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Der Konflikt zwischen Vlad Țepeș alias Dracula und der Kronstadt Mitte des 15. Jahrhunderts

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 35 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung
1.1. Gegenstand und Zielsetzung
1.2. Materiallage
1.2.1. Forschungsstand
1.2.2. Quellenlage

2. Konfliktstoff: Innenpolitische Gegnerschaft
2.1. Verhältnis zu Siebenbürger Sachsen und feudaler Konkurrenz im Burzenland
2.2. Macht- und / oder Handelspolitische Rivalitäten als Auslöser

3. Historisches Faktum oder propagandistischer Topos
3.1. Datierungsproblematik
3.2. Das Ereignis in Flugschriften Mittel- und Westeuropas als negative Propaganda
3.3. Der Holzschnitt von 1500: Gehalt und Aussagewert

4. Resümee

Quellen- und Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

„Es waz sein lust und gab im mut, wann er sach swenden menschen plut.“ (Michel Beheim, 1476)1

1. Einleitung

Ein bildliches Testimonium fungiert als Mittler und Geschmacksverstärker von Botschaften. Die Größe seiner Macht speist sich aus der Fähigkeit eine wortlose Quelle zu sein, die uns aber bei kenntnisreicher Analyse die Vorstellungs- und Urteilskraft der Individuen aus seiner Entstehungszeit verbildlicht. Geschichtliche Ereignisse vermittelt eine Darstellung ihrem Betrachter allerdings selten als lux veritatis, als unverfälscht Wiedergegebenes vergangener Zeit. So auch ein Holzschnitt von 1500 – Sujet ist das in die Legenden eingegangene Motiv, das den walachischen Fürsten Vlad Ţepeş unter einem Wald von Gepfählten tafelnd zu Tisch sitzend zeigt. Hintergrund dieser häufig dargestellten Missetat, bildet eine Strafaktion des Woiwoden gegen das siebenbürgische Kronstadt, die sich zwischen 1457 und 1460 ereignet haben soll.

Die historische Person Vlad Ţepeş alias Vlad III. Dracula, wird in eine unruhige Zeit Mitte des 15. Jahrhunderts hineingeboren.2 Die Situation in Osteuropa kennzeichnet eine stete Bedrohung durch die aggressive Expansionspolitik der Osmanen: die Balkanvölker und Karpatenprovinzen kämpfen um ihre Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Bei seiner Thronbesteigung im Jahren 1456, seiner zweiten von insgesamt drei Herrschaftsperioden3, übernimmt Vlad mit der Walachei ein sowohl politisches als auch wirtschaftlich abhängiges Fürstentum – zwischen Machtinteressen der Osmanen, der Ungarn und intern wechselnden Parteiungen. Der vorherrschenden Oligarchie und dem Status quo entgegenwirkend, setzte er deutliche Zeichen des Machterhalts, um seine autokratischen Ambitionen durchzuringen.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts zur dauerhaften Marke des Donau-Karpatenraumes und Lieblingsfigur der westlichen Vampirmythologen avanciert, wird der historische Vlad Ţepeş als eine der umstrittensten Figuren in der Geschichtsschreibung gehandelt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass seine Personalität und Taten größtenteils in mediatisierter Gestalt überliefert sind. Diese Darstellungen strukturieren Draculas Reputation in der Vergangenheit und haben noch Jahrhunderte danach Einfluss auf sein Image der Gegenwart. In ihren Ursprüngen vermutlich als Teil einer zeitgenössischen Rufmordkampagne gegen Vlad den Pfähler gedacht, bedingen so vor allem Schauererzählungen sein Vermächtnis in der Erinnerungskultur außerhalb Rumäniens – jenes ist aufgrund verschiedener Hypostasen des Woiwoden nicht eindeutig zu definieren. Ob tapferer Armeeführer oder blutrünstiger Strafgeber und despotischer Wüterich: betreffend der Figur Vlad Ţepeş wurzelt jegliches Faktum zwischen reiner Fiktion und der historischen Wahrheit.

1.1. Gegenstand und Zielsetzung

Die vorliegende Arbeit fokussiert die Konflikte zwischen Dracula und Kronstadt in seiner zweiten und längsten Regierungszeit. In Strafaktionen soll er das südliche Burzenland verwüstet und Kronstadt/Brașov belagert haben. Fragestellung und Ziel ist es, die entsprechenden Umstände zu beleuchten und die These zu stützen, nach welcher die Übergriffe auf Kronstadt historisch als eine innenpolitische Strategie und Bestrafung des Adels einzuordnen sind.

Für einen Einblick in die innenpolitischen Verhältnisse Mitte des 15. Jahrhunderts als Basis der Ereignisse, soll zunächst das Verhältnis von Vlad Ţepeş zu den siebenbürgisch-sächsischen Kaufleuten auf der einen und die Beziehung zu den walachischen Emigranten im Burzenland auf der anderen Seite thematisiert werden. Im Folgenden will die Arbeit mögliche Konfliktfaktoren behandeln, die ein feindseliges Vorgehen des walachischen Fürsten gegen Kronstadt und Umgebung begründet haben könnten. Gegen welchen Opferkreis richteten sich die gezielten Aktionen? Sind konkrete Motive zu benennen? Hierbei bilden Kerndynamiken im Bereich der Macht- und Handelspolitischen Rivalitäten die zentralen Probleme des inneren Wiederstreits. Nachdem sich Leitmotive und Spannungsfelder für eine eventuelle Strafaktion herausgestellt haben, soll vor dem Hintergrund der Datierungsproblematik die Ambivalenz des Ereignisses in den Forschungslektüren und den faktisch spärlichen Überlieferungen betrachtet werden. Hier soll die Kernfrage lauten: Hat das Ereignis als ein einzelnes stattgefunden oder nicht? Wann, in welcher Form und welchem Umfang? Anhand von Flugschriften Mittel- und Westeuropas, soll der Aspekt der Mediatisierung und Nachwirkung des vermeintlichen Vergeltungsaktes angeschnitten werden. Aufbauend auf dem darin verwendeten populären Holzschnitt von 1500, wird final Beachtung finden, welchen Aussagewert dieser als Quelle für die historischen Geschehnisse besitzt – um schließlich einzuordnen, inwieweit die Strafaktion als real gegebenes Ereignis eingeordnet werden kann oder nicht. Die Ergebnisse dieser kleinen Untersuchung werden in einem Resümee zusammengetragen sein. Eine denkbare Herangehensweise an die Thematik wäre es, die Topografie Kronstadts und dem Burzenland zur relevanten Zeitspanne zu betrachten. Als wie wahrscheinlich darf ein direkter Angriff auf die Festungsstadt aufgrund der örtlichen Gegebenheiten gelten? Diese Arbeit versucht sich jedoch an einem mehr ereignisgeschichtlicheren Zugang – aufgrund der misslichen Quellenlage und fehlenden Erwähnungen in den städtischen Chroniken. Die Fragestellung hat sich nicht zum Ziel gesetzt, eine eindeutige Antwort auf ein ja oder nein in Bezug auf die Strafaktion in Kronstadt zu geben. Sie ist weder zu beweisen, noch eindeutig zu wiederlegen. Es sollen die Faktenlage und die wichtigsten Forschungspositionen erläutert, sowie die propagandistische Darstellung des fürstlichen Festmahls unter den Gepfählten in Holzschnitt und Flugschriften in ein Verhältnis zu den Vorkommnissen gesetzt werden. Der hier behandelte Gegenstand eröffnet sich deshalb als interessant, weil die geschichtlich nicht einwandfrei nachweisbaren Vergeltungszüge des Woiwoden Dracula gegen Kronstadt unfreiwillig wahrscheinlich mehr Auswirkung auf seinen Mythos hatten, als sie für die zeitgenössische Situation dauerhafte Besserungen bewirkten. Unter anderem anhand dieser, einseitig betrachtet grausamen Einfälle, wurde Ţepeş vom Pamphletisten zum Inbegriff des östlichen Tyrannen stigmatisiert. Sie sind somit Grundlage für den Stoff, der Vlad Jahrhunderte später in Kombination mit folkloristischen Eigenschaften, zum Mythologem der Horrorliteratur machen sollte – zum blutdürstigen Untoten und Vampir.

1.2. Materiallage

1.2.1. Forschungsstand

Als Vorlage für Bram Stokers „Dracula“ von 1897 bereits zu Weltruhm gelangt, wurde Vlad Ţepeş mit dieser Klassiker untern den Vampirromanen indirekt in Literatur und Film auf unterschiedlichste Art verarbeitet.4 Als historische Figur nach 1650 nahezu in Vergessenheit geraten, erfuhr Vlad der Pfähler erst Mitte des 20. Jahrhundert eine Rehabilitierung. Pionierarbeit leisteten dabei T. McNally und Radu Florescu mit ihrem „In Search of Dracula“ von 1973, mit der Ţepeş erstmalig erneut als historische Figur etabliert war5. Im Zuge dessen erschienen weitere Publikationen, überwiegend im populärwissenschaftlichen Diskurs. Allerdings liegt der Forschung bis zu diesem Zeitpunkt weder eine fundierte und den aktuellen wissenschaftlichen Kriterien entsprechende Vita der Herrscherpersönlichkeit Vlad „Tepes“ Dracula III vor, noch ist seine Rolle als Gegenstand in der späteren Geschichtsschreibung ausreichend aufgearbeitet.6 Für die vorliegende Arbeit von unmittelbarem Belang sind drei Standardwerke aus dem 20. Jahrhundert die den Versuch unternehmen, das Leben des Woiwoden Ţepeş in breiteren Kontext seiner Wirkungszeit Mitte des 15. Jahrhunderts einzuordnen. Nicolae Stoicescu mit seinem marxistisch, nationalistischen Ansatz, zeichnet ein Bild Vlad Ţepeş‘ als Volkskämpfer zum einen und differenziert Dracula als eine Gestalt der deutschen Flugschriften zum anderen.7 Das Werk der Historiker Raymond McNally und Radu Florescu von 1972, hier in der von 1989 neu überarbeitete Version verwendet, wurde im Jubiläumsjahr für den westlichen Markt aufbereitet und ist in seiner Argumentation unter diesem Gesichtspunkt zu verstehen.8

Unbedingt bedeutend und in dieser Arbeit verwendet, aufgrund privatrechtlich verwerflicher Ungereimtheiten und Vorwürfen jedoch je nach persönlichem Ermessen zu zitieren, ist das Werk des amerikanischen Historikers Kurt W. Treptow.9 Er argumentiert gegen die rumänische Geschichtsauffassung seiner oben genannten Kollegen und stellt einen interessanten Gegenpol zur Historiografie dar. Hierbei gilt es generell zu erwähnen, dass die Sicht auf Vlad Ţepeş in der Literatur des Westens eine andere ist, als im Balkanraum und anderen Mustern der Darstellung folgt. Im rumänischen Geschichtsdenken jetzt als schiere Heldengestalt und Identifikationsfigur umworben, ist das literarische westliche Bild des südosteuropäischen Herrscher aus dem Spätmittelalter von einem gewaltbereiten und despotischen Ruf geprägt.

Neuere Überblicksmonographien existieren mit Heiko Haumann10, Meirion J. Trow11 und Ralf-Peter Märtin12. Sie befassen sich mit dem Leben und der Legendenbildung um die Person Vlad Dracula und dem schmalen Grat zwischen Geschichtsschreibung und Geschichtenzuschreibung in Bezug auf das historische Material zum Woiwoden. Für fundierte Informationen über die Stadtgeschichte Siebenbürgens zu Lebzeiten von Tepeş, bieten sich die Arbeiten von Harald Roth13 und Maja Philippi14 an. Außer kurzen Erwähnungen wird bei beiden deutlich, dass Tepes in der Kronstädter Stadtgeschichte dieses Jahrhunderts weder Erwähnung noch Bedeutung zukommen. Für eine Einordnung und Sondierung von Draculas Beziehungen zu den Siebenbürger Sachsen weiter herangezogen, sind Aufsätze der Historiker Gustav Gündisch15 und Gernot Nussbächer16.

1.2.2. Quellenlage

Als bedeutendste Quellen sind Manuskripte in Form von Flugschriften aus Mittel- und Westeuropa zu nennen. Eine Hauptquelle für die Medialisierung der Strafaktion ist neben den russischen und rumänischen vor allem die deutsche Fassung der Schauergeschichten, in ersten Exemplaren bereits um 1462 zu Lebzeiten des Fürsten existent. Ein weiteres Set an Nachdrucken der Erzählungen ward im 15. und 16. Jahrhundert im deutschen Raum in Umlauf gebracht. In der Sammlung dieser historisch-literarischen Anekdoten, findet ein Übergriff auf Kronstadt und insbesondere eine Illustration des vermeintlichen Ereignisses in einem Holzschnitt Erwähnung. Für die vorliegende Arbeit sind der populäre Holzschnitt und die Schriften in einer Version von 1488 aus Nürnberg und einer von 1500 aus Straßburg relevant.

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts ebbte das Interesse an der „Geschichte vom bösen Dracul“ nach und nach bis zum vollkommenen Verschwinden hin ab – heute sind Drucke im Kloster St Gallen oder der Kathedrale in Lambach verblieben. Für diese Arbeit werden neben den Schauergeschichten im Werk von McNally und Florescu17, ebenfalls die aus Dieter Harmenings gesammelten Handschriften „Die geschicht Dracole waide“18 herangezogen. Eine lateinische Miszelle von Thomas Ebendorfer, in der Übersetzung nach Karin Zeleny verwendet, zählt ebenfalls zu den bemerkenswerten Quellendokumenten.19 Zum gegenwärtigen Standpunkt des Materials, ist weiter das Epos von Michel Beheim zu nennen.20 Um 1462 oder 1465 verfasst, ist das 1070 Verse umfassende strophische Gedicht „von ainem wuterich der hies Trakle waida von der Walachei“, als episodische Erzählung aufgebaut. In häufig formelhafter Sprache21, die als gattungstechnisches Merkmal zu vermerken ist, schildert es im Wesentlichen seine Grausamkeiten und Gräueltaten über die gesamte Regierungszeit, sowie den sogenannten Verrat des Woiwoden. Basierend auf den Augenzeugenberichten des deutschen Mönchs Brüder Jakob, zählt es zu den unmittelbarsten dokumentarischen Zeugnissen. Neben dem vorhandenen narrativen Quellenmaterial, sind ebenfalls Urkunden und Briefe aufschlussreiche Dokumente. Hervorzuheben ist die Quellensammlung "Corpus Draculianum", herausgegeben von Thomas M. Bohn, Adrian Gheorghe und Albert Weber22. In drei Bänden sind darin insgesamt sechzehn in europäischen und orientalischen Sprachen erhaltenen Briefe, Urkunden und Erzählungen aufbereitet und gesammelt zugänglich gemacht. Im Folgenden werden aus Band drei Urkunden der Jahre 1456 bis 1460 herangezogen. Für diese Zeitspanne liegen hauptsächlich Briefe als Hinweis über das Verhältnis von Dracula zu den Siebenbürger Sachen vor – überhaupt lassen sich fast ausschließlich aus erzählenden Quellen Rückschlüsse auf eine heftige Strafaktion des Vlad Ţepeş ziehen. Die wichtigsten Zeugnisse für die nachfolgende Untersuchung, stellen nach dem Holzschnitt das Epos des Michel Beheim und ein Brief vom 5. April 1495 aus der Sammlung des Corpus Draculianum dar.

2. Konfliktstoff: Innenpolitische Gegnerschaft

Es interessiert zunächst, welcher Quell des Wahnsinns als Ursache für Strafaktionen gegen Kronstadt in Frage kommen könnte. Um die Möglichkeiten abzudecken, ist die Arbeit an dieser Stelle in zwei kleinere Abschnitte unterteilt. Im ersten Teil wird das Verhältnis Draculas zu den siebenbürgisch-sächsischen Kaufleuten auf der einen Seite und den walachischen Emigranten auf der anderen offengelegt. Danach werden überblickshaft Macht- und Handelspolitische Faktoren als eventuelle Auslöser dargestellt.

2.1. Verhältnis zu Siebenbürger Sachsen und feudaler Konkurrenz im Burzenland

Siebenbürgen im 15. Jahrhundert war vorwiegend von deutschen Händlern, den siebenbürgisch-sächsischen Kaufleuten besiedelt. Neben kultureller und ethnischer Vielfalt, kennzeichneten ein lukrativer Ost-West Handel und Wohlstand das Transsylvanien dieser Ära.23 Die Handelsbeziehungen zwischen Siebenbürgen und der Walachei waren stets eng verbunden, jedoch von zahlreichen Zwischenfällen geprägt, wobei sich besonders die Beziehungen zu den Distrikten im Süden des Landes als uneben erwiesen.24 Zu Vlads Regierungsantritt 1456 allerdings, herrschten der Forschung zufolge verhältnismäßig günstige Verhältnisse: er muss zweifelsohne daran interessiert gewesen sein, die guten Beziehungen zu den deutschen Sachsen aufrecht zu erhalten, da diese ihn bereits zuvor bei der Besteigung des walachischen Thrones unterstützt hatten.25 Einer der zentralen Punkte in der Beziehung zwischen Vlad Ţepeş und den Siebenbürger Sachsen, war das gemeinsame Problem der Türkengefahr.26 In den Osmanen den gleichen Feind bekämpfend, resultierte daraus vermutlich eine Art Zweckgemeinschaft, wie ein Abkommen zwischen Vlad und dem Kronstädter Rat vom 10. September 1456 zeigt, indem sich beide Parteien gegenseitige Unterstützung zusicherten. Ein Brief dokumentiert diese Übereinkunft, nach der Kronstadt Vlad zusätzlich Asyl und Waffenhilfe gewährt, während dieser den Kaufleuten aus Brașov im Gegenzug die alten Rechte bestätigt und freien Handel in der Walachei garantiert.27 Ţepeş nimmt diese Abmachung im September 1456 alsbald zum Zweck der Türkenabschreckung in Anspruch.28 Dies kann als Hinweis darauf gelten, dass das Verhältnis Draculas zu den Siebenbürgern in den ersten Herrschaftsmonaten einst nicht auf feindlicher Gesinnung basierte – wenn auch nur aus dem Grund, das Vlad Ţepeş‘ Herrschaft noch nicht konsolidiert und er auf Hilfe von Verbündeten angewiesen war.29 Ein weiterer Aspekt in dieser Beziehung, der sich zeitweilig zu einem Problempunkt entwickelte, ist die Wirtschaftspolitik des Fürsten.30 Die Stadt Kronstadt, im Rumänischen Brașov betitelt und heutiges Tara Birsei, gehörte als eines der wichtigsten Zentren der Waffenherstellung zu den blühendsten und reichsten Handelsstädten in Transsylvanien. Innerhalb der Walachei wurden die sächsischen Güter unter bestimmten Einfuhrzöllen verkauft, die sich an einer lang gediegenen Regelung orientierten.31 Mit dieser Tradition existierte offenkundig ein explosiver Konflikt- und Reibepunkt, da sie einem der politischen Hauptziele des Woiwoden im Weg stand: der Entwicklung von Handel und Gewerbe, zum Wohl des überragenden Anliegens der Unabhängigkeit der Walachei.32 Zu diesem Zweck wollte Ţepeş durch die Einführung des sogenannten Stapelrechts33 in der Walachei, seine einheimischen Kaufleute vor Ausbeutung aus dem Ausland und den Siebenbürger Kaufleuten schützen, um gleichzeitig den internen walachischen Handel beleben. Durch die nun nicht mehr alten Konditionen, erfuhren die Siebenbürgischen Händler freilich Nachteile.34 Die Konflikte mit den deutschen Siedlern um das Stapelrecht, sind einer der Hauptfaktoren in der wenig reibungslosen Beziehung des Woiwoden zu den deutschen Krämerseelen aus Siebenbürgen.35 Der Höhepunkt an Missstimmung des Vlad Dracula gegen die deutschen Kaufleute waren stets dann erreicht, wenn diese aus handelspolitischen Interessen jeweils einen gegnerischen Thronprätendenten unterstützten – und Vlad damit zum einen vom Walachischen Thron zu stoßen gedachten und zum anderen schlicht seine Autorität infrage stellten.

Um festzuhalten: es kann nicht von einer grundsätzlichen oder ausgeprägten Feindschaft mit den Siebenbürger Kaufleuten die Rede sein.36 Perioden von enger politischer Zusammenarbeit, Bündnissen und Vereinbarungen zwischen den beiden Parteien, wechseln sich mit Zeiten schärfster Auseinandersetzung ab.37 Die Brisanz und das Konfliktpotenzial der Verhältnisse, waren dabei entweder von der Türkengefahr abhängig, im Zuge derer sie gegenseitig auf sich angewiesen waren, oder vom Bestreben des Walachen-Fürsten seine Zentralgewalt zu stärken. Ein Gegner der Siebenbürger Sachsen war Vlad Ţepeş demnach je nach Situation – und diese befand sich den Zeitdokumenten zufolge des Öfteren im Wechsel.

Neben dem wirtschaftlich belasteten Verhältnis zu den Siebenbürgischen Kaufleuten, muss die machtpolitische Beziehung zu den Walachischen Emigranten und geflüchteten innenpolitischen Gegnern Draculas betrachtet werden. Denn die Übergriffe auf Kronstadt und Umgebung stehen in engem Verhältnis zu Vlads Herrschaftsverständnis bezüglich seiner Bojaren- und Adelspolitik. Die Beziehung zum Adel, war neben der Beziehung zur königlichen Autorität in Ungarn Vlad Ţepeş innenpolitische große Herausforderung. Die Nobilität hatte die wirtschaftliche Macht inne – in der Walachei herrschte Anarchie, in der sich die Adelsgeschlechter für die Unterstützung eines neuen Thronanwärters entscheiden konnten, wenn der aktuelle Amtsinhaber zu Ihrer Unzufriedenheit regierte, womit die Fürsten des Landes von ihrer Gunst abhängig waren. Die Treue des Adels war damit üblicherweise eine Notwendigkeit für eine langlebige und friedliche Herrschaftszeit. Der mangelnden Unterstützung von Seiten der Oberschicht des Landes, hatte Vlad Ţepeş bereits die Kürze seiner ersten Amtszeit zu verdanken und war sich der Verlustgefahr seiner Macht im Jahre 1456 zweifellos bewusst. Neben Draculas Herrschaftsverständnis war jedoch kein Raum für ein Großbojarentum, denn er verfolgte trotz dieser Strukturen eine autoritäre Herrschaftsidee, in der der Adel unter ihm stand.38 Auf den Verdacht oder die Gewissheit eines Verrats von Seiten der Aristokratie, reagierte er mit Verfolgung und Bestrafung der Schuldigen.

Ein bemerkenswerter Aspekt im Verhältnis zu den Emigranten, ist die Furcht Vlads vor geflüchteten innenpolitischen Gegnern, die sich in Siebenbüren aufhielten und von dort aus gegen ihn vorgingen oder vorgehen konnten.39 Beispielhaft für diese Furcht, ist die Forderung in einem Dokument an Kronstadt, indem Ţepeş den Rat auffordert, diesen Gegnern weiter kein Asylrecht in ihren Gebieten zu gewähren.40 Diese Ängste eigneten sich hervorragend als Druckmittel für den ungarischen König und die Siebenbürger Obrigkeiten gegen den Walachen, dass je nach Interessenlage zur Türkenabwehr oder aus handelspolitischen Belangen verwendbar war. Wie ausgeprägt seine Vorsicht gegenüber Verdächtigen gewesen sein könnte, zeigt eine Passage aus einem Briefwechsel zwischen Dan und dem Kronstädter Rat, indem Dan von einer Aktion berichtet, nach der Vlad 300 junge Männer aus dem Burzenland hingerichtet habe.41 In deutschen Geschichten hielten sich die Lehrlinge aus dem harmlosen Anliegen heraus in der Walachei auf, um unter anderem die rumänische Sprache zu erlernen.42 Bei Michel Beheim waren es zu diesem Ereignis mindestens vierhundert Knaben an der Zahl, die auf sein Kommando hingerichtet wurden.43 Dies muss freilich als Übertreibung und ein Zweckmittel der Darstellung seiner Grausamkeit gewertet werden: McNally und Florescu halten es für wahrscheinlich, dass Ţepeş in den Jünglingen Spione sah, die die walachischen Produktionsmechanismen studieren sollten und er mit seiner Reaktion die einheimische Wirtschaft zu schützen versuchte.44 Auch Beheim führt die vermeintlich gleichen Gründe für das Handeln des Fürsten an.45 Es scheint tatsächlich plausibler, dass die Jugendlichen als Spione geschickt wurden und Vlad diese eliminierte. Im Fall dass der historischen Wahrheit entsprechen sollte, wird hier die Angst vor internen Feinden und Verrat ausgesprochen deutlich.

Das sich eine große Anzahl der politischen Feinde Vlads aller Wahrscheinlichkeit nach im Exil in Transylvanien aufhielten wird in Briefen sichtbar, in denen er Kronstadt bittet seine Feinde auszuweisen.46 Beispielhaft dafür steht ein Dokument vom 3. Juli 1456, indem er den Rat von Brașov auffordert, zwei seiner Feinde die Unterstützung zu verweigern und sie auszubürgern.47 In einem weiteren Brief vom 4 Juni 1460 ersucht er den Rat, feindliche Bojaren die dorthin geflüchtet waren und sich ihm unterwerfen wollten, seinem führenden Bojar und Abgesandten Voivo Dobrita zu übergeben oder die nicht willigen aus der Stadt auszuweisen.48 Im Juli desselben Jahres findet ein Schriftwechsel mit den städtischen Obrigkeiten statt, indem Vlad mit ihnen Frieden halten will, solange sie nicht seine Feinde, die Fogarascher unterstützten.49 Ebenfalls liefert dieses Dokument den Hinweis, dass Dracula diesen Antrag offenbar im Einklang mit einer Vereinbarung gestellt hatte, die er mit seinem Abgesandten getroffen hatte50 – diese und möglicherweise auch andere Entscheidung, traf er damit nicht als Autokrat, sondern er agierte innerhalb eines politischen Netzwerkes. Nach der zweiten Thronbesteigung 1456, galten Vlads Aktionen und Anliegen51 vorrangig der Festigung seiner Autorität und der Beseitigung aller internen Bedrohungen gegen seine Position als Fürst – insbesondere den gegnerischen Stimmen unter den Bojaren.52 Kurt W. Treptow argumentiert in diesem Kontext gegen die These, nach der Vlad als Klassenheld gegen die Bojaren in seinem Land agierte, indem er diese bekämpfte.53 Um es mit ihm zu halten, wollte Ţepeş zweifellos seine Autorität steigern, dies jedoch nicht dadurch erreichen indem er die bestehende feudale Ordnung untergrub, sondern Dracula stellte sich deswegen gegen die Bojaren, um so seine eigenen Leute, Freunde und Verwandte zu fördern.54 Vlad und die Adelsschicht verfolgten im Grundsatz gar gleiche Interessen, wie die Festigung und den Ausbau der Macht des Staates, der ihnen beiden ihren Status und Privilegien sicherte.55 Dass ein Angriff gegen den Adel gerichtet war, ist nicht abwegig. Inwieweit der Woiwode jedoch Raubzüge und gezielte Vernichtung im Sinne einer Strafaktion gegen die walachischen Exilanten und Adelskreise in Siebenbürgen unternahm, soll im weiteren Verlauf der Arbeit geklärt werden.

2.2. Macht- und / oder Handelspolitische Rivalitäten als Auslöser

Um die Motive zu erfassen die hinter den Handlungen Vlad Ţepeş‘ stehen könnten, soll zunächst nach Ursachen für die Feindseligkeit zwischen Walachei und Siebenbürgen gesucht werden – und damit nach historisch möglichen Leitimpulsen, die die despotisch anmutenden Einfälle in Kronstadt und Umgebung eventuell bedingt haben. Die Verhältnisse und Auseinandersetzungen zwischen den Kronstädtern und Vlad, müssen sowohl von politischen als auch wirtschaftlichen Faktoren und gegensätzlichen Interessenpolen geprägt gewesen sein.56 Konkret für die Rivalität von Bedeutung, sind Kerndynamiken in der Beziehung zu den Siebenbürgen Sachsen, die zwei realistische Optionen an Streitgründe zulassen. Zum einen könnten es Handels- und zum anderen Machtkämpfe zwischen beiden gewesen sein, die zum Ausbruch der Unstimmigkeiten führten. Eine Möglichkeit für die angespannten Verhältnisse, entspringt den differenten Handelsinteressen der Sachsen und Ţepeş. Raymond McNally und Radu Florescu sowie Stoicescu und Gustav Gündisch vertreten diese These, nach der die Feindseligkeiten handelspolitischen Ursprungs waren. Die handelsprotektionistischen Maßnahmen die der walachische Fürst verfolgt, sind hier der Grund für die Siebenbürger Kaufleute gegen ihn vorzugehen. Tatsächlich spielt in der Beziehung des Fürsten zu den Siebenbürger Sachsen das vorherrschende kohärente Programm der wirtschaftlichen Entwicklung eine zentrale Rolle. Die Burzenländer Kaufleute genossen Handelsprivilegien in der Walachei und hatten sich eine Präferenzzollregelung und Freihandel gesichert. Gegen den vorherrschenden Feudalabsolutismus, der sich auf den Bereich des Handels erstreckte, war das Stapelrecht das Hauptinstrument der Wirtschaftspolitik des Vlad Ţepeş.57 Offenbar wollte er damit auf das Prinzip der Gegenseitigkeit setzen: die rumänischen Kaufleute aus der Walachei sollten gleiche Privilegien wie die Siebenbürger genießen – gar sollte ihnen das Vorkaufs- und Weiterverkaufsrecht innerhalb der Walachei vorbehalten sein.58 Für dieses Vorgehen spricht, dass er in der Herrschaftsperiode von 1456-1462 regelmäßig das Stapelrecht in der Walachei einführte, beziehungsweise versuchte es durchzusetzen. In einem Übereinkommen mit dem Butzenland von 1456, sicherte Vlad Ţepeş den Krämern zoll- und abgabenfreien Handel auf walachischem Gebiet zu.59 Im Folgejahr allerdings beschränkt er die Handelsbedingungen für ausländische Kaufleute und führte das Stapelrecht als ökonomisch kalkulierte Maßnahme in seinem Fürstentum ein.60 Vermutlich als Reaktion darauf, dass sich der Handel unter Ţepeş derart schwierig und unvorteilhaft gestaltete, schließen sich die Siebenbürger Städte, darunter auch Kronstadt, dem ungarischen König Ladislaus von Hunyadi an und unterstützen dessen vorgeschlagenen Thronprätendenten Dan61. Darauf antwortete der Woiwode Historikern zufolge noch im gleichen Jahr aus Rache mit einem möglicher „Vergeltungszug“ gegen Gebiete in Hermannstadt und dem Burzenland.62 Nach einem Waffenstillstandsabkommen im November 1457 und dem Tod Ladislaus von Ungarn, unterstützt der neue König Matthias Corvinus erneut Dan und die von ihm privilegierten Siebenbüger Städte tun es ihm gleich. Hinweis darauf findet sich in einem Schreiben vom 2.April 1459, in dem Dan dem Rat von Kronstadt mitteilt, dass er im Auftrag von Corvinus kommt, um die Walachei zu besetzen und um Unterstützung bittet.63 Vlad hingegen unterstützt Szilagyi und nimmt auf diese Provokation hin seine handelsprotektionistische Politik wieder auf und führt erneut das Stapelrecht in der Walachei ein.64 Nach Gustav Gündisch liegen für die Zeitspanne von 1458 bis 1460 keine zuverlässigen Urkunden vor, die die Verhältnisse zu den Siebenbürgern dokumentieren.65 Das Ţepeş dieses Stapelrecht verhängt haben muss, kann jedoch deshalb vermutet werden, weil Berichte von einer Strafe an einem Kaufmannszug vorliegen, der durch die Walachei zog und dieses Stapelrecht offenbar missachtet hatte. Bei Michel Beheim findet sich hierfür der schlichte Hinweis darauf, dass Dracula keinen Frieden hielt und viele Kaufmänner und Fuhrleute hatte pfählen lassen.66 In deutschen Geschichten, überliefert in einer Handschrift aus der Sankt Gallener Stiftsbibliothek, ist von einem Kaufmannszug von 600 Mann die Rede, der mit seinen Waren durch die Walachei zog und von Vlad gepfählt wurde.67 Eine identische Version findet sich in der Handschrift C. Colmar.68 Auch in einem Nürnberger Druck ist von gepfählten Kaufleuten aus dem Burzenland die Rede.69 Die unterschiedlichen Handelsinteressen wären nach dieser These der Ursprung des Vorgehens von Vlad Ţepeş und den Siebenbürgischen Städten gegeneinander. Mit dem Einsatz des Stapelrechts nutzte Vlad seine Machtposition aus, indem er den Sachsen aus Brașov das Gegenseitigkeitsprinzip im bilateralen Warenhandel auferlegte und eröffnete seinen rumänischen Kaufleuten so vorteilige Konditionen – was den Unmut der sächsischen Kaufleute angeregt haben muss, wovon alle drei Quellen ausgehen. Durch Vlads handelsprotektionistische Politik sahen sich die Sächsischen Kaufleute der Handelsmonopole Kronstadt in ihrer Stellung im Warenverkehr durch die Walachei bedroht.70 Deshalb könnten sie in den Jahren von 1456-1460 regelmäßig andere Thronprätendenten unterstützt haben, da diese ihnen sicheren und freien Handel mit der Walachei garantierten.

[...]


1 BEHAIM, Michael: von ainem wuterich der hies Trakle waida von der Walachei. In: Hans Gille, Ingeborg Spriewald (Hrsg.): Die Gedichte des Michel Beheim, Akademie-Verlag, Berlin 1968-1972. Bd. 1.Einleitung. Gedichte Nr. 1-147 (= Band 60 von Deutsche Texte des Mittelalters). Berlin 1968, S. 290, Z.71-72.

2 Vgl. HAUMANN, Heiko: Dracula. Leben und Legende. München 2011, S.9-13.

3 Oktober-November 1448, 1456-1462, November-Dezember 1476; Vgl. Haumann: Dracula, S.179.

4 Für eine Auflistung von Veröffentlichungen und Filmographie über Ţepeş und den Dracula-Mythos siehe: McNALLY, Raymond T. / Florescu, Radu: Auf Draculas Spuren: die Geschichte des Fürsten und der Vampire. Frankfurt am Main 1996, S.221ff.

5 FLORESCU, Radu R. / McNally, Raymond: In Search of Dracula. A True History of Dracula and Vampire Legends. Greenwich, 1973. Weitere Veröffentlichungen: FLORESCU, Radu R. / McNally, Raymond: Dracula. A Biography of Vlad the Impaler. New York, 1973. FLORESCU, Radu R. / McNally, Raymond: Dracula, Prince of Many Faces. Boston,1989.

6 Vgl. BOHN, Thomas/ Einax, Rayk/ Rohdewald, Stefan: Vlad Dracula - Tyrann oder Volkstribun? Historische Reizfiguren im Donau-Balkan-Raum - Giessen 09/14. Gießen, 2013. URL:http://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=h-soz-u-kult&month=1309&week=d&msg=kJwPJXjwcswk6TRaHt3Dmw&user=&pw= (27.09.2013)

7 STOICESCU, Nicolae: Vlad Tepes, Prince of Walachia. Bucharest 1978.

8 FLORESCU, Radu R. / McNally, Raymond T.: Dracula, prince of many faces: his life and his times. Boston [u.a.] 1989.

9 TREPTOW, Kurt W.: Vlad III Dracula: The Life and Times of the Historical Dracula. Iaşi [u.a.] 2000.

10 HAUMANN, Heiko: Dracula. Leben und Legende. München 2011.

11 TROW, Meirion J.: Vlad the Impaler : in search of the real Dracula. Gloucestershire 2006.

12 MÄRTIN, Ralf-Peter: Dracula. Das Leben des Fürsten Vlad Țepeș. Frankfurt am Main 1980.

13 ROTH, Harald: Kronstadt in Siebenbürgen: eine kleine Stadtgeschichte. Köln, 2010.

14 PHILIPPI, Maja: Die Bürger von Kronstadt im 14. und 15. Jahrhundert: Untersuchungen zur Geschichte und Sozialstruktur einer siebenbürgischen Stadt im Mittelalter. Köln, 1986.

15 GÜNDISCH, Gustav: Vlad Tepes und die sächsischen Selbstverwaltungsgebiete Siebenbürgens. In: Revue roumaine d'Histoire 8 (1969) S. 981-992. ND: in Ders.: Aus Geschichte und Kultur der Siebenbürger Sachsen. Ausgewählte Aufsätze und Berichte. Köln [u.a.] 1987, S.56-76.

16 NUSSBÄCHER, Gernot: Vlad der Pfähler und seine Beziehungen zu den Sachsen in Siebenbürgen. In Ders.: (Hrsg.); Aus Urkunden und Chroniken. Bukarest 1981, S.79-86.

17 McNALLY, Raymond T. / Florescu, Radu: Auf Draculas Spuren : die Geschichte des Fürsten und der Vampire. Frankfurt am Main 1996, S.184-213.

18 HARMENING, Dieter: Der Anfang von Dracula. Zur Geschichte von Geschichten. (= Band 1, Quellen und Forschungen zur europäischen Ethnologie) 1983, S.32-36.

19 EBENDORFER, Thomas: Chronica regum Romanorum. In: Zimmermann, Harald (Hrsg.): Scriptores rerum Germanicarum, Nova series 18,1: Thomas Ebendorfer, Chronica regum Romanorum. Teil 1-2. Hannover 2003. Übersetzung nach: Zeleny, Karin, aus: Dracula: Woiwode und Vampir; eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien; Schloss Ambras, Innsbruck, 18. Juni - 31. Oktober 2008, S.7.

20 Behaim: von ainem wuterich der hies Trakle waida von der Walachei. S. 285-316.

21 Z.B. SCHARES, Thomas: Formelhafte Sprache als gattungskonstituierendes Element in Michel Beheims Vlad-Ţepes-Gedicht. In: Germanistische Beiträge 27. Sibiu 2010, S. 121-135. URL: http://reviste.ulbsibiu.ro/gb/GB27/cap8.pdf

22 Bis zu diesem Zeitpunkt in 2013 Band drei erschienen: Die Überlieferung aus dem Osmanischen Reich. Bearbeitet von Adrian Gheorghe. Band eins und zwei folgen bis 2015 nach.

23 Vgl. Florescu /McNally: Dracula, prince of many faces, S. 112.

24 Vgl. ebd., S.108.

25 Vgl. ebd., S.112.

26 Vgl. Nussbächer: Vlad der Pfähler und seine Beziehungen zu den Sachsen in Siebenbürgen, S.86.

27 Vgl. Stoicescu: Vlad Tepes, Prince of Walachia, S.51.

28 Vgl. Stoicescu: Vlad Tepes, Prince of Walachia, S.51.

29 Vgl. ebd., S.52.

30 Vgl. Nussbächer: Vlad der Pfähler und seine Beziehungen zu den Sachsen in Siebenbürgen, S.86.

31 Vgl. Florescu / McNally: Dracula, prince of many faces, S. 110.

32 Vgl. Nussbächer: Vlad der Pfähler und seine Beziehungen zu den Sachsen in Siebenbürgen, S.86.

33 Für die transsilvanisch-walachische Handelsverhältnisse siehe vgl: Florescu / McNally: Dracula, prince of many faces, S. 109,110.

34 Vgl. Florescu / McNally: Dracula, prince of many faces, S. 110.

35 Vgl. Stoicescu: Vlad Tepes, Prince of Walachia, S.50.

36 Vgl. Roth: Kronstadt in Siebenbürgen, S.82.

37 Gündisch: Vlad Tepes und die sächsischen Selbstverwaltungsgebiete Siebenbürgens, S.990.

38 Vgl. Gündisch: Vlad Tepes und die sächsischen Selbstverwaltungsgebiete Siebenbürgens, S.982.

39 Vgl. Gündisch: Vlad Tepes und die sächsischen Selbstverwaltungsgebiete Siebenbürgens, S.983.

40 Vgl. Bohn u.a.: Corpus Draculianum, Brief Nr. 3 vom von 3. Juli 1456.

41 Vgl. Bohn u.a.: Corpus Draculianum, Brief Nr. 12 vom 5. April 1459.

42 Vgl: McNally / Florescu: Auf Draculas Spuren, S.185.

43 Vgl. Behaim: von ainem wuterich der hies Trakle waida von der Walachei. S:288, Z.77-90.

44 Vgl: Florescu / McNally: Dracula, prince of many faces, S.118.

45 Vgl. Behaim: von ainem wuterich der hies Trakle waida von der Walachei. S:288, Z.78-90.

46 Vgl. ebd.: S.82.

47 Vgl. Bohn u.a.: Corpus Draculianum, Brief Nr. 3 vom 3. Juli 1456.

48 Vgl. ebd.: Brief Nr. 15 vom 4. Juni 1460.

49 Vgl. ebd.: Brief Nr. 16 vom 26. Juli 1460.

50 Vgl. Treptow: Vlad III Dracula:, S.83.

51 Das politische Programm der ersten Jahre der zweiten Herrschaft Vlads von 1456 bis 1462 lässt sich nach Heiko Haumann wie folgt zusammenfassen: Zunächst habe der Woiwode als Grundlage seiner Macht die Wirtschaftskraft der Walachei gestärkt, um auf dieser Basis die Voraussetzungen für ein schlagkräftiges, stehendes Heer zu schaffen. Daran habe sich die Festigung der Zentralgewalt durch die Ausschaltung verschiedener Bojaren sowie das bestmögliche Ausnutzen der jeweiligen außenpolitischen Lage angeschlossen. Neben einer Stabilisierung der Inneren Ordnung des Landes, sollte das Fürstentum auch außerhalb der Ländergrenze zu einer komfortableren Stellung verhelfen. Dazu vgl. Haumann: Dracula. Leben und Legende, S.27.

52 Vgl. LIGHT, Duncan: The dracula dilemma tourism, identity and the state in Romania. Farnham 2012, S.42.

53 Vgl. Treptow: Vlad III Dracula:, S.73.

54 Vgl. Treptow: Vlad III Dracula:, S.85.

55 Vgl. Treptow: Vlad III Dracula:, S.86.

56 Vgl. Philippi, Maja: Die Bürger von Kronstadt im 14. und 15. Jahrhundert, S.72.

57 Vgl. Märtin: Dracula, S.99.

58 Vgl. Gündisch: Vlad Tepes und die sächsischen Selbstverwaltungsgebiete Siebenbürgens, S.984.

59 Vgl. Bohn u.a.: Corpus Draculianum, Brief Nr. 5 vom von 6. September 1456.

60 Vgl. Nussbächer Vlad der Pfähler und seine Beziehungen zu den Sachsen in Siebenbürgen, S.80.

61 Vgl. ebd.: Brief Nr. 7 vom 17. Dezember 1456.

62 Vgl. Gündisch: Vlad Tepes und die sächsischen Selbstverwaltungsgebiete Siebenbürgens, 984.

63 Vgl. Vgl. Bohn u.a.: Corpus Draculianum, Brief Nr. 11 vom 2. April 1459.

64 Vgl. Gündisch: Vlad Tepes und die sächsischen Selbstverwaltungsgebiete Siebenbürgens, S.985.

65 Vgl. ebd.: S.986.

66 Vgl. Behaim: von ainem wuterich der hies Trakle waida von der Walachei. S:287, Z.74-76.

67 Vgl. McNally / Florescu, Radu: Auf Draculas Spuren, S.186, Erzählung Nr.12

68 Vgl. Harmening: Der Anfang von Dracula, S.110, Z.61-63.

69 Vgl. Harmening: Der Anfang von Dracula, S.32, Z.17-18.

70 Vgl. Philippi, Maja: Die Bürger von Kronstadt im 14. und 15. Jahrhundert, S.72.

Details

Seiten
35
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656956426
ISBN (Buch)
9783656956433
Dateigröße
2.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v299154
Institution / Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen – Historisches Institut, Osteuropäische Geschichte
Note
1+
Schlagworte
Vlad Țepeș Dracula Graf Dracula Vlad der Pfähler Osteuropäische Geschichte Kronstadt Siebenbürger Sachsen Holzschnitt Vampir Vampirismus Brașov T. McNally / Radu Florescu Walachei Transsylvanien Osmanen Rumänien Bojaren Corpus Draculianum

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Titel: Der Konflikt zwischen Vlad Țepeș alias Dracula und der Kronstadt Mitte des 15. Jahrhunderts