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Auswirkungen von Humorinterventionen auf Verhaltensauffälligkeiten bei demenziell erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege

Masterarbeit 2012 181 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Abstract ..

Vorwort

Einleitung

1 Hintergrund und Problematik in der Versorgung von demenziell
erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege
1.1 Begriffsdefinition und das Krankheitsbild der Demenz
1.2 Formen und Symptomatik der Demenz
1.3 Epidemiologie der Demenz
1.4 Verhaltensauffälligkeiten bei Demenz
1.5 Therapeutische Behandlungsmöglichkeiten der Demenz
1.6 Humor und Lachen und ihre therapeutischen Stärken in der Demenzpflege
1.6.1 Humordefinition
1.6.2 Humortheorien
1.6.3. Definition für Lachen
1.7 Positive Auswirkungen von Humor und Lachen
1.8 Humor in der Pflegewissenschaft, Pflegepraxis und Nursing Interventions Classification (NIC) Zusammenfassung

2 Literaturübersicht

3 Frage und Methodik
3.1 Design
3.2 Datenerhebungen
3.2.1 Stichprobenauswahl
3.2.2 Instrumente
3.3 Analyseplan
3.4 Ethische Richtlinien

4 Ergebnisse

5 Diskussion und Konklusion
5.1 Schwächen der Methodik
5.2 Vergleiche zur anderen Forschungen
5.3 Empfehlungen an Praxis und Forschung

6 Planungen der Implementierung des „Eine-Stunde-HUMOR“ Konzepts bei demenziell erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege
6.1 Neuerungen in der Organisation der ambulanten häuslichen Pflege
6.2 Aus- und Fortbildung des Pflegepersonals 92
6.3 Humor- und Pflegestandards bei demenziell erkrankten Menschen
6.3.1 Humorbiografie
6.3.2 Humoranamnese
6.3.3 Humorplanung
6.3.4 Humorinterventionen
6.3.5 Evaluation von Humorinterventionen

Schlussfolgerung
Literaturverzeichnis
Internetquellen
Sonstige Quellen
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis

Anhang

A: A1 Anschreiben an Geschäftsführung des ambulanten Pflegedienstes
A2 Anschreiben/ Einwilligung für die Angehörigen
A3 Einwilligung für die Teilhabe an die Sozialforschung.
A4 Einverständniserklärung
A5 Vorstellung des Forschungsvorhabens
A6 Humorbiografiebefragung (HBB)
A7 Humorinterventionen
A8 Messinstrument für Verhaltensauffälligkeiten bei Demenz gemäß dem Cohen-Mansfield Agitation Inventory- CMAI
B: B1 Verhaltensauffälligkeiten bei Probanden vor der Intervention
B2 Verhaltensauffälligkeiten bei Probanden vor- und nach der Intervention in CMAI Frequenzen.
B3 Gesamte Berechnung des doppelseitigen U-Wertes.
C: Ergebnisse der Humorbiografiebefragung (HBB)..
D: D1 Zeitplanung des gesamten Vorhabens
D2 Stundenplan der Datenerhebung.

Zusammenfassung

Die Anzahl an demenziell erkrankten Menschen nimmt europaweit kontinuierlich zu. Die Mehrzahl dieser Personen wird in Deutschland, in der häuslichen Pflege betreut. Die Pflege dieser Zielgruppe wird von unterschiedlichen Störfaktoren beeinflusst und erschwert. Die knappen finanziellen und personellen Ressourcen in den häuslichen Pflegesettings und herausforderndes Verhalten der Demenzerkrankten überfordern Betroffene, Angehörige und professionell Pflegende massiv. Ein einfaches Kooperationsmodel ist in der Pflegepraxis dringend notwendig. Der Umgang mit den Pflegebedürftigen und der Zugang zur deren Angehörigen müssen optimiert werden. Humorinterventionen sind Strategien, die diese Aufgaben erfüllen können. Dadurch kann die Lebensqualität und die Zufriedenheit der Beteiligten erhöht werden.

Diese Masterarbeit will als eine empirische Studie anhand des quasiexperimentellen Forschungsdesigns die Frage beantworten, welche Verhaltensauffälligkeiten bei demenzieller Erkrankung durch Humorinterventionen besonders beeinflusst werden und wie Humorinterventionen in der häuslichen Demenzpflege zweckmäßig eingesetzt werden können.

Zentrales Ergebnis ist, dass Unruhe und Depressionen bei demenziellen Erkrankungen durch Humorinterventionen meistens eingedämmt werden.

Von dieser positiven Auswirkung der Humorinterventionen auf Verhaltensauffälligkeiten bei Demenz können sowie die Betroffenen als auch Angehörige und Pflegepersonal profitieren. Die darauf folgende Frage über den Sinn der Implementierung von Humorinterventionen in der häuslichen Pflege, wird anhand eines Konzepts beantwortet. Dieses kann die häusliche Demenzpflege attraktiv gestalten und auf dem Markt vorbildlich darstellen.

Abstract

The number of people with dementia is increasing across the Europe. Majority of these people in Germany are in home care. The care of this target group is influenced by different disruptive factors and makes home care more difficult. The tight money policy, tight human resources in home care and challenging behavior of dementia patients extremely overstrains the affected persons, their families and the professional care staff.

A simple cooperative model in nursing practice is urgently needed. Dealing with patients and access to their relatives must be optimized. Humorous mediations are strategies that can fulfill these tasks. As a result the quality of life and satisfaction of all involved parts are increasing

This thesis as an observational study based on the quasi-experimental research design, to answer the question, which conspicuous behavior of dementia disease are particularly affected through humor intervention and how can humor interventions be used appropriately in dementia home care.

The main result is that the agitation and depression in dementia diseases through humor interventions could be significantly reduced. Through this positive effect of humor interventions on conspicuous behavior of dementia affected persons, relatives and professional care staff are able to benefit from it. The question about the necessity of the implementation of humor intervention in home care is answered by the conception. This can make the dementia home care as an attractive model and represent on the market as an exemplary.

Vorwort

Wie wirken Humorinterventionen auf das herausfordernde Verhalten von demenziell erkrankten Menschen? Brauchen Menschen mit demenzieller Erkrankung Humor in der häuslichen Pflege? Wie schätzen die Angehörigen und Pflegekräfte Humor ein?

Bekanntlich ist die Demenz eine schwere und komplexe Erkrankung, die sich in unterschiedlichen Formen und Auffälligkeiten manifestiert. Demenzerkrankung verursacht die völlige Veränderung des Lebens sowohl für die Betroffenen als auch für das gesamte Umfeld. Der völligen Änderung des Gesundheitszustandes folgt die Stufe der Pflegebedürftigkeit.

Aufgrund der drastischen Veränderung der Persönlichkeit werden die Menschen mit demenzieller Erkrankung als merkwürdig und als nicht gesellschaftskonform angesehen. Gleichzeitig scheint es, als ob die krankheitsbedingten kognitiven Einschränkungen ihr Verständnis für Humor gelöscht hätten.

Leider muss ich Anhänger dieses Klischees enttäuschen. Selbstverständlich sind die demenziell erkrankten Menschen ein bisschen anders als die anderen. Es wird mitunter sogar angenommen, dass Humorinterventionen keine ernsthaften therapeutischen Wirkungen bei demenzieller Erkrankung erzielen können. Die Betroffenen verstehen den Humor jedoch sehr gut und können ebenso viel lachen wie die „Normalen“. Es wäre also fatal zu behaupten, dass Humoreinsätze bei diesen Menschen nicht geeignet wären. Humoreinsätze können darüber hinaus vielseitige Auswirkungen auf Verhaltensauffälligkeiten bei demenzieller Erkrankung vorweisen.

Die bereits entwickelten Humorprojekte wurden bisher nur in Alten- und Pflegeheimen angewendet. Viele Institutionen besitzen einen „Humor-Berater“ und bieten Humor-Managerkurse für die Pflege und Heimdienstleitung an. Was aber geschieht in der häuslichen Pflege? Kann Humor bei demenzieller Erkrankung nicht auch in der häuslichen Pflege wirken oder müssen Menschen soweit pflegebedürftig werden, bis sie in Heime eingewiesen werden?

Die Mehrzahl der demenziell erkrankten Menschen wird im häuslichen Bereich gepflegt. Dort muss großes Leid, Elend und Pflegebedürftigkeit bewältigt werden, in manchen Fällen sogar ohne Angehörige . Für diesen Bereich wurde noch kein vernünftiges Humorkonzept entwickelt.

Die Diskussionen über die neue Pflegereform versuchen diese vulnerablen Gruppen und ihre Angehörigen mit Geld zufrieden zu stellen, bieten aber keine inhaltlichen Änderungen im Konzept der häuslichen Demenzpflege. Diese Art Gesetzesänderungen ohne eine gewisse „Portion“ Humor am Tag, bewirken nur wenig.

In dieser Masterarbeit wird anhand einer empirischen, quasiexperimentellen Forschungsstudie der Frage nachgegangen, welche Verhaltensauffälligkeiten bei demenzieller Erkrankung durch Humorinterventionen besonders beeinflusst werden. Es schließt sich die Frage an, wie Humorinterventionen in der häuslichen Demenzpflege zweckmäßig eingesetzt werden können.

Zentrales Ergebnis dieser Studie ist, dass Humorinterventionen Unruhe und Depressionen bei demenziell erkrankten Menschen drastisch reduzieren. Zusätzlich zu diesem Ergebnis wird ein Konzept zur Einführung von Humorinterventionen in der häuslichen Demenzpflege präsentiert.

Humor in der häuslichen Pflege sollte ein „Qualitätsmerkmal“ dieses Sektors werden. Dadurch könnten die Qualitätssicherung und die Outcomeorientierung der häuslichen Demenzpflege soweit gestärkt werden, dass die Wettbewerbsfähigkeit dieses Settings langfristig garantiert werden kann.

Ich wünsche mir, dass viele Kollegen aus der Pflege von diesen Ergebnissen Kenntnis erhalten, sich der positiven Auswirkung ihres Humors bewusst werden und ihn in die professionelle Pflege implementieren. So könnten demenziell erkrankte Menschen und die Angehörigen ihr verändertes Leben weitaus genussvoller erleben.

Einleitung

Die Pflege als eine Profession beruht auf zwischenmenschlichen Beziehungen und der Arbeit mit Menschen. Humor als Alltagsbegleiter und Lebenselixier kann diese Gegenseitigkeit stärken. Humor beeinflusst Verhaltensauffälligkeiten bei Demenz und erleichtert den Krankheitsverlauf.

Auf den ersten Blick erscheint der Zusammenhang zwischen Humor und Verhaltensauffälligkeiten bei Demenz nicht nachvollziehbar zu sein. An dieser Stelle möchte ich kurz erläutern, wie ich dazu kam, mich mit diesem Thema zu beschäftigen.

In meiner Kindheit prägte mich eine Gesellschaft voller Humor. Ich erlebte, wie Menschen Armut, Elend und Krankheiten mit Humor überwanden. Ich war davon fasziniert und wollte mehr von diesem positiven Geheimnis des Humors erfahren.

Ich selbst bin ein sehr humorvoller Mensch und gebe diese Grundhaltung auch gerne weiter. Humor hat in meinem Leben sehr hohen Stellenwert, und er spielt bei meinen Reaktionen auf Menschen und Situationen eine erhebliche Rolle. Im Laufe der Jahre entdeckte ich mehr und mehr Fälle, wo demenziell erkrankte Menschen, die mit Humor durchs Leben gehen, sich wesentlich leichter oder sogar freier fühlen. An dieser Stelle möchte ich ein Fallbeispiel präsentieren, das ausschlaggebend bei der Entscheidungsfindung für meine Masterthesis beigetragen hat.

Fallbeispiel

Ich war in Frankfurt mit meiner Freundin unterwegs, als uns auf der Straße eine verwirrte ältere Dame angehalten hat. Sie suchte den Briefkasten, der eigentlich neben ihr, an der Hauswand, hing. Wir haben natürlich gemerkt, dass die Dame nicht in der Lage war ihn zu erkennen. Wir kamen ins Gespräch, erzählten und scherzten miteinander. Plötzlich erinnerte sich die Dame an eigene lustige Erlebnisse und wir lachten viel. Am Ende der Unterhaltung bedankte sich die Dame für die positive Ablenkung und sagte zu uns: „Wissen Sie was, ich habe niemanden mehr, bin ganz allein und verwirrt. Ich danke Ihnen für das viele Lachen. Wir alte Menschen brauchen viel Humor und Heiterkeit im Leben“.

Diese Aussage war für mich ausschlaggebend, im Rahmen meiner Masterarbeit den Fokus auf demenziell erkrankte Menschen in der häuslichen Pflege zu legen und der positiven Wirkung von Humor nachzugehen.

Die Zahl der demenziell erkrankten Menschen nimmt aufgrund des demographischen Wandelns kontinuierlich zu. Der Großteil davon wird in der häuslichen Pflege betreut. Aufwendig ist die Pflege dieser Zielgruppe, wenn die Demenzerkrankung und das herausfordernde Verhalten fortschreiten. Die Betroffenen und ggf. die Angehörigen befinden sich in einer schwierigen Lage. Besonders elend wird es für die Personen, die ohne jegliche Angehörige ihren Alltag meistern müssen. Eine pflegeintensive Betreuung ist hier unabdingbar.

Der ambulante Sektor steht unter zeitlicher, personeller und materieller Knappheit. Daraus resultiert Überforderung und Belastung des Pflegepersonals. Eine ganzheitliche oder gezielte Betreuung ist nicht möglich. Diese Umstände wirken sich auf die Krankheitsentwicklung der Demenz negativ aus. Defizite in der Demenzpflege, mangelnde Zuwendung und Beschäftigung sind die Folgen dieses Desasters.

Sowohl der Umgang mit als auch der Zugang zu dieser Zielgruppe müssen optimiert und erleichtert werden. Steigerung von Lebensqualität durch die Zufriedenheit von Betroffenen und Angehörigen und durch die Entlastung von Pflegekräften ist eine unumstrittene Zielsetzung der häuslichen Pflege. Um dieses Ziel zu erreichen ist die Umsetzung von einer einfachen, klaren und unkomplizierten Betreuungsmethode in der Praxis erforderlich. Eine angebrachte Strategie wäre die Einführung von Humorinterventionen in der häuslichen Demenzpflege zur Minderung von Verhaltensauffälligkeiten.

Humor ist in der Regel ein Bestandteil der Persönlichkeit eines Menschen und sollte daher auch wahrgenommen werden. Menschen haben ein Recht auf das Lachen und es zählt damit zu einem Grundrecht der „Basispflege“. In keinem Pflegesetting, sei es in Pflegeheimen oder in der häuslichen Pflege, sollte das Phänomen des Humors und des Lachens ausgeschlossen werden[1].

Humor ist eine geschätzte Art von Kommunikation in der Gesellschaft. Sowohl gesunde als auch kranke Menschen lieben und leben mit ihm[2]. Humor befreit, macht viel Spaß und sorgt für ein wahres Gefühl der Zufriedenheit[3]. Lachen zu können ist ein typisches Merkmal des Menschseins. Viele Philosophen und Psychologen vertreten die Meinung, dass Menschen die einzigen Wesen sind, die lachen und Humor haben können. Humorinterventionen gehören zu den wichtigsten und funktionierenden Therapiemethoden bei Demenz[4].

Leider sieht die Pflegewissenschaft bis jetzt den Humor nicht allzu wichtig für die Forschung oder wie Karl Valentin auch sagte: „Mögen hätten wir schon wollen, aber trauen haben wir uns nicht dürfen“[5]. Das könnte hier auch der Fall sein.

Psychologie und Wissenschaft zeigen leider eine Art von Hemmung gegenüber den glücklichen Themen und leichten Zuständen[6]. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Wissenschaft sich lieber mit negativen Themen oder Problemen beschäftigen mag. Humorvoller Umgang mit ernsten Dingen scheint für Wissenschaft wenig schick[7]. Nichtsdestotrotz beschäftigen sich europaweit etwa 250 Wissenschaftler mit dem Humor-Phänomen.

Der Sinn für Humor wird an Menschen nur sehr unbewusst und oberflächlich erkannt[8]. Dadurch hat er sowohl in der Medizin als auch in der Pflege kaum Relevanz gefunden. Der Humor eines Menschen ist so selbstverständlich, dass er offenbar unbeachtet bleibt. Weder im Gesundheitswesen noch in der Pflege wird darüber klar diskutiert. Wenn wir die Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL/ADL) betrachten, sind Humor und Lachen auf der Liste nicht aufgeführt. Ich denke, es sollte hier ein weiteres Feld entstehen: „Lachen können“ oder „Sinn für Humor haben“.

Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Verhaltensauffälligkeiten werden bei demenzieller Erkrankung durch Humorinterventionen besonders beeinflusst und wie können Humorinterventionen in der häuslichen Demenzpflege zweckmäßig verwendet werden?

Im Rahmen dieser Arbeit wurde „Eine-Stunde-HUMOR“ Konzept entwickelt, das auf Humorbiografien von demenziell erkrankten Menschen aufbaut und geplante Humorinterventionen beinhaltet. Das Konzept wurde bei demenziell erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege eingesetzt, um die Minderung von Verhaltensauffälligkeiten durch den Humor festzustellen.

Das Ziel dieser Arbeit ist die Verbesserung des Pflegealltags für alle Beteiligten und Optimierung der häuslichen Pflegesettings.

Die empirische Studie wurde anhand des quasiexperimentellen Forschungsdesign durchgeführt. Aus einem ambulanten Pflegedienst willkürlich ausgewählte 20 Probanden wurden in zwei Gruppen, in Experimentell- und Kontrollgruppen verteilt. Die experimentelle Gruppe bekam Humorinterventionen in Form von „Eine-Stunde-HUMOR“ Konzept, die Kontrollgruppe wurde weiterhin wie bisher betreut. Dabei wurden die Auswirkungen von Humorinterventionen auf drei Arten von Verhaltensauffälligkeiten, Depression, Aggression und Unruhe gemessen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Humorinterventionen die meisten Wirkungen auf Unruhe und Depression haben. Außerdem war festzustellen, dass die Humorinterventionen bei der Bewältigung von demenzieller Erkrankung ein hohes Potenzial besitzen. Es gelang, Zufriedenheit und Wohlbefinden bei allen Demenzformen zu erhöhen. Humorinterventionen können zudem bei professionell Pflegenden und bei den Angehörigen als Entlastungsstrategie fungieren.

Zum Aufbau dieser Master-Thesis

In Kapitel 1 wird die demenzielle Erkrankung mit ihren Erscheinungsformen und Therapiemöglichkeiten dargestellt. In Unterkapiteln folgen die Begriffserklärungen des Humors und des Lachens, ihre positive Auswirkungen auf Demenz und ihre Bedeutung in der Pflegewissenschaft und Pflegepraxis. Zum Schluss wird die Ansicht des Nursing Intreventions Classification (NIC) über Humor dargestellt. Abgeschlossen wird dieses Kapitel mit einer Zusammenfassung.

In Kapitel 2 wird die Literaturübersicht aufgeführt und wird der aktuelle Forschungsstand über die Auswirkungen von Humorinterventionen auf demenziell erkrankten Menschen und auf ihr Umfeld beschrieben. Darüber hinaus wird auf Forschungslücken hingewiesen.

In Kapitel 3 wird die Forschungsfrage und die gesamte Methodik inklusive dem „Eine-Stunde-HUMOR“ Konzept vorgestellt. Hier werden das gewählte Forschungsdesign und die Form der Datenerhebung beschrieben. In den Unterkapiteln letzterer wird die Art der Stichprobenauswahl und Instrumente bekannt gegeben. Darauf folgen der Analyseplan und die ethischen Richtlinien.

In Kapitel 4 werden die Ergebnisse der Studie präsentiert.

Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Diskussion und Konklusion. In den Unterkapiteln wird die Schwäche der Methodik beleuchtet. Ein weiteres Unterkapitel ist dem Studienvergleich gewidmet. Als Letztes wird Empfehlungen an Forschung und Praxis zusammengefasst.

In Kapitel 6 werden die Pläne für die Implementierung von Humorinterventionen anhand des „Eine-Stunde-HUMOR“ Konzepts in der Praxis vorgestellt.

Anmerkung:

Für die bessere Lesbarkeit wird in dieser Masterarbeit bei der Personengruppenbeschreibung die männliche Form angewendet.

1 Hintergrund und Problematik in der Versorgung von demenziell erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege

Ein Hauptgrund der Pflegebedürftigkeit bei älteren Menschen ist die demenzielle Erkrankung[9]. Der demografischer Wandel und hohe Lebenserwartung verursachen die Zunahme an demenziell erkrankten Menschen in stationären oder ambulanten Sektoren.

Die europäische Charta der Grundrechte betonte im unterzeichneten Vertrag von Lissabon 2008, Artikel 25 die Würde, Gleichstellung und Unabhängigkeit sowie soziale Teilhabe von alten Menschen. Zum Anlas dieses Leitbildes wurde die steigende Lebenserwartung von Menschen in Industrieländer genommen und die Notwendigkeit an Unterstützung von Demenzpflege wurde akzentuiert[10].

Die Politik zeigte ihr Interesse an Demenzerkrankten sowie an ihren Angehörigen und versuchte anhand der Pflegereform vom 01.07.2008 die Erleichterung für die Pflege dieser Gruppe vorzunehmen[11].

Aktuell zeigen auch Forschung, Gesundheits- und Pflegeberufe immer mehr Interesse an Demenz erkrankten Menschen und entwickeln immer wieder neue innovative Projekte, um die Erhöhung der Lebensqualität und die Steigerung des Wohlbefindens dieser Zielgruppe zu erbringen. Nicht-medikamentöse Aktivierungstherapien nehmen augenblicklich eine besondere Stellung bei Demenzpflege ein[12]. Humorinterventionen gehören ebenfalls zu diesen wichtigen und funktionierenden Therapiemethoden bei Demenz[13]. Die Quote von demenziell erkrankten Menschen und der notwendige Pflegebedarf in diesem Bereich in Deutschland steigen kontinuierlich. Nach aktuellen Erkenntnissen des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) haben 30% der Pflegebedürftigen einen Antrag auf häusliche Pflegeleistungen und 57% auf stationäre Pflegeleistungen gestellt[14]. Über 70% der insgesamt 1,5 Millionen Demenzerkrankte in Deutschland werden zu Hause gepflegt und die Tendenz ist hier auch steigend[15].

Die Pflege steht unter knappen, materiellen und personellen Ressourcen. Die Pflegefachkraft kann in sehr begrenzten Kapazitäten eingesetzt werden. Dadurch kann die Demenzpflege fast nur auf Grund- und Behandlungspflege ausgerichtet werden. In dieser Bedarfslage wird von Pflegekräften eine besondere Leistung gefordert. Das Pflegepersonal muss vielseitig agieren und Verständnis für alle Akteure aufbringen[16], denn mit demenzerkrankten Menschen zu arbeiten bedeutet, wertorientiert, fachlich, professionell und kreativ zu handeln[17]. Menschen mit einer Demenzerkrankung brauchen besondere Aufmerksamkeit, Zuwendung und Hilfsbereitschaft.

Demenzerkrankung ist eine große Herausforderung für die Pflege. Besonders aufwendig ist die Betreuung von demenziell erkrankten Menschen am Anfang und im fortgeschrittenen Stadium. Aufgrund des schwierigen Verlaufs der Krankheit in diesen Stadien sind die Angehörigen so sehr überfordert und verzweifelt, dass sie schnellst möglich sich daraus lösen wollen[18]. Aus diesem Grund werden ältere Menschen dieser Zielgruppe in Heime überwiesen[19]. Trotz dieser Tendenz werden viele Betroffene jedoch immer noch von ihren Angehörigen zuhause gepflegt. 61% der pflegenden Angehörigen von 65 bis 79- Jährigen sind die Ehe- oder

Lebenspartner/innen und zu 24 % sind es die Töchter. Bei den über 79- Jährigen übernehmen die Betreuung in 44 Prozentfällen die Töchter und in 17 Prozentfällen die Schwiegertöchter. In diesem Alter werden die Betroffenen zu 17% von Ehepartnern gepflegt[20]. Jedoch sind solche Familienstrukturen als Luxusgut anzusehen. Viele Demenzkranke wohnen allein in den eigenen vier Wänden und haben Niemanden um sich herum. Daher ist die Demenzpflege heute eine zentrale Herausforderung auch für die ambulanten Pflegedienste[21]. Fast jeder vierte Pflegebedürftige wohnt ohne jeglichen Angehörigen in einem Einpersonenhaushalt. 8% der Pflegebedürftigen der Pflegestufe III erhalten keine Hilfe aus der Familie. Fast die Hälfte der Pflegenden ist selbst 65 Jahre alt[22].

Die Pflege und Betreuung von Demenzerkrankten ist stark von Stresselementen gesteuert. Zu den bestehenden Körperbelastungen kommen noch viele seelische Beeinträchtigungen hinzu und das Wohlbefinden von Pflegenden wird stark vernachlässigt[23]. Viel Stress sowohl bei Pflegenden als auch bei Betroffenen führt zu einer Schädigung der Kooperation und des Zusammenschlusses für beiden Parteien. Stress bei den Pflegenden wird automatisch auf die Betroffenen übertragen und stärkt ihre schon bestehende Unsicherheit. Der Überstress, der sich bei Betroffenen in Unruhe und Abwehrhaltung widerspiegelt, belastet und beansprucht den Alltag von Pflegenden[24].

Neben den körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen verursacht die Pflege von demenziell erkrankten Menschen zuhause auch materielle Verluste. Diese Belastungen sind so deutlich, dass selbst der Gesetzgeber darüber spricht. Eine 24-Stunden- Pflege in Anspruch zu nehmen, ist nicht für jeden materiell realisierbar. Das Problem ist manchmal, dass der Anspruch auf die Pflegehilfe zu spät in Anspruch genommen wird und die pflegenden Angehörigen dermaßen überfordert sind, dass die professionelle Pflege sie nur schwer entlasten kann[25]. Die ambulanten Pflegedienste stehen hier einer großen Herausforderung und Verantwortung gegenüber[26]. Der Zeitdruck stellt zudem ein wichtiges Element von Strukturqualität in der Pflege generell dar, vor allem in der häuslichen Pflege. Dieser Zeitdruck und dadurch entstehende Hektik lassen nicht zu, eine würdige Demenzpflege durchzuführen[27].

1.1 Begriffsdefinition und das Krankheitsbild der Demenz

Der Begriff „Demenz“ leitet sich aus dem lateinischen Wort „mens/ mentis“ ab. Wortwörtlich übersetzt bedeutet er „Verstand“ oder „Geist“. Darauf basiert seine wörtliche Bedeutung „weg vom Geist“ oder „ohne Geist“[28]. Darunter wurde immer ein Ausnahmezustand der Psyche verstanden und als „Wahnsinn“ bezeichnet[29].

Gemäß der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD- 10) ist die Voraussetzung für die Diagnostik einer demenziellen Erkrankung eine Störung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses und des abstrakten Denkens. Dazu kommen Sprachstörungen (Aphasie), Schwäche des angemessenen Handelns zu Einzelbewegung (Apraxie), Wahrnehmungsstörungen (Agnosie) und die Persönlichkeitsveränderungen. Geminderte Affektkontrolle, die Störungen des Antriebs und des sozialen Verhaltens begleiten die Beeinträchtigungen des kognitiven Vermögens. Wenn die aufgelisteten Symptome mindestens sechs Monaten konstant zu erkennen sind, ist die Diagnose auf eine demenzielle Erkrankung festzustellen[30]. Demenz wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folglich definiert:

„ Demenz ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen. Das Bewusstsein ist nicht betrübt. Die kognitiven Beeinträchtigungen werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet, gelegentlich treten diese hier auch auf. Dieses Syndrom kommt bei der Alzheimer- Krankheit, bei zerebrovaskulären Störungen und bei anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn betreffen.“ [31]

Anhand dieser Definition ist klar zu erkennen, dass eine Demenz keine autonome Krankheit ist, sondern als Fortsetzung anderer Erkrankungen gesehen werden kann[32]. Laut heutigem Stand der Wissenschaft kann es für den Demenzerkrankten kein Weg mehr zurück zum normalen Leben geben. Die wichtigsten Fähigkeiten des Verstandes wie: Konzentration, Aufmerksamkeit, Interesse, Anteilnahme, Verständnis, Gedächtnis und Orientierung nehmen sukzessiv und ohne Umkehr ab. Ohne eine positive Aussicht auf die Besserung schrumpft die ganze Persönlichkeit des demenziell erkrankten Menschen und geht in einer eigenen Welt langsam vollkommen verloren. Diesen Austritt aus dem Leben würdig zu begleiten und zu unterstützen ist eine hochwertige und schätzenswerte Mission der heutigen Gesellschaft[33].

Unter dem Oberbegriff „Demenz“ ist eine Vielzahl von Erkrankungen und verschiedene Ursachen versteckt (siehe unten Kapitel 1.2, S.16).

1.2 Formen und Symptomatik der Demenz

ICD-10 stellt folgende Demenzformen dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Demenzformen nach ICD-10[34]

Aus dieser Aufzählung ist zu erkennen, dass eine Demenz aus einer ganzen Palette von Demenzformen besteht[35]. Im Allgemeinen wird die Demenzkrankheit in zwei großen Gruppen, abhängig von der Ursache, eingeteilt: primäre und sekundäre Demenz[36].

Primäre Demenz- hirnorganischer, irreversibler Abbauprozess[37]

Unter primärer Demenzform ist die Degeneration der Nervenzellen im Gehirn zu verstehen und wird primär-neurodegenerative Demenz genannt. Der Ursprung dieser Degeneration wurde noch nicht genau festgestellt[38]. Primäre Demenz besteht aus zwei Formen: degenerative Demenz und vaskuläre Demenz. Häufigste Form der degenerativen Demenz ist die Demenz vom Alzheimer Typ[39]. Etwa 90% der Demenzerkrankten sind von einer primären und vaskulären Demenz betroffen, davon leiden 60% an einer Alzheimer Demenz[40]. Anders ausgedrückt, sechs von zehn Menschen sind von einer Alzheimer Demenzform befallen. Damit ist der Alzheimer Typ der häufigste Verursacher einer Demenzerkrankung[41]. Zweithäufigste Form von primärer Demenz ist die vaskuläre Demenz. Fast ein Fünftel von Demenzerkrankten ist am vaskulären Typ erkrankt. Die Ursache ist eine Durchblutungsstörung im Gehirn[42].

Sekundäre Demenz

Dieser Demenzform nimmt zwar ihr Ursprung aus Hirnschädigungen, setzt aber einen Hirnabbau nicht voraus[43]. Die Ursachen der sekundären Demenz liegen meistens bei den Krankheiten, die sich außerhalb des Gehirns ausbreiten[44]. An sekundärer Demenz leiden etwa 10% der Demenzerkrankten[45].

Der Verlauf einer Demenzerkrankung wird nach ICD-10 in Schweregraden eingeteilt. Hier wird über „Leichte kognitive Beeinträchtigung“, „Leichte“, „Mittlere“ und „Schwere Demenz“ gesprochen[46]. Bei der Demenz des Alzheimer-Typs ist bis zur ersten Erscheinung ein langer, symptomfreier Zeitraum zu erkennen. Von ersten pathologischen Änderungen in Nervenzellen und bis zu ersten deutlichen Verhaltensauffälligkeiten können 20 bis 30 Jahren vergehen. Damit wird die Alzheimer- Demenz als eine chronische Krankheit erklärt[47].

- Leichte kognitive Beeinträchtigung

Eine Diagnosestellung ist während dieses Stadiums nicht möglich. Hier könnte nur eine leichte kognitive Störung erkannt werden, die noch keine Auswirkung auf das täglichen Leben zeigt. Der Beruf wird ausgeübt und die soziale Umwelt wird auch weiterhin gepflegt[48].

- Das leichte oder frühere Demenzstadium

In diesem Stadium weist das Kurzzeitgedächtnis eine geistige Minderleistung auf. Die Störungen sind bei der Wortfindung und bei der Wortbenennung präsent. Diese Beeinträchtigungen verursachen extreme Belastungen bei den Betroffenen. Die Depressionen und die Flucht aus dem sozialen Umfeld sind psychische Reaktionen des Betroffenen, die häufig auftreten können. In dieser Phase wohnen die Erkrankten überwiegend noch zuhause oder sehr selten im betreuten Wohnen[49].

- Das mittlere Demenzstadium

In diesem Stadium treten die Beeinträchtigungen in Planen, Vorbereiten, Durchführen, Beurteilen und Bewerten des eigenen Handelns auf. Die Schwierigkeiten bei der Bewältigung des täglichen Lebens sind deutlich zu erkennen. Die Umwelt scheint den Betroffenen fremd und kompliziert. Dadurch treten die ersten psychischen Reaktionen wie Unruhe und Furcht auf. Zusätzlich fallen Halluzinationen und Warnvorstellungen zur Last. Die Betroffenen können in diesem Stadium nicht mehr selbständig leben. Anatomisch ist die Regression im Stirnbereich der Großhirnrinde (Frontallappen) zu erkennen. In diesen Frontallappen sind die Zentren des Denkens und die Exekutivfunktionen platziert[50].

- Das schwere Demenzstadium

In dieser Demenzphase vollzieht sich die Reduzierung des geistigen und sprachlichen Vermögens. Sukzessiv baut sich die Motorik so ab, dass das sichere Gehen oder Sitzen nicht mehr möglich ist. Die Betroffenen werden immobil und schließlich bettlägerig. Mit der Zeit erscheinen Schluckstörungen. Anatomisch sind hier die Verluste im Scheitellappenbereich zu erkennen, die später eine Reduktion in weiteren Hirnbereichen verursachen. Zuletzt folgt eine Stammhirnschädigung[51].

1.3 Epidemiologie der Demenz

Demenz zählt zu den häufig auftretenden gerontopsychiatrischen Krankheiten[52]. Bis zu 1,4 Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig und davon bis zu 1,2 Millionen Menschen demenziell erkrankt. Die Versorgung von demenziell erkrankten Menschen ist eine der größten Herausforderungen für das Gesundheits- und Sozialwesen. Geschätzt wird, dass die Zahl der Demenzerkrankten bis zum Jahr 2030 auf 1,8 Millionen steigen wird und bis zum Jahr 2050 2 Millionen erreicht[53]. Unter Beachtung der Sterberate ist eine Steigerung von Demenzerkrankten auf 20.000 im Jahr zu erwarten[54].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Entwicklung der Zahl der Demenzerkrankten (65 Jahre und älter) (Bickel, H. 2006, S.4)

Prävalenz

In Deutschland und aus anderen Industrieländern leiden zwischen 6 und knapp 9% der Menschen im Alter von über 65 Jahren an einer Demenz[55]. In Deutschland liegt Prävalenz in der Altersgruppe von 65- bis 69 Jährigen bei 1,2% und in der Altersgruppe von 90- Jährigen bei 34,6%[56].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Mittlere Prävalenzrate der Demenz in Abhängigkeit vom Alter (Bickel, H. 2006, S. 2)

Inzidenz

Mehrere Studien belegen, dass Weltweit das Neuerkrankungsrisiko im Jahr von durchschnittlichen 0,4% bei den 65-69-Jährigen bis auf über 10% bei den Hochbetagten steigt. Für Deutschland wären es jährlich bis zu 6.000 Neuerkrankungen bei den unter 65Jährigen[57]. In Deutschland treten jährlich mehr als 280.00 Neuerkrankungen auf, davon ca. 60% erkranken an Alzheimer-Demenz[58].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Mittlere Inzidenzrate der Demenz pro Jahr in Abhängigkeit vom Alter (Bickel, H. 2006, S.2)

Lebenszeitrisiko

Die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken, liegt bei Männern im Alter von 65 Jahre bei 16% und aufgrund hoher Lebenserwartung bei Frauen bei 34,5%. Das Alter ist der Hauptrisikofaktor an einer Demenz zu erkranken[59].

Aufgrund von anderen Krankheiten würden bis zum Alter von 70 Jahren ungefähr 2% und bis zum Alter von 80 Jahren zirka 12% der Menschen an einer Demenz leiden. Bis zu einem Alter von 90 Jahren werden geschätzt 50% der Bevölkerung daran erkrankt, und bis zum Alter von 95 Jahren geschätzt 70% erkranken. Angenommen, es werden alle Menschen 100 Jahre alt, würden wahrscheinlich weniger als 10% ohne eine Demenzerkrankung leben[60].

Geschlechtsunterschiede

Ein Geschlechtsunterschied bei Demenzerkrankung liegt nicht vor. Beide Geschlechter, sowohl Frauen als auch Männer, sind gleichmäßig betroffen. Trotz dieser Erkenntnis ist zu bemerken, dass aufgrund der höheren

Lebenserwartung, eher Frauen als Männer an einer Demenz erkranken. Daher ist die Krankheit auf 70% Frauen und 30% Männer verteilt[61]. Der Unterschied besteht in den Demenzformen, sodass die Frauen oft an Alzheimer-Demenz leiden und bei den Männern mehr die Vaskuläre-Demenz (z.B. Multiinfarktdemenz) auftritt[62].

Die Zahl der Demenzerkrankten steigt europaweit kontinuierlich. Die Nettozunahme wird vermutlich jährlich um 150.000 bis zu 200.000 erkrankten betragen. Das europäische Parlament plant künftig mehr Akzente auf die europäische Gesundheitspolitik zu setzen, um Alzheimer- Demenz zu bekämpfen.

In Europa leiden rund sieben Millionen Menschen an dieser Krankheit. Die Medizin muss verstärkt Fortschritte für die Früherkennung und Behandlung

der Demenz erbringen, da davon auszugehen ist, dass die Zahl der Demenzerkrankten deutschlandweit und in ganz Europa sich bis zum Jahr 2050 verdoppelt. Die Forschung ist aktiv dabei, einen Weg gegen diese Entwicklung zu finden[63].

1.4 Verhaltensauffälligkeiten bei Demenz

Der Begriff Verhaltensauffälligkeit wird dem Begriff „herausforderndes Verhalten“ gleichgestellt. Dieser stammt aus der Pädagogik[64]. Der Begriff erklärt Multidimensionalität des Menschen und legt sein Akzent auf die Person-Umwelt-Situations-Interaktion. Diese Besonderheit ist eine Art von Verhalten, das mit seiner Stärke, Dauer und Häufigkeit die Bedürfnisse sowohl von Betroffenen als auch von Mitmenschen auf der bio-psycho-sozialen Ebene bedroht. Herausforderndes Verhalten läuft bewusst oder unbewusst ab. Das kann sich als eine Resonanz aus der zwischenmenschlichen Interaktion oder aus dem Ambiente entwickeln[65]. Der Begriff „Verhaltensauffälligkeit“ wird als negativ behaftet. „Nicht-kognitive“ Verhaltensmuster, wie z.B. Aggression, Depression und Unruhe zählt Schröder zu dem Begriff „Verstörtheit“[66].

Verhaltensmuster von demenziell erkrankten Menschen werden aus der naturwissenschaftlichen, medizinischen und pflegerischen Perspektive als „störend“ definiert[67]. Störungen des Verhaltens müssen einsortiert werden, um genauer betrachtet werden zu können[68]. Steeman et al. empfehlen eine Systematisierung dieses Verhaltens nach Funktionen, die betroffen sind, z.B. Verhaltensmuster wie motorische Unruhe oder häufiges Schreien[69].

Die internationale psychogeriatrische Gesellschaft erklärte 1995 den indifferenten Begriff der Behavioral and Psychological Symptoms of Dementia (BPSD) als „Verhaltenssymptome und psychische Symptome bei Demenz“. Darunter wurden die Symptome gestörter Wahrnehmung, Gedanken, Stimmung oder gestörten Verhaltens bei demenziell erkrankten Menschen verstanden[70].

Nach dem pflegediagnostischen Klassifikationssystem NANDA (North American Nursing Diagnosis Association) werden die Begrifflichkeiten den Verhaltensmerkmalen „chronische Verwirrtheit“ und „Orientierungsstörung“ zugeteilt[71]. Die Pflegediagnosen fundieren auf medizinischen Erkenntnissen. Die Verhaltensauffälligkeiten werden als ein medizinisch unumkehrbarer Vorgang bei fortschreitender Demenz erkannt[72].

Cohen-Mansfield nennt das herausfordernde Verhalten als „Agitiertheit“. Darunter werden unangemessene verbale, sprachliche und motorische Aktivitäten verstanden, die aus undeutlichen Bedürfnissen und Verwirrtheit entstehen. Diese ordnet die amerikanische Psychiaterin unter der Kategorie

Aggressivität ein[73]. Das Verhalten der Demenzerkrankten scheint vielfältig zu sein. Die hirnphysiologischen Veränderungen wirken sich auf das Verhalten der Demenzerkrankten unterschiedlich aus. Dabei sind verschiedene Reaktionsweisen zu beobachten[74].

Beim mittleren Stadium der Demenz des Alzheimer- Typs baut der Zusammenhang zwischen der Person und der Umwelt schrittweise ab. Die Betroffenen können die Reize nicht mehr richtig wahrnehmen, erkennen und zuordnen. Im Alltag treten viele unnötige Fehler in Bezug auf die Realitätserkennung auf. Das Realleben wird von permanenten Halluzinationen und Wahnvorstellungen begleitet. Diese führen dazu, dass die Betroffene sich im Alltag sehr unsicher und frustriert fühlen. Die realen und irrealen Welten werden vermischt[75].

Die geistige Degeneration und emotionale Rückbildung des Verhaltens der Demenzerkrankten ist leicht wahrzunehmen. Die Schädigung im Frontallappen der Großhirnrinde verursacht eine ansteigende Verkindlichung im Verhalten des Betroffenen. Laut des Konzeptes der Retrogenese von Psychiater und Neurologe Barry Reisberg (USA, 1999), ähneln die Demenzerkrankten zwei-bis vierjährigen Kindern. Daher sollte auch die Umgangsform an diesen Rückschritt angepasst werden[76].

Die Demenzerkrankten sind nicht mehr in der Lage sich an ihre Umwelt anzupassen. Sie können die Anforderungen ihres Alltags nicht mehr bewältigen. Dadurch entstehen für sie Stresssituationen. Die Verarbeitung dieses Stresses ist von Kultur und Temperament der Person abhängig. Daher können sich ihre Verhaltensweisen unterschiedlich darstellen (siehe unten Abbildung 4, S.26).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Stresssymptome[77]

Die Verhaltensweisen der Demenzerkrankten sind die Folgen von Stresssymptome und können aus der Person-Umwelt-Beziehung hervorgehen. Die Veränderungen dieser Umweltbedingungen können die Häufigkeit der Stressfaktoren und dadurch das Verhalten des Betroffenen stark beeinflussen[78].

Durch den Stress, aufgrund mangelnder Pflegezeiten und des unberechenbaren Verhaltens der Demenzerkrankten, wird die Demenzpflege oft zu einer Überraschung. Für die Pflegenden heißt dies: Jeder Tag ist anders. Besonders belastend sind die klassischen Verhaltensmuster der Betroffenen wie:

- Verlaufen und Verirren
- Stürze
- Urin- und Stuhlinkontinenz
- Starke Unruhe
- Aggressives Verhalten
- Schreien, jammern, schimpfen
- Halluzinationen

Diese Verhaltensauffälligkeiten treten in unterschiedlicher Häufigkeit auf. Mehrere Studien belegen, dass die Kotschmiererei bei mittelschwerer Demenz am häufigsten vorkommt. Schäufele et. al. schreibt, dass das Kotschmieren in 14 Tagen bei jedem fünften Bewohner zu beobachten war (2006). Berger et al. beschreibt die Häufigkeit des aggressiven Verhaltens bei Demenz. Die 261 befragten Pflegenden waren in den letzten 12 Monaten zu 71% ein Ziel der Angriffe (2006; Band II:91)[79]. Seidel et. al. stellte in seiner Studie fest, dass bei 87% der Bewohner psychopathologische Symptome zu beobachten sind. Davon waren 52% depressiv, 41% apathisch, und bei 38% war Agitiertheit (Unruhe) zu erkennen[80].

In dieser Masterarbeit werden Akzente auf nur drei Verhaltensauffälligkeiten gesetzt, nämlich auf Depression, Unruhe und Aggression.

- Depression

Depressives Verhalten von Demenzerkrankten wird als eine Bewältigungsstrategie bei der Demenz vom Alzheimer-Typ erkannt. Die Betroffenen merken, wie ihr geistiges und körperliches Vermögen nachlässt. Mit der Zeit trennen sich diese zwei Welten voneinander und die Betroffenen müssen sich mit diesem Prozess auseinandersetzen. Sie müssen akzeptieren, dass ihr Körper aufgrund des ständigen Alterungsprozesses chronisch abbaut und der Geist demzufolge sein Können sukzessiv aufgibt. Mit diesem Zustand müssen die Pflegebedürftigen ihren Alltag bewältigen. Dieser Aufwand überfordert viele Betroffene, wodurch depressives Verhalten beim Erkrankten entsteht. Auf die Depression folgt in manchen Fällen Aggression und schließlich Unruhe (Agitiertheit). Die Demenzerkrankten versuchen mittels physisch geprägten Handelns diese elende Situation zu überwinden[81].

Es ist schwierig für die Betroffenen, die Änderungen in der Anfangsphase zu akzeptieren. Sie sind noch nicht an diesen Zustand gewöhnt. Die Reaktionen in dieser Phase sind unterschiedlich. Manche werden stark depressiv und manche werden sehr aggressiv. Aggressiv agierende Personen versuchen ihren Zustand vor ihren Mitmenschen zu verbergen. Die depressiven Betroffenen dagegen erzählen und klagen andauernd über ihren Zustand[82].

- Unruhe ( Agitiertheit)

Die Psychiaterin Cohen-Mansfield und ihre Kollegen nutzen den Begriff „Agitiertheit“ als Synonym für BPSD (Behavioral and Psychological Symptoms of Dementia)[83]. Agitiertheit ist eine Art der Kommunikation, die bei unkontrollierten Situationen entstehen kann[84]. Der Glossar DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) beschreibt die Agitiertheit als eine extreme motorische Belastung, die durch den inneren Druck verursacht ist. Das Verhalten ist monoton und wiederkehrend. Solche Verhaltensmuster sind z.B. Hin- und Herlaufen, Zappeln, Händeringen[85].

Unruhe oder Agitiertheit wird auch als unbewusste Körpersprache bezeichnet, da die Demenzerkrankten dadurch ihre emotionalen Zuständen wiedergeben. Die Unruhe zeigt sowohl geistige als auch körperliche Asymmetrie. Viele Forschungen belegen, dass die Fortschreitung der Demenzkrankheit die Steigerung der Unruhe mit sich bringt. Die Unruhe oder Agitiertheit bei Demenzerkrankten muss ernst genommen werden. Das sind die bedrohlichen Zustände, die durch die Divergenz zwischen dem Verhalten und der dafür benötigenden Kraft verursacht werden[86].

- Aggression

Das Wort Aggression stammt aus den lateinischen Begriffen „agere“, „aggredior“ und bedeutet: antreiben, überfallen, aufreizen. In der Gerontopsychiatrie wird dieses Wort als Synonym für herausforderndes Verhalten benutzt[87]. Aggressives Verhalten wird als eine unbestimmte Handlung bezeichnet, die eine Schädigung eines anderen Objekts oder sich selbst bezwecken kann. Diese Handlung kann vom Täter bewusst oder unbewusst durchgeführt werden[88].

Unter dem Begriff und seinen psychopathologischen Symptomen wiederspiegeln sich die unterschiedlichen Erlebnisweisen, die speziell bewertet werden sollen. Die pflegewissenschaftliche Tragweite des Begriffs verlangt eine klare Betrachtung und Wahrnehmung von Interaktionspartnern auf individueller Ebene. Eine Plakatierung muss ausgeschlossen werden[89]. Allein aus neurobiologischer Sicht ist das herausfordernde Verhalten des demenziell erkrankten Menschen nicht zu definieren. Bei der Betrachtung des multidimensionalen Menschenbildes müssen psychosoziale und interaktions-umweltbezogene Ausgangspunkte mit berücksichtigt werden[90].

NANDA (North American Nursing Diagnosis Association) sieht aggressives Verhalten nicht als situations- und interaktionsabhängig, sondern abhängig von den Patienteneigenschaften[91]. Aggressives Verhalten von Demenzerkrankten ist mit der Frustration verbunden. Die hirnphysiologischen Abbauprozesse leisten ihren Beitrag zur Entstehung dieser unberechenbaren

Handlungsweisen. Beim Auftreten des aggressiven Verhaltens wurden folgende Zustände festgestellt:

- Hirnphysiologische Degenerationen
- Wahn, Halluzination, Fehlwahrnehmung
- Nutzung von Psychopharmaka
- Schmerzzustände

In der Pflege von Demenzerkrankten treten Aggressionen oft während der Körperpflege auf. Daher könnte die These formuliert werden, dass das aggressive Verhalten von Betroffenen eine Schutzreaktion auf nichtlösbare Situationen ist[92].

Das Verhalten von Menschen mit einer demenziellen Erkrankung kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst und gesteuert werden. Diese Faktoren sind:

[...]


[1] Vgl.: Rösner 2007, S. 5

[2] Vgl.: Robinson 2002, S. XXIV

[3] Vgl.: Sammüller& Ehrlich 2010, S 12

[4] Vgl.: Rösner 2007, S. 6

[5] Vgl.: Lotze 2003, S. 12

[6] Vgl.: Raymond 1979, S. 13-14

[7] Vgl.: Siegel 2005, S. 11

[8] Vgl.: Raymond 1979, S. 13

[9] Vgl.: Franke 2003, S. 72

[10] Vgl. : Payk 2010, S. 11

[11] Vgl.: http://rente-rentenberater.de/2008031084/gesetzliche-pflegeversicherung/pflegereform-zum-01-07-2008 [Abruf am 12.03.12. um 13:22 Uhr]

[12] Vgl.: Deutsche Berufsverband von Pflegeberufe e.V. 2011

[13] Vgl.: Rösner 2007, S. 6

[14] Vgl.: http://www.bmg.bund.de/pflege/demenz/demenz-eine-herausforderung-fuer-die-gesellschaft.html [Abruf:16.11.11. 12:17Uhr, von 15.09.2011]

[15]Vgl.: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13452554/Ein-Tag-im-Pflegeheim-lehrt-den-Lohn-des-Laechelns.html [Abruf: 16.11.11. 11:26Uhr, von 21.09.2011]

[16] Vgl.: Linck 2002, S. 9

[17] Vgl.: Deutsche Berufsverband von Pflegeberufe e.V. 2011

[18] Vgl.: Rösner 2007, S. 11

[19] Vgl.: Rösner 2007, S. 11

[20] Vgl.: Schneekloth & Pottoff 1993

[21] Vgl.: Linck 2002, S. 9

[22] Vgl.: Stuhlmann 1995

[23] Vgl.: Linck 2002, S. 14

[24] Vgl.: Lind 2011, S. 41

[25] Vgl.: Heinemann-Knoch 1992

[26] Vgl.: Linck 2002, S. 15

[27] Vgl.: Lind 2011, S. 45

[28] Vgl.: Radenbach 2011, S. 16

[29] Vgl.: Payk 2010, S.9

[30] Vgl.: Radenbach 2011, S. 16

[31] Vgl.: Diekämper 2010, S. 20-22

[32] Vgl.: Diekämper 2010, S. 20-22

[33] Vgl.: Payk 2010, S. 12

[34] Vgl.: Diekämper 2010, S. 21

[35] Vgl.: Diekämper 2010, S. 21-22

[36] Vgl.: Radenbach 2011, S. 19

[37] Vgl.: Lind 2007, S. 38

[38] Vgl.: Rayk 2010, S. 35

[39] Vgl.: Lind 2007, S. 38

[40] Vgl.: Rayk 2010, S. 35

[41] Vgl.: Diekämper 2010, S. 33

[42] Vgl.: Rayk 2010, S. 40

[43] Vgl.: Rayk 2010, S. 41

[44] Vgl.: Lind 2007, S. 34

[45] Vgl.: Rayk 2010, S. 41

[46] Vgl.: Rösner 2007, S. 12

[47] Vgl.: Lind 2007, S. 36

[48] Vgl.: Rösner 2007, S. 12

[49] Vgl.: Lind 2007, S. 37

[50] Vgl.: Lind 2007, S. 37

[51] Vgl.: Lind 2007, S. 38

[52] Vgl.: Bickel 2005, S.2 ff.

[53] Vgl.: http://www.bmg.bund.de/pflege/demenz/demenz-eine-herausforderung-fuer-die-gesellschaft.html [Abruf: 16.11.2011. 12:14Uhr, von 15.09.2011]

[54] Vgl.: Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) (2009)

[55] Vgl.: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (08/2010), S.2

[56] Vgl.: Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) (2009), S.28

[57] Vgl.: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (08/2010), S.2

[58] Vgl.: Bickel 2008; Staehelin 2004

[59] Vgl.: Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) (2009), S.28

[60] Vgl.: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (08/2010), S.2

[61] Vgl.: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (08/2010), S.2

[62] Vgl.: Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) (2009), S.29

[63] Vgl.: Payk 2010, S. 11

[64] Vgl.: Heijkoop 1998

[65] Vgl.: Höwler 2008, S.121

[66] Vgl.: ebd. 2000, S. 175- 183

[67] Vgl.: Schwerdt et al. 2002, S.189

[68] Vgl.: Höwler 2008, S. 17

[69] ebd.: 2004, S. 174

[70] Vgl.: Höwler 2008, S. 17-18

[71] Vgl.: Doenges et al. 2002, S. 554; 850

[72] Vgl.: Schwerdt et al. 2002a, S.189

[73] ebd.: 1999, S. 42-51

[74] Vgl.: Lind 2007, S. 44

[75] Vgl.: Lind 2007, S. 27

[76] Vgl.: Lind 2007, S. 27

[77] Vgl.: Lind 2007, S. 44 - 45

[78] Vgl.: Lind 2007, S.45

[79] Vgl.: Lind 2011, S.45

[80] ebd. 2007

[81] Vgl.: Lind 2007, S. 59

[82] Vgl.: Diekämper 2010, S. 31

[83] Vgl.: http://acronyms.thefreedictionary.com/BPSD [Abruf am 08.05.2012 um 10:22Uhr]

[84] Vgl.: Cohen-Mansfield 1996, S. 309-115

[85] Vgl.: Hölwer 2011, S. 15-16

[86] Vgl.: Lind 2007, S. 62-63

[87] Vgl.: Glaus-Hartmann 2000, S. 227

[88] Vgl.: Patel 1993, S. 457- 472

[89] Vgl.: Höwler 2011, S. 28

[90] Vgl.: Rösler et al. 2004, S. 32

[91] Vgl.: Finnema et. Al. 1993

[92] Vgl.: Lind 2007, S. 156

Details

Seiten
181
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668020610
ISBN (Buch)
9783668020627
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v303690
Institution / Hochschule
Evangelische Hochschule Darmstadt, ehem. Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Note
1,6
Schlagworte
„Humor und Demenz“ „Humorinterventionen“ „Humor in der häuslichen Pflege“ „Humorinterventionen in der Demenzpflege“

Autor

Zurück

Titel: Auswirkungen von Humorinterventionen auf Verhaltensauffälligkeiten bei demenziell erkrankten Menschen in der häuslichen Pflege