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Wordpress, Drupal, Joomla und Typo3. Vergleich von OpenSource CMS und Nutzwerteinschätzung für eine Regionalzeitung

Hausarbeit 2015 14 Seiten

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe

ANMERKUNG GENDERING

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

Zusammenfassung — Diese Arbeit vergleicht vier häufig verwendete Open Source Content Management Systeme mit der Fragestellung, welches für die Verwendung als Grundlage der Webseite einer nicht näher spezifizierten regionalen Tageszeitung die beste Tauglichkeit aufweist. Hierfür wurde ein Katalog mit möglichen Anforderungen entworfen welcher als Grundlage für eine Auswahl des optimalen Systems diente. Nach Betrachtung von Nutzerzahlen und Verbreitung im deutschsprachigen Raum und international wurden die CMS Wordpress, Drupal, Joomla! und Typo3 für den Vergleich ausgewählt. Alle CMS wurden nach einer Kurzbeschreibung, der Nennung der technischen Details und Verwendungsbeispielen sowie eventueller anderer nennenswerter Punkte einzeln und untereinander mit jeder Anforderung des entwickelten Katalogs abgeglichen und bewertet. Als Quellen dienten dabei, wenn möglich, die technischen Dokumentationen und Hilfen der einzelnen CMS, Online-Datenerhebungen, sowie Fachbücher aus dem Bereich IT und Journlistik. Aus dem Vergleich ergibt sich das Fazit, dass Drupal auf Grund der einfachen Benutzung und umfangreichen Rechteverwaltung für die Verwendung in einer regionalen Tageszeitung am besten geeignet ist. Weitere wichtige Punkte können durch das Erstellen eigener Module realisiert werden, ohne dass das System durch einen zu großen Funktionsumfang zu überladen wäre, um auch ohne großen Schulungsaufwand als Grundlage für eine effektive Arbeit zu dienen.

Keywords — Content Management System, CMS, Open Source, Webseite, Tageszeitung, New Media Journalism, Leipzig School of Media

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

CMS - Content Management System(e)

CDN Content Delivery Systeme

W3C World Wide Web Consortium

WYSIWYG What You See Is What You Get

LDAP Lightweight Directory Access Protocol

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

1 CMS-Verbreitung weltweit ... 2

2 Soziale Netzwerke, 02/2014 in D ... 8

INHALTSVERZEICHNIS

I Einleitung und Fragestellung 2

II Auswahl der CMS ... 2

III Funktionskatalog ... 2

IV Wordpress ... 4
IV-A Kurzbeschreibung ... 4
IV-B Technische Details ... 4
IV-C Verwendung ... 4

V Drupal ... 5
V-A Kurzbeschreibung ... 5
V-B Technische Details ... 5
V-C Verwendung ... 5
V-D Sonstige erwähnenswerte Punkte ... 5

VI Joomla! ... 5
VI-A Kurzbeschreibung ... 5
VI-B Technische Details ... 5
VI-C Verwendung ... 5

VII Typo3 ... 6
VII-A Kurzbeschreibung ... 6
VII-B Technische Details ... 6
VII-C Verwendung ... 6

VIII Abgleich der CMS mit dem Funktionskatalog ... 6

IX Fazit und Empfehlung ... 11

Literaturverzeichnis ... 12

I. EINLEITUNG UND FRAGESTELLUNG

Ziel dieser Abhandlung ist es, vier Open Source Content Management Systeme (CMS), die häufig eingesetzt werden, zu vergleichen und auf ihre Eignung für den Einsatz als Basis für die Webseite einer Regionalzeitung zu untersuchen. Als Grundlage zur Auswahl der CMS dienen Crawling Statistiken aus dem DACH-Raum sowie die internationale Verbreitung. Die Grundlage der Beurteilung bildet ein, im Rahmen dieser Arbeit erstellter, Katalog mit relevanten Eigenschaften, der die Anforderungen einer regionalen Tageszeitung möglichst realitätsnah widerspiegeln soll. Anhand dieses Katalogs werden alle CMS miteinander verglichen und auf ihre Tauglichkeit hin bewertet.

II. AUSWAHL DER CMS

Auf Grundlage der Daten aus Deutschland [Vgl. 1], Österreich [Vgl. 2] und der Schweiz [Vgl. 3] über die unterschiedlichen Systeme, die den Webseiten als Basis dienen, wurde betrachtet, welche CMS in diesen Ländern am häufigsten genutzt werden. Spezifische Software, welche ein Provider zur Verfügung stellt, wie der 1 und 1 DIY Websitebuilder wurden dabei ebenso wenig berücksichtigt wie reine HTML Seiten. Einheitlich in allen drei Ländern führt Wordpress mit einem Marktanteil zwischen 21 und 30% die Liste an. Ebenfalls in allen Ländern auf den vorderen Plätzen befinden sich Drupal, Typo3 und Joomla!. Nur in der Schweiz wird diese Auswahl durch das Worldsoft CMS mit 12.350 Installationen unterbrochen. Auf den gesamten DACH-Raum betrachtet ist Worldsoft CMS mit unter 13.000 Installationen nicht ausreichend verbreitet für eine Positionierung im relevanten Bereich. Dementsprechend wurden die vier zuerst genannten Systeme für eine genauere Betrachtung ausgewählt. Unterstützt wird die Einschätzung durch die weltweite Verbreitung bei der ebenfalls Wordpress, Drupal und Joomla! die Spitzenplätze anführen, wobei Typo3 hier nicht in der Liste der zehn am weitesten verbreiteten Systeme liegt.

Abbildung 1. Weltweite Verbreitung von CMS; blau=Wordpress; orange= Joomla!; grün=Drupal; [Vgl. 4]

[Abb. in dieser Leseprobe nicht enhalten]

III. FUNKTIONSKATALOG

Basis für den Funktionskatalog bilden Projekte und Produkte von Unternehmen, die Webseiten für Zeitungen umgesetzt haben [Vgl. 5, 6, 7]. Die daraus resultierende Liste wurde, wo nötig, durch Kürzen oder Erweitern an die möglichen Bedürfnisse einer Regionalzeitung angepasst. Die folgende, alphabetisch geordnete Funktions-Liste stellt eine Übersicht und keine abschließende Betrachtung dar, soll aber im Rahmen dieser Abhandlung für den Vergleich der CMS dienen.

Anpassbarkeit Design/Navigation etc.

Durch eine Trennung von Inhalten, Navigation und Design, wie bei Content Management Systemen üblich [Vgl. 8, S.27], können diese Bereiche der Webseite unabhängig von einander verändert werden. So sind Designanpassungen möglich, während das CMS genutzt wird und sich im redaktionellen Betrieb befindet. Anpassungen am Design oder der Navigation ziehen keinen großen Aufwand für die Portierung des Inhaltes in eine neue CMS-Instanz nach sich. Dieser Aspekt ist für einen Zukunftssicheren Betrieb bei niedrigen Kosten für grafische Anpassungen zu beachten. Dies stellt eine Standardfunktion darf, die bei allen CMS vorhanden sein sollte und lediglich verifiziert wird.

Barrierefreiheit

Zwar ist die Barrierefreiheit von Internetangeboten in Deutschland nach §1 BITV 2.0 nur für Behörden der Bundesverwaltung per Verordnung vorgeschrieben, doch sind viele der vom World Wide Web Consortium (W3C) geforderten Eigenschaften [Vgl. 9, 10], die sich unter den Begriffen Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Robustheit zusammenfassen lassen, für alle Webseiten wünschenswert. Die freiwillige Einhaltung der Standards kann durch eine höhere Attraktivität im Vergleich zu Mitbewerbern zur Erschließung von Nischen führen und ist somit ein Aspekt der Bindung und Gewinnung von Lesern.

CDN-Support

Content Delivery Networks (CDN) dienen dazu, die Last von einem Webserver auf mehrere Knotenpunkte zu verteilen. Bei Webseiten kommen sie zum Einsatz, um z.B. die Ladezeiten zu verringern [Vgl. 11, S. 69]. Viele gleichzeitige Zugriffe verschlechtern so nicht die Nutzererfahrung mit der Webseite. Kurze Ladezeiten sind auch ein Faktor, der von Google, der Suchmaschine mit dem größten Marktanteil in Deutschland [Vgl. 12], gewünscht wird [Vgl. 13] und somit beeinflussend für das Ranking sein sollte. Um sicher zu stellen, dass die Webseite auch bei vielen Zugriffen immer gut und schnell erreichbar ist, sollte das gewählte CMS die Möglichkeit haben, über ein CDN auszuliefern.

Einbinden von Werbung

Zwar lässt sich das klassische Modell der Zeitungsfinanzierung, welches teilweis zur Hälfte oder sogar zwei Drittel auf Anzeigen basiert [Vgl. 14, S. 94], auf Grund der größeren Konkurrenz an Werbeplätzen nicht ohne weiteres auf das Internet übertragen, [Vgl. 14, S. 108], doch sollte bei der Erstellung einer Webseite und der Wahl eines CMS darauf geachtet werden, dass die Platzierung und Verwaltung von Werbeanzeigen möglich und dabei flexibel ist, um diese Einnahmequelle nicht auszuschließen.

Einbindung von Sozialen Netzwerken

Um den Lesern die Möglichkeit zu geben, Inhalte schnell und unkompliziert weiter verbreiten zu können, bietet sich die Einbindung entsprechender Funktionen an. Dies sollte für die aktuell verbreiteten Netzwerke möglich, aber auch an eventuell neu aufkommende anpassbar sein.

Einfacher Texteditor und Bedienbarkeit des CMS

Abhängig von der Struktur der Redaktion, vornehmlich davon, ob die Redakteure des Print auch die Webseite betreuen oder ob hierfür extra geschulte Mitarbeiter zuständig sind, muss von unterschiedlichen Fähigkeiten und Kenntnissen im Bereich HTML ausgegangen werden. Um den Aufwand für Schulungen gering zu halten und möglichst vielen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, effektiv an der Pflege der Webseiten-Inhalte mitzuarbeiten, ist eine möglichst einfache Nutzung des CMS ohne zwingende HTML Kenntnisse wünschenswert. Um den Redakteuren und Content Managern die Arbeit möglichst einfach zu gestalten, sollte der Texteditor deshalb einfach zu bedienen sein, wie etwa durch grafisches Editieren mittels optionalen „What you see is what you get“-Eigenschaften (WYSIWYG). HTML Kenntnisse sollten sowohl im Texteditor, als auch bei der Bedienung der Webseite so wenig wie möglich benötigt werden, dennoch sollten direkte HTML-Eingaben unterstützen. Die Editierbarkeit von Design, Layout, Navigation wird in diesem Rahmen nicht betrachtet, da davon ausgegangen wird, dass Änderungen in diesen Bereichen von Fachkräften mit entsprechenden Kenntnissen vorgenommen werden.

Kommentarfunktion

Eine Webseite für Nutzerkommentare zu öffnen, stellt den ersten Schritt und die einfachste Form dar, Lesern die Möglichkeit zu geben, mit den publizierten Inhalten zu interagieren. Kritik, Lob und Ergänzungen sind so einfach und unkompliziert möglich [Vgl. 15]. Mit der Öffnung für Kommentare soll die Interaktion mit dem Publikum ermöglicht und die Leser-Blatt-Bindung gestärkt werden.

Mobiles Layout

In Deutschland nutzten im Jahr 2013 bereits 55% der Bevölkerung über 10 Jahre das Internet auch mobil, was 29,7 Millionen Menschen entspricht. Gegenüber dem Jahr 2012 ist die Zahl der mobilen Nutzer um 43% gestiegen [Vgl. 16]. Sowohl der absolute Wert als auch der Nutzungstrend legen nahe, die Optimierung der Webseite für die Nutzung auf Mobiltelefonen nicht außer Acht zu lassen. Das CMS sollte hierfür die nötigen Voraussetzungen erfüllen, um die mobile Version aus der gleichen Datenbank zu speisen, wie die Standardversion, so dass hierfür keine oder nur wenig Mehrarbeit anfällt.

Mögliche Größe der Datenbank

Um ein ausführliches Archiv zu betreiben und nicht dem Zwang zu unterliegen, schon nach kurzer Zeit ältere Artikel löschen zu müssen, sollte die Datenbank, welche dem CMS zugrunde liegt, eine ausreichende Zahl an Einträgen ermöglichen. Durch das Bereitstellen auch weit zurück liegender Artikel wird dem Nutzer eine ausführliche Möglichkeit der Recherche geboten (eine gute Suchfunktion vorausgesetzt). Dies erhöht den Servicewert der Webseite und kann zur Leser-Blatt-Bindung beitragen.

Multimediale Inhalte

Um Artikel mit Bild-, Ton- und Video-Material anzureichern, sollte die Möglichkeit bestehen, diese einzubinden. Das kann sowohl direkt im CMS erfolgen oder über externe Plattformen. Unabhängig von der Art der Einbindung sollte das CMS hier möglichst viel Spielraum bieten, um aktuelle und eventuell zukünftig auftretende Bedürfnisse zu erfüllen. Selbst wenn aktuell kein Videomaterial produziert wird, ist nicht ausgeschlossen, dass Reporter künftig auch kleine Videos produzieren. Sollte dieser Schritt gegangen werden, sollte die Webseite bereit dafür sein und keine weiteren Kosten verursachen.

Nutzerverwaltung

Medienhäuser haben verschiedene Organisationsformen, in denen definiert ist, welche Aufgaben von Redakteuren, Redaktionsleitern, Fotografen und anderen Mitarbeitern übernommen werden [Vgl. 17, S. 169, Abb 4.13]. Entsprechend der Struktur werden Aufgaben wie Texten, Redigieren und Layout teilweise von unterschiedlichen Mitarbeitern übernommen. Dürfen Mitarbeiter nur Beiträge in ihrem Ressort bearbeiten oder wird ressortübergreifend gearbeitet? Ist eine Freigabe durch eine bestimmte Stelle vor Veröffentlichung nötig? Solche und andere Fragen müssen in der Nutzerstruktur dargestellt werden, um jedem Nutzer genau die Rechte zuzuordnen, die er haben soll. Denkbar ist eine Anbindung an bestehende Nutzerstrukturen z.B. aus einem Redaktionssystem oder Computernetzwerk in der Redaktion. Sollte solch eine Hirarchie vorhanden sein, ist die Einbindung der bestehenden Daten in das neue CMS wünschenswert, um sowohl den initialen als auch den Wartungs-Aufwand zu reduzieren. Die Fähigkeiten der Nutzerverwaltung sind für den reibungslosen Betrieb einer Webseite mit vielen Inhaltspflegern ein entscheidender Punkt und damit für die Auswahl des CMS ein wichtiges Kriterium.

Personalisierung für einzelne Nutzer

Unter diesem Punkt ist die Möglichkeit zu verstehen, sich als Leser/Nutzer der Seite das Angebot zu personalisieren. Die Webseite stellt dann, wenn der Nutzer eingeloggt ist, primär die Ressorts dar, welche vorher ausgewählt wurden. Die Startseite kann so z.B. von Sport, lokaler Politik oder der Kategorie People dominiert sein. Dem Leser erleichtert es die Nutzung, da die für ihn individuell wichtigen Themen immer sofort sichtbar sind, ohne die Möglichkeit zu nehmen, auch auf alle anderen Bereiche zuzugreifen.

Semantische Vernetzung

Um den Leser mit weiterführenden Informationen zu versorgen und damit auch die Verweildauer bzw. die aufgerufenen Seiten pro Besuch zu erhöhen, sollten zu jedem Inhalt verwandte Artikel angezeigt werden. Durch eine automatische Analyse durch das CMS wird die Arbeitsbelastung auf Redakteure reduziert. Der Vorteil für den Nutzer könnte so ohne zusätzliche Kosten realisiert werden.

Stufenfreigabe

Die Stufenfreigabe kann als Ergänzung/Erweiterung zur Nutzerverwaltung gesehen werden. Ein Artikel wird z.B. erstellt und zum redigieren freigegeben. Für den Ersteller ist die Arbeit damit beendet, der Artikel wird allerdings erst online gestellt, sobald er von einem anderen Nutzer überarbeitet und final freigegeben wurde. Das CMS sollte hierfür die Möglichkeit haben, Artikel klar nach deren aktuellem Status zu kennzeichnen, um den Kommunikationsaufwand für die Stufenfreigabe gering zu halten und Fehler bzw. Missverständnisse auszuschließen.

Suchfunktion

Um sowohl den Redakteuren als auch Nutzern die Möglichkeit der Recherche zu gewährleisten, sollte das CMS über eine eigene Suchfunktion verfügen. Wünschenswert, aber keine zwingende Forderung, sind neben einer Basissuche auch Erweiterungsmöglichkeiten.

Updatefähigkeit

In den Updateinformationen (Changelogs) finden sich häufig Hinweise auf behobene Fehler und Sicherheitsrisiken [Vgl. 18, 19, 20]. Das Update der Webseite auf neu veröffentliche Versionen sollte also möglich sein, ohne dabei z.B. Layout oder Datenbank großen Änderungen und Anpassungen unterziehen zu müssen. Das Update sollte auch im laufenden Betrieb bzw. mit möglichst niedrigen Ausfallzeiten realisierbar sein. Es ist explizit zwischen Update (z.B. Version 1.1 auf 1.2) und Upgrade bzw. Migration (z.B Version 1.2 auf 2.0) zu unterscheiden. Betrachtet werden nur Updates innerhalb einer Versionsnummer.

XML Import

Sollte bereits ein Redaktionssystem vorhanden sein, welches für die Erstellung der gedruckten Zeitung verwendet wird, so sollte der Import der Daten via XML-Dateien möglich sein. Auf diese Art kann der Datenbestand schnell und einfach übernommen werden, was die Arbeitsabläufe in der Redaktion erleichtert.

Im Rahmen dieser Arbeit wird von einer deutschsprachigen Regionalzeitung ausgegangen. Der gesamte Bereich der Mehrsprachigkeit wird deshalb bewusst nicht zum Vergleich in den Funktionskatalog mit aufgenommen. Die Zusammenstellung entstand durch rein theoretische Betrachtung und müsste, im Falle einer realen Evaluierung, mit dem tatsächlichen Anforderungsprofil der Zeitung, die den Einsatz eines neuen CMS plant, abgeglichen werden.

IV. WORDPRESS

A. Kurzbeschreibung

Das im Jahr 2003 gestartete Open Source Projekt Wordpress war zu Beginn kein CMS, sondern ein einfaches Blogsystem. Die viele hunderte Programmierer umfassende Community hat es unterdessen allerdings zu einem umfangreichen CMS entwickelt, mit dem komplette Webseiten betrieben werden können. Wordpress ist frei von Lizenzabgaben nutzbar [Vgl. 21]. Das Sytem steht dabei zum Download (wordpress.org) für die Installation auf dem eigenen Webserver, aber auch in gehosteter Form zur Verfügung (wordpress.com). Die Nutzung von Plugins erweitert die Basisfunktionen dabei erheblich. Ende 2014 sind über 35.000 Plugins verfügbar, die über 810 Millionen mal herunter geladen wurden [Vgl. 22]. Die Funktion zur Verwaltung von Seiten, zusätzlich zu Blog- Einträgen, ist seit dem Jahr 2005 in der Version 1.5 integriert [Vgl. 23]. Die aktuellste Download-Version von Wordpress (Stand 25.12.2014) ist 4.1 [Vgl. 24].

B. Technische Details

Wordpress verwendet PHP als serverseitige Skriptsprache (mindestens Version 5.2.4.). Als Datenbank kommt MySQL (Version 5.0 oder höher) zum Einsatz und zum editieren der URLs direkt aus dem System sollte das Apache mod_rewrite Modul verfügbar sein. Dies ist allerdings kein Ausschlusskriterium für die Installation. Als Webserver wird Apache empfohlen, aber auch andere sind möglich. Das PHP-Memory- Limit muss mindestens 32MB betragen (mehr wird empfohlen) [Vgl. 25].

C. Verwendung

Da Wordpress, als Download und in gehosteter Form bereit steht, können Nutzer verschiedener Erfahrungsstufen das System nutzen. Die Blogs auf Wordpress.com werden nach eigenen Angaben von 409 Millionen Nutzern pro Monat aufgerufen. Dabei werden 18 Milliarden Seiten betrachtet. Die Nutzer erstellen über 42 Millionen Einträge pro Monat [Vgl. 26]. Die Flexibilität von Wordpress, Anpassungen durch Plugins vorzunehmen und die Freiheit bei der Erstellung von Designs führt dazu, dass neben den auf wordpress.com gehostetenWebseiten auch größere Unternehmen und besucherstarke Webseiten das CMS nutzen. So verwenden z.B. TechCrunch, The New Yorker, BBC America [Vgl. 27], das Land Schweden und das Smashing Magazine Wordpress als CMS [Vgl. 28]. Laut W3Techs Web Technology Surveys, einem Dienst, der die 10 Millionen höchst gelisteten Seiten des Dienstes Alexa auf ihre technischen Eigenschaften analysiert, hat Wordpress einen Marktanteil von 61% aller CMS Webseiten und 23,3% aller gelisteten Seiten [Vgl. 29]. Nach eigenen Angaben werden weltweit mehr als 60 Millionen Webseiten mit Wordpress betrieben [Vgl. 30].

[...]


Details

Seiten
14
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668071582
ISBN (Buch)
9783668071599
Dateigröße
529 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v308699
Institution / Hochschule
Universität Leipzig – Leipzig School of Media
Note
1,0
Schlagworte
Content Management System CMS Open Source Webseite Tageszeitung Drupal Joomla Typo3 Wordpress

Autor

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Titel: Wordpress, Drupal, Joomla und Typo3. Vergleich von OpenSource CMS und Nutzwerteinschätzung für eine Regionalzeitung