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Das Krankheitsbild der Alkoholabhängigkeit. Geschichte, Ätiologie und Folgeschäden

Akademische Arbeit 2011 57 Seiten

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Alkoholabhängigkeit ... 2

2 Das Phänomen der Alkoholabhängigkeit ... 3

2.1 Geschichte der Alkoholabhängigkeit als Krankheit ... 3

2.2 Begriffsbestimmungen: Abhängigkeit – Missbrauch – Sucht ... 4

3 Epidemiologie der Alkoholabhängigkeit ... 9

4 Ätiologie der Alkoholabhängigkeit ... 12

4.1 Das sozialwissenschaftliche Erklärungsmodell ... 12

4.2 Die psychologischen Erklärungsmodelle ... 15
4.2.1 Das lerntheoretische Erklärungsmodell ... 15
4.2.2 Das kognitive Erklärungsmodell ... 17
4.2.3 Das psychoanalytische Erklärungsmodell ... 18
4.2.4 Das persönlichkeitstheoretische Erklärungsmodell ... 20

4.3 Das (neuro-)biologische Erklärungsmodell ... 21

4.4 Das biopsychosoziale Erklärungsmodell ... 22

5 Folgeschäden der Alkoholabhängigkeit ... 30

5.1 Psychische Folgeschäden ... 30

5.2 Soziale Folgeschäden ... 32

5.3 Physische Folgeschäden ... 35

6 Literatur- und Quellenverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur) ... 38

7 Abkürzungsverzeichnis ... 69

1 Alkoholabhängigkeit

Ziel dieser Arbeit ist es, grundlegende Aspekte der Alkoholabhängigkeit aufzuzeigen: Die Darstellungen des Phänomens der Alkoholabhängigkeit, der Epidemiologie und der Ätiologie geben Auskunft über Hintergründe dieser Krankheit. Die Folgeschäden sowie die Behandlungsinhalte und -formen im deutschen Suchthilfesystem vertiefen dieses detaillierte Vorwissen zur Alkoholabhängigkeit, welches die Basis der hier bearbeiteten Thematik darstellt.

Die verschiedenen Facetten der Alkoholabhängigkeit werden in den folgenden Kapiteln näher beleuchtet und in Beziehung zu Deutschland gesetzt. Die Betrachtungen beginnen mit dem Phänomen der Alkoholabhängigkeit (vgl. Kap. 2), wobei die Geschichte als Krankheit (vgl. Kap. 2.1) und die Begriffsbestimmung, wann eine Abhängigkeit, ein Missbrauch bzw. eine Sucht vorliegt (vgl. Kap. 2.2), abgeklärt werden. Daraufhin werden die Epidemiologie der Alkoholabhängigkeit (vgl. Kap. 3) und die Ätiologie anhand verschiedener Erklärungsmodelle (vgl. Kap. 4) dargestellt. Es handelt sich hierbei zunächst um das sozialwissenschaftliche, die psychologischen (lerntheoretisch, kognitiv, psychoanalytisch und persönlichkeitstheoretisch) und um das (neuro-)biologische Erklärungsmodell (vgl. Kap. 4.1-4.3). Daraufhin wird das biopsychosoziale Erklärungsmodell der Alkoholabhängigkeit (vgl. Kap. 4.4) beschrieben, welches das gängige Modell in der Praxis dargestellt, da es die zuvor beschriebenen Erklärungstheorien integriert. Zum Schluss werden die Folgeschäden der Alkoholabhängigkeit (psychisch, sozial und physisch) (vgl. Kap. 5) beschrieben.

2 Das Phänomen der Alkoholabhängigkeit

2.1 Geschichte der Alkoholabhängigkeit als Krankheit

Schon seit dem Altertum ist Alkohol unter den Menschen sehr weit verbreitet, doch auch schon seit Urgedenken ist diese Substanz „ein umstrittenes Getränk“ (Feuerlein 1979, S. 1 und vgl. Mann 1999, S. 183). Im Laufe des 16. Jahrhunderts kommt es durch umfassende gesellschaftliche Veränderungen zum Statusverlust des ungehemmten Alkoholkonsums. Dieser verliert seine Selbstverständlichkeit, woraufhin Menschen mit Alkoholproblemen zunehmend moralisch verurteilt und zusammen mit Verrückten und Kriminellen von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Im Jahre 1774 benannte der amerikanische Arzt Benjamin Rush den Alkoholismus erstmals als Krankheit des Willens. Durch ihn wurde die Entwicklung dahingehend angestoßen, diese Krankheit aus dem medizinischpsychologischen Blickwinkel zu betrachten und dementsprechend zu behandeln. (Vgl. Schabdach 2009, S. 29 und vgl. Lindenmeyer 1999, S. 1) Durch die Aussage, dass die „... Begierde nach häufiger Trunkenheit eine durch die chemische Natur der alkoholischen Getränke hervorgerufene Krankheit ...“ (Soyka und Küfner 2008, S. 4) sei, wurde der schottische Arzt Thomas Trotter im Jahre 1780 zum „Vater des Krankheitskonzepts des Alkoholismus“ (ebd.). Der Arzt Magnus Huss aus Schweden bezeichnete im Jahre 1852 mit dem Begriff des Alkoholismus die körperlichen Folgeschäden, die durch übermäßigen Alkoholkonsum entstehen (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 1).

Das Bündel dieser Gedanken griff der amerikanische Physiologe Elvin Morton Jellinek auf und entwickelte im Jahre 1942 das Krankheitsmodell der Alkoholabhängigkeit, dem heutige Behandlungsansätze zugrunde liegen (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 16 und vgl. Lindenmeyer

1999, S. 1). Dieses Krankheitsmodell klassifiziert alkoholabhängige Menschen1 nach Typen und untergliedert die Krankheitsentwicklung der Alkoholabhängigkeit in Phasen (vgl. Feuerlein 2000c, S. 17f.). Obwohl das Modell bis heute kontrovers diskutiert wird, beeinflusste es die Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 18. Juni 1968, dass nicht nur die Alkoholfolgekrankheiten, sondern auch der Alkoholismus als solcher in Deutschland als Krankheit anerkannt wurde. Diese Entscheidung ist von großer Bedeutung für das Verständnis und das Selbstverständnis alkoholkranker Menschen, denn sie wirkt der bis heute nicht gänzlich ausgeräumten Bagatellisierung und Moralisierung des Alkoholkonsums in unserer Gesellschaft entgegen. (Vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 16f., vgl. Reker 2007, S. 176, vgl. Trost 2002, S. 288, vgl. Zeitler 2001, S. 308 und vgl. Lindenmeyer 1999, S. 1f.) Reker schildert die Hintergründe dieser Moralisierung: „Die christliche Tradition hat dazu beigetragen, dass der übermäßige Suchtmittelkonsum stark schuldbesetzt geblieben ist und Schuld- und Schamgefühle in der Therapie von Suchtpatienten auch deshalb immer einen hohen Stellenwert behalten haben“ (Reker 2007, S. 175).

Durch diese gesetzliche Verankerung der Alkoholabhängigkeit als Krankheit ist der Behandlungsanspruch der Betroffenen begründet (vgl. Lindenmeyer 1999, S. 1), wodurch sich seit dem Jahre 1968 in Deutschland „... ein qualitativ hochwertiges und flexibles Behandlungs- und Beratungssystem für Abhängigkeitserkrankungen...“ (Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation 2006, S. 4) entwickelt hat.

2.2 Begriffsbestimmungen: Abhängigkeit – Missbrauch – Sucht

Als Synonym für den älteren Begriff des Alkoholismus wird heute der Terminus Alkoholabhängigkeit verwendet, wobei umgangssprachlich der alte Begriff nach wie vor weltweit und missverständlich verbreitet ist (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 1 und vgl. Feuerlein 2000c, S. 16). Die Bezeichnung Alkoholismus ist missverständlich, weil sie einerseits die Alkoholabhängigkeit und andererseits den Alkoholmissbrauch, bzw. den schädlichen Gebrauch, bezeichnet, obwohl es sich hier um zwei unterschiedliche Phänomene handelt (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 1f. und vgl. Schmidt und Schmidt 2003d, S. 52).

Eine Alkoholabhängigkeit liegt laut ICD-102 dann vor, wenn drei oder mehr der folgenden psychischen und physischen Kriterien gemeinsam mindestens einen Monat lang vorhanden waren oder während des letzten Jahres wiederholt aufgetreten sind (vgl. Dilling u.a. 2006, S. 79):

Psychische Kriterien:
– Craving: starker Wunsch oder eine Art Zwang, Alkohol zu konsumieren
– Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums
– Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen zugunsten des Alkoholkonsums: erhöhter Zeitaufwand, um den Alkohol zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen
– Anhaltender Alkoholkonsum trotz Nachweis eindeutiger schädlicher Folgen wie Leberschädigung durch exzessives Trinken, depressive Verstimmungen infolge starken Alkoholkonsums oder alkoholbedingte Verschlechterung kognitiver Funktionen

Physische Kriterien:
– Körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Reduktion des Konsums: nachgewiesen durch alkoholspezifische Entzugssymptome oder durch die Aufnahme der gleichen oder einer nahe verwandten Substanz, um Entzugssymptome zu mildern oder zu vermeiden. Mögliche Entzugssymptome: Tremor, Schwitzen, Übelkeit, Hypertonie, psychomotorische Unruhe, Kopfschmerzen, Insomnie (Schlafstörung), Krankheitsgefühl, Schwäche, Halluzinationen, Krampfanfälle
– Nachweis einer Toleranzentwicklung: Erforderlichkeit von zunehmend höheren Dosen, um die ursprünglich durch niedrigere Dosen erreichte Wirkung der Substanz hervorzurufen.
(Vgl. Dilling u.a. 2006, S. 79ff.)

Im DSM-IV3 wird von sehr ähnlichen Diagnosekriterien für die Alkoholabhängigkeit ausgegangen (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 13 und vgl. Feuerlein 2000c, S. 17). Wie zuvor dargestellt kann zwischen physischer und psychischer Abhängigkeit unterschieden werden, wobei die psychische Abhängigkeit auch nach erfolgtem körperlichen Entzug fortbestehen kann (vgl. Feuerlein 2000c,

S. 17 und vgl. Trost 1999, S. 218). Tretter und Müller verstehen die Abhängigkeit als eine „...extrem starke Bindung, gegen die der Verstand zunächst machtlos ist, ja sich sogar diesem Verlangen unterordnet“ (Tretter und Müller 2001a, S. 23).

Der Missbrauch (Abusus) von Alkohol kann die Vorstufe einer Alkoholabhängigkeit sein (vgl. Schmidt und Schmidt 2003d, S. 52 und vgl. Trost 2002, S. 281). Feuerlein erklärt: „Unter Mißbrauch (!) versteht man den Gebrauch einer Sache in einer Weise, die vom üblichen Gebrauch bzw. vom ursprünglich dafür gesetzten Zweck abweicht, und zwar in qualitativer wie in quantitativer Hinsicht“ (Feuerlein 1979, S. 3). Von einem Alkoholmissbrauch kann demzufolge gesprochen werden, wenn alkoholbezogene Folgeschäden auf körperlicher, psychischer und/oder sozialer Ebene aufgetreten, aber die Kriterien für eine Abhängigkeit noch nicht erfüllt sind. Beispielsweise liegt ein Alkoholmissbrauch dann vor, wenn im Straßenverkehr getrunken wird, auch wenn die getrunkene Menge in einer anderen Situation auf Toleranz stößt. (Vgl. Feuerlein 2000c, S. 17, vgl. Lindenmeyer 1999, S. 11 und vgl. Feuerlein 1979, S. 3) Es treten bei einem Missbrauch folgerichtig keine Toleranzentwicklung, keine Entzugssymptome und kein zwanghafter Alkoholgebrauch wie bei einer Abhängigkeit auf. Von Bedeutung sind die schädlichen Konsequenzen des wiederholten Alkoholgebrauchs. (Vgl. DSM-IV 2003, S. 238)

Nach dem DSM-IV ist ein Alkoholmissbrauch festzustellen, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien innerhalb desselben 12-Monats-Zeitraums vorliegt:
– Wiederholter Alkoholkonsum, der zu einem Versagen bei der Erfüllung wichtiger Verpflichtungen (Arbeit, Schule, familiäres Umfeld) führt
– Wiederholter Alkoholkonsum in Situationen, in denen es aufgrund des Konsums zu einer körperlichen Gefährdung kommen kann (im Straßenverkehr, an Maschinen)
– Wiederkehrende rechtliche Probleme im Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum (Verhaftungen)
– Fortgesetzter Alkoholkonsum trotz ständiger oder sich wiederholender sozialer oder zwischenmenschlicher Probleme, die durch die Auswirkungen des Alkohols verursacht oder verstärkt werden (Streit mit Ehegatten, Gewalt, Kindesmissbrauch). (Vgl. DSM-IV 2003, S. 239)

In der ICD-10 wird anstelle des Missbrauchsbegriffs der Terminus des schädlichen Gebrauchs verwendet. Ohne soziale Aspekte zu berücksichtigen, wird der schädliche Gebrauch in diesem Klassifikationsschema als Schädigung der psychischen oder physischen Gesundheit aufgrund des Drogenkonsums beschrieben (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 11). Laut Tretter und Müller ist der Begriff des Missbrauchs des DSM-IV, in dem auch die psychosozialen Aspekte zum Tragen kommen, normgebend und führt in Gesprächen mit alkoholabhängigen Menschen schnell zu Abwehrhaltungen, wohingegen der Begriff des schädlichen Gebrauchs im ICD-10 von ihnen als neutraler angesehen wird (vgl. Tretter und Müller 2001a, S. 25). Lindenmeyer betont hingegen, dass die „unscharfe Definition“ (1999, S. 11) des schädlichen Gebrauchs im ICD-10 zu Problemen in der Abgrenzung zu einer Abhängigkeit führen kann und hält die präziseren Missbrauchskriterien des DSM-IV für passender, um alkoholgefährdete Menschen frühzeitig diagnostizieren zu können (vgl. ebd.).

Ähnlich wie der Alkoholismusbegriff ist auch der Terminus der Sucht umgangssprachlich weit verbreitet (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 7). Der Bezeichnung leitet sich von Siechtum ab. Die ursprüngliche Wortbedeutung konzentriert sich auf das krankhafte Verlangen nach bestimmten Erlebniszuständen. (Vgl. Wolffersdorff 2005, S. 324) Im Jahre 1964 wurde der Suchtbegriff von der WHO4 durch den der Abhängigkeit abgelöst (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 8 und vgl. Trost 2002, S. 282). Es wurde vorgeschlagen, stoffgebundene Phänomene nicht mehr als Sucht zu bezeichnen, sondern sie „... durch Zusammenstellung mit der Nennung einer psychotropen Substanz als stoffgebundene Abhängigkeit zu spezifizieren“ (Schmidt und Schmidt 2003a, S. 9). Dem lag die Einschätzung zugrunde, dass die Bezeichnung Sucht im Gegensatz zum Abhängigkeitsbegriff unscharf, mehrdeutig und schwer zu definieren ist und es sich bei der Sucht um ein substanz- übergreifendes Erscheinungsbild handelt (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 8, vgl. Kleinemeier 2004, S. 12 und vgl. Schmidt und Schmidt 2003a, S. 9).

In beiden aktuellen Klassifikationsschemata (ICD-10 und DSM-IV) wird der Begriff der Sucht derzeit vermieden (vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 8). In Zukunft wird dieser Terminus durch das

DSM-55, welches im Mai 2013 erscheinen soll, jedoch wieder eingeführt (vgl. Rumpf und Kiefer 2011, S. 45). Rumpf und Kiefer erklären die Änderungen im zukünftigen DSM-5 bezüglich der Begriffsbenutzung mit folgenden Worten:

Der frühere Oberbegriff „Substanzbezogene Störungen“ erhält die neue Bezeichnung „Sucht und zugehörige Störungen“ („Addiction and Related Disorders“). (...) Als erste nicht stoffgebundene Störung wurde das pathologische Glücksspielen aufgenommen. Eine weitere weitreichende Änderung ist, dass die Differenzierung zwischen Missbrauch (Substance Abuse) und Abhängigkeit (Substance Dependence) aufgegeben wurde, um stattdessen eine „Substanzgebrauchsstörung“ („Substance Use Disorder“) zu definieren. (Rumpf und Kiefer 2011, S. 45)

Demnach wird die zuvor beschriebene Unterscheidung von Abhängigkeit und Missbrauch in Zukunft zumindest vom DSM-5 aufgehoben (vgl. Rumpf und Kiefer 2011, S. 45). Wie im Zitat angesprochen wird eine neue Kategorie Sucht und zugehörige Störungen eingeführt, die neben der Drogensucht auch die Spielsucht umfasst, also stoffungebundene und stoffgebundene Süchte mit ein schließt (vgl. American Psychiatric Association, 2010b zit. n. vgl. Rumpf und Kiefer 2011, S. 45). Die Vor- und Nachteile und die Konsequenzen, die diese Veränderung in der Praxis mit sich bringen, werden von Rumpf und Kiefer beschrieben (vgl. 2011, S. 45-48). Das Darstellen dieser Aspekte würde den Rahmen dieser Arbeit jedoch sprengen.

[...]


1 In der vorliegenden Arbeit werden die Begriffe alkoholabhängiger Mensch, Patient, Ratsuchender, Klient, Konsument, Betroffener u.a. synonym verwandt.

2 Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) ist das weltweit anerkannte Diagnoseklassifikationssystem der Medizin. Es wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben. Derzeit gilt die 10. Revision (ICD-10). (Vgl. Stimmer 2000c, S. 337) Die Alkoholabhängigkeit ist im ICD-10 im Kapitel V der Kategorie Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (Codegruppe F10-F19) zugeordnet (vgl. Jungnitsch 2009, S. 69 und vgl. Dilling u.a 2006, S. 71ff.). Die ICD-10 ist abrufbar unter: www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/htmlgm2011/index.htm

3 Das Diagnostische und Statistische Handbuch Psychischer Störungen (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) ist ein Klassifikationssystem der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung (American Psychiatric Association), die diese das erste Mal 1952 in den USA herausgegeben hat. Derzeit gilt die 4. Auflage (DSM-IV). (Vgl. Saß u.a. 2003, S. IX) Das DSM-IV ist abrufbar unter: http://allpsych.com/disorders/dsm.html

4 Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization) ist eine internationale 1964 gegründete

Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Sie ist die Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen. (Vgl. Stimmer 2000c, S. 641) Weitere Informationen zur WHO sind abrufbar unter: www.who.int

5 Im DSM-5 wird nicht mehr die römische, sondern die arabische Ziffer verwendet. Diese Tatsache soll als Symbol für grundlegende Änderungen verstanden werden. (Vgl. Rumpf und Kiefer 2011, S. 45)

Details

Seiten
57
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783668133631
ISBN (Buch)
9783668133662
Dateigröße
949 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v310830
Institution / Hochschule
Fachhochschule Kiel
Note
1,0
Schlagworte
krankheitsbild alkoholabhängigkeit geschichte ätiologie folgeschäden

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Titel: Das Krankheitsbild der Alkoholabhängigkeit. Geschichte, Ätiologie und Folgeschäden