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Das Leben in und an Gewässern muss geschützt werden - Wir bauen und erproben das Modell einer Minikläranlage

Unterrichtsentwurf 1999 13 Seiten

Didaktik - Biologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I THEMA DER UNTERRICHTSREIHE

II LEITENDE ZIELVORSTELLUNG DER UNTERRICHTSREIHE

III ZUR STRUKTUR DER UNTERRICHTSREIHE

IV LEITENDE ZIELVORSTELLUNG DER UNTERRICHTSREIHE

V LEITENDE ZIELVORSTELLUNG DER UNTERRICHTSSTUNDE

VI LEHR-, LERNZIELE UND HANDLUNGSMOGLICHKEITEN

VII BEDINGUNGSFELD

VIII LEGITIMATION

IX SACHSTRUKTUR DER UNTERRICHTSREIHE

X DIDAKTISCHE REDUKTION

XI METHODISCHE SCHLUSSELENTSCHEIDUNGEN

XII GEPLANTER STUNDENVERLAUF

I Thema der Unterrichtsreihe

Das Leben an und in Gewassern muss geschutzt werden.

II Leitende Zielvorstellung der Unterrichtsreihe

Den Schulern1 sollen grundlegende Kenntnisse uber Gewasser, Gewasserbelastungen und aktiven Gewasserschutz vermittelt werden. Daruber hinaus sollen sie ihre sozialen und methodischen Kompetenzen verbessern indem sie die Unterrichtsinhalte weitestgehend selbststandig erarbeiten.

III Zur Struktur der Unterrichtsreihe

Alle Stunde sind als Einzelstunden (45 Min.) geplant.

1. Stunde: Einfuhrung in das Arbeiten am Lernbuffet (Themenschwerpunkte: Gruppenarbeitsregeln, Umgang mit dem Lernbuffet).

2. - 8. Stunde: Selbsttatiges Arbeiten in Kleingruppen am Lernbuffet (9 Lernmappen).

9. Stunde: Vergleichende Sicherung der Stundeninhalte aus der Arbeit am Lernbuffet (Ergebnisprasentationen).

10. Stunde: Wir bauen eine Miniklaranlage.

11. Stunde: Vertiefendes Erarbeiten des Aufbaus und der Funktion einer Klaranlage im Ruckblick auf die Erfahrungen der vorangegangenen Unterrichtsstunde/ Filmbeitrag Medienzentrum Arnsberg.

12. Stunde: Unterrichtsgang zur Klaranlage.

IV Leitende Zielvorstellung der Unterrichtsreihe

Die Schuler eignen sich weitestgehend selbststandig Inhalte zum Thema „Das Leben in und an Gewassern muss geschutzt werden" an und lernen Verhaltensweisen kennen, mit Hilfe derer sie selbst einen aktiven Beitrag zum Schutz unserer Gewasser leisten konnen.

V Leitende Zielvorstellung der Unterrichtsstunde

Indem die Schuler das (Funktions-) Modell einer Klaranlage experimentell entwickeln und erpro- ben, erschlieBen sie sich wichtige Kenntnisse uber den Bau und die Funktion einer Klaranlage und erfahren das Experimentieren als wichtige fachspezifische Arbeitsweise im Biologieunterricht.

VI Lehr-, Lernziele und Handlungsmoglichkeiten

Kognitive und psychomotorische Ziele

- Die Schuler fuhren eine Sauberung des Schmutzwasser durch, indem sie das Funktionsmodell einer Klaranlage erstellen.
- Sie fugen bereitgestellte Materialien in selbststandig zum Modell einer Miniklaranlage zusam- men.
- Durch das experimentelle Arbeiten erweitern sie ihre Kompetenz in einer fachspezifischen Ar- beitsweise.
- Indem sie mit Hilfe der bereitgestellten Materialien gezielt eine Sauberung des Wasser durch- fuhren und die Schmutzwasserprobe mit der „Endwasserprobe" vergleichen, schulen sie ihre Beobachtungs- und Untersuchungsfertigkeiten.

Soziale Ziele

- Die Schuler arbeiten arbeitsteilig in Kleingruppen zusammen und verbessern dadurch ihre Teamfahigkeit.
- Sie verbessern ihre Kooperationsfahigkeit, indem sie gemeinsam Losungsmoglichkeiten finden.

Affektive Ziele

- Die experimentelle Losungsfindung zur Sauberung des Schmutzwassers bereitet den Schulern Freude und motiviert sie, mehr uber den Aufbau und die Funktion einer Klaranlage zu erfahren.
- Durch die Erstellung eines Funktionsmodells der Klaranlage wird das wichtige Saubern von Schmutzwasser fur die Schuler praktisch erfahrbar und die Bereitschaft fur ein umweltbewuss- tes Alltagsverhalten positiv beeinflusst.

VII Bedingungsfeld

(A) Anthropogene und soziokulturelle Voraussetzungen

Am Biologieunterricht nimmt die Klasse 8a der Hauptschule II in teil. Der Unterricht findet jeweils mittwochs in der 6. Stunde (1235 - 1320 Uhr) im Biologieraum statt.

Die Schuler sind am derzeitigen Unterrichtsstoff interessiert, weil sie die Moglichkeit haben, Sachinformationen eigenverantwortlich zu erschliessen, indem sie vielerlei praktische Versuche durchfuhren konnen. Auch die Gruppenarbeit trug zu diesem Umstand bei. Das Arbeiten in Grup- pen wurde zu Beginn der Unterrichtsreihe von den Schulern gewunscht und selbststandig durchge- fuhrt.

Die Lerngruppe besteht aus 21 Schulern und Schulerinnen verschiedener Nationalitaten. Bezuglich des Lernverhaltens weisen die Schuler starke Unterschiede in ihrem Lerntempo und ihren Fahigkei- ten im schriftsprachlichen Bereich auf. Dieser Umstand ein starkes Differenzieren notig. Auf die Unterrichtsreihe bezogen fallt dieser Aspekt grosstenteils durch die arbeitsteilige Gruppenarbeit2 der Schuler bedingt, in deren Hand.

Der Biologieraum verfugt leider uber fest verschraubte Tische, sodass gunstige Voraussetzungen fur die Gruppenarbeit in Form von Gruppenarbeitstischen nicht gegeben sind. Trotzdem sollen die Schuler die Moglichkeit erhalten diese Sozialform im Biologieunterricht kennen zu lernen. Bezuglich des selbststandigen Arbeitens haben die Schuler sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Einigen gelingt es gut3, anderen wiederum nicht so gut4 selbst aktiv zu werden und etwas zur gemeinsa- men Arbeit beizutragen. Der vorwiegend problemlose Sozialkontakt innerhalb der Lerngruppe schafft hier gute Voraussetzungen fur eine effektive Gruppenarbeit und bietet zudem die Chance, leistungsschwachere und zuruckhaltendere Schuler zu integrieren.

Die an den Biologieraum unmittelbar angrenzende Biologiesammlung ist umfangreich bestuckt, was sich vorteilhaft auf die Unterrichtsvorbereitung und -durchfuhrung auswirkt.

Die Lerngruppe zeigt sich an biologischen Sachverhalten zum grossten Teil sehr interessiert und weist innerhalb des Klassengefuges einen guten Zusammenhalt auf.

(B) Sachstruktureller Entwicklungsstand

Die Schuler der Lerngruppe haben, obwohl das Thema "Gewasser - Gewasserschutz" ansatzweise, jedoch nicht im Rahmen der Richtlinien des Landes NRW behandelt wurde, geringe Vorerfahrun- gen zum Thema. Dies ist auch durch den Umstand bedingt, dass fur die Schuler dieser Schule in der Jahrgangsstufe 7 kein Biologieunterricht erteilt wird. Die Schuler betreuen das Schulaquarium und kummern sich z.T. auch um die Pflege des Schulteichs. Dies erweist sich im Zusammenhang mit dem zu behandelnden Thema als sehr gunstig, da die Schuler von erfahrenem Wissen auf ihre unterrichtlichen Tatigkeiten schliessen. Innerhalb der Unterrichtsarbeit (Lernbuffet) schlossen die Arbeitsgruppen oftmals von erarbeiteten Inhalten auf ihr Engagement im Bereich der Pflege des Schulaquariums oder des Schulteiches. So stellte eine Gruppe beispielsweise Qualitatsmangel des Wassers aus dem Schulaquarium fest (hohe Nitrat- und PH-Werte). Fur diese Gruppe konnte daher auf eigenen Wunsch kurzfristig die "akute" Pflege des Aquariums (Wasserwechsel und erneute Untersuchung) zum Thema gemacht werden. Das besondere Interesse der Lerngruppe hat sich bisher als die Unterrichtsarbeit sehr positiv beeinflussend dargestellt.

In den vorangegangenen Stunden hat sich die Lerngruppe mit verschiedenen Inhalten zum Thema "Gewasser" befasst. Ich gehe davon aus, dass die Schuler folgende Voraussetzungen beherrschen:

- Gewassertypen und Abgrenzungen dieser Typen untereinander sind bekannt.
- Nahrungsnetz und -kette wurden fur ein Beispielgewasser erarbeitet.

[...]


1 Aus stilistischen Grunden werden mit dem Begriff Schuler im weiteren Verlauf sowohl weibliche als auch mannliche Schuler bezeich- net.

2 Auch wahrend der Arbeit am Lernbuffet.

3 z.B. Charlene, Natalie, Astrid, Melanie, Toni (ADS-Kind + Retalin), Stefan, Dominik

4 z.B. Dennis, Alex, Vladimir, Karina, Sarah, Nicole, Andrea

Details

Seiten
13
Jahr
1999
ISBN (eBook)
9783638316408
Dateigröße
537 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v30366
Note
1.0
Schlagworte
Leben Gewässern Modell Minikläranlage Studienseminar Arnsberg Gewässer Biologieunterricht examensstunde

Autor

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Titel: Das Leben in und an Gewässern muss geschützt werden - Wir bauen und erproben das Modell einer Minikläranlage