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Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fußballstadion und in der Traditionsmannschaft FC Carl Zeiss Jena

von Sebastian Hofmann (Autor) Tanja Katharina Janca (Autor)

Bachelorarbeit 2015 62 Seiten

Gesundheit - Sport - Sportgeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

2 EINLEITUNG (GEMEINSAM)

3 FUßBALL ALS MASSENKULTUR (SEBASTIAN HOFMANN)
3.1 Rassismus im Fußball (Sebastian Hofmann
3.2 Rechtsextremismus im Fußball (Tanja Janca)
3.3 Antisemitismus im Fußball (Tanja Janca)

4 ENTSTEHUNG DER FANKULTUREN
4.1 Ursprünge der Fankultur (Tanja Janca)
4.2 70er Jahre - Entstehung der Kuttenfans in der BRD (Tanja Janca)
4.3 Begriffe Hooligan und Hooliganismus (Sebastian Hofmann)
4.4 Struktur und Aufbau der Hooliganszene (Sebastian Hofmann)
4.5 Ursachen der Gewalt (Sebastian Hofmann)
4.6 80er Jahre- Entstehung der Hooligans in der BRD (Tanja Janca)
4.7 Einteilung der Fankategorien (Tanja Janca)

5 FUßBALL IN DER DDR (TANJA JANCA)
5.1 Fußballkultur in der DDR (Tanja Janca)
5.2 Beschreibungen der Fankultur in Jena (Gemeinsam)
5.3 Vergleich der Fankulturen in der DDR und der BRD (Tanja Janca)
5.4 Zusammenfassung der Fankultur in Jena (Gemeinsam)

6 FANGRUPPIERUNG „ULTRAS“ (SEBASTIAN HOFMANN)
6.1 Ultras in Deutschland
6.2 Aufbau der deutschen Ultraszene
6.3 Einfluss der Ultras auf die Vereine und die Gesellschaft

7 EINDÄMMUNG VON GEWALT UND RASSISMUS
7.1 Fanprojekte (Tanja Janca)
7.2 Spannungsverhältnis zwischen Polizei und Fans (Sebastian Hofmann)

8 FAZIT (GEMEINSAM)

Anhang

Literaturverzeichnis

Internetquellen

1 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 EINLEITUNG (GEMEINSAM)

"Fu ß ball ist ein Spiel von 22 Leuten, die rumlaufen, und am Ende gewinnt immer Deutsch- land1, dieses Zitat stammt von Gary Lineker, ehemaliger englischer Fußballspieler. Deutschland und Fußball sind wohl zwei Begriffe die zusammen gehören. Jedes Jahr im August beginnt die Bundesligazeit und lockt Millionen Menschen in die verschiedensten Stadien. Jedoch besteht der Fußball nicht nur aus Euphorie und Nächstenliebe. Aus diesem Grund trägt diese Ba- chelorarbeit die Überschrift: „Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fuß- ballstadion.“

Der Aspekt, warum dieses Thema gewählt wurde, liegt zum einen an dem anknüpfenden Seminar, zum anderen wird sich in den Medien sehr wenig mit diesen drei Aspekten beschäftigt. Man hört die Begriffe Hooligan, Ultra und Kuttenfan sehr oft, doch kennt man den Ursprung dieser Gruppen nicht. Die meisten können nicht erklären, warum Fußball eine Massenkultur ist und wie der Fußball in der BRD und der DDR war und ob es überhaupt Unterschiede gegeben hat. Wie entwickelte sich die Fankultur im Fußball? Wie waren die Entwicklungsstufen der einzelnen Fanszenen? Gab es Unterschiede im geteilten Deutschland?

Am Anfang der Arbeit werden die drei Aspekte Rassismus, Rechtsextremismus und Antise- mitismus und warum genau der Fußball in Deutschland eine solche Massenkultur ist, erklärt. Im darauffolgenden werden die Ursprünge der Fangruppierungen erläutert. Woher stammen die Fanszenen überhaupt und welche waren die ersten, die sich schließlich in Deutschland etabliert haben? Hat sich das Gewaltpotential in den Jahren verschlimmert? Wie war die Ge- walt in der DDR und der BRD? Gab es Veränderungen im Fußball nach der Wende und in den 90er Jahren?

Außerdem wird die Arbeit Erläuterungen über die Entwicklung der Ultras geben. Gab es nach dem Aufstieg der Fanszene der Ultras überhaupt noch Hooligans? Wie wird die Fußballgewalt eingedämmt? Wie reagierten Polizisten und Fanprojekte auf Fremdenhass? Das sind Leitfragen, die vor Beginn der Arbeit aufgestellt worden waren, um das Thema Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus im Stadion zu klären!

Um das genau zu belegen, widmeten wir uns besonders dem Verein des FC Carl Zeiss Jena. Hierfür wurden drei Interviewpartner aus Jena befragt, die uns mit Ihrem Interview unterstütz- ten, die genaue Situation in der DDR zu beschreiben. Da die Quellenlage aus der DDR im Hinblick auf den Fußball nicht allzu viel aufweist und so gut wie nicht zu finden ist, nutzten wir die Interviews im Original, um das Kapitel Fußballkulturen in der DDR so authentisch wie möglich darzustellen. Der FC Carl Zeiss Jena gilt als Traditionsmannschaft und ist bis heute als ein sehr liberaler Verein dargestellt. Aus diesem Grund bilden die Interviews vom Fanprojektleiter und zwei Fans, die seit Anfang der 70er Jahre ins Stadion gehen, den Rahmen für unseren Schwerpunkt Fußball in der DDR.

Das Ende der Arbeit wird ein Fazit bilden, dass die wichtigsten Punkte der Entwicklung der Fankulturen noch einmal beschreiben werden.

3 FUßBALL ALS MASSENKULTUR (SEBASTIAN HOFMANN)

Die Geburtsstunde des modernen Fußballs wurde auf den 23. Oktober 1863 datiert. An diesem Tag trafen sich die Vertreter der beiden Universitäten Cambridge und Oxford, sie legten erstmalig einheitliche Spielregeln für den Fußball fest. Sie wollten Bedingungen schaffen, dass ihre Teams gegeneinander Spiele austragen können.

Fußball wurde schon weit vor dieser Zeit von den Menschen gespielt. In zahlreichen Kulturen gab es das Spiel mit dem Ball schon Jahrtausende zuvor, zum Beispiel das Kalagut-Spiel der Eskimos, das russische Lapta oder das japanische Kemari.2

Gegenwärtig wird die Zahl der Fußballspieler3 weltweit auf eine Viertelmilliarde geschätzt. Der FIFA gehören sechs Kontinentalverbände und 208 nationale Verbände an, damit hat sie mehr Mitgliedsstaaten als die UNO. Die Beliebtheit des Sportes lässt sich nicht nur an der großen Anzahl von Verbänden festmachen, vielmehr machen es die Zuschauerzahlen der gro- ßen Fußballveranstaltungen deutlich. Die WM 2006 in Deutschland hatte kumuliert 26,3 Mil- liarden Zuschauer weltweit, die die Sportveranstaltungen am Fernseher verfolgten. Die EM 2008 in Österreich und der Schweiz erreichte in allen Spielen eine Zuschauerzahl von 10 Mil- liarden Menschen.4

Anhand dieser großen Zuschauerzahlen und weiten Verbreitung des Sportes drängt sich die Frage auf, was es mit dieser Sportart auf sich hat, um solche enorme Massen in die Stadien, vor den Fernseher oder auch aktive Spieler fesseln zu können.

Der erste große Aufschwung des Fußballs setzte in der Zeit des Ersten Weltkriegs ein. Mit dem Übergang zum Stellungskrieg 1916/17 führten die meisten Armeen sportliche Wettkämpfe durch und bauten einen Trainingsbetrieb auf, um die Moral der Soldaten aufrecht zu erhalten. Fußball stellte sich dabei als beliebtestes Spiel der Soldaten heraus, es konnte unter minimalen Bedingungen gespielt werden.

Viele Kriegsheimkehrer kamen als Fußballbegeisterte zurück und drängten in die kleinen Stadien, um weiter Fußball zu sehen oder zu spielen. Nach dem Krieg entstanden verschiedenste Ligen, die zur Ausdifferenzierung des Leistungsniveaus dienten.5

Fußball fand nun auch das Interesse jener Zeitgenossen, die selber nie aktiv gespielt hatten. Die Zuschauerzahlen in den noch kleinen Stadien schnellten in die Höhe. Durch die gestiegenen Zuschauereinnahmen konnten die Vereine ihre Kapazitäten erhöhen und so noch mehr Menschen für den Fußball begeistern.

Die europäischen und südamerikanischen Vereine intensivierten ihren internationalen Spielverkehr, um ihre neugebauten Stadien zu füllen. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurden viele berühmte und große Stadien errichtet, zum Beispiel das Wembley-Stadion.6 In den 1920er und 1930er Jahren brachte die Entwicklung den Profifußball hervor. Die wichtigen Spieler der Vereine sahen, wie viel Geld ihre Klubs einnahmen und die Spieler wollten fortan ihren Teil davon einstreichen. Dieser Fortschritt hin zum Profifußball hatte jedoch nicht für alle Nationen die erwünschte Verbesserung gebracht. Die finanziell schwächeren Vereine aus Südamerika verloren den Großteil ihrer besten Spieler, die von den finanzstarken europäischen Top-Vereinen verpflichtet wurden.7

Der Fußball hatte eine gewisse Eigendynamik in den 1930er entwickelt, jedoch kam dann die Hochzeit der Faschisten und Nazis in Europa. Mussolini unterstützte zu Beginn den Fußball in Italien stark. Es wurden neue Stadien und Trainingszentren errichtet. In Deutschland war die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg davon geprägt, dass durch die Nürnberger Gesetze die Spieler, die den Gesetzen unterlagen, von dem Spielbetrieb ausgeschlossen wurden. Wenn es möglich war, organisierten sie sich in eigenen Vereinen. Dies war jedoch nur bis 1936 mög- lich. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs kam der Fußballspielbetrieb in Europa zum Erliegen. Die außereuropäischen Ligen konnten sich dagegen kontinuierlich weiterentwickeln.8

Die Zeit des Kalten Krieges war dadurch gekennzeichnet, dass die Sowjetunion ihre Förde- rungen nicht in den Fußball investierten, sondern in andere Sportarten, von denen sie sich

mehr Erfolg erhofften. Erst unter der Ägide der UEFA gab es ein neues, für Westeuropa orientiertes Turnier, den Pokal der Europäischen Meistervereine. Ein internationaler Vergleich der besten europäischen Klubmannschaften. So kamen die Menschen wieder in die Stadien. Für den Nationenvergleich rief die UEFA 1968 die Europameisterschaft ins Leben, die alle vier Jahre ausgetragen wird.9

Die Modernisierung machte nicht vor dem Fußball halt, die sechziger und siebziger Jahre brachten dem Fußball eine hohe Medienpräsenz. Es war die Zeit, in der Fußball vermehrt im TV übertragen wurde. Fußball ist telegen, die Menschen konnten dem Ablauf des Spieles folgen und sahen alles, was im Stadion ablief. Der einzige Punkt, den die TV-Übertragung nicht ermöglichen konnte, war die Live-Atmosphäre.10

Seit Mitte der achtziger Jahre stieg die Medienpräsenz an und dadurch eröffneten sich den Vereinen neue Märkte, die die Kommerzialisierung des Sportes vorantrieben. Der wichtigste Zweig der Modernisierung war die Umstrukturierung der Einnahmen. Die Vereine machten nun mehr Geld mit der Vermarktung ihrer Teams und den TV-Geldern als mit den Eintritts- karten. Das Merchandising gab den Fans die Möglichkeit, ihre Vereinszugehörigkeit nun auch zeigen zu können. Es konnten viele verschiedene Artikel in den Vereinsfarben oder mit dem Vereinswappen erworben werden. Durch die gezielte Vermarktung war es den Vereinen nun möglich, sich breit zu positionieren und eine große Fanbase zu generieren.11

3.1 Rassismus im Fußball (Sebastian Hofmann)

Die Professorin Philomena Essed definiert Rassismus:

„ Eine Ideologie, eine Struktur und ein Prozess, mittels derer bestimmte Gruppierungen auf der Grundlage tats ä chlicher oder zugeschriebener biologischer oder kultureller Eigenschaf- ten als wesensm äß ig andersgeartete und minderwertige « Rassen » oder ethnische Gruppen angesehen werden. In der Folge dienen diese Unterschiede als Erkl ä rung daf ü r, dass Mit-

glieder dieser Gruppierungen vom Zugang zu materiellen und nicht-materiellen Ressourcen ausgeschlossen werden.[...].12

Rassismus teilt Menschen in Gruppen ein und sieht sie nicht als einzelnes Individuum. Die Zugehörigkeit einer Gruppe setzt sich aus spezifischen Eigenschaften, Charakterzügen und Fähigkeiten zusammen, die unveränderlich sind. Dabei wird die eigene Gruppe als höherwer- tig angesehen.13

Rassismus zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und ist tief in der Geschichte der Men- schen verankert. Mit Rassismus ist es für die Menschen sehr einfach, sich die Welt zu erklä- ren, man kann die eigene Gruppe über die „unterlegene“ Gruppen setzen. Rassismus äußert sich in privaten Gesprächen, in Diskriminierung andersaussehenden, andersdenkenden oder andersgläubigen Menschen gegenüber, es kommt zu Gewalttaten oder sogar Völkermorden.14 Moderne Rassisten sprechen nicht mehr von einer biologischen Zugehörigkeit einer Gruppe, sie sprechen von einer Zugehörigkeit eines Volkes oder Ethnie. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Gene der Menschen nur minimale Unterschiede aufweisen und man von dieser An- sicht nur von einer Rasse sprechen kann.15

In Bezug auf den Fußball ist Rassismus ein großes Thema. Die ausländischen oder dunkel- heutigen Spieler sind oft Opfer rassistischer Äußerungen in den Stadien geworden. Beispiels- weise wurde der Schalker Spieler Gerald Asamoah, der deutscher Nationalspieler war, bei ei- nem Pokalspiel in Rostock von den Rostocker Fans mit Bananen beworfen und mit Affenlauten begrüßt.16

Solche öffentlichen rassistischen Äußerungen sind in den Stadien der ersten und zweiten Bundesliga seltener geworden, der Rassismus ist dort subtiler geworden. Rassismus wird heu- te vermehrt in Foren oder Gästebüchern im Internet verbreitet. Des Weiteren haben die Fans mit rassistischen Ansichten ihr Aussehen hin zur Anonymität verändert, so dass sie nicht mehr sofort in der Masse zu erkennen sind. Sie bedienen sich einer gewissen Symbolik, das heißt, dass sie sich mit verschiedensten Szenemarken kleiden und so ihre Zugehörigkeit ausdrücken, ohne sofort aufzufallen. Der Rassismus in der Bundesliga hat seine Lautstärke verloren, es werden Fahnen oder Banner mit rassistischem Hintergrund gezeigt. Die größeren Probleme mit rassistischen Äußerungen und Übergriffen sind in den Amateurligen zu finden. Dort ist es den Fans möglich, ihren Rassismus besser kund zu tun. Die Stadien haben noch keine moderne Videoüberwachung und das Sicherheitspersonal ist meist nicht so zahlreich vertreten und geschult wie in den Bundesligastadien.

Der nigerianische Mittelfeldspieler des FC Sachsen Leipzig, Adebowale Ogungbure, hat den Rassismus in seiner vollen Härte zu spüren bekommen. Seine Mannschaft spielte in der Oberliga beim Halleschen FC. Die rassistischen Schimpfwörter von den Fans nahm er wahr, ließ sich jedoch nichts anmerken, solche Anfeindungen war er gewohnt. Jedoch sollte es nicht bei Beschimpfungen bleiben. Nachdem Abpfiff des Spiels stürmten einheimische Fans den Rasen, schlugen und würgten Ogungbure. Es waren so viele Fans, dass das Sicherheitspersonal und seine Mitspieler ihn nicht beschützen konnten. Er konnte aus der Gefahr entkommen, indem er einen Hitlergruß zeigte und die Fans damit kurz ablenkte.17

3.2 Rechtsextremismus im Fußball (Tanja Janca)

Der Rechtsextremismus in seiner Definition gilt im Allgemeinen als ein völkischer Nationa- lismus, welcher die biologische Abstammung als oberste Priorität setzt. Hierbei sind alle an- deren Werte untergeordnet, weiterhin sind alle Menschenrechte untergeordnet und ein autori- tärer Staat wird angestrebt. Rechtsextremismus richtet sich klar gegen die Verfassung einer Demokratie.18

Es kann davon ausgegangen werden, dass im Fußball seit den 1990er Jahren der offene rechtsextremistische Gedanke im Stadion deutlich zurückgegangen ist. Jedoch kann in der heutigen Zeit im Stadion rechtsextremistisches Gedankengut anhand der Kleidung deutlich erkannt werden, so tragen meistens Fans mit rechtsextremistischen Gedanken, Kleidung der Modemarke „Thor Steinar“.

Allerdings zeigen die Ereignisse in der heutigen Zeit, dass sich die rechtsextremistischen Zu- schauer besonders häufiger in den Amateurligen befinden. Dies kann zum einen den Grund haben, dass sich die Zuschaueranzahl gegenüber den erstklassigen Ligen verringert und somit die Zuschauer in den Amateurligen ihre Meinung zum rechtsextremistischen Gut deutlicher machen können, zum anderen sind die Sicherheitsvorkehrungen deutlich geringer.19 Des Wei- teren spielt der organsierte Rechtsextremismus im Amateurfußball immer mehr eine wichtige- re Rolle. So versuchen rechte und nationalistische Kader und Parteien immer mehr ihren Nachwuchs im Fußball einzubeziehen.20 Das heißt, dass oft eine Verbindung zwischen Fanszene und rechtsextremer Szene besteht. Dies stellt sich in unterschiedlichen Formen dar. Beispielsweise entstanden Fangruppierungen mit Verbindungen zu der NPD, Fananliegen o- der Ordnungsdienste durch die NPD. Aber auch Verbindungsglieder zwischen Fan und rechtsextremer Szene können ein Problem für den Verein im Hinblick auf rechtsextremisti- sches Gedankengut sein.21

Des Weiteren sind in den letzten Jahren Situationen aufgetreten, die sich als eine neue Art der rechten Gewalt definieren lassen und es entstand eine rechtsextrem motivierte und gezielte Gewalt gegen Zuschauer, die der Linkspartei und den Gruppen der Immigranten angehören. Es ist also eine Radikalisierung von Aktionen, welche mit rechtsextremer Gewalt in Verbin- dung stehen.22

3.3 Antisemitismus im Fußball (Tanja Janca)

Der Begriff Antisemitismus stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde wahrscheinlich von dem Antisemiten Wilhelm Marr benannt. Antisemitismus bedeutet „Hass auf die Juden“, die- ser Begriff setzt sich aus „Anti“ - gegen - und „Semiten“ zusammen, wobei hier zu erwähnen ist, dass das Wort Semiten falsch ausgelegt wurde. Die Semiten entstammten aus Nordostafri- ka oder Vorderasien. Den Begriff Semiten setzte man mit den Juden bzw. dem jüdischen

Glauben gleich. Des Weiteren setzte man hiermit auch den Begriff der Rasse gleich und sprach somit von einer Rasse der Semiten, welche als minderwertig angesehen worden war.23 Die jüdischen Menschen wurden weit über Jahrhunderte verfolgt und ausgegrenzt und mit Vorurteilen behandelt. Im 19. Jahrhundert jedoch sah man die Juden nicht länger als Religion, sondern als eine Rasse und somit zeichnete man den Antisemitismus der Frühen Neuzeit aus. Dieses falsche Verständnis aus dem 19. Jahrhundert griffen die Nationalsozialisten auf und lenkten es in ihre Meinungsrichtung.24

Im Fußball werden antisemitische Äußerungen somit oft mit der deutschen Geschichte ver- knüpft. So findet man in gegnerischen Fangesängen häufig die Verbindung zum Holocaust und damit verbundenen Vorurteilen. Es werden von gegnerischen Fans U-Bahn-Lieder ge- sungen („Eine U-Bahn, eine U-Bahn bauen wir, von … bis nach Auschwitz.“) oder auch Lie- der, die die Vernichtung der gegnerischen Mannschaft beschreiben („Gibt Gas! Gibt Gas! Wenn …. durch die Gaskammer zieht)". Diese Lieder, die besonders auf den Holocaust anspielen, sind im Fußball immer noch präsent und werden sehr häufig von gegnerischen Fanszenen gesungen.25

Den Antisemitismus im Fußball gibt es seit den 1980er Jahren. Beispielsweise gründeten rechte Anhänger in Verbindung mit der Mannschaft Hertha BSC Berlin den Fanclub Zyklon B, hierbei ist die Anlehnung an das Massenvernichtungsgas der Nationalsozialisten zu sehen. 1996 spielte die deutsche Nationalmannschaft in Zabrze gegen Polen. Dieser Ort ist 50 Kilo- meter von Auschwitz entfernt. Nationalsozialisten rollten ein Banner mit der Aufschrift: „Schindler Juden - wir grüßen euch!“ aus. Des Weitern haben sie „Wir sind in Polen, um die Juden zu versohlen!“ gesungen. Diese Formen bezeichnet man als klassisch offenen Antise- mitismus.

2005 hoben Cottbuser Fans gegen Dynamo Dresden eine Flagge mit der Aufschrift „Juden“ empor, der Davidstern wurde als Logo der gegnerischen Mannschaft Dynamo Dresden abgerundet. Viele hunderte Fans, welche sich nicht als rechtsextrem bezeichnen würden, hoben es mit empor, da sie den Begriff der Juden als Provokation des Gegners sehen.26

Florian Schubert ist Forscher in der Historik des Antisemitismus im Fußball, er erläutert es wie folgt:

"Man könnte mutmaßen, dass es bis in die 80er- und 90er-Jahre noch ein viel stärkeres Tabu in der Gesellschaft gegeben hat, über Juden zu sprechen. Es kann sein, dass es im Fußball ei- nen Freiraum gab, wo es dieses angenommene gesellschaftliche Tabu, über Juden nicht reden zu dürfen, im Fußball einen Raum hatte. Es gibt inzwischen viel mehr Jugendliche, die sich stark für Fußball interessieren. Und wenn die ins Stadion gehen, dann kriegen sie Gesänge mit. Und wenn sie da antisemitische Gesänge mitkriegen, auch wenn sie die überhaupt nicht einordnen können, ist es nahe liegend, dass sie das, was sie dort lernen, als Beschimpfungs- kultur auch in ihren Schulalltag zurücktragen - in die Gesellschaft zurücktragen.“27

Damit ist zu sagen, dass sich der Antisemitismus im Fußball weiter als nur im Stadion heraus kristallisiert, er wird nach dem Fußballspiel der eigenen Mannschaft weiter in das private Leben transportiert.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlichte eine Studie zum Antisemitismus. Diese besagt, dass während des israelischen Gaza-Einsatzes der Antisemitismus deutlich anstieg. Hierbei glaubten im Jahr 2014 weit mehr als 15% der Befragten, dass jüdische Bürger in Deutschland enormen Einfluss haben. Dieser strukturelle Antisemitismus richtet sich nicht speziell gegen Juden, deutet aber auf jahrhundertelange Klischees hin. Diese beschreiben jüdische Bürger als gierig, hinterhältig und machtbestrebt. Martin Endemann wertete 2000 Stasiakten für eine Wander-Ausstellung mit dem Titel „Tatort Stadion“ aus. Diese besagen, dass es in der DDR Vereine gab, welche finanziell höher gestellt waren, welche als „Juden“ bezeichnet wurden. Dieses Muster der Abwertung ist im Fußball heute noch stark zu finden und unterstreicht den Antisemitismus im Fußball.28

4 ENTSTEHUNG DER FANKULTUREN

4.1 Ursprünge der Fankultur (Tanja Janca)

Die Fanidentität hat ihre Ursprünge ebenso wie der Fußball ebenfalls in England. Ab der Mit- te des 19. Jahrhundert kam es zu einer enormen demografischen Veränderung. Die Bevölke- rung auf dem Land zog es immer mehr in die Stadt. Als Folge fehlten nun die traditionellen und kulturellen Manifestationen, beispielsweise die Feste auf dem Land. Die nun entstande- nen Lücken mussten ausgefüllt werden.29 So entstand eine neue Kultur, die man nun im Sta- dion ausübte. Dort fand man gleiche Menschen und man wusste, dass man sich wieder im Stadion trifft.30 Der Grund für die starke Entwicklung im englischen Fußball liegt in der Ar- beitszeitverkürzung und den sinkenden Kosten für das Leben. Dadurch hatten 80% der engli- schen Erwerbstätigen mehr Freizeit und mehr Geld und so fingen die Menschen an in Vereine und Verbände zu gehen oder gründeten sogar ihre eigenen Vereine.31 Die Überlegenheit der Arbeitervereine wurde immer enormer und es fanden sich Freunde und Bekannte am Spiel- feldrand ein und feuerten ihre Mannschaften an.32

Aber auch die Fankulturen des Fußballs in Deutschland haben eine enorme parallele zu Eng- land. So beschreibt man die Einführung des Acht-Stunden-Tages als Voraussetzung in der Nachkriegszeit. Hierbei entwickelten sich Wettkämpfe zwischen Bürger- und Arbeiterverei- nen, in denen Fans der Mannschaft fieberhaft entgegenstanden. Am Anfang wurde die Sport- art Fußball als Arbeitersport angesehen, gewann aber mit der Zeit immer mehr Ansehen in al- len Schichten. In den Jahren 1930-1950 wurden die Beziehungen zwischen Spieler und Zuschauer als sehr vertrauensvoll und von Interaktion geprägt. Sehr oft wurden die Familien der Spieler mitgenommen und man sah zu dieser Zeit Fußball als eine Art Beisammensein in gemütlicher Runde.33

Am Ende der 50er Jahre durchlief der Fußball eine Art Wandel in seiner Geschichte. Dies hat- te als Verschulden eine Art Zuschauerkrise. Grund davor war die fortschreitende Professiona- lisierung der Sportart in England und somit verstärkte sich dies auch in Deutschland. Es ent- standen Spieler-„Stars“ und die Beziehungen zwischen Spieler und Zuschauer wurden von Jahr zu Jahr entfremdet. Des Weiteren entwickelte sich eine neue Erwartung der Zuschauer, sie sahen von nun an den Spieler als Unterhalter und das Spiel Fußball als Spektakel. Die Pro- fessionalität des Fußballs wurde durch den gesellschaftlichen Wandel begleitet. Der steigende Wohlstand und die vergrößerte Freizeit entwickelte die Fankultur weiter und man erwartete im Fußball einen höheren Komfortwunsch, welcher im Zuge der Kommerzialisierung umge- setzt wurde.34

Eine Jugendfankultur entwickelte sich ab der Weltmeisterschaft 1974. Die Jugend traf sich aufgrund der billigen Eintrittspreise und durch das Trennen der einzelnen Fanblöcke, hinter den Toren und feuerte die Mannschaft an. Die Fankultur in England und das Anfeuern der Mannschaft ist in der ganzen Welt bekannt. Schon zu dieser Zeit schwenkten die Fans Fahnen und sangen gemeinsam Lieder für ihre Mannschaft. Die Jugend konnte sich von den Erwachsenen abgrenzen und entwickelte ihre eigenen Ideale.35

In Deutschland begann die eigenständige Fankultur mit der Gründung der Bundesliga im Jahr 1963. Nach der Weltmeisterschaft 1974 und den dazugehörigen Stadien Umbauten befand man sich, wie bereits in England in Kurvenbereichen im Stadion wieder. Ab diesem Zeitpunkt begannen die Fans wie in England ihre Mannschaft anzufeuern und somit ihr Team zu unter- stützen. Man fing nun an sich auch optisch mit seinem Verein zu identifizieren und trug Schal und Jeansweste, die sogenannte Kutte. Aus dieser Veränderung entwickelten sich die soge- nannten Kuttenfans.36

4.2 70er Jahre - Entstehung der Kuttenfans in der BRD (Tanja Janca)

Um die Kuttenfans in der Bundesrepublik Deutschland genauer erklären zu können, ist es wichtig, erst einmal die Definition der Fans genauer zu erläutern. Ein Fan ist eine Person, die einer Sache oder einem Verein leidenschaftlich anhängt oder dafür schwärmt. Der Begriff des Fans lässt sich von dem englischen Wort „fanatic“ ableiten.37

Jeder Kuttenfan hatte eine bestimmte Kutte, dies könnte eine Jeansjacke oder Jeansweste sein, sie ist mit Aufnähern, beispielsweise der Mannschaft, bestickt. Das ist das Wahrzeichen der Kuttenfans. Der Kuttenfan war in den 70er Jahren ein sehr starker Fan, der sehr zu seiner Mannschaft stand, er machte die Fankurve im Stadion zu seiner Heimat. Aus diesen Kutten- fans entwickelte sich eine ganz eigenständige Jugendkultur. Es war eine Gruppe von Jugend- lichen, die zu jedem Spiel zu ihrer Mannschaft ins Stadion gingen und zusammen das Spiel ansahen, ohne die Eltern. Dies förderte das Gemeinschaftsgefühl enorm. Bei den Kuttenfans entstanden Freiräume, es gab wenig Regeln in den eigenen Rängen und man entwickelte ein Gemeinschaftsgefühl gegen den Gegner, die Kameradschaft untereinander stieg zunehmend.38 Jedoch gilt der Kuttenfan als politisch unparteiisch. Dennoch blieb es nicht aus, dass einige Fans rassistische Äußerungen bei einem Spiel ihrer Mannschaft verlauten ließen.39 Für den Kuttenfan stand der Sieg der Mannschaft im Vordergrund, der Verein wurde nicht selten zu seinem Leben und die Gegner wurden von Jahr zu Jahr immer mehr zu Feinden. Um die Mannschaft im vollen Glanze zu unterstützen, wurden Fangesänge einstudiert und so ahmte man die Fankultur von England nach.40

Der deutsche Soziologe Gunter Pilz erläutert den Kuttenfan wie folgt:

„ Durch die Teilhabe am Erfolg der eigenen Mannschaft l ä sst sich die eigene missliche Le- benslage ertr ä glicher gestalten. Am Sieg der Mannschaft kann man sich aufrichten, werden Notlagen ertr ä glicher, lassen sich eigene Misserfolgserlebnisse kompensieren, was aber auch umgekehrt gilt. “ 41

Dies zeigt, dass für den Kuttenfan in den 70er Jahren die Mannschaft das Lebensziel war. Fußball galt als eine Ersatzreligion, das Stadion als Zufluchtsort, man hatte eine zeitliche Ordnung, der Spieltag der Mannschaft wurde für die Fans zum Festtag. Es wurden Rituale wie Fangesänge zelebriert, in den eigenen Wänden wurden Schals, Poster und weitere Dinge aufgehängt und somit entstand in den Anfangsjahren der Fankultur durch die Kuttenfans eine wahrhaftige Verehrung des Fußballs und des jeweiligen Vereins.42

Kuttenfans waren meistens in kleinen Fangruppen organisiert. Eine Gruppe von Fans gründete einen Fanclub und bestimmte eine rechtlich genaue Satzung als Fanordnung. Sie wollte die Nähe zum Verein herstellen. Fanclubs galten ab dieser Zeit als Fanidentität. Man stärkte das Gemeinschafts- und Solidaritätsgefühl der Fans.43

Der Verein, die Mannschaft, wurde wie bereits erwähnt zum Inhalt im Leben der Jugendli- chen. Ein Fan des 1.FC Kaiserlautern beschrieb in den 70er Jahren sein Fandasein wie folgt:

„ Es gibt Fans, die nichts wollen, als einen Traditionsclub vor dem Abstieg zu bewahren. Bei mir ist das jetzt alles ein paar Jahre her. Mittlerweile ist der FCK wie eine Familie f ü r mich geworden. Ich brauche ihn, es ist mein Lebensinhalt. Bei uns in der Kurve sind wir alle Freunde. Jeder kennt jeden, kennt die Probleme des anderen... Gerade wenn man selbst Prob- leme hat, kann man beim Fu ß ball abschalten. Man will keine Niederlage miterleben, weil es die im Alltag schon genug gibt. Ein Sieg des Vereins wird zu einem pers ö nlichen Sieg".44

Abschließend ist zu sagen, dass es unter den Kuttenfans eine sogenannte Männlichkeitsnorm gab, dies bedeutet, dass die Männer in der Fankurve erheblich dominierten. Bis in die 80er Jahre gab es sehr wenige Frauenfanclubs. Frauen wurden als Anhängsel der Kuttenfans gesehen. In vielen Gemeinschaften der Kuttenfans waren Frauen sogar verboten.45

4.3 Begriffe Hooligan und Hooliganismus (Sebastian Hofmann)

Die Bezeichnung Hooligan wurde zum ersten Mal nachweisbar in einer englischen Tageszei- tung im Jahr 1898 verwendet. Jedoch ist der Ursprung des Begriffs nicht genau festzulegen. Eine irische Familie (Houlihan) war in der Zeit bekannt für ihre gewalttätigen Familienmit- glieder und diese wurden in Volksliedern besungen. Der zweite Erklärungsversuch bezieht sich auf die „Hooley’s Gang“, einen Verbund von kleinkriminellen Jugendlichen.46 Um die Jahrhundertwende wurde der Begriff Hooligan von den Medien für Straßenkriminelle und Männer, die durch starken Alkoholkonsum und gewalttätiges Verhalten aufgefallen waren, verwendet.

In den 1960er und 1970er Jahren wurde der Begriff des Hooligans auf Personen bezogen, die im Umfeld eines Fußballspiels durch gewalttätige Aktionen gegen andere Fans oder Zuschau- er auffielen.

4.4 Struktur und Aufbau der Hooliganszene (Sebastian Hofmann)

Ein deutlich erkennbares Merkmal von heutigen Stadionbesuchern ist das Geschlecht. Frauen bzw. Mädchen spielen in der heutigen Hooliganszene eine sehr untergeordnete Rolle. Mäd- chengangs sind sehr rar in der Hooliganszene, wenn überhaupt Mädchenbanden entstehen, die dann nicht selten in Orientierung an die männlichen Verhaltensweisen Mädchen bzw. Frauen provozieren und verprügeln. Jedoch findet dieses Verhalten meist bei dem ersten Kontakt mit der Staatsgewalt ein Ende.47

Den wenigen Mädchen bzw. Frauen in der Szene der Hooligans wird die Rolle der Begleitperson zugeschrieben, sie stehen üblicherweise in der zweiten oder dritten Reihe. Sie werden als Sexualobjekt betrachtet, sie werden dafür verwendet, eine machohafte Selbstbestätigung in der Gruppe zu erzielen, dadurch bekommt der Peiniger Prestige in der Gruppe.48

[...]


1 http://www.spiegel.de/fotostrecke/wm-2014-die-besten-zitate-und-sprueche-von-fussballern- fotostrecke-115528-3.html [Zugriff: 09.09.2015].

2 Vgl. EISENBERG, Chr.: Fußball als globales Phänomen. Ein englischer Sport auf seinem Weg um die Welt, 2006, 14-20.

3 „Fußballspieler“ beinhaltet beide Geschlechter.

4 Vgl. http://www.bpb.de/lernen/grafstat/185917/m-03-02-massenphaenomen-fussball [Zugriff am 22.07.2015].

5 Vgl. http://www.bpb.de/lernen/grafstat/185917/m-03-02-massenphaenomen-fussball [Zugriff am 22.07.2015].

6 Vgl. Baubeginn 1922, Fertigstellung 1923 http://www.wembleystadium.com/TheStadium [Zugriff am 23.07.2015].

7 Vgl. EISENBERG, Chr.: Fußball als globales Phänomen. Ein englischer Sport auf seinem Weg um die Welt, 2006, 14-20.

8 Vgl. SCHULZE-MARMELING, D.: Die Geschichte der FIFA-Weltmeisterschaft, 2006, 4-14.

9 Vgl. EISENBERG, Chr.: Fußball als globales Phänomen. Ein englischer Sport auf seinem Weg um die Welt, 2006, 14-20.

10 Vgl. http://www.bpb.de/lernen/grafstat/185917/m-03-02-massenphaenomen-fussball [Zugriff am 22.07.2015].

11 Vgl. SCHULZE-MARMELING, D.: Die Geschichte der FIFA-Weltmeisterschaft, 2006, 4-14.

12 Institut für Migration- und Rassismusforschung (Hrsg.): Rassismus und Migration in Europa, 1992, S.375.

13 Vgl. HUND, W.: Rassismus, 2007, S. 8.

14 Vgl. http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/was-ist-rassismus-0 [Zugriff am 23.07.2015].

15 Vgl. HUND, W.: Rassismus, 2007, S. 12.

16 Vgl. DEMBOWSKI, G.: Zur Rolle von Fußballfans im Engagement gegen Rassismus und Diskri- minierung, 2008, 95-102.

17 Vgl. BLASCHKE,R.: Im Schatten des Spiels, Rassismus und Randale im Fußball, 2008, S.111.

18 Vgl. HUNDSEDER. Rechtsextremismus, 1993, S.8.

19 Vgl. PILZ, G.: Rechtsextremismus im Sport, 2006, S. 231.

20 Vgl. http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/rechtsextremismus-im-fussball [Zugriff: 23.07.2015].

21 Vgl. PILZ, G.: Rechtsextremismus im Sport, 2006, S. 233.

22 Vgl. S. 232.

23 Vgl. KÜHNER, Th.: Antisemitismus in Deutschland, 2010, S. 11.

24 Vgl. Ebd. S. 15.

25 Vgl. http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/antisemitismus-im-fussball [Zugriff: 23.07.2015].

26 Vgl.http://www.deutschlandradiokultur.de/antisemitismus-im-fussball-klischees-in-der- kurve.966.de.html?dram:article_id=308164 [Zugriff: 23.07.2015].

27 http://www.deutschlandradiokultur.de/antisemitismus-im-fussball-klischees-in-der- kurve.966.de.html?dram:article_id=308164 [Zugriff: 23.07.2015].

28 Vgl. Ebd.

29 Vgl. BRÄNDLE,F., KOLLER, C.: Goal! Kultur- und Sozialgeschichte des modernen Fußballs, 2002, S. 49.

30 Vgl. Ebd. S.61.

31 Vgl. DEMBOWSKI, G.: Sitzen immer noch für’n Arsch - Wie Stadien zu Arenen werden, 2004, S. 11.

32 Vgl. Ebd. S.14.

33 Vgl. Ebd, S.13.

34 Vgl. DEMBOWSKI, G.: Sitzen immer noch für’n Arsch - Wie Stadien zu Arenen werden, 2004, S. 14.

35 Vgl. http://p3lz3r.bplaced.net/hools/fankultur.html [Zugriff: 30.7.2015].

36 Vgl. PILZ, G.: Die Welt der Fans, 1988, S. 18.

37 Vgl. LANGER, D.: Faszination Ultras, 2010, S. 26.

38 Vgl. Ebd. S. 26.

39 Vgl. GABLER, J.: Ultrakulturen und Rechtsextremismus, 2009, S. 73.

40 Vgl. LANGER, D.: Faszination Ultras, 2010, S. 27.

41 PILZ, G.: Fußballfankulturen und Gewalt- Wandlungen des Zuschauerverhaltens: Vom Kuttenfan und Hooligan zum postmodernen Ultra und Hooltra, 2006, S. 53.

42 Vgl. LANGER, D.: Faszination Ultras 2010, S. 28.

43 Vgl. Ebd. S. 28.

44 PILZ, G.: Fußballfankulturen und Gewalt- Wandlungen des Zuschauerverhaltens: Vom Kuttenfan und Hooligan zum postmodernen Ultra und Hooltra, 2006, S. 3.

45 Vgl. Ebd. S. 3.

46 Vgl. SEIGERSCHMIDT, P.: Hooliganismus und Gewalt - Die Subkultur der Hooligans, 2005, S. 10.

47 Vgl. NOVAK, M.: Hooligans und Skinheads, Wien 1994, S. 111.

48 Vgl. Ebd. S.112.

Details

Seiten
62
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668135659
ISBN (Buch)
9783668135666
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v311937
Institution / Hochschule
Universität Erfurt – Philosophische Fakultät
Note
2,0
Schlagworte
rassismus rechtsextremismus antisemitismus fußballstadion traditionsmannschaft carl zeiss jena

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Titel: Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fußballstadion und in der Traditionsmannschaft FC Carl Zeiss Jena