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Erzieherin in einer Kindertagesstätte. Anleitung einer Berufspraktikantin

Eine reflektierende Dokumentation

Hausarbeit 2013 20 Seiten

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Praktikumsstelle
2.1. Vorstellung der Einrichtung inklusive Rahmenbedingungen
2.2. Beschreibung des Aufgabenfeldes
2.3. Analyse der Zielgruppe

3. Handlungsablauf

4. Projektmanagement

5. Qualitätsmanagement

6. Evaluation

7. Fazit

Literaturverzeichnis:

1. Einleitung

Die vorliegende reflektierende Dokumentation bezieht sich auf ein Praktikum, welches die Verfasserin vor ihrem Studium „Bildungswissenschaft“ an der FernUniversität Hagen im Laufe ihrer Berufstätigkeit als Erzieherin vom 1.9.2007 bis 25.1.2008 absolvierte. Im Rahmen dieses Praktikums wurde von der Autorin eine Berufspraktikantin im Beruf der Erzieherin ausgebildet.

Die vorliegende Dokumentation dient der Reflexion dieses Praktikums mit dem Fokus auf die geleistete Arbeit und der Verknüpfung mit den wissenschaftlichen Inhalten des Studiengangs „Bildungswissenschaft“.

Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut:

Im folgenden Kapitel setzt sich die Verfasserin der Hausarbeit mit der Praktikumsstelle im Hinblick auf die Beschreibung der Einrichtung und des Aufgabenfeldes sowie der Analyse der Zielgruppe auseinander. Darauf folgt im dritten Kapitel der Handlungsablauf, in welchem die Durchführung des Praktikums inhaltlich dargestellt wird. Im Anschluss daran erfolgt eine grafische Darstellung. Im vierten Kapitel setzt sich die Autorin mit theoretischen Inhalten des Projektmanagements auseinander und zeigt auf, inwieweit diese für das Praktikum relevant waren. Qualitätssicherung wird im fünften Kapitel dargestellt und es wird erläutert, welche Methoden im Praktikum angewendet wurden. Im sechsten Kapitel setzt sich die Verfasserin der Hausarbeit mit dem Thema „Evaluation“ und dessen Relevanz für das Praktikum auseinander. Abschließend folgt ein persönliches Fazit der Autorin.

In der vorliegenden Dokumentation wird aufgrund des überwiegend weiblichen Anteils der Beschäftigten und Auszubildenden die weibliche Form gewählt. Selbstverständlich sind die männlichen Leser ebenfalls angesprochen.

2. Praktikumsstelle

2.1. Vorstellung der Einrichtung inklusive Rahmenbedingungen

Die Verfasserin führte ihr Praktikum im Rahmen ihrer Berufstätigkeit als Erzieherin in der Kindertageseinrichtung „Markwald“ durch. Die Kindertageseinrichtung ist eine von sieben kommunalen Einrichtungen der Stadt Mühlheim/Main. Innerhalb der täglichen Öffnungszeiten wurden zur Zeit des Praktikums 116 Kinder in drei Kindergarten-, einer Hort- und einer Gruppe mit kleiner Altersmischung (1-4Jahre) betreut. Angestellt waren in der Einrichtung 17 Fachkräfte (inklusive einer freigestellten Leitung) und drei Hauswirtschaftskräfte. Zu den Aufgaben der Kindertageseinrichtung gehören neben Betreuung und Bildung der ihr anvertrauten Kinder die Begleitung und Unterstützung der Eltern im Rahmen einer Erziehungspartnerschaft. Ebenso leistet sie die fachliche Begleitung verschiedener Schulpraktikantinnen sowie die fachpraktiktische Ausbildung der Berufspraktikantinnen im Rahmen der Ausbildung zur Sozialassistentin sowie der Berufspraktikantinnen in der Ausbildung zur Erzieherin.

In der Einrichtung steht eine Stelle für die Besetzung mit einer Anerkennungspraktikantin für den Beruf der Erzieherin zur Verfügung (im Folgenden Berufspraktikantin genannt). Diese wird für die Zeit ihres Praktikums in einer Gruppe des Hauses integriert. Einer Gruppenkollegin, die sowohl den Abschluss als Erzieherin mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung als auch die erfolgreiche Teilnahme an einer Weiterbildung zur Praxisanleiterin nachweisen kann, obliegt die fachpraktische Ausbildung der Berufspraktikantin. Der Praxisanleiterin und der Berufspraktikantin werden im Dienstplan eine Stunde kinderfreie Zeit für gemeinsame Reflexion des Praktikums, der Planung der folgenden Praktikumsschritte, der Bearbeitung von Fragen und gegebenenfalls der Untermauerung der Praxis mit Theorieeinlagen zur Verfügung gestellt.

Während der Schulzeit verbringt die Berufspraktikantin einen Tag in der Woche in der Schule, die restlichen vier Tage in der Einrichtung. In den Ferien arbeitet sie durchgängig in der Einrichtung. Von Seiten der Fachschule wird ihr ein Lehrer zugeordnet, der die Betreuung der Berufspraktikantin übernimmt. Er besucht sie mindestens zweimal im Jahr in der Einrichtung und führt gemeinsam mit ihr und der Praxisanleiterin Reflexionsgespräche durch. Gleichzeitig steht er der Einrichtung als Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen zur Verfügung.

Zum Zeitpunkt des Praktikums der Verfasserin arbeitete diese als Erzieherin in einer Kindergartengruppe, in welcher 25 Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut wurden. Im Vorfeld übernahm sie bereits die fachpraktische Ausbildung einer Berufspraktikantin in der Ausbildung zur Sozialassistentin sowie die Begleitung mehrerer Praktikantinnen im Rahmen der Schulpraktikas.

2.2. Beschreibung des Aufgabenfeldes

Die Anleitung einer Berufspraktikantin orientiert sich sowohl an den Rahmenbedingungen der Einrichtung als auch an der „Verordnung über die Ausbildung und die Prüfungen an den Fachschulen“ (vgl. Verordnung über die Ausbildung und die Prüfungen an den Fachschulen für Sozialpädagogik).

Ebenso hängt die Anleitung ganz wesentlich von der Person ab, die ausgebildet wird. Entsprechend ist es wichtig, die Kompetenz der Berufspraktikantin zu erkennen und den Anleitungsstil darauf abzustimmen (vgl. Weber, 2009, S. 22).

Nach Stamer-Brand bedeutet Praxisanleitung Lehren und Erklären sowie Reflektieren und Beurteilen. Die Praxisanleiterin muss vorbildlich agieren, die Berufspraktikantin beraten und unterstützen und Lernziele überprüfen und fortschreiben (vgl. Stamer-Brand, 2011, S. 15). Dementsprechend ist es Aufgabe der Praxisanleiterin, die Berufspraktikantin zu begleiten und zu unterstützen mit dem Ziel, bereits erworbene Erfahrungen aus den vorausgegangenen Praktikas zu vertiefen und am Ende des Praxisjahres in der Lage zu sein, als Erzieherin selbständig zu arbeiten. Die Berufspraktikantin soll die verschiedenen Anforderungen an eine Erzieherin über einen längeren Zeitraum kennenlernen und sich ihnen stellen. Sie erarbeitet neues Wissen und entwickelt eigene Handlungsstrategien entwickeln, ebenso erwirbt sie Reflexionsvermögen, lernt die Zusammenarbeit mit den Eltern kennen und probiert diese aus.

Daraus resultierend ergeben sich vielfältige Aufgaben für die Praxisanleiterin. Sie erstellt den praktischen Ausbildungsplan. Dieser wird auf der Grundlage der Verordnung über die Ausbildung und die Prüfungen an den Fachschulen für Sozialpädagogik in Hessen (Verordnung über die Ausbildung und die Prüfungen an den Fachschulen für Sozialpädagogik) erstellt und individuell an die Bedürfnisse der Einrichtung und der Gruppe angepasst. Regelmäßig einmal in der Woche findet ein gemeinsames Anleitungsgespräch zwischen Berufspraktikantin und Praxisanleiterin statt, in welchem die zurückliegende Woche reflektiert, anstehende Aufgaben besprochen und theoretische Ausbildungsanteile, die für die aktuelle Praxis notwendig sind, besprochen werden. Ebenso werden Zwischenauswertungen über den aktuellen Stand des Praktikumsverlaufes vorgenommen.

Während der täglichen Arbeit beobachtet und begleitet die Praxisanleiterin die Berufspraktikantin. Sie steht als Vorbild zur Verfügung und reflektiert gemeinsam mit ihr eigene Handlungsweisen. Die Praxisanleiterin gibt kurze Feedbacks über Aktivitäten der Berufspraktikantin sowie bei Bedarf Hilfestellung und Unterstützung. Sie bereitet gemeinsam mit der Berufspraktikantin Elterngespräche und Elternabende vor, die zusammen geführt und reflektiert werden.

Zum Abschluss des Berufspraktikums erstellt die Praxisanleiterin eine möglichst objektive, reflektierte und fachlich fundierte Beurteilung des Praktikums (vgl. Stamer-Brandt, 2011, S. 78). In ihr werden der Verlauf des Berufspraktikums dargestellt und die Arbeitsweise der Berufspraktikantin bewertet.

Ein Teil der Aufgaben der Praxisanleitung betrifft die Zusammenarbeit mit der Fachschule. Die Praxisanleiterin nimmt an den Anleitertreffen der Fachschule teil, auf welchem die schulischen Anforderungen besprochen werden und ein Austausch zwischen Praxisanleitungen stattfinden kann. Ebenso reflektiert sie an den Besuchstagen der Lehrkraft gemeinsam mit dieser und der Berufspraktikantin den Stand des Praktikums. Treten während des Praktikums Probleme auf, so ist es Aufgabe der Praxisanleiterin, gemeinsam mit der Berufspraktikantin und der Fachschule Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

2.3. Analyse der Zielgruppe

Nach Niegemann liegt die Ermittlung der Lernvoraussetzungen im Zentrum der Zielgruppenanalyse. Neben soziodemographischen Daten spielen z.B. Vorwissen und relevante Erfahrungen, Lerngeschichte, Bildungsstand, Lernmotivation und Interessen und persönliche Zielsetzungen eine Rolle (vgl. Niegemann, Schatta, & unter Mitarbeit Müller, 2010, S. 24).

Die auszubildende Berufspraktikantin stand im letzten Jahr ihrer Ausbildung zur Erzieherin. Im Vorfeld absolvierte sie nach ihrem Realschulabschluss eine zweijährige Ausbildung zur Sozialassistentin sowie die Theorieausbildung zur Erzieherin. Relevant für diese Praxisanleitung ist, dass die Berufspraktikantin sowohl das zweite Jahr der Sozialassistenz als auch das Praktikum im zweiten Jahr der Erzieherausbildung wiederholte. Das Anerkennungsjahr wurde von ihr im Jahr davor in einer anderen Einrichtung begonnen und dort im gegenseitigen Einverständnis abgebrochen.

Ziel der Berufspraktikantin war der Abschluss der Erzieherinnenausbildung.

Kriterien der Verfasserin der Hausarbeit für die Einstellung der Berufspraktikantin waren ihr selbstbewusstes Auftreten, die kritische Beurteilung ihres bisherigen Ausbildungsweges sowie ihr gezeigter Willen, das Berufspraktikum zu bestehen. Im Umgang mit den Kindern zeigte sie in einer Hospitation Empathie und Aufgeschlossenheit gegenüber deren Bedürfnissen.

3. Handlungsablauf

Die Anleitung einer Berufspraktikantin war eine neue Aufgabe für die Autorin dieser Arbeit. Im Vorfeld der Übernahme der Praxisanleitung nahm sie an einer Weiterbildung zum Thema „Anleiten im Praktikum“ teil.

Erfahrungen sammelte die Verfasserin der Dokumentation bereits in der Anleitung einer Sozialassistentin, jedoch sind die Anforderungen an eine Berufspraktikantin deutlich höher und vielfältiger. Während Sozialassistentinnen in ihrem zweiten Ausbildungsjahr Einblicke in die sozialpädagogischen Aufgabengebiete gewinnen und zur verantwortlichen Tätigkeit unter Anleitung befähigt werden (vgl. Verordnung über die Ausbildung und die Prüfung an den zweijährigen Höheren Berufsfachschulen für Sozialassistenz, 2006), dient das Berufspraktikum für die Erzieherin dem Ziel, am Ende des Jahres die Aufgaben einer Erzieherin in alleiniger Verantwortung für eine Gruppe wahrnehmen und ausführen zu können.

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Details

Seiten
20
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656934882
ISBN (Buch)
9783656934899
Dateigröße
530 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v295518
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen – Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
Ausbildung Reflektierende Dokumentation Mediendidaktik Erzieherin Berufspraktikantin Anleitung

Autor

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Titel: Erzieherin in einer Kindertagesstätte. Anleitung einer Berufspraktikantin