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Die Bedeutung des Tastsinns in Johann Gottfried Herders Schrift "Plastik"

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 16 Seiten

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Überblick: Der Tastsinn in der Philosophie bis zur Aufklärung

2. Johann Gottfried Herder: „Plastik“
2.1 Abwertung der optischen Wahrnehmung
2.2 Die Aufwertung des Tastsinns und die Erkenntnis des Schönen
2.3 Die Zusammenführung der Sinne im „sensorium commune“

Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Einleitung

„Seht jenen Liebhaber, der tiefgesenkt um die Bildsäule wanket. Was tut er nicht, um sein Gesicht zum Gefühl zu machen, zu schauen als ob er im Dunkeln taste ?“[1]

So heißt es in Johann Gottfried Herders Schrift „Plastik. Einige Wahrnehmungen über Form und Gestalt aus Pygmalions bildendem Traume“[2] aus dem Jahr 1778. Das Zitat verweist auf den Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit: die sinnliche Erfahrung des Menschen insbesondere durch den Tastsinn, von Herder Gefühl genannt, und ihre Bedeutung in seinem anthropologischen und ästhetischen Programm.

Bereits seit der Antike lässt sich in der Philosophie eine Hierarchisierung der Sinne verfolgen. Die traditionell angenommenen fünf Sinne des Menschen lassen sich im Allgemeinen wie folgt ordnen: Gesichtssinn, Gehörsinn, Geruchssinn, Geschmackssinn und Tastsinn. Dabei wird zusätzlich zwischen den höheren Sinnen, dem Auge und dem Ohr, und den niederen Sinnen, dem Geruch, dem Geschmack und dem Tasten, unterschieden. Die Annahme, dass wir diese fünf Sinne haben und sie in dieser Reihenfolge für den Menschen qualitativ bewerten, ist nie unumstritten gewesen, doch seit Aristoteles allgemeinen anerkannt. Insbesondere das Primat des Gesichtssinns zieht sich mit der Begründung des größten Erkenntnisgewinns durch die Jahrhunderte bis zur Aufklärung, der Epoche der Lichtmetaphorik.[3]

Herder hat in seinen Schriften den Tastsinn als hervorragenden Sinn des Menschen herausgestellt, der dem optischen Sinn angeblich als „Organ authentischer körperlicher Erfahrung“ überlegen und von allen Sinnen „der Gewissheit des Seins“ am nächsten ist.[4] Damit nimmt Herder eine historische Schlüsselrolle in der Aufwertung des Tastsinns ein.

Die folgende Arbeit wird auf die Bedeutung des Tastsinns in Herders „Plastik“ genauer eingehen, besonders in Bezug auf ästhetische und anthropologische Aspekte. Zu diesem Zweck wird im ersten Kapitel ein kurzer geschichtlicher Abriss zeigen, auf welche Theorien seiner Vorgänger Herder seine Theorien zum Tastsinn hat aufbauen können. Im zweiten Kapitel folgt zunächst eine kurze Übersicht über Herders Werk, mit dem Fokus auf den theoretischen Kontext für seine Theorie der Empfindung im Hinblick auf die „Plastik“. Anschließend wird die „Plastik“ näher analysiert, wobei der Fokus auf Betrachtungen bezüglich des Tastsinns liegt. Nach einem kurzen inhaltlichen Überblick finden die Abwertung des optischen Sinns, die Aufwertung des Tastsinn, Herders Theorie des Schönen und die Zusammenführung aller Sinneswahrnehmungen im Menschen besondere Beachtung. Abschließend geht es um die Zusammenführung der ästhetischen und anthropologischen Bedeutung des Tastsinns in Herders Werk und eine mögliche Wirkkraft seiner Theorie der Empfindungen für die Zukunft der Ästhetik und Anthropologie im Horizont der Philosophie.

1. Überblick: Der Tastsinn in der Philosophie bis zur Aufklärung

Seit Aristoteles‘ „De Anima“ spricht man von den fünf Sinnen des Menschen, die entsprechenden peripheren Körperteilen zugeordnet werden, die wiederum als Organe der menschlichen Wahrnehmung fungieren.[5] Das Auge hat für Aristoteles das höchste Wahrnehmungsvermögen, gefolgt vom Gehörsinn, dem ebenfalls eine mögliche Erkenntnisfähigkeit zugesprochen wurde. Geruchssinn, Geschmackssinn und Tastsinn haben für Aristoteles keinen Zusammenhang mit einer Wahrnehmung, die zu einer Vermehrung des Wissens führt. Allerdings nennt er unter dem Parameter der Lebenserhaltung und Fortpflanzung den Tastsinn als wichtigsten Sinn des Menschen. In der Lebenspraxis sieht Aristoteles dementsprechend eine „optistisch-taktilistische Doppelhierarchie“ gegeben, die einerseits die kognitive und andererseits die genetische Dimension des Menschen abdeckt.[6]

Thomas von Aquin behandelt im 13. Jahrhundert in seinen Schriften ebenfalls eine Version der Doppelhierarchie. Das Auge ist auch für ihn der wichtigste Sinn, da er im Vergleich zum Tastsinn die größte Unterscheidungskraft besitzt und diese auch aus der Distanz einzusetzen vermag. Dafür spielt der Tastsinn bei der leiblichen Wahrnehmung eine wichtige Rolle und dabei vor allem bei der Relation von eigenem Körper und äußerlichen Umständen: „Der Tastsinn ist das erste der Sinnesvermögen, und er ist gewissermaßen die Wurzel und die Grundlage aller Sinnesvermögen“.[7] Thomas sieht im Tastsinn ein überlebenswichtiges Mittel zur Erfassung der Welt und zusätzlich einen kultivierungsfähigen Maßhalter in physischen Belangen, wie Nahrungsaufnahme und Sexualverhalten.[8] Die Zusammenführung und qualitative Bewertung der unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen findet laut Thomas, der hier Aristoteles‘ Theorie folgt, nicht in den einzelnen Sinnen statt, sondern im „sensus communis“, dem einen Wahrnehmungsvermögen.[9]

Descartes beschäftigt sich innerhalb der dualistischen Philosophie des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts ebenfalls mit einer Untersuchung und Hierarchisierung der Sinne, doch vor allem „bricht er mit der aristotelischen Vorstellung von der Empfindungsseele.“[10] Die Sinne werden von ihm als rein körperliche und mechanische Funktionen klassifiziert, die auf Reize von Gegenständen der Außenwelt reagieren. Zusätzlich gibt es laut Descartes noch innerlich wahrgenommene existentielle Bedürfnisse, wie Hunger oder Durst. Den sinnlichen Erfahrungen dürfe man keine Erkenntniskräfte zusprechen, da sie den Menschen zu leicht täuschen könnten. Descartes berühmter Satz „Ich denke, also bin ich.“ schließt zwar auch die Zweifel an Denkprozessen nicht generell aus, weist aber im Zusammenhang dieser Arbeit auf die reduzierte Bedeutung der Sinne in der kognitiven Welt des Menschen hin und auf den Ausschluss aus der philosophischen Erkenntnistheorie.[11] Bezüglich des Tastsinns bemerkt Descartes, dass die körperliche Welt des Menschen vor allem von der qualitativen Wahrnehmung von räumlicher Ausdehnung, Gestalt und Bewegung bestimmt wird. Während der Aufklärung beschäftigt sich vor allem John Locke mit dieser Wahrnehmung des „Körpers als Körper“ durch den Tastsinn. Als Vertreter des Empirismus vertritt er allerdings die zu Descartes‘ gegenläufige Theorie, dass der Zweifel an der Wirklichkeit durch empirische Methoden bearbeitet werden könne. Lockes Motto ist ein Satz von Thomas von Aquin und lautet: „Nichts ist in der Vernunft, was nicht zuvor in der Sinneswahrnehmung war: ausgenommen die Vernunft selbst.“[12] In seinem Hauptwerk „An Essay Concerning Human Understanding“ (1690) führt er aus, dass alle Erfahrungen nur aus der Reihenfolge von „sensation“ und „reflections“, also Wahrnehmungen durch die Sinne und anschließende Verarbeitung durch den Verstand entstehen können.[13] Der Sensualismus des 18. Jahrhunderts setzt sich ausgiebig mit Lockes Überlegungen auseinander, wobei besonders die Ausführungen zum Tastsinn der französischen Philosophen Etienne Bonnot de Condillac und Denis Diderot für die hier vorgenommenen weiteren Betrachtungen interessant sind. Condillac führt die beiden von Descartes separierten Erkenntnisstränge Körper und Geist wieder zusammen und benennt die Sinne als einzige Erkenntnisquelle, wobei er besonders den Tastsinn hervorhebt. Um seine Ansichten zu verdeutlichen, bemüht er Ovids populäres Pygmalion-Motiv, bei dem ursprünglich eine Statue durch die Liebe ihres Schöpfers und mit Aphrodites Hilfe zum Leben erweckt wird. In Condillacs Schrift wird eine Marmorstatue durch sukzessives Hinzufügen der fünf Sinne „beseelt“. Condillac beschreibt dabei die den Sinnen entsprechenden Wahrnehmungsmöglichkeiten des eigenen Körpers und der Außenwelt. Er beginnt mit dem Geruchssinn und geht dann über Gehör, Geschmack, Gesicht und schließlich zum Tasten. Dabei macht er deutlich, dass erst die Zusammenstellung aller Sinne zur ganzheitlichen Sinneswahrnehmung führt, deren Reaktion auf die Außenwelt vor allem durch den Tastsinn bestimmt wird.[14] Außerdem sieht Condillac im Tastsinn den einen Sinn, der „den eigenen Körper im Unterschied zum anderen Körper wahrnimmt“ und „das Bewusstsein vom Ich und dem Anderen“ erzeugt.[15] Im Kontext des Sensualismus beteiligen sich verschiedene Philosophen an der Debatte um den Tastsinn bei Blinden. Diderot vertritt in seinem „Brief über die Blinden zum Gebrauch für die Sehenden“ (1749) kein eindeutiges Primat des Tastsinns. Allerdings ist dieser Sinn in der dominanten Trias mit dem Gesichts- und dem Gehörsinn in der Erkenntnisleistung gleichgestellt. In seiner Schrift gibt es jedoch deutliche Hinweise darauf, dass auch Diderot dem Tastsinn besondere Fähigkeiten bei der Wahrnehmung zuschreibt. In seinen Betrachtungen von der Sinneswahrnehmung von Blinden bemerkt er die ausgeprägte räumliche Wahrnehmung, die trotz eines fehlenden optischen Eindrucks und so nur durch den Tastsinn erfahren werden kann.[16]

2. Johann Gottfried Herder: „Plastik“

Johann Gottfried Herder wurde 1744 in Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg, geboren und starb im Jahr 1803 in Weimar. Sein Studium in Königsberg umfasste Theologie und Philosophie, in letzterem wurde er von Kant unterrichtet. Neben seiner Arbeit in Lehrtätigkeiten und verschiedenen Kirchenämtern verfasste Herder unter anderem philosophische Schriften, Gedichte und Rezensionen.

Herder stellte sein philosophisches Werk bereits 1765 unter das Motto „Einziehung der Philosophie auf Anthropologie“[17], was auf den Fokus seiner vielfältigen philosophischen Interessensgebiete verweist: eine Philosophie, die alle Aspekte des Menschen und seiner Lebenswelt umfasst. Das bedeutet konkret für Herders zeitlichen Kontext die Abwendung von einer ausschließlichen Erkenntnismöglichkeit durch den Verstand und die logische Urteilskraft hin zu einer Philosophie, die auch sinnliche Erfahrung, Sprache und Geschichte in ihr Menschenbild mit einbezieht. Herder richtete sich damit auch explizit gegen die Transzendentalphilosophie Kants, in der die sinnliche Wahrnehmung zwar behandelt wird, diese für die Erkenntnisfähigkeit der Vernunft aber keine Rolle spielt.[18]

Neben seinen Schriften zur Sprache und zur Geschichte, sind es vor allem seine Abhandlungen über die Empfindung, die seine Philosophie ganz nahe an den Menschen heranholt und in der Untersuchung seiner sinnlich-anschaulichen Welt neue Erfahrungswege aufzeigt. Herder hat hierbei an die Arbeiten Gottlieb Baumgartens angeknüpft, der eine neue Theorie der Ästhetik formuliert hat. Herder greift Baumgartens Ansicht über die Sinne als eigenständige Erkenntnisform auf und entwickelt daraus seine eigene „Theorie der Empfindung […], die als Theorie der Erfahrungssinne die logische Erkenntnis an ihre sinnliche Basis rückbinden will.“[19] Man findet in Herders Werk zwar keine konkret ausformulierte Ästhetik, doch zeigen seine Schriften zur Sinneswahrnehmung und zu Kunst und Geschmack seine klare anthropologische Perspektive auf, in der die Sinne Erkenntnisquelle und Teil der Vernunft sind.[20]

Herders Schrift, um die es im Weiteren geht, trägt den vollen Titel: „Plastik. Einige Wahrnehmungen über Form und Gestalt aus Pygmalions bildendem Traume“ und wurde 1778 herausgegeben. Die Hauptarbeitsphase datiert Herder selbst auf die Jahre 1768 bis 1770, in denen er verschiedene Texte geschrieben hat, die quasi als Vorarbeit zur „Plastik“ gesehen werden können, vor allem sein „Viertes kritisches Wäldchen“. Darin legt er bereits die Grundlagen für seine ästhetischen Auffassungen dar, die in der „Plastik“ aufgegriffen werden: Überlegungen zur Theorie des Schönen, Skizzen über die drei Hauptsinne Gesicht, Gehör und Gefühl und den diesen Sinnen zugeordneten schönen Künsten.[21]

Formal besteht die „Plastik“ aus fünf Abschnitten, von denen die ersten beiden in vier Unterpunkte unterteilt sind. Inhaltlich lässt sich die Schrift in zwei Hauptteile aufteilen.

Der erste Teil besteht aus den ersten beiden Abschnitten. Diese verfolgen die Themen und Argumentationslinien, die bereits im „Vierten kritischen Wäldchen“ angedacht worden sind. Herder behandelt im ersten Abschnitt das Primat des Tastsinns bei der theoretischen Betrachtung der plastischen Kunst, vor allem bei der Untersuchung ihrer räumlichen und gegenständlichen Aspekte. Er teilt die drei Hauptsinne des Gesichts, Gehörs und Gefühls drei spezifischen Künsten zu - der Malerei, der Musik und der Bildhauerei. Hierbei kritisiert er explizit die Vernachlässigung des Tastsinns bei der „Betrachtung“ von Skulpturen zugunsten des Gesichtssinns, der laut Herder nur bei künstlerischen „Kategorien, wie Farbe, Proportionen, Symmetrie, Licht und Schatten“[22] einen praktischen Nutzen haben kann, bisher jedoch auch für die Bewertung der dreidimensionalen Plastik Vorrang hatte. Im zweiten Abschnitt argumentiert er für die theoretische Bedeutung des Tastsinns in der Kunsttheorie der Plastik anhand von vier Fragen, die in der zeitgenössischen Kunstkritik Aktualität besessen haben: die Behandlung der Gewänder, die Verwendung von Farbe, die Darstellbarkeit des Hässlichen und die geschichtlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Bildhauerei und der Malerei.

Der zweite Teil besteht aus den drei übrigen Abschnitten und behandelt das Schöne in der Kunst. Herder argumentiert, dass die wahre Schönheit in der Kunst in der vollkommenen Form des menschlichen Körpers liegt. Hierbei versteht er unter der vollkommenen Form nicht unbedingt die Erfüllung eines Ideals oder der Perfektion, er meint vielmehr, dass sie die Darstellung einer potentiellen Erfüllung des natürlichen menschlichen Körpers sei. Herder versteht unter dem menschlichen Körper etwas Bewegtes, Lebendiges, das menschliche Wesen Aufzeigende, das sich „erfassen“ und „erfühlen“ lässt und nicht von abstrakten Vorstellungen eines erdachten Regelwerks der Künste bestimmt wird. In den unterschiedlichsten Beschreibungen und Vergleichen, mit dem Bezug auf verschiedene Kunstwerke und deren Eindrücke auf die Sinne des Betrachters, zeigt Herder im zweiten Teil der Schrift die Kraft des Gefühlssinns, der im Verein mit dem Gesichtssinn zur Schau und zum Erfühlen des Schönen und Wahren in der Kunst führt. Herder endet seine Schrift im fünften Abschnitt mit der hypothetische Frage nach einer „praktischen Vernunftlehre, ein philosophisches Lexikon der Sprache, Sinne und schönen Künste“[23] und verweist hierbei auf die Blindgeborenen, die uns mit ihrer Wahrnehmung der Welt darauf hinweisen, wie die Welt eventuell anders wahrgenommen werden sollte. Der Tastsinn sollte im Kunstgenuss der Sinn sein, der uns grundlegend an die Werke heranführt, um sie in ihrer Gestalt zu erfassen und die Basis für die gesamte sinnliche Wahrnehmung legt.[24]

Im Folgenden werden einige Aspekte der „Plastik“ genauer betrachtet, die die Bedeutung des Tastsinns für die Erkenntnis besonders herausstellen. Ulrike Zeuch hat in ihrem Buch „Umkehr der Sinneshierarchie. Herder und die Aufwertung des Tastsinns seit der frühen Neuzeit“ umfangreiche Untersuchungen angestellt; die hier aufgeführten Betrachtungen folgen tendenziell ihren Kategorien. Allerdings ist anzumerken, dass Zeuch Herders Gesamtwerk analysiert hat, in dieser Arbeit der Fokus jedoch auf der „Plastik“ liegt, was zu einer Eingrenzung des Untersuchungsgebietes führt und zur Konzentration auf die Schrift an sich und auf darin ausgewählte Aspekte zum Tastsinn.

[...]


[1] Johann Gottfried Herder: Plastik. Einige Wahrnehmungen über Form und Gestalt aus Pygmalions bildendem Traume, in: J. Brummack / M. Bollacher u.a. (Hg.): Johann Gottfried Herder. Werke, Bd. 4, Frankfurt am Main 1994, S. 254.

[2] Ebd., S. 242-326.

[3] Vgl. Robert Jütte: Geschichte der Sinne. Von der Antike bis zum Cyberspace, München 2000, S. 72f.

[4] Vgl. Jens Heise: Johann Gottfried Herder zur Einführung, Hamburg 1998, S. 63.

[5] Hier ist anzumerken, dass in dieser Arbeit Herders Annahme der fünf Sinne des Menschen gefolgt wird, die Anzahl der fünf Sinne als Organe der Wahrnehmung allerdings kein „ahistorisches, semantisches Universal“ ist, sondern eine Konsequenz früher philosophischer Theorien darstellt, die seit dem 19. Jahrhundert mit Hilfe neuer wissenschaftlicher Methoden und Instrumente widerlegt wurden und heute zur wissenschaftlichen Debatte stehen. Siehe dazu z.B. M. Stadler/ F. Seeger/ A. Raeithel: Psychologie der Wahrnehmung, München 1975.

[6] Vgl. Waltraud Naumann-Beyer: Anatomie der Sinne im Spiegel von Philosophie, Ästhetik, Literatur, Köln/Weimar/Wien 2003, S. 206.

[7] Robert Jütte: Geschichte der Sinne, S. 81.

[8] Vgl. Ulrike Zeuch: Umkehr der Sinneshierarchie. Herder und die Aufwertung des Tastsinns seit der frühen Neuzeit, Tübingen 2000, S. 57.

[9] Vgl. ebd., S. 69f.

[10] Robert Jütte: Geschichte der Sinne, S. 63.

[11] Vgl. ebd., S. 63.

[12] Waltraud Naumann-Beyer: Anatomie der Sinne, S. 65.

[13] Vgl. Robert Jütte: Geschichte der Sinne, S. 141.

[14] Vgl. ebd., S. 144.

[15] Waltraud Naumann-Beyer: Anatomie der Sinne, S. 212.

[16] Vgl. ebd., S. 214.

[17] Johann Gottfried Herder: Ist die Schönheit des Körpers ein Bote von der Schönheit der Seele?, in: U. Gaier u.a. (Hg.): Johann Gottfried Herder. Werke, Bd. 1, Frankfurt am Main 1985, S. 132.

[18] Vgl. Jens Heise: Johann Gottfried Herder, in: E. Bohlken/ C. Thies: Handbuch Anthropologie, Der Mensch zwischen Natur, Kultur und Technik, Stuttgart 2009, S. 17.

[19] Jens Heise: Johann Gottfried Herder zur Einführung, S. 43.

[20] Vgl. ebd., S. 44.

[21] Vgl. Gunter E. Grimm: Das „Vierte kritische Wäldchen“, in: Ders. (Hg.): Johann Gottfried Herder. Werke, Bd. 2, Frankfurt am Main 1993, S. 968.

[22] J. Brummack/ M. Bollacher: Plastik, Dies. (Hg.): Johann Gottfried Herder. Werke, Bd. 4, Frankfurt am Main 1994, S. 1006.

[23] Vgl. Johann Gottfried Herder: Plastik, S. 310.

[24] Vgl. ebd., S. 311.

Details

Seiten
16
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656928973
ISBN (Buch)
9783656928980
Dateigröße
443 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v295183
Institution / Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung) – Philosophie
Note
1,7
Schlagworte
Sinnlichkeit Tastsinn Johann Gottfried Herder Plastik Sinne Ästhetik

Autor

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