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Die Krise im Steinkohlebergbau und ihr Einfluss auf den Strukturwandel

Seminararbeit 2004 22 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Geschichte des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet
2.1 Die Entwicklung des Steinkohlebergbaus
2.2 Der Einfluss des Steinkohlebergbaus auf die Wirtschaft

3 Die Krise im Steinkohlebergbau
3.1 Arbeitsplatzverluste durch Zechenschließungen
3.2 Auswirkungen der Bergbaukrise auf die Wirtschaft

4 Maßnahmen zum Strukturwandel im Ruhrgebiet
4.1 Die Entwicklung des Dienstleistungsbereiches
4.2 Auswirkungen der Tertiärisierung

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Im Rahmen unseres EWA Seminars an der Ruhr-Universität Bochum sollten sich die Seminargruppen Gedanken machen über das Ruhrgebiet und welche Vorstellungen sie mit diesem Begriff verbinden. Mir vielen zuerst die Begriffe “Strukturwandel“ und “Bergbau“ ein. Durch den Erdkunde Unterricht aus der Schule ist mir bekannt, das viele Arbeitsplätze während der Zechenschließungen verloren gingen und man versuchte, diese durch den Ausbau des Dienstleistungssektors zu ersetzen. Für die Hausarbeit habe ich mich entschieden, diese Begriffe darin aufzunehmen, um mich noch weiter darüber zu informieren und das Wissen zu vertiefen. Im Vorfeld habe ich mir folgende Fragestellungen überlegt, die die Kernpunkte der Arbeit bilden sollen.

- Welcher Industriebereich hatte vor dem Strukturwandel die größte Bedeutung für die Wirtschaft im Ruhrgebiet?
- Wann begann der Strukturwandel?
- Wie kam es zu einem Strukturwandel?
- Wie vollzog sich der Strukturwandel und welche Ziele wurden verfolgt?
- Wurde der Strukturwandel erfolgreich abgeschlossen?

Anhand dieser Fragestellungen und einiger Schlüsselbegriffe soll herausgefunden werden, ob und wie erfolgreich der Strukturwandel für das Ruhrgebiet war. Um der Arbeit einen wissenschaftlichen Hintergrund zu bieten, wurde entsprechende Fachliteratur zu diesem Thema analysiert und ausgewertet.

Die Arbeit gliedert sich in drei Hauptkapitel. Das erste Kapitel beschäftigt sich hauptsächlich mit der Geschichte des Steinkohlebergbaus. Die Darstellung der Geschichte und die Bedeutung des Steinkohlebergbaus für die Wirtschaft stehen hierbei im Vordergrund. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Entstehung der Bergbaukrise. Die Ursachen und Auswirkungen der Krise werden hier näher beschrieben. Im dritten Kapitel wird näher erläutert, welchen wirtschaftlichen Stellenwert der tertiäre Sektor nach dem Strukturwandel eingenommen hat. Die

Entwicklung und Auswirkungen des Strukturwandels nehmen hierbei einen besonderen Stellenwert ein.

Mit der Arbeit sollen als erstes die Seminargruppen angesprochen werden, um das Wissen weiter zu vermitteln. Vielleicht können aber auch Schüler der Oberstufe die Arbeit als aufschlussreiche Einleitung in das Thema Strukturwandel benutzen.

2 Die Anfänge des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet

Grundvoraussetzung für den Abbau der Steinkohle im Ruhrgebiet sind die reichen Kohlevorkommen, die vor ca. 350 - 285 Millionen Jahren aus den Wäldern des Karbons entstanden und den größten Steinkohlevorrat Deutschlands bilden (Parent 1987, S. 346f). Die kohleführenden Schichten treten im südlichen Bereich der Ruhr zu Tage, fallen nach Norden hin ab und werden von einer mächtigen Mergelschicht bedeckt. Im Münsterland liegt die Kohle bereits auf einer Tiefe von 1200m. Das Durchdringen der Mergelschicht beeinträchtigte anfangs die Entwicklung des Kohleabbaus (Wiel 1963, S.17). Der Abbau der Kohle begann auf beiden Seiten der Ruhrzone, wo die Flöze nahe der Oberfläche liegen. „Bereits 1129 gestand ein kaiserliches Dekret den Duisburgern Bürgern das Kohlengraben im Stadtwald zu, 1361 berichtet eine Stadtrechnung von den Kosten der Kohle für das Heizen des Sitzungssaales des Rates“(Ebert 1993, S.20). Aufgrund des hohen Holzvorkommens und der dünnen Besiedelung des Gebietes, erlangte der Bergbau noch keine große Bedeutung. Zunehmende Beachtung fand die Kohle erst durch den Gebrauch bei Schmiedefeuern, da die Kohleglut eine größere Hitze hergab als die Holzkohleglut (Huske 2000, S.10). Mit dem Kohlebergbau beschäftigten sich hauptsächlich Bauern und Handwerker, die den Kohleabbau noch als Nebenerwerb ansahen. Die Kleinbetriebe zählten meist nur zwei Mann, selten waren es mehr als zehn (Wiel 1963, S.20). Die Kohle wurde im Tagebau entweder direkt an den Hängen “abgebrochen“ (Huske 2000, S.10) oder man grub dem Flözverlauf folgende Löcher, sogenannte Pingen, in den Boden, die bei Erreichen des Grundwasserspiegels wieder aufgegeben wurden. Diese Abbauart wurde noch weit ins 18. Jahrhundert hin angewendet, da es zu damaliger Zeit noch nicht möglich war das eintretende Grundwasser abzupumpen (Huske 2000, S.10). Seit dem 16. Jahrhundert trieb man vom Tal her Stollen in den Berg hinein, so kam man weiter in den Berg und qualitativ bessere Kohle konnte gefördert werden (Ebert 1993, S.20). Der Bergbau dehnte sich langsam vom Osten bis in den Westen des Ruhrgebiets aus. Für lange Zeit blieb der Transport der Steinkohle jedoch schwierig und teuer. Zunächst wurde die Kohle von Pferden auf dem Rücken getragen, da einfachste Wege und Pfade benutzt werden mussten. Später wurden Straßen und befestigte Wege gebaut, so das der Transport mit Pferd und Wagen möglich wurde.

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Details

Seiten
22
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638319508
Dateigröße
549 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v30757
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
95%
Schlagworte
Krise Steinkohlebergbau Einfluss Strukturwandel Seminar Einführung Arbeiten

Autor

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Titel: Die Krise im Steinkohlebergbau und ihr Einfluss auf den Strukturwandel