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Der künstlerische Ausdruck von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung

Fallstudien aus einem Projekt mit Rehabilitanden in einer psychosozialen Einrichtung

Bachelorarbeit 2012 199 Seiten

Pädagogik - Medienpädagogik

Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

I THEORIETEIL
2 Hintergründe
2.1 Borderline und Gesellschaft
2.2 Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)
2.3 Geschichte
2.4 Epidemiologie
2.5 Verlauf
2.6 Kapitelzusammenfassung
3 Diagnostik, Persönlichkeit und Ursachen
3.1 Definitionen nach DSM-IV und ICD-102.4
3.2 Persönlichkeit und Erscheinungsbild
3.2.1 Beziehungsstrukturen von Menschen mit BPS
3.2.2 Handlungsmuster von Menschen mit BPS
3.2.3 Affektivität von Menschen mit BPS
3.3 Ursachen
3.4 Kapitelzusammenfassung
4 Therapie
4.1 Die „SET“-Kommunikation
4.2 Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)
4.3 Kunsttherapie
4.4 Kapitelzusammenfassung
5 Kreativität
5.1 Der kreative Borderliner
5.2 Künstler mit BPS
5.3 Beispiele aus der „Borderline-Kunst“
5.3.1 „Tales of a borderline“
5.3.2 „borderlinekunst.de“
5.4 Kapitelzusammenfassung

II METHODENTEIL
6 Forschungsprojekt mit Rehabilitanden des Stifts (RSS)
6.1 Hintergründe zum Forschungsprojekt
6.1.1 Das Stift
6.1.2 Projektplan der Kreativgruppe (Planung)
6.1.3 Verlauf und Umsetzung (Realität)
6.2 Durchführung
6.2.1 Teilnehmer
6.2.2 Bildanalysen
6.2.3 Vergleichsgruppe
6.3 Ergebnisse und modifizierte Zielsetzung
6.4 Kapitelzusammenfassung
7 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb 1: „Zeitdruck“

Abb 2: „Normsuppe löffeln

Abb.3: „Obsessing Compulsing no.3“

Abb.4: „Dämonia“ Bildbeispiel von „Blossom

Abb.5: „Help“ Bildbeispiel von „Conny

Abb.6: „Selbstportrait“ Bildbeispiel von „Jenny

Abb.7: Portrait von Her

Abb.8: Portrait von Fra

Abb.9: Portrait von Fra

Abb.10: Portrait von Fra

Abb.11: Gemalter Vogel von Fra

Abb.12: Gemalter Vogel von Her

Abb. 13: Gemalte (Weihnachts-)Krippe von Fra

Abb 14: Gemalte (Weihnachts-)Krippe von Frau

Abb 15: „Tag und Nacht“-Bild von Fra

Abb.16: „Tag und Nacht“-Bild von Frau

Abb.17: „Tag und Nacht“-Bild von Frau

Abb.18: Gemalter Vogel von Sebastia

Abb.19: Gemalter Vogel von Miria

Abb.20: Gemalter Vogel von Steff

Abb. 21: Gemalter Vogel von Andr

Abb.22: Gemalter Vogel von Feli

Abb.23: Gemalter Vogel von Nic

Abb.24: Gemalte (Weihnachts-)Krippe von Sebastia

Abb.25: Gemalte (Weihnachts-)Krippe von Miria

Abb.26: Gemalte (Weihnachts-)Krippe von Steff

Abb.27: Gemalte (Weihnachts-)Krippe von Andr

Abb.28: Gemalte (Weihnachts-)Krippe von Feli

Abb.29: Gemalte (Weihnachts-)Krippe von Nic

Abb.30: „Tag und Nacht“-Bild von Sebastia

Abb.31: „Tag und Nacht“-Bild von Miria

Abb.32: „Tag und Nacht“-Bild von Steff

Abb.33: „Tag und Nacht“-Bild von Andr

Abb.34: „Tag und Nacht“-Bild von Nic

Abb. 35: DBT-Vertrag 1

Abb.36: DBT-Vertrag 2

Abb.37: DBT-Vertrag. Diary-Card

Abb.38: DBT-Vertrag. Telefonregeln

Abb.39: Bestätigungsschreiben der Kreativgruppe

Abb.40: Bild von einer von mir gezeichneten Einladung für die Kreativgruppe im Stift

Abb.41: Gezeichneter Löwe von Herr

Abb.42: Gezeichneter Löwe von Fra

Abb.43: Gezeichneter Löwe von Fra

Abb.44: Gezeichneter Gärtner von Herr

Abb.45: Gezeichneter Gärtner von Fra

Abb.46: Collagierte Figur von Herr

Abb.47: Collagierte Figur von Fra

Abb.48: Collagierte Figur von Fra

Abb.49: Collagierte Figur von Fra

Abb.50: Gezeichneter Gegenstände von Fra

Abb.51: Gezeichneter Gegenstand von Fra

Abb.52: Gezeichneter Gegenstand von Fra

Abb.53: „Hässliches Bild“ von Fra

Abb.54: „Hässliches Bild“ von Fra

Abb.55: „Tag und Nacht“ von Fra

Abb.56: „Tag und Nacht“ von der Sozialpädagogin der EV

Abb.57: „Tag und Nacht“ von Fra

Abb.58: „Tag und Nacht“ von Fra

Abb.59: Gezeichnete Hand von Fra

Abb.60: Gezeichnete Hand von Frau

Abb.61: Gezeichnete Hand von Frau

Abb.62: „Comicfigur“ von Frau

Abb.63: „Comicfigur“ von Frau

Abb.64: „Comicfigur“ von Frau

Abb.65: Freiformen von Frau

Abb.66: Freiformen von Frau

Abb.67: Zweites Blatt der Freiformen von Frau

Abb.68: „Collagierte Stadt“ von Herrn

Abb.69: „Collagierte Stadt“ von Frau

Abb.70: „Collagierte Stadt“ von Frau

Abb.71: „Collagierte Stadt“ von Frau

Abb.72: Gemalter Vogel von Frau

Abb.73: Gemalter Vogel von Herrn

Abb.74: Gemalte Landschaft von Herrn

Abb.75: Gemalte Landschaft von Frau

Abb.76: Gemalte Landschaft von Frau

Abb.77: Gemalte Krippe von Frau

Abb.78: Gemalte Krippe von Frau

Abb.79: Fragebogen 1.

Abb.80: Fragebogen 2. Abb.81: Fragebogen 3.

Abb.82: Fragebogen, Antworten von Frau

Abb.83: Fragebogen, Antworten von Frau

Abb.84: Fragebogen, Antworten von Frau

Abb.85: Fragebogen, Antworten von Frau

Abb.86: Filmszene aus „Ambivalenz“.

Abb.87-101: Screenshots von Onlinequellen.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Es kursieren einige Gerüchte über das Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung.1 Die Darstellung der Medien reduziert die Erkrankung oftmals auf die Selbstverletzung durch Ritzen oder bringt sie wie selbstverständlich mit Gewalttaten in Verbindung.2 Dass einige Anteile der Erkrankung jedoch in den meisten Individuen bestehen und was die gesellschaftlichen Folgen davon sind, welche Symptomatik sich daraus ergibt, weiß kaum jemand.

Die Meinung, dass ausschließlich pubertierende Heranwachsende, die schwarze Kleidung tragen, (borderline-) gestört sind, ist so weitverbreitet wie der Mythos, dass die Borderline- Störung eine Verlegenheits- oder Modediagnose ist oder sogar überhaupt nicht existiert. Dies wird mittlerweile durch über dreihundert Studien und dreitausend Berichte über Betroffene wiederlegt.3 Die Tatsache, dass einige der „Neurosen“-Fälle von Sigmund Freud um die Jahrhundertwende, heutzutage den „Borderlinern“ zugeordnet werden, belegt dies zudem.4 Die Mythen über die Borderline-Erkrankung und die Stigmatisierung der Betroffenen mit einem falschen und negativen Krankheitsbild von Seiten der Allgemeinheit kann für die Erkrankten oftmals sehr verletzend sein und den Umgang mit der Krankheit noch zusätzlich erschweren.

Durch eigene Erfahrungen mit dem Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung setze ich mich schon seit längerer Zeit mit der Thematik der BPS auseinander und war zu Beginn auch durch die gesellschaftlichen Annahmen vorgeprägt. Mittlerweile bin ich aus diversen Gründen heraus der Meinung, dass es nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Angehörigen und vielleicht für die gesamte heutige Gesellschaft enorm wichtig ist, über diese Art von Persönlichkeitsstörung, aufgeklärt zu werden, nicht nur weil 2-4 Prozent der Bevölkerung an der Borderline-Störung erkrankt ist.5

Nachfolgend werde ich wertfrei für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung den Begriff Borderliner verwenden. Zum einen der besseren Lesbarkeit wegen, zum anderen weil Betroffene selbst sich so bezeichnen. Dies soll nicht herablassend wirken oder irgendjemand beleidigen, sondern nur zur Vereinfachung der Betitelung dienen. Dafür werde ich dann auch im weiter folgenden Textverlauf die Anführungszeichen für diese Begriffe weglassen. Borderline-Persönlichkeitsstörung werde ich im Weiteren teilweise mit BPS abkürzen. Die Hauptproblematik der BPS liegt unter anderem darin, dass Borderliner ihre Impulse kaum steuern und ihre Emotionen nur schwer regulieren können.6

Diese Schwierigkeiten zeigen sich vor allem durch ambivalente, meist negative Verhaltensweisen in Beziehungen zu anderen Menschen und einem gestörten Selbstbild. Man könnte auch sagen, dass Borderliner intensiver fühlen und dadurch anders handeln als gesunde Menschen. Diese Handlungsmuster basieren sozusagen auf den Versuchen die eigenen Impulse und Gefühle zu verarbeiten, kanalisieren und zu kontrollieren. Diese Verhaltensweisen sind jedoch oftmals selbst- und fremdschädigend.

Neben den Eigenschaften, die Anderen den Umgang mit Borderline-Erkrankten erschweren, haben diese jedoch auch einiges an besonderen und guten Merkmalen anzubieten: Ideenbildung, Sprachgewandtheit, Transparenz, Humor, Sensibilität, Feingefühl, Emotionalität, Spontaneität, Beweglichkeit, Idealismus, ein Sinn für Gerechtigkeit und Kreativität sind nach dem Psychotherapeuten Joachim Gneist typisch für Menschen mit Borderline-Störung.7 Nicht nur deshalb werden sie oft als ganz besondere Persönlichkeiten wahrgenommen und geschätzt. Auf manche Menschen haben sie eine geradezu magnetische Anziehung.

Da Menschen mit BPS aufgrund ihrer Charakteristik eine ganz spezielle Wahrnehmung im Denken und Fühlen haben, vermute ich seit längerem, dass beispielsweise das intensive „Spüren“ oder die Dysregulation der Impulse auch in deren künstlerischen Ausdruck zu beobachten sein muss und dass die Betroffenen im Vergleich zu „Nicht- Borderlinern“ wahrscheinlich andere Motive zur künstlerischen Darstellung haben sowie eine eigene Symbolsprache benutzen könnten. Dieser Gedanke veranlasste mich dazu, nach Bildern von Menschen mit Borderline-Störungen zu recherchieren. Ich fand einige private Onlineplattformen, auf denen eine kleine Gruppe von Menschen mit BPS ihre Gedichte und Bilder präsentierten und Informationen über das Krankheitsbild bereitstellten. Beim näheren Betrachten der bildnerischen Werke war mir klar, dass meine Vermutung nicht ganz falsch war. Themen, die speziell die Borderline-Symptomatik betreffen, wurden bildnerisch dargestellt, Symbole, die das Innenleben der Betroffenen beschreiben, wurden zur gegenseitigen Identifizierung benutzt. Außerdem gab es eindeutige Gemeinsamkeiten in der Farbwahl.8

Auf dem Online-Videoportal youtube.com entdeckte ich eine Vielzahl von Videos, die meines Erachtens von Borderlinern erstellt wurden, auf denen sich diese mit Bildern, Texten und Musik kreativ ausdrückten. Meistens ging es dabei um die Gefühlsverarbeitung bei Trennungen oder dem Umgang mit der Borderline-Symptomatik.

Der künstlerische Ausdruck kann bei Menschen mit einer BPS eine neue, vielleicht sogar ein überlebensnotwendige Funktion bekommen, da ihnen nur wenige, (und oft nur selbstschädigende) andere Mittel zur Bearbeitung der eigenen Emotionen und Impulse zur Verfügung stehen.

Was mich allgemein wunderte war die Tatsache, dass sich Menschen mit BPS aus Eigeninitiative heraus mit einem enormen Willen (um sich beispielsweise zu erklären oder verstanden zu werden), auf künstlerische Art und Weise selbst darstellen und dies in der Allgemeinheit keinerlei Beachtung findet, was sich auch dadurch zeigt, dass es meinen Recherchen nach, keine Literatur über die „Borderline-Kunst“ gibt.

Vor zwei Jahren stieß ich schließlich doch auf eine Ausstellung mit dem Namen „tales of a borderline“, an der im österreichischen Hartheim vier Künstlerinnen mit der Diagnose Borderline-Störung, ihre Werke der Öffentlichkeit präsentierten.9 Dieses Projekt hat mich schließlich dazu inspiriert eine eigene Forschungsarbeit in diesem Bereich durchzuführen und die Frage nach der Verbindung von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und dem künstlerischen Ausdruck, neu aufzuwerfen und damit vielleicht die Basis für weitere Forschungsarbeiten in dieser Richtung zu legen.

Da im Rehabilitationszentrum Stift in Stuttgart 2010 ein dreiteiliger Borderline-Trialog stattfand, an welchem BPS-Betroffene, Angehörige und professionellen Helfern wie in einer Art Selbsthilfegruppe über mögliche Lösungen der BorderlineProblematik, diskutierten und ich heraus fand, dass es in der Einrichtung einen eigenn Bereich für Borderliner gibt, fragte ich im RRSS an, ob ich nicht eine Kreativgruppe für diese Zielgruppe gründen könne, um eine Untersuchung für meine Bachelorarbeit anzustellen. Der psychiatrische Leiter willigte ein.

In der vorliegenden Arbeit möchte ich über Fallstudien aus meinem Forschungsprojekt im Stift berichten. Anhand der bildnerischen Ergebnisse der Teilnehmer möchte ich den künstlerischen Ausdruck in Verbindung auf die BPS-Symptomatik untersuchen.

Um zu verstehen, wie und warum Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung sich künstlerisch ausdrücken und um die Frage zu beantworten, ob die Störung meiner Annahme nach einen Einfluss auf die Ausdrucksweise hat, möchte ich im folgenden Theorieteil, welchen ich in fünf Kapitel gegliedert habe, einige Informationen und Hintergründe zur BPS aufführen. Diese sollen dabei helfen, die Krankheit nachzuvollziehen. Sie sollen dabei helfen einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Betroffenen zu bekommen, was den Bezug zum kreativen Ausdruck überhaupt erst möglich macht.

Da dieser erste Teil den Forschungsteil bedingt, ist dieser genauso wichtig und wird deshalb von mir so ausführlich behandelt. Jede weitere Untersuchung in dem Bereich der „Borderline-Kunst“ würde wieder nach diesen ersten Informationen zur Diagnose verlangen. Ich werde mich in meiner Arbeit nicht auf die Bundesrepublik Deutschland beschränken, da die Forschung der BPS in der Vergangenheit vor allem im englischsprachigen Raum betrieben wurde und es bis jetzt allgemein noch wenig Literatur über das Krankheitsbild der BPS gibt.

Ich erläutere zunächst in Kapitel 2 einige Hintergründe zu Borderline-Persönlichkeitsstörung, wie die Rolle der Gesellschaft, die Geschichte, die Epidemiologie sowie dem Verlauf der Störung.

Danach gehe ich in Kapitel 3 auf die Diagnostik, Persönlichkeit und Ursachen ein. Hierzu werde ich die Definitionen nach dem DSM-IV und der ICD-102.4 erläutern. Anschließend werde ich im Abschnitt 3.2 Persönlichkeitsmerkmale und das Erscheinungsbild von Menschen mit einer BPS beschreiben. Hierzu werden Beziehungsstrukturen, Handlungsmuster und die Affektivität aufgeführt. Ferner komme ich zu den Faktoren, durch die sich eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickeln kann.

Weiter werde ich in Kapitel 4, der Therapie auf das Kommunikationsmodell SET eingehen, mit welchem die Kommunikation mit Borderline-Erkrankten vereinfacht werden kann. Anschließend werde ich in den Abschnitten 4.2 sowie 4.3 zwei Therapieformen, die nachweislich zur Verbesserung der Borderline-Symptome beitragen, beschreiben. Um auf den Forschungsteil meiner Arbeit überzuleiten werde ich im Kapitel 5 über die Kreativität in Bezug auf die BPS sprechen. Hierzu beschreibe ich zunächst, was die Störung im Allgemeinen für Bezüge zum kreativen Ausdruck besitzt, ferner werde ich in 5.2 bekannte Künstlerpersönlichkeiten benennen, die vermutlich an einer Borderline-Störung litten, um die Borderline-Eigenschaften erstmals in Bezug auf die künstlerische Ausdrucks- und Arbeitsweisen, hervorzuheben.

Im Abschnitt 5.3 komme ich schließlich auf Beispiele aus der „Borderline-Kunst“. Hierzu werde ich in den Unterpunkten 5.3.1 und 5.3.2 die Ausstellung „Tales of a borderline“ und die Onlineplattform „borderlinekunst.de“ beschreiben und jeweils drei Bildbeispiele präsentieren.

Der Methodenteil wird im Kapitel 6 aufgeführt. Auf diesem Kapitel liegt somit der Schwerpunkt meiner Arbeit, obgleich die anderen Teile wie schon beschrieben genauso wichtig zum Verständnis sind. Auch hier werde ich zunächst einige Hintergründe erläutern.

Ich werde die Einrichtung des Stifts und ihre Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen erläutern. In Unterpunkten 6.1.2 und 6.1.3 führe ich den Projektplan der Kreativgruppe auf, indem ich mein Forschungsprojekt einordne sowie die Projektziele festlege und meine Forschungsfrage stelle und die Umsetzung und den Verlauf der Gruppe in der Wirklichkeit.

Im wichtigsten Abschnitt (6.2) des Kapitels erläutere ich die Durchführung der Kreativgruppe. Dazu beschreibe ich die Teilnehmer und untersuche anhand von drei Aufgaben, die ich den Teilnehmern gestellt habe, auf mögliche Zusammenhänge zwischen dem künstlerischen Ausdruck und Borderline-Eigenschaften.

Um die möglichen Gemeinsamkeiten im Bildausdruck von Borderlinern hervorzuheben oder zu widerlegen, habe ich einer gesunden Vergleichsgruppe dieselben Aufgaben gestellt. Die Ergebnisse werden im Unterpunkt 6.2.4 präsentiert.

Im Abschnitt 6.3 fasse ich Forschungsergebnisse zusammen und überarbeite meine Zielsetzung. Im letzten, dem siebten Kapitel werde ich schließlich meine Gesamtergebnisse präsentieren, Schlussfolgerungen erstellen und einen weiteren Ausblick in Bezug auf die „Borderline- Kunst“ geben.

Da meine Arbeit sehr umfangreich ist werde ich aus strukturellen Gründen, bereits am Ende eines jeden Kapitels in einem letzten Abschnitt eine Zusammenfassung erstellen sowie die erläuterten Informationen reflektieren und verbinden.

I THEORIETEIL

2 Hintergründe

Einige wichtige Hintergrundinformationen zur Borderline-Persönlichkeitsstörung werden hier im zweiten Kapitel meiner Arbeit erläutert. Diese Angaben sollen einen ersten Überblick über die Erkrankung geben. Dabei möchte ich zunächst klären, warum die heutigen Gesellschaftsstrukturen das Borderline-Syndrom unterstützen und was es mit der Störung im Allgemeinen auf sich hat. Weiter werde ich über die Geschichte des Begriffes und der Krankheit „Borderline“ berichten. Dabei kann ich nicht auf jeden Punkt der historischen Zeittafel der BPS eingehen, da dies für meine Arbeit zu umfangreich wäre. Anschließend spreche ich über die Epidemiologie und den Verlauf der Störung. Da 8-10% aller Betroffenen Selbstmord begehen, möchte ich dieses Thema dem Verlauf noch hinzufügen.

2.1 Borderline und Gesellschaft

„Das Borderline-Syndrom stellt eine pathologische Reaktion auf die Belastungen unserer Kultur dar. Ohne äußere Quellen von Stabilität und der Bestätigung des Selbstwerts werden Borderline-Symptome wie Schwarzweißdenken, Selbstzerstörung, extreme Stimmungsschwankungen, Impulsivität, schlechte Beziehungen, ein beeinträchtigtes Identitätsgefühl und Zorn verständliche Reaktionen auf die Spannungen innerhalb unserer Kultur. Diese Merkmale, die in einem gewissen Ausmaß alle Menschen aufweisen können, werden durch die vorherrschenden sozialen Bedingungen in großem Umfang hervorgerufen, ja vielleicht sogar verursacht.“10

In Bezug auf die letzten hundert Jahre hat sich unsere Lebenswelt sehr verändert. Unter anderem wurden die Rollen von Mann und Frau neu definiert, das „Traditionelle“ , die Religion und Kirche verloren immer mehr Anhänger, die Familienstrukturen nahmen neue Formen an, impulsives Verhalten wurde stärker befürwortet, eine Wandlung in den sexuellen Moralvorstellungen der Menschen vollzog sich, die neue Mobilität wurde gefeiert, die Regelungen in Wirtschaft, im Sozialen und in der Politik lockerten sich und die Schere zwischen „Arm“ und „Reich“ klafft immer mehr auseinander. In Zeiten von Arbeitslosigkeit, berufstätigen Müttern und Alleinerziehenden, die daraus resultierende Unterbringung in Tagesstätten und Krippen, hohen Scheidungsraten und unsicherer Rente, fällt es selbst dem Normalbürger schwer, sich in Sicherheit zu wiegen. Durch das Internet werden intime, persönliche Beziehungen immer anonymisierter oder entstehen erst gar nicht.11 Diese veränderten Gesellschaftsstrukturen bieten der Krankheit mit dem Namen BorderlinePersönlichkeits-Störung einen optimalen Nährboden.

Zusammenfassend erklären die Autoren Christian Michel und Felix Novak in ihrem „kleinen Psychologischen Wörterbuch“, dass „soziokulturell orientierte Psychologen betonen, dass die Störung auftritt, wenn Werte und Normen einer Kultur sich rasch verändern oder zerfallen.“12

Ob dies jedoch die einzigen Gründe für das Auftreten einer Boderline-Störung sind, kann bezweifelt werden. Dies möchte ich im Abschnitt 3.3 durch Erläuterung von weiteren, möglichen Ursachen belegen.

Jerold Kreisman und Hal Straus betonen in ihrem zweiten gemeinsamen Buch mit BPS- Thematik „Zerrissen zwischen Extremen“ des Weiteren, dass einige Fachleute der Meinung sind, dass die Impulsivität der Borderline-Menschen in traditionelleren Gesellschaften mit mehr Struktur zwar abnimmt, jedoch Konflikte mit Ängsten dann im Vordergrund stehen.13 Demnach finden nur eine Verschiebung und eine Veränderung in der Gewichtung der Symptomatik statt.

2.2 Borderline- Persönlichkeitsstörung (BPS)

„Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung haben dieselben Gefühle wie andere und tun auch, was andere tun - oder gern tun würden. Der Unterschied ist, dass sie weit intensiver fühlen, extremer agieren und dass es ihnen schwer fällt, ihre Emotionen und ihr Verhalten zu regulieren.“14

Zusammenfassend liegt die Hauptproblematik der Menschen mit Borderline-Störung also auf der Regulation der Impulse und auf dem Umgang mit Emotionen.15 Bei Menschen mit einer BPS konnte sich das „Ich“, welches unter anderem die Impulse und Emotionen steuert, aufgrund verschiedener Faktoren nicht richtig entwickeln.16 Wie auch später im Kapitel 3.2 erläutert wird, werten Borderline Betroffene, so wie Kinder meist zwischen dem ersten und dem dritten Lebensjahr, die Welt und die Menschen mit denen sie in Beziehung stehen als „gut“ oder „böse“.17

Borderliner besitzen demnach eine „Identitäts-Schwäche“ und fühlen sich ununterbrochen von äußeren Einflüssen und Menschen bedroht, da sie keine klare Abgrenzung zwischen dem eigenen „Ich“ und dem Gegenüber vornehmen können.18

Die Persönlichkeitsstörung Borderline19 ist eine psychische Erkrankung, welche unter anderem in dem Kapitel der „Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen“ in der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) aufgeführt ist. Seit 1991 ist die BPS dort der „emotional instabilen Persönlichkeitsstörung“ untergeordnet, womit bereits das Kernelement der Erkrankung beschrieben wird.

Bei Kritik und Anzeichen des „Verlassenwerdens“ kann es laut der Psychoanalytikerin und Soziologin Christa Rohde Dachser, bei den Betroffenen zu Ausbrüchen von Gewalttätigkeit und bedrohlichem Verhalten kommen.20 Menschen mit einem Borderline-Syndrom haben daher große Schwierigkeiten beim Umgang mit Ängsten und Frustrationen.21 Selbst- und fremdschädigende Verhaltensweisen dienen oftmals zur Kanalisierung der Gefühle. Auch aus diesen Gründen heraus erzeugt die Störung für Menschen, die mit Borderline-Erkrankten interagieren einen enormen Leidensdruck.

Nach dem Psychotherapeut Paul T. Mason und der Schriftstellerin und Angehörigen eines Borderliners Randi Kreger, die im Jahr 1998 die 1.Auflage eines Ratgebers für Angehörige von Menschen mit einer BPS herausbrachten, ist es sehr wichtig, dass man sich bewusst macht, dass der Mensch und die Störung nicht ein und dasselbe sind, sondern dass beides getrennt behandelt werden muss.22

2.3 Geschichte

Die Historie des Syndroms ist dem Psychotherapeuten Birger Dulz und seiner Kollegin Angel Schneider nach sehr komplex und kann keineswegs nur auf die beiden letzten Jahrzehnte beschränkt werden. Ihrer Meinung nach ist die Störung entgegen der weit verbreiteten Meinung kein modernes Phänomen.23

Die Autoren Kreisman und Straus weisen in ihrem Buch „Ich hasse Dich- verlass mich nicht. Die schwarz-weiße Welt der Borderline-Persönlichkeit“ darauf hin, dass obwohl einige, oftmals negativbesetzte, Gerüchte über dieses Krankheitsbild kursieren, die wenigsten Menschen diese beschreiben, geschweige denn definieren können.24

Aus dem Englischen übersetzt bedeutet „Borderline“ als Substantiv verwendet, „Grenzzustand“ oder „Grenzfall“.25 Der Begriff verweist somit nach den Autoren LeithnerDziubus, Schuster und Springer-Kremser „auf Grenzen zwischen Selbst und Objekt; zwischen männlich und weiblich; zwischen Sexualität und Aggression etc.“26

Der Ausdruck etablierte sich, da Ärzte, Therapeuten und Wissenschaftler die Erkrankung weder den Psychosen noch den Neurosen zuordnen konnten, da sie sich irgendwo dazwischen, somit „auf der Grenze“ bewegt.27

Die Begriffsgeschichte beginnt bereits im Jahr 1884. Erstmals verwendete der englische Psychiater Hughes den Ausdruck „Borderland“. Die Bezeichnung ist somit älter, als der Begriff der Schizophrenie, welcher erst im Jahr 1907 in einem Vortrag von dem Schweizer Psychiater Eugen Bleuer etabliert wurde.28

1906 beschrieb Arzt Paul Schilder den Bereich der Borderline-Störung bereits als ein „Grenzgebiet zwischen affektiven Psychosen im weitesten Sinn und den Neurosen“.29 Um die Gruppe von Patienten zu beschreiben, die wie schon oben aufgeführt, nicht in die der „Neurosen“ und in die der „Psychosen“ passte, manifestierte Adolph Stern den Begriff „Borderline“ 1938 mit seinem Bericht über die Diagnostik und Therapie der „BorderlineGruppe der Neurosen“ in der Fachwelt.30 31

Dennoch dauerte es noch beinahe ein weiteres Jahrhundert, bis der Krankheit die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die ersten Arbeiten von Kernberg, die sich mit diesem psychiatrischen Themenfeld intensiv beschäftigten, erschienen 1967.32 Erst als dessen Standardwerk „Borderline-Störungen und pathologischer Narzissmus“ 1975 in den USA veröffentlicht wurde, schenkte die Psychologie dieser Form der psychischen Er- krankung, Beachtung.

Drei Jahre später veröffentlichten Gunderson und Kolb das „Diagnostische Interview für das Borderline-syndrom“. Dieses bildet seither die Basis für die Diagnostizierung von Menschen mit BPS und wird als Standardverfahren im wissenschaftlichen Bereich eingesetzt.33 In dem Interview werden die Gebiete der impulsiven Handlungsmuster, der Affektivität, der sozialen Anpassung, der Psychose und der interpersonalen Beziehungen, abgesteckt.34 Somit wurde der Ausdruck „Borderline“ nicht länger nur beschrieben, sondern der Zustand, welcher den Begriff beschreibt, auch endlich definiert.35 Dadurch war die BPS nicht mehr länger eine Restkategorie für schwierig einzuordnende Patienten36, sondern konnte zumindest klar zuge- ordnet werden.

Die empirische Schule, welche von John Gunderson angeführt wurde, entwickelte schließlich eine strukturierte Definition, die stärker an die Verhaltensforschung angelehnt war, deren Kriterien deshalb beobachtend und für die Forschung leichter zugänglich war. Im Jahr 1980 wurde diese Definition der Borderline-Persönlichkeitsstörung schließlich in das DSM III (Diagnostic and Statistical Manual)37 aufgenommen, da sie weitgehend akzeptiert wurde.38

7 Jahre später wurden die Kriterien der Diagnose im DSM-III-R überarbeitet und erweitert.39 Erst 1992 wurde die BPS auch von der im deutschsprachigen Raum häufiger genutzte Internationale Klassifikation Psychischer Krankheiten (ICD) aufgenommen.40

2.4 Epidemiologie

Aufzeichnungen darüber, wie häufig eine Borderline-Persönlichkeitsstörung in einer Bevölkerung auftritt, machten Zimmermann und Coryell im Jahr 1989 und ein Jahr später Swartz und Blazer, welche 4000 Personen auf die Borderline-Persönlichkeitsstörung nach dem DIB (Diagnostisches Interview für das Borderline-Syndrom) untersuchten. Die Ergebnisse beider Untersuchungen zur Prävalenz41 zeigten, dass von 100 Personen, zwischen 1,5 und 2 Menschen die Kriterien dieser Persönlichkeitsstörung erfüllten.

Nach Kreisman und Straus, wird die Verbreitung der BPS in der Gesamtbevölkerung bereits auf 2-4 Prozent geschätzt. Die Störung tritt daher nicht nur in westlichen Kulturen in Erscheinung.42 Obgleich es sehr schwierig ist, genaue Statistiken darüber anzulegen wie hoch die Anzahl der Menschen mit einer BPS ist, sind sich Ärzte und Psychologen darüber einig, dass die Zahl an Betroffenen steigt.43 Allerdings gibt es auch die Meinung, dass nur durch die neue Bewusstheit der Erkrankung, so viele Diagnosen erteilt werden und sich die Zahl der Betroffenen eigentlich nie verändert.44

Die Autoren Kreisman und Straus beschreiben, dass 15 bis 25 Prozent der Patienten, die sich in psychiatrische Behandlung begeben, unter einer emotional instabilen Persönlichkeit leiden. Demnach ist die BPS die Persönlichkeitsstörung, die am häufigsten auftritt.45

Allgemein wird angenommen, dass Frauen leichter an der BPS erkranken, was großangelegte Studien bereits belegen. Laut dem DSM-IV sind etwa 75% der diagnostizierten Patienten Frauen. Die Anzahl der Diagnosen bei ihnen ist demnach dreimal höher, als die bei Män- nern.46 Die Gründe dafür sind jedoch umstritten. Eine These besagt, dass die Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs, welcher vermutlich ein Faktor bei der Erkrankung am Borderline- Syndrom ist, sich nach Häufigkeit bei den Geschlechtern unterscheidet und demnach die Zahl der weiblichen Opfer höher ist. Dass sich Frauen häufiger um therapeutische Hilfe be- mühen, könnte ein weiterer Grund am aufgeführten Ungleichgewicht sein.47

In der Studie von Swartz und Blazer wurden die Personen, welche die Kriterien für eine BPS erfüllten, noch in einigen weiteren Bereichen mit der Restbevölkerung verglichen. Demnach haben die Betroffenen in der Vergangenheit um die achtzehn Mal mehr einen stationär-psychiatrischen Aufenthalt genossen; würden es häufiger vorziehen in der Stadt als auf dem Land zu leben; hätten obgleich sie denselben schulischen Bildungsweg genossen haben; einen nicht so hohen sozioökonomischen Status; wären nicht so häufig verheiratet und dennoch häufiger geschieden oder getrennt lebend; hätten 7,5% mal mehr eine körperliche Behinderung; 10% mehr Probleme am Arbeitsplatz; circa 40% mehr Alkoholprobleme; mehr Schwierigkeiten im Umgang mit Betäubungsmitteln und um die 25% mehr Konflikte in ihrer Sexualität, als die nicht betroffene Vergleichsgruppe.48

Schwere Fälle in Bezug auf die Intensität der Borderline-Symptomatik findet man laut einer Untersuchung oftmals unter Studenten, Arbeitslosen, getrennt lebenden (aber nicht geschiedenen) Personen, Atheisten, Menschen mit krimineller Vorgeschichte und Personen, die Mutter oder Vater durch Tod oder Scheidung entbehren müssen. Die Hautfarbe der Betroffenen würden die Übereinstimmungen nicht beeinflussen. Das Niveau der Bildung sei nicht ausschlaggebend.49

2.5 Verlauf

Den Autoren Kreisman und Straus zufolge „kann eine Unterbrechung des normalen kindlichen Wachstums vor allem in der entscheidenden Annäherungsphase (zwischen dem 16. Und dem 25. Lebensmonat) die Entwicklung einer gefestigten, eigenständigen Identität verhindern, deren Fehlen eines der ausgeprägtesten Symptome der BorderlinePersönlichkeitsstörung darstellt.“50

Die Störung wird daher auch als „Frühstörung“ oder „frühe“ Störung bezeichnet, was bedeutet, dass in der frühen Entwicklung der Persönlichkeit Störungen auftreten,51 die vermutlich auf Konflikte mit den nahen Bezugspersonen zurückzuführen sind.52

Wie eine Art Virus bricht die BPS, die sich im frühen Kindesalter entwickelt hat, aber erst am Ende des Jugendalters und dem Beginn des 30. Lebensjahrs aus.

Übermäßige Wut und Schwierigkeiten bei Trennungen können bei Kindern jedoch schon als Anzeichen der Störung gedeutet werden. In dem Borderline-Ratgeber von Mason und Kreger sind einige Ärzte auch der Meinung, dass die Probleme im Gefühl und Verhalten schon sehr früh ausgeprägt sind. Andere sind der Überzeugung, dass ein Kind trotz vorhandenen Merkmalen noch nicht an der BPS leiden kann, da sich die Persönlichkeit immer noch in eine andere Richtung entwickeln kann. Gemäß dem DSM-IV können Heranwachsende, die das 18.Lebensjahr noch nicht erreicht haben, eine BPS-Diagnose erhalten, in dem Fall, dass diese die Kriterien bereits länger als ein Jahr erfüllen und das Verhalten nicht durch ein anderes Krankheitsbild oder eine schwierige Phase der Entwicklung erklärt werden kann.53

Symptome der Borderline-Erkrankung wie Impulsivität, Schwierigkeiten in Beziehungen und Schwankungen in der Stimmung begleiten die meisten Menschen in ihrem Jugendalter, welches, unter anderem durch die Bildung einer eigenen Persönlichkeit, eine gefühlsintensive Zeit darstellt. Teenager mit BPS können im Vergleich zu einem normalen und lebhaften Heranwachsenden diese starken Gefühle kaum verarbeiten oder kanalisieren und greifen zu selbstschädigendem Verhalten oder konsumieren beispielsweise exzessiv Betäubungsmittel.54 Wenn die Jugendzeit endet behält der Borderliner die Symptome dieses Lebensabschnittes, während sich gesunde Gleichaltrige über diese weitgehend hinwegsetzen, ihr Leben so akzeptieren wie es ist und ein stabiles Selbstbild entwickelt haben. Sie sind sich ihrer Vorlieben und Abneigungen, Vorstellungen von Werten, Religion, ihren Zielen und ihren beruflichen Vorlieben bewusst.55

Die an der BPS-Erkrankten gewinnen erst in deren dritten und vierten Lebensjahrzehnten an mehr emotionaler Sicherheit. Die Symptomatik, mit deren Hilfe die Betroffenen ihre Gefühle regulieren, kann demnach zurückgehen und stört den Alltag der Erkrankten nicht mehr allzu sehr. Manchmal gehen die Merkmale dieser Persönlichkeitsstörung so sehr zurück, dass eine Diagnose der BPS nicht mehr zutrifft. Bei Anderen besteht die Störung weiter, jedoch in weit abgeschwächter Form.56

In ihrem ersten Buch „Ich hasse Dich-verlass mich nicht“ beschreiben Kreisman und Straus bereits, dass die Verhaltensweisen von Menschen mit einer BPS mit dem Älterwerden für sie selbst und ihr Umfeld erträglicher werden. Impulsives Verhalten, Stimmungsschwankungen und selbstzerstörendes Handeln würden an Dramatik und Intensivität abnehmen.57 Dass beispielsweise die Impulsivität eines Menschen mit dem Älterwerden nach weit verbreiteten Annahmen generell auch beim gesunden Individuum abnimmt, unterstützt diese Annahme. Nach dem DSM-IV wählen circa 8-10% der Borderline-Menschen den Freitod. Die Todesfälle, welche beispielsweise durch riskantes Autofahren oder eine Überdosis an Drogen oder Medikamente herbei geführt werden, sind in dieser Statistik noch nicht enthalten.

Ein Zitat, welches Mason und Kreger in ihrem Buch für Angehörige von BPS-Erkrankten verwenden ist von M. Linehan und lautet:

„Der Suizid ist das letzte Mittel, um den eigenen Gemütszustand zu verändern … Auch andere, weniger letale (potentiell tödliche) Verhaltensweisen können dabei recht effektiv sein. […]“58

Ein weiterer Grund für das suizidale Verhalten sowie suizidale Androhungen bei Borderlinern ist die Aufforderung an deren Umfeld, Hilfe bei der Linderung des emotionalen Schmerzes zu bekommen.59

Bei mehr als 30% der Selbstmörder zwischen 15 und 29 Jahren wurde die Diagnose Borderline-Persönlichkeitsstörung gestellt. Mehr als zwei Drittel aller Menschen mit BPS haben Selbstmordversuche unternommen oder sich selbst Verletzungen zugefügt. Unter den Menschen, die an einer anderen Persönlichkeitsstörung leiden, können vergleichsweise nur 17,5% der Betroffenen von solchen Erfahrungen berichten. Einige Faktoren wie zum Beispiel frühere Selbstmordversuche (selbst wenn diese nach eigenen Angaben nicht ernst gemeint waren), einstige Klinikaufenthalte, Depressionen, Alkohol- und Substanzmittelmissbrauch, finanzielle Probleme höhere Schulbildung erhöhen das Selbstmordrisiko bei Menschen mit einer BPS.60 Die Merkmale Stimmungsschwankungen und Impulsivität sind dabei nach Kreisman und Straus die bedeutendsten Merkmale.61

2.6 Kapitelzusammenfassung

In diesem zweiten Kapitel habe ich zunächst die Zusammenhänge der BPS und der Gesellschaft erläutert, die Boderline-Persönlichkeitsstörung im Allgemeinen erklärt um daraufhin die Begriffsgeschichte und die Geschichte des Borderline-Zustands sowie die Epidemiologie der Störung aufzuführen. Daraufhin habe ich den Verlauf der Erkrankung beschrieben.

Die Aufklärung des Krankheitsbildes der Borderline-Persönlichkeitsstörung ist aus meiner Sichtweise heraus, nicht nur für das Individuum, sondern auch für die Allgemeinheit sehr wichtig.

Wie oben bereits aufgeführt, gibt es immer mehr Menschen, die Probleme damit haben, ihre Gefühle zu verarbeiten und ihre Impulse zu steuern oder zu kontrollieren. Diese Tatsache könnte zu einem enormen Chaos in allen möglichen Beziehungsformen und in einigen Fällen auch zu einer erhöhten Kriminalitätsbereitschaft führen.

Die Bewusstmachung über die Erkrankung, könnte dazu beitragen ihr entgegenzuwirken.

Wie oben aufgeführt, fördert die heutige Zeit die Borderline-Charakteristik zunehmend. Was diese Entwicklung für Konsequenzen in sich trägt, ist den meisten Menschen nicht bewusst. Anzunehmen wäre, dass nicht nur einzelne Menschen, sondern eine gesamte Bevölkerung, zumindest teilweise, an einer BPS erkrankt ist. Destruktive Verhaltensweisen können daher nicht mehr nur durch Individuen, sondern kollektiv, in Erscheinung treten. Die Diagnose tritt wie beschrieben nicht nur in westlichen Ländern auf, sondern auch überall wo beispielsweise Traumata erlebt werden, Strukturlosigkeit und allgemeine Unsicherheit in Familien oder der Gesellschaft vorherrscht. Jedoch gibt es auch genetische und neurobiologische Faktoren, die eine Erkrankung hervorrufen können und ein Gesellschaftswandel oder Missbrauch müssen nicht immer die Wurzel der Erkrankung sein. Obwohl die Borderline-Persönlichkeit der Psychologie schon seit einigen Jahrzenten bekannt ist, erhielt sie erst in den letzten Jahren Aufmerksamkeit und eine mehr oder weniger zulängliche Definition.

Der Geschichte nach gab es schon vor über 100 Jahren Erfahrungsberichte von Ärzten, welche Patienten mit einer Borderline-Symptomatik aufführten. Die Fälle konnten jedoch erst kürzlich der BPS zugeordnet werden.

Auch aus der Tatsache heraus, dass die „Psychologie“ an sich erst seit 1879 als ein selbstständiger, wissenschaftlicher Bereich anerkannt wurde,62 ergibt sich die Frage, ob es diese Krankheit nicht schon immer gegeben hat und nur niemand dazu in der Lage war, sie als solche zu erkennen.

Meiner persönlichen Meinung nach, ist es dringend notwendig, dass eine Krankheit, an der zwischen 2 und 4% Menschen einer Bevölkerung erkrankt sind und die Tendenz dazu steigend ist, gründlich erforscht wird, unabhängig davon, ob diese sich im Verlauf des zunehmenden Alters verbessert.

Die Frage, warum mehr Frauen als Männer eine Borderline-Diagnose bekommen und was die Unterschiede in der Diagnostik aufgrund der genderspezifischen Merkmale sind, sollte letztendlich auch noch weiter in den Fokus der wissenschaftlichen Beobachtungen rücken. Wenn sich auch mehr erkrankte Männer der Störung bewusst werden, kann eine eventuelle Prävention diese davor schützen, kriminell zu werden oder sonstige Gewalt auszuüben. Um noch einmal auf die in 2.2 beschriebenen „Identitäts-Schwächen“ einzugehen, bin ich der Überzeugung, dass eine Konsequenz davon, dass Borderliner sich „Allein“ als „Nichts“ fühlen in der Gemeinschaft vom anderen verschlungen werden. Dadurch kann ein Beziehungskonflikt, sowohl im „Innen“ als auch im „Außen“ und genauer betrachtet - ein Kampf ums Überleben beginnen und stattfinden. Die Erkrankten besitzen keine Möglichkeit sich abzugrenzen, da der eigene „Ich“-Bezug fehlt. Durch die Intensität der Emotionen, fühlen sich viele Menschen mit einer BPS vermutlich von ihren starken Gefühlen fremdbestimmt. Der Verstand ist demnach der Verlierer. Wie Wolf und Mensch streiten sich „Bauch und Kopf“ innerhalb eines Wesens um ihre Daseinsberechtigung. Der Borderline-Mensch handelt demnach so unbewusst, instinktiv und willkürlich wie ein Kind oder vielleicht sogar ein Tier. Was dieser These zugrunde legt, nämlich dass die Betroffenen extremer fühlen und handeln als Menschen ohne eine Borderline-Störung, kann nachvollzogen werden.

Da jedoch jeder zehnte Borderliner Suizid begeht, ist es wichtig, dass Betroffene, Ärzte und Angehörige die Krankheit erkennen und Maßnahmen ergreifen, um sich selbst, den Borderline-Erkrankten und manchmal auch sich selbst zu schützen.

3 Diagnostik, Persönlichkeit und Ursachen

„Typisch für Borderline-Menschen ist ein unterschiedliches Mischungsverhältnis liebenswerter und erschreckender Seiten, kreativer und (selbst-)zerstörerischer Tendenzen.“63

Im nachfolgenden Kapitel möchte ich Diagnostik, Symptome und Ursachen der BPS erläutern, da sich nur durch ein eingehendes Verständnis der Erkrankung meine Ergebnisse des Forschungskapitels erschließen.

In den letzten 50 Jahren gab es unterschiedliche Ansätze, um ein allgemein gültiges und anerkanntes Klassifizierungsmodell für die Diagnose der Borderline-Persönlichkeitsstörung (künftig auch BPS genannt) zu entwickeln. Seit 1980 haben sich zwei international anerkannte Klassifikationssysteme durchgesetzt, welche ich im Folgenden beschreiben werde. Um das Denken, die Gefühle und das Handeln näher zu verdeutlichen, beschreibe ich danach einige Erscheinungsbilder sowie Persönlichkeitseigenschaften und die Denkstruktur der Borderliner. Hierzu gehe ich auf einige Merkmale der BPS ein, die im DSM-IV und der ICT-10 nicht aufgeführt werden. Danach werde ich einige Kriterien, die in den Klassifizierungssystemen aufgeführt sind, nochmals auflisten, erweitern und begründen.

Das gesamte Spektrum der Symptome und Verhaltensweisen einer BPS aufzulisten, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, weswegen ich nur einen ungefähren Überblick über die Eigenschaften einer BPS geben kann.

Dennoch finde ich es sehr wichtig eine möglichst umfassende Beschreibung der Persönlichkeitsstruktur von Menschen mit BPS abzuliefern, um später eine gründliche Untersuchung der Verbindung von Symptomen und dem künstlerischen Ausdruck vorzunehmen.

Dem folgend möchte ich noch auf mögliche Ursachen bei der Entwicklung der BPS eingehen, um verständlich zu machen wie eine BPS entstehen kann. Leider muss ich auch hierbei einige Theorien, Modelle und Möglichkeiten außer Acht lassen und kann mich nur auf die für meine Arbeit relevanten stützen. Durch umfangreiche Studien konnten bei Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung auch einige neurobiologische Merkmale nachgewiesen werden. Die Existenz der BPS wird von einigen Wissenschaftlern durch diese Erkenntnisse, weniger angezweifelt.

Einige Ansichten der Neurobiologie sollen den Ursachen folgend, beschrieben werden. Um den künstlerischen Ausdruck von Menschen mit einer BPS in Bezug auf die Krankheit zu analysieren, ist es wichtig über die Ursachen informiert zu sein, um mitunter Hinweise auf die (Bild-)Symbolik leichter entschlüsseln zu können und mögliche Themen, mit denen sich Borderliner eventuell künstlerisch auseinander setzen, nachzuvollziehen.

3.1 Definitionen nach DSM-IV und ICD-102.4

Die Erstellung einer Diagnose der BPS ist trotz der entwickelten Einteilungssysteme der Borderline-Attribute sehr verwirrend und schwierig. Meinungen von Experten über die Kriterien als auch die Ursachen liegen oftmals weit auseinander.

Da viele Symptome der BPS auch bei anderen psychischen Erkrankungen auftreten und die Störung häufig mit weiteren Krankheitsbildern wie beispielsweise:

anderen Persönlichkeitsstörungen;

- AD(H)S;
- Schizophrenie; Phobien;
- Essstörungen;
- psychosomatischen Symptomen;
- der bipolaren Störung;
- dem posttraumatischen Belastungssyndrom;
- Suchterkrankungen und Depressionen

in Erscheinung tritt (Komorbidität),64 ist eine Diagnose nicht einfach zu stellen.65

Die Kriterien der Borderline-Persönlichkeitsstörung in der 3. Auflage des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen, welche im Jahr 1980 erschien, fundierten weitgehend auf der Arbeit von Gunderson und Kolb, welche 1978, wie schon oben bei der Geschichte der BPS aufgeführt wird, das „Diagnostische Interview für das Borderline- syndrom“ (DIB) publizierten als auch auf dem bereits schon erwähnten 1975 veröffentlichten Standartwerk „Borderline-Störungen und pathologischer Narzißmus“ von Kernberg66, indem er die systematischen Ergebnisse von psychoanalytischen Beobachtungen an Borderline- Patienten auswertete67 sowie den Untersuchungen von Spitzer und Endicott von 1979, bei denen fünf von ihren acht aufgeführten Eigenschaften zur Erstellung einer Diagnose vorhan- den sein mussten68. Sie waren der Meinung, dass die Kategorisierung der BPS in der Litera- tur zu allgemein behandelt wurde.69 Nach Spitzer und Endicoot lag auch das Hauptaugen- merk bei der Diagnoseerstellung auf der affektiven Instabilität, den Problemen in den zwi- schenmenschlichen Beziehungen sowie den impulsiven Ausbrüchen der Betroffenen.70

In den weiteren Ausgaben des DSM wurden die Kriterien übernommen, jedoch teilweise anders, beziehungsweise neu gewichtet und geringfügig verändert.71 Im jüngsten DSM-IV-TR bestand jedoch die größte Veränderung im Hinzufügen des neunten Merkmals, welches auf gelegentliche, vorübergehende, psychotische Schübe hinweist.72

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung wird im DSM-IV von 1994 als ein „tief greifendes Mus- ter von Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, im Selbstbild und in den Affekten sowie von deutlicher Impulsivität“73 beschrieben. Der Beginn der Störung sei im frühen Er- wachsenenalter. Die BPS zeige sich laut der Beschreibung des „Diagnostischen und Statisti- schen Manual Psychischer Störungen“ in verschiedenen Bereichen des Lebens. Um die Störung bei einem Menschen bestimmen zu können, sollten fünf von neun Kriterien erfüllt werden.74

Die Merkmale sind:

„1. Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden […];
2. Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist;
3. Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung;
4. Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen (Geldaus- geben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, «Fressanfälle») […];
5. Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten;
6. Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z.B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstim- mungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern);
7. Chronische Gefühle von Leere;
8. Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z.B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinanderset- zungen);
9. Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome (DSM-IV, S.739).“75

Die Autoren Kreisman und Straus weisen darauf hin, dass diese Kriterien auf den ersten Blick nur wenig zusammengehörig erscheinen, man sich aber bei näherer Betrachtung darüber bewusst wird, dass die Symptome sich in einer Art Wechselbeziehung befinden.76

Die Internationale Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) von 1991, welches ein wei- teres Diagnoseschema der BPS darstellt und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben wird, beschreibt unter dem Übergriff „emotional instabile Persönlichkeitsstörung“, mit dem Diagnoseschlüssel F.60.3, „die emotional instabile Persönlichkeitsstörung, des Borderline-Typus“ (F60.31) wie folgt:77

„Einige Kennzeichen emotionaler Instabilität sind vorhanden, zusätzlich sind oft das eigene Selbstbild, Ziele und «innere Präferenzen» (einschließlich der sexuellen) unklar und gestört. Meist besteht ein chronisches Gefühl innerer Leere. Die Neigung zu intensivieren, aber un- beständigen Beziehungen kann zu wiederholten emotionalen Krisen führen mit übermäßi- gen Anstrengungen, nicht verlassen zu werden und mit Suiziddrohungen oder selbstschädi- genden Handlungen (diese können auch ohne deutliche Auslöser vorkommen).“78

Die Autorin Christa Rohde-Dachser stellt in ihrem Werk „Das Borderline-Syndrom“ von 2004 in der Klassifizierung des DSM-IV und die ICD-10 einen bedeutenden Unterschied fest. Das im DSM-IV an erster Stelle liegende Kriterium, das Verlassenwerden sowie das Alleinsein zu vermeiden79, wird im ICD-10 überhaupt nicht aufgeführt. Dort werden hauptsächlich die Unsicherheit in der eigenen Identität, Drohungen von Suizid, selbstschädigendes Verhalten, die Impulsivität und die Sensibilität für Kritik hervorgehoben.80

Die Diagnose der Borderline-Persönlichkeitsstörung bleibt demnach einerseits durch die fehlende Übereinstimmung der Klassifizierungsmerkmale und andererseits durch die neben der BPS bestehenden und verwandten Krankheitsbilder eine schwierige Angelegenheit.

Die Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), das Posttraumatische Belastungssyndrom, die bipolare und die depressive Störung, eine Psychose oder Schizophrenie sowie weitere Persönlichkeitsstörungen haben teilweise gemeinsame Symptome wie die BPS und können bei der Diagnose mit ihr verwechselt werden. Zudem kann es durchaus sein, dass ein Patient nicht nur an der BPS, sondern auch wirklich an einer der genannten Störungen erkrankt ist.

Deshalb müssen die Symptome sehr sorgfältig betrachtet und analysiert werden.

Obwohl die Borderline-Störung so häufig auftritt, werden weniger als 50% der Betroffenen, die einen Allgemeinarzt aufsuchen, richtig diagnostiziert.81

Als nächstes werde ich auf einige Persönlichkeitsmerkmale und weitere Symptome der BPS eingehen sowie das Erscheinungsbild von Menschen mit einer BorderlinePersönlichkeitsstörung beschreiben.

3.2 Persönlichkeit und Erscheinungsbild

Weitere Faktoren der BPS, welche zwar nicht in die Klassifikation der DSM-IV oder der ICD- 10 aufgeführt sind, jedoch von einigen Wissenschaftlern als typisch für die Störung bezeichnet werden, sind unter anderem, dass die Menschen, die an einer BPS leiden, keinerlei Grenzen besitzen, Probleme mit der Selbstkontrolle haben und die fehlende Objektkonstanz, was bedeutet, dass der Borderliner sich schwer damit tut, sich die Präsenz eines geliebten Menschen vorzustellen, wenn dieser nicht physisch anwesend ist. 82 Dies hat wahrscheinlich den Grund, dass der Erkrankte sich oftmals auch selbst nicht oder nur kaum wahrnimmt, da sich das eigene „Ich“83 84 in der Kindheit aus verschiedenen Gründen nicht richtig entwickeln konnte. Menschen mit einer BPS besitzen somit „Ich-Schwächen“ da sie kein ausgereiftes „Ich“ besitzen.85

Die Borderline-Störung wird auch als „Identitätsstörung“ bezeichnet, da eine weitere Schwäche des „Ichs“ darin besteht, dass nur das was in der Gegenwart passiert, für den Borderline-Erkrankten eine Rolle spielt. Auf Leistungen und Fehler in der Vergangenheit kann er sich nicht mehr berufen, da sie ihm nicht mehr bewusst sind.86

Bezogen auf das eigene „Selbstbild“ fallen der Mangel an Selbstliebe, die Unsicherheit in der Geschlechtsrolle, die Suche nach Bestätigung durch Einfordern von ständigen Liebesbeweisen, die Probleme langfristige Ziele zu erreichen, aber auch die Spontaneität, Beweglichkeit und der Idealismus als typisch für BPS.87

Die erstaunliche zwischenmenschliche Sensibilität, die Menschen mit BPS nachgesagt wird von Psychologen auch schon mal als „hellseherisch“ bezeichnet wird, hat sich vermutlich in der Kindheit als eine Art Überlebensstrategie ausgebildet.88 Falsches Lob wird durch diese Fähigkeit schnell entlarvt.89

Der Psychiater und Psychotherapeut Joachim Gneist beschreibt unter dem Begriff „Erscheinungsbild“ in seinem Buch „Wenn Haß und Liebe sich umarmen. Das Borderline- Syndrom“90 sehr anschaulich vier Bereiche der Außenwirkung eines Betroffenen. Diese möchte ich im Folgenden, auf drei Unterpunkte verteilt, aufführen, da ich sie für das Verständnis einer BPS für sehr relevant halte. Abwechselnd zu Gneists Einteilung, werde ich die Persönlichkeitsmerkmale der Borderline-Störung anhand von weiteren Autoren, noch tiefer beschreiben.

3.2.1 Beziehungsstrukturen von Menschen mit BPS

In dem ersten Bereich „Beziehung“ erklärt Gneist, dass Menschen mit einer BPS, wie auch schon im DSM beschrieben, intensive, jedoch instabile Beziehungen haben, zu Menschen wie letztendlich auch zur gesamten Realität. Er benennt die Angst vorm Allein- und vorm Zusammensein, den Wechsel zwischen totaler Entwertung und Idealisierung gegenüber sich selbst und dem Gegenüber, den Mangel an Vertrauen und Selbstvertrauen, die starke Sehnsucht geliebt zu werden und die andauernden und teilweise krampfhaften Anstrengungen, durch eine Partnerschaft erfüllt zu werden.91

Mason und Kreger vergleichen den Schmerz, den Individuen mit einer Boderline-Erkrankung, beispielsweise bei einer Trennung von einem geliebten Menschen verspüren, beispielsweise mit dem Verlust eines Beines oder Armes, manchmal sogar mit dem Tod. Deshalb reagieren die Betroffenen sehr sensibel gegenüber etwaigen Anzeichen, vielleicht nicht mehr geliebt zu werden. Wenn der Erkrankte der Meinung ist, dass solch ein Liebesentzug und Vertrauensbruch stattfindet, wird er panisch. Tränen, Vorwürfe, Rachepläne und Wut sind die Folge.92

Menschen mit BPS haben mit der Nähe und der Distanz zu anderen Personen große Schwierigkeiten, da sie sich von seinem Gegenüber kaum abgrenzen können, diesen einerseits als nah und andererseits als bedrohlich, erleben. Der BPS-Erkrankte nimmt sich aufgrund der eigenen, fehlenden Identität im Endeffekt selbst als die geliebte Person war, bekämpft den Interagierenden und sich selbst in ihr, wenn ein Verlassenwerden droht.93 Er besitzt keine „Ich-Grenzen“, verschmilzt mit dem anderen Menschen und trägt somit einen ständig anhaltenden, innerlichen Kampf in sich aus.94

Das Phänomen der Entwertung und Idealisierung wird in der Psychologie auch als „Spaltung“ bezeichnet. Borderliner nehmen Menschen mit denen sie interagieren oftmals als „gut“ oder „böse“, „schwarz oder weiß“ war. Wenn das Gegenüber die Erwartungen des Erkrankten erfüllt, wird dieser als „Retter“ wahrgenommen. Bei Enttäuschung wird aus dem „Held“ jedoch schnell der „Bösewicht“.95 Diese Einteilung können Menschen mit einer BPS anhand der jüngsten Interaktion mit der jeweiligen Person vornehmen.96

Kreisman und Straus beschreiben „diese Wahrnehmungsextreme wie Murmeln, die auf einer ständig hin-und her-schaukelnden Tischplatte, die von der einen zur anderen Seite rollen, ohne jemals zur Ruhe und in der Mitte ins Gleichgewicht zu kommen.“97

Die Beziehung wird nicht als ein Ganzes wahr genommen, was vor dem Zeitpunkt des Kontaktes war, spielt keine Rolle mehr.98

Menschen mit BPS verhalten sich sozusagen wie emotionale Kinder in den ersten drei Lebensjahren, welche aufgrund ihrer Abhängigkeit gegenüber der Bezugsperson, inkonsequentes oder zweideutiges Verhalten nicht ertragen können.

Der eine emotionale Zustand bleibt dem Erkrankten vollkommen verschlossen, solange der andere gerade präsent ist. Wenn alle Bedürfnisse befriedigt sind, ist „alles gut“, wenn nicht „alles schlecht und böse“.99 Während das Kind die Weiterentwicklung, die Integration gegensätzlicher Gefühle, schließlich erlernt, hat der Mensch mit einer BPS, auch als Erwachsener weiterhin Angst davor, ambivalente Gefühle miteinander verbinden zu müssen. Er verharrt quasi sein Leben lang in der Entwicklungsphase des hilflosen Kindes und hält sein System ohne Grautöne und eindeutige Definitionen für überlebensnotwendig.100

Menschen ohne BPS können dagegen zwei ambivalente Gefühlszustände gleichzeitig begreifen und aushalten. Das Schwarzweißdenken der Borderline-Betroffenen überträgt sich auch außerhalb von Beziehungen auf andere Bereiche des Lebens.101 Die BPS-Erkrankten gehen mit sich selbst wie auch mit Anderen ausgesprochen kritisch ins Gericht und ihr Selbstwertgefühl basiert immer nur auf ihrer letzten erbrachten Leistung. Wie bereits oben beschrieben sind sie sich ihrer gesamten Identität, welche sich sowohl aus Vergangen als auch Gegenwärtigem zusammen setzt, nicht bewusst. Aus diesem Grund kann es passieren, dass sie bei einem Konflikt keinerlei Verantwortung für eigene Fehler, die sie in der Vergangenheit gemacht haben, übernehmen. Eintretende Konsequenzen seitens eines anderen werden somit als plötzlichen Angriff auf die eigene Person wahr genommen. Daher verstehen sich Menschen mit BPS oftmals primär als Opfer.102 Da sie, vermutlich aufgrund von negativen Erfahrungen in der Kindheit, regelrecht erwarten von geliebten und vertrauten Menschen enttäuscht oder verlassen zu werden, begeben sie sich auch absichtlich in die Opferrolle oder inszenieren Szenen aus der Vergangenheit immer wieder neu. Auf gewöhnliches Verhalten von Menschen ihrer Umgebung reagieren sie deshalb unangemessen und übertrieben reagieren.103

Bezogen auf die geschäftlichen Beziehungen kann sich nach Gneist das Fehlen von Vertrauen und Naivität gerade bei höheren Posten positiv niederschlagen. Da die Borderline-Menschen durch ihr Misstrauen ihre Umgebung genau beobachten und analysieren, hätten sie nach Gneist die Fähigkeit, Menschen zu gemeinsamen Aufgaben zusammen zu bringen.

3.2.2. Handlungsmuster von Menschen mit BPS

Beim zweiten Aspekt „Handeln“ zählt Gneist unter anderem selbstschädigende Aktivitäten in jeglicher Form wie zum Beispiel die Selbstverletzung, Selbstmord- und Suiziddrohungen, rücksichtsloses Fahren, zwanghaftes Putzen, Arbeitswut, Zurückschlagen als „Vorwärtsverteidigung“, das Rechthabenwollen, alle Tätigkeiten um Langeweile oder Passivität um jeden Preis zu verhindern, auf.104 Aufgrund des letzten Punktes würde der BPSBetroffene immer daran arbeiten neue Ideen und Interessen zu entwickeln.105

Die Selbstverletzung, die im typischen Fall in Form von selbst zugefügten Schnitten oder Verbrennungen an unterschiedlichen Bereichen des Körpers auftreten106, aber auch durch das Ausreißen von Haaren in Erscheinung tritt, kann dem Borderline-Betroffenen beispielsweise zu einer Ausschüttung von Endorphinen verhelfen. Diese können vermutlich das innere Ungleichgewicht kurzzeitig ausgleichen oder helfen bei der Ablenkung von psychischen Schmerzen,107 wie zum Beispiel Enttäuschung oder anderen negativen Gefühlen wie Einsamkeit. Weitere Ziele des selbstverletzenden Verhaltens sind die Betäubung, das Ausdrücken von Wut auf sich selbst und andere, das Wiederspüren der Realität, der Abbau von Ängsten und Stress, die Kontrolle von Schmerz, das Abschütteln von Taubheit oder Leere und des „Lebendigfühlens“.108

Allerdings ist es ein Irrtum, dass sich alle Menschen mit einer Borderline- Persönlichkeitsstörung selbst verletzen oder suizidgefährdet sind. Gerade unter den Borderline-Betroffenen, die berufliche Höchstleistungen bringen und eine „hohe Funktionalität“ (wird nachfolgend erklärt) aufweisen, werden die Gefühle, zumindest teilweise, anders kanalisiert.

Jedoch sind sich die Borderliner, die Selbstverletzung betreiben ihrer Krankheit bewusster und holen sich daher öfters psychiatrische Hilfe.109

Nach Kreisman und Straus treten bei Menschen mit einer BPS fernerhin häufig sexuelle Störungen wie Promiskuität, Exhibitionismus, Voyeurismus und Fetischismus, als Symptome der BPS, in Erscheinung.110 Vermutlich sehnen sich die Borderline-Betroffenen danach, sich durch intensive Reize, stärker zu spüren oder sie machen den Versuch mit Hilfe der Körperlichkeit die innere Leere bekämpfen. Auch die Lenkung und Manipulation der Beziehungen durch die Sexualität, könnte ein weiteres Motiv für diese Art von Störungen sein.

Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung zeigen enorme Differenzen innerhalb ihrer Funktionalität auf.

Erkrankte mit einer „niedrigen Funktionalität“ sind oft so beeinträchtigt von ihrer Störung, dass sie arbeitsunfähig sind, über kein eigenes Zuhause verfügen und aufgrund ihrer selbstschädigen Symptome wie dem Missbrauch von Alkohol und Drogen, Essstörungen, und selbsverletzendem Verhalten lange Zeiten in Kliniken verbringen. Sie haben kaum Beziehungen zu anderen Menschen und ihnen fällt es auch schwer, welche zu knüpfen. Daraus folgt, dass sie kein soziales Umfeld besitzen, das ihnen Unterstützung anbietet. Sie haben häufig finanzielle Probleme und Schwierigkeiten den alltäglichen Pflichten wie beispielsweise dem Einkaufen von Lebensmitteln, nachzukommen. BPS-Erkrankte mit einer „hohen Funktionalität“ sind in ihrem Verhalten oft unauffällig, kontaktfreudig, oft sehr erfolgreich und beliebt. Sie zeigen ihre Borderline-Seiten nur Personen, die sie sehr gut kennen. Obwohl sie wie die Erkrankten mit „niedriger Funktionalität“ dasselbe Gefühlschaos besitzen, können sie dieses besser überspielen. Viele Außenstehende würden nach Mason und Kreger überhaupt nicht glauben, dass diese Menschen an einer solchen Erkrankung leiden. Für die nächsten Menschen des Borderliners wird das unkontrollierte Verhalten in verschiedenen Varianten sichtbar.111

3.2.3. Affektivität von Menschen mit BPS

Im dritten Bereich beschreibt Gneist die “ Stimmung und den Antrieb“ von BorderlineBetroffenen.

Schwankungen in der Stimmungen von „freundlich zu unfreundlich“, von „unbeschwert zu deprimiert“, von „ruhig zu reizbar“, von „ausgeglichen zu panisch-ängstlich“ seien typisch.112 Kreisman und Straus erklären, dass Menschen, die nicht an einer Borderline-Störung leiden, beispielsweise bei schlechter Laune die Fähigkeit haben ihre Stimmung zu verändern beziehungsweise zu verbessern. Außerdem wäre es ihnen möglich zu kontrollieren, wie viel sie anderen mit ihrem eigenen Zustand zumuten. Der Mensch mit BPS kann dieses Maß an „Beeinflussung“ nicht bestimmen.113

Der emotionale Zustand von Langeweile und chronischer Leere tritt bei Menschen mit einem Borderline-Syndrom sehr häufig auf. Gneists Ansicht nach, kann die Angst davor zu ungewöhnlicher Alltags- und Urlaubsgestaltung führen.114

Der Psychiater Kreisman und der Journalist Straus berufen sich auf einige Theoretiker, die vermuten, dass eine mangelnde Zuwendung im frühen Kindesalter dazu führen, dass der spätere Borderline-Mensch sich kein inneres Gefühl von Sicherheit und Zufriedenheit speichern könne und sich dieser Mangel im Erwachsenenalter als das Empfinden von innerer Leere ausdrücken würde.115 Die Kontrolle über sich selbst und auch die Beherrschung kann aussetzen.

Im letzten aufgeführten Punkt behandelt Joachim Gneist die „Gefühle“ eines Borderliners.

Er zählt hierzu Wutausbrüche, Hass und Selbsthass sowie Verzweiflung auf. Die ständigen Versuche „echt“ zu sein und dies auch vom Gegenüber einzufordern, dem Wunsch sich vor Ungerechtigkeiten und falschen Kompromissen zu schützen sind Gneists Meinung nach weitere wichtige Teile der Gefühlswelt eines Erkrankten. Emotionen werden bei diesem immer extrem ausgelebt oder unterdrückt, so der Autor.116

3.3 Ursachen

Bis lang konnte nicht ausreichend geklärt werden, warum und wie eine BorderlinePersönlichkeitsstörung entsteht.

Modelle, die von Ärzten, Psychologen und Forschern entwickelt wurden, helfen jedoch die Ursachen der Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs, (im Großen und Ganzen) nachzuvollziehen. Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich eine Borderline- Störung aus einer Mischung von diversen Faktoren ausbildet. Die Wechselwirkung zwischen Genetik und Umwelteinflüssen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Kreisman und Straus beschreiben, „dass die Prädisposition aufgrund von genetischen/biologischen Anfälligkeiten in Verbindung mit Traumata, die auf das Umfeld zurückgehen, zur Entwicklung von Borderline-Bewältigungsmechanismen führen.“117

Untersuchungen von Familien mit einem Borderline-Erkrankten haben ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verwandter ersten Grades auch von der Störung betroffen ist, um fünfmal höher ist, als beim Rest der Bevölkerung. Zudem werden öfters auch andere, der Borderline-Störung verwandte Krankheitsbilder diagnostiziert, womit eine erste genetische Komponente als nachgewiesen gilt.

Im Bereich der sozialen Faktoren, konnte festgestellt werden, dass beispielsweise die Fürsorge einer Mutter, die Gene, die sich im Laufe eines Menschenlebens auf gewisse Art und Weise immer wieder „ an- und ausschalten“ beeinflusst. Wenn Menschen eine Anfälligkeit für Störungen im Gehirnschaltkreis, welche als angeboren gilt, besitzen, können äußere Faktoren die Gene so beeinflussen, dass diese sich im „Zeigen von Borderline- Symptomen“ ausdrücken.118

[...]


1 Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) wird in der Wissenschaft und Literatur unter anderem auch als „Frühstörung“ oder „frühe“ Störung, „emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs“, als „Borderline-Syndrom“, „Borderline-Erkrankung, Borderline-Störung oder einfach nur Borderline bezeichnet.

2 Vgl. Pernsteiner, Johannes (2009) Borderline: Kunst überwindet Sprachbarriere. Ausstellung will Entstigmatisierung von Patienten vorantreiben.URL.http://www.pressetext4joomla.com/leben/kulturlifestyle/5115-Borderline- %20Kunst%20%C3%BCberwindet%20Sprachbarriere.html. Stand: 20.04.2012.

3 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.71.

4 Des Weiteren spekulieren Biographen und andere darüber, bekannten Personen, die bereits gestorben sind und teilweise vor über hundert Jahren geboren wurden wie beispielsweise Zelda Fitzgerald, Thomas Wolfe, T.E. Lawrence, Adolf Hitler und Muamar el Gaddafi aufgrund ihrer Charakteristik, Verhaltensweisen und dem Verlauf ihres Lebens, teilweise im Nachhinein eine Borderline-Persönlichkeits-Störung zu diagnostizieren.

5 Siehe Abschnitt 2.4 Epidemiologie.

6 Vgl. Rohde-Dachser, Christa (2004): Das Borderline-Syndrom. 7. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern .S. 194.

7 Vgl. Gneist, Joachim (2003): Wenn Hass und Liebe sich umarmen. 4. Auflage, Piper Verlag, München.S.25-29.

8 Beispiel einer dieser Plattformen. Siehe Kapitel 5.3.2. „borderlinekunst.de“.

9 Siehe Kapitel 5.3.1 „tales of a borderline“.

10 Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 100.

11 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S.98-105.

12 Michel, Christian/ Novak, Felix (2001): Kleines Psychologisches Wörterbuch. 3. Ausgabe, 20. Gesamtauflage, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 1975.S.74.

13 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 162.

14 Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn.

15 Siehe Anhang 1. Definitionen.

16 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S79.

17 Vgl. ebd., S. 91.

18 Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart.S.155,156.

19 Im DSM-IV wird eine Persönlichkeitsstörung als ein kontinuierliches Muster beschrieben, welches sich vom Erleben und Verhalten des Inneren im Vergleich mit dem des sozialen Umfeldes, deutlich abhebt. Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.37.

20 Vgl. Rohde-Dachser, Christa (2004): Das Borderline-Syndrom. 7. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern.S.195, 196.

21 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 248.

22 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychatrie-gGmbH, Bonn. S.37.

23 Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart. S.3,4.

24 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 22.

25 Röhr, Heinz-Peter (2010): Borderline bewältigen. Hilfen und Selbsthilfen. 10. Auflage, Walter Verlag, Mannheim. S. 146.

26 Leithner-Dziubas, Katharina/ Schuster, Peter/ Springer-Kremser (Hg.) (2008): Borderline-Störungen. Facultas Verlags- und Buchhandels AG, Wien.S.18.

27 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt derBorderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 22.

28 Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart.S.3,4.

29 Siehe Anhang 1: Definitionen.

30 Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart. S.5-7.

31 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 243.

32 Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart. S.3, 4.

33 Vgl. ebd., S.7.

34 Vgl. ebd., S.6.

35 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 23.

36 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.69,70.

37 Das „Diagnostische und Statistische Handbuch Psychischer Störungen“ der American Psychatric Association (Amerikanische Psychiatrische Vereinigung) ist ein Klassifizierungssystem von psychischen Erkrankungen.

38 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 246.

39 Vgl. ebd., S. 23.

40 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn.S.32.

41 Prävalenz = statistische Größe, wie oft eine Erkrankung innerhalb der Bevölkerung in Erscheinung tritt. Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart. S.8.

42 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.22.

43 Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart. S.8.

44 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 24.

45 Vgl. ebd., S. 21.

46 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.23.

47 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.70,71.

48 Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart.S.8.

49 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.23.

50 Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer Borderline- Störung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.24.

51 Vgl. Röhr, Heinz-Peter (2010): Borderline bewältigen. Hilfen und Selbsthilfen. 10. Auflage, Walter Verlag, Mannheim. 145-146.

52 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.39.

53 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.254.

54 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.24-25.

55 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz.

Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.47,48.

56 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.24-25.

57 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 234, 235.

58 Zit. nach Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S. 52.

59 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S. 52.

60 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.191.

61 Vgl. ebd., S.29.

62 Vgl. Michel, Christian/ Novak, Felix (2001): Kleines Psychologisches Wörterbuch. 3. Ausgabe, 20. Gesamtauflage, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau.S.333.

63 Gneist, Joachim (2003): Wenn Hass und Liebe sich umarmen. 4. Auflage, Piper Verlag, München.S.25.

64 Dulz und Schneider werfen dabei die Frage auf, ob die Diagnosen, die zusammen mit der BPS auftreten, überhaupt als Komorbidiäten oder nur als, aus der Störung heraus resultierende Symptome behandelt werden sollen. Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart. S.57-60.

65 Vgl. ebd., S.57-60.

66 Kernberg, Otto F. (1983): Borderline-Störungen und pathologischer Narzißmus. ©Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main

67 Vgl. Leithner-Dziubas, Katharina/ Schuster, Peter/ Springer-Kremser (Hg.) (2008): Borderline-Störungen. Facultas Verlags- und Buchhandels AG, Wien. S.113.

68 Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart.S.5,6.

69 Vgl. Rohde-Dachser, Christa (2004): Das Borderline-Syndrom. 7. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern.S.188.

70 Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart.S.6.

71 Vgl. Rohde-Dachser, Christa (2004): Das Borderline-Syndrom. 7. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern.S.191.

72 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.29.

73 Rohde-Dachser, Christa (2004): Das Borderline-Syndrom. 7. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern .S. 194.

74 Vgl. Rohde-Dachser, Christa (2004): Das Borderline-Syndrom. 7. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern .S. 194.

75 Rohde-Dachser, Christa (2004): Das Borderline-Syndrom. 7. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern .S. 194.

76 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S. 25.

77 Vgl. Rohde-Dachser, Christa (2004): Das Borderline-Syndrom. 7. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern.S.193.

78 Ebd., S.197.

79 Um das DSM-Kriterium 1 näher zu verdeutlichen, stellen die Autoren Mason und Kreger den Vergleich mit einem siebenjährigen Mädchen auf, dass auf dem Times Square in New York, seine Mutter verloren hat. Die Panik, die Menschen mit einer BPS, bei dem kleinsten Anzeichen des Verlassenwerdens oder einer Interpretation eines Signals, welches den Borderliner vermuten lässt, verlassen zu werden, spüren, sei mit dem Gefühl des kleinen Mädchens zu vergleichen. Demnach zeigt dieser Reaktionen wie heftige Wutausbrüche oder bittet verzweifelt, nicht allein gelassen zu werden. Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.40.

80 Vgl. Rohde-Dachser, Christa (2004): Das Borderline-Syndrom. 7. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern.S.196.

81 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.34,35.

82 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.58-61.

83 „Als „Ich“ wird eine innere Instanz bezeichnet, die sich aufgrund der psychosozialen Erfahrungen entwickelt und vereinfacht als Instanz der Realitätswahrnehmung und Realitätsanpassung bezeichnet werden kann. Die Existenz eines reifen Ichs ist notwendig, damit eine Person sich als von anderen Personen verschieden und unabhängig empfinden kann. Das Ich „vermittelt“ zwischen Es und Über-Ich.“ Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart.S.155,156.

84 Vgl. Leithner-Dziubas, Katharina/ Schuster, Peter/ Springer-Kremser (Hg.) (2008): Borderline-Störungen. Facultas Verlags- und Buchhandels AG, Wien.S.24.

85 Vgl. Dulz, Birger/ Schneider, Angela (2004): Borderline-Störungen. Theorie und Therapie. Mit einem Geleitwort von Otto F. Kernberg. 2. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart.S.155,156.

86 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer Borderline-Störung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.111.

87 Vgl. Gneist, Joachim (2003): Wenn Hass und Liebe sich umarmen. 4. Auflage, Piper Verlag, München.S.27.

88 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.58-61.

89 Vgl. Gneist, Joachim (2003): Wenn Hass und Liebe sich umarmen. 4. Auflage, Piper Verlag, München.S.27.

90 Ebd.

91 Vgl. ebd., S.26.

92 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.42.

93 Vgl. Gneist, Joachim (2003): Wenn Hass und Liebe sich umarmen. 4. Auflage, Piper Verlag, München.S.28.

94 Vgl. Leithner-Dziubas, Katharina/ Schuster, Peter/ Springer-Kremser (Hg.) (2008): Borderline-Störungen. Facultas Verlags- und Buchhandels AG, Wien.S.18-20.

95 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.43-46.

96 Vgl. ebd., S.49.

97 Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer Borderline- Störung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München. S. 91.

98 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber

99 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München. S. 91.

100 Vgl. ebd., S. 91, 92.

101 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.43-46.

102 Vgl. ebd., S.49, 50.

103 Vgl. ebd., S.50.

104 Vgl. Gneist, Joachim (2003): Wenn Hass und Liebe sich umarmen. 4. Auflage, Piper Verlag, München.S.26,27.

105 Vgl. ebd., S.26.

106 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer BorderlineStörung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München. S.166.

107 Vgl. Kreisman, Jerold J./ Straus, Hal (2007): Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit. 19. Auflage, Kösel-Verlag, München. S.90

108 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn.S.53.

109 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.54,55.

110 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer Borderline- Störung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München. S.156, 157.

111 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn.S.65, 66.

112 Vgl. Gneist, Joachim (2003): Wenn Hass und Liebe sich umarmen. 4. Auflage, Piper Verlag, München.S.27.

113 Vgl. Mason, Paul T./ Kreger, Randi (2005): Schluss mit dem Eiertanz. Ein Ratgeber für Angehörige von Menschen mit Borderline. 4. Auflage, Psychiatrie-gGmbH, Bonn. S.55.

114 Vgl. Gneist, Joachim (2003): Wenn Hass und Liebe sich umarmen. 4. Auflage, Piper Verlag, München.S.27.

115 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer Borderline- Störung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München. S. 265,266.

116 Vgl. Gneist, Joachim (2003): Wenn Hass und Liebe sich umarmen. 4. Auflage, Piper Verlag, München. S. 26,27.

117 Vgl. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer Borderline- Störung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.39.

118 Vgl. und zit. Kreisman, Dr. Jerold J./ Straus, Hal (2008): Zerrissen zwischen Extremen. Leben mit einer Borderline-Störung. Hilfe für Betroffene und Angehörige. 2. Auflage, Wilhelm Goldman Verlag, München.S.44,45.

Details

Seiten
199
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668045958
ISBN (Buch)
9783668045965
Dateigröße
6.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v301298
Institution / Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,0
Schlagworte
ausdruck menschen borderline-persönlichkeitsstörung fallstudien projekt rehabilitanden einrichtung

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Titel: Der künstlerische Ausdruck von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung