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Zoozönose. Biodiversität am Blasiusberg in Völs (Tirol)

Seminararbeit 2015 15 Seiten

Biologie - Allgemeines, Grundlagen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 ABBILDUNGSVERZEICHNIS

2 TABELLENVERZEICHNIS

3 EINFÜHRUNG
3.1 ZOOZÖNOSE
3.2 INFORMATION ZUM UNTERSUCHUNGSGEBIET
3.2.1 Auwaldrest
3.2.2 Junger Mischwald auf lehmigem Rutschhang
3.2.3 Fichtenwald
3.2.4 Waldsaum Eichen-/Kiefernwald
3.2.5 Fettwiese
3.2.6 Magerwiese

4 UNTERSUCHUNGSMEHTODE
4.1 BODENFALLEN

5 ERGEBNISSE
5.1 VERGLEICH DER STANDORTE

6 DISKUSSION
6.1 AUSBLICK

7 ZUSAMMENFASSUNG

8 LITERATURVERZEICHNIS

1 Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Untersuchungsgebiet um den Blasiusberg in Völs mit den sechst untersuchten Standorten (Google Earth)

Abbildung 2: Barberfallen Standort Eichenmischwald (eigene Aufnahme)

Abbildung 3: Biodiversität alle gesammelten Individuien der sechs verschiedenen Standorte

Abbildung 4: Biodiversität und Individuenanzahl der sechs verschiedenen Standorte im Vergleich ...

2 Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Kurzbeschreibung und Koordinaten der sechs Untersuchten Standorte

Tabelle 2: Biodiversität und Individuenanzahl der sechs verschiedenen Standorte im Vergleich

3 Einführung

Im Zuge der Lehrveranstaltung "Biodiversität einheimischer Lebensräume" wurden in unter- schiedlichen Lebensräumen die Artenvielfalt näher untersucht. Ziel der Arbeit soll es sein, die unterschiedlichen Lebensräume und Lebensgemeinschaften näher zu betrachten und die theoretischen Inhalte in der Praxis näher kennen zu lernen. Weiters sollen durch die gesam- melten Daten und Erfahrungen neue praxisnahe Ideen für den späteren Unterricht entwi- ckelt werden.

Im Lehrplan der AHS Oberstufe im Unterrichtsfach Biologie und Umweltkunde werden die Themenbereiche Ökologie und Umwelt besonders berücksichtigt. Dabei wird auch auf die Wichtigkeit der praktischen Tätigkeit, wie der Freilandarbeit verwiesen (BMUKK, 2014). Im Lehrplan der AHS Unterstufe sollen besonders in den ersten Jahrgängen"[..] jene Organismen im Vordergrund stehen, die für das Ökosystem Wald von Bedeutung sind oder den Erlebnisbereich der Schülerin oder des Schülers bilden (BMUKK, 2014, S. 1)."

3.1 Zoozönose

Die Lebensgemeinschaft (Biozönose) beinhaltet alle Organismen, die in einem abgegrenzten Gebiet (Biotop) gemeinsam vorkommen und miteinander in einer Wechselbeziehung stehen. Die Lebensgemeinschaften in einem Biotop werden zusätzlich von abiotischen Umweltfaktoren wie beispielsweise dem vorherrschenden Klima beeinflusst.

Im Wörterbuch der Ökologie wird die Biozönose wie folgt definiert: "Gemeinschaft von le- benden Wesen, eine den durchschnittlichen äußeren Lebensverhältnissen entsprechende Auswahl und Zahl von Arten und Individuen, welche sich gegenseitig bedingen und durch Fortpflanzung in einem abgemessenen Gebiete dauernd erhalten (Schaefer, 2012, S. 44)." In der Untersuchung von Lebensgemeinschaften wird insbesondere darauf geachtet, welche und wie viele Arten in einer Artengemeinschaft zusammenleben und warum beispielsweise einige Lebensgemeinschaften artenarm und andere dagegen artenreich sind (Nentwig, Ba- cher, & Brandl, 2011).

Bei der enormen Artenvielfalt in Lebensgemeinschaften erweist es sich als sehr komplex die gesamte Artenzusammensetzung verlässlich zu bestimmen. Daher beschränkt sich die fol- gende Arbeit und die zugrunde liegenden praktischen Untersuchungen auf die Zoozönose, der Tierwelt, als Teil einer Lebensgemeinschaft. Weitere Faktoren der Lebensgemeinschaft wären beispielsweise die Phytozönose, die sich mit den Pflanzen oder Pflanzengesellschaften einer Lebensgemeinschaft beschäftigt (Nentwig, Bacher & Brandl, 2011). Innerhalb der Zoozönose in den Lebensgemeinschaften soll der Fokus auf die terrestrische Fauna rund um den Blasiusberg in Völs gelegt werden.

Der Boden stellt ein heterogener Lebensraum dar, der sowohl die Lithosphäre, Atmosphäre und die Hydrosphäre umfasst. Bodenorganismen sind entweder Wasserbewohner, wie Fa- denwürmer und Einzeller) oder kommen als "Landbewohner in luftgefüllten Räumen vor. Die Bodenfauna kann nach unterschiedlichsten Kriterien gegliedert werden, die wichtigsten stel- len dabei drei Merkmale dar. Die Körpergröße der Individuen nach welcher sich die Mikro- fauna (< 200 µm), die Mesofauna (200 µm - 1 cm) und Makrofauna (> 1 cm) unterscheiden lassen.

Das zweite wichtige Kriterium stellt das Vorkommen der Individuen dar. Die aquatische Fau- na bewohnt das Medium Wasser während die terrestrische Fauna im Luftraum vorkommt. Als drittes wichtiges Kriterium lassen sich nach der Ernährungsweise Saprophagen (Fresser von organischem Material), Mikrophytophagen (Nutzer von Mikroflora), Zoophagen (Räuber oder Parasiten von lebenden Tieren) und Phytophage (Pflanzenfresser) unterscheiden (Schaefer, 1996).

3.2 Information zum Untersuchungsgebiet

Die Region um den Blasiusberg in Völs liegt im Großlebensraum, dem Zonobiom der kühl- temperaten Zone der Laub abwerfenden Wälder. Das Klima in dieser Zone weist charakte- ristisch vier Jahreszeiten auf , im Winter mit Schnee und obligaten Frösten bis unter -10°C und warme, niederschlagsreiche Sommer mit langen Übergangsphasen zwischen Frühjahr und Herbst. Die Tierwelt zeigt eine typische Waldfauna mit typischen Kälteanpassungen wie beispielsweise den Überdauerungsstadien bei Wirbellosen sowie Kältestarren bei Poiki- lothermen.

Innerhalb dieses Großlebensraums gibt es jedoch durch die Vertikalstreckung in Gebirgen (Orobiome) eine deutliche Höhenzonierung, die sich verändernd auf das zonale Klima auswirkt (Nentwig, Bacher & Brandl, 2011).

Der Blasiusberg befindet sich auf 656 m ü. M. im Inntal westlich von Innsbruck (vlg. Abbil- dung 1) auf 47° 15` 03,83" nördlicher Breite und 11° 19`30,53" östlicher Länge.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Untersuchungsgebiet um den Blasiusberg in Völs mit den sechst untersuchten Standorten (Google Earth).

Auf dem rund 8 Hektar großen Untersuchungsgebiet des Blasiusbergs in der Gemeinde Völs wurden an sechs verschiedenen Standorten Barberfallen aufgestellt ( vgl. Tabelle 1, S. 8). Die einzelnen Untersuchungsgebiete sollen im Folgenden genauer beschrieben werden.

3.2.1 Auwaldrest

Der erste Standort im Westen der Gemeinde Völs befindet sich am Nordhang des Blasius- bergs und stellt ein ehemaliges Überschwemmungsgebiet des Inns dar, was sich auch in der Fauna als charakteristische Weichholzau widerspiegelt. Das Gebiet wird heute nur noch vom von Grundwasser gespeisten Völser Teich beeinflusst (Kopf T. und Steiner F., mündl. Mittei- lung).

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Details

Seiten
15
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668094970
ISBN (Buch)
9783668094987
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v310728
Institution / Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck – Ökologie
Note
2
Schlagworte
Zoozönose Biodiversität Bodenfallen Bodenfauna

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Titel: Zoozönose. Biodiversität am Blasiusberg in Völs (Tirol)