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Der Private Equity Markt. Veränderungen und Herausforderungen infolge der Finanzmarktkrise 2007

Bachelorarbeit 2015 36 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis...I
Abbildungsverzeichnis...III
Tabellenverzeichnis...III
Symbolverzeichnis... IV

1 Einleitung...1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung...1
1.2 Aufbau der Arbeit...2

2 Die Vorstellung des Geschäftsmodells von Private – Equity als eine Möglichkeit von Beteiligungskapital...3
2.1 Beteiligungsanlässe...3
2.1.1 Expansionsfinanzierung...3
2.1.2 Buy Outs (LBO, MBO, MBI...3
2.1.3 Turnaround...4
2.2 Die Phasen einer Private Equity Investition...5
2.2.1 Anbahnung...5
2.2.2 Investition...5
2.2.3 Monitoring and Controlling...7
2.2.4 Exit...8
2.3 Die Methoden zur Steigerung der Rendite...9
2.3.1 Finanzielle Wertetreiber...9
2.3.2 Strategische Wertetreiber...11
2.3.3 Operative Wertetreiber...12

3 Herausforderungen für Private Equity – Häuser...13
3.1 Die Marktentwicklung bis zur Finanzkrise...13
3.2 Herausforderungen für das Geschäftsmodell...14
3.2.1 Finanzierung...14
3.2.2 Kapitalbeschaffung...15
3.2.3 Anpassung des Fee-Models...17

4 Anpassungs- und Lösungsnotwendigkeiten...18
4.1 Financial Modelling...20
4.2 Strategien...20
4.3 Operational Improvements...23

5 Fazit...25

Literaturverzeichnis...VI

Sonstige Quellen...IX

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Private Equity / Venture Capital...1
Abbildung 2: Prozess der Private Equity Investition...5
Abbildung 3: Private Equity Exitstrategien Quelle: Eigene Anfertigung...8
Abbildung 4: Private Equity Marktverlauf...13
Abbildung 5: Volumen von Fund Raising in Europa...15
Abbildung 6: Fund Raising Investorenstruktur...16
Abbildung 7: Durchschnittliche Haltedauern der PE – Beteiligungen...21
Abbildung 8: Anzahl an Add One Investitionen...23

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Bedeutung der Wertschöpfungstreiber...19

Abkürzungsverzeichnis

BVK = Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften
f. = folgende
ff. = fortfolgende
Hrsg. = Herausgeber
IPO = Initial Public Offering
KKR = Kohlberg Kravis Roberts und Co.
LBO = Leveraged Buy Out
MBI = Management Buy In
MBO = Management Buy Out
Mio. = Million
PE = Private Equity
PEG = Private Equity Gesellschaften
S. = Seite/Seiten
SPD = Sozialdemokratische Partei Deutschlands
T = Tausend
z. B. = zum Beispiel
Vgl. = Vergleiche

Symbolverzeichnis

Ø = Durchschnitt
€ = Euro
= = gleich
% = Prozent

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

„Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten - Sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter.“ Franz Müntefering, SPD, 17.04.2005

Der Begriff Private Equity, auf deutsch übersetzt außerbörsliches Eigenkapital, ist dem Bereich des Beteiligungskapitals zuzuordnen, welches überwiegend von privaten und instititutionellen Anlegern einer Private Equity Gesellschaft zur Beteiligung an anderen Unternehmen in bestimmten Phasen zur Verfügung gestellt wird. Unterschieden wird zwischen dem Venture Capital, dem Wagniskapital, welches die Beteiligung an jungen Unternehmen wie Start Ups in Early Stages oder Wachstumsphasen bezeichnet und den Buy Out, welches die Beteiligung an reifen und etablierten Unternehmen umfasst.[1]

Wie in der dargestellten Abbildung 1 zu erkennen ist, entscheidet die Phase der Beteiligung, ob es sich um Private Equity oder Venture Capital handelt. Für den weiteren Verlauf der Arbeit beziehen wir uns jedoch mit Private Equity auf die Buy Outs.

[Dies ist eine Leseprobe. Grafiken und Tabellen sind nicht enthalten]

Abbildung 1: Private Equity / Venture Capital; Quelle: Eigene Anfertigung; Vgl. Forbes. What's The Difference Between Private Equity And Venture Capital?

Eine Branche, die seit Jahren für ihre Investoren trotz Krisen durchgängig übermäßige Renditen erwirtschaftete und in der Öffentlichkeit mit spektakulären Mega Deals und Milliarden Fonds eins prahlte geriet in Schwierigkeiten. Doch wie kam sie mit der Finanzmarktkrise 2007 so stark unter Kritik?[2] Aussagen wie die von Franz Müntefering waren kein Einzelfall. Das Geschäftsmodell war jahrelang unverändert geblieben und war einfach, Unternehmen günstig kaufen – umstrukturieren – Incentives geben und mit Gewinn wieder veräußern.[3] So lief es zumindest über die letzten Jahre. Doch wieso kam das Geschäftsmodell mit dem Eintritt der Finanzmarktkrise so sehr unter Druck und was hat die Krise verursacht. Ziel dieser Arbeit soll sein, die Folgen der Krise auf die heutige Private Equity Branche zu untersuchen und darzustellen. Welche Auswirkung hatte die Finanzmarktkrise auf den Private Equity Markt? Mit welchen Herausforderungen haben die PEG zu kämpfen? Wie hat sich der Markt nach der Finanzmarktkrise entwickelt? Welche Veränderungen wurden an der Vorgehensweise am Kaufprozess vorgenommen?

1.2 Aufbau der Arbeit

Um die zuvor gestellten Fragen zu beantworten und eine klare Antwort liefern zu können, ob sich das Geschäftsmodell von Private Equity im Zuge der Finanzmarktkrise verändert hat, wird in der Arbeit zunächst in Kapitel 2 zum groben Verständnis des Lesers das prinzipielle Geschäftsmodell erklärt. Dabei werden zuerst die unterschiedlichen Beteiligungsarten und Phasen dargestellt. Daraufhin werden die Kernfunktionen, die unterschiedlichen Methoden zur Erzielung von Renditen und Wertsteigerungen beschrieben.

Nach der Charakterisierung des Geschäftmodells in Kapitel 2 wird ein Blick auf den Private Equity Markt geworfen, die Entwicklungen in Deutschland, von den Ursprüngen zur Finanzmarktkrise in 2007 bis hinweg zum heutigen Tag. Mit der Analyse der Entwicklung des Marktes und dem Verlauf von der Nachkrisezeit bis zum heutigen Tag, werden anschließend die hervorkommenden Herausforderungen für die Branche dargestellt.

Nachdem in Kapitel 3 auf den Markt und die angetroffenen Herausforderungen eingegangen wurde, werden in Kapitel 4 die notwendigen Änderungen und Anpassungen am Geschäftsmodell von Private Equity erklärt.

Als Fazit der Thesis gibt es eine Zusammenfassung und einen Ausblick über den Private Equity Markt und des Geschäftsmodells für die nächsten Jahre.

2 Die Vorstellung des Geschäftsmodells von Private – Equity als eine Möglichkeit von Beteiligungskapital

2.1 Beteiligungsanlässe

2.1.1 Expansionsfinanzierung

Die Expansionsfinanzierung umfasst die Investition für das Wachstum und die Erweiterung eines Unternehmens. Dazu gehören die Einführung neuer Produkte, die Optimierung und Erweiterung der Produktions- und Vertriebsstrukturen, die Eroberung neuer Märkte und der Ausbau weiterer Geschäftsfelder. Die Unternehmen selbst können trotz der berechenbaren Wachstumsaussichten und Wertzuwächse meist die benötigten finanziellen Mittel nicht aufbringen, sodass neues externes Kapital benötigt wird. Einer der Hauptgründe wieso Private Equity Investoren sich an Unternehmen mit Wachstumsfinanzierungsproblemen beteiligen ist, dass solche Unternehmen über eine gewisse Marktposition und Branchenexpertise besitzen, wodurch sich einfacher Erfolge erwarten lassen.[4]

2.1.2 Buy Outs (LBO, MBO, MBI)

Bei der Beteiligung an Unternehmen stehen Private Equity Investoren unterschiedliche Möglichkeiten der Beteiligung zur Verfügung. Die bekanntesten Beteiligungsmethoden sind die Buy Outs.[5] Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) definiert einen Buy Out als „Unternehmensübernahme durch Eigenkapitalinvestoren und Management.“[6] Zu ihnen gehören das Management Buy Out (MBO), das Management Buy In (MBI) und das Leveraged Buy Out (LBO). Die Auswahl des jeweiligen Buy Outs hängt von der Investitionsintention des Investors über das Zielunternehmen ab. [7]Beim Management Buy Out (MBO) handelt es sich um die Beteiligung des vorhandenen Managements bei der Übernahme eines Unternehmens. Die Eigentumsrechte des Unternehmens werden dabei von dem Investor übernommen. Für den Erwerb der Eigentumsrechte ist der Aufkauf eines wesentlichen Anteils am Unternehmen durch das vorhandene Management ausreichend. Der Vorteil eines MBO ist, dass dem vorhandenen Management das Unternehmen und die Branche bekannt ist und dass das Management deshalb einen speziellen Wert hat.[8] Beim Management Buy In (MBI) wird das Unternehmen zwar ebenfalls von einem Management erworben, jedoch handelt es sich hierbei um ein externes Management mit einer bestimmten Branchenexpertise, welches das bestehende Management im Zielunternehmen ersetzen wird. Das neue Management ist zwar dem Unternehmen fremd, jedoch bringt es ein gewisses Know How von außen mit in das Unternehmen.[9] Die bekannteste Methode ist der Leveraged Buy Out (LBO), welches sich durch seine Finanzierungsstruktur auszeichnet. Bei einer Unternehmensakquisition wird bewusst eine Finanzierungsstruktur mit einem hohen Anteil an Fremdkapital gewählt, mit Hilfe dessen bei dem Leverage Effekt (Hebeleffekt) der Eigenkapitalwert schon nach geringen wirtschaftlichen Erfolgen signifikant gesteigert werden kann.[10] Somit ist eine geschäftliche Wertsteigerung für die Rendite entbehrlich.[11]

[...]


[1] Vgl. (Matthias Gündel, Björn Katzorke, 2007) S.26-29.
Vgl. (Frank Müller, 2010) S.60 ff.
Vgl. (Ulrich Balz, Olaf Arlinghaus, 2007) S.419.

[2] Vgl. (Handelsblatt, Die fetten Jahre sind vorbei, 2008).

[3] Vgl. (Attac, Private Equity das Geschäftsmodell der «Heuschrecken», 2008) S.1 f.

[4] Vgl. (Jens Simon, 2010) S.28.
Vgl. (Matthias Gündel, Björn Katzorke, 2007) S.85.
Vgl. (Ulrich Balz, Olaf Arlinghaus, 2007) S.421 f.

[5] Vgl. (Ulrich Balz, Olaf Arlinghaus, 2007) S.422.

[6] BVK Glossar; http://www.bvkap.de/privateequity.php/cat/31/title/Glossar.

[7] Vgl. (Matthias Gündel, Björn Katzorke, 2007) S.87.

[8] Vgl. (Annabell Geidner, 2009) S.16.
Vgl. (Frank Müller, 2010) S.69.
Vgl. (Christian Landau, 2010) S.44 f.

[9] Vgl. (Frank Müller, 2010) S.69.
Vgl. (Christian Landau, 2010) S.45.

[10] Vgl. (Annabell Geidner, 2009) S.21.
Vgl. (Matthias Gündel, Björn Katzorke, 2007) S.88 f.

[11] Vgl. (Pedram Farschtschian, 2010) S.21 f.

Details

Seiten
36
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668070936
ISBN (Buch)
9783668070943
Dateigröße
550 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v308818
Institution / Hochschule
Fachhochschule Münster
Note
1,7
Schlagworte
Private Equity Herausforderungen Änderungsnotwendigkeit Finanzmarktkrise Geschäftsmodell

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Titel: Der Private Equity Markt. Veränderungen und Herausforderungen infolge der Finanzmarktkrise 2007