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Berühmte Frauen der Weltgeschichte. Visionäres Marketing im Kontext der Innovation bei Leni Riefenstahl

Studienarbeit 2015 13 Seiten

Biographien

Leseprobe

Inhalt

1 Berühmte Frauen der Weltgeschichte

2 Das Frauenbild bis 1945

3 Die Zeit zwischen den Weltkriegen

4 Die Filmbranche in den 20iger und 30iger Jahren

5 Leni Riefenstahl
5.1 Kindheit, Jugend und erste Erfolge als Tänzerin und Schauspielerin
5.2 Die Regisseurin
5.3 Reich und Hitler
5.4 Innovative Filmtechniken
5.5 Riefenstahl im Rückblick

6 Was können wir von Leni Riefenstahl lernen? - Wichtige, intuitive „Richtig-Entscheidungen" Riefenstahls

Quellenverzeichnis

1 Berühmte Frauen der Weltgeschichte

Denkt man an große Erfindungen, Taten, Innovationen oder Persönlichkeiten, so werden diese meist in einem Atemzug mit männlichen Zeitgenossen genannt. Seien es Alexander der Große, Leonardo Da Vinci, Albert Einstein oder Steve Jobs - große Namen, große Visionen. Jeder hat auf seine Weise Bahnbrechendes hervorgebracht. Man stelle sich die Welt heute beispielsweise ohne Smartphones vor.

Doch wie sieht es mit dem weiblichen Geschlecht aus? Wo sind die Erfinderinnen, Lenkerinnen und Denkerinnen der Geschichte? Ja, sie gab und gibt es. Wussten Sie, dass der Scheibenwischer von einer Frau erfunden wurde?[1] Es gibt eine Vielzahl an bedeutenden Frauen, die die Weltgeschichte geprägt haben - hier ein paar Paradebeispiele:

Queen Viktoria (1819-1901) - sogar ein ganzes Zeitalter ist nach ihrem Namen benannt: sie regierte Großbritannien von 1837 bis 1901 und baute ihr Reich zu einer militärischen und wirtschaftlichen Großmachtaus. Richtet man seinen Blick in die Wissenschaft, so kommt man um Marie Curie (1867-1934) nicht vorbei. Gleich zwei Nobelpreise in den Kategorien Physik und Chemie wurden ihr für ihre Erkenntnisse bei der Erkundung der Radioaktivität verliehen. Auch in der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart gibt es erfolgreiche Frauen, die die Geschicke ihres Landes leiten. Sei es Margaret Thatcher in England oder Angela Merkel hier in Deutschland, die vom Forbes Magazin 2011 bis 2014 als einflussreichste Frau der Gegenwart gelistet wurde[2] und die die derzeit führende politische Persönlichkeit Europas darstellt.

Gleichzeitig ist leider auch die Benachteiligung der Frauen eine traurige Konstante der Geschichte. Seit jeher waren Frauen auf die Unterstützung des Mannes angewiesen, ja sogar abhängig. Gerade im technischen und wissenschaftlichen Bereich traute man den Frauen nicht den benötigten Sachverstand zu.

In einer von Männern dominierten Welt ist es auch heute noch schwer, sich als Frau durchzusetzen und so müssen viele Klischees und Hindernisse überwunden werden. Aber dennoch: Es ist für Frauen so leicht wie nie zuvor, eine Karriere anzustreben, erfolgreich zu sein und die eigenen Träume in die Tat umzusetzen.

Träume und großartige Ideen hatte auch eine der umstrittensten Filmregisseurinnen und Fotografinnen Deutschlands: Leni Riefenstahl. Was machte sie so besonders? Was war das Faszinierende an ihrer Person und an ihren Arbeiten? Die folgenden Ausführungen werden ebendies beantworten.

2 Das Frauenbild bis 1945

Gerade die Jahre um 1900sowiezwischen den Weltkriegen sind bedeutende und bewegende Zeitspannen in der Geschichte der Frau. Es ist eine Zeit voller Veränderungen und Neuentdeckungen, was die Rolle der Frau in der Gesellschaft betrifft.

Mehr und mehr Menschen zogen sich aus der Landwirtschaft zurück. Die Städte lockten mit Arbeitsplätzen und neuen Möglichkeiten. Aber selbst dort konnte man eine Umschichtung erkennen: Der Anteil der Frauen, die als Dienstmädchen tätig waren, sank, der Anteil der arbeitenden Frauen im Industrie-, Handels-, und Dienstleistungsbereich wuchs dagegen stetig an.[3]

Die Anonymität der Großstadt erleichterte es Frauen, sich von der traditionellen Rollenzuweisung zu distanzieren und mit neuen Lebensformen zu experimentieren. Ungehemmt von Prüderie und hierarchisierten, gesellschaftlichen Normen wie zu Wilhelminischer Zeit, konnten Frauen und Männer bisher weitgehend unbekannte Lebensentwürfe ausprobieren, was sich besonders in den „Goldenen Zwanziger Jahren" deutlich zeigte.

Langsam, aber sicher war zu erkennen, dass sich der Lebensrhythmus der Männer und der Frauen mehr und mehr zu ähneln begann. Frauen übernahmen handwerkliche Berufe, arbeiteten in Fabriken und besonders während des Ersten Weltkriegs waren sie eine unverzichtbare Kraft der Rüstungsindustrie. Das Frauenwahlrecht wurde 1919 in Deutschland eingeführt und somit galten Frauen ab diesem Zeitpunkt als vollwertige Staatsbürgerinnen.

Im Mittelpunkt des Lebens der Frau standen aber nach wie vor Familie und Kinder, wobei die Geburtenrate im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts sank. In dieser Zeit wurden auch die ersten Schritte zur Emanzipation der Frau getätigt. Vor allem junge Mädchen gewannen an Freiheit, als die außerhäusliche Arbeit für Schulab-gängerinnen zur Normalität und Selbstverständlichkeit wurde. Die Bildungs- und Erwerbschancen des weiblichen Geschlechts, obwohl verheiratete Frauen nur mit Genehmigung des Ehemannes einen Beruf ausüben durften, fingen an sich zu verbessern und die Universitäten wurden trotz männlicher Widerstände für Frauen geöffnet.

In den Goldenen Zwanziger Jahren wuchsen das Selbstvertrauen und das Selbstverständnis der Frauen. Auch Erotik und Verführung wurden präsenter. Nackttänzerinnen beherrschten plötzlich die Revue-Theater. Schwule und Lesben zeigten sich öffentlich. Wilde Sex-Orgien gehörten zum Alltag wie Prostitution und perverse Spiele.

Als im Jahr 1933 Hitler und die Nationalsozialisten an die Macht kamen, hatte man das Ziel, Frauen komplett aus der Politik und dem öffentlichen Leben zu entfernen, um ihnen zu „helfen" und ihr Augenmerk wieder auf Haus, Herd und ihre Rolle als Mutter zu lenken. Frauen wurden staatlich organisiert, z.B. im Bund Deutscher Mädel und dem System nahtlos untergeordnet. Dies ging selbstredend mit dem Verlust der bisher erreichten und gewonnenen Selbstbestimmungsrechte einher.

3 Die Zeit zwischen den Weltkriegen

Graue politische Wirklichkeit, wirtschaftliche Not, eine avantgardistische, experimentierfreudige Kunst- und Kulturszene, politische, wirtschaftliche und künstlerische Aufbruchsstimmung, Einführung des Wahlrechts für Frauen, Demokratieansätze in Deutschland… So konträr diese Aufzählungen erscheinen, so sie sind sie doch alle Kennzeicheneiner Zeit – der Weimarer Republik und insbesondere der sogenannten „Goldenen Zwanziger Jahre“.[4]

Innerhalb dieser Zeit war die Gesellschaft zutiefst gespalten: einerseits Menschen, die am Rande des Existenzminimums vor sich hin vegetierten, auf der anderen Seite eine finanzkräftige, privilegierte Oberschicht.[5] Besonders die Jahre nach der (Hyper)Inflation (1923) zählen zu den berauschendsten der deutschen Geschichte: Aufschwung, Erholung nach dem Krieg, Partys.

Doch dann kam 1929 die Weltwirtschaftskrise, ausgelöst durch den „Schwarzen Freitag" (24. Oktober 1929, Börsencrash) und den internationalen, wirtschaftlichen Verflechtungen. Es folgten Perspektiv-, Hoffnungs- und enorme Arbeitslosigkeit. Die Blütezeit der „Goldenen Zwanziger“ mit allen ihren ausschweifenden Vergnügungen, Offenheit und der sexuellen Freizügigkeit endeten abrupt.

[...]


[1] http://www.jokers.de/kultur/erfinderinnen/beruehmte-erfinderinnen-des-20-jahrhunderts.html [27.04.2015]

[2] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/forbes-kuert-angela-merkel-zur-maechtigsten-frau-der-welt-a-972235.html [27.04.2015]

[3] Kuhn, Anette: Die Chronik der Frauen. Chronik Verlag, Dortmund, 1992

[4] http://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/kunst-und-kultur.html [28.04.2015]

[5] https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/alltagsleben.html [28.04.2015]

Details

Seiten
13
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668041042
ISBN (Buch)
9783668041059
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v304372
Institution / Hochschule
Hochschule Ansbach - Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Ansbach
Note
1,3
Schlagworte
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