Lade Inhalt...

Cyberdschihad. Gegenmaßnahmen der Regierung gegen dschihadistische Internetpropaganda

Seminararbeit 2015 8 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Formen der dschihadistischen Internetpropaganda

3 Gegenmaßnahmen
3.1 Beobachtung
3.2 Angebotsreduzierung
3.3 Nachfragereduzierung

4 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Problemstellung

Drei Tage Terror in Paris – So lauten die Überschriften der aktuellen Zeitungen und Nachrichtensendungen. Am 07.01.2015 stürmten zwei Attentäter den Hauptsitz des Satiremagazins Charlie Hebdo. Durch diesen Anschlag verloren 17 Menschen ihr Leben. Die Attentäter rechtfertigten ihre Tat im Namen von Allah.

Wenige Tage nach dem Attentat stellten führende Anhänger der terroristischen Organisation al Qaida ein Propagandavideo ins Internet. Die Botschaft war klar und deutlich: Al Qaida bekannte sich in dem Video zu den Terroranschlägen von Paris, drohte mit weiteren Anschlägen und rief Muslime zum Kampf gegen den Westen auf.

Die Pariser Attentate im Januar 2015 auf Charlie Hebdo lassen die allgemeine Debatte um die Bekämpfung der Islamisten erneut in den Fokus der Medien und Politik rücken. Politiker vieler Parteien äußern sich zu dem Attentat und fordern härtere Maßnahmen gegen Islamisten.

Beim verfolgen der Medien stellt der Autor fest, dass einzelne Politiker im Namen der Regierung erst härtere Maßnahmen fordern, wenn bereits eine Tat, wie die in Paris, geschehen ist. Des Weiteren werden Gelder aufgestockt und zahlreiche Razzien durchgeführt. Fraglich ist jedoch, was die Regierung gegen die dschihadistische Internetpropaganda unternimmt, da gerade diese Propaganda das Fundament der dschihadistischen Arbeit darstellt und das Internet das wichtigste Medium der Islamisten ist. Daraus leitet sich für den Autor folgende These ab:

Die Regierung unternimmt zu wenig gegen dschihadistische Internetpropaganda. Die aufgestellte These kann mit Hilfe von verschiedenen Fragestellungen untersucht werden. Im bevorstehenden Referat beschränkt der Autor sich auf folgende Fragstellung: Welche Gegenmaßnahmen unternimmt die Regierung gegen dschihadistische Internetpropaganda?

Dazu wird im ersten Teil der Arbeit einleitend dargestellt, um welche Aktivitäten es sich bei der dschihadistischen Internetpropaganda handelt und welche Wirkung die Dschihadisten mit dieser Propaganda bezwecken wollen, um herauszuarbeiten, wogegen sich die Maßnahmen richten. Anschließend werden Gegenmaßnahmen aufgeführt, welche die Regierung bereits unternimmt. Dazu werden die Gegenmaßnahmen nicht wie herkömmlich in Prävention und Repression unterteilt, sondern in Beobachtung, Angebotsreduzierung und Nachfragereduzierung.

2 Formen der dschihadistischen Internetpropaganda

Die Arbeit der Dschihadisten findet heutzutage zum größten Teil im Internet statt. Der Hauptzweck dabei ist die Propaganda und die damit verbundene Radikalisierung und Rekrutierung neuer Mitglieder für den Dschihad (Inan, 2007, S. 54). Innerhalb der Propagandaarbeit gibt es eine Vielzahl von Erscheinungen. Neben den ins Internet gestellten Texten, Bildern und Videos findet man unter anderem auch Nasheeds, Computerspiele und Magazine mit Bombenanleitungen. Dabei ist die Strategie der Islamisten immer dieselbe. Mit der Propaganda soll zunächst der Konsument davon überzeugt werden, dass die Schuld auf der Seite des Feindes, dementsprechend bei den westlichen Staaten, liegt. Anschließend wird der Feind als unverbesserlich, böse und pervers dargestellt. Die dschihadistische Arbeit lässt allerdings Hoffnung auf einen Sieg versprechen, wenn sich alle Muslime verbinden und zusammenschließen (Kaiser, 2014, S. 13-14). Diese strategischen Ziele finden sich in nahezu jeder dschihadistischen Propagandaarbeit wieder und überzeugen eine Vielzahl von Muslime. Um diese Strategien zu erreichen, werden hauptsächlich führende Personen der Dschihadbewegung in den Videos und Bildern gezeigt. Außerdem appellieren Islamisten mit ihrer rückwärtsgewandten Ideologie an junge Menschen, weil Islamisten mit ihrer falschen Islamauslegung auf jede Frage eine Antwort haben. Ebenfalls wird auch das Märtyrertum in der Propaganda oftmals verherrlicht dargestellt, um weitere Menschen dafür zu gewinnen, in den heiligen Krieg zu ziehen und sich im Namen von Allah umzubringen (Inan, 2007, S. 55).

[...]

Details

Seiten
8
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783656963813
ISBN (Buch)
9783656963820
Dateigröße
446 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v299898
Note
1,3
Schlagworte
cyberdschihad gegenmaßnahmen regierung internetpropaganda

Autor

Zurück

Titel: Cyberdschihad. Gegenmaßnahmen der Regierung gegen dschihadistische Internetpropaganda