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Eine Einführung in die Italienpolitik Kaiser Maximilians I.

Hausarbeit 2015 13 Seiten

Geschichte - Allgemeines

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Maximilian I. - Biografische Details
2.1 Charakterisierung
2.2 Wirken Maximilians I.
2.3 Maximilian I. in der Historiografie

3 Italienpolitik
3.1 Ausgangslage und Ziele
3.2 Mailänder Bündnis
3.3 Der erste französische Feldzug 1494 und 1495
3.4 Die Liga von Venedig
3.5 Aufbruch nach Italien - Der Italienfeldzug Maximilians I. 1496
3.6 Der zweite französische Feldzug von 1499 - 1504 und die Verträge von Blois
3.7 Maximilians Kaiserproklamation in Trient 1508
3.8 Die Venezianerkriege 1508 - 1516
3.8.1 Liga von Cambrai
3.9 Kriegsverlauf und Ende des Venezianerkriegs

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die hier vorliegende Abschlussarbeit zum Thema "Die Italienpolitik Kaiser Maximilians I." soll einen kurzen geschichtlichen Überriss der damit verbundenen Thematik geben. Da dieses Thema aus dem geschichtlichen Gesichtspunkt heraus besonders ergiebig ist, sollen nur die wichtigsten Ereignisse der Italienpolitik Maximilians herausgearbeitet werden. Daraus können für die hier vorliegende Abschlussarbeit folgende Kernfragen abgeleitet werden:

- Wer war Maximilian I. und wie kann er geschichtlich eingeordnet werden?
- Was hat die Person Maximilian I. historisch bewirkt - was waren seine Ziele?
- Welche unmittelbaren Auswirkungen hatte Maximilians Italienpolitik?

Mit Hilfe einiger Werke von Wiesflecker, der sich in der modernen Maximilian-Forschung besonders hervorgetan hat, und unter Rücksichtnahme weiterer Quellen, so zum Beispiel einem neueren Werk von Manfred Hollegger, soll die Thematik erarbeitet, bzw. vervollständigt werden. Der erste Kapitel dieser Abschlussarbeit soll einen biografischen Überblick zur Person Maximilian I. enthalten (Punkt 2) und sich um eine historische Einordnung bemühen, der zweite Kapitel (Punkt 3) auf die eigentliche Thematik eingehen. Zudem sollen die Akten der Regesta Imperii, die einen zentralen Bestandteil der Maximilian-Forschung ausmachen, erwähnt werden, allerdings muss hierbei bereits vorab festgestellt werden, dass aufgrund des einführenden Charakters dieser Abschlussarbeit eine genaue Herausarbeitung anhand dieser Quelle nicht möglich sein wird. Letztendlich folgt ein kurzes Fazit.

2 Maximilian I. - Biografische Details

2.1 Charakterisierung

Maximilian I. war der Sohn des Friedrich III. und der Leonore von Portugal und lebte zwischen 1459 und 1519. Stark beeinflusst wurde der spätere deutsche König und Kaiser durch seine habsburgischen Eltern und die umfassende Bildung, die ihm durch Lehrer zu Teil wurde. Ebenfalls einen besonders hohen Stellenwert in der Entwicklung des Kaisers und auch in seinem weiteren Leben spielte der Erwählungsglaube der Habsburger nach dem Leitspruch AEIOU ("Alles Erdreich ist Österreich untertan"), aber auch die von seiner Mutter Leonore forcierte ritterliche Erziehung, die im Gegensatz zum Wirken seines Vaters Friedrich stand, der allgemein als schwacher Herrscher empfunden wurde.[1] Maximilian versuchte Zeit seines Lebens ritterliche Ideale mit politischem Geschick zu verbinden, scheiterte aber in den überaus häufigen kriegerischen Auseinandersetzungen mehrfach. In seiner letzten Lebensdekade verschuldete er sich zunehmend und außerordentlich hoch bei Jacob Fugger. Dies ist unter anderem ein Ausdruck seiner wechselhaften Persönlichkeit, die womöglich aus der Umgebung, Erziehung und Position resultierte. Weitere Kennzeichen Maximilians I. waren sein ausgeprägtes Geltungs- und Ruhmbedürfnis, welcher sich in einer Fülle an (oftmals nicht fertiggestellten) Projekten niederschlug und der geschickte Einsatz von Propaganda, die er nutzte um seine Herrschaft zu festigen und seine Untertanen zum Krieg zu motivieren. In diesem Zusammenhang ist die oft verwendete Bezeichnung Maximilians als "der letzte Ritter" etwas verständlicher, vor allem da er sich in eigen verfassten Beschreibungen selbst glorifizierte, es aber auch verstand als Förderer der Kunst aufzutreten und sich als Humanist zu positionieren.[2] Dabei waren es allerdings allesamt Nichthumanisten gewesen, die für Maximilians Bildung in seinen Kinder- und Jugendjahren verantwortlich waren. Auch ist an dieser Stelle zu sehen, dass Maximilian sozusagen ein Bindeglied zweier Welten war, sowohl der mittelalterlichen Tradition verbunden, als auch bereits dem Humanismus angehörig.

2.2 Wirken Maximilians I.

In erster Linie war es Maximilian zu verdanken, dass das burgundische Erbe gesichert werden konnte und zudem gilt er durch die Einfädelung der österreichisch-spanischen Doppelhochzeit von 1496 und 1497 als Begründer der Donaumonarchie. Als militärischer Befehlshaber schuf er die Landsknechtsheere und sorgte für ein Aufblühen der Rüstungsindustrie, insbesondere der Artillerie.[3] Wie bei Punkt 2.1 bereits festgestellt, hatte er sich auch einen Namen als Kunstförderer gemacht. Bezüglich der Kunstförderung Dürers hatte das Wirken Maximilians einen besonders hohen Stellenwert.[4]

2.3 Maximilian I. in der Historiografie

Das geschichtliche Bild der Welt zum Wirken Maximilians war einem starken Wandel unterworfen, so galt er nach seinem Tod noch als "Maximilian, der Große". Im 19. Jahrhundert jedoch, mit dem Aufkommen des Nationalismus in Europa, widerfuhr ihm eine größtenteils negative Rezeption, so zeichneten insbesondere Leopold von Ranke und Heinrich Ulmann ein negatives Bild des früheren Kaisers, letzterer bezeichnete ihn "als Verderber des Reiches und der Reichsreform, ja sogar einen Verächter der deutschen Nation".[5] In der modernen Forschung wurde dieses Bild durch ein wissenschaftlich-universelles ersetzt, was dazu geführt hat, dass Maximilian nun als das gesehen wird, was er wahrscheinlich am ehesten war: Ein Kaiser der Extreme und ein Kind seiner Zeit am Scheideweg zu einer neuen Epoche.

3 Italienpolitik

3.1 Ausgangslage und Ziele

Es gilt bei Betrachtung der Ausgangslage zuallererst zu beachten, wie sich die geografische Lage des Heiligen Römischen Reichs darstellt. Auf der Landkarte des 15. Jahrhunderts bildet das Heilige Römische Reich das vollständige Zentrum Europas.[6] Diese Tatsache führt dazu, dass wechselnde Bündnisse häufiger werden und ein großes Heer unterhalten muss um sich effektiv im Kriegsfall verteidigen oder angriffsorientiert handeln zu können. Allgemein betrachtet ist außerdem darauf zu achten, dass die Herrschaft Maximilians I. in eine Phase Europas fällt, die sehr kriegerisch geprägt war. Aus diesen Zwängen und dem habsburgischen Wunsch nach einem christlichen Weltreich unter ihrer Herrschaft stand Maximilians Außenpolitik und damit selbstverständlich auch seine gesamte Italienpolitik, speziell der italienischen Signorien, gegenüber.[7] Dieses Bild ist aber keinerseits vollständig, denn es zeigt sich auch, dass Maximilian gegen die Türken selbst einen Feldzug führen wollte. Diese Tatsache ist insofern interessant, da bis dahin nur Päpste zum Kreuzzug gerufen hatten, Maximilian sich aber als Führer der Christenheit sah.[8]

[...]


[1] Manfred Jakubowski-Tiessen, Maximilian I. In: Rudolf Vierhaus (Hg.), Deutsche Biografische Enzyklopädie, Bd. 6. Kraatz-Menges (2. überarbeitete und erweiterte Auflage, München 2006) 807-809.

[2] Günther Franz, Maximilian I. In: Hellmuth Rössler (Hg.), Biografisches Wörterbuch zur deutschen Geschichte, Bd. 2: I-R (Begründet von Helmuth Rössler u. Günther Franz, zweite bearbeitete und deutlich erweiterte Auflage, München 1974) 1829 - 1833.

[3] Manfred Jakubowski-Tiessen, Maximilian I. In: Rudolf Vierhaus (Hg.), Deutsche Biografische Enzyklopädie, Bd. 6. Kraatz-Menges (2. überarbeitete und erweiterte Auflage, München 2006) 807-809.

[4] Alfred Kohler, Hispania-Austria, Die Katholischen Könige, Maximilian I.: Anfänge der Casa de Austria in Spanien, Akten des Historischen Gesprächs (Innsbruck 1992).

[5] Alfred Kohler, Die Katholischen Könige, Maximilian I.: Anfänge der Casa de Austria in Spanien, Akten des Historischen Gesprächs (Innsbruck 1992) 19-20.

[6] Euratlas - Nüssli, online unter <www.euratlas.net/history/europe/1500/de_entity_5689.html> (15.02.2015).

[7] Hermann Wiesflecker, Kaiser Maximilian I.: Das Reich, Österreich und Europa an der Wende zur Neuzeit. Bd. I: Jugend, burgundisches Erbe und Römisches Königtum bis zur Alleinherrschaft 1459 - 1493. (Wien 1971). Folgenden zit. als Wiesflecker, Kaiser Maximilian I., Bd. I.

[8] Heinz Angermeier, Der Wormser Reichstag 1495: Ein europäisches Ereignis. In: Historische Zeitschrift, (1995), Bd. 261(3) 739-768. Folgenden zit. als Angermeier, Wormser Reichstag.

Details

Seiten
13
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668038639
ISBN (Buch)
9783668038646
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v305968
Institution / Hochschule
Universität Wien
Note
1,0
Schlagworte
eine einführung italienpolitik kaiser maximilians

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