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Aktuelle und zukünftige Rolle der Wirtschaftsinformatik für Unternehmen

von Stefan Claydermann (Autor)

Hausarbeit 2015 22 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehungsgeschichte

3 Wirtschaftsinformatik - Heute
3.1 Kommunikation
3.2 Wissensmanagement
3.3 Datenbanken
3.4 Business Intelligence
3.5 PPS

4 Anforderungen für die Zukunft
4.1 WEB 2.0
4.2 Industrie 4.0
4.3 Business Intelligence / Decision Intelligence

5 Fazit/Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 SECI-Modell (Wikipedia)

Abbildung 2 Einsatzzweck von WEB 2.0 Anwendungen (Statista, 2015)

Abbildung 3 Anteil von dt. Web 2.0 Anwendern (Statista)

Abbildung 4 Wissenspyramide (Wikipedia)

Abbildung 5 Aktueller und geplanter Einsatz von BI-Software (2015) (Statista, 2015)

Abbildung 6 (Umsatz mit BI-, und Analytics Software (2015) (Statista, 2015)

1 Einleitung

Die Wirtschaftsinformatik, ein Fach bestehend aus BWL und Informatik. Ein dicker Nerd im Anzug, so scherzte Sebastian Köffer in seinem Science Slam Beitrag am 12. Januar 2012 in Münster. Er meinte damit die Zusammenführung von Rede- und Ausstrahlungs-Kompetenz des BWLers und der technischen Versiertheit und klischeehaften Typisierung eines Informatikers. Weiter sprach er davon, wie nützlich die Wirtschaftsinformatik in unserer praktischen Welt eingesetzt werden kann und welcher Mehrwert sich daraus ergibt. (Schmusbach, 2012)

Doch was genau macht die Wirtschaftsinformatik aus? Welche Rolle spielt die Wirtschaftsinformatik heute in Unternehmen und wie sieht die Zukunft aus? Wenn die WI sich so nützlich in der Praxis einsetzen lässt, wie Sebastian Köffer in seinem Beitrag beschrieb, wie ist das in einem Unternehmen zu erkennen? Sind diese Einsatzgebiete miteinander verbunden, oder vielmehr einzelne zusammenhangslose die stark Umgebungsabhängig sind? Ein Zitat von Dr. Fritz P. Rinnhofer gibt hier einen ersten Startpunkt. Er meint: „Herkunft prägt meistens auch die Zukunft“ (Rinnhofer). Betrachten wir demnach die Wurzeln, die Herkunft der WI, so ist es leichter die aktuelle Situation zu verstehen und womöglich auch die Zukunft.

2 Entstehungsgeschichte

Um die Frage der Herkunft klären zu können, suchen wir den Zeitpunkt, an dem die WI zu einem eigenständigen Bereich wurde, und gehen dann mit der Geschichte in Richtung heute, um zu sehen, über welchen Charakter die WI verfügt, oder besser gesagt, in welchem Zusammenhang diese entstand.

Das Buch „Chronik der Wirtschaftsinformatik“ von Lutz J. Heinrich möchte ich für diese Ausführung als Grundlage nehmen, da es zeigt, wie der Bedarf nach einer solchen Bindestrich-Disziplin wuchs.

In seinem Buch fanden 16 Selbsterzeugnisse von verschiedenen Personen Platz, die aus Ihrer Perspektive über die Entstehung von WI sprechen. Durch diese Vielfalt und die unterschiedlichen Aussagen ist es schwer möglich, einen genauen Zeitpunkt der Entstehung zu finden. Es ist vor allem deshalb schwer, da sich unter diesen 16 Essayisten wenige befinden, die in den Anfängen, also den 50er und 60er Jahren, dabei gewesen sind. Die Gründerväter, oder Wegbreiter der WI, sind mittlerweile schon fast in Vergessenheit geraten, obwohl sie einen ersten Beitrag zur Entwicklung geleistet haben. Diese ersten Gründerväter forschten z.T. an Operation Research (OR) Instituten, welche zu den ersten Anwendern der Datenverarbeitung gehören. Auch wenn kein Tag oder Ereignis existiert, welches als Grundstein gesehen werden kann, so kann man den dauerhaften Bezug zur Praxis beobachten, der sich durch die gesamte Geschichte zieht. Als klares Jahrzehnt der WI können jedoch die 70er Jahre angegeben werden. Auf verschiedenen Tagungen wurden auf verschiedene WI-Pioniere hingewiesen. (Heinrich, 2011)

So schreibt Heinrich, dass in den 1970er Jahren von diesen 16, für ein Ordinariat berufenen Personen der Betrieblichen Datenverarbeitung (später dann der Betriebs- und Verwaltungsinformatik, heute der WI), sechs nicht habilitiert waren. Es bestand so ein erheblicher Bedarf an Personen für die Lehre, die in der damaligen EDV oder ADV qualifiziert waren, dass einschlägige berufliche Erfahrung aus Tätigkeit in der Praxis einen höheren Qualifikationsgrad darstellte, als die der Habilitation (Heinrich, 2011 S. 51 ff.).

Ein Großteil dieser 16 Personen entstammte dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre, des Weiteren füllten auch Vertreter der angewandten Mathematik die Reihen. Zum Zeitpunkt der 70er steckte der Computer noch in den Kinderschuhen, doch stellten diese Gruppen von BWL-lern und Mathematikern sehr bald dessen Potential für Wirtschaft und Verwaltung fest (Heinrich, 2011 S. 213 ff.).

Noch arbeiteten die Gebiete des Operation Research und die der WI nebeneinander her. Während OR sich eher mit Optimierungsmodellen für Datenverarbeitungsaufgaben im kaufmännischen Bereich befasste (S.214), widmete sich die WI u.a. der Entwicklung von ökonomisch-mathematischen Modellen (Heinrich, 2011 S. 216).

Eine beispielhafte Verschmelzung dieser beiden Gebiete erfolgte 1963 in der ehemaligen DDR in mehreren Kolloquien der deutschen Bauakademie Berlin unter dem Titel „Mathematische Methoden und maschinelle Rechentechniken im Bauwesen“. Hierbei arbeiteten die beiden Bereiche des OR und der WI gemeinsam zusammen, was als eine der Wurzeln des Kerngebiets der späteren WI hervorgehoben werden kann. (Heinrich, 2011 S. 216)

Ebenfalls im Jahr 1963 wurde das BIFOA (Betriebswirtschaftliches Institut für Organisation und Automation) von Dr. Dr. Erwin Grochla und Dr. Dr. Norbert Szyperski gegründet, da diese bereits damals die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis erkannten (BIFOA, 2015).

Auf diesen Tagungen fanden sich nicht nur Personen mit Hochschulhintergrund. Es hob sich eine andere Gruppe ab, die der EDV-Hersteller, z.B. die IBM Deutschland GmbH und Microsoft, nur um zwei große Hersteller zu nennen. Ein Essayist wird darüber sagen, dass „die EDV-Hersteller somit in der Gründungsphase des Faches WI viel zur Bewusstseinsbildung an den Hochschulen, zur individuellen Unterstützung EDV-interessierter Hochschullehrer/innen, zur Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis [...] beigetragen haben“ (Zitat HANSEN, (Heinrich, 2011 S. 217) )

Ist in diesem Zusammenhang der Bezug zwischen Wissenschaft und Praxis als Partnerschaft zu verstehen?

Diese Partnerschaft wird von mehreren Personen beschrieben. So waren Hochschulen eher der passiven Rolle in der Entwicklung der WI zuzuordnen, wobei die EDV-Hersteller den aktiveren Teil einnahmen. Die Hochschulen boten nach Hansen in diesen Jahren entweder fast keine EDV-Ausbildung an oder holten für diesen Zweck externe Lehrbeauftragte ins Haus (Heinrich, 2011 S. 219).

Szyperski schreibt bspw. über den positiven Einfluss der EDV-Hersteller und Anwender und den Treffen des „Informationskreis Organisation und Datenverarbeitung“ im Rahmen des BIFOA, „weil in dieser Gruppe eigentlich das ‚Who is Who‘ der deutschen Großrechner-Zentren vertreten war und wir unsere wissenschaftlichen Anliegen hautnah und sehr informell mit den einflussreichen und äußerst erfahrenen IT-Korvettenkapitänen ausleuchten konnten. Durch diese Kontakte und in Verbindung mit den uns auch finanziell unterstützenden DV Herstellern waren wir natürlich auch über die zu erwartenden technologischen Entwicklungen meist recht gut informiert.“ (Zitat Szyperski S.219-220)

Dies ist nur ein Auszug aus der Geschichte und liefert uns dennoch ein eindeutiges Bild: Theorie und Praxis gehören zusammen und die Lehre wurde damals stark durch den praktischen Einsatz geprägt. Doch wie sieht es in der heutigen WI aus? Ist sie von dem damaligen Weg abgekommen, den die Gründerväter aus Hochschulen und Wirtschaft eingeschlagen haben? Ist es mittlerweile keine Bindestrichdisziplin mehr zwischen BWL und Informatik?

3 Wirtschaftsinformatik - Heute

3.1 Kommunikation

Wenden wir uns von den 70er Jahren ab und dem heutigen Stand der WI zu. 1999 erschien ein Artikel von Ehrhard F. Heinold. Er schreibt, dass Wissen sich zu einem Produktions- und Wettbewerbsfaktor entwickelt hat. Zudem stellt er die These auf, dass derjenige, der mit diesem Wissen souverän umgeht, gute Karten hat, im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. (Heinold, 1999)

Was bedeutet Kommunikation im Zusammenhang mit der WI? Bezüglich der Kommunikation drückt sich das Gabler Wirtschaftslexikon folgendermaßen aus: „Kommunikation ist der Austausch von Botschaften oder Informationen zwischen Personen.“ (Gabler) Interessant hier bereits zu sehen ist, dass sich in unserer täglichen Kommunikation bereits der Umgang mit Technik unbewusst eingeprägt hat.

Im Gabler wird die Kommunikation weiter, nun aber im Zusammenhang mit der Arbeit im Unternehmen, beschrieben. Führungskräfte sollen demnach einen großen Anteil ihrer Arbeitszeit mit Kommunikation verbringen. (Gabler, 2015)

3.2 Wissensmanagement

Doch Kommunikation ist nicht alles. Greifen wir noch einmal die These von Ehrhard F. Heinold auf, dass die, die mit dem Wissen souverän umzugehen wissen, es leichter haben. Eine Definition des Wortes „souverän“ bringt Klarheit in der Bedeutung dieses Satzes, denn es bedeutet „darüber befindlich, überlegen“ (Duden, 2015). Zusammenfassend also: Wer Herr über das Wissen ist, wird sich Vorteile erschließen können.

Spinnen wir den Gedanken weiter, landen wir bei der konkreten Umsetzung dieses Satzes im Wissensmanagement. Die Japaner Nonaka und Takeuchi veröffentlichten 1995 ein Buch, indem auch das sog. „SECI-Modell“ beschrieben wird. Dieses Modell beschreibt den Weg des „Wissens“, von einem Individuum (Implizites Wissen) zu einer Gruppe (explizites Wissen) vermittelt, und schließlich wieder, den Kreislauf schließend, beim Individuum (Implizit) endet (siehe Abb 1.).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 SECI-Modell (Wikipedia) [1]

Mit diesem Modell geben Nonaka und Takeuchi den Umsetzern ein Modell an die Hand, wie sie theoretisch die Kontrolle über das Wissen erlangen können.

Die Sozialisation ist von impliziten zum impliziten Wissen, die Externalisierung, der Transfer vom impliziten zum expliziten Wissen, die Kombination die Ergänzung des expliziten Wissens mit anderem expliziten Wissen und die Internalisierung der Transfer von explizitem zu impliziten Wissen (Ikujiro Nonaka, 2012 S. 79).

So kann bspw. ein Mitarbeiter durch seine Arbeit Wissen aufbauen, welches für seine Arbeit essentiell ist. Dieses gibt er an andere, einzelne Mitarbeiter weiter, z.B. im Gespräch am Kaffeeautomaten (Sozialisierung). Bei einem Treffen mit mehreren Kollegen kann dieses Wissen in einer Gruppe übermittelt werden (Externalisierung). Diese Gruppe gibt dieses Wissen nun in der Organisation weiter (Kombination) und kann durch andere Erkenntnisstände ergänzt werden. Dieses neu formulierte Wissen kann nun von einzelnen Individuen aufgenommen werden (Internalisierung). Für ein Unternehmen ist diese Form der Wissensweitergabe z.T. existenziell wichtig, da eine Abwanderung des Wissens, oft personengebunden, ein operatives Risiko darstellt. (Imkamp, 2013)

Dass Wissensmanagement in den Unternehmen als wichtig empfunden wird und einen höheren Stellenwert einnimmt, geht aus einer Statistik von Statista hervor:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Einsatzzweck von WEB 2.0 Anwendungen (Statista, 2015) [2]

Hier ist zu sehen, dass 75% der Unternehmen, die “Web 2.0” einsetzen, auch Wissensmanagement-Anwendungen im Einsatz haben. In welchem Umfang Unternehmen aus verschiedenen Branchen Web 2.0 im Einsatz haben, geht aus einer weiteren Statistik von Statista hervor. Es liegen somit IT-Dienste und Telekommunikation mit 62% an der Spitze. Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Anteil von dt. Web 2.0 Anwendern (Statista) [3]

Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Web 2.0 nicht als neue Art der Technologie, sondern als eine Weiterentwicklung des Internets von der Informationsweitergabe und des Verkaufs von Produkten durch „die Beteiligung der Nutzer am Web und die Generierung weiteren Zusatznutzens“ (Gabler).

Was hat dies nun aber mit der WI zu tun bzw. mit den Erwartungen der Unternehmen? Eine interessante Frage, schauen wir uns folgendes Szenario an. Ein Unternehmen hat einen eigenen Server, auf den alle Mitarbeiter des Unternehmens Zugriff haben und auf dem viele ihre eigenen Daten ablegen, um diese für Gruppenmitglieder freizugeben. Dieser Server ist nach einer Zeit so gut mit Informationen gefüllt, dass nur ein Ansprechen der damals an einem Projekt beteiligten Person weiterhilft, um ein bestimmtes Dokument in adäquater Zeit zu finden. Ist diese Person nicht vorhanden, mutiert die Suche zur Herkules Aufgabe. Dementsprechend, nach dem SECI-Modell, soll es möglich sein, eine Information zu finden, auch wenn die Option des Ansprechens einer Person nicht existiert, also ein Zugriff auf explizites Wissen nicht gegeben ist. In der Praxis kann dies konkret umgesetzt werden, indem Dokumente, die Ergebnisse dokumentieren, nach Meta-Informationen (Autor, und etlichen anderen Informationen) archiviert werden (Nico de Abreau, 2006 S. 164). Zur Archivierung dienen Datenbanken, die mittels verschiedener Algorithmen erzeugt und durchsucht werden und dem Nutzer so die gewünschten Informationen zur Verfügung stellen zu können (Bendzka, 2014 S. 70 ff.).

3.3 Datenbanken

Einer Definition des Oldenburgischen Wissenschaftsverlags nach ist eine Datenbank „ein weit verbreitetes technisches Hilfsmittel zur effizienten, rechnergestützten Organisation, Speicherung, Manipulation, Integration und Verwaltung großer Datensammlungen. Sie basieren auf der Idee, Daten über die reale Welt, welche von Anwendungsprogrammen verarbeitet werden, als von diesen Programmen unabhängige und integrierte Ressource zu behandeln, und stellen dazu spezifische Funktionalität bereit.“ (Wissenschaftsverlag, Oldenburgscher, 2012). Datenbanken bieten also eine Möglichkeit, riesige Mengen und Rohdaten abzulegen, abzufragen oder bearbeiten zu können.

Referenzieren wir die Funktionsweise einer Datenbank auf eine Pyramide (siehe Abb.3). Die unterste Ebene besteht aus Daten, den „Rohmaterialien“. Die Eigenschaft von Daten ist, dass diese messbar, aber auch strukturiert und sortierbar sind und damit abgelegt werden können. Mittels einer Semantik können aus diesen Daten Informationen gebildet und Zusammenhänge erklärt werden. Das Wissen findet in der obersten Ebene Platz. Wissen entsteht durch die Verknüpfung von Informationen durch verschiedene Faktoren, wie Erfahrung, Wertvorstellungen, Fachkenntnisse, u.v.m. (Raffael, 2015)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 Wissenspyramide (Wikipedia) [4]

3.4 Business Intelligence

Beim Anblick der Wissenspyramide mag der Leser auch unwillkürlich an den Aufbau von BI-Systemen erinnert werden, wenn man einmal die Vorsysteme außer Acht lässt (vgl. Bauer, A., Günzel, H. 2004: „Data Warehouse Systeme: Architektur, Entwicklung, Anwendung“, 2. überarb. und aktual. Auflage, 2004). Hier gibt es eine ähnliche Struktur: die Speicherung von Rohdaten in Datenbanken, die Aufbereitung der Daten, bspw. in OLAP (On-line Analytical Processing) und anschließend die Darstellung derselben in Dashboards, welche wiederum einen Aufschluss über Situation, oder eine Interpretation zulassen.

Wir haben die Aussage von Ehrhard F. Heinold, die wir zu Beginn dieser Arbeit als Ausgangspunkt genommen haben, analysiert und mit dem aktuellen Stand verglichen. Wir haben die Bedeutsamkeit der Kommunikation für Unternehmen betrachtet, dass die Speicherung der daraus gewonnenen Ergebnisse für ein Unternehmen von enormer Dringlichkeit ist, die technische Grundlage, auf der diese Speicherung beruht, angesehen, und zu guter Letzt eine Sichtweise gefunden, die zeigt, dass gespeicherte Informationen nicht tot sind, sondern auch in der Lage sind, über die Auswertung ihrer Masse zu weiteren Ergebnissen zu gelangen.

Was ist nun aber über die konkrete Anforderung der Unternehmen an die WI zu sagen? Betrachten wir dazu eine Statistik von 2007, welche veranschaulicht, in welchem Rahmen Unternehmen zu diesem Zeitpunkt BI-Software eingesetzt haben, bzw. vorhaben diese in der Zukunft einzusetzen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5 Aktueller und geplanter Einsatz von BI-Software (2015) (Statista, 2015) [5]

Schauen wir uns die ersten vier Punkte an, so fällt auf, dass sich diese sehr mit ihrem bestehenden Anteil mit der Entwicklung der WI decken. Bei diesen handelt es sich um ältere Verfahrensweisen, die schon seit längerer Zeit angewandt werden. Die verbleibenden drei Punkte (Data Mining, Management Dashboards und Balanced Scorecard) sind Punkte mit wenig aktuellem Bestand, aber einem, im Vergleich dazu sehr hohen geplanten Ausbau des Einsatzes. Recherchieren wir diese Begrifflichkeiten, so treffen wir erste Nennungen 1989 (Wikipedia) bzw. 1990 (Wikipedia) an, die den Schluss zulassen, dass neue Anforderungen aufgegriffen und für Unternehmen in Form von Software zur Verfügung gestellt werden.

Eine Statistik, die mit den Messungen des Umsatzes von BI-Software ein Jahr später begann und über einen Zeitraum von sechs Jahren ging, belegt das. Der Umsatz bei BI-Software Herstellern ging zwischen 2008 und 2013 stetig nach oben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6 (Umsatz mit BI-, und Analytics Software (2015) (Statista, 2015) [6]

Abgesehen von BI- und Wissensmanagementlösungen hat sich die WI auch anderen Themengebieten, wie den Informations- und Kommunikationssystemen und dem Prozessmanagement, verschrieben. Ein weiteres Schlagwort in dem Gebiet der WI sind PPS (Produktionsplanungssysteme)

[...]


[1] http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/1/19/SECI-Modell.jpg/300px-SECI-Modell.jpg

[2] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/179393/umfrage/einsatzbereiche-von-web-20-anwendungen-in- deutschen-unternehmen/

[3] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/178677/umfrage/unternehmen-mit-nutzung-von-web-20-anwendungen- nach-branchen/

[4] http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/41/Wissenspyramide.svg/758px- Wissenspyramide.svg.png

[5] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/161484/umfrage/aufgabenbereiche-von-bi-software-in-mittelsta endischen-unternehmen/

[6] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/259969/umfrage/umsatz-mit-business-intelligence-und-analytics- software-weltweit/

Details

Seiten
22
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668009141
ISBN (Buch)
9783668009158
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v302303
Institution / Hochschule
Hochschule Furtwangen
Schlagworte
aktuelle rolle unternehmen wirtschaftsinformatik

Autor

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    Stefan Claydermann (Autor)

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