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Elemente der nonverbalen Kommunikation. Mimik, Gestik und Körperhaltung als Ausdrucksform

von Maria Csallner (Autor)

Hausarbeit 2013 15 Seiten

Soziologie - Kommunikation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kommunikation allgemein

Grundlagen nonverbaler Kommunikation

Elemente der nonverbalen Kommunikation
Körpersprache
Mimik
Gestik
Blickkontakt
Körperhaltung
Räumliches Verhalten
Äußere Erscheinung
Stimme

Nonverbalen Kommunikation in Bezug auf die Moderation

Fazit

Quellenverzeichnis

Einleitung

Die nonverbale Kommunikation begleitet uns ständig im Alltag. Sie ist immer da. Auch wenn man nichts sagt, kommuniziert man doch über Körpersignale miteinander. Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie bedeutend die nonverbalen Signale in der zwischenmenschlichen Kommunikation sind. Mit ihnen werden Gedanken, Gefühle und Einstellungen ausgedrückt, die mit Worten nicht vermittelt werden. Mit der Körpersprache erhalten wir viel mehr Informationen von unserem Gegenüber als von dem Gesagten.

In dieser Arbeit, die ich im Rahmen meines Studiums der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Kiel im Modul 10 Moderation und Präsentation schreibe, möchte ich die nonverbale Kommunikation näher erläutern.

Zunächst werde ich die Kommunikation allgemein kurz darstellen. Was ist Kommunikation überhaupt? Wie funktioniert sie? Welche Arten gibt es? Danach erläutere ich die Grundlagen der nonverbalen Kommunikation und stelle dann die einzelnen Elemente wie die Körpersprache mit ihren Aspekten der Mimik, Gestik, Blickkontakt, Körperhaltung und räumliches Verhalten, sowie das äußerliche Erscheinen und die Stimme ausführlich vor. Zum Schluss werde ich die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation für die Moderation näher beleuchten.

Kommunikation allgemein

In diesem Kapitel soll es nur um eine kleine Einführung in den Bereich der Kommunikation gehen. Um einen groben Überblick zu geben, habe ich die einzelnen Themen nur kurz angeschnitten.

Kommunikation ist der Austausch von Informationen zwischen einem Sender und einem Empfänger. Für eine Kommunikation benötigt man also mindestens zwei Partner. (vgl. Simon 2004, S. 16) In jeder Kommunikation gibt es einen Sender, einen Empfänger und eine Botschaft. Botschaften werden über ein bestimmtes Medium/ Kanal übertragen. Dies kann zum Beispiel die Stimme oder Körpersprache sein, aber auch eine E-Mail oder das Telefon. (vgl. Ruch 2009, S. 12)

Der Sender verschlüsselt (codiert) eine Information und sendet die Signale über ein Medium/ einen Kanal an den Empfänger, der diese dann entschlüsseln (decodieren) muss. Beide Kommunikationspartner verfügen über einen bestimmten Vorrat an Symbolen und Zeichen. Damit sich Sender und Empfänger verstehen, benötigen sie die gleiche Sprache oder ein gemeinsames Verständnis von bestimmten Symbolen und Zeichen (Abb. 1), ansonsten kann es im Kommunikationsprozess zu Missverständnissen kommen. (vgl. Simon 2004, S. 17)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Grundlegendes Modell der Kommunikation (Simon 2004, S. 17)

Es gibt zwei Formen der Kommunikation: die Einwegkommunikation und die Zweiwegkommunikation. Bei der Einwegkommunikation hört der Empfänger dem Sender zu und bleibt in der Rolle des Empfängers. Dies ist zum Beispiel bei Vorträgen der Fall. Bei der Zweiwegkommunikation reagiert der Empfänger auf die Botschaft des Senders, indem er zum Beispiel eine Antwort gibt. Dies lässt sich bei Gesprächen beobachten. (vgl. Mentzel 2007, S. 4f) Hierbei kommt es zu einem Rollentausch zwischen Sender und Empfänger. Wenn der Empfänger eine Antwort auf die Botschaft des Senders gibt, wird er zum Sender und dieser zum Empfänger (Abb. 1). Die Kommunikation zwischen zwei Partnern verläuft demnach zirkulär. (vgl. Nünning, Zierold 2008, S. 28)

Es gibt verschiedene Arten der Kommunikation: die Face-to-Face-Kommunikation, welche die direkte Kommunikation unter Anwesenden ist, die textuell und medial vermittelte Kommunikation, bei der die Botschaften zum Beispiel über Briefe, E-Mails oder das Telefon übertragen werden und die massenmediale Kommunikation, zu der zum Beispiel das Fernsehen gehört. (vgl. Nünning, Zierold 2008, S. 11)

Nach dem Modell von Schulz von Thun hat jede Nachricht 4 Aspekte: Sach-, Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Appellaspekt. Der Sachaspekt enthält die reine Sachinformation. Über den Beziehungsaspekt wird deutlich, in welcher Beziehung Sender und Empfänger zueinander stehen. (vgl. Mentzel 2007, S. 8) Von der Beziehung hängt ab, wie eine Aussage zu interpretieren ist. Der Selbstoffenbarungsaspekt vermittelt ein Bild von dem Sender. Durch die Art und Weise, wie der Sender spricht, vermittelt er Informationen über sich selbst. Dieser Aspekt bestimmt die Beziehung zwischen Sende rund Empfänger mit. (vgl. Nünning, Zierold 2008, S. 23) Über den Appellaspekt beeinflusst der Sender den Empfänger bewusst oder unbewusst, in dem wozu der Sender den Empfänger veranlassen will (vgl. Mentzel 2007, S. 8)

Bei der Kommunikationsübertragung wird zwischen digitaler und analoger Kommunikation unterschieden. Unter digital versteht man die sprachliche, verbale Kommunikation. Hierbei werden vor allem Sachinformationen vermittelt. Unter analog versteht man die nicht-sprachliche, nonverbale Kommunikation. Hierbei werden vor allem Beziehungsaspekte vermittelt. (vgl. Nünning, Zierold 2008, S. 33)

In den nächsten Kapiteln wird es um die nonverbale Kommunikation gehen.

Grundlagen nonverbaler Kommunikation

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Nach Paul Watzlawick findet demnach zu jedem Zeitpunkt Kommunikation statt. Auch wenn man nichts sagt, hat diese eine Botschaft für den Gegenüber. (vgl. Mentzel 2007, S. 2) Kommunikation findet also nicht nur mit gesprochenen Worten statt, sondern wird auch immer von nonverbalen, also körpersprachlichen Äußerungen begleitet (vgl. Mentzel 2007, S. 259). Die gesprochenen Worte sind meist auch nur im Zusammenhang mit nonverbalen Äußerungen richtig zu verstehen (vgl. Allhoff 2006, S. 22).

„Der Psychologe Albert Mehrarbian hat in empirischen Studien festgestellt, dass mit Worten nur 7 % der Informationen eines Gesprächs vermittelt werden. Dagegen sind die Stimme mit 38 % und körpersprachliche Äußerungen mit 55 % an der Informationsvermittlung beteiligt.“ (Mentzel 2007, S. 259) Diese Studie belegt, dass Kommunikation vor allem über körpersprachliche Äußerungen stattfindet.

Die nonverbale Kommunikation läuft zum größten Teil unbewusst ab, denn man ist nicht in der Lage alle Bereiche des Körpers willentlich zu beeinflussen. Viele Abläufe des Körpers sind Routine und finden somit im Unterbewusstsein statt. Bei der bewussten nonverbalen Kommunikation versucht man, willentlich mit Mimik und Gestik etwas auszudrücken. (vgl. Simon 2004, S.126) Sie umfasst alle Signale des Körpers, die man kognitiv steuert. Dazu zählen zum Beispiel direkte Zeichen mit den Fingern, wie Daumen hoch für eine positive Rückmeldung oder das Zählen mit den Fingern. (vgl. Ruch 2009, S. 27)

Die Ausdrucksformen der nonverbalen Kommunikation sind sehr komplex und sollten daher immer in Beziehung zu einander gesetzt werden. Die Bedeutung der nonverbalen Signale erschließt sich nur aus dem Zusammenhang mit anderen Signalen und unter Berücksichtigung der Situation. Wenn man die einzelnen Signale isoliert betrachtet, dann wird man diese nicht verstehen können und es kommt zu Missverständnissen. (vgl. Püttjer, Schnierda 2001, S. 60f)

Elemente der nonverbalen Kommunikation

Die nonverbale Kommunikation umfasst im engeren Sinne die Körpersprache und im weiteren Sinne auch die äußere Erscheinung und die Sprechweise eines Menschen (vgl. Mentzel 2007, S. 2).

Im Folgenden werde ich die einzelnen Elemente näher erläutern.

Körpersprache

Die Körpersprache verschafft dem Gegenüber Informationen über den Sender, wie zum Beispiel über seine Emotionen, Ängste, Gedanken und seiner Einstellungen (vgl. Simon 2004, S. 125). Mit Hilfe der Körpersprache kommunizieren die Menschen schon länger als mit Worten. Bevor sie die Fähigkeit des Sprechens lernen, verständigen sie sich mit körpersprachlichen Äußerungen. Die wichtigsten Ausdrucksmittel der Körpersprache sind Mimik, Gestik, Blickkontakt, Körperhaltung und das räumliche Verhalten. (vgl. Mentzel 2007, S.259f)

[...]

Details

Seiten
15
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656952879
ISBN (Buch)
9783656952886
Dateigröße
568 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v298818
Institution / Hochschule
Fachhochschule Kiel
Note
1,7
Schlagworte
Nonverbal Kommunikation Moderation Mimik Gestik Körpersprache

Autor

  • Maria Csallner (Autor)

    3 Titel veröffentlicht

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Titel: Elemente der nonverbalen Kommunikation. Mimik, Gestik und Körperhaltung als Ausdrucksform