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Internet und Werbung. Ein Überblick

Hausarbeit 2015 9 Seiten

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Internet
2.1 Definition des Internet
2.3 Historische Entwicklung
2.4 Web
2.5 Dotcom-Blase

3 Werbung im Internet
3.1 Einführung in die Online Werbung
3.2 Online-Targeting

4 Fazit und Ausblick

5 Abkürzungsverzeichnis

7 Literatur- und Quellenverzeichnis

8 Eidesstaatliche Erklärung

1 Einleitung

„Das Internet ist nur ein Hype.“ [1] prognostizierte einst ein Pionier der digitalen Revolution und Microsoft-Mitgründer namens Bill Gates. Man muss ihm allerdings zugutehalten, dass er diese Äußerung bereits im Jahr 1993 getätigt hat. Diese Aussage findet der ein oder andere im Jahr 2015 möglicherweise ziemlich skurril, allerdings gab es im Jahr 2000 ein Ereignis, das zum Wort „Hype“ gänzlich passt. In Folge der „Dotcom-Blase“ verloren viele zukunftsorientierte – teilweise auch naive – Anleger ihr Geld. 15 Jahre nach dieser Spekulationsblase können wir heute über die Prognose von Bill Gates schmunzeln. Es gibt zahlreiche Beispiele, weshalb das Internet aus dem 21. Jahrhundert und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Der Autor nennt auf Grund der unzähligen Einsatzmöglichkeiten des Internet nur vier Beispiele.

Verreist man in ein fremdes Land, dann googelt man über die gleichnamige Suchmaschine zuvor sein Reiseziel und informiert sich über die dortig gegenwärtige Kultur, interessante Sehenswürdigkeiten und sogar über seine Unterkunft. So werden weltweit täglich etwa 3,5 Milliarden Suchanfragen allein von der Suchmaschine Google bearbeitet. [2] Des Weiteren erfreuen sich unter anderem zahlreiche Tierfreunde an den neuesten Katzenvideos auf Videoportalen wie „YouTube“. Würde es das Internet nicht geben, würden wir den Begriff „Amazon“ nur mit einem Strom im südamerikanischen Regenwald assoziieren oder des dort durchfließenden Flusses und nicht mit einem riesigen Onlineversandhändler. Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter werden täglich von Millionen Menschen besucht und ermöglichen neue Wege der digitalen Massenkommunikation. Es gibt natürlich noch viele weitere Beispiele, die deutlich machen, wie sich das Internet in unseren Lebensalltag integriert hat.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich zunächst mit dem Begriff Internet und dessen Definition. Außerdem werden die Anfänge des Internet und die Meilensteine, welche zur Entwicklung des heutigen Internet maßgeblich beigetragen haben, geklärt. Des Weiteren wird der Ursache der „Dotcom-Blase“ kurz nach der Jahrtausendwende auf den Grund gegangen. Um den Bezug zur Werbung nicht außer Acht zu lassen und deren Relevanz im Internet aufzuzeigen, gibt es eine Einführung in Online-Werbung. Ergänzend wird der Terminus und die Funktionsweise des Online Targeting beleuchtet. In Zeiten des „NSA-Skandals“ durch die globale Überwachung im Internet sicherlich ein heiß umstrittenes und brandaktuelles Thema.

2 Das Internet

Dieses Kapitel umfasst die Definition des Internets, die historische Entwicklung des globalen Netzwerkes. Außerdem wird das Web 2.0 und die „Dotcom-Blase“ beschrieben.

2.1 Definition des Internet

Der Autor Uwe Osterrieder deklariert das Internet als „[…] weltweites Netzwerk ohne zentrale Kontrollaufsicht.“[3] Man findet zahlreiche passende Erklärungen, die sich nur marginal im Detail unterscheiden. Zum Vergleich dient eine Beschreibung aus dem Wörterbuch, welches von Konrad Duden gegründet wurde. Dieses definiert das Internet als weltweiten „[…] Verbund von Computern und Computernetzwerken, in dem spezielle Dienstleistungen (wie E-Mail, World Wide Web, Telefonie) angeboten werden“[4].

2.3 Historische Entwicklung

Bis das Internet zu einem globalen Netzwerk wurde, war es ein langer Weg. Den Grundstein dazu legte die Advanced Research Projects Agency (ARPA), welche im Jahr 1958 vom US-Verteidigungsministerium geschaffen wurde.[5] Diese Institution wurde mit der Aufgabe vertraut, Forschungskapazitäten im Universitätsbereich zu bündeln und eine technologische Überlegenheit gegenüber der ehemaligen UdSSR zu schaffen.[6] Zu dieser Zeit herrschte bereits der Kalte Krieg zwischen den Westmächten und der UdSSR. Dieser Konflikt dürfte den Wunsch nach einem großflächigen Kommunikations- und Informationsnetzwerk der westlichen Supermacht erheblich gefördert haben. Das von der ARPA daraufhin entwickelte ARPANET konnte allerdings erst auf einer internationalen Konferenz in Washington D.C. im Jahr 1972 präsentiert werden.[7] Damit verschiedene Netzwerke und Computerplattformen miteinander kommunizieren können, bedarf es eines standardisierten Protokolls. Deshalb wurde von 1973-1978 das TCP/IP Kommunikationsprotokoll für alle Computernetzwerke entwickelt.[8] Dieses einheitliche Protokoll wird bis heute für lokale Netzwerke und das Internet verwendet. Bis zu der uns bekannten Art des Internet wurden zahlreiche andere Netzwerke konzipiert, auf die der Autor dieser Hausarbeit nicht näher eingeht.

Erst Anfang der 1990er Jahre, kam Bewegung in die Geburt des Internet, als mehrere Provider (Internetdienstanbieter) eigene kommerzielle Netzwerke aufbauten und es somit Privatpersonen ermöglichten den Zugang zu einem nationalen Netzwerk zu erlangen.[9] Des Weiteren wurde vom Programmierer Tim Berners-Lee, welcher am schweizerischen CERN arbeitete, das World Wide Web entwickelt, welches die Anwendung zur Verallgemeinerung von Informationen umfasste.[10] Im Jahr 1998 durchbrach die Anzahl der globalen Internetzugänge die 100-Millionen-Grenze.[11] Maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat auch die Entwicklung des ersten Browsers für verschiedene Betriebssysteme an der Universität Illinois.[12] Daraufhin wurde der „Mosaic Netscape 0.9“ im Oktober 1994 veröffentlicht.

2.4 Web 2.0

Der Begriff „Web 2.0“ wurde im Jahr 2004 vom Verleger Tim O’Reilly für eine Konferenz ausgewählt.[13] Auf dieser Veranstaltung sollten die neuesten Entwicklungen im World Wide Web diskutiert werden. Das „Web 2.0“ wird auch als „Mitmach-Internet“ bezeichnet, es umfasst alle Aktivitäten, die es Benutzern ermöglichen eigene Inhalte wie Profile, Kommentare, Fotos, Bilder, etc. zu veröffentlichen.[14] Sprich der Nutzer konsumiert nicht mehr nur Inhalte, sondern produziert diese auch selbst. In diesem Zusammenhang werden häufig die Begriffe „Partizipation“, „Kollaboration“ und „kollektive Intelligenz“ verwendet.[15] Menschen sind in der Lage sich zu sozialen Netzwerken zusammenzuschließen, sofern sie gleiche oder ähnliche Interessen verfolgen.[16] Zu den bekanntesten sozialen Netzwerken zählen Facebook und Twitter. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass man unter dem Schlagwort „Web 2.0“ eine wachsende Zahl an Computerfreaks, Anwendern, Entwicklern und vielen anderen versteht, welche nach neuen Möglichkeiten für mehr Kommunikation und Interaktion suchen.[17]

2.5 Dotcom-Blase

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, prognostizierte der Microsoft Mitbegründer Bill Gates im Jahr 1993 das Internet als „Hype“. An einem Montag im März 2000, sollte sich seine Prognose bewahrheiten. Es stellt sich nun die Frage, wie es zu dieser riesigen Spekulationsblase, in Folge deren sich der NASDAQ Index von ca. 5100 Punkten auf rund ein Viertel seines Kurses verschlechterte, kam.

Zunächst muss man den Begriff „Dotcom-Blase“ definieren. Es handelt sich dabei nämlich um einen Kunstbegriff, welcher insbesondere die Dotcom Unternehmen betraf.[18] Dotcom steht für die Internet Domänenendung „.com“. In den 1990er wurde das Internet privatisiert und es drangen viele neue Startup Unternehmen auf den Markt. Den Investoren ging es in erster Linie um eine hohe Rendite und nicht um die Inhalte der jeweiligen Business-Pläne. Deshalb wurde überwiegend in „irgendwas mit Internet“ Unternehmen Geld investiert.[19] Hunderte Firmen hatten fiktive Werte im Milliardenbereich, kannten „schwarze Zahlen“ aber nur vom Hörensagen.[20] Dass sich diese Unternehmen nicht lange am Markt halten konnten, war nur eine Frage der Zeit. So hat zum Beispiel das Startup „Pets.com“ 300 Millionen Dollar in den Sand gesetzt, bei dem Versuch Tierfutter über das Internet zu verkaufen.[21] Dieses Startup ist lediglich ein Auszug vieler gescheiteter Unternehmungen. Schließlich platzte die Spekulationsblase eine Woche nachdem der NASDAQ Index am Freitag den 10. März 2000 mit einem Allzeithoch abschloss. Laut Heise Online wechselten 200 Milliarden US-Dollar den Besitzer oder gingen „in Luft auf“.[22]

[...]


[1] http://www.spiegel.de/spiegel/unispiegel/d-88906244.html, Zugriff: 26.03.2015.

[2] http://www.sueddeutsche.de/digital/alternative-suchmaschinen-googeln-fuer-den-regenwald-statt-fuer-google-1.2116129, Zugriff: 17.04.2015.

[3] Osterrieder (2006), S.15

[4] http://www.duden.de/rechtschreibung/Internet, Zugriff: 07.04.2015.

[5] Vgl. Castells (2005), S.20

[6] Ebd.

[7] Vgl. Castells (2005), S.21

[8] Ebd.

[9] Vgl. Castells (2005), S.22

[10] Vgl. Castells (2005), S.24

[11] Osterrieder (2006), S.17

[12] Braun (2010), S.201

[13] Vgl. http://blog.zeit.de/schueler/files/2010/09/4.1-Entwicklung_des_Internets.pdf, Zugriff: 13.04.2015.

[14] Ebd.

[15] Ebd.

[16] Ebd.

[17] Vgl. http://www.stern.de/digital/online/web-20-internet-der-naechsten-generation-556779.html, Zugriff: 20.04.2015.

[18] http://de.wikipedia.org/wiki/Dotcom-Blase, Zugriff: 05.05.2015.

[19] Vgl. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Get-big-fast-and-bust-vor-15-Jahren-platzte-die-Dotcom-Blase-2572101.html, Zugriff: 06.05.2015.

[20] http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zehn-Jahre-Dotcom-Bust-Als-die-Blase-platzte-951796.html, Zugriff: 05.05.2015.

[21] Ebd.

[22] Ebd.

Details

Seiten
9
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668044982
ISBN (Buch)
9783668044999
Dateigröße
739 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v306608
Institution / Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart
Note
2,0
Schlagworte
Werbung im Internet Online Targeting targeted advertising zielgerichtete Werbung individualisierte Werbung Werbung Internet Target Group

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Titel: Internet und Werbung. Ein Überblick