Lade Inhalt...

Finanzierung und Investition. Lernzusammenfassung

Vorlesungsmitschrift 2015 19 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Beteiligungsfinanzierung durch Gesellschafter

Entscheidungskriterien von Gesellschaftern für/gegen Kapitaleinlagen (OHG)

1. Fungibilität (Nachteil)

- Möglichkeit jederzeit wieder verkaufen zu können
- Aktien lassen sich z. B. leichter verkaufen

2. Teilbarkeit (Nachteil)

- Bei größeren Unternehmen ist eine leichtere Aufspaltung von Kapitalbeträgen bzw. Finanzierungen möglich

3. Einschränkung der Geschäftsführungsbefugnis (Nachteil)

- Beteiligung im mittelständischen Unternehmen: hier ist das Interesse der Gesellschafter/Kapitalgeber an der Bilanz größer

4. Preisfindung (Vorteil)

- Ohne Markt ist Preisbindung schwieriger

5. Schutzvorschriften (Vorteil)

- Bei großen Unternehmen sind Schutzvorschriften umfangreicher

Kapitalanlagen bei nicht börsendotierten Unternehmen sind eher für langfristige Anlagen interessant

Erarbeiten Sie dir rechtsformabhängigen Vor- und Nachteile der Beteiligungsfinanzierung im nichtbörsenfähigen Unternehmen!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Beteiligungsfinanzierung durch den Kapitalmarkt

Aktienarten

1. Unterscheidung von Aktienarten nach der Übertragung:

- Inhaberaktien: typische Aktie

(privatrechtlicher Verkauf durch Einigung/Übergabe gemäß § 929 BGB)

- Namensaktien: müssen per Indossament im Aktienbuch AG veröffentlicht werden

(und übergeben werden)

- Vinkulierte Namensaktie: Eintragung ins Aktienbuch und zusätzliche Zustimmung

der Gesellschaft zur Aktienübertragung

2. Unterscheidung nach dem Umfang der Rechte:

- Stammaktien: typische „volle“ Aktien (Stimm- und Auskunftsrecht auf der Hauptver- sammlung, Anteil am Liquidationserlös, Bezugsrecht, Dividendenanspruch)
- Vorzugsaktien: Erhalt höherer Dividenden (Vorabdividende/Überdividende o. Ä.) aber dafür weniger Rechte

3. Unterscheidung nach

- Nennwertaktie: fester Preis (Aufdruck des Nennwertes)
- Stückaktien: durchschnittlicher Anteil am Reinvermögen (Stammkapital: Anteil der Aktien)

Voraussetzungen für das „Initial Public Offering“ (an die Börse gehen, Folie 120)

- Management buy-in: Externe Personen kaufen sich ins Unternehmen ein (Finanzinvestor, öffentliche Beteiligungsgesellschaft, Managementholding)
- Management buy-out: Interne und Externe Personen kaufen sich ins Unternehmen ein (Klassische Beteiligungsgesellschaft, Venture Capital-Gesellschaft, Turnaroundfonds)

Going Public (IPO)

- Börsengang einer AG/Umwandlung (z. B. von der GmbH zur AG) oder AG-Gründung
- Teilverkauf eines Unternehmens

Ziele

- EK-Beschaffung wird erheblich erweitert (breite Streuung )
- Kosten: Finanzkommunikation (Verkaufsprospekt, IPO-Berater)
- Konsortium
- Emissionskonzept
- Due Dilligence durch Wirtschaftsprüfer (Sorgfalt)
- Ad-hoc-Publizität
- Quartalsberichte

Zentrales Problem

- Bestimmung eines Preises

Aktienbewertung (von den Marktteilnehmern erwartete Preise)
Preisbildungsverfahren (von den Marktteilnehmern gezahlte Preise)

Was passiert bei Kapitalerhöhung (= Ausgabe neuer Aktien)?

1. Stimmrechtsanteil verringert sich
2. Gewinnanteile verringern sich
3. Der Wert, den die Aktie bringt, sinkt
4. Größere Risikostreuung (da mehr Aktien)
5. Ressourcen des Unternehmens verteilen sich auf mehrerer Aktien

[...]

Details

Seiten
19
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783956874109
ISBN (Buch)
9783668005068
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v301976
Institution / Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin – Wirtschaftswissenschaften
Note
Schlagworte
Beteiligungsfinanzierung Bedingte Kapitalerhöhung Personengesellschaft Kapitalgesellschaft Aktienarten Bezugsrecht Innenfinanzierung Insolvenz Finanzierung Kredit Effektivzins Tilgung Gewinnvergleichsrechnung Rentabilität Amortisation Kostenvergleich Annuitätenmethode Kapitalwertmethode Zinsfuß Finanzplan

Autor

Zurück

Titel: Finanzierung und Investition. Lernzusammenfassung