Lade Inhalt...

Eigenkapitalfinanzierung für Unternehmensgründungen in Österreich

Bachelorarbeit 2013 47 Seiten

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau

2 Entrepreneurship in Österreich
2.1 Selbstständigenquote im EU Vergleich
2.2 Neugründungen und Insolvenzen in Österreich
2.3 Scheitern von Neugründungen

3 Planung der Gründungsfinanzierung
3.1 Kapitalbedarfsermittlung
3.1.1 Kapitalbedarf für Investition und Gründung
3.1.2 Kapitalbedarf für das Waren- und Materiallager
3.1.3 Laufender Kapitalbedarf
3.2 Kapitalbeschaffung
3.2.1 Finanzierungsregel
3.2.2 Außen- und Innenfinanzierung
3.2.3 Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung

4 Eigenkapitalfinanzierungsquellen
4.1 Eigenkapital der Gründer
4.2 Kapital von Freunden und Familie
4.3 Private Equity
4.4 Business Angels
4.4.1 Wer sind Business Angels?
4.4.2 Ablauf einer Business Angel Investition
4.4.3 Business Angels in Österreich
4.5 Venture Capital
4.5.1 Venture Capital Finanzierung
4.5.2 Venture Capital Kapitalgeber
4.5.3 Finanzierungsphasen
4.5.4 Ablauf einer Venture Capital Investition
4.5.5 Private Equity und Venture Capital in Österreich

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Junge Unternehmen auf Wachstumskurs sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Österreich. Sie schaffen Arbeitsplätze und sorgen dafür, dass Österreich ein Hochtechnologieland bleibt. Die innovativen Start-ups von heute sind die Konjunkturmotoren von morgen. Gerade jungen innovativen Unternehmen fällt es jedoch zunehmend schwieriger an das nötige Startkapital zu kommen. „Nur“ mit einer guten Idee in der Hand und ohne großartige Absicherung, laufen sie bei Banken oft gegen geschlossene Türen.

Österreichische Unternehmen, sowohl junge als auch etablierte, leiden an chronischem Eigenkapitalmangel. Auch wenn sich die Situation in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert hat besteht immer noch Handlungsbedarf. Aktuell sind 13% aller Insolvenzen direkt auf Eigenkapitalmangel zurückzuführen womit der Großteil der Gründe anderswo zu suchen ist. Viele dieser anderen Fehler sind jedoch oft innerhalb einer gewissen Zeit korrigierbar. Mit einem entsprechenden Eigenkapitalpolster können Unternehmen diese Zeit „kaufen“ die sie benötigen.

(Kreditschutzverband von 1870, 2012) (Wirtschaftskammer Österreich, 2012)

1.2 Zielsetzung

Das Ziel dieser Arbeit ist die Aufklärung über finanzielle Aspekte vor und nach der Unternehmensgründung. Es soll aufgezeigt werden wie UnternehmensgründerInnen den erforderlichen Kapitalbedarf richtig errechnen und welche „versteckten“ Aufwände dabei oft vergessen werden. Das Eigenkapital ist die Basis auf die sich junge Unternehmen stützen. Entgegen der landläufigen Meinung wird klargestellt, dass Eigenkapital nicht nur der Betrag auf dem Sparbuch ist, sondern auch von anderen Quellen kommen kann. Eine Finanzierung durch Eigenkapital kann aus dem näheren Umfeld oder von professionellen Kapitalgebern erfolgen. Wird Beteiligungskapital von jungen Unternehmen klug genutzt, öffnen sich wieder Türen von Banken die normalerweise verschlossen blieben. Wie dieser „Hebel“ funktioniert, ist im Punkt 3.2.3 beschrieben.

Jungen aufstrebenden Unternehmen soll diese Arbeit einen ersten Einblick in die Welt der Risikokapitalfinanzierung geben. Bei jeder möglichen Kapitalquelle wird auf Besonderheiten und Risiken eingegangen, sowie was beachtet werden muss um mögliche Kapitalgeber für das Jungunternehmen zu gewinnen.

Diese Arbeit zeigt die Motive der InvestorInnen in Start-ups zu investieren und wie sie helfen können ein schnelles und ertragreiches Wachsen des Unternehmens zu fördern. Es wird aufgeklärt welche Voraussetzungen nötig sind um bei InvestorInnen einen Fuß in die Tür zu bekommen und wie diese in Österreich zu erreichen sind.

1.3 Aufbau

Das Kapitel 1 beinhaltet die Problemstellung und die Zielsetzung dieser Arbeit sowie den grundsätzlichen Aufbau.

Im Kapitel 2 dieser Arbeit wird eine Übersicht über das Entrepreneurship in Österreich gegeben. Es werden Statistiken gezeigt wie sich die Unternehmensneugründungen und Insolvenzen in den letzten Jahren entwickelt haben und wie viele von den Neugründungen auch noch nach ein paar Jahren bestehen.

Das Kapitel 3 erläutert die Planung der Gründungsfinanzierung. Es wird aufgezeigt wie ermittelt werden kann wie viel Kapital für die Gründung benötigt wird. Die Planung ist äußerst wichtig um neben dem offensichtlichen Kapitalbedarf für z.B. Einrichtung, auch Kapital für laufende Kosten der weniger ertragreichen Anfangsphase und für die private Existenz zu Verfügung zu haben. Die Unterschiede zwischen Außen- und Innenfinanzierung sowie Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung sind ebenfalls in diesem Kapitel zu finden. In den Finanzierungsregeln ist festgelegt welche Art der Finanzierung für welche Investitionen geeignet sind.

Im Kapitel 4 ist eine Auswahl an möglichen Eigenkapitalfinanzierungsquellen zu finden. Beginnend bei den GründerInnen selber und deren näheres Umfeld werden aber auch Risikokapitalquellen erläutert die in Österreich noch eher selten genutzt werden. Jeweils am Ende der Kapitel der Risikokapitalquellen ist eine Auswahl an Informationen über den österreichischen Markt zu finden.

Kapitel 5 fasst die gewonnen Erkenntnisse der Arbeit noch einmal zusammen. Die Arbeit wird an dieser Stelle kurz rekapituliert um ein Fazit daraus zu ziehen.

2 Entrepreneurship in Österreich

Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über das Entrepreneurship in Österreich. Bevor die Anzahl der jährlichen Neugründungen und Insolvenzen betrachtet werden wird die Selbstständigenquote auf EU-Ebene verglichen. Im Anschluss werden Gründe für das Scheitern von Jungunternehmen identifiziert.

2.1 Selbstständigenquote im EU Vergleich

Die nachfolgende Grafik in Abbildung 1: Selbstständigenquoten in % im EU-Vergleich, Quelle: (Wirtschaftskammer Österreich, 2013) zeigt die Selbstständigenquote Österreichs von 2011 im Vergleich zu den anderen EU-Mitgliedsländern, dem EU (27) Mittelwert sowie der Eurozone mit 17 Mitgliedern. Die Werte beziehen sich auf die Anzahl aller Erwerbstätigen der jeweiligen Länder wobei Selbstständige in der Landwirtschaft nicht berücksichtigt wurden. Wird die Landwirtschaft in die Berechnung miteinbezogen erhöht sich die Quote von Österreich auf 11,6% und im gesamten EU (27) Raum auf 15,1%. Bezogen auf alle EU-Mitgliedstaaten befindet sich Österreich damit im unteren Drittel. In absoluten Zahlen gingen 2011 von 3.855.355 Erwerbstätigen, 433.600 einer selbstständigen Tätigkeit nach, davon 101.800 in der Landwirtschaft.

(Wirtschaftskammer Österreich, 2013)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Selbstständigenquoten in % im EU-Vergleich, Quelle: (Wirtschaftskammer Österreich, 2013)

Auffallend ist die Verbindung zum BIP[1] pro Kopf. Tendenziell haben Länder mit einer hohen Selbstständigenquote ein niedrigeres Volkseinkommen und eine höhere Arbeitslosenquote. Trotz dieser interessanten Korrelationen ist ein Streben nach einer höheren Selbstständigenquote notwendig. Die positiven Aspekte, durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, den Beitrag zum Strukturwandel und Steuereinkommen, die Verjüngung der Unternehmerlandschaft sowie steigende Wettbewerbsdynamik, kommen nur so zum Tragen.

(Buchinger, 2002 S. 261)

2.2 Neugründungen und Insolvenzen in Österreich

Die Grafik in Abbildung 2: Neugründungen in Österreich 1993-2012, Quelle: (Wirtschaftskammer Österreich, 2013) zeigt ausschließlich „echte“ Unternehmensneugründungen in Österreich. Diese schließen Filialgründungen, Ummeldungen, kurzfristige Löschungen und Ruhendmeldungen aus. In dieser Zeit hat sich ein fast stetiges Wachstum an Neugründungen ergeben welches sich seit 2010 jedoch wieder leicht reduziert hat. Dies könnte an dem Bruch in der Zeitreihe im Jahre 2008 liegen wo ein enormer Anstieg zu verzeichnen war. Die Tätigkeit der selbstständigen Personenbetreuung wurde ab diesem Zeitpunkt eindeutig in der Gewerbeordnung geregelt was den sprunghaften Anstieg an Neuanmeldungen erklärt.

(Wirtschaftskammer Österreich, 2013)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Neugründungen in Österreich 1993-2012, Quelle: (Wirtschaftskammer Österreich, 2013)

Dem gegenüber stehen jedes Jahr Unternehmen die Insolvenz anmelden müssen oder bei denen mangels Masse kein Insolvenzverfahren eröffnet werden kann wie in Abbildung 3: Insolvenzen in Österreich, ersichtlich ist.

Diese Daten umfassen alle Insolvenzen in Österreich und sind nicht auf junge Unternehmen beschränkt. Die Insolvenzursachen haben sich seit Beginn der 1990er Jahre erheblich verändert.

(Kreditschutzverband von 1870, 2012)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Jahr

Abbildung 3: Insolvenzen in Österreich, Quelle: (Wirtschaftskammer Österreich, 2013)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Insolvenzursachen, Quelle: (Kreditschutzverband von 1870, 2012)

Während Fahrlässigkeit, persönliches Verschulden und auch Kapitalmangel zurückgegangen sind, zählen innerbetriebliche Ursachen bereits in mehr als 50% der Insolvenzen zu den Hauptgründen. Als innere Ursachen werden echte Managementfehler, Versäumnisse und mangelnde Befassung mit der Welt außerhalb des Unternehmens bezeichnet. Zu späte oder gar nicht erfolgte Anpassung an veränderte Umstände oder Fehlentwicklungen bedeuten über kurz oder lang ein Ende der unternehmerischen Tätigkeit. „Unternehmer verantworten, was in ihrem Unternehmen passiert, aber auch was nicht passiert.“ (Kreditschutzverband von 1870, 2012)

Die Grenzen zwischen innerbetrieblichen Ursachen und Fahrlässigkeit sind jedoch nicht immer klar erkenntlich. Unter Fahrlässigkeit können mangelnde Erfahrung, zu geringe Kenntnisse und offenkundig unsinnige Investitionen in den Betrieb zusammengefasst werden. Zusammen mit den inneren Ursachen bilden sie mit 64% die deutliche Mehrheit.

(Kreditschutzverband von 1870, 2012)

2.3 Scheitern von Neugründungen

Wie in der Abbildung 5: Gründungsjahre insolventer Unternehmen, Quelle: (Kreditschutzverband von 1870, 2012) ersichtlich ist, besteht die größte Gefährdung in die Insolvenz zu schlittern innerhalb der ersten 3 Jahre und nimmt dann kontinuierlich ab. Laut Johannes Nejedlik, Vorstand der KSV1870 Holding AG, ist dieses Muster, unabhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Situation, über Jahre hinweg gleich geblieben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Gründungsjahre insolventer Unternehmen, Quelle: (Kreditschutzverband von 1870, 2012)

Für das Scheitern von Jungunternehmen hat der KSV1870 folgende Gründe identifiziert:

Mangelnde Analyse von Markt und Mitbewerbern

Zu geringe kaufmännische Kenntnisse

Unterschätzung der Startkosten

Keine gesicherte Finanzierung

Zu rasches Wachstum

Umsatz- statt Ertragsorientierung

Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und Kunden

Zu hohe Privatentnahmen – zu geringes Startkapital

Probleme zwischen Gesellschaftern

Mangelndes/schlechtes Mahnwesen und somit hohe Außenstände (Kundenforderung) schwächen die eigene Liquidität

Fehlen eines guten Unternehmenskonzepts (Businessplan)

(Kreditschutzverband von 1870, 2012)

Das Hauptproblem ist in der mangelhaften Finanzierung bzw. in der mangelhaften Finanzierungplanung zu finden. Es sind zwar immer wieder fehlende solide Businesspläne und unzureichendes kaufmännisches Wissen bei JungunternehmerInnen Ursache für das Scheitern zu identifizieren, jedoch könnten solche Durststrecken mit einer entsprechenden Finanzierung abgefedert werden.

Je genauer mögliche zusätzliche Aufwendungen und ein eventuell langsamer anlaufendes Geschäft in die Planung der Gründungsfinanzierung miteinbezogen werden, desto erfolgreicher können die ersten kritischen Jahre überwunden werden. Vor allem werden Rückstellungen für die erste Steuervorschreibung und den Sozialversicherungsabgaben oft vernachlässigt. Mit steigender Erfahrung der Jungunternehmer sinkt die Gefahr einer Insolvenz beträchtlich.

(Kreditschutzverband von 1870, 2012)

3 Planung der Gründungsfinanzierung

Eines der wichtigsten Themen für die Gründung ist die Gründungsfinanzierung. Das Startkapital ist die Grundlage für den erfolgreichen Aufbau eines Unternehmens. Gerade hier stehen viele JungunternehmerInnen vor dem Problem, wie und von wem die finanzielle Grundlage für ihre Vision kommen soll. „Der häufigste Grund des Scheiterns von Existenzgründungen sind Finanzierungsfehler!“ (Von Collrepp, 1998 S. 227)

Viele GründerInnen lassen sich durch das vermeintliche Fehlen von Kapitalgebern abschrecken und geben auf, ohne es je richtig versucht zu haben. Ein oder zwei Banken haben den Gründern abgesagt und somit scheint das Projekt zum Scheitern verurteilt. Die möglichen Finanzierungsquellen gehen jedoch weit über den Horizont der ansässigen Hausbank hinaus. Noch bevor mögliche Geldgeber besucht werden, ist viel Planungsarbeit zu leisten.

(Sammet, et al., 2011 S. 151) (Wirtschaftskammer Österreich, 2013 S. 58)

Viele Neugründer stehen vor dem Problem, dass mögliche Geldgeber es ablehnen in ein Geschäft zu investieren, welches keinerlei Erfahrungswerte aufweisen kann. Das neue Unternehmen besteht nur auf dem Papier und im Kopf der GründerInnen. Daher ist es umso wichtiger, dieses Papier ausführlich und überzeugend zu gestalten. Ein entscheidendes Kapitel im Businessplan ist die Planung der Finanzen für die Gründung sowie für die ersten Monate oder Jahre. Die Finanzplanung in einem Businessplan sollte noch weitere Berechnungen enthalten wie z.B. eine Gewinn- und Verlustrechnungsplanung und einen Kostenplan für den laufenden Betrieb. Eine der wesentlichen Aufgaben des Gründers ist die Kapitalbedarfsplanung. Es muss ermittelt werden wie viel Kapital für welche Anschaffungen benötigt wird. Die Finanzmittelherkunft beschreibt von wem das benötigte Kapital kommen soll.

(Von Collrepp, 1998 S. 227 ff.)

3.1 Kapitalbedarfsermittlung

Jedes noch so kleine Unternehmen benötigt für die Gründungsphase Startkapital. Eine/ein Händlerin/Händler benötigt Ware bevor diese wieder veräußert werden kann und eine/ein Handwerkerin/Handwerker benötigt Werkzeug um Dienstleistungen für seine Kundinnen und Kunden zu erbringen. Wie viel Kapital für die Gründung benötigt wird lässt sich nie zu 100% genau ermitteln, jedoch sollte die Kalkulation der Realität sehr nahe kommen um nicht schon vor Startbeginn aus dem Rennen ausgeschlossen zu werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Vorhaben in keinem Fall zu knapp aber auch nicht zu üppig zu finanzieren.

Notwendige Ausgaben die in dieser Planung nicht berücksichtigt werden, führen im schlimmsten Fall zu einem Liquiditätsengpass. Als Folge daraus kann das Unternehmen unter Umständen nicht weitergeführt werden oder der Betrieb kann überhaupt nicht aufgenommen werden. Bei der Ermittlung des benötigten Kapitals, ist zwischen lang- und kurzfristigen Investitionen zu unterscheiden. Diese Unterscheidung ist im Anschluss für die Wahl der Finanzmittelherkunft von Bedeutung. Im Zweifelsfall, wenn die Kosten für eine Anschaffung nicht genau ermittelt werden können, ist eine Schätzung immer noch besser als den Posten ganz wegzulassen. Selbst bei größter Genauigkeit bei den Kalkulationen ist es ratsam einen finanziellen Puffer von ca. 15% einzuplanen. Mit dieser Liquiditätsreserve können Preissteigerungen und ungeplante Investitionen abgefedert werden. (Wirtschaftskammer Österreich, 2013 S. 58) (Von Collrepp, 1998 S. 228) (Sammet, et al., 2011 S. 151)

3.1.1 Kapitalbedarf für Investition und Gründung

Der Kapitalbedarf für Investition und Gründung, also z.B. Maschinen, Gebäuden und Kraftfahrzeugen, ist der langfristigen Kategorie zuzuschreiben. Die Höhe des nötigen Kapitals ist von der Art des Unternehmens abhängig und kann stark variieren. Der Bedarf eines Produktionsbetriebes ist, in den meisten Fällen, ungleich höher als jener einer Unternehmensberatung. Die gewählte Rechtsform hat ebenfalls einen Einfluss auf die Höhe des Bedarfes. Gewisse Rechtsformen fordern ein bestimmtes Grund- oder Stammkapital für die Gründung. Im Falle der in Österreich beliebten GmbH beträgt das nötige Stammkapital mindestens €35.000,- wovon €17.500,- als Bareinlage zu hinterlegen sind. Aktuell ist für diesen Punkt eine Reform im Gange. Sollte die GmbH-NEU ab 1. Juli 2013 in Kraft treten, sinkt das Mindeststammkapital auf €10.000,-.

In diesem Zusammenhang werden auch oft die Nebenkosten, wie z.B. Gebühren und Notariatskosten, vergessen, die eine Unternehmensgründung mit sich bringt. Die Berechnung der Kosten für die langfristigen Investitionen ist durch das Einholen von Angeboten der Lieferanten relativ einfach. Auch jene Kosten die für die Gründung anfallen lassen sich durch eine Beratung der Wirtschaftskammer sehr genau ermitteln.

(Wirtschaftskammer Österreich, 2013 S. 58) (Grünstäudl, et al., 2011 S. 52) (Justizministerium Österreich, 2013)

[...]


[1] Bruttoinlandsprodukt

Details

Seiten
47
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656939849
ISBN (Buch)
9783656939856
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v295702
Institution / Hochschule
Fachhochschule Technikum Wien
Note
1,0
Schlagworte
Eigenkapital Finanzierung Private Equity Venture Capital Unternehmensgründung Unternehmertum Österreich Risikokapital equity financing founding of a company entrepreneurship Austria risk capital

Autor

Zurück

Titel: Eigenkapitalfinanzierung für Unternehmensgründungen in Österreich