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Spanglish. Phänomen eines Sprachkontakts oder neue Sprache?

Hausarbeit 2011 27 Seiten

Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Phänomen Sprachkontakt

Kontextuale Einbettung
Historischer Kontext
Sozialer Kontext

Phänomen Spanglish
Begriffsklärung
Verbreitung und Sprecher
Grundlagen
Phonologie und Artikulation
Morphosyntax
Lehnwörter
Komposita mit wörtlichen Übersetzungen

How do you like it? /¿Qué te parece?

¿Cómo te gusta?
Code-Switching
Kulturelle Aspekte
Das Wörterbuch des Ilan Stavans und seine Übersetzung des „Don Quixote“

Kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen

Fazit – Ist Spanglish eine Sprache?

Literaturverzeichnis

Einleitung

Heutzutage ist Spanisch mit mehr als 45 Millionen Sprechern[1] nach Englisch die am zweithäufigsten gesprochene Sprache in den USA, Tendenz steigend. Die Vereinigten Staaten von Amerika befinden sich auf dem Weg, die größte spanisch-sprachige Nation der Welt zu werden.[2] Bereits jeder siebente Amerikaner hat seine Wurzeln in der spanisch sprachigen Welt.[3]

Spanisch und Englisch stehen hier also in direktem Kontakt zueinander. Es lässt sich feststellen, dass eine neue Schöpfung aus dem andauernden Sprachkontakt hervorgeht. Manche nennen es Ingañol, manche Espanglés, aber der Begriff, der wohl den meisten von uns bekannt ist, ist Spanglish – ein Wort, dessen Morphologie eindeutig auf Hybridität bzw. die Vermischung zweier Sprachen hinweist. Aber was ist Spanglish? Existiert es wirklich? Kann es sein, dass die Millionen von Sprechern, die es täglich mit Überzeugung nutzen, einen nicht-existierenden Begriff beschreiben?

Ohne Zweifel begegnet man Spanglish in den USA an vielen Ecken: auf der Straße, in der Werbung und allgemein im Fernsehen, im Theater und in der Musik. Es ist erkennbar, dass man bei diesem Phänomen nicht mehr nur von der bloßen Vermischung zweier Sprachen sprechen kann, sondern offenbar auch eine Vermischung zweier Kulturen stattgefunden hat, nämlich die der lateinamerikanischen und die der U.S.-amerikanischen Kultur.

In der folgenden Arbeit möchte ich das Phänomen Spanglish genauer betrachten. Ich werde auf den bestimmten Sprachkontaktfall Englisch-Spanisch in den USA eingehen, den Begriff Spanglish definieren und auf sprachliche und grammatikalische Grundlagen eingehen, ihn aber auch kritisch betrachten und eventuelle Zukunftsprognosen stellen.

Phänomen Sprachkontakt

Seit Kolumbus 1492 Amerika entdeckte, ist das Spanische auf diesem Kontinent nicht mehr wegzudenken und die am meisten gesprochene Sprache. Die über 300 Millionen Sprecher in Nord- und Südamerika können sich somit auch mit dem Titel „größter Anteil zur Weltsprache Spanisch“[4] schmücken.

Durch die andauernde Einwanderung in die USA aus Südamerika[5] kommt es zu dem Phänomen, dass in den Vereinigten Staaten von Amerika zwei Weltsprachen aufeinandertreffen, nämlich Englisch und Spanisch. Dieses Phänomen nennt man „Sprachkontakt“[6]. Hierbei treffen die Sprachen aber nicht als „abstrakte Einheit“[7] aufeinander, gemeint sind die Menschen, die dieser Sprachen mächtig sind. Das Zusammentreffen unterschiedlicher Sprachen ist alltäglich und man begegnet ihm in unzähligen Situationen; sei es das Hören von Musik mit Texten in der Fremdsprache, das Kennenlernen anderssprachiger Reisenden im Urlaub oder beim Unterricht in der Fremdsprache. Hierbei ist zu beachten, dass immer der Sprecher als „Ort des Sprachkontakts“[8] anzusehen ist. Jedes Individuum wird – beim Auftreten des Phänomens – mit verschiedenen Sprachen konfrontiert und verständigt sich mehrsprachig. Im Kopf des Sprechers sind somit „mehrere Sprachen kopräsent“[9]. Kennt ein Sprecher von einer Sprache auch nur ein einziges Wort, kann man bereits sagen, dass ein „partieller Kontakt“[10] zu der Sprache besteht. Der andere Extrempunkt wäre der „umfassende“[11] Kontakt zu der Sprache, von dem man spricht, wenn der Sprecher die Kontaktsprache vollkommen beherrscht. Weiterhin wird unterscheiden zwischen „individueller und sozialer Mehrsprachigkeit“[12]. Von „individueller Mehrsprachigkeit“ spricht man, wenn beispielsweise ein Individuum in ein Land zieht, dass seine eigene Sprache hat, die nicht der des Individuums entspricht, das Individuum in diesem Land womöglich noch der einzige Sprecher der eigenen Sprache ist und die beiden Sprachen somit in Kontakt treten. „Soziale Mehrsprachigkeit“ hingegen hat einen „gemeinschaftlichen Sprachkontakt“ als Grundlage. Ist ein Individuum in seinem Umfeld sowohl mit der einen als auch mit der anderen Sprache konfrontiert und lebt in einer Gesellschaft, in der beide Sprachen genutzt werden, spricht man von sozialem Sprachkontakt. Zu beachten ist hier, dass eine einzelne Person, aber auch eine Gemeinschaft, sowohl einsprachig, zweisprachig als auch vielsprachig sein kann.[13]

Das Phänomen des Zusammentreffens verschiedener Sprachen auf der Welt tritt immer häufiger auf. In vielen Teilen der Welt wird besonders das Englische zunehmend genutzt und der Kontakt zu dieser Sprache verstärkt. Mit dem Spanischen ist es ähnlich. Durch Migration tritt das Spanische vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Englischen in Kontakt und vermischt sich mit diesem. Die daraus resultierende Erscheinung Spanglish wird das Thema meiner weiteren Betrachtungen sein.

Kontextuale Einbettung

Historischer Kontext

Zweifellos ist das Jahr 1492 als eines der wichtigsten zu nennen, wenn man die Ausbreitung der spanischen Sprache auf die ganze Welt betrachtet. Es war das Jahr, als Kolumbus, und somit auch die Sprache der iberischen Halbinsel, begann, in See zu stechen und seine Verbreitung voran zu treiben. Es ist dieser Zeitraum, in dem Spanisch zu einer Sprache der Macht, einer globalen Sprache, mit einer Armee wird. Das katholische Spanien beginnt von nun an, seine Weltanschauung, seine Kultur aber vor allem seine Sprache in Nordafrika, den Philippinen, der Karibik und Nord- sowie Südamerika zu verbreiten.[14] Im weiteren Verlauf konzentriere ich mich auf die Ausbreitung des Spanischen auf Nordamerika.

Ohne zu zögern, kann man behaupten, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ein Einwanderungsland sind, wenn nicht sogar das Einwanderungsland schlechthin. Seit der Entdeckung Amerikas besteht eine ständige Einwanderung, die man in drei grobe Wellen einteilen kann.[15]

Ab 1492 besiedelten Spanier vorerst Mittelamerika, um später über den Río Grande in Richtung des heutigen Kalifornien zu ziehen.[16] Der äußerste Nordosten wurde von Franzosen besiedelt und Engländer ließen sich im Gebiet um das heutige Massachusetts nieder. Mit dem Ende der napoleonischen Kriege in Europa, Anfang des 19. Jahrhunderts[17], kamen die Einwanderer hauptsächlich aus Skandinavien, Großbritannien und Deutschland.

Der Süden der USA, der bis ins 19. Jahrhundert hinein zu Mexiko gehörte, somit also spanisch-sprachig war, was auf die Kolonisation zurückgeht, musste nach dem Ende des Krieges zwischen den USA und Mexiko an die Vereinigten Staaten abgetreten werden. 1848 wurde der Vertrag von Guadalupe Hidalgo unterzeichnet[18], mit dem etwa ein Drittel Mexikos von nun an amerikanisches Territorium war. Mit diesem Abkommen wurden die Süd-West-Mexikaner über Nacht U.S.-Amerikaner.

Die dritte und für diese Arbeit wichtigste Einwanderungswelle trifft die Vereinigten Staaten also ab dem Jahre 1848. Diese Welle hält bis heute an und bringt hauptsächlich spanisch-sprachige Einwanderer hervor aus Ländern wie Argentinien, Uruguay, Spanien oder Kolumbien aber vor allem Kuba, Puerto Rico, der Dominikanischen Republik und Mexiko.[19] Städte wie Los Angeles, San Diego und San Francisco fielen nach der Niederlage Mexikos unter Washingtons Kontrolle. Nur noch wenige „Sprachinseln“[20] in Louisiana, Arizona und Neu-Mexiko sowie die Städtenamen lassen erkennen, dass dieses Gebiet einst zu Mexiko gehörte. [21] Von diesem Zeitpunkt an wurden die sogenannten Chicanos[22] gezwungen, sich der englischen Sprache anzunehmen, behielten ihre Muttersprache, Spanisch, jedoch bei und begannen Spanglish zu benutzen - eine Mischform - zum Teil als Symbol ihrer Identität aber auch als Symbol des Widerstands.

Schließlich fielen mit dem Spanisch-Amerikanischen Bürgerkrieg auch letzte Kolonien Spaniens, wie Kuba, Puerto Rico oder Guams unter die Kontrolle der USA. Somit ersetzten die Vereinigten Staaten Spanien als oberste Weltmacht, womit die spanische Sprache, zumindest politisch, durch die englische ersetzt wurde.[23] Trotz allem stellte sich der Gebrauch des Spanischen nicht komplett ein, sondern wurde in Regionen wie New York oder Miami am Leben gehalten, die von nun Anlaufpunkt für kommende Immigranten werden sollten.

Die Quote der lateinamerikanischen Einwanderer nimmt von Jahr zu Jahr zu. Seit 1960 hat sich beispielsweise der Anteil an Immigranten aus Mexiko verfünffacht. Somit sind im Jahr 2000 von allen Einwanderern die Hälfte aus Lateinamerika und davon ein Drittel aus Mexiko, Tendenz steigend.[24]

Sozialer Kontext

Die traurige Meinung, die sich in den Köpfen vieler Kritiker festgesetzt hat, ist, dass Spanglish im Wesentlichen die Sprache der armen Hispanos ist. Viele der eben genannten werden als beinahe Analphabeten[25] in jeder der beiden Sprachen bezeichnet. Diese Sprecher gliedern englische Begriffe und Konstruktionen in ihre alltägliche Sprache ein, weil sie nicht die nötige Bildung und somit das nötige Vokabular in ihrer Muttersprache Spanisch besitzen, um sich an die sie umgebende Kultur, die ständigen Veränderungen unterliegt, anzupassen. Genauso wenig besitzen sie ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache, was dazu führt, dass die beiden Sprachen vermischt werden.

Hispanos, die sowohl die englische als auch die spanische Sprache beherrschen, haben womöglich eine andere Motivation. Einige schämen sich ihrer Herkunft wegen und versuchen sich so gut wie möglich an den Rest der Menschen anzupassen, indem sie englische Wörter und Ausdrücke benutzen.

Für andere Hispanos wiederum, dient diese hybride Sprache als Spiegel ihrer Identität. Der Schriftsteller Guillermo Gómez-Peña sagte dazu: „El Spanglish es nuestra única patria. Muchos mexicanos que hemos vivido varios años en Estados Unidos y volvemos a nuestra tierra de origen nos sentimos y somos ajenos. México nos dice que no somos mexicanos y Estados Unidos nos repite a diario que no somos anglosajones. Sólo el spanglish y su cultura híbrida me han otorgado la plena ciudadanía que ambos países me negaban.”[26] Spanglish ist somit die einzig mögliche Heimat, die den Einwanderern gewährt wird, in einer Welt, in der sie sich sowohl in ihrem Heimatland als auch in den USA als Fremde fühlen.

Weiterhin ist Spanglish für viele Hispanos bedeutsam, weil es sowohl als kulturelles und soziales aber auch als politisches Werkzeug dient. Kultur besteht aus Bräuchen, Traditionen, Speisen, Kleidung, Musik, Kunst, Sprache, usw. Genauso, wie Spanglish für viele Hispanos die Stärken zweier Sprachen vereinigt, vereinigt es auch zwei Kulturen. Chicanos beispielsweise sind die Vereinigung der amerikanischen und der mexikanischen Kultur und diese Vereinigung spiegelt nicht nur die Identität vieler Chicanos wider sonder stellt ihnen auch ein Mittel bereit, sich gegenseitig zu stärken. Wenn sie Spanglish sprechen, stärken die Menschen somit ihren Stolz bezogen auf ihre Muttersprache aber auch auf sich selbst.[27]

Die Mehrheit der Spanglish-Sprecher nutzt es vermutlich jedoch, da es auf der einen Seite für viele einfacher ist, etwas auf Englisch zu beschreiben, wenn ihnen beispielsweise das spanische Vokabular fehlt oder umgedreht. Lebt man in einem Umfeld, in dem Englisch Amtssprache ist, hört man den einen oder anderen Begriff und verwendet ihn im alltäglichen Redefluss, auch wenn passendes spanisches Vokabular zur Verfügung steht. Also warum erst nach dem spanischen Wort suchen, wenn das Englische doch so viel einfacher und kürzer ist?

Phänomen Spanglish

Begriffsklärung

Ein beliebter Diskussionsansatz, den das Phänomen Spanglish mit sich bringt, ist die Feststellung, dass die meisten Hispanos in den Vereinigten Staaten, aber wahrscheinlich auch in Puerto Rico[28] und in Grenzzonen von Mexiko eher diese Sprache sprechen, als reines Spanisch. Da hier von vermutlich mehr als 50 Millionen Sprechern die Rede ist, muss man sich die Frage stellen, ob es sich um bloßes Interesse an einem Phänomen der Sprachvermischung handelt, oder tatsächlich um die Entwicklung einer neuen Sprache.[29] Was ist Spanglish also?

Eine Reihe von Äußerungen soll die Vielfältigkeit des Begriffs aber auch verschiedene Sichtweisen und Einstellungen veranschaulichen.

Ich beginne mit Definitionen aus Lexika - normalerweise die neutralsten, meist akzeptierten und am sorgfältigsten recherchierten. Das American Heritage Dictionary stellt eine sehr allgemeine und neutrale Definition zur Verfügung. Demnach sei Spanglish „Spanish characterized by numerous borrowings from English.”[30] Das Oxford Dictionary geht schon genauer auf den Begriff ein, so charakterisiert es Spanglish als „a hybrid language combining words and idioms from both Spanish and English.”[31] Hier wird herauskristallisiert, dass es sich um eine Mischform beider Sprachen handelt, und das Spanische nicht nur ein wenig durch das Englische beeinflusst wird, wie die erste Definition vermuten lässt. Das Oxford English Dictionary hingegen gibt konkrete Angaben zu den Sprechern und scheint dem Begriff äußerst kritisch gegenüberzustehen: „It’s a type of Spanish contaminated by English words and forms of expressions, spoken by people from Latin America.”[32] Verwunderlich ist, dass ausgerechnet die englische Sprache hier die „Verunreinigung“ verursacht, ist die Quelle doch das Oxford English Dictionary. Wahrnehmen kann man trotz allem, dass Spanisch als Basis dient und Englisch wohl lediglich seinen Wortschatz zur Verfügung stellt, um das Spanische zu „verunreinigen“.

Schon deutlich erkennbar ist, dass Spanglish als Sprachvarietät der Einwanderer aus Lateinamerika und deren Nachkommen in den USA angesehen werden kann. Verursacht wird diese Varietät durch den ständigen Einfluss des Englischen auf die spanische Sprache. Der bloße Begriff Spanglish jedoch, scheint geprägt worden zu sein von dem puerto-ricanischen Journalist Salvador Tío. Er sieht sich selbst als Schöpfer dieses Wortes – eine Meinung, die von vielen Lateinamerikanern geteilt wird. In einer Zeitungskolumne, herausgegeben 1952, soll er geschrieben haben, Spanglish sei die „españolización del inglés“[33] In seinen Kolumnen brandmarkt er Spanglish als degenerierte Sprache, sie sei verseucht und man müsse gegen sie ankämpfen.

Hartmut Stößlein hat seine eigene Definition für den Begriff konstruiert: „eine aus dem Sprachkontakt des Spanischen mit dem amerikanischen Englisch resultierende Mischung beider Sprachsysteme, wobei die Basissprache in der Regel Spanisch ist“[34]. Er stellt bereits in Frage, dass Spanisch immer die Basissprache ist, sprich, den höheren Anteil an Wörtern in der Sprache ausmacht.

Der selbsternannte Bewunderer und Befürworter von Spanglish, Ilan Stavans, geht ebenfalls darauf ein, dass Spanglish den Mix zweier Sprachen beschreibt, bleibt dabei aber sehr allgemein und neutral und bemerkt außerdem, dass auch zwei Kulturen, bzw. Zivilisationen sich vermischen: „Spanglish is the verbal encounter between Anglo and Hispano civilisations.“[35] Ed Morales, selbst Lateinamerikaner, beschreibt den Begriff sehr treffend, bemerkt aber auch, dass Spanglish nicht nur die Mischung zweier Sprachen sei: „Spanglish is what we speak, but it is also who we Latinos are, and how we act, and how we perceive the world”[36]. Er weist auf darauf hin, dass gewisse soziokulturelle Umstände einen hohen Beitrag zum Entstehen des Spanglish in den Vereinigten Staaten von Amerika beigetragen haben. So ist Spanglish nicht nur die Vermischung der englischen mit der spanischen Sprache sondern auch Lebensgefühl und Lebensstil der Sprecher.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Spanglish eine hybride Sprache ist, die die morphosyntaktische, die semantische und die phonologische Verschmelzung des Spanischen mit der englischen Sprache beinhaltet.[37] Gesprochen wird es von Immigranten, die sowohl Englisch als auch Spanisch mehr oder weniger gut beherrschen und in den meisten Fällen lateinamerikanischen Ursprungs sind.

[...]


[1] Vgl. U.S. Census Bureau (2006)

[2] Vgl. Mantilla (2008)

[3] Vgl. Stavans (2008), Foreword

[4] Kabatek/Pusch (2009), S.17

[5] Auf die Einwanderung in den USA wird in Abschnitt 3.1 genauer eingegangen.

[6] Kabatek/Pusch (2009), S.184

[7] Kabatek/Pusch (2009), S.184

[8] Kabatek/Pusch (2009), S.184

[9] Kabatek/Pusch (2009), S.184

[10] Kabatek/Pusch (2009), S.184

[11] Kabatek/Pusch (2009), S.184

[12] Kabatek/Pusch (2009), S.185

[13] Kabatek/Pusch (2009), S.185

[14] vgl. O'Gorman (1984), S.18-20

[15] Vgl. Diner (2008)

[16] Das heutige Kalifornien gehörte bis Ende des Krieges zwischen den USA und Mexiko zu Mexiko. Dazu mehr im weiteren Verlauf des Abschnitts.

[17] Die Napoleonischen Kriege, auch Koalitionskriege genannt, verliefen in Europa von 1792-1815 und endeten mit dem Wiener Kongress in einer Niederlage Napoleons.

[18] Vgl. Gray, T. (2009)

[19] Vgl. Kabatek/Pusch (2009), S.18

[20] Kabatek, Pusch (2009), S.18

[21] Vgl. Kabatek, Pusch (2009), S.18

[22] Neben dem Begriff Chicano trifft man oft auch auf Begriffe wie Mexican American, Hispano oder Latino. Somit ist es nötig, diese Begriffe aufzuschlüsseln. Chicanos und Mexican Americans haben ihren Ursprung in Mexico, leben aber in den USA. Chicano hat des Weiteren die Konnotation, dass die Menschen, die so bezeichnet werden, weder von den USA als Bürger akzeptiert werden, noch von Mexiko. Der Begriff Hispano wurde von der U.S. amerikanischen Regierung für statistische Zwecke kreiert, um alle spanisch sprechenden Menschen einer Gruppe zuordnen zu können. Latinos sind alle Menschen lateinamerikanischen Ursprungs. Im Folgenden werde ich mich auf die Begriffe Chicano oder Hispano begrenzen, je nachdem, ob von Einwanderern mexikanischen Ursprungs oder von spanisch sprechenden Einwanderern allgemein die Rede ist.

[23] Vgl. Balfour (1997), Preface

[24] Vgl. Kabatek, Pusch (2009), S.18

[25] Vgl. Stavans (2008), S.116

[26] Prieto Osorno (2005); Übersetzung ins Deutsche: „Spanglish ist unsere einzige Heimat. Viele Mexikaner, die [wie wir] viele Jahre in den USA gelebt haben, kehren zurück in unser Heimatland und fühlen sich wie Fremde. Mexiko sagt uns, wir sind keine Mexikaner und die Vereinigten Staaten sagen uns, dass wir keine Angelsachsen [Amerikaner] sind. Nur Spanglish und seine hybride Kultur gewähren mir die volle Bürgerschaft, die beide Länder mir verweigerten.“

[27] Vgl. Jiménez (1996)

[28] Puerto Ricos Amtssprachen sind Englisch und Spanisch, was auf die Besetzung des Landes durch die Spanier bis zum Ende des Spanisch-Amerikanischen Bürgerkriegs zurückgeht, sowie auf die Besetzung durch die USA ab diesem Zeitpunkt. Noch heute gehört Puerto Rico politisch gesehen zu den Vereinigten Staaten von Amerika.

[29] Darauf wird im Kapitel 5 genauer Bezug genommen. Hier soll die Klärung des Begriffes im Mittelpunkt stehen.

[30] American Heritage Dictionary (2006) S. 1666; Übersetzung ins Deutsche: „Spanisch, gekennzeichnet durch zahlreiche Entlehnungen aus dem Englischen“

[31] Oxford Dictionaries; Übersetzung ins Deutsche: „eine hybride Sprache, die Wörter und Redewendungen der spanischen und der englischen Sprache kombiniert“

[32] Oxford English Dictionary (2009); S. 105; Übersetzung ins Deutsche: „Es ist eine Art des Spanischen, verunreinigt durch englische Wörter und Ausdrücke, gesprochen von Menschen aus Lateinamerika.“

[33] Lipski (2004), S.1; Übersetzung ins Deutsche: „die ‚Españolisierung‘ des Englischen“

[34] Stößlein (2005), S.71

[35] Stavans (2004), S. 5; Übersetzung ins Deutsche: „Spanglish ist das Zusammentreffen von Englisch und Spanisch auf verbaler Ebene.“

[36] Ribadeneira (2002); Übersetzung ins Deutsche: „Spanglish ist das, was wir sprechen, aber auch das, was wir Latinos sind, wie wir handeln und wie wir die Welt wahrnehmen.“

[37] Morphosyntax umfasst sowohl die Formenlehrer als auch die Satzlehre, Semantik umfasst die Bedeutungslehre und Phonologie die Lautlehre.

Details

Seiten
27
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656959571
ISBN (Buch)
9783656959588
Dateigröße
628 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v299355
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – Institut für Romanistik
Note
1,0
Schlagworte
spanglish phänomen sprachkontakts sprache

Autor

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