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Die Ermordung von Martin Luther King in Memphis (1968)

Facharbeit (Schule) 2012 9 Seiten

Geschichte - Amerika

Leseprobe

Gliederung

Thema: Die Ermordung von Martin Luther King in Memphis (1968) Fach: Geschichte

1.Begründung zur Wahl des Themas

2. Wer war Martin Luther King ?
2.1 Kurze Biographie zu Martin Luther King

3. Politische Bewegung
3.1 Der Kampf gegen die Rassentrennung
3.2 Die berühmte Rede („I have a dream“)

4. Das Attentat
4.1 Verschwörungstheorien
4.2 Nachwirkungen
4.3 Weshalb erschoss man Martin Luther King ?
4.4 Nachleben

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

1.Begründung zur Wahl des Themas

Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da ich im Fernsehen viele Dokumentationen über Rassismus gesehen habe und es mich interessiert hat, wie eine Person es geschafft hat, sich für die Rechte von Millionen Afroamerikanern einzusetzen. In Amerika herrschte die strikte Rassentrennung, sodass die Dunkelhäutigen keinerlei Rechte hatten und sie wurden wie Menschen zweiter Klasse behandelt, bis sich einer aus der Menge erhob, um dies zu ändern. Martin Luther King hat einen großen Wandel in der Welt ausgelöst, da er sich trotz großer Unterdrückung von Seiten der Südstaaten strikt für seine Politik eingesetzt hat. Er war einer der größten Menschenrechtler der Welt, deshalb wollte ich unbedingt meine Hausarbeit zu seinem Wirken und seiner Ermordung anfertigen.

2. Wer war Martin Luther King?

Martin Luther King wurde am 15. Januar 1929 in Atlanta geboren, als Sohn der Lehrerin Alberta King und des Baptisten-Predigers Michael Luther King. Martin Luther King setzte sein ganzes Leben lang stark für die Rechte der Afroamerikaner ein. Durch seine von Gandhi geprägt und gewaltfrei Politik faszinierte er die ganze Welt was ihm am 4. April 1968 in Memphis, Tennessee zum Verhängnis wurde, als er von dem offiziellen Tatverdächtigen James Earl Ray auf dem Balkon des Lorraine Motels erschossen wurde. Außerdem bekam er ca. vier Jahre vor seinem Tod den Friedensnobelpreis.

2.1 Kurze Biographie zu Martin Luther King

Martin Luther King jr. wurde am 15. Januar 1929 mit dem Namen Michael in Atlanta, Georgia, geboren. Er hat eine ältere Schwester, Christine und einen jüngeren Bruder Alfred Daniel. Zuerst wird er nach seinem Vater Michael benannt. Doch fünf Jahre nach seiner Geburt ändert der Vater nach seiner Europareise seinen eigenen Namen und den Namen seines Sohnes. Zu Ehren des deutschen Reformators heißen beide jetzt Martin Luther King. Martins Vater und sein Großvater waren Pfarrer in der schwarzen Baptistenkirche von Atlanta. (Die Baptisten sind evangelische Christen in Amerika). Er hatte eine glückliche Kindheit und war sehr geprägt von seinem Vater, der sich stark gegen Ungerechtigkeit und Rassismus einsetzte. Im Jahre 1944 geht King auf das Morehouse College auf dem auch schon sein Vater und Großvater waren. King jr. entschließt sich Pfarrer zu werden und in der Ebenezer- Baptistenkirche seines Vaters hält er seine erste Predigt. Nach dem College möchte King weiter Theologie studieren und geht deshalb an eine Universität in Pennsylvania und beendet sein Studium an der Universität in Boston. Während des Studiums liest Martin viele Bücher von Mahatma Gandhi zum gewaltlosen Widerstand. Später wendet er dies in der Bürgerrechtsbewegung an, um Blutvergießen zu verhindern. Eines Tages lernt er Coretta Scott kennen und heiratet sie am 18. Juni 1953. Daraufhin tritt Martin Luther eine Pfarrerstelle in Montgomery an. Ein Jahr später beginnt der Busboykott bei dem die Schwarzen gegen die Unterdrückung in den öffentlichen Bussen (z.B. sobald ein Weißer kommt, müssen sie sich wegsetzen) mit Erfolg zu demonstrieren. Da King bei den Protesten stark mitwirkte, wurde ein Bombenattentat auf sein Haus verübt. Darauffolgend machten die Schwarzen weiter und gründeten das SCLC (The Southern Christian Leadership Conference) am 9. Januar. Er wird Präsident diese Organisation. Während er in Harlem sein Buch signiert, wird erneut ein Attentat auf ihn ausgeübt, jedoch ohne Erfolg. King reist nach Indien und ins Heilige Land, als er zurückkommt, zieht er nach Atlanta. In ganz Amerika finden zu dieser Zeit die sogenannten Sit-In Proteste statt, bei denen demonstrieren die Beteiligten, indem sie sich in großen Mengen an Orten versammeln und dort sitzen. Auch Martin Luther King machte mit, wodurch er Verhaftet wird. Durch das Eingreifen von J. F. Kennedy wird er freigelassen, dieser wird im November zum Präsidenten gewählt. 1963 beginnt King die Birmingham Kampagne (bei der Aktion demonstriert Martin Luther King mit tausenden Kindern zusammen durch die Innenstadt und erreicht das vier ihrer Forderungen erfüllt werden) und wird deswegen verhaftet. Am 28. August nehmen 250000 Bürger und unter anderem Martin Luther King am „Marsch auf Washington„ teil. Währen dessen hält er seine berühmte Rede „I have a dream“. Im folgenden Jahr wurde das Bürgerrechtsgesetz verabschiedet, das jede Art von Rassentrennung als ungesetzlich erklärt. Im selben Jahr erhält er den Friedensnobelpreis für seine bedeutenden Werke im Bezug auf die Rassentrennung. King lässt sich zur Wahl aufstellen und wird dabei angegriffen, dabei demonstriert er gegen die Diskriminierung. Als Folge wurde noch im selben Jahr das uneingeschränkte Wahlrecht für alle auch im Süden eingeführt. Im Jahr 1967 protestiert Martin Luther King öffentlich gegen den Vietnamkrieg und nimmt an einem Friedensmarsch in New York teil. Danach erscheint sein letztes Buch „Where do we go from here“. King ruft zum „Marsch der Armen“ nach Washington auf. Einen Tag vor seiner Ermordung hält er seine letzte Rede und er wird am 4. April 1968 von James Earl Ray in Memphis, Tennessee erschossen. Am 20. Januar wird für Martin Luther King ein landesweiter Gedenktag durchgeführt, der bis zum heutigen Tag in den USA ein offizieller Feiertag ist.

3. Politische Bewegung

3.1 Der Kampf gegen die Rassentrennung

Die Schwarzen durften in den Südstaaten nicht wählen, hatten keine Macht, sie blieben arm und wurden schlechter behandelt als die Weißen. Die Trennung und Ungleichbehandlung von Menschen verschiedener Rassen wird als Rassentrennung bezeichnet. Menschen verschiedener Abstammung werden nicht nach dem gleichen Recht behandelt. Rassisten glauben, dass eine Rasse besser ist als eine andere.

Martin Luther King war einer der größten Bürgerrechtler, der sich gegen die soziale Unterdrückung aufgelehnt hat. Durch sein Einsatz ist es ihm gelungen, die Rassentrennung gesetzlich aufzuheben. Während seines Studiums war King auch sehr von Mahatma Gandhi begeistert, aber er hatte keine Erfahrung im gewaltfreien Widerstand. King entwickelte sich zum charismatischen Anführer der Bürgerrechtsbewegung namens „Southern Christian Leadership Conference“. Er reiste durch das Land, um Proteste zu organisieren oder daran teilzunehmen. Gewaltfreie Aktionen wie Märsche, Sitzblockaden und Gebetskreise wurden seine direkte Waffen im Kampf gegen den Rassismus. Ein Zitat Martin Luther Kings war: „Gewaltlosigkeit ist eine machtvolle und gerechte Waffe. Fürwahr, sie ist eine einzigartige Waffe in der Geschichte; sie stößt zu, ohne Wunden zu schlagen, und sie adelt den, der sie handhabt“. Quelle: http://www.ccsf.de.

Mit diesem Zitat möchte Martin Luther King darauf eingehen, dass die Gewaltlosigkeit ein sehr wichtiges Mittel ist um seine politischen Ziele zu erreichen, denn sie belohnt denjenigen der sie beherrscht.

Für seine bedeutenden Taten erhielt er 1964 den Friedensnobelpreis.

3.2 Die berühmte Rede („I have a dream“)

Martin Luther King hielt seine berühmte Rede am 28. August 1963 in Washington D.C. vor dem Lincoln Memorial, an dem mehr als 250.000 Menschen teilnahmen. Diese Traum-Rede hielt er auf dem Höhepunkt seiner Popularität.

Ein Auszug aus seiner Rede: „Ich habe einen Traum, dass sich eines Tages diese Nation erheben wird und die wahre Bedeutung ihrer Überzeugung ausleben wird: „Wir halten diese Wahrheit für selbstverständlich: Alle Menschen sind als gleich erschaffen“.

King benutzte seine Rede, um damit auf die Missstände der Situation der afroamerikanischen Bevölkerung der USA aufmerksam zu machen.

4. Das Attentat

Martin Luther King war am 4. April 1968 mit seinen Mitarbeitern in Memphis, Tennessee. Sie trafen dort die letzten Vorbereitungen für den Marsch. Er war sehr glücklich an dem Tag. Seine Freunde warteten auf dem Parkplatz. King ging raus auf den Balkon und wurde von einer Kugel in den Hals getroffen. Im Krankenhaus erlag Martin Luther King seinen Verletzungen und starb trotz großen Bemühungen der Ärzte. King ist nur 39 Jahre alt geworden.

4.1 Verschwörungstheorien

Zur Ermordung Dr. Martin Luther King gibt es viele Verschwörungstheorien. Ich möchte zwei der gängigsten auflisten:

Verschwörungstheorie 1:

Martin Luther King soll in Zusammenarbeit von der Mafia und dem FBI- Chef J. Edgar Hoover ermordet worden sein. James Earl Ray soll demnach schon vor seinem Ausbruch aus dem Gefängnis als Schuldiger geplant sein für den Mord an King.

Der verurteilte Täter James Earl Ray war nur ein Köder für die Polizei, die örtlichen Behörden und die Öffentlichkeit. Vor der Ermordung soll ihn ein Mann namens „Raoul”, den auch Ray in vielen seiner Aussagen als seinen Komplizen erwähnte, beauftragt haben, die Waffe in Birmingham, Alabama abzuholen. Der damalige FBI Cartha DeLoach soll die Verschwörung geleitet haben.

Verschwörungstheorie 2:

Beobachter zurzeit des Attentates am Tatort waren, haben ausgesagt, dass der Schütze nicht direkt vom Motel aus, sondern von einem Platz hinter einem dichten Gebüsch ganz in der Nähe abgefeuert hat. Nach dem Attentat sollen diese Büsche nach Zeugenangaben weggeschnitten worden sein.

4.2 Nachwirkungen

Nach Martin Luther Kings tot gibt es weltweit Unruhen bei denen protestiert wird insgesamt in über 110 Städten, währenddessen kommen 39 Menschen ums Leben und 2.000 werden verletzt. Außerdem finden weltweite Trauer-Umzüge statt.

4.3 Weshalb erschoss man Martin Luther King ?

Eine Theorie warum er ermordet wurde ist, dass er sich durch sein Einsetzen für die Rechte der Schwarzen im Süden bei der Regierung und dem FBI unbeliebt gemacht hat. Außerdem organisierte er Proteste und Sit-Ins, bei denen er die Bevölkerung auf die Probleme aufmerksam machte und Anhänger gewann. Das war vielen Rassisten ein Dorn im Auge.

4.4 Nachleben

Martin Luther King wurde nur 39 Jahre alt. Aber er prägte den Kampf gegen die Rassentrennung wie kein anderer. Noch heute wird ihm Jährlich in der USA an offiziellen Feiertagen gedacht und seinem herausragendem Wirken zur Unterdrückung der Schwarzen. Es wurden viele Straßen nach ihm benannt z.B. gibt es in Hanau die „Martin-Luther-King-Straße“. Außerdem gib es Vereine, Stiftungen und Schulen die seinen Namen tragen.

5. Fazit

Martin Luther King war für mich der größte Bürgerrechtler des 20. Jahrhunderts. Er setzte sich ohne Gewalt und Waffen für die Rechte von Millionen ein, schaffte die Welt nachhaltig zu verbessern. Zu Beginn der Hausarbeit war ich eher skeptisch, ob es stimmt, dass er die Menschen überall wo er hinkam faszinierte und begeisterte, aber als ich mich mehr und mehr mit der Person Martin Luther King beschäftigte, habe ich gemerkt, dass er es sogar nach seinem Tod geschafft hat, mich zu faszinieren mit seinen Projekten und Reden. Bei seinen Reden motivierte er die Menschen, für ihr Recht auf Gleichberechtigung gewaltlos zu protestieren, zudem diente er vielen schwarzen Menschen als Vorbild. Außerdem finde ich, dass Martin Luther King es geschafft hat, die Lage der schwarzen Bevölkerung entscheidend zu verbessern ,denn zurzeit ist der Präsident der USA ein Schwarzer, was zur damaligen Zeit undenkbar war.

6. Quellenverzeichnis

Literatur:

- Dietrich, Tobias: Martin Luther King. UTB Profile 2008.
- Hahnemann, Katrin: Martin Luther King (Wer ist das?) 2010.
- Presler, Gerd: Martin Luther King, Jr. 2002.

Filmmaterial:

Dr. King Bürgerrechtler (Quelle: Youtube.de)

Bildmaterial

Quelle: http://krisstiane.files.wordpress.com (16.12.2012)

Quelle: http://www.mission-olympic-goettingen.de (19.12.2012)

Internet Adressen :

http://martinlutherking.de/ (07.12.2012)

http://www.meinebibliothek.de/Texte/html/king.html (13.12.2012)

http://www.ccsf.de/ccsf-persoenlichkeiten_persoenlichkeit_martin_luther_king.html (17.12.2012)

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Details

Seiten
9
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668060500
ISBN (Buch)
9783668060517
Dateigröße
403 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v307955
Note
1
Schlagworte
ermordung martin luther king memphis

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Titel: Die Ermordung von Martin Luther King in Memphis (1968)