Lehrkräfte sind ihren Stärken bei der Beratung von Eltern bewusst (54,4%) (vgl. ebd., (2014).

2.1.2 Einstellung der Eltern zur Elternarbeit

Die Pisa (2009) hat 9461 Eltern der Schülerinnen und Schüler befragt. 43,5% der befragten Eltern sehen die meisten Lehrinnen und Lehrer ihres Kindes für eher nicht kompetent und engagiert. Ein ähnlicher Anteil (41,0%) ist mit den Inhalten, die in der Schule des Kindes gelehrt werden und mit den Lehrmethoden nicht zufrieden. Im Bereich „Engagement schulischer Aktivitäten“ hat die Studie feststellen können, dass 48,9% der befragten Eltern auf Ihren eigenen Wunsch mit einer Lehrkraft über das Verhalten oder die Fortschritte Ihres Kindes gesprochen haben. Ein deutlicher geringerer Anteil (26,1%) haben auf den Wunsch einer Lehrkraft über das Verhalten oder die Fortschritte Ihres Kindes gesprochen (vgl. ebd., (2014).

Mehr über die Hälfte (57,1%) haben nicht freiwillig bei außerschulischen Aktivitäten wie z.B. Leseklub, Theaterausführung, Schulausflüge geholfen.

Jedoch haben 64,8 % an einem Gesprächstermin oder einem Elternabend in der Schule teilgenommen (vgl. ebd. (2014). 32,6% stimmen „ganz“ der Aussage zu, dass Lehrerinnen und Lehrer wichtige Ansprechpartner bei Fragen zum Leistungsstand des Kindes und zu Schulwahl sind. 32,6 % stimmen eher der Aussage zu (vgl. ebd., (2014). Im Bereich „Beratungskompetenz von Lehrkräften aus Elternsicht“ konnte die Pisa erforschen, dass 27,7 % der Eltern es für ganz wichtig und 33,1 % der Eltern für eher wichtig sehen, dass die Lehrkraft während des Beratungsgespräches ihr Vorgehen beachtet und sich überlegt, was sie noch besser machen kann. 44,1% der befragten Eltern ist es wichtig, dass die Lehrkraft auch in schwierigen Situationen sachlich bleiben kann (vgl. ebd., (2014).

2.2 Elternarbeit in der Schule: Ein Vergleich der Elternarbeit mit Migrantenkinder an Halbtags- und Ganztagsschulen in Bayern

Die folgende Studie hat sich mit der Frage nach der Wahrnehmung von Elternarbeit mit Migranten beschäftigt. Es wird der Vergleich der Elternarbeit mit Migranteneltern an Halbtags- und Ganztagsschulen vorgenommen. Außerdem wird die auch die Beeinflussung der Elternarbeit auf die schulische Leistung der Schülerinnen und Schüler thematisiert. Die Studie hat vier Halbtagsschulen und 4 Ganztagschulen befragt. Dabei wurden vier Schulleiter bzw. Schulleiterin und fünf Lehrkräfte einer Ganztagsschule und vier Schulleiter bzw. Schulleiterin und drei Lehrkräfte einer Halbtagsschule mithilfe eines Interviews befragt. Das kürzeste Interview dauerte ca. 20 Minuten und das längste hat ca. 40 Minuten gedauert (vgl. Hilesheim (2009), 44). Die durchschnittliche Länge lag bei 30 Minuten (vgl. ebd., 44) Die Themen des Interview waren „Organisationsform der Schule, Zielsetzungen und Umsetzung der Zielsetzungen, verfügbare materielle und personelle Ressourcen, interne und externe Kooperationen, Bedingungen und Hindernisse von Integration, sowie Charakterisierung der Schüler[...].“ (ebd., 44).

2.2.1 Ergebnisse der Studie

2.2.1.1 Migrantenanteil

Der Studie ist zu entnehmen, dass sich in der Sekundarstufe mehr Schüler mit Migrationshintergrund befinden als in der Primarstufe und der Migrationsanteil an Ganztagsschulen ist höher als in Halbtagsschulen (vgl. ebd., 45).

Ebenfalls hat die Studie daraus ableiten können, da der Anteil der Migranten in Halbtagsschulen geringer ist als an Ganztagsschulen, wird häufiger die Elternarbeit angesprochen (vgl. ebd., 45).

2.2.1.2 Meinungen der Lehrkräfte über Migranteneltern

Die Studie hat feststellen können, dass die befragten Personen die Migranteneltern aufgrund ihrer Sprachdefizite kritisieren. Daraus hat sich ableiten können, dass die Eltern aufgrund ihrer Sprachdefizite sich nicht integrieren können.

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Details

Seiten
7
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668132702
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v314200
Institution / Hochschule
Universität Siegen
Note
Schlagworte
kooperation eltern ausarbeitung befunde

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Titel: Kooperation mit Eltern. Ausarbeitung empirischer Befunde