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E-Commerce versus E-Government

von Petra Oberwinkler (Autor) Ratz Verena (Autor)

Hausarbeit 2003 20 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 Einleitung

2 Definitionen
2.1 New Public Management
2.2 E-Government
2.3 E-Commerce
2.4 E-Business
2.5 E-Procurement

3 E-Government oder E-Commerce?
3.1 Institutionenbezogenes E-Government
3.2 Leistungsbezogenes E-Government
3.3 Verhältnisbezogenes E-Government

4 Versus, versus, versus,... Vergleiche von E-Government und E-Commerce
4.1 Ziele
4.1.1 Ziele des E-Government
4.1.2 Ziele des E-Commerce
4.1.3 Schlussfolgerung
4.2 Nutzen
4.2.1 Nutzen des E-Government
4.2.2 Nutzen des E-Commerce
4.2.3 Schlussfolgerung
4.3 Produktpalette
4.3.1 Produktpalette im E-Government
4.3.2 Produktpalette im E-Commerce
4.3.3 Schlussfolerung
4.4 Kundengruppe
4.4.1 Kundengruppe des E-Government
4.4.2 Kundengruppe des E-Commerce
4.4.3 Schlussfolgerung
4.5 E-Procurement
4.5.1 E-Government
4.5.2 E-Commerce
4.5.3 Schlussfolgerung
4.6 Sicherheit - elektronische Signatur E-Government und E-Commerce
4.7 Rechtliche Perspektive E-Government und E-Commerce

5 Resümee

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

E-Commerce und E-Government sind zurzeit in aller Munde und beinahe jeder hat sich dieser Dienstleistungen schon einmal bedient. Viele wissen auch, um was es sich bei den zwei Begriffen handelt, doch ist auch bekannt, was die Unterschiede zwischen den beiden sind? Wann es sich um E-Commerce, wann um E-Government handelt?

Genau dies soll in dieser Arbeit geklärt werden. Zuallererst wird auf die verschiedenen Definitionen eingegangen, ebenfalls wird erläutert, was man unter E-Business, E-Procurement und New Public Management versteht.

Danach wird erklärt, wann man von E-Government spricht, wann von E-Commerce die Rede ist.

Schließlich wird auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von E-Government und E-Commerce in den Bereichen Ziele, Nutzen, Produktpalette, Kundengruppe, E-Procurement, Sicherheit und rechtliche Grundlagen genau eingegangen.

2 Definitionen

Bereits Ende der 90iger Jahre drang der Begriff E-Government aus der Forschung in die Praxis und wurde in der Literatur eng mit dem Begriff E-Business verbunden. Die Ansätze der Unterscheidung sind recht verschieden und erst "in jüngster Zeit ist es der Forschung gelungen zu vermitteln, dass es sich bei E-Government im Rahmen der elektronischen Kommunikation in der Tat um ein eigenständiges, gleichberechtigtes Konzept neben dem E-Business handelt, welches seine Wurzeln zwar in der Verwaltungsinformatik hat, darüber hinaus aber wesentliche neue Aspekte abdeckt" und New Public Management (NPM) in seinen Zielen unterstützen kann.[1]

2.1 New Public Management

New Public Management ist ein Denkansatz für eine neue Managementphilosophie, welche Politik und Verwaltung stärker nach privatwirtschaftlichen Managementtechniken, unternehmerischen Erfolgsprinzipien und marktwirtschaftlichen Steuerungsmechanismen ausrichten will. Ziel ist aber nicht eine Privatisierung, sondern eine Stärkung des Staates.[2]

Oft wird E-Government als elektronische Variante des New Public Management betrachtet. Zwar ergänzen sich die beiden Konzepte, aber sie basieren auf verschiedenen Fundamenten und können damit auch unabhängig voneinander existieren.[3]

2.2 E-Government

E-Government steht für "Electronic Government". Gemeint ist die Abwicklung von staatlichen Verwaltungsakten und Dienstleistungen mit elektronischen Mitteln. E-Government ist eine Sonderform des E-Business mit dem Unterschied, dass auf der einen Seite nicht eine Firma, sondern ein Amt oder eine Behörde steht und auf der anderen der Bürger statt eines Kunden.[4]

Weiters wird unter dem Begriff E-Government die Durchführung von Prozessen der öffentlichen Willensbildung, der Entscheidung und der Leistungserstellung in Politik, Staat, und Verwaltung unter sehr intensiver Nutzung der Informationstechnik.[5]

Der Begriff wird auch im Zusammenhang mit dem Begriff „digitales oder virtuelles Rathaus“ gebraucht. Verlegung standardisierter Informations- und Verwaltungsdienstleistungen in das Internet. In Amerika bereits weit verbreitet, stehen die staatlichen „e-nitiativen“ hierzulande noch am Anfang. Das Ziel ist es, Leistungen wie Ab- und Ummeldung, die Bestellung eines Aufgebots etc. künftig komplett via Internet abwickeln zu können.[6]

2.3 E-Commerce

Der Begriff Electronic Commerce umfasst zahlreiche Tätigkeiten und Geschäftsfelder und ist noch nicht eindeutig festgelegt: Für die einen fällt alleine das „Homeshopping“ darunter, andere verstehen den Begriff viel weiter und fallen alle Formen der elektronischen Interaktion im und zwischen Unternehmen.[7]

Wesentliche Elemente von Electronic Commerce sind die elektronische Abwicklung von Geschäftsprozessen zwischen Unternehmen (Business-to-Business) und zwischen Unternehmen und Verbrauchern (Business-to-Consumer) und das effiziente Management der gesamten Geschäftsbeziehungen zwischen den Beteiligten.[8]

Zu E-Commerce gehört auch der gesamte Geschäftsprozeß, von Werbung, Geschäftsanbahnung und –abwicklung bis hin zu After-Sales Services, Aktionen zur Kundenbindung und Online Banking im neuen elektronischen Medium. Im weitesten Sinne fällt darunter z.B. auch der Handel mit CD-Rom-Unterstützung oder Faxabruf.[9]

2.4 E-Business

Unter E-Business versteht man alle Formen der elektronischen Geschäftsabwicklung. Dazu gehören z.B. der elektronische Handel (E-Commerce) mit seinen mobilen Varianten E-Consulting, E-Publishing, Telebanking, Teleshopping usw. Dabei ist das Internet das Hauptmedium. Aber auch über firmeninterne oder "nicht-Internet"-Netze von z.B. Behörden bzw. Banken und drahtlose Kommunikationsformen (SMS) können auf elektronischem Weg Geschäfte abgewickelt werden.

Der Überbegriff für E-Commerce, E-Government, E-Procurement, E-Logistik ist E-Business. E-Business umfasst alle Teile von Geschäftsprozessen einer Unternehmensorganisation, die über Datennetze (z.B. WorldWideWeb-WWW) zwischen zentralen Unternehmenssystemen und Partnern (z.B. Kunden, Mitarbeitern, Händlern und Lieferanten) abgewickelt werden. Alle diese Prozesse werden intensiv mit den neuen Technologien (z.B. Internet) abgewickelt, inklusive aller Dienstleistungen, die es offline, sprich ohne elektronische Systeme, gar nicht gibt. Wenn dabei die Zahlung auch elektronisch erfolgt, spricht man von E-Commerce, und wenn die Transaktionen mobil (z.B. WAP-Handy) durchgeführt werden, dann mCommerce. Ganz neu ist tCommerce, sprich Internet über den Fernseher.[10]

Die E-Business Branche unterscheidet generell zwischen

- Business-to-Business Transaktionen (B2B),

- Business-to-Consumer Transaktionen (B2C),
- Consumer-to-Consumer Transaktionen (C2C),
- Administration-to-Business Transaktionen (A2B),
- Administration-to-Consumer Transaktionen (A2C) und
- Administration-to-Administration Transaktionen (A2A).[11]

2.5 E-Procurement

E-Procurement ist die Nutzung von Internet-basierten Informations- und Kommunikationstechnologien zur elektronischen Unterstützung und Optimierung des gesamten Beschaffungszyklus.[12]

E-Procurement ist mehr als eine webbasierte Bestelloberfläche. Der Beschaffungsprozess entlang der Supply Chain endet erst mit der Rechnungserfassung. Dabei kommt der Lieferantenintegration via XML-Kommunikation und Einbindung in Beschaffungskataloge wesentliche Bedeutung zu. E-Procurement und E-Integration stellen Einkaufs- und IT-Abteilungen hinsichtlich Änderung der Prozessabläufe und des Contentmanagements vor neue Herausforderungen.[13]

Die Weiterentwicklung klassischer Bestelloberflächen im Web zum umfassenden Supplier Relationship Management findet im neuen SAP Release SRM ihren Niederschlag.

3 E-Government oder E-Commerce?

Die erste und wichtigste Frage, die man sich stellen muss, ist:[14]

Wann handelt es sich eigentlich um E-Government, wann um E-Commerce?

Es gibt drei verschiedene Betrachtungsweisen, mit denen man den Unterschied zwischen E-Government und E-Commerce erklären kann:

3.1 Institutionenbezogenes E-Government

Das Instiutionenbezogene E-Government bezieht sich auf die Rechtsform der beteiligten Partner. D.h. man spricht immer dann von E-Government, wenn eine Institution des öffentlichen Rechts beteiligt ist, andernfalls von E-Business.

[...]


[1] Vgl.: www.webagency.at

[2] Vgl.: www.iwv.ch/eGov

[3] Vgl.: M. Gisler, D. Spahni (Electronic Government 2000), S. 323

[4] Vgl.: www.politik-digital.de

[5] Vgl.: Jansen, Priddat (Electronic Government 2000), S. 90

[6] Vgl.: www.electronic-commerce.org

[7] Vgl.: www.viadrina.euv-frankfurt-o.de

[8] Vgl.: www.webagency.de

[9] Vgl.: www.electronic-commerce.org

[10] Vgl. : www.wko.at

[11] Vgl.: www.wko.at

[12] Vgl. : www.ecien.de

[13] Vgl.: www.datalog.de

[14] Vgl. Gisler/Spahni (Electronic Government 2000), o.S.

Details

Seiten
20
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638318525
Dateigröße
563 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v30640
Institution / Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt – öffentliche BWL
Note
1
Schlagworte
E-Commerce E-Government

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