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Biographie und Werke von Otto von Freising

Zusammenfassung 2008 8 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Otto von Freising – Biographie
2.1 Seine Werke
2.2 Handschrift – der Weltchronik Ottos von Freising
2.3 Das VII. Buch der Weltchronik – Ottos Gegenwart

3. Das 12. Jahrhundert
3.1 Zeit des Umbruchs/Aufbruchs und Innovation
3.2 Geschichtsbild Ottos
3.3 Geschichte als Wissenschaft

4. Fazit

1. Einleitung

Otto von Freising war der bedeutendste Geschichtsschreiber des 12. Jahrhunderts. Er lebte von 1112-1158. Es ist die Regierungszeit Konrad III. (1138-1152), welche als Tiefpunkt und Verlust königlicher Geltung galt. Otto war Konrads Halbbruder, d.h. er befand sich in unmittelbarer Nähe zur Reichspolitik. Mit der Regierungszeit Friedrich I. - Kaiser Barbarossa, seinen Neffen, begann für ihn ein Wendepunkt bzw. Hoffnung auf eine Friedenszeit in der Geschichte. Er befand sich in unmittelbarer Verwandtschaft zum salischen und staufischen Kaiserhaus.

Die Verwirrung der Zeit nach dem Investiturstreit nahm er als „Jammer“ für die irdische Geschichte überhaupt an. Der Investiturstreit hatte Ottos Gegenwartsbild erschüttert und er suchte eine Erklärung für diese Entwicklung der Geschichte. Er war voller Schmerz über die Zerrissenheit der Dinge – der Kampf zwischen dem Papsttum und dem Kaisertum führte zum Zwiespalt mit sich selbst.

2. Biographie Otto von Freising

- Sohn Markgraf Leopold III. v. Österreich aus dem Hause der Babenberger und Agnes (Tochter Heinrichs d. IV.) aus dem Hause der Salier
- Otto war der 5. Sohn von 18 Kindern, geboren um etwa 1112 vermutlich in Klosterneuburg bei Wien
- erste Ausbildung im Chorherrenstift Klosterneuburg, dass sein Vater gründete u. wurde in jungen Jahren zum Propst des Stiftes ernannt.
- Seine wissenschaftliche und geistliche Ausbildung erhielt er in Paris – damals Mittelpunkt des geistigen Lebens und Zentrum der neuartigen Scholastik. - er verbrachte in Paris 6 Jahre und hatte berühmte Lehrer wie Hugo von St. Viktor, Peter Abaelard.
- etwa im Jahre 1132 beendete er seine wissenschaftliche Ausbildung und trat die Heimreise mit 15 Klerikern an. - unterwegs machte er in der Abtei Morimond in der Region Champagne-Ardenne halt und blieb beim Zisterzienserorden. Morimund ist eines der Töchterklöster des Klosters Citeaux. Otto schätzte das asketische Leben des neuen Ordens und weihte sein Leben den Zisterziensern und blieb in Morimond ca. 6 Jahre, so sagen die Quellen.
- 1138 wurde er als Abt gewählt – wie lange er blieb, gibt es keine sicheren Zeugnisse.
- Kurze Zeit darauf bot ihm das Kapitel der Freisinger Kirche Berufung auf den Bischofsstuhl an.
- Er verwaltete nach dem Tod Bischof Heinrichs (1137) das neue Amt auch politisch bis zu seinem Tod.
- Er bemühte sich um die Erneuerung des kirchlichen Lebens in der Diözese und deren Klöstern. seine Verdienste: in religiöser Hinsicht, in ökonomischer und sozialer Hinsicht,
- traf im Jahre 1145 mit Papst Eugen III. zusammen
- Er nahm am 2. Kreuzzug 1147 mit seinem Halbbruder Konrad III. teil.
- 1150 sei er in Frankreich gewesen, denn es wird berichtet, dass Bernhard von Clairvaux dem König Konrad durch Ottos Hand einen Brief sandte.
- Konrad starb 1152 – Nachfolger war der Neffe von Otto = Friedrich I (Barbarossa)
- dieser betraute ihm mit wichtigen Missionen – er stand bei ihm in hohen Ansehen. Trotz Kränklichkeit machte er sich auf den Weg zum Generalkapitel nach Citeaux – Er starb unterwegs in Morimond am 22.9. 1158.

2.1 Seine Werke

- Sein erstes Werk ist die Weltchronik geschrieben 1143 – 1146
- Es heißt, dass er dem Mönch Isingrimm, welcher ihn zur Chronik anregte, das Werk widmete. Dieser Mönch war seit 1145 Abt vom Kloster Ottobeuren
- Er bezeichnete die Weltgeschichtes als die Geschichte zweier Staaten
- 1. Version - des verfallenen irdischen Babylon und des beständigen himmlischen Jerusalem
- 2. Version – des Gottesstaates (civitas dei) und des irdischen Reiches (civitas terrena)
- Seine Chronik ist in VIII Büchern abgefasst, wobei er in den Büchern I - VI (von der Schöpfung bis zum Ende d. 11. Jh.) berichtet, was er in Geschichtswerken früherer Zeiten gefunden hat. u.a. vom Kirchenvater Augustinus „de civitate dei“- über den Gottesstaat und die Weltchronik Frutolfs von Michelsberg
- Das VII. Buch ist weitestgehend die Geschichte seiner Gegenwart.
- Es beginnt ca. 1095 und beinhaltet seine eigene Zeit (1106-1146)
- Er verwendet Nachrichten, Berichte und Traditionen, welche sich dank seiner Herkunft und Stellung anboten. Dazu kommen eigenen Beobachtungen und Erlebnisse. Die unmittelbare Erfahrung des Reichsfürsten von der politischen Realität und die persönliche Kenntnis von Schauplätzen des Abendlandes.
- Auf Bitte seines Neffen, Kaiser Friedrich I. (Barbarossa), fasste er 10 Jahre später eine zweite Fassung ab.
- Er machte Änderungen auf Grund der Aktualität der Kreuzzüge und besseren Einsicht dazu. - Er entschuldigte sich bei dem Kaiser für den traurigen Ton, in dem die Chronik geschrieben sei, welcher eine natürliche Folge der trüben Zeiten war, in denen das Buch entstand.
- Der ursprüngliche Charakter der ersten Ausgabe ist aber bewahrt worden. Inzwischen hatte er Kenntnisse von Byzanz und dem heiligen Land.
- Das VIII. Buch in der Weltchronik ist eine mystisch-philosophische Abhandlung über zukünftige Ereignisse.
- Sein zweites Werk sind die Taten Friedrichs (gesta Friderici Imperatoris)
- Es ist unvollendet – Otto bot seinen Neffen an, die Geschichte Friedrichs zu schreiben u. bat ihn, das nötige Material aus den königlichen Kanzlei zu beschaffen – das Werk vermittelt über kirchengeschichtliche Persönlichkeiten und natürlich über die Staufer als Träger eines neuen Aufstiegs.

Sein Notar setzt das Werk bis 1160 fort.

2.2 Handschrift – der Weltchronik von Otto von Freising

- Seine Werke fanden im Mittelalter weite Verbreitung – es gab eine große Anzahl von Handschriften. Die wahrscheinlich früheste illuminierte Handschrift befindet sich in der Handschriftensammlung der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena.
- Insgesamt gibt es wahrscheinlich aber nur zwei Abschriften, welche mit Bildschmuck ausgestattet sind.
- Der Bilderzyklus enthält 14 Federzeichnungen immer am Anfang eines Buches u. es sind Szenen, welche bedeutende Ereignisse darstellen und den Wandel der Welt sinnfällig machen.
- Es sind 151 Pergamentblätter und diese haben ein Maß von 24,5 x 16,5cm.
- Bilderzyklus enthält 14 Federzeichnungen immer am Anfang eines Buches. (7 Bücher je zwei Bilder auch als Doppelbilder.
- Um die Bilder herum befinden sich erklärende Verse
- Vom VII. Buch gibt es eine Miniaturdarstellung von Heinrich d. IV. Im Kampf gegen seinen Sohn
- sowie ein Bild vom Widerspruch Papst Innozenz II. Im Jahre 1143 gegen die Erneuerung des römischen Senats.[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] es gibt widersprüchliche Meinungen, ob sich in der Chronik überhaupt ein Anhaltspunkt über dieses Bild befindet. - man kann daraus Schlüsse ziehen, dass die Konzeption des Zyklus nicht von Otto von Freising stammt, sondern eher von einem weltlichen Auftraggeber.
- Diese Handschrift befand sich Mitte des 13. Jahrhunderts im Elsass und ist durch den Jenaer Geschichtsprofessor Johann Andreas Bose 1649 in Strassbourg erworben worden.

2.3 Buch VII der Weltchronik (12. Jahrhundert) – Ottos Gegenwart Vorwort zum VII. Buch

- Der Mensch besitzt die Vernunft und ist so beschaffen, dass er Gott als seinen Schöpfer erkennt.
- Otto reflektiert über die Macht der Kirche – die schon im Diesseits erhöht ist
- Jetzt ist er in der Gegenwart angelangt – Er kündet an, nur noch die Ereignisse zu erzählen, welche durch den Niedergang der irdischen Macht und den Aufstieg der geistlichen Kräfte Weltverachtung erzeugen.
- Er meint, niemand soll glauben, dass das christliche Kaisertum von der Kirche getrennt werden kann, da es in der Kirche Gottes zwei Personen gibt – die priesterliche und die königliche

Inhalt VII. Buch

Angefangen von der Papstwahl Victors III., Weihe und Tod, sowie dem Nachfolger Papst Urban, welcher auf dem Konzil von Clermont 1095 zur Kreuzzug aufrief und damit der Geschichte des Mittelalters einen Wendepunkt gab. (dazu noch später) Weiter geht es über geschichtliche Ereignisse wie die innenpolitischen Zwistigkeiten zwischen Heinrich des IV und seinem Sohn Heinrich d. V. bzw. den Abschluss des Wormser Konkordats. Er schreibt, dass Konrad III. König wird und über den Konflikt mit Heinrich dem Stolzen. Er erwähnt berühmte Männer, welche zu jener Zeit gestorben sind und er schreibt über die vielen Übel, die in den verschiedenen Städten des Reiches überhand nahmen. Weiterhin berichtet er über die Botschaft der Armenier und deren Grund der Reise, sowie die Wunder, welche sie in der römischen Kurie gesehen haben. Bis hin zur Beschreibung der verschiedenen religiösen Orden und am Schluss befindet sich ein Katalog über die Päpste und Könige bis zur Gegenwart Ottos.

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Details

Seiten
8
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783668036154
ISBN (Buch)
9783668036161
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v303439
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen – Geschichte
Note
Schlagworte
biographie werke otto freising

Autor

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