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Unsere Reise durch den Körper! Ein Sachbuch von Kindern und für Kinder (3. Klasse)

Examensarbeit 2014 34 Seiten

Didaktik - Sachunterricht, Heimatkunde

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Darstellung des längerfristigen Unterrichtszusammenhangs
1.1 Kreismodell zum Gesamtvorhaben
1.2 Titel des Gesamtvorhabens
1.3 Begründungszusammenhang
1.3.1 Curricularer Zusammenhang
1.3.2 Bezug zu schulinternen Besonderheiten
1.3.3 Ausführungen zu grundlegenden Aspekten des Gesamtvorhabens
1.3.4 Verdeutlichung nachhaltiger Lern- und Entwicklungsprozesse
1.3.5 Angabe vorgesehener Überprüfungsmöglichkeiten des Kompetenzzuwachses
1.4 Übergreifende Kompetenzen

2 Schriftliche Planung des Unterrichts
2.1 Titel der Lernaufgabe / bzw. der Stunde
2.2 Sachinformation
2.3 Fachbezogene Kompetenzen
2.4 Lernvoraussetzungen
2.5 Anforderungsbereiche
2.6 Intendierter Lernzuwachs für die Lernaufgabe
2.7 Ausgestaltung der Lernaufgabe
2.8 Stundenverlauf

3 Literaturverzeichnis

Anhang

1 Darstellung des längerfristigen Unterrichtszusammenhangs

1.1 Kreismodell zum Gesamtvorhaben

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Titel des Gesamtvorhabens

Unsere Reise durch den Körper! – Ein Sachbuch von Kindern und für Kinder – Ein handlungs- und produktorientiertes Vorhaben zu biologischen Aspekten des menschlichen Körpers am Beispiel eines selbst erstellten Sachbuches von und für Kinder.

1.3 Begründungszusammenhang

Im Folgenden wird der Begründungszusammenhang dargestellt und der theoretische Hintergrund des geplanten Vorhabens genauer erläutert wird.

1.3.1 Curricularer Zusammenhang

Das Gesamtvorhaben zum menschlichen Körper ist im Lehrplan Sachunterricht dem Bereich „Natur und Leben“ zuzuordnen. Dieser schließt verantwortungsvolles Handeln mit ein. Die SuS1 sollen sich mit dem eigenen Körper beschäftigen und entsprechende Einstellungen und Ver­haltensweisen ausprägen (vgl. MSW NRW 2008, S. 41).

Die schulinternen Arbeitspläne der Grundschule XY sehen das Thema im dritten Schuljahr unter dem Titel „Menschlicher Körper“ vor, wobei u. a. eine Thematisierung des Baus und der Grundfunktionen des menschlichen Körpers angedacht sind. Zu der Thematik sollen die SuS in und mit Medien recherchieren und die gesammelten Informationen für eine Präsentation nutzen.2 Des Weiteren sieht die didaktische Jahres­planung in den Klassen 3 und 4 das Theaterprojekt „Mein Körper gehört mir“3 vor, welches in diesem Jahr im März stattfindet. Unter der Thematik „Gesund und Fit“ wird die Gesundheits­erziehung Ende Februar auch im Deutschunterricht aufgegriffen. Es bietet sich an dieser Stelle an das Thema „Menschlicher Körper“ im Sachunterricht aufzugreifen.

1.3.2 Bezug zu schulinternen Besonderheiten

Die Grundschule XY ist eine Korrespondenzschule, in der ein besonderer Wert auf das selbstgesteuerte Lernen, Team-, Kommunikation- und Methoden­kompetenz gelegt wird. Das vorgestellte Vorhaben leistet in vielerei Hinsicht einen Beitrag dazu (z. B. Übernahme von Verantwortung für den eigenen Lernprozess, Gruppenarbeit, kommunikativer Austausch in Lern- und Reflexionsgesprächen).

1.3.3 Ausführungen zu grundlegenden Aspekten des Gesamtvorhabens

Während heutzutage in den Industrieländern ein Rückgang klassischer Krankheiten wie Mangel­krankheiten, Epidemien und klassischer Infektionskrankheiten zu verzeichnen ist, belegen wissenschaftliche Studien eine Zunahme an chronischen Erkrankungen. Auch psychische Auffälligkeiten und Zivilisationserkrankungen wie Übergewicht, Diabetes und Muskel-Skelett-Erkrankungen haben zugenommen. Ursachen für diese Entwicklungen lassen sich vorwiegend in einem veränderten Lebensstil finden (vgl. GDSU 2013 S. 80). Da wesentliche gesundheitliche Verhaltensweisen sich bereits im Kindes- und Jugendalter ausbilden, die für das Erwachsenen­alter bestimmend sind, stellt die Förderung der Gesundheit von Kindern eine vorrangige Aufgabe der Grundschule dar (vgl. BZGA). Orientiert an den Kompetenzvorgaben der Gesundheits- und Sexualbildung, fordert die Grundschule eine erfahrungsorientierte und kognitive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper (vgl. Blaseio 2013, S. 4). Nach Kiper kann Gesundheits­erziehung u. a. mit Fragen zum Körper hinsichtlich seines Baus und der Funktionsweise ver­bunden werden (vgl. Kiper 2007, S. 199), was Schwier und Wittkowske bestätigen (vgl. Schwier; Wittkowske 2007, S. 141).

Im Sinne eines konstruktivistisch angelegten Unterrichts erwerben die SuS in dem geplanten Unterrichtsvorhaben ein biologisches Grundverständnis über den eigenen Körper durch handlungsorientiertes Lernen, welches im Folgenden genauer erläutert wird.

Die SuS erstellen dabei in arbeitsteiliger Gruppenarbeit Kapitel eines Sachbuches zum menschlichen Körper. Mit diesem als Handlungsprodukt setzen sich die SuS sowohl mit von ihnen erarbeiteten Qualitätsmerkmalen ihres Sachbuches als auch mit dem Bau und Grundfunktionen des menschlichen Körpers und Aspekten einer gesunden Lebens­führung auseinander. Das von den SuS produzierte Sachbuch lehnt sich an ein Sachbuch speziell für Kinder an (vgl. Bibliographisches Institut GmbH, 2013). Dieses zeichnet sich durch kindgerechte Formulierungen, anschauliche Bilder und einfache Texte aus. Zudem werden Fragestellungen beantwortet, die besonders für Kinder interessant sind. In diesem Vorhaben haben die SuS zu den einzelnen Themengebieten Leitfragen4 formuliert und Kriterien für den Aufbau des Sachbuches von den Kindern erarbeitet: farbiges Papier, Hochformat, Kinder­sprache, ordentliche Schrift, Bilder, Übersichtlichkeit (Bilder passend zu den Texten), Über­schrift.5

Im Sinne von Gudjons erfolgt die Strukturierung des Arbeits- und Lernprozesses gemeinsam mit der Lehrperson, sodass die SuS stufenweise an eine Selbstorganisation und Selbstverantwortung herangeführt werden. Durch die Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter können die Lehrziele des Lehrers mit den Handlungszielen der SuS ver­bunden werden (vgl. Gudjons 2008, S. 149f.). Die Erkenntnis, dass am Ende des Vorhabens ein sinnvoll, wichtig und nützlich erachtetes Sachbuch als Arbeitsergebnis der gesamten Klasse mit Gebrauchs- und Mitteilungswert entstehen wird, verstärkt die Identifikation der SuS mit dem Unterrichtsziel (vgl. ebd., S 86f.). Durch die Arbeit mit Modellen, das Durchführen von Versuchen, die Ar­beit mit Informationstexten, sowie die Veranschaulichung durch bildliche Darstellungen (z. B. Körperzeichnungen), haben die SuS dabei die Möglichkeit den menschlichen Körper durch entdeckendes Lernen selbständig zu erarbeiten (vgl. Hempel; Lüpkes 2011, S. 107). Auf diesen vier zentralen methodischen Zugängen für humanbiologische Inhalte baut das geplante Vorhaben nach Blaseio auf (vgl. Blaseio 2013, S. 5). Im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrages werden die Kinder dabei unterstützt, Handlungs­kompetenzen in Gestalt von Selbst- und Sachkompetenz, Sozialkompetenz und Methoden­kompetenz zu entwickeln. Im Sinne von Klippert entwickeln die SuS dabei Fähigkeiten, all­tags- und zukunftsbedeutsame Situationen der Lebenswirklichkeit nach Grundsätzen der Ver­nunft und Methodik erfolgreich zu bewältigen. Das geplante Vorhaben leistet zusätzlich einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitserziehung und befähigt durch erworbene Kenntnisse zur Übernahme von Verantwortung dem eigenen Körper gegenüber (vgl. MSW NRW 2008, S. 39).

1.3.4 Verdeutlichung nachhaltiger Lern- und Entwicklungsprozesse

Bei dem Lernarrangement geht es nicht um die Vollständigkeit der unterschiedlichen Aspekte, sondern um die Bedeutung, die diese für die Kinder besitzen. Zu Beginn des Vorhabens werden Erfahrungen und Fragen der SuS aus der Alltags- und Lebenswelt aktiviert und aufgegriffen, sodass im Sinne Hempels vom Kind aus geplant wird (vgl. Hempel; Lüpkes 2011, S. 31f.). Durch das Bewusst­werden der Bedeutsamkeit des Tuns wird die intrinsische Motivation zur behandelten Thematik gesteigert. In Anknüpfung an ihr Vorwissen können die SuS die Sachverhalte eigen­ständig erarbeiten. Dazu nutzen sie verschiedene Methoden der Erkenntnisgewinnung wie z. B. Texte bearbeiten und im Internet recherchieren. Anschließend werden die Ergebnisse aus der Gruppenarbeit in einem Kapitel für das Sachbuch festgehalten und den anderen SuS präsentiert. „Teil des Lernprozesses ist auch, die Prozesse und Produkte des Lernens [untereinander] zu beurteilen und dabei zu erkennen, wie man sich [Sachverhalte] erschließen kann, wo die eigenen Stärken sind und was noch Mühe bereitet“ (vgl. GDSU 2013, S. 22). Die kooperative Lernform in der Gruppe ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit, dass lernschwächere Kinder von stärkeren SuS profitieren. Während der arbeitsteiligen Gruppenarbeit ist das Kommunizieren mit anderen Personen eine wichtige Grundlage für den Erwerb neuen Wissens und neuer Konzepte. Soziales Lernen durch die Kooperationen mit anderen SuS ermöglicht zudem Lernprozesse, die über die Möglichkeiten des einzelnen Kindes hinausgehen (vgl. ebd., S. 24). Im Sinne des Konstruktivismus wird davon ausgegangen, dass schwierige Konzepte leichter und besser verstanden werden, wenn die Lernenden die Gelegenheit haben, sich über diese Konzepte zu unterhalten und auszutauschen (vgl. Moschner 2008, S. 124). Die SuS übernehmen durch Rollenzuweisungen Teil­aufgaben zur Überwachung des Lernens in der Gruppe. Auf diese Weise können wichtige Kompetenzen für eigenständiges Lernen bewusst gemacht und geübt werden. Darüber hinaus werden die Einzel­personen durch Konzentration auf einzelne Aspekte im Lernprozess entlastet (vgl. Demuth et. al. 2011, S. 161).

1.3.5 Angabe vorgesehener Überprüfungsmöglichkeiten des Kompetenzzuwachses

Zur Bewertung des individuellen Kompetenzzuwachses jedes Kindes in diesem Vorhaben werden das regelmäßig geführte pädagogische Tagebuch, die Arbeitsergebnisse der Gruppen­arbeit hinsichtlich des erstellten Kapitels und der Präsentation sowie die selbst formulierten Quiz-Fragen der Kinder herangezogen. Des Weiteren reflektieren die SuS ihre Gruppenarbeit und schätzen ihr Arbeitsverhalten anhand eines Selbsteinschätzungsbogens ein. In einer an­schließenden Kindersprechstunde bekommen sie hierzu eine Rückmeldung seitens der Lehr­kraft.

1.4 Übergreifende Kompetenzen

Wahrnehmen und Kommunizieren: Mithilfe von verschiedenen Anschauungsmaterialien wie Modellen, Lerntafeln, Sachbüchern und dem Internet wird die Aufmerksamkeit der SuS ge­zielt auf die Thematik „Menschlicher Körper“ gerichtet. Durch die Gruppenarbeit haben die SuS die Möglichkeit eigene Beobachtungen, Einschätzungen und Überlegungen anderen mit­zuteilen. Im Austausch mit den MitschülerInnen können eigene Wahrnehmungen überprüft werden.

Analysieren und Reflektieren: Die SuS analysieren und reflektieren in den einzelnen Gruppen zielgerichtete Sachthemen zum menschlichen Körper. Als Grundlage dienen sowohl Vor­wissen, als auch fachbezogene und fächerübergreifende Zugänge und Verfahren wie z. B. Recherche in und mit Medien. So lernen die SuS neue Erkenntnisse mit ihrem Vorwissen zu vergleichen, um zu neuen Bewertungen und Einschätzungen zu kommen.

Strukturieren und Darstellen: In ihren Gruppen führen die SuS ein Begleitheft, in welchem der laufende Arbeitsprozess dargestellt wird. Gewonnene Erkenntnisse und Einsichten werden mit Hilfe dieses Heftes gesammelt und anschließend strukturiert. Die SuS formulieren ihre Ergebnisse und stellen diese unter Berücksichtigung der erarbeiteten Qualitätskriterien in einem Kapitel für das Sachbuch dar. Durch eine anschließende Präsentation in der Klasse zeigen sie, ob sie das erarbeitete Thema verstanden haben und weitergeben können.

Transferieren und Anwenden: In der abschließenden Reflexion über das Gelernte überlegen die SuS wie sie ihr erworbenes Wissen auf neue Lern- und Lebenssituationen anwenden können. Sie transferieren ihre Erkenntnisse auf andere Sachthemen (vgl. MSW NRW 2008, S. 13).

2 Schriftliche Planung des Unterrichts

2.1 Titel der Lernaufgabe / bzw. der Stunde

Die vierte Lernaufgabe „Unser Körperbuch entsteht!“ ist für etwa zehn Unterrichtsstunden aus­gelegt. In Expertengruppen recherchieren die SuS zu ihrem gewählten Themengebiet in ver­schiedenen Medien. Anschließend werten sie die gesammelten Informationen aus und er­stellen ein Kapitel für das Sachbuch. Bei der gezeigten Unterrichtsstunde handelt es sich um die fünfte Stunde innerhalb der Lernaufgabe, in welcher nach Absprache mit den SuS die Wirbelsäule dezentral reflektiert wird.

2.2 Sachinformation

Die Wirbelsäule dient als zentrales Stützskelett des Rumpfes. Sie besteht aus 32 bis 34 Wir­beln und den dazwischen gelegenen Zwischenwirbelscheiben. Auf die 7 Halswirbel folgen 12 Brustwirbel, 5 Lendenwirbel, dann 5 zum Kreuzbein verwachsene Kreuzbeinwirbel und 3 bis 5 sehr kleine ebenfalls miteinander verwachsene Steißbeinwirbel (vgl. Speckmann; Wittkowski 1998, S. 170). Zwischenwirbelgelenke, zahlreiche Bänder und die Zwischenwirbelscheiben (Bandscheiben) verbinden die Wirbel zu einer fest zusammenhängenden, in sich versteiften Gliederkette. Die Bandscheiben wirken dabei wie ein Puffer oder Polster. Durch Belastung werden sie zusammengedrückt und bei länger andauernder Entlastung nehmen sie wieder die ursprüngliche Form an (vgl. ebd., S. 148). Die oberhalb des Kreuzbeins liegenden 24 Wirbel werden als freie Wirbel bezeichnet, welche die sogenannte freie Wirbelsäule bilden und die beim Erwachsenen durchschnittlich 55-63 cm lang ist (ca. 35% der Körperlänge) (vgl. Faller; Schünke 2004, S. 141). Die Wirbel besitzen eine einheitliche Grundform, die in den einzelnen Abschnitten der Wirbelsäule in Anpassung an die unterschiedlichen statischen Erfordernisse abgewandelt ist. Jeder Wirbel besitzt – mit Ausnahme des 1. Halswirbels (At­las) - 1 Wirbelkörper, 1 Wirbelbogen, 1 Dornfortsatz, 2 Querfortsätze und 4 Gelenkfortsätze. Wirbelkörper und Wirbelbogen umschließen das Wirbelloch. Die Gesamtheit der Wirbel­löcher bildet den Wirbelkanal, in welchem das Rückenmark liegt.

Aus der Summe von Einzelbewegungen in mehreren Bewegungssegmenten resultiert die freie Beweglichkeit der Wirbelsäule. Man unterscheidet Beugung und Streckung bzw. Vor- und Rückneigung, Seitwärtsneigung, Drehung als Hauptbewegungen, wobei das Bewegungsaus­maß in den einzelnen Abschnitten unterschiedlich ist. Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule ist am größten. Der Brustteil der Wirbelsäule gestattet v. a. Drehbewegungen, während im Lendenbereich hauptsächlich Beugung und Streckung möglich sind. Das Bewegungsausmaß schwankt individuell und hängt dabei u. a. von der Dehnbarkeit der Muskeln, der Bänder so­wie vom Körperbau ab (vgl. ebd., S. 148f.). Die charakteristische doppelt S-förmige Krümmung der Wirbelsäule fehlt beim Neuge­borenen, entwickelt sich aber mit der aufrechten Haltung durch die funktionelle Belastung (vgl. Speckmann; Wittkowski 1998, S. 170).

Die außerordentlich hohe Zahl von Rückenbeschwerden und chronischen Rückenerkrankungen erklärt sich vielfach aus unphysiologischer Belastung der Wirbelsäule. Verkrümmungen der Wirbelsäule können häufig Folge von Fehlhaltungen, Muskelschwäche oder Längenunterschieden der Beine sein. Bei Kindern mag dies beispielsweise mit einer Fehlbeanspruchung durch einseitiges Tragen einer schweren Schultasche beginnen, was zu einer Fehlhaltung mit seitlicher Verbindung der Wirbelsäule führt. Vorbeugende Maßnahmen gegen Rückenbeschwerden konzentrieren sich u. a. auf die Vermeidung unphysiologischer Belastungsformen sowie auf ein gezieltes Muskeltraining (Rückenschule) (vgl. ebd., S. 177). Eine Durchtrennung des Rückenmarks bietet das Bild der Querschnittslähmung, mit total Bewegungs- und Empfindungsausfall unterhalb der Querschnittsstelle. Dieses Krankheitsbild kann im Zuge einer Beschädigung der Wirbelsäule durch einen Unfall entstehen (vgl. Schütz; Rothschuh 1982, S. 170).

2.3 Fachbezogene Kompetenzen

Die Lernaufgabe „Unser Körperbuch entsteht!“ ist im Lehrplan Sachunterricht dem Bereich Natur und Leben mit dem Schwerpunkt Körper, Sinne, Ernährung und Gesundheit zu­zuordnen. Die SuS erklären Bau und Grundfunktionen des menschlichen Körpers (z. B. Wirbelsäule). Hierbei beziehen sie auch Grundsätze der Körperpflege, der gesunden Ernährung und Lebensführung mit ein und formulieren für diese Regeln und Tipps (z. B. Körperhaltung). Auch ermitteln und beschreiben sie Leistungen und Aufgaben einzelner Sinnesorgane (vgl. MSW NRW 2008, S. 44). Eine weitere Kompetenzerwartung findet sich im Bereich Zeit und Kultur mit dem Schwerpunkt Medien als Informationsmittel. Für die Erstellung des Sachbuches recherchieren die SuS mit und in Medien (z. B. Internet, Bücher, Broschüren) und nutzen die gesammelten Informationen für eine Präsentation (vgl. ebd., S. 50).

2.4 Lernvoraussetzungen

Sachstrukturelle Lernvoraussetzungen: Die SuS haben einzelne Knochen und Organe des menschlichen Körpers den entsprechenden Modellen (Skelett, Organmodell) zugeordnet und kennengelernt. Anhand eines Films haben sie einen Einblick in die Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers gewonnen. Durch eigenständiges Messen von Atem- und Pulsfrequenz unter verschiedenen Belastungsgraden, haben die SuS Erfahrungen gemacht wie der menschliche Körper sich den Situationen anpassen kann. Des Weiteren haben die SuS durch Ertasten einzelner Knochen am Körper die Lage der Wirbelsäule bestimmt. Die Kinder zeigen eine hohe Motivation sich mit dem menschlichen Körper auseinanderzusetzen.

Arbeitsmethodische Lernvoraussetzungen: Die Lerngruppe hat im Rahmen eines ähnlichen Vorhabens bereits ihren Heimatort genau erkundet, beschrieben und in einem Reiseführer als Handlungsprodukt präsentiert, sodass diese Methode bereits bekannt ist. In der vorherigen Lernaufgabe haben sich die SuS interessengeleitet in 2er und 3er-Gruppen aufgeteilt, um an einem Kapitel für das Körperbuch zu arbeiten. Im Rahmen dieser haben die SuS auch Qualitätskriterien für das Körperbuch erarbeitet. Diese Kriterien sind Bestandteil einer Checkliste, die zur Strukturierung und Reflexion des Arbeitsprozesses gilt. Innerhalb der Gruppen gibt es verschiedene Ämter (Gruppenchef, Schreiber, Zeitwächter), welche von den SuS abwechselnd übernommen werden. Der Über­gang von der Arbeitsphase zur Reflexionsphase wird mit einem Klangsignal angekündigt. Ferner ist den SuS die Zeitdaueruhr bekannt. Die SuS kennen die Sozialform des Sitzkreises. Ebenfalls ist ihnen die Meldekette bekannt.

[...]


1 Zu Gunsten einer besseren Lesbarkeit wird „SuS“ im Folgenden als Abkürzung für „Schülerinnen und Schüler“ verwendet.

2 Vgl. Schulinterne Curricula, Arbeitsplan für das Fach Sachunterricht, Klasse ¾, S. 31

3 Präventionsprogramm gegen sexuelle Gewalt

4 Die Leitfragen der einzelnen Gruppen können im Anhang nachgelesen werden.

5 siehe Anhang: Plakat Qualitätskontrolle

Details

Seiten
34
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668070073
ISBN (Buch)
9783668070080
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v308399
Note
1,0
Schlagworte
Sachunterricht menschlicher Körper Grundschule Schriftliche Arbeit Prüfung Unsere Reise durch den Körper Körperbuch 3. Klasse

Autor

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