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Interne Unternehmenskommunikation - Das Intranet als Form der Internen Unternehmenskommunikation

Skript 2003 10 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Gliederung:

1. Einführung zum Thema
1.1. Was wird im allgemeinen unter Interner Unternehmens- kommunikation verstanden?

2. Gründe eines Unternehmens, Interne Unternehmenskommuni- kation zu betreiben
2.1. Welche vorangegangene Problemstellung erfordert eine Interne Unternehmenskommunikation?
2.2. Welchen Nutzen verspricht sich ein Unternehmen davon?

3. Allgemeine Elemente und Medien der Internen Unternehmens- kommunikation

4. Das Intranet als Form der Internen Unternehmenskommunikation
4.1. Die Vorteile eines Intranets

5. Literaturverzeichnis

1 Einführung zum Thema

Unternehmerisches Handeln ist ohne Interne Kommunikation undenkbar. Um die Tätigkeiten innerhalb eines Unternehmens auf ein gemeinsames Ziel auszurichten, muss ein erheblicher Informations- und Kommunikationsaufwand betrieben werden. Doch gerade in unseren Gewinn-orientierten Zeiten ist die Interne Kommunikation ein Bereich, der oft vernachlässigt wird. Sie beinhaltet den Informations- und Meinungsaustausch im eigenen Haus, unter den eigenen Mitarbeitern. Da dieser Meinungsaustausch jedoch oft eher informellen Charakter hat, ist unklar, ob dabei auch die wirklich wichtigen Informationen, das Unternehmen betreffend, weitergegeben werden.

Soll aber gewährleistet sein, dass wichtige Informationen, z.B. über einen wesentlichen Vorgang, möglichst gleichzeitig und möglichst für alle gleich umfassend weitergegeben werden – und zwar über alle hierarchischen Ebenen und Bereichsgrenzen hinweg –, so muss die Interne Kommunikation ausgebaut und verbessert werden. Das Ziel dabei ist verstärkte Transparenz der Unternehmensziele, der Herausforderungen an das Unternehmen, der Entscheidungen, der Prozesse. Es geht darum, das Unternehmen begreifbar zu machen.

Dieser systematische, glaubwürdige und kontinuierliche Informationsaustausch ist wesentlich für demokratische Prozesse, denn er vermittelt Wissen. Wirklich beteiligt am Geschehen kann nur der sein, der weiß, der informiert ist. Es geht dabei nicht nur um das Transportieren von Nachrichten, sondern auch um deren Sinngehalt.

Oft scheint es, dass die externe Kommunikation viel bedeutsamer für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens ist als die interne. Sie ist es wirklich nur scheinbar, denn wenn das Verständnis all der internen Vorgänge nicht gegeben ist, wenn das Unternehmen und seine Aktivitäten nicht verinnerlicht werden, dann wird sich der gewünschte Unternehmenserfolg nicht einstellen.

1.1 Was wird im allgemeinen unter interner Unternehmenskommunikation verstanden?

Interne Unternehmenskommunikation umfasst alle Aktivitäten der Botschaftsübermittlung zwischen den Mitarbeitern eines Unternehmens und zwar auf unterschiedlichen hierarchischen Ebenen. Zur Motivierung der Mitarbeiter und ihrer Integration in das Unternehmen werden Instrumente der Internen Kommunikation eingesetzt, die zielgruppenspezifisch ausgewählt und angewendet werden. Das Zusammenspiel von verbalen und nonverbalen Elementen ist dabei von besonderer Bedeutung.

Interne Kommunikation hat die Aufgabe, die Mitarbeiter über alle wesentlichen Vorgänge im Unternehmen zu informieren, um damit eine kommunikative Unterstützung zur fundierten Meinungsbildung zu gewährleisten.

Eine weitere Aufgabe ist die Förderung der Kommunikation zwischen allen sozialen Gruppen im Unternehmen im Hinblick auf eine erhöhte Arbeitszufriedenheit und effizientere Arbeitsprozesse. Mit einer grundsätzlich offenen Informationspolitik legt sie den Grundstein für ein spannungs- und konfliktfreies Verhältnis zwischen der Unternehmensführung und Mitarbeitern. Positive Effekte dieser offenen Informationspolitik zeigen sich zumeist in gesteigerter Loyalität und Motivation der Mitarbeiter.

2 Gründe eines Unternehmens, Interne Unternehmenskommunikation zu betreiben

Information und Kommunikation entwickeln sich immer mehr zu einem oft noch unterschätzten Wettbewerbsvorteil und somit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor in den Märkten. Informationen sind der wichtigste Produktionsfaktor, weil sie alle anderen Produktionsfaktoren steuern. Aktuelle und fehlerfreie Informationen zum richtigen Zeitpunkt bilden so die Grundlage für sämtliche Unternehmensentscheidungen. Jedoch können diese Informationen allein nicht genügen; sie müssen kommuniziert werden, denn ein stetig wachsendes Produktangebot und damit Sättigungstendenzen führen dazu, dass der Produktwettbewerb durch einen Kommunikationswettbewerb ergänzt werden muss. Daher werden insbesondere jene Unternehmen erfolgreich, die Informationen effektiv managen, sie intern kommunizieren und für eine schnelle Nutzung bereithalten.[1]

Wissenschaftliche Untersuchungen und Mitarbeiterbefragungen spiegeln die Bedeutung der internen Unternehmenskommunikation wider:

- Mitarbeiter, die mit der Internen Unternehmenskommunikation unzufrieden sind, sind auch unzufrieden mit ihrem Arbeitsplatz bzw. ihrem Arbeitgeber – und umgekehrt.
- Informationsniveau und Betriebsklima hängen stark zusammen: Gut oder sehr gut informierte Mitarbeiter beurteilen das Betriebsklima als gut oder sehr gut – und umgekehrt.
- Ca. 40 bis 50% der Beschäftigten beurteilen die interne Unternehmenskommunikation mit der Schulnote 3 und schlechter.

[...]


[1] Schätzer, Daniel/Fabian Eilingsfeld: Intranets. Heidelberg 1997

Details

Seiten
10
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638312653
Dateigröße
597 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v29847
Institution / Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Ravensburg, früher: Berufsakademie Ravensburg
Note
1,2
Schlagworte
Interne Unternehmenskommunikation Intranet Form Internen

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Titel: Interne Unternehmenskommunikation - Das Intranet als Form der Internen Unternehmenskommunikation