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Rom. Von einer antiken Weltstadt zur modernen Metropole

Facharbeit (Schule) 2014 70 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Leseprobe

INHALT

1 EINLEITUNG

2 ENTWICKLUNG DER STADTSTRUKTUR ROMS
2.1 ANTIKE
2.1.1 Gründung Roms und Königszeit (ca. 1 000 - 500 v. Chr.)
2.1.2 Römische Republik (ca. 500 - 30 v. Chr.)
2.1.3 Römische Kaiserzeit (ca. 30 v. - 476 n. Chr.)
2.2 MITTELALTER UND FRÜHE NEUZEIT
2.2.1 Erster Aufschwung durch Pilger, Angriffe, Heiliges Jahr und päpstliches Exil (ca. 500 - 1 400 n. Chr.)
2.2.2 Renaissancistischer Aufschwung und Plünderung Roms (ca. 1 400 - 1 550 n. Chr.)
2.2.3 Barocker Nepotismus, päpstliche Nächstenliebe und Zerfall antiker Monumente (ca. 1 550 - 1 789)
2.3 NEUZEIT
2.3.1 Zeit der napoleonischen Besetzung und des Risorgimentos (1789 - 1871)
2.3.2 Römische Monarchie (1871 - 1946)
2.3.3 Römische Republik (1946 - 2013)

3 BEDEUTUNGSWANDEL DER STADT ROM
3.1 BEDEUTUNG IN DER ANTIKE
3.1.1 Wirtschaftliches Zentrum des Römischen Reichs
3.1.2 Politisches Zentrum des Römischen Reichs
3.1.3 Eine multikulturelle und vielschichtige Stadt
3.2 BEDEUTUNG IM MITTELALTER UND DER FRÜHEN NEUZEIT
3.2.1 Hauptstadt des Kirchenstaates
3.2.2 Eine der wichtigsten christlichen Wallfahrtsorte
3.3 HEUTIGE BEDEUTUNG
3.3.1 Rom als dynamischster Wirtschaftsstandort Italiens
3.3.1.1 Industriestandort
3.3.1.2 Fremdenverkehr
3.3.1.3 Dienstleistungsbranchen
3.3.2 Eine von zwei Staaten geprägte Stadt
3.3.3 Eine multikulturelle Stadt und Metropole

4 ENTWICKLUNG DER STADT ROM IN DER ZUKUNFT
4.1 STRUKTURELLE ENTWICKLUNG
4.1.1 Verkehrsinfrastrukturelle Entwicklung
4.1.2 Bevölkerungsstrukturelle Entwicklung
4.1.3 Problematiken
4.2 ATTRAKTIVITÄT ROMS ALS URLAUBS- UND KULTURSTADT
4.2.1 Rom als „ewige Stadt“ aufgrund seiner großen geschichtlichen Bedeutung
4.2.2 Zentrum der katholischen Kirche

5 SCHLUSS
5.1 RESÜMEE: VERGLEICH DER ANTIKE MIT HEUTE
5.2 ERKLÄRUNG ANTIKE WELTSTADT UND MODERNE METROPOLE
5.3 AUFFORDERUNG NACH ROM ZU KOMMEN
5.4 DANKSAGUNG

6 ANHANG
6.1 STADTPLÄNE
6.2 BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG ROMS
6.3 UMFRAGE
6.3.1 Umfragebogen
6.3.2 Auswertung
6.3.2.1 Altersstruktur
6.3.2.2 Anlass
6.3.2.3 Grund

7 LITERATURVERZEICHNIS
7.1 GEDRUCKTE LITERATUR
7.2 DIGITALE QUELLEN

8 ABBILDUNGSVERZEICHNIS
8.1 FOTOGRAPHIEN
8.2 LANDKARTEN
8.3 SKIZZEN
8.4 DIAGRAMME

1 EINLEITUNG

„Alle Wege führen nach Rom“.

Doch seit wann? Und wieso überhaupt? Warum ist Rom als Reiseziel sehr beliebt? Warum hat es seinen Glanz und seine Faszination bis heute nicht verloren? Wie konnte es geschehen, dass diese Stadt früher eine Weltstadt war und heute nur noch eine moderne Metropole ist? All diese Fragen kann man sich über die Jahrtausende alte Stadt stellen und versuchen zu beantworten.

Als zukünftige Lateinabiturientin begleitet mich Rom in den unterschiedlichsten Epochen bereits seit der fünften Klasse. Doch der Schwerpunkt liegt meist auf der Antike, insbesondere der Kaiserzeit, aber wieso? Hat nur diese Zeit Rom so stark geprägt, dass es heute noch ein sehr beliebtes Reiseziel ist? Warum erfreut sich Rom alljährlich einer so großen Pilgerschar und warum hat der Papst dort seinen Sitz? Allein die Antike kann wohl nicht der Grund sein. Aber wie hängen nun die Antike und das Christentum zusammen und in welchem Bezug steht dies mit der ewig fortdauernden Attraktivität Roms und der stadtstrukturellen Entwicklung?

Einen Teil dieser Fragen werde ich nun versuchen, in meiner Seminararbeit zu beantworten. Dabei stelle ich zu Beginn die stadtstrukturelle Entwicklung Roms im Hinblick auf die Geschichte dar. Anschließend wird der damit verbundene Bedeutungswandel aufgezeigt und erläutert. Letztendlich schaffe ich einen Ausblick auf die zukünftige strukturelle Entwicklung und betrachte Rom als „Urlaubs- und Kulturstadt“. Am Ende ziehe ich ein abschließendes Resümee, indem ich die Bedeutung der antiken Stadt mit der modernen vergleiche, und grenze die Begriffe Weltstadt und Metropole voneinander ab.

2 ENTWICKLUNG DER STADTSTRUKTUR ROMS

2.1 ANTIKE

2.1.1 Gründung Roms und Königszeit (ca. 1 000 - 500 v. Chr.)

„Sieben fünf drei - Rom schlüpft aus dem Ei“ - dieser Merksatz wird den meisten Lateinschülern beigebracht, damit sie sich das Gründungsdatum der wichtigsten Stadt im Lateinunterricht besser merken können.

Doch über die Entstehung Roms gibt es die verschiedensten Mythen, Legenden und Erzählungen. Somit kann 753 vor Christus auch nicht als festes Gründungsdatum datiert werden. Wenn man nun von den archäologischen Funden ausgeht, befinden sich bereits in der Eisenzeit Siedlungen von Hirten auf dem Palatin. Ebenfalls kann die Erzählung von Romulus und Remus, die besagt, dass Rom durch einen Gründungsmythos entstanden ist, mit Ausgrabungen bewiesen werden, die das Haus des Romulus in der Nähe des Palatins und eine acht Meter lange und ebenso hohe Höhle in dessen Nähe zeigen, in welcher wohl die ausgesetzten Zwillinge, Romulus und Remus, von einer Wölfin großgezogen worden sind.1 Die Stadt selbst entsteht jedoch weniger durch einen Gründungsakt, als durch einen „Zusammenschluss benachbarter Siedlungen“2 seit der Mitte des achten Jahrhunderts v. Chr. Der bedeutendste Hügel ist der Palatin (A, siehe 6.1 Stadtpläne Landkarte 13), dem sich die anderen unterzuordnen haben. Ende des achten Jahrhunderts wird „die sumpfige Senke zwischen Palatin und [Kapitol] […] befestigt und […] bebaut"2. Durch die griechische Kolonisation und den damit verbundenen Güteraustausch wachsen die Siedlungen immer mehr zusammen. Somit werden das Kapitol (B) und der Quirinal (D) mit einbezogen.

Dank des Eingreifens der Etrusker gegen Ende des siebten Jahrhunderts v. Chr. werden die Ansiedlungen zu einer Stadt ausgebaut, sodass in der zweiten Hälfte des sechsten Jahrhunderts v. Chr. bereits politische und religiöse Zentren entstehen sowie Entwässerungskanäle mit der Cloaca Maxima (4) als wichtigster Kanal, da sie in der Senke zwischen dem Kapitol (B) und dem Palatin (A) verläuft. In diesem Bereich wird das Forum Romanum (1), der Marktplatz, angelegt.3 Zusätzlich wird bereits im siebten Jahrhundert v. Chr. der Bereich der Tibermündung, Ostia (s. Landkarte 2), und die Gegend zwischen dem Palatin (A) und dem Tiber (E), Forum Boarium (2) ausgebaut, wodurch ein Handel auf Fluss und Meer möglich wird.4

In der Mitte des sechsten Jahrhunderts wird unter dem König Servius Tullius ein Mauerring (G) gebaut und es entstehen erste Areale des Circus Maximus (3), der in der Spätantike seine größten Ausmaße annimmt5.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Landkarte 2: Lage Rom und Ostia (Quelle: s. Abb.verz.)

Die Wohnorte der römischen Gesellschaft sind schon in dieser Zeit stark nach der sozialen Stellung aufgeteilt; die herrschende Schicht lebt in der Gegend des Palatins und des Kapitols, während die ärmeren Bürger den Bereich um und auf dem Aventin (C) bewohnen. Auch sind bereits die Gegenden aus denen die Straßen Via Nova (5), Argilentum (6), Vicus Tuscus (7) und Vico Jugario (8) auf das Forum zuführen, besiedelt; diesen Stadtteil bezeichnet man als Subura (E).4

2.1.2 Römische Republik (ca. 500 - 30 v. Chr.)

Diese Römische Republik ist in der Folgezeit innenpolitisch stark geprägt von Standeskämpfen, die sich über mehr als 150 Jahre hinziehen.6

Zunächst kommen sich jedoch nach der Vertreibung des letzten Königs die verschiedenen Einwohnergruppen Roms auf sozialer und religiöser Ebene näher, was sich im Bau verschiedener Tempelanlagen zeigt. Auch der Marktplatz (1, s. 6.1 Stadtpläne Landkarte 14) wird weiter ausgebaut und fertiggestellt. Durch die Standeskämpfe der Patrizier und Plebejer entfernen sie sich jedoch wieder weiter voneinander und es entstehen in der Gegend der unteren Schichten Tempel zu Ehren von Göttern, die nur sie verehren.7 Eine Einigung wird erst schrittweise erreicht. Dieser Ausgleich ist für den sich im weiteren geschichtlichen Verlauf abzeichnenden außenpolitischen Erfolg Roms maßgeblich.6

Seit dieser Zeit wird auch der Bereich außerhalb des Mauerrings im Nordosten zwischen Tiber und Quirinal, der dem Kriegsgott Mars geweiht und deshalb als Campus Martius (I) bezeichnet wird, für militärische und sportliche Übungen oder andere Anlässe genutzt8. Nach der Niederlage gegen die Gallier 387 v. Chr. wird um Rom eine neue Stadtmauer (A) gebaut, welche die sieben Hügel Palatin (C), Kapitol (B), Aventin (D), Quirinal (E), Viminal (F), Esquilin (G) und Caelius (H) miteinschließt.5 Durch ihren Bau beginnt eine neue städtische Ordnung, weshalb die Stadt aus verwaltungstechnischen Gründen in vier Bereiche gegliedert wird, in den Palatina (I), Collina (II), Suburana (IV) und Esquilina (III) (s. Landkarte 3).9 Anschließend wendet sich das Blatt der römischen Außenpolitik jedoch für einen langen Zeitraum und es beginnt die Zeit der römischen Eroberungen, durch die Rom rasch zu einer Weltmacht aufsteigt. Die Stadt und das

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Landkarte 3: Stadtgliederung zur Zeit der Römischen Republik (Quelle: s. Abb.verz.)

I Palatina, II Collina, III Esquilina, IV Suburana gesamte Römische Reich dehnen sich immer weiter aus, ohne einer modellhaften Planung zu folgen; so wächst auch die Bevölkerung in Rom immer weiter an, wodurch sich auch das Stadtbild wieder stark verändert9. Es werden die Straßen von Rom in die Provinzen Italiens und das innerstädtische Verkehrsnetz durch neue Brücken, Aquädukte und eine größere Hafenanlage am Tiber ausgebaut5. Des Weiteren wird zwischen dem zweiten und dritten Jahrhundert v. Chr. die gesamte römische Innenstadt modernisiert, indem die Straßen gepflastert, der Circus Maximus (3) erneuert und das Forum (1) neu gestaltet wird. Außerdem werden weitere Tempel und auf dem Marsfeld (I) der Circus Flaminius gebaut.10 So entstehen in der folgenden Zeit im Bereich des Forums vier neue Basiliken. Durch diese städtebaulichen Veränderungen erreicht Rom repräsentative Ausdruckskraft. Das Forum dient nun weniger dem Marktgeschehen, sodass die Händler mit ihren Verkaufsständen und die Wechsler - Rom hat schon in dieser Zeit eine eigene Währung - an andere Plätze in der Nähe des Tibers umsiedeln müssen.11

Durch die drei Punischen Kriege (264 - 146 v. Chr., mit Unterbrechungen) und den Sieg über Perseus von Makedonien (168 v. Chr.) dominieren sie somit die damalige Welt.12 Dadurch dass Rom während des ersten Punischen Kriegs seine Schiffsflotten aufrüsten muss, schafft das tiberische Hafengebiet und das Forum Boarium (2) neue Anreize. In dessen Nähe wächst ein Hügel aus einem Abladeplatz für zerbrochene Amphoren, Testaceum (J), heute Testaccio. Im Jahre 174 v. Chr. wird das gesamte Hafenareal noch besser angeordnet durch den Bau der zweiten römischen - erste Brücke, die hölzerne Pons Sublicius (Lage unbekannt) - und der ersten steinernen Brücke, der Pons Aemilius (4). Um dieses Gebiet und im Bereich des Marsfeldes siedeln sich auch die Zuwanderer aus römischen Kolonien an, welche verschiedenster Ethnien sind, deren bedeutendste Gruppe die jüdische ist.

In dieser Zeit prägen das römische Stadtbild drei verschiedene Wohnhäusertypen, das domus (s. Skizze 1) und die villae urbanae für die privilegierte Oberschicht und die insulae (s. Skizze 2) für die Mittel- und Unterschicht, in denen der Großteil der Bevölkerung lebt; des Weiteren gibt es noch eine Domus: Atriumhaus

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Skizze 1: Domus (Quelle: s.

Mischform von domus und insula, die domuncula, für dieVglAbb.verz.) begüterten oder höheren Schichten. Diese Haustypen unterscheiden sich zum einen in ihrer Größe und Höhe und zum anderen in ihrer Bauweise und in ihren Baumaterialien.13 Rom ist innerhalb weniger Jahrhunderte von einer Stadt zu einem Weltreich geworden, wodurch innenpolitisch die Unruhen immer mehr zunehmen und es letztendlich zum offenen Bürgerkrieg in Rom kommt14.

Auch in diesen Zeiten der Bürgerkriege dehnt sich die Stadt Römische insula: meist n mind. 5 - 6 übereinander keine Toiletten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Skizze 2: Insula (Quelle: s. Abb.verz.)

immer weiter und schneller auf der anderen Seite des Tibers, bei den Hügeln Gianicolo (K) und Trastevere (L), entlang der Via Appia (M), Via Nomentana (N) und der Via Tiburtina (O) und im Nordosten ihres Stadtgebietes aus. So hat Rom im ersten Jahrhundert v. Chr. schon ca. eine halbe Million Einwohner, wobei die Patrizier immer noch bevorzugt in der Gegend des Kapitols (B) und des Palatins (C) wohnen. Auch beginnen sie die Gegenden weiter außerhalb des Stadtzentrums zu schätzen, wie das Gebiet Gianicolo (K) oder des Hügels Pincios (P). Die ärmeren Bevölkerungsschichten bzw. Zuwanderer besiedeln hingegen den Aventin (D), die Subura (Q) oder auch Trastevere (L).15

Nach der Zerstörung des Kapitols (B) durch einen Brand 83 v. Chr. wird der sich dort befindliche Jupitertempel (5) neu aus Marmor errichtet. Zur Verbesserung seines Ansehens lässt Pompeius (106 - 48 v. Chr.) nördlich des Circus Flaminius weitere prunkvolle Bauten errichten.16 Das bedeutendste Bauwerk der späten Republik im Stil der Repräsentationsarchitektur ist das Tabularium (6) auf dem Felsabhang der Asylum (R), das das Staatsarchiv beinhaltet. Des Weiteren entstehen in diesem Jahrhundert einige der bedeutendsten Gärten nördlich des Stadtzentrums in den Bereichen rund um die heutige Villa Borghese. Charakteristisch für diese Zeit ist der Euergetismus, der besagt, dass einflussreiche Familien und Personen Bauten, die „irgendwo in der Mitte zwischen öffentlich und privat [angesiedelt werden]“17, in Auftrag geben. Das umliegende landwirtschaftlich nutzbare Land wird in rechtwinklige gitterförmige Gebiete eingeteilt, die von Wegen- und Kanalsystemen durchzogen sind.18

Caesar (100 - 44 v. Chr.) versucht in seiner Amtszeit die Baumaßnahmen des Pompeius zu übertreffen, indem er zunächst die Bauten des alten republikanischen Forums ersetzen oder modernisieren lässt. Des Weiteren wird das nach ihm benannte Caesar-Forum (7) östlich des Kapitols (B) gebaut, wobei die republikanischen Traditionen außer Acht gelassen werden; so werden wichtige politische Einrichtungen an den Rand des neuen Forums verbannt. Auf dem Marsfeld initiiert Caesar noch den Bau der Saepta Iulia, eine Halle für Wahlversammlungen. Viele seiner Vorhaben, wie die Verlegung des Tibers oder die Bauvorhaben für andere Stadtteile, kann er wegen seiner frühzeitigen Ermordung nicht vollziehen.19

Die römische Republik endet somit in Bürgerkriegen zuerst zwischen Pompeius und Caesar, später dann zwischen Marcus Antonius und Oktavian, Caesars Adoptivsohn.20

2.1.3 Römische Kaiserzeit (ca. 30 v. - 476 n. Chr.)

Nachdem Oktavian (27 v. - 14 n. Chr.) den Bürgerkrieg für sich entscheiden konnte, ist er der alleinige Herrscher im Römischen Reich. Durch die Kaiserherrschaft wird die Lage im Reich recht stabil; aufgrund der weitgehenden Selbständigkeit der Städte haben diese keinen so hohen Steuerdruck, wie beispielsweise zu Zeiten der Republik.20

Caesars Adoptivsohn setzt teilweise seine Baumaßnahmen fort, greift aber nicht auf die anmaßende Stadtplanung seines Adoptivvaters zurück. Zunächst vollendet er den Bau des Caesar-Forums (1, s. 6.1 Stadtpläne Landkarte 15) und die Baumaßnahmen auf dem Marsfeld. Augustus verbindet in seiner Architektur persönliche, politische und religiöse Interessen, die vor allem im Augustus-Forum (2) sichtbar werden, das ebenfalls wie das Caesar-Forum im alten Stadtzentrum entsteht. Das Marsfeld repräsentiert im Besonderen nochmals die Selbstdarstellung Augustus‘ mit dem riesigen Augustus-Mausoleum (3) und mit Bauten zur Unterhaltung des Volkes, dem Marcellus-Theater (4) und den ersten öffentlichen Thermen, die mit dem Wasser von der Aqua Virgo (A), die dort endet, gespeist werden. Bis 28 v. Chr. lässt Augustus alle älteren Tempel restaurieren, fördert den Bau von Tempeln in den verschiedenen Regionen Roms und lässt das Pantheon (5) bauen.21 20 v. Chr. wird der millarium aureum (6), der Ausgangspunkt für die Messung der Entfernung der von Rom aus strahlenförmig in die Provinzen verlaufenden Straßen, in der Mitte des Forum Romanums errichtet.22 Anschließend werden südlich des Augustus-Mausoleums (3) der Friedensaltar, Ara Pacis (7), und die Sonnenuhr, Solarium Augusti (8), errichtet, die mit jenem eine Gesamtheit bilden.

Durch die zahlreichen Baumaßnahmen werden die Lebensverhältnisse der römischen Bevölkerung im Bereich der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, des Brandschutzes, der nächtlichen Sicherheit und der Verwaltung durch eine Neueinteilung der Stadt in 14, statt bisher vier Gebiete tiefgreifend verbessert (s. Landkarte 4).23 Diese Verbesserungen lösen jedoch nicht wirklich die Problematik, da Rom unter Augustus, wegen seiner Attraktivität als Weltstadt, weiterhin einen immensen Zuzug erfährt, sodass die Stadt wohl über eine

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Landkarte 4: Stadtgliederung zur Augusteischen Zeit (Quelle: s. Abb.verz.)

Million Einwohner zählt, „von denen ca. ein Drittel nicht-römischer Herkunft oder Ethnie“24 ist (s. 6.2 Bevölkerungsentwicklung, Diagramm 3). Dies hat zur Folge, dass auf gleichem Raum immer mehr Menschen leben, wodurch es zu größeren infrastrukturellen Problemen kommt, die Wohnviertel häufig nur noch aus insulae bestehen und sich die Stadt über die Servianische Stadtmauer (B) ausdehnt. Im Bereich des Esquilins lässt Augustus für die Bevölkerung ein Wohngebiet mit ca. 3850 insulae, 380 domus und einem Marktplatz im Zentrum entstehen, was bei der stetigen Bevölkerungszunahme dringend nötig ist. Dieses frühkaiserliche Rom ist somit sehr stark von Gegensätzen geprägt, zwischen den Wohngebieten der unteren Schichten und den allgemein zugänglichen Gegenden mit ihren Foren, Brunnen, öffentlichen und religiösen Bauten sowie den Wohngebieten der oberen Schichten. Letztere besiedeln in dieser Zeit immer mehr die nordöstlichen Stadtgebiete mit ihren verschiedenen Gartenanlagen, die Gegenden entlang des Tibers und die zwischen dem heutigen Vatikan (D) und dem Gianicolo (E).25

Auch erfährt das Straßennetz durch Erneuerungen der Straßenbeläge, den Bau von gemauerten Brücken und den Ausbau von Handelsstationen und -zentren weitreichende Verbesserungen.26 Somit ist Augustus‘ Selbstruhm, dass er „eine Stadt aus Lehmziegeln übernommen [hat] und eine aus Marmor [hinterlässt]“27, auch berechtigt. Zusätzlich repräsentiert das neue Stadtbild die Macht des römischen Weltreichs in seiner Hauptstadt. Neu in der Zeit des Augustus ist, dass durch die fortschreitende staatliche Enteignung Gebäude und Einrichtungen in privaten bzw. dann kaiserlichen Besitz übergehen.28

Tiberius (14 - 37 n. Chr.) lässt in seiner Amtszeit wohl die Werke des Augustus‘ fertigstellen, einen neuen Kaiserpalast auf dem Palatin und eine Kasernenanlage im Nordosten der Stadt errichten, in dessen Umgebung neue Wohnungen für Angehörige oder Menschen anderer ethnischer Zugehörigkeit, ungesetzliche Vergnügungsorte usw. entstehen.

Unter seinem Nachfolger Caligula (37 - 41 n. Chr.) wird das Pompeiustheater (9) renoviert, die Kaiserresidenz erweitert und ein neuer Circus in der Gegend des Vatikans (D) angelegt.

Claudius (41 - 54 n. Chr.) veranlasst wiederum die Verbesserung der Infrastruktur mit einer neuen Hafenanlage in Ostia (s. Landkarte 5) und zwei neuen Aquädukten.29

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Landkarte 5: Lage Rom-Ostia-Anzio (Quelle: s. Abb.verz.)

Der große Brand 64 n. Chr., der nur wenigen Stadtvierteln erspart bleibt, lässt Nero (54 - 68 n. Chr.) großen Handlungsspielraum, seine „exzentrischen Neigungen“27 auszuleben; denn der Wiederaufbau der Stadt geschieht anders als die bisherige Verstädterung, die „organisch aus sich selbst heraus gewachsen ist“30, nach einem vorgegebenen Plan in einer bestimmten Zeit: Straßen werden breiter gebaut, es gibt die verschiedensten Vorschriften für den Bau von Wohnhäusern wie Material, Höhe, Bauweise, usw. alles im Sinne der Brandvorbeugung. Zusätzlich wird die Wasserversorgung überwacht, eine neue Badeanlage, die Nero-Thermen (10), angefertigt und ein neuer Hafen in Anzio (s. Landkarte 5) angelegt. Diese Maßnahmen sind bei der Bevölkerung zum Großteil gut angekommen, doch stößt der Bau der neuen kaiserlichen Residenz der Domus Aurea in dem Gebiet zwischen Palatin und Esquilin auf große Kritik.

Nach dem ersten Vierkaiserjahr lässt Vespasian (69 - 79 n. Chr.) südlich des AugustusForums (2) das sogenannten Friedensforum errichten und beginnt in der Senke zwischen Palatin und Esquilin den Bau des Flavischen Amphitheaters, des Colosseums (11). So gibt Vespasian dem Volk den Bereich der Domus Aurea mit dem Amphitheater und den für die Öffentlichkeit zugänglichen Gärten zurück. Titus (79 - 81 n. Chr.) veranlasst zusätzlich eine neue Thermenanlage (12) auf dem Hügel Oppius.31

Die Zeit von 69 - 80 n. Chr. ist noch von weiteren Bränden auf dem Kapitol und Marsfeld geprägt, die Wiederaufbauten erfordern.32

Unter Domitian (81 - 96 n. Chr.) wird die Stadtstruktur im Bereich der Infrastruktur und Siedlungsplanung wieder einmal neu geordnet. Er lässt für die Gladiatoren vier Kasernen in der Nähe des Amphitheaters (11), ein neues Wettkampfstadion (13) auf dem Marsfeld und das Odeon (14) für Musikvorführungen bauen. Zur Erinnerung an seinen Bruder Titus wird der Titusbogen (15) auf der Via Sacra - der Hauptweg des Forum Romanums - errichtet. Auch wird durch die Aufschüttung der Senke zwischen Palatin und Germale der Bereich der kaiserlichen Paläste neustrukturiert. Im Jahr 97 n. Chr. wird das Forum Transitorium als Verbindung des Forum Romanums mit der Subura angelegt. Da die bestehenden Foren in der Millionenstadt nicht

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Fotographie 1: Titusbogen (Quelle: s. Abb.verz.)

mehr für den Handel und die Verwaltung ausreichen, wird in der Phase des steigenden Wohlstandes das größte und ehrgeizigste kaiserliche Forum mit seinen ungefähr 18 Hektar - so groß wie 170 Fußballfelder -, welches sich an die anderen Foren anschließt und das römische Stadtzentrum um vieles erweitert. Neben diesem Trajans-Forum (16) werden noch die Trajans-Thermen (17), die hauptsächlich den Bewohnern der esquilinischen insulae dienen, erbaut, die sich als die Musterthermen der kaiserlichen Zeit in ihrem Aufbau herausstellen. Des Weiteren lässt Trajan die Infrastruktur im Bereich des Straßen- und Aquäduktbaus, der technischen Infrastruktur und der Hafenanlage im gesamten römischen Reich verbessern und ausbauen.33

Unter Hadrian (117 - 138 n. Chr.) wird das Marsfeld weiter mit neuen Häuserblöcken, „auf mittlerem Niveau“34, in rechtwinkligen Schnitten und wohl für mittlere Beamten und Funktionäre ausgebaut. Indem er die Pons Aelius (G) als direkte Verbindung zwischen dem von ihm errichteten Hadrians-Mausoleum (18), später als Engelsburg bezeichnet, und dem Marsfeld bauen lässt, fördert er die Verbindung des rechten Flussufers mit dem Marsfeld. Des Weiteren wird das Pantheon (5) wiederhergestellt, dessen Hauptteil heute noch zu sehen ist. Unter seinem Nachfolger (138 - 262 n. Chr.) fehlen fast vollkommen städtebauliche Tätigkeiten, woraus geschlossen werden kann, dass Rom seine maximale Ausdehnung erreicht hat und mit allen nötigen Einrichtungen ausgestattet ist. Als einziges wird 141 n. Chr. der Antonius-Faustina-Tempel errichtet, zu Ehren des amtierenden Kaisers und seiner Gattin. Schon unter Mark Aurel (161 - 180 n. Chr.) nimmt die Stabilität des Römischen Reiches ab, was sich wiederum in fehlenden Baumaßnahmen zeigt; denn es wird nur eine nach ihm benannte Statue (19) westlich von der Via Flaminia (H) aufgestellt.35

Zwischen 191 - 283 n. Chr. wüten in einigen Stadtvierteln Roms weitere Brände32, dessen Schäden auf Veranlassung Septimius Severus (193 - 211 n. Chr.) wieder beseitigt werden. In dieser Zeit wird der Bau von größeren Häusern immer seltener, da die Stadtgebiete oft sehr dicht besiedelt sind. Die domus und villae urbanae befinden sich nur auf dem Quirinal, dem Caelius, dem Aventin, der sich mit der Zeit zu einer teuren Wohngegend entwickelt hat, und anderen Hügeln, die außerhalb des Stadtgebiets liegen. Auf und um den Esquilin in der Subura herrschen nach wie vor die hohen und eng aneinander gebauten insulae vor36, jedoch nicht auf dem oberen Bereich, welcher zu einer beliebten Wohngegend wird37. Trastevere (F) ist klassisch das Arbeiterviertel, geprägt von Ausländern, Randgruppen bzw. im Laufe der Zeit von Juden und Christen38. Die Gegend des Gianicolos (E) ist volkstümlich. Auf dem Forum Romanum wird 203 n. Chr. ein dreitoriger Triumphbogen, der Septimius-Severus- Bogen, und der im Süden gelegene Palast, Septizoniums/ Septizodiums (20), als Machtrepräsentation gen Süden errichtet. Ebenfalls wird unter Septimius Severus der Bau einer neuen Thermenanlage begonnen. Wegen dieser Thermen (21) muss eine neue Straße parallel zur Via Appia (I) gebaut werden, die Via Nova (J).39

Unter den folgenden Kaisern zeigt sich, dass Rom sehr multiethisch und multikulturell geprägt ist, beispielsweise in dem von Elagabal (218 - 222 n. Chr.) auf dem Palatin errichteten Tempel zu Ehren eines syrischen Gottes. Erst Severus Alexander (222 - 235 n. Chr.) wirkt dieser Entwicklung wieder entgegen. Er lässt die Neronischen-Thermen (10) umbauen, das Marcellustheater (4), das Colosseum (11) und den Friedenstempel renovieren, ein Aquädukt bauen und andere Dinge auf dem Marsfeld erneuern. Da die Lebensbedingungen weiter sinken und immer mehr Bürger Roms einer Unterstützung bedürfen, reformiert er die Lebensmittelverteilung und lässt Mühlen auf dem Gianicolo (E) errichten, was jedoch die soziale Krise nicht behebt.40

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Fotographie 2: Colosseum (Quelle: s. Abb.verz.)

An den seltenen, aber dann besonders gewaltsamen, Bürgerkriegen wird ersichtlich, dass das Kaisertum eigentlich auf einer Militärdiktatur basiert. Nach der Ermordung des letzten Severers bricht eine immense Unordnung im Reich aus, da immer wieder neue Kaiser ernannt werden, aber keiner dauerhaften Bestand hat. Diese Zeit wird als Soldatenkaisertum bezeichnet, welches von 235 bis 284 nach Christus andauert. Zur Beruhigung der Kriege im Inneren wird eine enge kultische Verbindung mit einem besonders mächtigen Gott geschaffen; andererseits werden jedoch die Christen verfolgt. Außenpolitisch verschärft sich die Lage zunehmend.41

Als „deutlichstes Zeichen“42 für den Niedergang spricht der Bau der Aurelianischen Mauer (C) in der Mitte des dritten Jahrhunderts, welche Gebiete, die weit über die Servianische Mauer (B) hinausreichen, ausschließlich des Ager Vaticanus (D), miteinbezieht und zur Sicherheit Roms errichtet wird. In der Folgezeit erfährt Rom eine Desurbanisierung - eine Abnahme der Bevölkerung; trotzdem wird weiterhin in Rom gebaut, sodass auf Veranlassung Diokletians (284 - 305 n. Chr.) die imponierendsten kaiserlichen Thermen zwischen dem Viminal und dem Quirinal 306 n. Chr. fertiggestellt werden. Ebenso werden unter diesem Kaiser einige Bereiche des Forum Romanums renoviert.43 Er schafft es auch ab 284 n. Chr. die Lage durch Disziplin und Zwang auf allen Ebenen und durch eine systematische Christenverfolgung zu stabilisieren, was ihm für eine gewisse Zeit lang auch gelingt. Anschließend kommt es jedoch erneut zu gewaltigen Kriegen zwischen Truppenteilen und Feldherren; einer von ihnen ist Konstantin (306 - 337 n. Chr.), welcher sich 312 n. Chr. in einer Schlacht mit dem Symbol der christlichen Religion gegen seine Gegner durchsetzen kann.41 Zwischen ihm und seinem heidnischen Kontrahenten Maxentius entsteht wie bei ihrer kriegerischen Auseinandersetzung auch im Bereich der städtebaulichen Tätigkeit ein Wetteifer, wobei Maxentius seinen Schwerpunkt auf die Verbesserung der Infrastruktur, die Restaurierung von Gebäuden sowie auf den Bau eines Rundtempels auf der Via Sacra legt. Konstantin hingegen setzt sich mit der Zeit immer mehr für die christliche Kultur ein, nachdem er die von Maxentius begonnene Maxentius- bzw. Konstantins-Basilika () fertiggestellt hat.44 Er findet nämlich im Christentum die geeignete Stütze für die Stabilisierung des Reiches und die Rechtfertigung seiner Herrschaft. Durch die zunehmende Förderung und Verbreitung des Christentums und seiner Legitimierung der Kaiserherrschaft gegenüber dem Willen Gottes schafft er eine intensive Bindung der Untertanen an den Kaiser und das Reich und kann somit die innenpolitische Lage stabilisieren. Trotzdem wächst der Druck auf die Städte im Reich. Denn das Reich bekommt im Osten zusätzlich ein neues Zentrum, die ehemalige Stadt Byzanz, jetzt bezeichnet als Konstantinopel.45

Ab 313 n. Chr. wird das Bauen von öffentlichen Gebäuden für Christen durch den Mailänder Edikt möglich, was von Konstantin auch begünstigt wird.46 Jedoch ist es für ihn schwierig christliche Bauten innerhalb des pomerium - der ursprünglichsten Grenze zwischen Stadt und Umland - zu errichten, da immer noch die traditionelle Religion Staatsreligion ist. 315 n. Chr. wird mit dem Bau der Kirche St. Peter begonnen. Bei diesem frühchristlichen Gebäude werden auch nicht getaufte Christen aufgenommen, weshalb dieser Komplex mit Grabstätten, einem überdachten Friedhof und einer Säulenhalle ausgestattet wird. Unter Konstantin wird auch das Sessorium (22) und das konstantinische Familienmausoleum, das sich bei den Katakomben befindet, sowie die Thermen der Helena errichtet und ein Flügel des Kaiserpalastes in eine Kirche verwandelt.47

Außenpolitisch spitzt sich die Lage immer mehr zu. Nach dem Tod Theodosius‘ I. (379 - 395 n. Chr.), der das Christentum besonders nachhaltig unterstützt und heidnische Bräuche verboten hat, wird die Herrschaft zwischen seinen Söhnen aufgeteilt, ohne Auflösung der nominellen Einheit des Reiches.48

In der Mitte des vierten Jahrhunderts werden noch mehrere kleine und eine große Kirche, deren heutige Nachfolgerin die Kirche Santa Maria Maggiore ist, erbaut. Ende des genannten Jahrhunderts wird die Basilika St. Paul vor der Stadtmauer in Richtung Ostia errichtet. Durch den zunehmenden Kirchenbau im fünften Jahrhundert n. Chr. verschiebt sich das städtische Zentrum von den Fora und dem Palatin hin zum Lateran mit seinem Bischofssitz in der unter Konstantin erbauten Lateranbasilika.49

476 n. Chr. bricht der Westteil durch germanische Angriffe endgültig zusammen. Die Germanen übernehmen viele Dinge der Herrschaftsorganisation; der Ostteil bewahrt weiterhin die Tradition des Reiches. Kaiser Justitian (527 - 565 n. Chr.) versucht in der ersten Hälfte des sechsten Jahrhunderts das Römische Reich noch einmal wiederherzustellen, was ihm nicht gelingt. Dieser Oströmische Teil besteht bis 1453 mit dem Namen Reich von Byzanz fort; der Weströmische Teil spaltet sich auf in das fränkische Großreich unter Chlodwig I. und in den italienischen Teil unter den Ostgoten; die Stadt Rom selbst bleibt weiterhin Teil des Oströmischen Reichs. Mit dem Einfall der Langobarden 568 n. Chr. in Italien endet die Völkerwanderung und mit dem Tod Justitians 565 n. Chr. die Spätantike.48

So hat sich durch die Herrschaft des Konstantins nicht nur die römische Bevölkerung, während seiner Zeit auf 800 000 Menschen, verringert50, sondern auch das gesamte Rom verwandelt, nämlich in eine Stadt, die zunehmend von der christlichen Religion geprägt wird. Allgemein kann man sagen, dass die Antike „einerseits durch die italisch-etruskische [und] andererseits durch die griechisch-hellenistische Tradition“51 sehr stark gekennzeichnet ist.

2.2 MITTELALTER UND FRÜHE NEUZEIT

Das mittelalterliche Rom ist nach dem Untergang des Weströmischen Reichs zum einen geprägt durch den Zerfall der Stadt, zum anderen erlebt es mit der Zeit immer mehr Phasen des kulturellen und städtebaulichen Aufschwungs, vor allem natürlich durch das Christentum und den damit verbundenen Päpsten als Bauinitiatoren. Es ist selbst meist Teil des oströmischen bzw. byzantinischen Reichs, doch verliert es seine Zentralität.

[...]


1 Vgl. Krefeld (Hrsg.), Res Romanae Compact, S. 197 - 198

2 Ebd., S. 198

3 Vgl. ebd., S. 198 - 199

4 Vgl. Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 66

5 Vgl. Krefeld (Hrsg.), Res Romanae Compact, S. 199

6 Vgl. ebd., S. 8

7 Vgl. Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 67 - 68

8 Vgl. ebd., S. 68

9 Vgl. Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 69

10 Vgl. ebd., S. 70

11 Vgl. Krefeld (Hrsg.), Res Romanae Compact, S. 199 - 200

12 Vgl. ebd., S. 9

13 Vgl. Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 70 - 73

14 Vgl. Krefeld (Hrsg.), Res Romanae Compact, S. 9 - 10 9

15 Vgl. Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 73 – 74

16 Vgl. Krefeld (Hrsg.), Res Romanae Compact, S. 200 – 201

17 Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 76

18 Vgl. ebd., S. 74 – 78

19 Vgl. Krefeld (Hrsg.), Res Romanae Compact, S. 201 – 202

20 Vgl. ebd., S. 10

21 Vgl. ebd., S. 202 - 204

22 Vgl. ebd., S. 209

23 Vgl. ebd., S. 204 - 205

24 Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 87

25 Vgl. ebd., S. 85 – 88

26 Vgl. ebd., S. 82

27 Krefeld (Hrsg.), Res Romanae Compact, S. 205

28 Vgl. Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 83

29 Vgl. ebd., S. 88 – 90

30 Ebd., S. 92

31 Vgl. ebd., S. 90 – 96

32 Vgl. Krefeld (Hrsg.), Res Romanae Compact, S. 205

33 Vgl. ebd., S. 97 – 101

34 Ebd., S. 104

35 Vgl. ebd., S. 104 – 107

36 Vgl. ebd., S. 108

37 Vgl. Wikipedia, Esquilin

38 Vgl. Wikipedia, Trastevere

39 Vgl. Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 108 - 112

40 Vgl. ebd., S. 113 - 114

41 Vgl. Krefeld (Hrsg.), Res Romanae Compact, S. 11

42 Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 114

43 Vgl. ebd., S. 114 - 116

44 Vgl. Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 116 – 120

45 Vgl. Res Romanae Compact, S. 11 – 12

46 Vgl. ebd., S. 213

47 Vgl. Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 121 – 124

48 Vgl. Res Romanae Compact, S. 12

49 Vgl. ebd., S. 214

50 Vgl. Pardo, Die Geburt der europäischen Stadt, S. 119

51 ADAC Verlag München und Deutscher Bücherbund Stuttgart München (Hrsg.), Europa von Nordkap bis Sizilien. Das Bild unserer Welt, S. 196

Details

Seiten
70
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656979890
ISBN (Buch)
9783656979906
Dateigröße
4.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v301453
Note
1,0
Schlagworte
weltstadt metropole

Autor

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Titel: Rom. Von einer antiken Weltstadt zur modernen Metropole