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Science Fiction. Eine Genrebetrachtung aus filmtheoretischer Sicht mit spezifischem Blick auf „Star Trek Into Darkness“

Bachelorarbeit 2015 109 Seiten

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung & Aufbau der Arbeit

2 Das Genre Science Fiction
2.1 Was ist ein Genre?
2.2 Die Geschichte des Science Fiction Films
2.3 Handlung
2.3.1 Typische Inhalte und Handlungsmotive
2.3.2 Das Novum
2.3.3 Typische Figuren
2.4 Erzählstrukturen
2.4.1 Naturalisierung & diegetische Verfremdung
2.5 Weitere Stilmittel
2.5.1 Optik / Design
2.5.2 Special Effects
2.5.3 Akustik / Musik
2.6 Vermischung mit anderen Genres
2.7 Science Fiction als fiktional-ästhetischer Modus

3 Analyse: STID und Science Fiction
3.1 Star Trek Into Darkness im Spiegel der Presse
3.1.1 Positive Kritiken
3.1.2 Negative Kritiken
3.1.3 Résumé der Kritiken
3.2 Analyse der Handlung
3.2.1 Inhalt in Kurzform
3.2.2 Sequenzprotokoll
3.3 Analyse der Erzählform und Struktur
3.4 Science Fiction Elemente in STID
3.4.1 Novum und Handlungsmotive
3.4.2 Typische Figuren
3.4.3 Formale & diegetische Verfremdung bzw. Naturalisierung
3.4.4 Audiovisuelle Stilmittel

4 Das Star Trek Franchise
4.1 Kurze Geschichte und Entwicklung
4.1.1 Serien
4.1.2 Kinofilme
4.2 Typische Leitmotive und Elemente
4.2.1 Utopie / Dystopie
4.2.2 Der Auszug ins Unbekannte
4.2.3 Moralische Dilemmas & aktueller Bezug
4.2.4 Starke Naturalisierung
4.2.5 Vermischung mit anderen Genres

5 Interpretation: STID und das Franchise
5.1 STID: Mischverhältnis Utopie / Dystopie
5.2 STID: Der Auszug ins Unbekannte
5.3 STID: Moral & aktueller Bezug
5.4 STID: Naturalisierung
5.5 STID: Vermischung mit anderen Genres
5.6 Zusammenfassung des Kapitels

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Anlagen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Robin Williams als freundlicher Roboter in “Bicentennial Man” http://www.missionmission.org/wp-content/uploads/2011/02/bicentennial-man-original.jpeg Bicentennial Man (28.01.2015)

Abbildung 3: „Le Voyage dans la Lune“, 1902 http://kuddelsaus.files.wordpress.com/2010/02/trip_to_the_moon1.jpg (29.01.2015)

Abbildung 4: Beamen in „Star Trek: The Next Generation“ http://tng.trekcore.com/hd/albums/1x01/farpoint_hd_789.jpg (29.01.2015)

Abbildung 5: Leslie Nielson als stereotyper SF-Held in „Forbidden Planet“ http://i.kinja-img.com/gawker-media/image/upload/s--UT1bMxAB--/18lsujkb28m26jpg.jpg (29.01.2015)

Abbildung 6: Der Erfinder Rotwang in „Metropolis“ http://growingbranch.files.wordpress.com/2010/12/metropolis1.jpg (29.01.2015)

Abbildung 7: Der „Predator“ http://static.comicvine.com/uploads/original/14/146991/2921588-Hot_Toys_Scar_Predator.jpg (29.01.2015)

Abbildung 8: Der in „Matrix“ verwendete „Bullet-Time-Effect“ http://1.bp.blogspot.com/LB5o3zaGhgE/URuG2ycgYRI/AAAAAAAAAQ8/cdka_k4avR0/s1600/matrix_montage_html.jpg (29.01.2015)

Abbildung 9: Diegetische Verfremdung in “The Incredible Shrinking Man“

Abbildung 10: Sphärisches Navigations-Instrument in „Forbidden Planet“ http://www.effectrode.com/wp-content/uploads/leslie_forbidden_planet.png (29.01.2015)

Abbildung 11: „Robby“ aus „Forbidden Planet“ http://lh5.ggpht.com/abramsv/SKPF1b7YuzI/AAAAAAAAZAY/40_nCURLNk0/s800/Tin-Robby-Box-Diagram.jpg (29.01.2015)

Abbildung 12: Alien-Angriff auf das Weiße Haus in „Independance Day“ http://cdn.collider.com/wp-content/uploads/independence-day-white-house-explode.jpg (29.01.2015)

Abbildung 13: „Star Trek Into Darkness“ Titelbild http://www.followingthenerd.com/site/wp-content/uploads/Star_Trek_Into_Darkness.jpg (29.01.2015)

Abbildung 14: Spannungsbogen in Sequenz 2 (vom Autor erstellt)

Abbildung 15: Spannungsbogen in Sequenz 6 (vom Autor erstellt)

Abbildung 16: Kirk, Marcus, Spock von vorne in einer Halbnahen DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 17: Kirk, Marcus, Spock leicht seitlich in einer Großaufnahme DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 18: Benedict Cumberbatch als Khan bzw. Khan DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 19: Großaufnahme Khan DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 20: Khan wird entlang der Sichtachse eskortiert DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 21: Das Kampfschiff Vengeance taucht vor der Enterprise auf DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 22: Größenvergleich der beiden Raumschiffe in Szene gesetzt DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 23: Gekipptes Bild im Inneren der Enterprise DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures Abbildung 24: Das Fremde - Scottys Begleiter DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 25: Enterprise und Kampfschiff Vengeance DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 26: Brücke der Originalserie „Star Trek: The Original Series“ http://www.kethinov.com/images/startrek/TOS3x18h.png (29.01.2015)

Abbildung 27: Brücke in „Star Trek Into Darkness“ DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 28: Setdesign in “2001: A Space Odyssey” http://clockworkbrothers.com/wp-content/uploads/2013/06/2001eehellsq6.jpgn(29.01.2015)

Abbildung 29: Geräte und Hebel auf der Enterprise PAGEREF _Toc410562067 DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 30: Realismus - Militärische Uniformen DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 31: Futurismus - Uniformen auf der Enterprise DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 32: Lens Flares DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 33: Blendendes Licht DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 34: Licht auf dem Planeten „Kronos“ DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 35: Farben DVD, Star Trek: Into Darkness, Paramount Pictures

Abbildung 36: Ensemble aus „Star Trek: The Original Series“ http://www.pole-cinema-paca.org/ressources/squelettes/images/2013/logo_cat54.jpg (29.01.2015)

Abbildung 37: Ensemble aus „Star Trek: The Next Generation“ http://the-daily-pulp.com/wp-content/uploads/2013/09/star-trek.jpg (29.01.2015)

Abbildung 38: Ensemble aus „Star Trek: Deep Space Nine“ http://imageserver.moviepilot.com/-8fc82cb3-4798-4717-a039-dc9dcfcacc86.jpeg?width=1440&height=1080 (29.01.2015)

Abbildung 39: Ensemble aus „Star Trek: Voyager“ http://images.fanpop.com/images/image_uploads/Voyager-Crew-star-trek-voyager-667302_478_305.jpg (29.01.2015)

Abbildung 40: Ensemble aus „Star Trek: Enterprise“ http://www.trainerscity.com/startrek/wgc_media/stinxsource/Star-Trek-gallery-enterprise-0036.jpg (29.01.2015)

Abbildung 41: Nasen-Makeup bei „Kira“ aus „Star Trek: Deep Space Nine“ http://img.allw.mn/content/lifestyle/2012/06/512.jpg (29.01.2015)

Abbildung 42: Stirn- und Nasen-Makeup bei „Worf“ aus „Star Trek VIII: First Contact“ http://vignette3.wikia.nocookie.net/stexpanded/images/2/27/Worf2379.jpg/revision/latest?cb=20080616044013 (29.01.2015)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 2: Die 10 erfolgreichsten Filme aller Zeiten

Tabelle 3: Kritikpunkte an „Star Trek Into Darkness“

Tabelle 4: Sequenzprotokoll „Star Trek Into Darkness“

Tabelle 5: Analyse des 5 Akt-Schemas in STID

Tabelle 6: Länge der Sequenzen in STID

Tabelle 7: Vergleich Khan & Frankensteins Monster

Tabelle 8: Actionszenen in STID

Tabelle 9: Auswertung des "Actionwertes" in STID

Tabelle 10: Zusammenfassung Star Trek Elemente in STID

1 Einleitung & Aufbau der Arbeit

Das Genre Science Fiction gehört zu den ältesten und erfolgreichsten Gattungen der Filmwelt. Während es oft als eine Nische oder Randerscheinung wahrgenommen wird, gehört die Science Fiction doch bereits seit ihren Anfangstagen zum absoluten Standartrepertoire Hollywoods[1] und gilt teilweise sogar als eine Art Blockbuster-Garant. Doch was genau ist Science Fiction? Stellt man diese Frage, so hat jeder eine ungefähre Vorstellung. Wenn es aber um eine konkrete, klare Definition des Genres geht, so fällt oft selbst erfahrenen Filmkennern eine prägnante Antwort schwer.

Diese Arbeit versucht genau diese Antwort zu liefern. Sie wird die stildefinierenden Merkmale des Genres Science Fiction herausstellen und zusammenfassen. Dabei werden Handlungsmotive und deren Grundlagen genauso berücksichtigt wie Optik, Design, Akustik, Erzählformen und deren Techniken, wie z.B. die Naturalisierung oder die sog. diegetische Verfremdung. Sie wird außerdem Entwicklung und Geschichte des Genres untersuchen und dabei auf zahlreiche stilprägende Werke der Filmgeschichte verweisen. Es wird gelegentlich auch auf Science Fiction Literatur verwiesen, diese Arbeit legt den Fokus aber ganz klar auf Spielfilme und TV-Serien.

Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich konkret mit dem Film „ Star Trek Into Darkness“ aus dem Jahr 2013. Das „ Star Trek“ Franchise gehört bis heute zu den größten und erfolgreichsten Medien-Franchises der TV- und Kinogeschichte und ist ein ergiebiges und typisches Beispiel für das Genre Science Fiction im Allgemeinen. Der Film „ Star Trek Into Darkness“ war finanziell erfolgreich, polarisierte aber Kritiker wie Fans. Ein oft zitierter Kritikpunkt an dem Film ist, er würde zu wenig typische Science Fiction und konkret zu wenige Elemente von „ Star Trek“ enthalten.

Anhand der in Teil 1 herausgestellten Merkmale des Genres wird die Arbeit den Film „ Star Trek Into Darkness“ untersuchen und auf filmtheoretischer Basis feststellen, in welchem Maße er dem Genre als zugehörig auszuweisen ist. Ferner wird sie einen kurzen Blick auf das „ Star Trek“ Franchise und dessen Ausprägungen in TV und Kino werfen und versuchen festzustellen, was „ Star Trek“ tatsächlich ausmacht, sowohl formal als auch thematisch. Danach wird der Film „ Star Trek Into Darkness“ auf diese Eigenschaften untersucht. Es ist bereits zu erwähnen, dass bei dieser Fragestellung und deren Klärung viele subjektive und emotional geprägten Ansichten und Meinungen existieren. Diese Arbeit wird versuchen, die Frage auf eine filmtheoretische und analytische Weise zu klären.

2 Das Genre Science Fiction

Was ist Science Fiction ? Wodurch zeichnet sich das Genre Science Fiction, im Folgenden teilweise mit SF abgekürzt, im Vergleich mit anderen Filmgattungen aus und welche Werke sind eindeutig als SF zu identifizieren? Diese Frage wirkt auf den ersten Blick recht simpel und die meisten TV-Rezipienten und Kinobesucher werden sie im ersten Moment schnell beantworten können. Meist werden folgende Merkmale genannt: Ein SF Film oder eine SF Serie spielt in der von uns aus gesehenen Zukunft, beinhaltet Raumschiffe, Roboter, Laserwaffen und Außerirdische. Die Bezeichnung des Genres, bestehend aus „ Science“ und „ Fiction “, also Wissenschaft und Fiktion lässt vermuten, dass es sich um eine Erzählung mit wissenschaftlichem Bezug handelt.

Diese oberflächlichen Aussagen treffen sicher auf eine Vielzahl von Produktionen zu. Es gibt allerdings eine beträchtliche Anzahl an Werken, die nur einige oder sogar keine der gerade aufgezählten Elemente enthalten. Damit sind sie zur Definition des Genres nicht ausreichend. Viel mehr noch: Das folgende Kapitel wird zeigen, dass das Genre SF zu den facettenreichsten aller Genres gehört, schwer und aufwendig zu definieren ist und teilweise sogar umstritten ist, ob es sich bei der Bezeichnung Science Fiction um ein Genre im eigentlichen Sinn handelt.

2.1 Was ist ein Genre?

Eine klare Definition für den Begriff Genre[2] zitiert das Buch Filmwissenschaftliche Genreanalyse:

„[…]Genres sind stereotype Formen des Erzählens, Darstellens und/oder Gestaltens; sie beinhalten wiederkehrende Handlungsmotive, eine bestimmte Dramaturgie, Standardsituationen und/oder häufig einen typischen audiovisuellen Stil.“[3]

Auch der geografische Ort der Handlung, soziale Milieus oder typische Figuren- und/oder Konfliktkonstellationen können ein Genre definieren.[4] Ein oder mehrere Werke einem bestimmten Genre zuzuordnen dient einerseits der Filmtheoretischen Analyse, als auch dem Rezipienten bei der Verständigung. Es schafft bestimmte Vorstellungen und Erwartungen. So erwartet ein Kinobesucher bei der Ankündigung eines Horrorfilms ein völlig anderes Seherlebnis als bei einer Komödie. Der Begriff Genre spielt auch auf der Seite der Filmindustrie eine große Rolle, da er die Standardisierung bestimmter Produktionsprozesse ermöglicht. Ein erfolgreiches Konzept kann so einfach adaptiert und weitergeführt werden.[5]

Stark zusammengefasst, lässt sich die Zugehörigkeit eines spezifischen Werkes zu einem Genre ermitteln durch folgende Elemente: Ort/Zeit der Handlung, audiovisueller und/oder formaler Stil, narrativer Stil, Handlungsmotive.

Einige Genres lassen sich so auf den ersten Blick identifizieren. Ein Western definiert sich z.B. hauptsächlich über den Inhalt: Er spielt im Amerika des 19. oder frühen 20. Jahrhunderts, beinhaltet meist Szenen mit Schusswechseln, beschäftigt sich mit Themen wie Freiheit, dem Auszug ins Unbekannte, Gesetz, Rache oder Ähnlichem. Ein Musical hingegen definiert sich über die Form, nämlich ausgiebige Gesangs- und Tanzszenen.[6] Science Fiction Filme, Serien oder auch Literatur lassen sich nicht eindeutig über die erwähnten Kriterien definieren: Der Ort der Handlung kann von den Weiten des Weltraums bis hin zum heimischen Wohnzimmer variieren, die Zeit von der fernen Zukunft bis zur Gegenwart oder sogar Vergangenheit; die Bandbreite der visuellen Stile reicht vom Realismus bis hin zu Futurismus;[7] Erzähltechnik, Form und Handlung verhalten sich ebenso. Zwar existieren gängige Klischees und typische Motive, keines davon ist aber als Einzelindikator hinreichend um eine eindeutige Zugehörigkeit zum Genre SF zu definieren.

Um dies zu verdeutlichen werden in Tabelle 1 drei typische Vertreter der SF aus unterschiedlichen Epochen skizziert und miteinander verglichen. Dabei handelt es sich um die Filme „ The Incredible Shrinking Man“ [8] (1957), „ Forbidden Planet“ [9] (1956), „ The Matrix“ [10] (1999) sowie „ Inglorious Basterds“ (2009). Dieser Vergleich soll lediglich kurz veranschaulichen, dass selbst bei oberflächlicher Betrachtung große Unterschiede in Setting und Handlung ersichtlich sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: grober Vergleich von vier Science Fiction Filmen unterschiedlichster Epochen

Die ersten drei Filme werden als Science Fiction Werke ausgeschrieben und auch eindeutig als solche wahrgenommen. Inglorious Basterds wird von vielen Rezipienten evtl. nicht sofort dem SF-Genre zugeschrieben, gehört aber zu dem SF-Subgenre der Alternativweltgeschichte, worauf diese Arbeit zu einem späteren Zeitpunkt noch eingehen wird. Alle vier, gerade skizzierten Filme zeigen nur wenige bis kaum Gemeinsamkeiten, weder beim Setting bzw. der Zeit, dem visuellen Stil oder der Handlung. Auch in der Erzählstruktur finden sich keine Auffälligkeiten. Dieser kurze Vergleich soll lediglich das bereits angesprochene Problem verdeutlich, dass SF in all seinen Ausprägungen und Facetten ein schwer eindeutig definierbares, im übertragenen Sinne schwer greifbares Genre ist.

2.2 Die Geschichte des Science Fiction Films

Wenn wir den Begriff Science Fiction einmal sehr weit und oberflächlich fassen, beginnt ihre Geschichte bereits in der Antike, genauer gesagt in der griechischen Mythologie. Dädalus konstruierte für sich und seinen Sohn Ikarus Flügel aus einem Gestänge aus Wachs und Federn. In der damaligen Zeit muss diese Vorstellung futuristisch gewirkt haben. Ein weiteres vorchristliches Beispiel: Philolaos von Kroton stellte im 5. Jhdt. v.Chr. fest, dass ein Tag auf dem Mond fünfzehnmal länger dauert als auf der Erde. Er schloss daraus in einer seiner Schriften, dass auf dem Mond fünfzehnmal größere und schönere Menschen leben als auf der Erde.[11]

Als erster moderner Science Fiction Roman gilt Mary Shelleys „Frankenstein “ (1818). Darin wird beschrieben, wie der Protagonist durch naturwissenschaftliche Verfahren ein künstliches Wesen kreiert. Das Monster des Dr. Frankenstein hat keine übernatürliche Herkunft, sondern ist das Produkt von Experimenten und wissenschaftlichen Überlegungen. Die Idee dahinter basiert übrigens auf dem in der damaligen Zeit bei Naturwissenschaftlern sehr beliebten Galvanismus, der Erforschung von Muskelkontraktionen durch elektrische Stöße, welche auch bei toten Tieren und sogar menschlichen Leichen experimentell untersucht wurden.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts erschien dann eine ganze Reihe von Romanen, die wunderbare Ereignisse mit mehr oder weniger wissenschaftlichem Hintergrund erklärten. Beispiele dafür sind Autoren wie Jules Vernes, H.G. Wells und Edgar Allen Poe. Ihre Werke werden heute zwar eindeutig der SF zugeordnet, erschienen damals aber unter dem Genrebegriff der „ voyages extraordinaires “, also der außergewöhnlichen Reiseberichte.

Als erster SF Film gilt „ Le Voyage dans la Lune[12] (1902) von Georges Méliès. Der Stummfilm zeigt auf fantasievolle Weise eine Reise zum Mond und gilt außerdem als einer der ersten, für die damalige Zeit, aufwendig produzierten Kinofilme.

In den 1920ern tauchte der Begriff Science Fiction dann erstmals als eigenständige Genrebezeichnung auf dem amerikanischen Zeitschriftenmarkt auf. Damals wurden fantastische Geschichten mit einem wissenschaftlichen Anstrich in regelmäßig erscheinenden Zeitschriften, sogenannten Pulps[13], veröffentlicht.

Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erschienen einige Werke, die heute als Vorreiter der SF gelten wie der deutsche Film „ Metropolis“ (1927) oder „ Things To Come“[14] (1936). Davon abgesehen entstanden in dieser Zeit aber nur wenige Produktionen die heute als relevant angesehen werden. Der Begriff Science Fiction war damals in der Filmindustrie noch nicht gebräuchlich.[15]

In den 1950er Jahren entdeckte Hollywood die SF schließlich als Publikumsmagnet. Das Genre boomte, zwar gab es viele B- und C-Movies, aber auch einige aufwendigere und stilprägende Produktionen, wie „ War of the Worlds“[16] (1953), oder „ Forbidden Planet“ (1956). Bestimmend für diese Dekade waren deutliche Horror-Elemente und feindliche Außerirdische. Es gilt auch als das Jahrzehnt der Invasions-Filme.

In den 60ern stiegen die Produktionsbudgets deutlich und es entstanden Meilensteine der Film- und Genregeschichte wie „ 2001: A Space Odyssey“[17] ( 1968).

In den 70er Jahren war SF dann endgültig nicht mehr von der großen Kinoleinwand wegzudenken. „ Star Wars“[18] (1977) setzte sowohl optisch mit seinen aufwendigen Spezialeffekten als auch finanziell an der Kinokasse neue Maßstäbe. Thematisch dominierten in diesem Jahrzehnt dunkle Zukunftsfantasien und Dystopien, wie „ Silent Running“[19] (1972) , „Soylent Green“[20] (1973) oder die Filmreihe „ Planet of The Apes“[21] (1970, 71, 72, 73).

In den 80ern und 90ern baute Hollywood seine Blockbuster-Strategie weiter aus, mit riesigen Produktionsbudgets. Die digitale Tricktechnik wurde immer wichtiger. Die wirtschaftliche Verwertung zusätzlicher Kanäle wie TV, Videoverleih oder Merchandising spielte eine zentrale Rolle. Zu den erfolgreichsten Beispielen zählen „ Jurassic Park“ (1993) , „Total Recall“[22] ( 1990 ) und „Terminator 1 & 2“[23] (1984, 91).[24]

Diese Entwicklung setzte sich auch nach dem Jahr 2000 weiter fort. So spielt SF „[…] im Bereich der Megaproduktionen nach wie vor eine - wenn nicht sogar die - zentrale Rolle“ [25]. So führt die Internet Movie Database[26] unter den zehn erfolgreichsten Filmen aller Zeiten acht Filme auf, die dem SF-Genre zugerechnet werden können. Diese wurden in Tabelle 2 mit fetter Schrift hervorgehoben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle2: Die 10 erfolgreichsten Filme aller Zeiten[27]

Es fällt dabei ein Trend auf, der sich bereits seit den 1980ern abzeichnet, nämlich die Vermischung der SF mit anderen Genres.[28] Filme wie die „ Alien“[29] Reihe (1979, 86, 92, 97) verbinden SF mit Horror. „ Terminator“ oder „ Total Recall “ sind nur einige Beispiele für einen starken Action-Einfluss. Als SF-Komödien kann man „The Hitchhiker's Guide to the Galaxy“ [30] (2005) oder „Galaxy Quest“ [31] (1999) bezeichnen. Fantasy-Elemente findet man in der Reihe „Hunger Games“ [32] (2012, 13, 14). Auf diesen, gerade nur kurz angesprochenen, Genremix wird diese Arbeit später noch einmal detaillierter eingehen.

2.3 Handlung

Die Aussage, ob und wie stark sich das Genre SF über die Handlung und bestimmte Plotstrukturen definiert ist umstritten[33]. Wenn man die über 100 Jahre alte Geschichte des SF Films[34] betrachtet, zeichnen sich jedoch ganz klar bestimmte Inhalte, Themen und Handlungsmotive ab. Die folgende Einteilung dieser Motive in bestimmte Kategorien dient nur der Übersichtlichkeit und macht keine Aussage über Quantität oder Relevanz innerhalb der SF Filmgeschichte.

2.3.1 Typische Inhalte und Handlungsmotive

Mensch gegen Wissenschaft

SF Filme zeigen oft eine Welt, in der typisch menschliche Eigenschaften wie Emotion, Instinkt oder Intuition mit Technologie und Wissenschaft kollidieren. Dies geschieht metaphorisch oder direkt. Oft werden beide Seiten von den verschiedenen Figuren repräsentiert: Während der menschliche Protagonist meist die Emotion, das Menschliche symbolisiert, stehen Aliens, Roboter, Computer usw. für das Kühle, Logische, Technische und die Produkte der Wissenschaft. In einigen Fällen findet man beide Eigenschaften auch innerhalb ein und derselben Figur.[35]

Der Konflikt Rationalität gegen Emotion ist z.B. ein zentrales Thema der Figuren Kirk und Spock im Star Trek Universum. Kirk als der intuitiv handelnde, abenteuerlustige Held, Spock meist als der kühle, logische Berater und Mitstreiter. Der Konflikt zeigt sich sogar innerhalb der Figur Spock, welche als Halb-Vulkanier eine menschliche und vulkanische Seite hat, die innerhalb seiner selbst miteinander kämpfen.

Ein ganz typischer Handlungsstrang, besonders zu Zeiten der Invasionsfilme in den 50er Jahren war folgender: Die technisch weit überlegenen aber scheinbar emotionslosen Außerirdischen greifen die Erde an; die betont emotional dargestellten Menschen verfallen in Panik und/oder hastigen Aktionismus; beherzte Gegenschläge werden unternommen die allesamt scheitern; kurz bevor die Menschheit von den Aliens endgültig besiegt wird findet der Held, oft per Zufall eine Möglichkeit oder einen Trick, die Angreifer zu vernichten. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Film „ Earth vs. The Flying Saucers“[36] (1956). Es finden sich auch aktuellere Beispiele wie z.B. „ Independence Day “ (1996), in dem die Menschen in letzter Sekunde einen Computervirus in das Mutterschiff der Alien-Invasoren einspeisen können. In „ The War Of The Worlds“ (1953) und dem Remake von 2005[37] spielt sich die Handlung ähnlich ab. Hier werden die Aliens nicht von den Menschen, sondern von der Biosphäre der Erde selbst, in Form von Mikroorganismen besiegt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Fliegende Untertassen in „Earth vs. Flying Saucers“
http://www.dvdbeaver.com/film2/DVDReviews34/earth%20vs%20the%20flying%20saucers/original%20PDVD_003.jpg (11.01.2015)

Der künstliche Mensch / die künstliche Intelligenz

Die Idee des künstlichen Menschen ist eines der ältesten und gebräuchlichsten Motive der SF. Bereits das frühe literarische Werk „ Frankenstein“ beschreibt ein künstliches Wesen aus Leichenteilen. Nachdem Maschinen in Wirtschaft und Alltag eine immer größere Rolle spielten, beschäftigte sich die SF des 20. Jahrhunderts immer mehr mit Robotern. Später kamen Computer als künstliches Individuum hinzu. Als sich Wissenschaft und Gesellschaft immer mehr mit Gentechnik und Prothesen konfrontiert sahen, wählten viele SF Geschichten ab den 60ern Cyborgs[38] , Replikanten[39] oder Augments[40] als zentrale Figuren.

Mit dem Thema des künstlichen Menschen geht die Idee von der künstlichen Intelligenz einher. Bereits im 19. Jhdt. beschrieben Autoren mechanische Gehirne. Später wurden daraus digitale Systeme und ganze Welten des Cyberspace. Die Maschinenintelligenz wird hier teilweise als logisches Endprodukt der Evolution und als Weiterentwicklung des natürlichen Menschen gesehen.[41] Eine typische Plotstruktur ist folgende: Die künstliche Intelligenz, die sich aufgrund einer Fehlfunktion oder einer Argumentationskette gegen den Menschen stellt, wie in „ 2001: A Space Odyssey“ in dem der Bordcomputer zu dem logischen Schluss kommt, den Protagonisten eliminieren zu wollen.

Es existieren aber auch Filme, und Serien in denen künstliche Figuren durchaus positiv behaftet werden: Der Androide [42] Data aus der TV-Serie „ Star Trek: The Next Generation“[43] (1987-94) und den damit verbundenen Kinofilmen, genau wie der Roboter aus „Bicentennial Man“ [44] (1999) sind geradezu besessen von der Idee, immer menschlicher zu werden. Der trottelige C3PO aus „ Star Wars“ und der äußerlich an eine Blechkiste erinnernde TARS aus „ Interstellar“ (2014) halfen dem Helden und brachten den Zuschauer sogar zum Lachen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Robin Williams als freundlicher Roboter in “Bicentennial Man”
http://www.missionmission.org/wp-content/uploads/2011/02/bicentennial-man-original.jpeg Bicentennial Man (28.01.2015)

Utopie und Dystopie

SF Filme bauen oft ein inhaltlich wie auch optisch völlig neuartiges, von unserer Wahrnehmung abweichendes Weltbild. Sie sind als Gedankenexperimente zu verstehen, die eine alternative Realität simulieren. Diese Welten tendieren dazu, ein Extrem zu zeigen. Eine Utopie ist eine idealisierte, überwiegend optimistisch dargestellte Weltordnung. Eine Dystopie oder auch Anti-Utopie stellt das Gegenteil dar, also eine düstere und pessimistische Vision der Zukunft. An beiden Varianten bedient sich die SF ausgiebig.

Dystopische Ansätze beschreiben oft aktuelle gesellschaftliche Probleme die zu einem Extrem zugespitzt werden. In „ Soylent Green“ (1973) hat sich in den überbevölkerten Großstädten eine Zweiklassengesellschaft etabliert, in der die wohlhabenden Bürger in abgeriegelten, luxuriösen Bereichen leben und die Unterschicht auf engstem Raum gedrängt um die knapp werdenden Lebensmittel kämpft. Gesellschaftliche und ökologische Probleme spielen in dystopischen SF Filmen eine ebenso große Rolle wie die Angst vor Kriegen, Naturkatastrophen oder sogar dem Weltuntergang.

Eine utopische Vision präsentiert dagegen das Universum von Star Trek mit seinen diversen Kinofilmen und TV-Serien. Dabei wird von einer Erdbevölkerung ausgegangen, die sich technologisch und kulturell soweit entwickelt hat, dass auf unserem Planeten praktisch keine wirtschaftlichen, ökologischen oder gesellschaftlichen Probleme mehr existieren.

Das Grundprinzip der Darstellung einer Utopia bzw . Dystopia, nahm in der SF-Geschichte viele differenzierte Formen an. Diese detailliert zu beschreiben würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Was bei oberflächlicher Betrachtung auffällt ist aber, dass dystopische Geschichten überwiegen. Dies kann damit zusammenhängen, dass eine negativ dargestellte fiktive Welt deutlich mehr Möglichkeiten für Konflikte innerhalb der Handlung bietet. Das englischsprachige Fachbuch Science Fiction Cinema revidiert aber diesen Eindruck:

„It would be wrong, however, to suggest that most science fiction films are entirely dystopian. Unmitigated dystopia is only slightly more common than utopia - most mainstream science fiction cinema has the best of both worlds, and films often go some way towards reconciling the difference between utopian and dystopian visions.”[45]

Ein anschauliches Beispiel, wie die Grenzen zwischen Utopie und Dystopie miteinander verschwimmen können, ist der Film „ Demolition Man“ (1993). Es wird eine Zukunftsgesellschaft gezeigt, in der oberflächlich Verbrechen, Gewalt, Drogen etc. nicht mehr existieren. Wie sich im Verlauf des Films herausstellt, wurden aber auch Meinungsfreiheit, körperliche Liebe, verbales Fluchen usw. verboten oder unterdrückt. Hier wird die verkrampfte politische Korrektheit der 1990er parodiert.[46]

Reisen durch äußeren und inneren Raum, Zeit, Dimension, Parallelwelten

Ein Schlüsselmotiv der SF sind Reisen durch Raum und Zeit. „ Le Voyage Dans La Lune“, der erste aller SF Filme, nutzt dieses Motiv bereits 1902. Bis heute wird ein Film, in dem ein Raumschiff zu sehen ist, vom Zuschauer instinktiv als SF betitelt. In diesem Zusammenhang spielen einerseits die Faszination für die damit verbundene Technik, sowie das Gefühl von Freiheit und Geschwindigkeit eine große Rolle. Für Filmemacher war die Reise zu einem fremden Teil des Raumes oder zu einem anderen Planeten außerdem immer die Möglichkeit, fantastische, exotische Welten und Lebewesen zu zeigen und diese mit aufwendigen Spezialeffekten zu präsentieren.[47]

In frühen Genrevertretern wurden Raumschiffe meist als fremdartige, die Erde bedrohende Vehikel der Aliens gezeigt[48]. Nachdem Raumfahrt auch in der realen Welt betrieben wurde, beschäftigten sich immer mehr Filme auf einer realistischeren Ebene mit dem Thema.[49] Produktionen wie „ Space Cowboys“ (2000) oder „ Apollo 13“ (1995) verzichten teilweise komplett auf fantastische Elemente.

Nicht nur die Reise in den fernen Raum inspirierte die SF, auch die Reise in den sog. Inneren Raum bzw. die Reise im Maßstab. In den Filmen „ The Incredible Shrinking Man“ (1957) und „ Honey I Shrunk The Kids“ [50] (1989) werden Protagonisten auf Miniaturgröße geschrumpft. Der Fußboden des heimischen Wohnzimmers und der Garten vor dem Haus erscheinen so plötzlich wie riesige, fremdartige Welten.

Die Zeitreise trägt die Handlung nicht an einen fernen Ort, sondern in eine andere Zeit, in die Zukunft oder die Vergangenheit. Eine leichte Abwandlung der Zeitreise ist das Handlungsmotiv des Tiefschlafs. Der Protagonist schläft ein und erwacht in einer mehr oder weniger fernen Zukunft, wo er meist auf eine stark veränderte Gesellschaft trifft.[51]

Die vierte Variante, die die Handlung an einen fremden Ort transportiert, ist die Reise in eine andere Dimension. Dabei handelt es sich um eine Realität, die unserer teilweise ähnelt, aber einige entscheidende Unterschiede aufweist. Eine alternative Realität. Zu dieser Art der Reise kann z.B. das SF-Subgenre der Alternativweltgeschichte gezählt werden. Dabei zeigt die Handlung einen veränderten Verlauf der Realgeschichte und spielt so ein „ Was wäre wenn?“ der Historie durch. „ Inglorious Basterds“, auf den bereits zu Anfang des Kapitels eingegangen wurde, zeigt z.B. eine fiktive Spezialeinheit der Alliierten im zweiten Weltkrieg, die Hitler ermordet; „ Fatherland“[52] (1994) zeigt ein Deutschland, das den Weltkrieg gewonnen hat; „ Watchmen“[53] (2009) zeigt Episoden der Weltgeschichte die von Superhelden beeinflusst werden.

Auch auf unserem eigenen Planeten gab und gibt es neue Welten zu entdecken. Ein beliebtes Thema, besonders der frühen SF Literatur und einiger frühen Filme waren Tiefsee - oder auch sog. Hohlweltgeschichten. Bei Letzteren ging man davon aus, dass sich unter der Erdoberfläche ein gigantischer Hohlraum befindet, sozusagen eine zweite Erde.[54] Die bekannteste aller Hohlweltgeschichten ist wohl der Roman „ Voyage au Centre de la Terre“[55] (1864) von Jules Vernes.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: „Le Voyage dans la Lune“, 1902
http://kuddelsaus.files.wordpress.com/2010/02/trip_to_the_moon1.jpg (29.01.2015)

Das Fremde

Das Motiv des Fremden oder Andersartigen ist ein weiteres, zentrales Thema der SF. Roboter, Außerirdische und andere Fantasiewesen[56] können schockieren, neugierig machen, Zuneigung oder Abscheu hervorrufen.

“[…] much of the dramatic and structural tension of science fiction derives from the construction of a primary difference between the “human” and the “other”.”[57]

Dieses Fremde kann in der Handlung von SF in unterschiedlichsten Formen und Motivationen vorkommen. Neben der physischen Form und Anwesenheit gibt es auch Werke, in denen das Fremde metaphorisch dargestellt wird, wie im Film „ Contact“ (1997), der die außerirdische Intelligenz in Form von Geräuschen und Orten, in den Gedanken der Protagonistin darstellt.

Wegweisend für die Entwicklung von intelligenten, menschenunähnlichen Lebewesen war H.G. Wells, u.a. mit seinem literarischen Werk „ War of The Worlds“[58] ( 1898 ), in dem Aliens mit riesigen Maschinen die Erde in Schutt und Asche legen. Die SF-Literatur zu Anfang des 20. Jhdt. zeigte die Außerirdischen dann meist in zugespitzter Form als abstoßende, oft schlangen- oder insektenartige Monster. Der Kurzroman „ First Contact“ (1945) von Murray Leinster war dann eines der ersten Werke, das wirklich intelligent dargestellte und nicht mehr ganz so klischeehaft monsterartige Außerirdische präsentierte.[59] Später beschäftigten sich SF-Literatur, Film und TV immer öfter mit netten Aliens. Speziell das Kino aber „[…] erhielt sich seine besondere Liebe für die ekligen Monster aus dem Weltraum und zeigt sie in Filmen wie „Alien“ (1979), Predator[60] (1987) und Species (1995) und auch heute noch gern.“[61]

Meist stehen diese Figuren ganz klar für bestimmte Aspekte, Ideen oder Sichtweisen. Nicht nur in den plakativen Invasionsfilmen der 50er, sondern in den meisten SF Filmen kann der Zuschauer den Aliens, Robotern etc. eine klare Intention zuweisen. Böse Außerirdische stehen oft metaphorisch für bestimmte reale oder suggerierte Bedrohungen der echten Welt. Die eroberungswütigen Aliens der US SF-Filme der 1950er spielten oft auf den Kommunismus an. In „ The X-Files“[62] (1998) erscheinen die Aliens in Form eines Virus, eine mögliche Anspielung auf AIDS.

Gute Aliens können dagegen als gottgleich und warmherzig auftreten. In „ Cocoon“ (1995) und „ E.T. the Extra-Terrestrial“[63] (1982) haben sie heilende Kräfte und sind den Menschen wohlgesonnen. Neben den klischeehaften, aggressiven Invasoren und den helfenden Rettern gibt es aber auch einige Beispiele für sehr ambivalent auftretende Figuren. Der intelligente Computer in „ 2001: A Space Odyssey“ wirkt mit seiner ruhigen, tiefen Stimme wie eine Vaterfigur, gleichzeitig aber auch distanziert und berechnend.[64]

Die Rolle des fremden Eindringlings in unsere Welt kann nicht nur von Außerirdischen oder Maschinen eingenommen werden. Diverse Zombiefilme können dem SF Genre zugerechnet werden, wie „ 28 Days Later“ (2002) oder „ I Am Legend“ (2007), die eine dystopische, postapokalyptische Welt zeigen. Beliebte Monster Hollywoods waren auch Dinosaurier. Sie tauchten bereits in frühen Hohlweltgeschichten[65] auf. Später brachten sie in „ Jurassic Park“ (1993) fast eine Milliarde US-Dollar allein durch die Kinobesucher ein, und machten die Produktion bis 1998 zum weltweit erfolgreichsten Film aller Zeiten[66]. Auch die diversen Interpretationen der „ Godzilla“ und „ King Kong“ Filme sind Variationen des Urzeitmonster-Motivs.[67]

Neue Technologien

SF beschäftigte sich immer wieder damit, das Potential völlig neuartiger Technologien zu ergründen.[68] Dabei wird z.B. der aktuelle Stand von Realwissenschaften zu Grunde gelegt und eine mehr oder weniger fortgeschrittene Weiterentwicklung inszeniert. Gentechnik, virtuelle Realität oder Nanotechnologie, bei der sich mikroskopische Maschinen verselbstständigen, waren und sind beliebte Themen. Auf einige Variationen der Grundidee der neuartigen Technologie wurde in diesem Kapitel bereits eingegangen, wie Roboter oder Weltraumreisen.

Erwähnenswert sind z.B. auch Superwaffen, die in Filmen mit einem militärischen Grundton eine große Rolle spielen. In diesen Werken werden futuristische Waffen und Kriege der Zukunft in verschiedenen Ausprägungen geschildert. Diese oft als Military-SF war besonders in der SF-Literatur der USA zu Zeiten der Weltkriege und des kalten Krieges beliebt.[69]

Teleportation und Materie-Transmission gehören mittlerweile ebenfalls zum festen Bestand der SF Technik. Dahinter steckt die Fähigkeit, einen weit entfernten Ort zu erreichen, ohne tatsächlich eine Entfernung zurückgelegt zu haben. Das sog. Beamen aus Star Trek ist die bekannteste Ausprägung dieser Idee.[70] Hier kommen auch sog. Replikatoren zum Einsatz, Geräte die Nahrungsmittel scheinbar aus dem Nichts synthetisieren, oder Holodecks, welche eine virtuelle Realität erschaffen. All diese eben genannten fantastischen Geräte gehen tatsächlich auf einen realwissenschaftlichen Hintergrund zurück. Nach Albert Einsteins Relativitätstheorie sind Materie und Energie äquivalent und theoretisch austauschbar. Die Anwendung dieser Theorie in Form des eben erwähnten Beamens oder Replizierens ist für die heutige Physik noch absolute Zukunftsmusik und fern jeder praktischen Umsetzung[71], die SF nimmt diesen Grundgedanken aber auf und extrapoliert ihn zu einem Extrem. Die Idee des Beamens z.B. hat in der SF eine lange Geschichte: Fast 70 Jahre vor Star Trek schrieb der Autor Fred T. Jane im Buch „ To Venus in Five Seconds“ (1897) über eine ähnliche Technik.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Materie-Transport bzw. Beamen in „Star Trek: The Next Generation“http://tng.trekcore.com/hd/albums/1x01/farpoint_hd_789.jpg (29.01.2015)

2.3.2 Das Novum

So schwierig es auch ist, eine allgemeingültige Definition für SF zu finden, gibt es doch einen Kernpunkt, den im Prinzip alle Produkte der SF gemeinsam haben: Ihre Handlung ist eine Art Gedankenexperiment und stellt die Frage „ Was wäre wenn ?“. Diese Frage liegt allen bereits vorgestellten Handlungsmotiven zugrunde. Darko Suvin führte in seiner 1979 veröffentlichten Monographie Metamorphoses of Science Fiction den Begriff des Novums ein.[72] Dieser Begriff ist in der Science-Fiction-Forschung mittlerweile allgemein akzeptiert.[73]

Das Novum ist „ das unmögliche Ding[74], eine hypothetische Sache, die in der realen Welt nicht oder noch nicht möglich ist, in der Handlung des jeweiligen Werkes aber als existierend vorausgesetzt wird. Ein SF Film entwirft ein Setting, in dem dieses Novum oder auch mehrere Nova möglich sind. Das Genre entwirft damit eine hypothetische, fiktionale Welt. Die Beschreibung dieses Novums alleine reicht jedoch noch nicht, um aus einem Film einen SF-Film zu machen. Im Genre Fantasy kommen auch unrealistische und fantastische Elemente zum Tragen. Es wird vorausgesetzt, dass z.B. Drachen, Zwerge und andere Fabelwesen existieren und mithilfe von Magie Naturgesetze außer Kraft gesetzt oder verändert werden. Wenn wir das Beamen in Star Trek als Beispiel nehmen, sieht man starke Parallelen zwischen SF, Fantasy und sogar dem Märchen. Was macht also z.B. die „ Herr der Ringe“[75] Trilogie (2001, 02, 03) zu Fantasy und einen anderen Film wie z.B. die verschiedenen Teile der „ Star Trek“ Reihe oder sogar eine Comicverfilmung wie „ The Dark Knight“ (2008) zu Science Fiction?

Typische Fantasy-Kreaturen wie Drachen, Orks, Feen, Zauberer usw. sind Figuren die einer eigenen, mit der unsrigen Welt unvereinbaren Weltordnung angehören. Roboter, Raumschiffe und sogar Zeitmaschinen sind allerdings Maschinen, die in Aussehen oder sogar Funktion an uns bekannte, real existierende Geräte erinnern. Ob das jeweilige Novum tatsächlich realisierbar ist oder wäre ist dabei zweitrangig. Wichtig ist, dass es von einer gewissen technischen Ästhetik[76] umgeben wird, optisch und/oder inhaltlich. Das Novum wird also als Weiterentwicklung oder Variation eines real existierenden Gegenstandes oder Fakts verstanden und oft durch eine mehr oder weniger wissenschaftliche Erklärung gerechtfertigt: Die Fähigkeiten die Bruce Wayne als Batman in „ The Dark Knight“ erhält, werden teilweise durch technische Apparate ermöglicht. Auch die Superkräfte von „ Superman“ (1978) werden damit gerechtfertigt, dass er z.B. von einem fremden Planeten stammt, auf dem die Gravitation extrem erhöht ist, und er dadurch auf der Erde den Menschen weit überlegen ist.

Es muss jedoch gesagt werden, dass die Grenze zwischen SF und Fantasy verschwimmt. Viele Werke lassen sich nicht klar einem der beiden Genres zuordnen. Bekanntestes Beispiel sind die Filme der „ Star Wars“ Reihe: Raumschiffe, Roboter, Computer etc. knüpfen SF-typisch an unsere Vorstellung von Technik und einem wissenschaftlichen Weltbild an. Die Jedi, eine Art Ritterkaste mit übernatürlichen Fähigkeiten und einer geheimnisvollen Macht erinnern wiederum sehr stark an Fantasy. Für solche Mischformen hat sich mittlerweile auch der Begriff Science-Fantasy durchgesetzt.

2.3.3 Typische Figuren

„Der wahre >>Held<< einer Science –Fiction-Geschichte ist immer der Hauptgedanke oder das zentrale Bild.“[77]

Trotzdem lassen sich einige stereotype Figuren und Konstellationen ausmachen, die besonders in frühen, teilweise aber auch in späteren SF-Filmen zu finden sind.

Der Held

Die zentrale Figur, der Protagonist oder auch der Held, repräsentiert in den meisten Filmen das Menschliche.[78] Das ganz typische Bild des SF Protagonisten, zu beobachten besonders in den Invasionsfilmen[79] der 1950er, ist der draufgängerische, praktisch veranlagte, männliche Held.[80] Der vielleicht bekannteste Vertreter dieses Typus ist James T. Kirk, der Captain des Raumschiffs Enterprise in der Serie „ Star Trek“[81] (1966-69) und den sich darauf beziehenden Kinofilmen. Kirk ist intuitiv, emotional, abenteuerlustig, ehrlich, ein Frauenheld, ein Macher, wie ihn viele bezeichnen würden. Er repräsentiert das Menschliche gleichermaßen wie das Idealbild des Mannes. Oft ist er ein fähiger Nahkämpfer und versierter Schütze und erinnert damit stark an das Bild von typischen Westernhelden. Dieser Stereotyp des heroischen Raumschiffkommandanten ist in vielen SF Filmen anzutreffen: „ Forbidden Planet“[82], „Earth vs. Flying Saucers“ u.Ä.

Während SF Filme vor den 1960ern fast ausschließlich ein männlich geprägtes Gesamtbild zeigen und mit ihren Anspielungen auf Technik und Wissenschaft eher als „ toys for the boys[83], also als ein Genre für Männer gelten, tauchen ab den 70ern plötzlich auch weibliche Protagnisten auf. Ripley aus „ Alien“[84] (1979) oder Prinzessin Leia aus der „ Star Wars“ Trilogie[85] der 70er und 80er Jahre (1977, 80, 83) zielen auf das weibliche Publikum. Plötzlich ist die Frau pragmatisch, mutig, kämpferisch. Hierauf wird auch in folgendem Unterkapitel Das Mädchen näher eingegangen.

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Abbildung 5: Leslie Nielson als stereotyper SF-Held in „Forbidden Planet“
http://i.kinja-img.com/gawker-media/image/upload/s--UT1bMxAB--/18lsujkb28m26jpg.jpg (29.01.2015)

Das Mädchen

Das Bild der Frau ist in den frühen SF Filmen ein sehr konservatives und klassisches. Meistens ist das Mädchen körperlich eher schwach, ängstlich, auf den Held angewiesen und dient als Love Interest für den Protagonisten. Sie ist meist attraktiv, wird als unschuldig dargestellt und oft auch als unerfahren.[86] Ihr Beitrag zur Handlung ist meist ausschließlich der, dass sie sich von dem Helden vor den außerirdischen Monstern retten lässt.

Wie im vorangegangenen Punkt Der Held beschrieben, hat sich die typische Rolle weiblichen Figuren in der SF aber gewandelt. Männer stellen zwar noch die Mehrheit der Protagonisten dar, es tauchen aber immer öfter weiblichen Nebenfiguren in der Rolle von fähigen Wissenschaftlerinnen auf, oder z.B. wie Kara „Starbuck“ Thrace in „ Battlestar Galactica“ (2004-2009) als kampferprobte, selbstbewusste Pilotin.

Der Wissenschaftler

In den meisten SF Filmen gibt es eine, manchmal sogar mehrere Figuren die als Wissenschaftler auftreten. Er tritt als Informationsgeber und Mentor auf, greift oft auch selbst maßgeblich in die Handlung ein. Obwohl es eine große Bandbreite verschiedenartiger Wissenschaftler in SF Filmen gibt, zeichnen sich doch drei Archetypen ab:

Der leidenschaftliche Verfechter des Fortschritts der sich gerne auf ein Abenteuer einlässt, wie z.B. in „ The Time Machine“[87] (1960); der kühle Rationalist, einer der Prototypen dafür ist Spock aus Star Trek; gern genutzt ist auch das Bild des zerstreuten und/oder geistesabwesenden Exzentrikers wie Doc Brown aus der „ Back To The Future“[88] (1985, 89, 90) Reihe.

Die Wissenschaftler dienen nicht nur als Schlüsselfigur der Handlung, teilweise sogar als Protagonist, sondern stehen oft metaphorisch für bestimmte Themen oder Konflikte. Spock aus Star Trek symbolisiert mit seiner kühlen Logik z.B. die Rationalität als Gegenstück zu Kirks Emotionalität und Impulsivität. In den paranoiden B-Movies der 50er Jahre gibt es oft den fehlgeleiteten Wissenschaftler, der mit guten Absichten beginnt, letztendlich aber das Böse heraufbeschwört, was oft als Symbol für die Bedrohung durch den Kommunismus gedeutet wird.

Der Wissenschaftler kann auch in die Rolle des Antagonisten schlüpfen. In den frühen deutschen Filmen „ Metropolis “ oder „ Das Testament des Dr. Mabuse“ ( 1933 ) werden die Wissenschaftler als dunkle Magier dargestellt, die ihre egoistischen Ziele verfolgen und die Kräfte von Natur und Technik scheinbar beschwören.[89]

Das Monster

Wesentlich und typisch für die SF waren, besonders in der frühen Phase, das oder die Monster.[90] Das SF Kino orientiert sich hier stark am Horror[91]. Primitive, rein instinktiv handelnde, an gefährliche Tiere erinnernde Monster, wie die Insekten in „ Them!“[92] (1954) oder „ Beginning of The End“ (1957) haben bis heute einen festen Platz in der SF-Welt. Mit fortschreitender Entwicklung des Genres ist aber immer öfter das intelligente Monster anzutreffen, wie der „ Predator“ ( 1987 ). Das Monster tritt nicht immer in Form von Aliens, Robotern o.ä. auf, sondern kann auch ein Mensch sein. In „ Star Trek II: The Wrath of Khan“ [93] (1982), auf den später noch Bezug genommen wird, kämpft die Besatzung der Enterprise gegen genetisch aufgewertete Menschen. Auch diverse Mutanten- und Zombiefilme zeigen menschliche Monster.

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Abbildung 6 : Der Erfinder Rotwang in „Metropolis“

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Abbildung 7: Der „Predator“ http://static.comicvine.com/uploads/original/14/146991/2921588-Hot_Toys_Scar_Predator.jpg (29.01.2015)

2.4 Erzählstrukturen

Beim Blick über die SF Filme der verschiedenen Jahrzehnte und die verschiedenen Subgenres, lässt sich im Blick auf die Erzählstruktur eine Besonderheit entdecken: Die Tatsache, dass es keine Besonderheit gibt. Im Gegenteil, die meisten Filme sind äußerst klassisch erzählt und die Ausnahmen sind fast immer Außenseiterwerke. Besonders Filme mit sehr komplexem Weltenaufbau, teilweise sogar multiplen Realitäten wie „ Total Recall“, „Matrix“ oder „ Inception“ ( 2010), zeigen eine absolut klassische narrative Technik.[94]

Die Perspektive der erzählerischen Instanz ist meistens auktorial-allwissend, vereinzelt kommen auch kurze Sequenzen in View-point-Technik zum Einsatz, etwa wenn der Zuschauer die Welt durch die Augen des „ Terminator “ sieht. Die subjektive Erzählweise mit dem Erzähler als Voice-Over ist auch vertreten, z.B. in „A Clockwork Orange“[95] (1971) oder in der originalen[96] Kinoversion des SF-Klassikers „ Blade Runner“ ( 1982 ). Das Erzählschema greift meist auf einige stereotype narrative Systeme zurück: Die „ Star Wars“ Reihe wird wie ein Märchen oder eine mythologische Geschichte erzählt, mit klassischem Dreiaktschema. Die Filme der „ Alien“ Reihe funktionieren dagegen als „[…] geschickt angewendete shock-and-suspense Methode[97], wie in Horrorfilmen üblich.

Genauer auf die Erzählformen typischer Genrevertretet einzugehen, wäre im Rahmen dieser Arbeit wenig zielführend. Festzuhalten ist, dass der typische SF Film „[…] insgesamt als relativ konservativer Modus des Erzählens erscheint“.[98] Dies ist eine Folge der Naturalisierung, auf welche im folgenden Kapitel eingegangen wird.

2.4.1 Naturalisierung & diegetische Verfremdung

SF stellt im Rahmen der Handlung oft das Fremde oder das synthetische heraus.[99] Das Anliegen der SF ist es aber gleichzeitig auch, diese Figuren, Ereignisse, etc. als potentiell möglich erscheinen zu lassen. Die bereits beschriebene technizistische Ästhetik [100] und der zumindest oberflächliche Bezug auf ein wissenschaftlich-technisches Weltbild zielen darauf, eine Kontinuität mit unserer realen Welt zu erschaffen. Dieser Vorgang ist ein zentraler Aspekt der SF und wird in diesem Zusammenhang als Naturalisierung bezeichnet.[101] Viele Figuren und Objekte in SF Filmen werden mithilfe von Tricktechnik realisiert. Digital erstellte Figuren wirken auf den Zuschauer oft kalt und tot.[102] Die Intention der SF-Filmemacher ist im Allgemeinen aber, dem Zuschauer genau diese synthetisch hergestellten Eindrücke möglichst real erscheinen zu lassen. Kreaturen wie Aliens oder Roboter sollen dem Zuschauer als echter, plausibler und selbstverständlicher Teil der gezeigten fiktiven Welt erscheinen.

Während z.B. Berthold Brechts V-Effekt versucht, das Vertraute fremd erscheinen zu lassen, um einen neuen Blickwinkel auf eben dieses Vertraute zu gewinnen, geht die SF einen völlig anderen Weg: Es wird versucht, das Fremde vertraut erscheinen zu lassen, also das genaue Gegenteil. Der SF Film verfremdet nicht primär, in Form und Struktur, sondern sekundär in der Handlung.[103]

Primäre Verfremdung

Die sog. Primäre Verfremdung bezeichnet eine formale Verfremdung, also in Narration, Bildmontage, Einstellungsgröße, Mise en Scène etc. Ein Beispiel ist die Endsequenz in „ 2001: A Space Odyssey“. Diese zeigt einen psychedelischen Bilderrausch und anschließend eine Szene die ohne Anschluss geschnitten wurde, was auf den Zuschauer recht verstörend wirkt. Formal verfremdet ist auch der sog. Bullet Time Effect aus dem Film Matrix. Dabei kreist die Kamera in normaler Geschwindigkeit z.B. um die Figur Neo, während dieser und die an ihm vorbeifliegenden Kugeln in einer extremen Zeitlupe, beinahe eingefroren, zu sehen sind.

Diese beiden Szenen sind innerhalb des Genres aber als Ausnahmen zu betrachten, da es dem naturalisierenden Moment der SF widerspricht. Der überwältigende Großteil der Produktionen verzichtet auf solche formalen, also primären Verfremdungen.[104]

Ein Beispiel ist der ebenfalls äußerst erfolgreiche Film „ Avatar“ [105] (2009). Die Handlung des Films und seine Figuren scheinen auf den ersten Blick geradezu „[…] prädestiniert für zahlreiche starke Verfremdungsmomente“[106]. Die außerirdischen, die Na'vi, weisen den Menschen gegenüber eine deutlich gesteigerte Körpergröße auf, der Film verzichtet aber vollständig darauf, diese Größenunterschiede optisch in Szene zu setzen und schwächt die Unterschiede zwischen Menschen und Na´vi sogar ab. Auch die Exotik des fremden Planeten wird formal kaum betont, sogar „ nach allen Regeln der Kunst naturalisiert[107]. Diese Vorgehensweise ist sowohl bei älteren Produktionen, als auch bei aktuellen Mainstream-Blockbustern zu beobachten, welche formal selten über den Status-Quo hinaus reichen.[108]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Der in „Matrix“ verwendete „Bullet-Time-Effect“
http://1.bp.blogspot.com/LB5o3zaGhgE/URuG2ycgYRI/AAAAAAAAAQ8/cdka_k4avR0/s1600/matrix_montage_html.jpg (29.01.2015)

Sekundäre bzw. diegetische Verfremdung:

Die Folge der Naturalisierung ist, dass Verfremdung meist auf Ebene der Handlung, also der Diegese erfolgt. Ein anschauliches Beispiel dafür ist eine Szene aus dem Film „ Soylent Green“: Das Badezimmer, das der Protagonist in einem Luxusapartment betritt, wird nicht formal verfremdet. Es ist in jeder Hinsicht dargestellt als ein völlig normaler und unspektakulärer Raum mit der Ausstattung eines dem Zuschauer bekannten, typischen Badezimmers. Das Ungewöhnliche in dieser Szene ist lediglich die überschwängliche Freude der Figur, über das laufende Wasser aus dem Wasserhahn. Zur Erläuterung: In der fiktiven, stark überbevölkerten Welt des Films leben die meisten Menschen unter katastrophalen hygienischen Bedingungen in slumähnlichen Gebieten. Ausschließlich die Oberschicht kann sich den Luxus einer eigenen Wohnung mit fließendem, frischem Wasser leisten. Die Verfremdung findet also auf der Ebene der Diegese, der Handlung, statt.[109]

Eine solche, sekundäre Verfremdung findet sich auch im Film „ The Incredible Shrinking Man“ wieder, auf den in dieser Arbeit bereits kurz eingegangen wurde.[110] Die gezeigten Möbel, Räume, Alltagsgegenstände und Tiere sehen natürlich und normal aus, erscheinen aber in einem völlig neuen Licht durch die verschobenen Größenverhältnisse. Das Novum, der geschrumpfte Mensch wird zwar naturalisiert, der Film tut so als wäre das plausibel und in diesem Moment Fakt, innerhalb der Handlung aber verfremdet er z.B. eine Hausspinne, sodass sie plötzlich als lebensbedrohliche Gefahr erscheint.[111]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Diegetische Verfremdung in “The Incredible Shrinking Man“

Diese filmische Technik ist nicht ausschlaggebend für die SF und nicht exklusiv nur in SF Filmen zu sehen, aber ein oft genutztes Mittel. Die sekundäre oder diegetische Verfremdung ist typisch für die SF und in vielen Produktionen anzutreffen.

2.5 Weitere Stilmittel

Betrachtet man das Repertoire an SF Filmen auf der Suche nach weiteren, genretypischen Stilmitteln, fällt ebenfalls das Setdesign, ebenso wie das der Kostüme und der Requisiten auf. Auch die akustische Komponente spielt eine wichtige Rolle, wie im Folgenden beschrieben wird.

2.5.1 Optik / Design

Die Ausführungen in diesem Kapitel orientieren sich zu einem großen Teil an der Darstellung des Werkes Science Fiction Cinema von Geoff King (2000)[112]. SF Filme weisen danach oft ein prägnantes und sehr spezielles Design auf. Auffällige Sets und Kostüme sind aus dem Genre praktisch nicht mehr wegzudenken:

„They make a major contribution to the impact and pleasure of the genre […]”[113]

Eine Handlung, die auf einem fremden Planeten oder in der fernen Zukunft spielt bietet sich selbstverständlich an für fantasievolle Sets und Tricktechniken, welche auch in vielen Filmen zu sehen sind. In den 1950ern, einer Phase in der SF auf der Leinwand boomte[114], waren allerdings die meisten Filme noch in schwarz-weiß, die Tricktechnik noch wenig ausgefeilt und wirkte oft sehr künstlich. Außerdem fehlte vielen der B- und C-Produktionen das Geld für aufwendige Sets, weswegen diese meist von einer eher realistischen Ästhetik geprägt waren. Der exotische und futuristische Look dieser wichtigen Ära wurde hauptsächlich über die Kostüme hergestellt, welche deutlich günstiger zu fertigen waren und einen großen Detailreichtum aufweisen konnten. Dieser Trend setzt sich bis ins heutige Kino fort.

Die meisten SF Filme tendieren dazu, sich anhand der Kostüme in eine dieser fünf Stilrichtungen einordnen zu lassen:

- Futurismus
- Retro-Futurismus
- Realismus
- Gothic
- Post-Apokalyptisch

Auch die Sets lassen sich in den meisten Fällen relativ klar einem dieser Stile zuschreiben und auch hier zeigte Hollywood immer wieder eine außerordentliche Liebe zum Detail. Raumschiffe z.B. weisen meist eine Vielzahl an Geräten, Knöpfen, kleinen und großen Maschinen auf. Teilweise dienen diese Objekte keinem offensichtlich erkennbaren Zweck, sondern stehen metaphorisch für die futuristische Technik die die Handlung umgibt. Die Sonnenbrillen in „ Matrix“ und „ Men In Black“ (1997), der sog. Visor[115] in „ Star Trek: The Next Generation“ und vieles mehr, spielen meist keine Rolle für die Handlung, unterstreichen aber den futuristischen Charakter der fiktiven Welt. So blickt die Raumschiffbesatzung in „ Forbidden Planet“ in eine sphärische, teilweise transparente Struktur. Der Dialog der Szene suggeriert, dass dies zum Zweck der Navigation geschieht, die genaue Funktionsweise des Geräts bleibt dem Zuschauer aber völlig unklar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Sphärisches Navigations-Instrument in „Forbidden Planet“http://www.effectrode.com/wp-content/uploads/leslie_forbidden_planet.png (29.01.2015)

Dieses konkrete Beispiel zeigt auch die Vorliebe der SF-Ästhetik für klare, geometrische Formen. Die ersten Raumschiffe waren meist kugelförmige, ovale oder U-Boot ähnliche Objekte. Ab den 40er Jahren und der UFO-Hysterie[116] war die Form der fliegenden Untertasse, einer Scheibe populär.[117] Nachdem die Raumfahrt in der realen Welt immer aufwendiger und erfolgreicher wurde, war in der SF ein zunehmender Realismus beim Design der Raumschiffe und Gerätschaften zu beobachten. Die Tendenz zur einfachen Geometrie bleibt aber weiterhin stark ausgeprägt, betrachtet man das an ein Rad erinnernde Schiff und den quaderförmigen Monolithen in „ 2001: A Space Odyssey“ oder die Raumfahrzeuge der Borg in „ Star Trek“, welche aussehen wie Würfel oder Sphären.

Anhand des Designs von Set, Kostümen und/oder der Requisiten lässt sich oft sogar ableiten, in welcher Zeit der entsprechende Film entstanden ist. So revolutionär und futuristisch auch die Ideen der Autoren sein mögen, das Design ist oft eine Extrapolation des Stils der jeweiligen Ära. In „ Forbidden Planet“ entspricht das Wohnhaus des Wissenschaftlers Morbius dem Design-Ideal der 1950er mit Stahl, Glas und minimalistischer Einrichtung.

Doch die Kleidung der Figuren dient nicht nur der optischen Aufwertung, sondern auch der Handlung und Narration. Optik der Figuren und ihrer Kleidung zeigen dem Zuschauer oft auf den allerersten Blick deren Gesinnung. Die runden Formen des Roboters Robbie aus „ Forbidden Planet“, welche Assoziationen zum Michelin-Mann[118] wecken, suggerieren einen wohlwollenden und fürsorglichen Charakter.[119] Er wirkt durch seine Formen fast großmütterlich, was absolut seiner Figur entspricht, da er für die Raumschiffbesatzung Nahrungsmittel und Getränke herstellt. Bösartige Außerirdische haben dagegen oft eine nicht-humanoide, z.B. insektoide Form und strahlen mit Aussehen und Farben eine aggressive Grundhaltung aus. Der zerstörerische Roboter Gort aus „ The Day The Earth Stood Still“ [120] (1951) wirkt mit seinem zyklopartigen, rot leuchtenden Auge und seiner glatten Metallhaut sofort unheimlich und angriffslustig.

[...]


[1] Als Synonym für die US-Filmindustrie

[2] Vom französischen für Gattung

[3] (Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 2

[4] Vgl. Ebd.: zitiert nach Müller, 1997: 141

[5] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): 2013: Seite 2

[6] Vgl.(Hardy, 1998): Seite 8

[7] Vgl.(King, 2000): Seite 72f

[8] Deutscher Titel: „Die unglaubliche Geschichte des Mister C.“

[9] Deutscher Titel: „ Alarm im Weltall

[10] Deutscher Titel: „ Matrix

[11] Vgl. http://www.wissen.de/visionaere-der-raumfahrt-science-meets-fiction (14.01.2015)

[12] Deutscher Titel: „Die Reise zum Mond“

[13] Pulp, zu Deutsch etwa Brei, Zellstoff, war eine populäre Bezeichnung dieser Groschenromane. Er beschreibt das stark holzhaltige Papier aus dem sie aus Kostengründen gefertigt wurden. Der Begriff pulp ist seither im englischsprachigen Raum als Synonym für Schundliteratur gebräuchlich.

[14] Deutscher Titel: „ Was kommen wird“

[15] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 250

[16] Deutscher Titel: „Kampf der Welten“

[17] Deutscher Titel: „2001: Odyssee Im Weltraum“

[18] Deutscher Titel: „Krieg der Sterne“, seit 1981 „Star Wars: Episode IV – A New Hope / Eine neue Hoffnung“

[19] Deutscher Titel: „Lautlos im Weltraum“

[20] Deutscher Titel: „…Jahr 2022… die überleben wollen“

[21]Beneath the Planet of the Apes“ / „ Rückkehr zum Planet der Affen“, „Escape from the Planet of the Apes“ / „Flucht vom Planet der Affen“, „Conquest of the Planet of the Apes“ / „Eroberung vom Planet der Affen“, „Battle for the Planet of the Apes“ / „Die Schlacht um den Planet der Affen“

[22] Deutscher Titel: „Die totale Erinnerung – Total Recall“

[23]The Terminator” / “Terminator”, “Terminator 2: Judgment Day / Terminator 2“ – „Tag der Abrechnung“

[24] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 251

[25] Ebd.: Seite 252

[26] IMDb, englisch für Internet-Filmdatenbank (http://www.imdb.com )

[27] nach Einnahmen an den US-Kinokassen, Vgl. http://www.imdb.com/boxoffice/alltimegross (14.01.2015)

[28] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 252

[29] „Alien /Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“, „Aliens / Aliens - Die Rückkehr“, „Alien³ / Alien 3“, „Alien: Resurrection / Alien – Die Wiedergeburt“

[30] Deutscher Titel: „ Per Anhalter durch die Galaxis“

[31] Deutscher Titel: „ Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall“

[32]The Hunger Games / Die Tribute von Panem“, „The Hunger Games: Catching Fire / Die Tribute von Panem – Catching Fire”, “The Hunger Games: Mockingjay – Part 1 / Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1”

[33] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 261

[34] Die SF Literatur wird, wie bereits beschrieben, nicht gesondert behandelt, verhält sich hier aber ähnlich.

[35] Vgl.(King, 2000): Seite 11f

[36] Deutscher Titel: „ Fliegende Untertassen greifen an“

[37] „War of The Worlds / Krieg der Welten“

[38] Cyborg: Ein Mischwesen bzw. eine Verbindung aus Mensch und Maschine.

[39] Replikant: Ein auf biologischer Basis synthetisierter Mensch.

[40] Augment: Vom englischen augmented, also erweitert oder aufgewertet. Ein genetisch manipulierter und dadurch meist leistungsfähigerer Mensch.

[41] Vgl.(Pringle, 1997): Seite 38

[42] Android: ein Roboter der äußerlich von einem Menschen kaum oder nicht zu unterscheiden ist.

[43] Deutscher Titel: „ Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“

[44] Deutscher Titel: „ Der 200 Jahre Mann“, siehe Abbildung 2

[45] (King, 2000): Seite 17

[46] Vgl. Ebd.: Seite 16f

[47] Vgl. Ebd.: Seite 22ff

[48] Vgl. Abbildung 1: Fliegende Untertassen

[49] Vgl.(Pringle, 1997): Seite 50f

[50] Deutscher Titel: „ Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“

[51] Vgl.(Pringle, 1997): Seite 52

[52] Deutscher Titel: „ Vaterland“

[53] Deutscher Titel: Watchmen – Die Wächter

[54] Vgl.(Pringle, 1997): Seite 55

[55] Deutscher Titel: „ Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“

[56] Vgl. 2.3.1

[57] (King, 2000): Seite 30

[58] Deutscher Titel des Romans: „Krieg der Welten“

[59] Vgl.(Pringle, 1997): Seite 37f

[60] S.a. Abbildung 7

[61] Ebd.: Seite 38

[62] Deutscher Titel: „ Akte X – Der Film“

[63] Deutscher Titel: „E.T. – Der Außerirdische“

[64] Vgl.(King, 2000): Seite 31ff

[65] Siehe 2.3.1

[66] Vgl. http://www.insidekino.de/TOPoderFLOP/Global.htm (15.01.2015)

[67] Vgl.(Pringle, 1997): Seite: 41f

[68] Vgl. Ebd.: Seite 40

[69] Vgl. Ebd.: Seite 52

[70] Vgl. Ebd.: Seite 53f

[71] Anm. d. Autors

[72] Vgl. (Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 247 zitiert nach (Suvin, 1979)

[73] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 247

[74] Ebd.: Seite 247

[75] „The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring / Der Herr der Ringe: Die Gefährten“, The Lord of the Rings: The Two Towers / Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“, „The Lord of the Rings: The Return of the King / Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs”

[76] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 248

[77] (Pringle, 1997): Seite 38

[78] Vgl.(King, 2000): Seite 11

[79] Vgl. 2.2

[80] Vgl.(Hardy, 1998): Seite 8

[81] Deutscher Titel: „ Raumschiff Enterprise“

[82] S.a. Abbildung 5

[83] (King, 2000): Seite 37

[84] Deutscher Titel: „ Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“

[85]Star Wars: Episode IV – A New Hope / Eine neue Hoffnung“, „Star Wars: Episode V – The Empire Strikes Back / Das Imperium schlägt zurück“, „Star Wars: Episode VI – The Return of the Jedi / Die Rückkehr der Jedi-Ritter“

[86] (Hardy, 1998): Seite 8

[87] Deutscher Titel: „ Die Zeitmaschine“

[88] „Back to the Future / Zurück in die Zukunft“, „Back to the Future Part II / Zurück in die Zukunft II“, „Back tot he Future Part III / Zurück in die Zukunft III“

[89] Vgl.(King, 2000): Seiten 43-50

[90] (King, 2000): Seite 50

[91] Vgl. 2.6: Vermischung mit anderen Genres

[92] Deutscher Titel: „ Formicula“

[93] Deutscher Titel: „ Star Trek II: Der Zorn des Khan“

[94] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 257

[95] Deutscher Titel: „Uhrwerk Orange“

[96] In einer später erschienenen Fassung wurden das Voice-Over des Protagonisten entfernt.

[97] Vgl.(Janousek, 2000): Seite 68

[98] (Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): 257

[99] Siehe 2.3

[100] Vgl. 2.3.2

[101] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 248

[102] Vgl. Ebd.: Seite 260

[103] Vgl. Ebd.: Seite 252ff

[104] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 256

[105] Deutscher Titel: „ Avatar – Aufbruch nach Pandora“

[106] (Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 258f

[107] Ebd.: Seite 259

[108] Vgl. Ebd.: Seite 261

[109] Vgl.(Kuhn, Scheidgen, & Weber, 2013): Seite 255

[110] Siehe: 2.3.1

[111] S.a. Abbildung 9

[112] Vgl.(King, 2000): Seiten 72-82

[113] (King, 2000): Seite 72

[114] S.a.: 2.2

[115] Ein brillenähnliches Gerät mit der die Figur Geordi La Forge, die blind geboren wurde, wieder sehen kann.

[116] Beim sogenannten Roswell-Zwischenfall 1947 soll angeblich in der Nähe der Kleinstadt Roswell (USA) ein außerirdisches Flugobjekt abgestürzt sein. Der Wahrheitsgehalt dieses Ereignisses ist stark umstritten, das Thema Aliens und UFOs beschäftigte aber die Öffentlichkeit in den folgenden Jahren in erhöhtem Maße. Man spricht hier auch von der sog. UFO-Hysterie, da sich Berichte über angebliche Entführungen durch Außerirdische häuften.

[117] Vgl.(Pringle, 1997): Seite 50f

[118] Der Michelin-Man ist die Werbefigur des französischen Reifenherstellers Michelin.

[119] S.a. Abbildung 11

[120] Deutscher Titel: „ Der Tag, an dem die Erde stillstand“

Details

Seiten
109
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783656948995
ISBN (Buch)
9783656949008
Dateigröße
2.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v298362
Institution / Hochschule
Hochschule Mittweida (FH) – Medien
Note
1,3
Schlagworte
science fiction eine genrebetrachtung sicht blick star trek into darkness

Autor

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Titel: Science Fiction. Eine Genrebetrachtung aus filmtheoretischer Sicht mit spezifischem Blick auf „Star Trek Into Darkness“