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Internationales Führungsmanagement. Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Selbstreflexion

von Johannes Michl (Autor)

Seminararbeit 2015 25 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Zielbeschreibung
1.2 Abgrenzung
1.3 Aufbau der Arbeit

2 Rahmenbedingungen moderner Führung
2.1 Globalisierung
2.2 Technischer Fortschritt
2.3 Individualisierung
2.4 Demografischer Wandel
2.5 Historische Entwicklung der Führung
2.6 Herausforderungen moderner Führung
2.6.1 Führung virtueller Teams
2.6.2 Führung heterogener Teams (Diversity Management)
2.6.3 Führung hochqualifizierter Teams

3 Selbstreflexion der Anforderungen und persönliche Entwicklungsschritte
3.1 Produktmanager – London, UK
3.2 Persönliche Entwicklungsschritte

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Anlage A – Informelle Phrasen

Anlage B – Hofstedes Machtdistanz Index (Hofstede, 2006, S. 56)

Anlage C – Hofstedes Unsicherheitsvermeidungs Index (Hofstede, 2006, S. 234)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Zielbeschreibung

Diese Seminararbeit hat das Ziel, derzeitige Anforderungen an Führungskräfte im internationalen Kontext herauszuarbeiten und darauf basierend anhand einer Selbstreflexion persönliche Entwicklungsschritte abzuleiten. Dazu wird zunächst die gegenwärtige Situation, der sich Führungskräfte stellen müssen, untersucht. In einem zweiten Schritt wird die historische Entwicklung der Führung dargestellt und derzeitige Herausforderungen für Führungskräfte identifiziert, um in einen dritten Schritt mit Hilfe einer Führungskrafterfahrung des Autors mögliche persönliche Entwicklungsschritte abzuleiten. Die Wissensbasis für diese Arbeit wurde in dem Seminar „Internationales Führungsmanagement“ gelegt, bei dem grundlegende Führungskonzepte und -Methoden vorgestellt wurden.

1.2 Abgrenzung

In der vorliegenden Seminararbeit wurden die persönlichen Führungserfahrungen nur aus der Sichtweise des Autors dargestellt. Um einen höheren Detailgrad zu erhalten, müsste man die einzelnen geführten Mitarbeiter einer Befragung unterziehen. Auch können nicht alle derzeitigen Herausforderungen von Führungskräfte untersucht werden, da dies den Umfang dieser Arbeit überschreiten würde. Daher wurden lediglich die Herausforderungen ausgewählt, die dem Autor als besonders zeitgemäß erscheinen. Darüber hinaus konnte noch nicht getestet werden, inwieweit sich die persönlichen Entwicklungsschritte positiv auf die Führungskompetenzen des Autors auswirken.

1.3 Aufbau der Arbeit

Im zweiten Kapitel wird grundsätzlich die Lage vorgestellt, in der sich Führungskräfte heute befinden. Dabei wird auf die Punkte Globalisierung, technischer Fortschritt, Individualisierung und demografischer Wandel eingegangen. Das dritte Kapitel beschreibt die historische Entwicklung der Führung und die Herausforderungen moderner Führung. Die Herausforderungen unterteilen sich in das Führen von virtuellen, heterogenen und hochqualifizierten Teams. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der Selbstreflexion einer vergangenen Führungserfahrung und mit den persönlichen Entwicklungsschritten des Autors. Die in Kapitel vier verwendeten Kulturindexe können in der Anlage gefunden werden.

2 Rahmenbedingungen moderner Führung

Im Folgenden werden die grundlegenden Trends des 21. Jahrhunderts Globalisierung, Technisierung, Individualisierung und demografischer Wandel erläutert. Diese Trends verändern nicht nur Gesellschaften, sondern haben auch Einfluss auf die Arbeitswelt und insbesondere auf die Führung von Mitarbeitern. Führungskräfte müssen sich auf sich verändernde Rahmenbedingungen ständig neu einstellen. Das kurze Vorstellen dieser Trends soll dabei helfen, die im Anschluss dargelegten Herausforderungen für Führungskräfte besser nachvollziehen zu können.

2.1 Globalisierung

Das Thema der Globalisierung steht bereits seit vielen Jahren im Zentrum des allgemeinen Interesses. Unter diesem Begriff kann man vielfältige Aspekte zusammenfassen. Jedoch soll in diesem Abschnitt der Fokus in erster Linie auf der Globalisierung der Wirtschaft liegen. Bei der Globalisierung der Wirtschaft handelt es sich keineswegs um ein neuartiges Phänomen, sondern vielmehr um die Beschleunigung eines Prozesses, der vor hunderten von Jahren begonnen hat (Butterwegge & Hentges, 2009, p. 23). Bereits in der Antike und im Mittelalter betrieben verschiedenste Völker miteinander Handel. Die Erfindung der Schiffahrt und der Schrift haben diese Entwicklung begünstigt. (Huwart & Verdier, 2014, p. 23).

Die Globalisierung schreitet seit den 1960er Jahren so schnell voran wie noch nie zuvor in der Geschichte. Dies ist zu großen Teilen den modernen Technologien der Kommunikation und Informationsübertragung zu verdanken (Rodenstock, 2012, p. 17 f.). Unternehmen positionieren sich häufiger auf dem globalen Markt. Darunter sind nicht nur große Konzerne, sondern auch viele mittelständische und kleine Unternehmen zu finden (Pinnow, 2006, p. 21). Firmen forschen, entwickeln, produzieren und handeln an den Orten, die für sie am vorteilhaftesten sind.

Obendrein werden nicht nur ganze Unternehmen ins Ausland verlagert, sondern auch nur einzelne Produktionsschritte und -aufgaben1 (Rodenstock, 2012, p. 18). Für gewöhnlich handelt es sich hierbei um einfache Aufgaben, die im Inland zu hohen Kosten führen würden. Beispielsweise wird der telefonische Kundenservice vieler großer amerikanischer Unternehmen häufig in Indien abgewickelt.

Schlussendlich führt die zunehmende Verflechtung der Gesellschaften und Märkte über Staatsgrenzen hinweg zu globalem Marktdruck. Unternehmen sind gezwungen innovativer und flexibler zu werden, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können (Rodenstock, 2012, p. 17 ff.).

2.2 Technischer Fortschritt

Seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts erlebt Arbeit in der Gesellschaft einen starken Strukturwandel (Boehle, Voss, & Wachtler, 2010, p. 11). Insbesondere moderne Informations- und Kommunikationstechniken haben dies begünstigt. So entstehen nicht nur ständig neue Formen der Arbeit, sondern es findet auch eine technologisch bedingte Rationalisierung statt. Diese Rationalisierung wird durchgeführt, um eine Produktivitätssteigerung zu erreichen.

„Insofern zielt Technikeinsatz und insbesondere die Technisierung der Produktionsarbeit immer darauf, entweder lebendige Arbeit zu ersetzen oder deren Inhalte zu verändern“ (Pfeiffer, 2010).

Außerdem führt die technologisch bedingte Rationalisierung zu einer Zunahme des tertiären Sektors (Dienstleistungssektor). Dieser gewinnt deutlich an Bedeutung gegenüber dem Agrar- und Industriesektor. Demzufolge wird es mehr Arbeitsverhältnisse in der Dienstleistungsbranche geben und das Humankapital wird wichtiger (Rodenstock, 2012, p. 20 ff.). Derzeit sind keine Anzeichen erkennbar, die das Wachstum des Dienstleistungssektors bremsen könnten. Es kann sogar davon ausgegangen werden, dass die Wichtigkeit dieses Sektors noch weiter zunehmen wird.

2.3 Individualisierung

Die Individualisierung stellt einen weitreichenden Trend in der gesamten Gesellschaft dar, der auch Auswirkungen auf die Arbeitswelt hat. Unter dem Begriff ‚Individualisierung‘ versteht man die allgemeine Entwicklung hin zur Fokussierung persönlicher Interessen und Lebensentscheidungen der einzelnen Person. Die Ursache für diese Entwicklung kann mit dem Steigen von Mobilität, Bildung und Vermögen begründet werden. Durch hohe Individualität sind einzelne Personen von Gemeinschaften unabhängiger und haben mehr Freiheit zur Selbstverwirklichung (Stangel-Meseke, Hahn, & Steuer, 2015, p. 1). Unternehmen müssen daher flexiblere Arbeitsmodelle anbieten, da ihre Mitarbeiter zunehmend heterogene Bedürfnisse haben.

2.4 Demografischer Wandel

Die Entwicklung der Altersstrukturen wird von Unternehmen mit großem Interesse verfolgt. In den meisten Industriestaaten nimmt der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung ständig zu, da immer weniger Menschen geboren werden und die Lebenserwartung steigt (Prezewowsky, 2007, p. 1 ff.). Personalmanager haben es daher auch mit einer immer älter werdenden Belegschaft und rückläufigen Nachwuchszahlen zu tun. Obendrein verschärft diese Situation den bereits bestehenden Fachkräftemangel (Rodenstock, 2012, p. 22). Folgende weitere Aspekte müssen in diesem Zusammenhang von Unternehmen berücksichtig werden:

- Die Lebensarbeitszeit verlängert sich. Ältere Mitarbeiter bleiben länger im Unternehmen. Deshalb ist es notwendig den Arbeitsplatz an diese Zielgruppe anzupassen, um deren Leistungsfähigkeit sicherzustellen (Deller, Kern, Hausmann, & Diederichs, 2008, p. 4).
- Die Kompetenzentwicklung für ältere Mitarbeiter wird wichtiger. Vermehrt müssen Entwicklungsprogramme für Arbeitnehmer in ihrer zweiten Berufslebenshälfte angeboten werden, damit diese den Anforderungen an Innovation und globalem Wettbewerb gerecht werden können (Werner, 2005, p. 18 ff.).
- Das Management von Wissen gewinnt an Bedeutung. Ein effektiver Austausch von Wissen zwischen den einzelnen Generationen muss gefördert werden, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem damit verbundenen massiven Ausscheiden von älteren Mitarbeitern in den nächsten Jahrzehnten (Deller, Kern, Hausmann, & Diederichs, 2008, p. 4). Historische Entwicklung und Herausforderungen moderner Führung

In diesem Kapitel wird zunächst die historische Entwicklung der Führung anhand von relevanten Organisations- und Managementansätzen beschrieben. In einem zweiten Schritt werden derzeitige Herausforderungen der Führung erläutert. Dieses Vorgehen soll dabei helfen, das im vierten Kapitel dargestellte Führungsbeispiel und die persönlichen Entwicklungsschritte besser verstehen zu können.

[...]


1 Offshoring

Details

Seiten
25
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783656970149
ISBN (Buch)
9783656970156
Dateigröße
821 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v300868
Institution / Hochschule
Hochschule Deggendorf
Note
1,3
Schlagworte
Internationales Führungsmanagement Selbstreflexion Rahmenbedingungen moderner Führung Historische Entwicklung und Herausforderungen moderner Führung

Autor

  • Johannes Michl (Autor)

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Titel: Internationales Führungsmanagement. Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Selbstreflexion