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Das Brot im Wandel der Geschichte

Seine kulturelle, religiöse und ernährungsphysiologische Bedeutung

Hausarbeit 2013 15 Seiten

Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einführung

2 Theoretischer Teil
2.1 Geschichte
2.2 Kulturelle Bedeutung
2.2.1 Brot in den unterschiedlichen Gebieten
2.2.2 Brotsorten
2.3 Religiöse Bedeutung
2.3.1 Brot im Christentum
2.3.2 Brot im Judentum
2.3.3 Brot im Islam
2.4 Wandel des Brots – Brot heute
2.5 Ernährungsphysiologische Aspekte

3 Diskussion – Weltnahrung Brot?

4 Fazit

5 Methodik

6 Zusammenfassung

7 Summary

8 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Brotkorb der Deutschen 2012

Abbildung 2: Die Lieblingssorten bei Brot (in %)

Abbildung 3: Welthungerkarte

1 Einführung

Laut den Leitsätzen für Brot und Kleingebäck vom 19.10.1993 ist Brot „ganz oder teilweise aus Getreide und/oder Getreideerzeugnissen, meist nach Zugabe von Flüssigkeit, sowie von anderen Lebensmitteln (z.B. Leguminosen-, Kartoffelerzeugnisse) in der Regel durch Kneten, Formen, Lockern, Backen oder Heißextrudieren des Brotteiges hergestellt. Brot enthält weniger als 10 Gewichtsteile Fett und/oder Zuckerarten auf 90 Gewichtsteile Getreide und/oder Getreideerzeugnisse.“ (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. 2005.)

Die Geschichte des Brots reicht aber weiter zurück als bis 1993. Inzwischen gibt es viele verschiedene Sorten und Brot wird aus den unterschiedlichsten kulturellen und religiösen Gründen konsumiert.

Im Folgenden soll ergründet werden, warum das Brot noch immer eine wichtige Grundlage in der menschlichen Ernährung darstellt, inwiefern es sich gewandelt hat und ob es genügend Brot für alle Menschen auf der Welt geben kann.

2 Theoretischer Teil

2.1 Geschichte

Die Herkunft des Brots lässt sich nicht auf eine einzelne Person als Erfinder zurückvollziehen. Vielmehr muss man davon ausgehen, dass an mehreren Orten der Welt gleichzeitig ein aus Getreidebrei gebackener Fladen als Vorstufe des Brots hergestellt wurde. (Seibel, Spicher. 1995, S.50)

Das erste gelockerte und gesäuerte Brot, welches schon dem uns bekannten Brot ähnelte, konnte vor 4500 Jahren in Ägypten nachgewiesen werden. Dort wurde die Brotbacktechnologie schon so weit ausgearbeitet, dass genügend Brot für die 3000 Pyramidenarbeiter produziert werden konnte.

(Seibel, Spicher. 1995, S.50)

Das Brotbacken gelangte von Ägypten über Griechenland zu den Römern. Diese entwickelten die Mahl- und Backtechnik weiter. Wichtigste Schritte in der Entwicklung des Brotbackens waren die Erfindung des Backofens und die Entdeckung der Wirkung von Hefen, da nur so ein gelockertes Brot entstehen kann. (Seibel, Spicher. 1995, S.51)

Inzwischen ist das Brot als einziges von Menschenhand hergestelltes Lebensmittel auf der ganzen Welt in den unterschiedlichsten Formen vertreten. Getreideprodukte stellen die wichtigste Nahrungsquelle für den Menschen dar. „Sie decken über die Hälfte des Energie- und Eiweißbedarfs der gesamten Weltbevölkerung“ (Steller. 1995, S.245)

Der Weizen ist das dominierende Brotgetreide. Er verdrängte auch den Mais aus Südamerika und konkurriert mit dem Reis in Asien. Weizenbrote haben einen gewissen Prestigewert, da sich vor einiger Zeit noch nicht jeder den importierten Weizen leisten konnte. Außerdem gelten die Weizenbackwaren als einfaches Essen, da sie relativ lange haltbar sind und leicht mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden können. (Steller. 1995, S.245)

Mit dem steigenden Brotverbrauch sank allerdings der Gebrauch von Hirse, Hafer und Gerste, da nur Roggen und Weizen für die Brotherstellung genutzt werden können. (Steller. 1995, S. 249)

Deutschland mit 58,8 kg einen der höchsten jährlichen Brotverbrauche pro Kopf der EU. Andere Länder weißen einen wesentlich geringeren Pro-Kopf-Verbrauch auf. (Statista gmbh. 2011) Der Brotverbrauch in Deutschland ist in den letzten Jahren gestiegen, und auch die Kleingebäckwaren wachsen in ihrem Verbrauch. (f2m food multimedia gmbh. 2008) Jüngere Alleinlebende haben meist einen 20 % höheren Verbrauch. (Steller. 1995, S.249)

Dabei essen die Deutschen mit 31,8 % am meisten Mischbrot, gefolgt von Toastbrot mit 21,6 %. Den geringsten Anteil macht das Roggenbrot mit 5 % aus. (siehe Abbildung 1)

Sichergestellt wird dieser Konsum durch die 13.666 Meisterbetriebe in Deutschland.

(Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V.. 2013)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Brotkorb der Deutschen 2012 (Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V.. 2013)

2.2 Kulturelle Bedeutung

Brot spielt heute überall eine große Rolle und ist ein wichtiger Bestandteil aller Esskulturen geworden.

Deutschland tut sich aus allen Nationen besonders durch seine große Sortenvielfalt hervor. Die Bedeutung des Brots an sich in den unterschiedlichen Gebieten und die unterschiedlichen Brotsorten in Deutschland sollen im nächsten Kapitel beleuchtet werden.

2.2.1 Brot in den unterschiedlichen Gebieten

Die Vorlieben für die Brot- und Getreidearten hängen meistens mit der Geschichte der Länder und mit den Völkerwanderungen zusammen. Vor den nun schnellen Transportwegen und Importmöglichkeiten waren die Menschen allerdings auf das vor Ort anbaubare Getreide beschränkt und lernten daraus ihre Lebensmittel herzustellen. Im Folgenden soll geklärt werden, ob noch heute Vorlieben für die einheimischen Getreidesorten bestehen, oder ob die Importmöglichkeiten die Verzehrgewohnheiten in den unterschiedlichen Ländern geändert haben.

Zunächst war das Brot eher in Europa vertreten. Durch die Emigranten wurde das Weißbrot in die Welt getragen. So ist auch heute noch in Nordamerika das Weißbrot das am stärksten vertretene Brot. Es wird hier häufig getoastet und ist in fast allen Mahlzeiten am Tag vorzufinden.

(Steller. 1995, S. 245)

In Südamerika wurde das Weißbrot als ein Zeichen des Standes übernommen. Statt weiterhin Hirse und Mais zu Brei und Fladen zu verarbeiten, übernahmen die Bewohner die Gewohnheiten der Nordamerikaner und Europäer und wollten mit dem Verzehr von Weißbrot einen höheren Lebensstandard zeigen. Das aus dem importierten Weizen hergestellte Brot hat den Maisfladen fast vollständig verdrängt. (Steller. 1995, S. 245)

Auch in Asien verdrängt der Weizen den einheimischen Reis. Der Konsum von Weizenbroten ist in Asien seit 1950 erheblich gestiegen. Grund dafür ist, dass Brot ohne Probleme länger haltbar ist und auch kalt verzehrt werden kann und somit eine wichtige Rolle in der Verpflegung der Arbeiter der aufsteigenden Industriegesellschaft spielt. (Steller. 1995, S. 245)

In Afrika spielen Getreide und Brot eine noch wichtigere Rolle. Getreide macht hier 60 % der Energiezufuhr aus. Getreideprodukte wie Brei und Brot sind preiswert und auch in Krisenzeiten meistens noch verfügbar. Durch den Import von Weizen und Reis nimmt der Hirse- und Sorghumkonsum ab. Der Maisanbau hingegen wächst. Mais kann als Kolben verzehrt oder auch zu Brei und Backwaren verarbeitet werden. (Steller. 1995, S. 245-248)

Der Weizenkonsum steigt auch in Afrika und verdrängt die Breie. Das französische Weizenbaguette ist noch durch die französischen Kolonien bekannt. Einen weiteren Grund für den höheren Weizenkonsum lässt sich bei den Hilfen der europäischen Länder bei Lebensmittelknappheiten finden. Hier werden besonders häufig Weizenbrote importiert. Brot gilt im Vergleich zu den Breien als einfacheres Lebensmittel, da es direkt verzehrfertig gekauft werden kann. (Steller. 1995, S. 248)

Es wird also deutlich, dass das Brot inzwischen in fast allen Ländern vertreten ist. Dafür wird häufig Weizen importiert. Die Versuche, einheimisches Getreide mit in die Brotproduktion einzubinden scheitern meistens aus Geschmacksgründen.

(Steller. 1995, S. 245-248)

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Details

Seiten
15
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668014626
ISBN (Buch)
9783668014633
Dateigröße
734 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v303056
Institution / Hochschule
Hochschule Fulda – Oecotrophologie
Note
1,7
Schlagworte
Brot Kultur Essen Ernährung Wandel Brotsorten

Autor

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Titel: Das Brot im Wandel der Geschichte