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Intersexualität und Inter*. Der Zwang einer eindeutigen Geschlechtsidentität innerhalb der zweigeschlechtlichen Norm

Ethische Bezugspunkte und Auseinandersetzungen mit Entscheidungsprozessen von Eltern und Inter* Personen

Hausarbeit 2015 23 Seiten

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil
2.1 Intersexualität
2.1.1 Begriffsannäherung
2.2 Zwang zur Entscheidung für ein Geschlecht - Warum?
2.2.1 Zweigeschlechtliche Norm
2.2.2 Heteronormativität
2.3 Normen
2.3.1 Eine Begriffsannäherung
2.4 Normen und Macht oder Macht der Normen?
2.4.1 Macht und Inter*
2.5 Angleichung an die gesellschaftliche Norm
2.5.1 Definitonsmacht der Medizin
2.5.1.1 Gesetzliche Auswirkungen der medizinischen Definitionsmacht
2.5.1.2 Körperliche Auswirkungen der medizinischen Definitionsmacht
2.5.2 Auswirkungen der geschlechtszuweisenden Maßnahmen für betroffene Inter* Personen
2.6 Eltern von Inter* Personen
2.6.1 Interesse der Eltern an einer Eindeutigkeit des Geschlechts ihrer Kinder
2.6.2 Anerkennung als ethischer Bezugsrahmen für Entscheidungsprozesse

3. Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Wir leben in einer Gesellschaft in der es Geschlecht lediglich in der Form von weiblich und männlich zu geben scheint. Für viele Menschen ist es deshalb bis heute schwer nachvollziehbar und zu akzeptieren, dass es abseits dieser zweigeschlechtlichen Norm eine Vielfalt an Geschlechtsidentitäten gibt, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise darstellen. Inter*1 Personen verkörpern unter anderem diese Vielfalt. Kommt ein Kind mit einem, im medizinischen Sinne, uneindeutigem Geschlecht zur Welt sehen sich Mediziner_innen und Eltern meist mit Gefühlen der Verwirrung und Unsicherheit konfrontiert. Die Folgen für Inter* Personen aus diesen Unsicherheiten sind meist von großen Leiderfahrungen geprägt. Dies zeigte unter anderem die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates 20122, in dessen Rahmen Inter* Personen zu ihrer Lebensitutuation und der Zufriedenheit mit dieser, gefragt wurden. Viele Inter* Personen sahen und sehen sich, bereits direkt nach der Geburt und ihre komplette Kindheit über, mit geschlechtzuweisenden Operationen und Maßnahmen konfrontiert. Diese haben meist schwere physische und psychische Auswirkungen zur Folge und beeinträchtigen die Lebensqualität von Erwachsenen Inter* Personen bis heute. Auch für Eltern stellt die Uneindeutigkeit der Geschlechtsidentität des Kindes häufig eine große Belastung dar. Zwar ist es seit 2013 nicht mehr zwingend notwendig ein Kind direkt nach der Geburt einem Geschlecht zu zuweisen, jedoch stellt dies Eltern vor neue Herausforderungen und ändert nichts an der mit einhergehenden Unsicherheit. Sie sehen sich mit gesellschaftlichen Strukturen konfrontiert, in denen sich Menschen, die sich abseits einer zweigeschlechtlichen Norm befinden mit vielen Hindernissen und Benachteiligungen auseinandersetzten müssen . Innerhalb der vorliegenden Arbeit soll daher die Frage nach Unterstützungsprozessen für Eltern von Inter* Kindern nachgegangen werden, sowie für betroffenen Erwachsene Inter* Personen, die Helfen Wissen zu vermittelt und Ängste und Überforderungen abzubauen. Dazu wird zunächst der Begriff „ Intersexualit ä t “ erl ä utert und kritisch betrachtet. Darauf Aufbauend werden Wirkung und Macht der zweigeschlechtlichen Norm beleuchtet und kritisch hinterfragt. Im weiteren Verlauf werden dann, die bis heute praktizierten Geschlechtszuweisenden Maßnahmen kritisch hinterfragt und deren Auswirkungen aufgezeigt. Das letzte Kapitel beschäftigt sich dann ganz spezifisch mit den Problemlagen von Eltern und leitet anhand anerkennungstheoretischer Bezugspunkte, Möglichkeiten und Hilfestellungen für diese ab.

2 Hauptteil

2.1 Intersexualität

2.1.1 Begriffsannäherung

Durch zunehmende öffentliche und politische Aktivitäten von Menschen, die sich jenseits des binären Geschlechtersystems wiederfinden, kam es in den vergangenen Jahren zu einer zunehmenden Auseinandersetzung mit einzelnen Begrifflichkeiten und Selbstbezeichnungen. Auch haben sich diverse Selbsthilfeorganisationen in den letzten Jahren vermehrt für die Rechte von Menschen, die sich abseits von heteronormativen Geschlechternormen wiederfinden, eingesetzt. Innerhalb dieses Diskurses wurden verschiedene Begriffsbestimmungen und Selbstdefinitionen für die Thematik der Intersexualität und die damit verbundene Identitätsbildung herausgearbeitet, die nun im Folgenden kurz dargestellt werden.

Der nicht unumstrittene Begriff der Intersexualität bezeichnet zunächst einmal die biologischen Besonderheiten bei der Geschlechterdifferenzierung. Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg3 definiert Intersexualität als natürliche Ausprägung einer geschlechtlichen Vielfalt innerhalb unserer Gesellschaft. Als intersexuell bezeichnen sich Menschen, deren Körper sich in einem Spektrum zwischen den vorherrschenden Geschlechtszugehörigkeiten (weiblich und männlich) bewegen4. Zunehmend wehren sich Menschen gegen den pathologisierenden Hintergrund, der diesem innewohnt. Daher deuten sie den Begriff intersexuell für sich um und gestalten somit eine positive Identitätskategorie. Personen wählen hierbei häufig die Bezeichnung der intersexuellen Frau oder des intersexuellen Mannes, ohne jedoch die pathologische Bedeutung zu übernehmen. Der Begriff wird somit aus seiner ursprünglichen Bedeutung als Krankheit heraus gelöst und zu einer Geschlechts- bzw. Identitätsbezeichnung (vgl. Lang 2006 S.153).

Inter* Personen können nicht eindeutig einem der beiden vorherrschenden Geschlechter, also Frau oder Mann, zugeordnet werden. Dies kann unterschiedliche Formen und Gründe haben.5 Körper von Inter* Personen weisen Ähnlichkeiten mit beiden Geschlechtern auf. Dies kann sich unter anderem durch äußerliche Merkmale, wie das Herausbilden von Brüsten bei als männlich wahrgenommenen Personen, äußern. Auch können als weiblich deklarierte Genitalien (Vagina, Gebärmutter etc.) sowie Chromosom- Sätze, Hormonproduktion und Keimdrüsen auf eine Mehrgeschlechtlichkeit hindeuten. In der Medizin etabliert sich zunehmend der Begriff der „Disorder in Sex development“, kurz: DSD. Dieser wird jedoch von Inter* Personen sowie diversen Organisationen und Selbsthilfegruppen abgelehnt, da er eine weitere Pathologisierung beinhaltet, die bei Betroffenen und ihren Angehörigen eher zu Verwirrung, Unklarheiten und Ängsten führt anstatt diese abzubauen.6

Inter* Körper weisen darauf hin, dass das Geschlecht als Kontinuum zu begreifen ist und nicht bipolar gesehen werden kann. Die Kategorien Frau und Mann sind nur zwei der vielen möglichen Geschlechter (vgl. Lang 2006, S. 154).

Das Geschlecht kann somit nicht als bipolare Gegebenheit gesehen werden, aus der sich naturalistische Gedanken und Verhaltensweisen ableiten lassen. Vielmehr sind hier eine Vielfalt an möglichen Ausprägungen und Deutungsmustern sowie selbstbestimmte Identitätsbildungen zu beobachten, denen Anerkennung zu zeugen ist. Viele Menschen, die als Inter* Personen zur Welt kommen, sehen sich von Geburt an mit Pathologisierungsinstrumenten konfrontiert, die unter anderem schwere psychische Auswirkungen auf deren Identitätsbildung haben können. Die Bandbreite von Syndromen, die die Medizin zur Erkennung und Klassifizierung von Intersexualität festgelegt hat, ist extrem groß und kann im Rahmen dieser Arbeit nicht tiefergehend thematisiert werden. Sie dient jedoch hauptsächlich der Deklarierung von Inter* als Krankheit bzw. Symptom, die dementsprechende Behandlungen und Korrekturen bedarf.7 Die Medizin tritt hier als hegemoniale Interpretationsmacht auf, die somit die Deutung von Inter* Körpern für Inter* Personen und/oder deren Eltern übernimmt (vgl. Lang 2006, S.144).

Welche Bezeichnung Menschen für sich als Identitätskategorie wählen, liegt allein in ihrem Ermessen und in ihrer Selbstdefinition (vgl. Lang 2006, S. 144). Auch sind diese veränderbar und können im Laufe der Zeit neu ausgehandelt und angenommen werden. Dies entsteht meist in der Auseinandersetzung mit anderen Betroffenen und durch die Anregung verschiedener Diskurse, die bei der Selbstdeutung und Entwicklung von kollektiven Identitäten unterstützend wirken können (vgl. Lang 2006, S.145).

Trotz dieser Tatsachen, wurden und werden bis heute Menschen, die Geschlechtsmerkmale beider vorherrschender Geschlechter aufweisen mit der Entscheidung für eines dieser meist schon im frühen Kindesalter konfrontiert. Im Folgenden soll versucht werden, mögliche Gründe für diesen Zwang zur Eindeutigkeit darzustellen.

2.2 Zwang zur Entscheidung für ein Geschlecht - Warum?

Heutige Forschungsstände und neuere Studien sowie diverse Aussagen und Forderungen von betroffenen Verbänden zeigen auf, dass nur in sehr seltenen Fällen eine Notwendigkeit von medizinischen Behandlungen vorliegt. Es kann in Einzelfällen zu lebensbedrohlichen Begleiterscheinungen kommen, die tatsächlich medizinischen Handlungsbedarf auslösen. Eine Begründung für die eindeutige Zuweisung zu dem weiblichen oder männlichen Geschlecht geben diese jedoch nicht. Vielmehr geht es der Medizin, sowie häufig auch den entscheidungstreffenden Eltern, hierbei um eine Angleichung an die gesellschaftliche Norm. Im folgenden Kapitel soll diese Norm näher dargestellt werden (vgl. Voß 2012, S. 5).

2.2.1 Zweigeschlechtliche Norm

Unsere moderne Gesellschaft ist durch ein binäres Geschlechtersystem gekennzeichnet. Viele Dinge, die unseren Alltag betreffen, werden durch klare Geschlechtszuweisungen geregelt und in einen scheinbar orientierungsgebenden Rahmen eingebettet. So sehen wir uns im öffentlichen und auch im politischen Raum meist mit unterschiedlichen Ausprägungen dieses konfrontiert. In manchen Bereichen können wir ein binäres Geschlechtersystem sehr deutlich wahrnehmen, wie zum Beispiel bei Toiletten im öffentlichen Raum, die meist immer noch eindeutig nach Männern und Frauen aufgeteilt sind oder auch bei dem deutschen Eherecht, indem klar von Mann und Frau als Ehegatten gesprochen wird und dieser Verbindung ein besonderer Schutz zukommt.8 Das Geschlechtersystem ist zusätzlich noch in eine binäre Geschlechterordnung eingeteilt. Gesellschaftliche Möglichkeiten von Frauen und Männern unterscheiden sich unter anderem in der Berufswahl, dessen Ausübung und auch in der Bezahlung. Auch wenn wir durch verschiedene emanzipatorische Kämpfe heute in einigen Bereichen von einer Gleichberechtigung von Frau und Mann sprechen, so sind Frauen doch immer noch sehr häufig von Diskriminierungs- und Benachteiligungspraxen betroffen, rein aufgrund ihres Frauseins.9

In einer Gesellschaft, in der solche Praxen vorherrschen und somit keine faktische Gleichberechtigung ausgemacht werden kann, gewinnt das Geschlecht, welchem ein Mensch zugeordnet wird, an erheblicher Bedeutung (vgl. Voß 2012, S. 24). Welchem Geschlecht Menschen angehören oder zugeordnet werden, hat eine gesellschaftliche Relevanz und wird von vielen Menschen als Norm angesehen, die sich unter anderem auch in der Deutschen Gesetzgebung niederschlägt und dadurch wirksam werden kann. Uneindeutigkeiten führen daher zu einer Störung einer gesellschaftlichen Norm und gelten somit als korrekturbedürftig. In Zeiten, in denen sich klassische Geschlechterrollen zunehmend auflösen, Sexualität sich nicht mehr nur auf ein Begehren zwischen Frauen und Männern bezieht und die Geschlechtsidentität frei wählbar wird, stellt die Annahme einer biologischen Zweigeschlechtlichkeit einen letzten Ankerpunkt für unser abendländisches Geschlechtermodell dar (vgl. Lang 2006, S.44). Innerhalb der modernen Geschlechterforschung wurde vor allem durch Judith Butler der Begriff der Heteronormativit ä t10 geprägt, der unter anderem eine zweigeschlechtliche, heterosexuelle Norm näher beschreibt und analysiert.

2.2.2 Heteronormativität

Der Begriff Heteronormativit ä t versucht, das oben bereits erwähnte binäre Geschlechtersystem als ein System zu beschreiben, das nur zwei Geschlechter akzeptiert und Geschlecht mit Geschlechtsidentität, Geschlechterrolle und sexueller Orientierung gleichsetzt; immer in Bezug auf die Basiseinheiten Frau und Mann. Somit wird hier eine scheinbar natürliche Norm erzeugt, in der abseits des Frau- und Mannseins, und ihren sexuellen Bezug zueinander kein Raum für anderes gegeben sein kann. Alle Formen scheinbar abweichender Geschlechteridentität oder auch sexueller Orientierungen werden als Normbruch und somit als abnorm wahrgenommen (vgl. Degele 2008, S. 88). Heteronormativität bezieht sich auf Denkstrukturen, Institutionen und Wahrnehmungsmuster, die Heterosexualität zu einer Norm stilisieren und ihr eine privilegierte Position zuordnen.

Heteronormativität stellt ein Ergebnis von gesellschaftlichen Normalisierungsprozessen dar, die Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität naturalisieren und somit von der Tatsache ausgehen, dass ein uneindeutiges Geschlecht oder auch eine andere sexuelle Orientierung eine Abweichung des natürlichen Verhaltens darstellen, die es zu therapieren und beheben gilt. Dies wird meist mit der Reproduktion des Menschen begründet, die durch Homosexualität nicht gewährleistet werden könnte und somit nicht natürlich sein kann (vgl. Degele 2008, S. 89).

Heteronormativität kann ebenfalls als verinnerlichte Gesellschaft gesehen werden, da heteronormative Handlungs- und Denkmuster keineswegs im Bewusstsein der Beteiligten sein müssen. Sie fungieren eher verdeckt und oftmals unhinterfragt, weshalb sie auch nur schwer zu durchbrechen sind ( vgl. Degele 2008, S. 89).

Aufgrund ihrer tiefen Verankerung in gesellschaftlichen Strukturen, Politik und Rechtsprechungen bis hin zu einer Kommerzialisierung in Form von geschlechtsspezifischen Werbeprodukten und auch Kinderspielzeug, haben heteronormative Denkstrukturen und Handlungsmuster eine großer Wirkungsmacht und

Degele 2008, S. 88: „Heteronormativität ist ein binäres, zweigeschlechtliches und heterosexuell organisiertes und organisierendes Wahrnehmungs-, Handlungs- und Denkschema, das als grundlegende gesellschaftliche Institution durch eine Naturalisierung von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit zu deren Verselbstverständlichung und zur Reduktion von Komplexität beiträgt bzw. beitragen soll.“ können als hegemonial angesehen werden. Die Hegemonie der zweigeschlechtlichen Norm verweist unter anderem auf einen Zusammenhang von Geschlecht und Macht. Aber wie kommt es überhaupt zu solch wirksamen Normen und damit verbundenen Machtstrukturen innerhalb einer Gesellschaft? Wie können diese wirksam werden und wer bestimmt und reproduziert diese? Im folgenden Abschnitt soll aufgezeigt werden, wie soziale und kulturelle Normen entstehen und welche Auswirkungen sie auf gesellschaftliche Prozesse und auch auf Individuen haben können. Zunächst wird der Begriff Normen näher beleuchtet, um dann auf deren Macht einzugehen. Ebenfalls wird der Machtbegriff nach Foucault kurz dargestellt werden.

2.3 Normen

2.3.1 Eine Begriffsannäherung

Normen sind Bestandteil unseres Zusammenlebens und der zwischenmenschlichen Interaktion. Sie werden von Menschen gemacht und von Werten abgeleitet, die innerhalb einer Gesellschaft oder zwischen einzelnen Gruppen und Individuen gelten. Sie dienen dazu, Regeln für ein Verhalten festzulegen, welches in bestimmten Situationen als angemessen und sozial akzeptiert gelten kann. Sie können daher für eine Entlastung sorgen, da wir unser Verhalten und Entscheidungen, die wir treffen müssen, an ihnen orientieren und uns nicht fortwährend neu entscheiden müssen. Normen beinhalten einen Verpflichtungscharakter, auch wenn sie nicht zwangsläufig eingehalten werden müssen (vgl. Franzke;Unterlinner 2007, S. 7ff). Innerhalb einer Gesellschaft gibt es Normen, deren Nichteinhaltung mit starken Sanktionen einhergeht. In unserer Gesellschaft wäre Mord zum Beispiel ein Verstoß gegen eine geltende Norm, der eine strafrechtliche Verfolgung vorsieht und eine dementsprechende Sanktion durch geltendes Recht mit sich zieht. An diesem Beispiel lässt sich gut erkennen, wie aufgrund von gewissen Werten (Würde des Menschen, Recht auf körperliche Unversehrtheit etc.) eine Norm abgeleitet wurde (kein Mensch darf einen anderen töten) und sich diese institutionalisiert hat, indem sie in geltendes Recht festgeschrieben wurde. Normen und Werte sind jedoch veränderbar und an gesellschaftlichen Wandel gebunden (vgl. Franzke;Unterlinner 2007, S. 7ff). Hier kann die Überschreitung bzw. die Nichteinhaltung bestimmter Normen, die von einzelnen Gruppen (oftmals von Minderheiten) als behindernd, überholt oder diskriminierend angesehen werden, zu einem gesellschaftlichen Wandel führen.

[...]


1 Vgl. www.transmann.de/trans-intersex-informationen/intersex-informationen#Definition: Häufig wird der Begriff Intersexualität aufgrund der Endung „--sexualität“ mit der sexuellen Orientierung einer Person in Verbindung gebracht, was eine falsche Assoziation mit sich bringt. Um dies zu vermeiden verwendet man den Begriff „Inter*“. Das Sternchen steht hierbei für alle weiteren möglichen Wortendungen, welche Personen selbstbestimmt für sich wählen können. Diese Form wird daher auch in dieser Arbeit verwendet, wenn es um die Bezeichnung von Personen geht.[19.07.15]

2 Deutscher Ethikrat: Stellungnahme zu Intersexualität., Berlin , 2012. Verfügbar unter: www.ethikrat.org/dateien/pdf/stellungnahme-intersexualitaet.pdf, [26.07.15]

3 Vgl.www.netzwerk-lsbttiq.net: ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queer (LSBTTIQ) Gruppen, Vereinen und Initiativen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen LSBTTIQ-Mitgliedsgruppen auf Landesebene zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, zu zentralen Themen gemeinsame Positionen zu erarbeiten und gegenüber landespolitischen Entscheidungstragenden zu vertreten.

4 Verfügbar unter: http://www.netzwerk-lsbttiq.net/index.php/lsbttiq#Intersexuell [24.07.15]

5 Vgl. www.transmann.de/trans-intersex-informationen/intersex-informationen#Definition, [19.07.15]

6 Vgl. www.intersexuelle-menschen.net/intersexualitaet/ [20.07.15]

7 Vgl. www.dgti.org/intersexualitaet. Hier findet sich eine Tabelle, in der die einzelnen Symptome aufgelistet sind. Quellen: Großer Brockhaus, Tuirner Syndrom e.V., NümbrechtAIS, SHG Bremen/Hamburg, Onans Kinder, Abadi Verlag, 2000, AGGPG Bremen, dgti e.V., Köln - Trier [24.07.15]

8 Vgl.www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/DE/Das_Eherecht.html: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Referat Öffentlichkeitsarbeit; Internet, Berlin, 2014: “ Das Eherecht“ [24.07.15]

9 z.B. Berufswahl, Bezahlung und Anerkennung innerhalb der Erwerbsarbeit, Kindererziehung, Aufgaben im Haushalt etc.

Details

Seiten
23
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668057265
ISBN (Buch)
9783668057272
Dateigröße
641 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v307551
Institution / Hochschule
Hochschule Esslingen – SAGP
Note
1,0
Schlagworte
Intersexualität Geschlechtsidentität normativität eindeutige identität zweideutige identität eltern heteronormativität Unterstützung Geschlechtszuweisung Ethik Inter-Personen

Autor

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Titel: Intersexualität und Inter*. Der Zwang einer eindeutigen Geschlechtsidentität innerhalb der zweigeschlechtlichen Norm