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Hat Ernährung einen präventiven Einfluss auf die Entstehung von Darmkrebs?

von Bercem Uzun (Autor) Max Schierhorn (Autor)

Hausarbeit 2014 19 Seiten

Gesundheit - Public Health

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ...1

2. Definition von Darmkrebs ...2

3. Verbreitung von Darmkrebs ...3

4. Ursachen von Darmkrebs ...4
4.1. Veranlagungen ...4
4.1.1. Familiäres kolorektales Karzinom ...4
4.1.2. HNPCC ...4
4.1.3. FAP ...5
4.2. Risikofaktoren ...5
4.2.1. Fetthaltige Lebensmittel ...5
4.2.2. Fleisch ...5
4.2.3. Adipositas ...6
4.2.4. Alkohol ....7

5. Primärprävention ...7
5.1. Fisch ...7
5.2. Obst und Gemüse ...8
5.3. Knoblauch ...9
5.4. Vitamine ...9
5.5. Milch ...9
5.6. Ballaststoffe ...10

6. Diskussion ...10

7. Fazit ...14

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema, ob die Ernährung einen präventiven Einfluss auf die Entstehung von Darmkrebs haben kann. Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen weltweit. 2012 erkrankten laut der WHO etwa 14,1 Millionen an Krebs. Darmkrebs ist dabei die dritthäufigste Form mit 1,4 Millionen Neuerkrankungen und 530.000 Todesfällen pro Jahr. Allein in Deutschland gibt es jährlich 73.000 Neuerkrankungen und 27.000 durch Darmkrebs verursachte Todesfälle (Deutsche Krebsgesellschaft et al. 2013). Nur Lungen- und Brustkrebs sind häufiger. Die weltweiten Unterschiede bezüglich der Darmkrebsinzidenz lassen vermuten, dass etwa 90% aller Darmkrebserkrankungen auf umweltbedingte Faktoren zurückzuführen sind. Bei den restlichen 10% haben genetische Tumordispositionen und/oder chronische Darmkrankheiten einen großen Einfluss auf die Entstehung des Darmkrebs (Scheppach et al. 2000). Die meisten Darmkrebsfälle könnten durch eine besser umgesetzte Primärprävention verhindert werden. Das Ziel der Primärprävention von Darmkrebs ist, Risikofaktoren, wie die Ernährung, bevor sie überhaupt zu Risikofaktoren werden, zu eliminieren. Die Primärprävention von Krebs ist von der WHO im Zuge des „Cancer Control“ Programms, als Public Health Thema deklariert worden. Cancer Control bezeichnet alle Maßnahmen, die Krebsinzidenz und Mortalität verringern und umfasst somit die Krebsprävention, Früherkennung, kurative Behandlung und die Palliation (Ullrich et al. 2004).

Für das Verständnis der Entstehung von Darmkrebs, werden wir zunächst einmal einen Überblick über diverse, Darmkrebs verursachende Faktoren liefern. Zuerst wird der Einfluss von genetischen Veranlagungen auf die Entstehung von Darmkrebs beleuchtet. Dabei unterscheiden wir zwei verschiedene Gruppen. Die erste Gruppe ist die, derjenigen in deren Familien bereits Fälle von Darmkrebs vorkamen, aber keine nachweisbare erbliche Veranlagung vorliegt. In der zweiten Gruppe sind die beiden speziellen Fälle der Familiären adenomatösen Polyposis (im folgenden FAP) und der Hereditären nonpolypösen kolorektalen Karzinome (im folgenden HNPCC); (Deutsche Krebsgesellschaft et al. 2013). Weiter wird der Einfluss verschiedener Risikofaktoren, wie der Adipositas, auf die Darmkrebsentstehung untersucht. Anschließend gibt es einen Überblick über die präventive Wirkung einzelner Nahrungsbestandteile.

Ziel der Diskussion ist, festzustellen ob Ernährung einen präventiven Einfluss auf die Entstehung von Darmkrebs hat. Im Laufe der Diskussion stellen wir außerdem den Einfluss des Alkoholkonsums dar.

2 Definition von Darmkrebs

[Dies ist eine Leseprobe. Abbildungen sind nicht entalten.]
Abbildung 1: Der Darm; Quelle: Onmeda 2013

Der Darm lässt sich in drei Bereiche einteilen: Dickdarm, Dünndarm und Darmausgang. Der Dickdarm lässt sich wiederum in Blinddarm, Grimmdarm (Kolon) und Mastdarm (Rektum) aufteilen (Onmeda 2013). Im Dünndarm findet die eigentliche Verdauung statt. Der Dickdarm speichert die unverdaulichen Reste bis zum nächsten Stuhlgang und entzieht ihnen Wasser, wie auch Salz.

Darmkrebs entsteht bei den meisten Fällen durch die „Adenom-Karzinom-Sequenz“. Die meisten bösartigen Darmtumore entstehen aus zuerst gutartigen adenomatösen Polypen (vgl. Hauser 2004).

Darmkrebserkrankungen treten hauptsächlich im Dickdarm auf. Im Dünndarm wie auch im Analbereich treten Krebsgeschwülste deutlich seltener auf. Dickdarmkrebs (lat.: Kolorektal Karzinom) wird je nach befallenem Bereich in Kolon- oder Rektalkarzinom eingeteilt. Darmkrebs ist die bei Frauen am zweithäufigsten und bei Männern am dritthäufigsten auftretende Krebsform. Die Lebenserwartung von Darmkrebs Kranken sinkt um 6-7 Jahre. Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken nimmt ab dem 50ten Lebensjahr erheblich zu (Deutsche Krebsgesellschaft et al. 2013). Etwa 90% aller Darmkrebsfälle treten ab dem 50ten Lebensjahr auf.

3 Verbreitung von Darmkrebs

[Dies ist eine Leseprobe. Abbildungen sind nicht entalten.]
Abbildung 2: Inzidenz von Darmkrebs; Quelle: Globocan 2012

In den USA, Australien, Neuseeland und in Teilen Europas erkranken etwa 40 von 100.000 Einwohnern, während in Teilen Afrikas und Asiens, sowie in Mittelamerika nur etwa 5 von 100.000 Einwohnern erkranken. Die Inzidenz in Europa stabilisiert sich allmählich, wohingegen die Entwicklung der Inzidenz in Japan, sowie in Mittel- und Niedriglohnländern konträr verläuft. Dort nimmt die Inzidenz stark zu (World Cancer Research Fund & American Institute for Cancer Research 2007).

Es wurde beobachtet, dass die Inzidenz stark zunimmt, wenn Menschen aus Regionen, mit einem niedrigen Risiko an Darmkrebs zu erkranken, in Regionen mit einem hohen Risiko, wie z.B. die USA, immigrieren. Daraus lässt sich schließen, dass Umweltfaktoren einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung von Darmkrebs haben.

Die erhöhte Inzidenz in den Industrieländern ist stark verknüpft mit der durchschnittlich niedrigen physischen Aktivität und der Kalorienreichen Ernährungsweise. (vgl. World Cancer Research Fund & American Institute for Cancer Research 2007)

4 Ursachen von Darmkrebs

4.1 Veranlagungen

4.1.1 Familiäres kolorektales Karzinom

Personen, in deren Familien Fälle von Darmkrebs vor dem 60 Lebensjahr auftreten haben ein erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Wer direkte Verwandte hat, die an einem kolorektalen Karzinom (im folgenden KRK) leiden, hat ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines KRK. Wenn Darmkrebs vor dem 60 Lebensjahr entsteht oder mehrere Fälle von Darmkrebs bei erstgradig Verwandten auftreten ist das Risiko selbst an einem KRK zu erkranken um das Drei- bis Vierfache erhöht (Deutsche Krebsgesellschaft et al. 2013).

Bei diesen Fällen spielen vermutlich mehrere verschiedene Erbanlagen eine Rolle, die bis jetzt noch nicht konkret identifiziert werden konnten. Diese Gruppe macht 20-30% der Darmkrebs Patienten aus (Deutsche Krebsgesellschaft et al. 2013).

4.1.2 HNPCC

HNPCC bezeichnet das erblich bedingte Coloncarcinom ohne Polyposis. Es wird ausgelöst durch Keimbahnmutationen von Genen und basiert auf einer Störung im DNA-Mismatch-Repair-System. Erstgradig Verwandte der Betroffenen haben aufgrund des meist autosomal-dominanten Erbgangs ein 50%iges Risiko, ebenfalls an dieser genetischen Disposition zu leiden (Deutsche Krebsgesellschaft et al. 2013).

Etwa 10% der Kolorektalen Karzinome treten laut Epidemiologischen Daten aufgrund einer genetischen Tumordisposition auf, wobei HNPCC am häufigsten vorkommt. Das Risiko von HNPCC Trägern an KRK zu erkranken beträgt etwa 50-70% , wobei es vor dem 25 Lebensjahr äußerst selten vorkommt und im Mittel mit etwa 44 Jahren auftritt.

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Details

Seiten
19
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668088252
ISBN (Buch)
9783668088269
Dateigröße
606 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v310241
Institution / Hochschule
Universität Bremen
Note
1,7
Schlagworte
ernährung einfluss entstehung darmkrebs

Autoren

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